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| Umfrage: Ich empfinde mich selbst als |
| durchschnittlich aussehend. |
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57.14% |
| gutaussehend. |
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5 |
23.81% |
| hässlich, aber das ist mir scheißegal. |
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2 |
9.52% |
| gutaussehend, aber nicht nach menschlichen Kriterien. |
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2 |
9.52% |
| hässlich, und ich wäre lieber hübsch. |
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0 |
0.00% |
| Insgesamt: |
21 Stimmen |
100% |
dian unregistriert
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Macht Schönheit blöd?
19.08.2007 11:53 |
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Nein, ich will mich jetzt nicht darüber beklagen, dass die gutaussehenden Menschen, die ich kennenlerne, alle entweder dumme, gehirngewaschene Lemminge oder nur auf sich selbst fixierte Arschlöcher sind.
Ich will auch nicht rumjammern, weil die intelligenten Menschen, die intellektuell einigermaßen an mein Niveau heranreichen, größtenteils nix fürs Auge sind. (wie käme ich auch dazu, wo ich doch selber auch keinem der gängigen oder nichtgängigen Schönheitsideale entspreche...)
Es ist einfach nur eine Beobachtung, die mir im Lauf der Jahre eben verstärkt aufgefallen ist.
Fast jeder hier (außer mir) trägt eine Brille. Kommt das vom vielen Bücher lesen oder vom vielen vorm Rechner rumgammeln??
So mancher hier (einschließlich mir) hat ein komisches Gesicht. (dicke Nase, schiefer Mund, abstehende Ohren, oder was halt sonst so dazugehört)
Der Anteil der Magersüchtigen ist in alternativen und PC-Freak-Kreisen ohnehin stark erhöht.
Also ich rede jetzt nicht über das, was Ina einmal im Streit mit Maverick angesprochen hat... dass unsereins einfach weniger Wert auf eine modische Frisur oder stylisches Auftreten legt.... sondern es geht mir darum, dass selbst mit mehr Modebewusstsein der Anteil der "Hackfressen" hier immer noch weit über dem Bundesdurchschnitt liegen würde. (ähm ja, von ländlichen Gegenden, in denen jahrhundertelang Inzucht betrieben wurde, vielleicht mal abgesehen)
Die Frage ist: Wenn Menschen, die nicht gerade wie Models aussehen, eher dazu neigen, zu Außenseiter zu werden und sich Gedanken zu machen, die über das normale Maß hinausreichen... gilt dann auch der Umkehrschluss? Oder anders ausgedrückt: Macht Schönheit blöd??
Wenn du gut aussiehst, bzw. dem gerade gültigen Schönheitsideal entsprichst, wollen sich andere Menschen mit dir umgeben, um sich in deinem Glanz zu sonnen. So lange du nicht gerade der totale Soziopath bist, wirst du immer Freunde haben. Vielleicht nicht gerade ehrliche, aufrichtige Freunde... aber doch zumindest solche, die gern mit dir rumhängen und sich bemühen, dich nicht all zu sehr zu langweilen.
Wenn du gut aussiehst, ist auch die Gefahr geringer, dass du überhaupt zu einem Soziopathen wirst. So haben irgendwelche Studien (die ich gerade leider nicht vorrätig habe) ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass gutaussehende Menschen beispielsweise ins Gefängnis kommen, deutlich geringer ist als dies bei hässlichen Menschen der Fall ist. Der Grund dafür ist simpel: Wer schön ist, findet leichter einen Job. Als gutaussehende Frau wirst du immer einen Job finden, vielleicht nicht unbedingt als Model, aber zumindest als Kellnerin oder Sekräterin.
Wer schön ist, findet natürlich auch leichter einen gutaussehenden Partner für den Sex. Und ein erfülltes Sexualleben ist nunmal auch etwas, was einen Menschen glücklich macht oder zumindest durch den mit Beziehungen einhergehenden Stress von anderen, tiefergehenden Gedanken und der damit verbundenen Unzufriedenheit ablenkt.
Auch im Internet, auf irgendwelche Partnerbörsen, kann man das prima beobachten.
