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Variable Gehälter sind rundheraus abzulehnen.
Das hieße das gleiche Risiko wie die Kapitalgeber - wozu braucht es die dann noch? Dann wäre es nur konsequent, die gleich abzuschaffen (nur in ihrer Funktion natürlich).
Was Arbeitnehmer brauchen, ist doch nicht das Risiko und volatile Einkommen, sondern die Sicherheit eines berechenbaren, konstanten Einkommens. Das ist der klassische Deal in unserer Marktwirtschaft: Arbeitnehmer bekommen eine feste, konjunkturunabhängige Entlohnung; Unternehmer haben sowohl das Risiko von Verlusten, als auch die Chance auf einen nach oben theoretisch unbegrenzten Gewinn, wenn es gut läuft, also auf alles, was übrigbleibt.
Hey, wenn es nicht schon so wäre, müßte man es glatt erfinden - oder verteidigen!
Ein "Höchsteinkommen", also 100% Einkommensteuer, wäre wohl kaum im Sinne des Erfinders.
Eher schon eine hohe Besteuerung, wie es Bronstein vorgeschlagen hat. Dann "lohnt" es sich weiter, und es ist auch noch was zum Melken da. 50% reicht aber.
Manchmal wundere ich mich schon, welche "naive" Vorstellungen hier aufgetischt werden (mal sehr vorsichtig formuliert).
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Arne Kroger unregistriert
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Wenn der Arbeiter über 50% Abgaben zahlen muss, dann können das auch alle zahlen, die nicht sozialversicherungspflichtig sind bzw. diesen Sozialversicherungsscheiß in der BRD endlich in die Tonne zu kloppen und endlich wie zivilisierte Staaten dieses über Steuern zu finanzieren, damit da jeder für blecht und nicht nur die Arbeitnehmer.
Btw. @Quaid:
Was macht der Polizist? Wenn der viele Strafzettel schreibt, bekommt der dann eine Beteiligung? Und der Arge-Mitarbeiter? Bekommt die Prämie von den Geldern, die er sperrt???
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Leberkrebs unregistriert
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Sowohl der Polizist als auch der Arge-Mitarbeiter werden vermutlich schneller Beförderungskarriere machen. Das ist bereits übliche Praxis.
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| Zitat: |
Original von Ravecloft
Manchmal wundere ich mich schon, welche "naive" Vorstellungen hier aufgetischt werden (mal sehr vorsichtig formuliert). |
manchmal wundere ich mich, welche anmaßenden bemerkungen hier aufgetischt werden (mal sehr vorsichtig formuliert).
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Seneca unregistriert
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| Zitat: |
| Sowohl der Polizist als auch der Arge-Mitarbeiter werden vermutlich schneller Beförderungskarriere machen. Das ist bereits übliche Praxis. |
Unsinn. Ein Polizist wird nach Dienstalter und nach der ausgeübten Tätigkeit vergütet. Ob der jetzt 100 oder keinen Strafzettel am Tag schreibt, ist völlig wurscht.
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Leberkrebs unregistriert
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Tja und die "ausgeübte Tätigkeit" ändert sich mit der Schulterklappe des Polizisten.
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Arne Kroger unregistriert
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Nicht mehr, @Seneca, das haben die ja geändert. Es geht im Öffentlichen Dienst eben nicht mehr nur noch nach Dienstalter, sondern auch nach anderen Sachen. Nach welchen allerdings, wissen die auch noch nicht. Bislang mache ich mir also keine Sorgen, dass ich auch weiterhin mal zwei Jahre krank feiern kann und dann bei Rückkehr wieder eine BAT-Stufe höher bin.
Bei den angestellten Arge-Mitarbeitern geht das noch anders. Die haben fast alle selber nur befristete Arbeitsverträge und wissen eben, dass die ganz schnell die Seiten des Schreibtisches wechseln könnten, wenn die nicht ihre Quote erfüllen und soundsoviel Geld einsparen für ihren Arbeitgeber, außerdem gibt es genug Arschlöcher da, die meinen, wenn sie hinter einem Schreibtisch sitzen, wären sie was.
Wie sagt man so schön:
Ich bin nix, ich kann nix, gebt mir eine Uniform (oder zumindest etwas, wo ich meine, ich hätte Macht!).
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Du schreibst einfach nur gequirlte Scheiße und wunderst Dich dann, wenn Du mit etwas Realität konfrontiert wirst, von Leuten, die noch dazu fähig sind.
