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Nur noch eine Woche zu leben.
19.01.2009 02:54 |
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Würde mich mal interessieren, was ihr machen würdet, wenn ihr wüsstet, dass ihr nur noch eine Woche zum leben hättet.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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puh. die frage ist garnicht so einfach. man kann sich jetzt in die lage hinein versetzen. aber dass es tatsächlich mal soweit wäre, ist dann wohl doch etwas anderes.
für mich werfen sich da weitere fragen auf. ist es eine krankheit, die mich ans bett fesselt, oder könnte ich ganz normal weiter machen und würde nach einer woche einfach umkippen? ^^
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Seneca unregistriert
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Nochmal mit richtig viel Mühe ein schönes Volleyballtraining vorbereiten für meine Kids, meine Freunde zu nem Grillen einladen und dabei ein Feuer machen, wie es das Kaff noch nicht gesehen hat und die restlichen Basteleien die ich anderen Leuten versprochen habe würde ich wohl auch noch fertig konstruieren.
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@quaid: keine Krankheit^^
@Engel des Südens Vorschlag gefällt mir^^
Ich würde wohl auch viele Leute einladen, ein paar wildfremde, die mir so auf der Straße begegnen vielleicht auch, vielleicht ein paar Penner und würde mit diesen noch um ein Lagerfeuer eine Woche lang beisammen sein, den Moment leben, feier, reden, austauschen, niemand ausschießen,.....
Und da es immer sein kann, dass man nur noch eine Woche hat, weil es sogar sein kann man hat nur noch einen Tag und in der Regel wird man ja nicht vorgewarnt, versuche ich jene Ziele schon ein wenig früher zu erreichen;-)
Ich frage mich nur: Warum fällt es so unendlich schwer so zu handeln, als gäbe es kein "morgen"?
Mit welchen ernsthaften KOnsequenzen rechnen wir normalerweise, wenn wir für den Moment, fürs hier und jetzt leben?
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Hansi unregistriert
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Ich glaub über diese Frage mach ich mir erst Gedanken wenn es so weit sein sollte.
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Hansi unregistriert
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Jo zumindest es versuchen. Aus diesem Grund mach ich mir keinen Kopp um sowas.
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Seneca unregistriert
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| Zitat: |
| Warum fällt es so unendlich schwer so zu handeln, als gäbe es kein "morgen"? |
Mir fällt das ehrlich gesagt überhaupt nicht schwer. Ich handle immer als gäbe es kein "morgen". Grund dafür ist, dass ich für Träume und Momente lebe, wie die meisten anderen Menschen auch, wohl im Wissen, dass Träume in der Regel nicht Wirklichkeit werden.
Und wenn sie zu 99% nicht Wirklichkeit werden, dann machen die 1% mehr, wenn es kein morgen gibt auch nix mehr aus.
Oder anders: Wieso sollte ich mich in meiner Handlung von so etwas trivialem wie dem Tod oder dem Weltuntergang einschüchtern lassen? Leben ist kompliziert, Tod ist einfach.
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@Seneca: VErstehe nicht ganz, einerseits lebst du für den Moment, als gäbe es kein morgen (sehr löblich erst einmal^^)
Du lebst für Träume und Momente (ich glaube nicht, dass das die meisten tun), das gefällt mir.
Dann frage ich mich aber, was der nächste Satz bedeutet: Du glaubst nicht, dass die Träume Wirklichkeit leben, dir ist es egal ob sie zu 99 oder 100 prozent nicht wirklichkeit werden, lebst aber dafür.
Würde mich freuen, wenn du mir das erklären könntest^^
greetz, BB
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Seneca unregistriert
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Okay, um das genauer darzustellen, muss ich erstmal ein paar Begriffe abgrenzen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
Zum einen sagte ich, dass ich "für Momente" lebe und nicht "für den Moment", das ist IMHO ein erheblicher Unterschied. "Für den Moment" würde heißen für jetzt. Dies wäre schon deshalb inkonsequent, weil heute ja gestern schon morgen ist und damit der heutige Moment morgen schon wieder für den Arsch wäre.
Nein, ich lebe für Momente und damit meine ich für kurze, aber sehr erfüllende Zeitspannen, die wild verstreut in meinem ganzen Leben zufällig auftauchen können. Das kann ein schöner Sonnenuntergang sein, ein intensives Gespräch mit einer Person etc etc..... Solche Momente erfüllen mich und von solchen Momenten zehre ich ewig, denn sie geben Kraft und Motivation.
So auch, wenn ich nur eine Woche noch zu leben hätte: Wer sagt denn, dass in dieser Woche nicht zufällig solche tollen Momente gehäuft auftauchen und sich damit diese Woche richtig "lohnt"?
Zu den Träumen: Diese möchte ich klar von "Idealen" und "Zielen" abgrenzen. Ein Ziel ist für mich etwas reales, etwas erreichbares und im Grunde auch öberflächliches, nach dem ich über kurz oder lang direkt strebe. Ein Ziel zeichnet sich dadurch aus, dass es konkret ist und dass es zumindest eine Wahrscheinlichkeit gibt (die nicht gegen 0 konvergiert) dieses zu erreichen.