Die gutaussehenden Männlein oder Weiblein geben als Hobby meist an, dass sie in allen möglichen Vereinen aktiv sind, zwanzig Sportarten betreiben, ständig in den Urlaub fahren und gerne Party machen.
Die weniger gutaussehenden haben oft auch deutlich weniger Freizeitaktivitäten... was natürlich wiederum nicht gerade hilfreich ist, um Freunde oder was zum Ficken zu finden.
Haben wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft? Auf der einen Seite die Schönen, die immer schöner werden, weil sie ja auch immer an der frischen Luft sind und viel Sport treiben... und auf der anderen Seite die Hässlichen, die immer hässlicher werden, weil es ihnen ab einem bestimmten Punkt eh scheißegal ist, wie sie aussehen, und sie dann entweder dem Drogenkonsum, der Fress-Sucht, nihilistischem Gedankengut oder irgendwelchen Depressionen verfallen?
Es gibt ja auch ein Anti-Diskriminierungsgesetz. Müsste man dicke Frauen nicht vielleicht subventionieren, damit sie, wenn sie Friseuse oder Kellnerin werden wollen, gegenüber ihren schlanken, hübschen Konkurrentinnen überhaupt eine Chance haben?
Da fällt mir ein... kann es sein, dass der Anteil der kleinen, dicken Frauen bei Hartz4-Empfängern deutlich höher ist als ihr Anteil in der Gesamtbevölkerung? Aber einen Politiker habe ich davon noch nie reden hören. Ist das möglicherweise ein gesellschaftliches Tabu, dass zwar jeder weiß, wie der Hase läuft, aber keiner darüber reden möchte? Die Gutaussehenden nicht, weil sie ja nicht zugeben wollen, dass sie ihre Qualifikation nicht durch eigene Leistung, sondern durch die Gnade der schönen Geburt erreicht haben? Und die Hässlichen nicht, weil ja sowieso keiner gern zugibt, dass er hässlich ist, oder weil sie es einfach gewohnt sind, dass man ihnen sowieso nicht zuhört, wenn sie was zu sagen haben?
Ok, mir ist schon klar, dass es auch immer Ausnahmen gibt. Es gibt gutaussehende Drogenabhängige, es gibt gutaussehende Arbeitslose und selbstverständlich auch gutaussehende Unitymitglieder.
Ebenso gibt es hässliche Menschen, die in der Gesellschaft Erfolg haben (z.b. Gerhard Mayer-Vorfelder
, und die allermeisten sonstigen Politiker).
Trotzdem habe ich den Eindruck, dass die Gutaussehenden im Schnitt deutlich oberflächlicher, selbstverliebter, trendbewusster und damit auch besser in die Gesellschaft integriert sind als der hässliche Rest.
Wie seht ihr das?
Und, um mal wieder eine Umfrage zu machen: Seht ihr euch selbst als gutaussehend an, seid ihr mit eurem Aussehen unzufrieden oder ist es euch einfach nur scheißegal?
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Ich glaube sogar, dass meine Nase in der Pubertät noch gewachsen ist und einen kleinen Buckel bekommen hat, eben weil ich nichtmehr ganz richtig getickt habe! Meine langnasige Schwester kommentierte das irgendwann mit "endlich" und machte sich auf, das internationale IT-Business zu unterjochen. Dass M.V. ihr heimliches Vorbild ist, wird sie nichtmehr lange verbergen können.
Ich setze meine Brille nur nicht auf, weil's ohne bequemer ist und ich das als Beschiss empfinde, wenn jemand auf 50 m irgendwelche Zeichen erkennen kann
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Hansi unregistriert
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Mh, breitfächeriges Thema...
Also am Anfang muss ich sagen, dass das natürlich auch alles Geschmackssache ist, Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Und ich würde auch nicht sagen, dass die meisten Unityaner nun unbedingt hässlich sind, nein, sie sehen eher... anders aus. Eben wie sie auch "anders" sind. Und mal ehrlich, so langsam glaube ich, dass man nen Unityaner am Aussehen erkennen kann, zumindest in vielen Fällen
. Neben der Brille hast du übrigens noch die langen Haare vergessen @Dian
. Vielleicht ist das ja auch die Erklärung warum man mich für @Arnes Bruder oder Sohn hält ^^. Auch ist mir aufgefallen das viele Unityaner wesentlich jünger aussehen, als sie eigentlich sind. Aber wirklich "hässlich" sind wir alle nicht. Ok, vielleicht nach den Schönheitsidealen die da draußen so aufgestellt werden, aber die dürften uns ja mal wieder egal sein
.