Nun, ich muß solche Diskussionen mit 17jährigen "Anarchisten" irgendwie auch nicht haben. Ein wenig aufpassen im Gemeinschaftskundeunterricht hätte schon nicht geschadet, statt nur zu kiffen. Es fällt zunehmend schwer, solche Foren ernstzunehmen.
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Seneca unregistriert
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Selbstverständlich mag es sowas geben @arne. Ändert nichts daran, dass es zumindest bei der Polizei noch nicht üblich ist am Jahresende die ausgestellten Strafzettel zusammenzuzählen und die besten Knöllchenverteiler zu befördern. Wäre ja auch unfair. Dann werden ja die Streifenpullen in Windeseile befördert und die im Innendienst versauern auf ihren Stühlen.
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Arne Kroger unregistriert
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Wen meinst Du eigentlich, @Ravecloft?
@Seneca:
Eben aufgrund der völlig fehlenden Kriterien, was im öffentlichen Dienst die sogenannte Beförderung nach Leistung sein soll, ist zur Zeit alles möglich.
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| Zitat: |
Original von Ravecloft
Du schreibst einfach nur gequirlte Scheiße und wunderst Dich dann, wenn Du mit etwas Realität konfrontiert wirst, von Leuten, die noch dazu fähig sind.
Nun, ich muß solche Diskussionen mit 17jährigen "Anarchisten" irgendwie auch nicht haben. Ein wenig aufpassen im Gemeinschaftskundeunterricht hätte schon nicht geschadet, statt nur zu kiffen. Es fällt zunehmend schwer, solche Foren ernstzunehmen. |
ich geh jetz einfach mal davon aus, dass du mich meinst, denn das macht am meisten sinn.
warum denn auf einmal in einem derart niveaulosen ton? ich bin nicht 17, ich bin kein reiner anarchist und ich kiffe auch nicht (siehe meine berühmten rauchen-threads 1&2).
hier geht es um utopie. ich hab nur einen faden gesponnen, wie es mit den löhnen aussehen könnte. ob das nun realisierbar ist oder nicht, gut ist oder nicht usw. - das können wir gern hier diskutieren. aber es fällt zunehmend schwer, solche user wie dich ernst zu nehmen..
edit:
| Zitat: |
| Was Arbeitnehmer brauchen, ist doch nicht das Risiko und volatile Einkommen, sondern die Sicherheit eines berechenbaren, konstanten Einkommens. Das ist der klassische Deal in unserer Marktwirtschaft: Arbeitnehmer bekommen eine feste, konjunkturunabhängige Entlohnung; Unternehmer haben sowohl das Risiko von Verlusten, als auch die Chance auf einen nach oben theoretisch unbegrenzten Gewinn, wenn es gut läuft, also auf alles, was übrigbleibt. |
es gibt genug unternehmen, die mit einer relativen sicherheit von über 80% gewinn einfahren. die frage ist dann nur, wie hoch dieser sein wird. für diese unternehmen wäre so ein konzept doch in ordnung.
wenn es dem unternehmen so schlecht gehen könnte, dass die gewinnbeteiligung durch das hier besprochene konzept bei den arbeitnehmern gegen null gehen würde, dann wäre es dasselbe risiko wie beim "klassischen deal" - nix verdienen oder entlassung - da ist erstmal nicht viel unterschied.
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Grr - jetzt ist ein langer Beitrag verloren, weil ich zwischenzeitlich was gegessen habe und ausgeloggt wurde. Was soll eigentlich diese blöde Einstellung? Das ist das einzige Board, das ich kenne, bei dem das so ist.
Zum Thema:
Man merkt halt, daß Du offenbar wenig Bezug dazu hast.
1.) Die Unternehmensgewinne schwanken extrem, abhängig von der Branche. 25%-30% der Unternehmen machen Verluste, abhängig von der Konjunktur natürlich, was noch längst nicht heißt, daß der Rest fette Gewinne macht. Siehe http://www.smittelstand.de/bilanzanalyse.html, vierte Grafik von unten. Nach meiner Erfahrung dürfte das 2006/07 vielleicht minimal besser, aber nicht so wesentlich anders aussehen.
2.) Es gibt keine Lohnsenkungen; ich weiß nicht, wie Du darauf kommst. Damit Arbeitnehmer wirklich zu einem Lohnverzicht bereit sind (und ich meine jetzt nicht geringe Tarifabschlüsse), muß das Unternehmen schon wirklich am Rande der Pleite stehen, und selbst dann ist meist eher unbezahlte Mehrarbeit angesagt (was auch ok ist, evtl. kann man eine Nachzahlung im Erfolgsfall vereinbaren). Die Leute brauchen das Geld.