Und das das Aussehen nun was mit der Intelligenz zu tun haben soll, halte ich auch für Schwachsinn. Ok, vielleicht in so weit, dass sich eher blöde Menschen mehr darum scheren wie sie rüberkommen und vor anderen wirken und sich dann der ganzen breiten Palette an "Schönheitsprodukten- und ops" bedienen und sich so weit "tunen", dass es den gesellschaftlichen Schönheitsidealen mehr entspricht, einfach weil sie mit ihrem Hirn im Leben nicht weiter kommen.
Und die von dir @Dian aufgeführten Beispiele @mehr Chacen im Job etc., dass ist gut möglich, eben weil wir wieder mal das System der geblendeten Lemminge vorfinden, aber dass muss deswegen trotzdem nicht in 100 % der Fälle so sein.
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Da die Menschen sich ganz krass unterscheiden können, würde ich sagen, das es keine feste Regel (schön=dumm) gibt. Ich würd jetzt nicht sagen, das ich überschöne Leute kenne, die auch superintelligent ist. Eigentlich hast du im Startpost schon vieles gesagt, was es zu sagen gibt.
Ich hatte am Anfang auch Probleme damit, das ich dachte, ich wäre total hässlich und baute darauf meine ganzen sozialen "Probleme" auf. Die "coolen" wollten nichts mit mir zu tun haben, ich hatte keine Freundin etc. Aber nach und nach sind mir Dinge aufgefallen, die das grundlegend geändert haben. Inzwischen gebe ich meinem damals mangelndem Selbstbewusstsein die Schuld. Aber als mir klar wurde, das ich mit diesen Idioten eigentlich nichts zu tun haben wollte, habe ich mich eigentlich ziemlich verändert, irgendwann hatte ich gute Freunde, die einfach zu mir passen. Dadurch und als mir klar wurde, das ich eigentlich nicht hässlich bin, entwickelte sich auch mein Selbstbewusstsein besser und irgendwann wollten auch die "coolen" wieder was mit mir zu un haben. Allein gestern wurde ich unabhängig von zwei Leuten auf ne Krimes eingeladen (Aber was will ich denn da?)
@Unityaner: Eigentlich kann ich Menschen eher schlecht einschätzen (also Alter etc.), aber bei dem Treffen hier, hatte ich eigentlich ganz gut geschätzt, vermute ich
Ich würde auch nicht sagen, das Unityaner schlecht aussehen, von denen, die ich bisher kenne. Das sie alle so jung aussehen, wird wohl daran liegen, das sie noch recht jung sind
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Hansi unregistriert
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Nein @jan, du verstehst nicht ganz, egal wie alt sie wirklich sind, viele sehen ein paar Jahre jünger aus. Ich z. B. werde meistens auf 17/18 Jahre geschätzt und nicht auf 22 und ich denke, ich bin hier nich der Einzige, dem das so geht.
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Hansi unregistriert
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Naja, dir würd ich auch nich unbedingt typisches "Unityaner-Aussehen" unterstellen
.
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Arne Kroger unregistriert
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Ich kann mit Begrifflichkeiten wie "hübsch" oder "hässlich" leider gar nix anfangen. Wenn ich mir Modells angucke, von denen man sagt, dass sie "hübsch" seien, sagt mir das überhaupt nix.
Das kann was damit zu tun haben, dass ich eh keine besondere optische Intelligenz habe, aber auch evtl., dass in so 'ner puritanischen Erziehung, wie ich die hatte, sowieso Äußerlichkeiten und auf so etwas zu achten immer Pfui war, weil das ja eben was mit Eitelkeiten zu tun haben könnte und das ist ja schon 'ne Todsünde.
Was ich unterscheiden kann, ist ob jemand sexy auf mich wirkt oder nicht.
Und da hab' ich mir auch schon Gedanken gemacht, wieso ich als alter schwuler Sack z.B. die Unityleute, die doch alle jung und knackig aussehen, auf mich doch nur so sexy wirken, als wäret Ihr alle 'ne Mischung aus Gerhard Meyer-Vorfelder und Roland Koch.
Okay, ist zwar richtig, dass ich eh nicht unbedingt auf all zu junge Männer und Frauen stehe, aber das ist es nicht allein, denn das wäre die Verdrehung von Ursache und Wirkung.
Letztendlich ist es sogar logisch, dass @Dian hier im Forum nix finden wird, was er adrett findet. Denn letztendlich ist das hier 'n Forum, wo Menschen sind, die halbwegs vernünftig sind und eigentlich keinen Guru oder sowas brauchen.
Kann ich 'n schönes Beispiele für nennen:
Ich kenn' meinen Lover schon seit der Schule. Da ist der mir aber nie besonders aufgefallen, ich ihm zwar angeblich schon, aber mich interessierte der nur am Rande. Als wir uns dann so 10 Jahre nach dem Abi wiedertrafen, da war sofort irgendwie auch von meiner Seite Interesse da.
Und zwar war der mittlerweile ein paar Koordinaten von dem Lebensweg abgerutscht, der uns beiden als Schüler der gleichen Schule, Männer des gleichen Alters und einer ähnlichen Familiengeschichte verband. Der hatte angefangen, zu saufen, stand schon wegen irgendeinem Diebstahl vor Gericht und ich war der gemachte Angestellte im Öffentlichen Dienst (so glaubte man zumindest von meiner öffentlichen Rolle her).
Zum einen war das natürlich für mich interessant, wie sich mein Lebensweg auch hätte entwickeln können, wenn die ein oder andere Koordinate anders gestellt worden wäre, aber vor allen Dingen:
Jetzt erst gaben wir mal 'ne Ergänzung ab.
Nach 'n paar Tagen hat der dann erzählt, dass er wisse, dass er mich nie mehr verlieren darf und dass wir irgendwie zusammengehören.
Okay, dann hat er mal einen geblasen bekommen, was der angeblich besser fand als wie von jeder Frau vorher und ich fing auch erst ab dem Moment an, den als schön zu empfinden und gerate auch heute noch ins Schwärmen für den.
Hat aber eigentlich nix mit den optischen Eigenschaften von dem zu tun. Der hat schwarze Haare, sieht eben ziemlich aus wie so griechische Statuen, klar, kann man jetzt 'n Schönheitsideal draus machen, aber ohne die persönliche Beziehung zwischen uns hätte der mich nicht interessiert.
Insofern werden Menschen, mit denen ich geistig genügend Gemeinsamkeiten habe, auf mich nur dann mal sexy wirken, wenn da irgendwie was zusammenpassen sollte, ansonsten ist das irrelevant, wie jemand aussieht.
Okay, ich hab' nix gegen große Schwänze und knackige Ärsche, aber
an sich sind das auch nur Nebensächlichkeiten, wenn ich mich mal darauf einlasse, find' ich auch alles sexy.
Ist also umgekehrt, erst kommt die Erkenntnis, dass man sich zumindest partnerschaftlich nix zu geben hat und dann stellt man fest, dass der-/diejenige nach nix aussieht.
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Waldgaenger unregistriert
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witzig find' ich in diesem Zusammenhang:
in seinen "Studien zum autoritären Charakter" hat Adorno - wenn ich mich richtig erinnere - herausgefunden, dass Leute, die Aussagen wie "Schönheit ist nur oberflächlich", "Wichtig sind die inneren Werte" usw. bejahen, überdurchschnittlich häufig zu einem autoritären Charakter tendieren.
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Arne Kroger unregistriert
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Würd' ja auch mit meiner Theorie übereinstimmen, dass ich in einer Beziehung gebraucht sein will, bevor ich jemanden sexy finde und insofern natürlich da mich auch als irgendwen sehe, der für den Partner eine Autorität austrahlt.
Sonst würd' ich mir ja auch nicht immer wieder solche Nulpen aussuchen, die eigentlich völlig fertig mit der Welt sind.