Das kannst Du aktuell am Fall Alitalia studieren. Obwohl Alitalia ein hoffnungloser Fall ist, und zu meiner Überraschung Air France-KLM zwischenzeitlich bereit schien, in diesen Saftladen zu investieren, und obwohl man mittlerweile die Wochen bis zum Grounding zählen kann (ich schätze Juni), bleiben die Gewerkschaften hart. Alitalia macht seit 1996 Verluste (selbst operativ seit 10 Jahren!!) - hättest Du 13 Jahre lang umsonst arbeiten wollen?
Im Insolvenzfall bekommen die Arbeitnehmer Insolvenzgeld, und wenn sie nicht mehr beschäftigt werden, dann Arbeitslosengeld. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob qua Arbeitslosengeld für Beschäftigte in Verlustfirmen die Wirtschaft quasi subventioniert wird. Nebenbei: Du würdest gar nicht glauben, was denen für Ideen einfallen würde, wie man so kostenlose Arbeitskräfte bekommen könnte ... Dann wären wir bei der Staatswirtschaft angelangt.
Ich sehe auch keinen Vorteil für die Arbeitnehmer insgesamt, nur größere und unberechenbare Einkommensschwankungen, je nach dem, in welcher Firma man ist.
Ein Teil des Inhalts fehlt jetzt vielleicht, aber mir doch egal.
Arnes Vorschlag mit der Steuerfinanzierung möchte ich ausnehmen, darüber könnte man natürlich diskutieren, was ja auch geschah/geschieht (Stichwort: Bürgerversicherung/Kopfpauschale).
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M.F unregistriert
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Original von Ravecloft
Grr - jetzt ist ein langer Beitrag verloren, weil ich zwischenzeitlich was gegessen habe und ausgeloggt wurde. Was soll eigentlich diese blöde Einstellung? Das ist das einzige Board, das ich kenne, bei dem das so ist.
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Dann hast du sehr sehr viel Erfahrung mit Foren.
BEVOR man abschickt einfach mal Text markieren, strg + c drücken und schon ist es erstmal sicher in der Zwischenablage.
Geht sogar unter Windows habe ich gehört.
Wer das nicht macht, hat halt Pech gehabt.
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Leberkrebs unregistriert
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Haben die Manager bei Allitalia also seit 1996 keine Gehaltserhöhung bekommen, weil angeblich seitdem der Laden nicht läuft? Nein, weit gefehlt: Aufsichtsrat und Management von Allitalia haben seit 1996 ihre Bezüge um fast 100% erhöht.
Sobald es um Arbeiterlöhne geht, fängt regelmäßig das große jaulen und wehklagen an.
Ein Chef tritt vor seine Arbeiter: " Wir machenVerlust, der Weltmarkt wird immer härter, ich muss Eure Löhne stagnieren oder kürzen lassen."
Am Nachmittag tritt DER GLEICHE Chef vor seine Aktinonäre:
"Leute, kauft unsere Aktien! Wir machen dieses Jahr REKORDGEWINN, ich verspreche Euch mindestens 25% Rendite...wir sind auf einem echten Wachstumsmarkt positioniert..."
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@ravecloft
wenn du nach 30minuten deinen beitrag nicht fertig stellst und keinen mozilla firefox nutzt, solltest du vllt lieber die schnellantwort nutzen.
edit: oder alternativ, wie bronstein vorgeschlagen hat, den text mit strg a und strg c lokal sichern.
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hat denn jemand eine idee zur umverteilung der geldwerte, um etwas fairness in die wirtschaft zu bringen?
schwere aufgabe, ich weiss ^^
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Hansi unregistriert
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Oh nein, ich sehe jetzt schon wieder endlos Diskussionen @Xoc VS. @Arne und @Leberkrebs wirft seinen Senf rein.
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Original von quaid
hat denn jemand eine idee zur umverteilung der geldwerte, um etwas fairness in die wirtschaft zu bringen?
schwere aufgabe, ich weiss ^^ |
Ich würde erstmal andersrum anfangen:
Die Umverteilung der Geldwerte stoppen, zur Zeit werden die nämlich kräftig von unten nach oben umverteilt.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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warum dann stoppen und nicht gegenlenken?^^
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Arne Kroger unregistriert
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