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Waldgaenger unregistriert
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nee, nee, @arne... mit 'autoritärem Charakter' ist jemand gemeint, der sich eher anpasst und unterwirft. Typisches Beispiel 'Der Untertan' von Heinrich Mann.
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Arne Kroger unregistriert
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Naja, evtl. interpretiere ich auch innere Werte falsch, zumindest würde ich das, worauf ich achte, sowieso nicht als Werte im engeren Sinne bezeichnen, sondern eben maximal als Kompatibilität.
Aber Adorno hat auch 'ne ganze Menge Scheiße in seinem Leben geschrieben, um ehrlich zu sein.
Wobei ich mich schon als jemanden bezeichnen würde, der auch immer Interesse an Macht hat, dass sogar früher auf jeden Fall größer war als das Interesse an Individualität.
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dian unregistriert
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| Zitat: |
| in seinen "Studien zum autoritären Charakter" hat Adorno - wenn ich mich richtig erinnere - herausgefunden, dass Leute, die Aussagen wie "Schönheit ist nur oberflächlich", "Wichtig sind die inneren Werte" usw. bejahen, überdurchschnittlich häufig zu einem autoritären Charakter tendieren. |
Ich würde das eher so sehen:
Menschen, die nicht so gut aussehen, aber trotzdem gesellschaftlichen Erfolg und Respekt genießen möchten, neigen nunmal verstärkt dazu, in die Politik oder Wirtschaft zu gehen, oder sonst irgendwelche Positionen an sich zu reißen, in denen sie trotz ihrer schiefen Nase eine Art Popstar sein können. Macht macht sexy.
Oder kennt hier jemand einen gutaussehenden Politiker?
Koch, Beckstein, Schönbohm, Müntefering, Merkel, Westerwelle, und wie sie alle heißen.... das sind doch alles Visagen, die, wenn es allein nach ihrer Optik ginge, total vereinsamt und verarmt in der Gosse hätten landen müssen.
Die haben alle in ihrer Jugend nicht den Sex bekommen, den sie für eine gesunde psychische Entwicklung vielleicht gebraucht hätten, und haben sich daher aus Frust in ihre Arbeit gestürzt und so von klein auf gelernt, einen Menschen nicht nach dessen Äußeren, sondern nach seiner gesellschaftlichen Position und dem Nutzen, den man aus diesem Menschen ziehen kann, zu beurteilen.
Klar, dass sie da optischen Werten nicht so viel Bedeutung beimessen. Klar, dass sie autoritär auftreten... denn ohne die Macht ihres Amtes wären sie ein Nichts. Niemand würde mit ihnen ficken wollen, niemand würde sich mit ihnen fotografieren lassen, niemand würde ihnen auch nur freiwillig die Hand schütteln wollen.
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Arne Kroger unregistriert
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Also, Sarah Wagenknecht sagt man, sähe gut aus.
Ach, und @Waldgänger:
Jetzt hab' ich mal kapiert, was Adorno meinte.
Mit Sicherheit hat er diesbezüglich Recht, dass die Typen, die z.B. auf mich abfahren, obwohl sie von ihrer Optik wahrscheinlich wesentlich attraktiveres finden könnten, zu den Strukturen neigen, die Adorno beschreibt, denn die geben ja auch ihre optischen Werturteile dafür auf, dass ihnen jemand Autorität verspricht in ihrem Wunschdenken, auch, wenn er evtl. nicht so aussieht, wie die sich das vorstellen, insofern stellen sie, sofern sie ästhetische Wahrnehmungen besitzen, tatsächlich Autorität über Optik.
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Na ja, also jetzt über das durch Ästhetik verursachte Gerechtigkeitsproblem zu schwadronieren, erscheint mir schon reichlich skurril. Etwaige durch Attraktivität verursachte Vor-/Nachteile müßten als biologisch-evolutionäre Größen eigentlich jenseits vom anderen Kram stehen. Aber natürlich zeigt dieses ursprüngliche Verhalten besser als jedes andere die Kreatürlichkeit des Menschen auf - und entlarvt somit auch, äh, Marats Vorstellung von der ultimativen Gleichheit des Menschen als Lüge bzw. Irrtum (gut, JPM war hässlich, und wurde in der Badewanne erdolcht, also konnte er eigentlich gar nicht recht haben).
Was denn nun schön ist, ob und inwieweit gesellschaftlicher Kram für die Konstituierung idealer Schönheiten notwendig ist, ist mithin erstmal egal. Wichtig wäre die Behauptung, die Onkel Calgmoth jetzt 'mal aufstellt [und das nicht bloß, weil er sich gerade in Wildeschem Ästhetizismus vergraben hat]:
Der Mensch neigt dazu, Schönheit anzustreben, und meidet im gleichen Maße Hässlichkeit. Das ist zwar nicht nett, wenn man hässlich ist/sich für hässlich hält, aber der Mensch ist halt auch nicht nett.
Die Schönen schaffen es aber trotzdem nicht ganz nach oben. Obwohl man i. d. R. einfacher durchs Leben marschiert, wenn man schön ist, hat man doch auch gegen (mehr) Neider zu kämpfen, wenn man in Arenen agiert, in denen Schönheit eben nicht die auschlaggebende Kategorie für Erfolg ist. Daher ist auch der durchschnittliche Politiker, Wirtschaftsheini etc. in der Regel nicht schön.
Intellektualität würde ich aber erst 'mal nicht an Schönheit festmachen wollen. Auch nicht am Einsamkeitsgrad oder sonstigen komischen Größen.
[Offtopic-Bemerkung: Und natürlich wäre ich jetzt über die Maßen geknickt, wenn man mich hier im Forum konsensual a) ob meiner Edelstahlbrille, b) den nicht ganz so blauen Augen, c) dem vom Akkordbart zugeklatschten fliehenden Kinn, d) der bewußten Flirterei mit dem Untergewicht oder e) den zur Schuppenflechte neigenden Haupthaaren für hässlich befinden würde! Wagt's bloß nicht, ihr elendes untermenschliches Kroppzeug! (Und wenn doch, dann schont wenigstens mein fragiles Ego, indem ihr die Klappe haltet, äh... ;-))]
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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Ah schön, was definitiv zu sagen war hat Calgmoth gerade schon geschrieben, da müsste ich also eigentlich nichts mehr zu sagen, aber da ich auch was von dem sich hoffentlich bald erhebenden „biologistischer Fehlschluss!“-Geschrei abhaben will, kann ich ja mal eine noch weitaus härtere These ins Spiel bringen, die ultimative bioligistische Fundierung für dians These quasi.
Bei Dawkins bin ich mal über die Überlegung gestolpert, dass "schöne" Menschen relativ erwiesenermaßen nicht nur ziemlich durchschnittliche proteinsynthetisierende, „schönheitserzeugende“ sondern überhaupt einfach nur ziemlich durchschnittliche Gene haben und sich deshalb gut als Träger durchschnittlicher Meme eignen könnten, ein genetisch mitdeterminiertes Verhaltenspotential vorausgesetzt. Kommentare zu dieser fiesen naturalistischen Unterstellung, dass sich mit schönen Menschen keine Revolution machen lässt? Hält das der gesunde Menschenverstand für plausibel, dass schöne Menschen von Anfang an eine ausgeprägte Affinität zu durchschnittlichen Meinungen haben könnten?
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Seneca unregistriert
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So, nun melde ich mich auch mal zu Wort. Also ich kann von mir behaupten, dass ich wahrscheinlich weder besodners hübnsch noch besonders hässlich bin. Aber ich denke hier muss man auch zwei Dinge unterscheiden: 1. Wie hübsch jemand von Natur aus ist und 2. Wieviel Wert er auf sein äußeres legt und wie hübsch er sich macht.
Ich für meinen Teil sage euch ganz ehrlich, dass ich nicht rumlaufen will wie in den letzten Lumpen, ganz einfach weil mir das selbst nicht gefällt. Und aus diesem Grund wechsel ich regelmäßig die Kleidung, kämme mich und dusche jeden Tag. Das mache ich aber nicht um anderen zu gefallen, sondern maximal noch, um nicht allzu negativ aufzufallen. Denn das beste ist immer noch, wenn das Aussehen unauffällig ist, denn dann wird man auch nicht danach beurteilt.
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