Ideale sind wiederum Zielsetzungen, die weniger konkret, dafür allgemeingültig, zeitlich ungebunden, aber dennoch real erreichbar sind. Ein Ideal wäre zum Beispiel, dass ich meine Freunde nicht anlügen will. Allgemeingültig, aber erreichbar.
Träume (nicht im Sinne von Träumen im Schlaf, sondern von Lebensträumen!) hingegen können für mich völlig abstrakt sein, sie können Dinge enthalten, die nie erreicht werden können bzw. sehr sehr unwahrscheinlich sind. Ein Traum wäre für mich zum Beispiel meine große und einzig wahre Liebe zu finden und mit ihr an einem warmen Sommertag Hand in Hand über die Felder zu fliegen. Ziemlich unrealitisch, schon alleine deshalb, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich jemals ohne technische Hilfsmittel fliegen kann wohl nicht sehr hoch ist.
Dennoch verleihen mir die konkret erlebten Momente gemeinsam mit den Träumen irgendwie eine Kraft weiterzumachen und nach etwas zu streben, von dem ich noch nicht weiß, was es ist.
Nun konkret zu deiner Frage:
| Zitat: |
| Dann frage ich mich aber, was der nächste Satz bedeutet: Du glaubst nicht, dass die Träume Wirklichkeit leben, dir ist es egal ob sie zu 99 oder 100 prozent nicht wirklichkeit werden, lebst aber dafür. |
Also, wie ich erwähnte lebe ich für die Momente und für die Träume. Die Momente kann ich in der einen Woche, die ich noch zu leben hätte genauso erleben wie sonst auch.
Die Träume werden ohnehin nie Realität, d.h. ich kann sie mir in dieser "Restwoche" genauso ausmalen, wie ich das sonst auch tue. Dass dann nach einer Woche das Licht aus geht ändert ja nix.
Um noch eine weitergehende (noch nicht gestellte) Frage zu beantworten: Wenn man sich die Frage stellt, ob sich das oberflächliche, konkrete, die Ziele des Alltags mit dem Erlebnis der Momente und mit den Träumen irgendwie überschneiden, dann folgendes dazu: Generell ist das, was ich Alltag so mache zwangsweise an realen Gegebenheiten orientiert und nicht an Einbildungen und Fantasie. Dennoch versuche ich natürlich automatisch es so hinzudrehen, dass ich die Gelegenheit habe möglichst viele glückliche Momente zu erleben und möglichst viele Träume haben zu können, wobei sich das meist nicht bewusst steuern lässt, aber man versucht es eben.
Problem an der Sache ist immer, dass man sich der Gefahr aussetzt konkrete, oberflächlichen Dingen zuviel Bedeutung zu schenken. Wenn ich zum Beispiel mir das Ziel gesetzt habe an der Uni eine Prüfung zu bestehen und dieses konkrete Ziel auch mit viel Lernen erreiche, dann ist das zwar natürlich ganz nett und gut, aber es hat keinerlei persönlichen Wert für mich. Es ist eine SACHE und eine Schaltung von Fakten, die entsprechend gelegt wurde durch reale Tätigkeit. Eine Bedeutung für das Menschsein kommt dem nicht zu.
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Hansi unregistriert
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Wow, seit langer Zeit habe ich hier keinen so guten Beitrag mehr gelesen, besten Dank und weiter so, den Unterschreibe ich blind mit dem Zusatz, dass Träume deswegen natürlich trotzdem wunderschön und wünschenswert sein können, genau so wie die Ziele. Aber welches von beiden wirklich zu erreichen, bzw. es wenigstens zu versuchen macht nun mehr Spaß?!?
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Seneca unregistriert
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| Zitat: |
| Aber welches von beiden wirklich zu erreichen, bzw. es wenigstens zu versuchen macht nun mehr Spaß?!? |
Naja, bei den Träumen ist der Weg das Ziel. Und am Träumen selbst zu scheitern ist unmöglich, man hat daher zwangsweise Erfolg.
| Zitat: |
Träume ungleich Ziele (nicht jeder Traum ist ein realistisches erreichbares Ziel)
Ziele gleich Träume (alle meine Ziele sind auch Träume von mir) |
Es ist auch bei mir so, dass man es nicht 100% sauber abgrenzen kann. Bei einigen Dingen ist ja auch gar nicht so klar, ob Ziel oder Traum. Ich habe in meiner Beschreibung nur mal so getan, als wäre es immer klar abgrenzbar, um den wesentlichen Unterschied der Bedeutungen klarzumachen, nämlich "oberflächlich konkret" und "persönlich menschlich" und damit nicht zwingend konkret oder real.
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""Für den Moment" würde heißen für jetzt. Dies wäre schon deshalb inkonsequent, weil heute ja gestern schon morgen ist und damit der heutige Moment morgen schon wieder für den Arsch wäre. großes Grinsen"
"Für jetzt", "für den Moment" leben an sich wäre nicht inkonsequent, denn es bedeutet nicht festzuhalten am Moment. Morgen ist ein hier und jetzt genauso wie gestern ein hier und jetzt war.
Du meintest wahrscheinlich "für Momente leben" steht in gewissem Maße entgegengesetzt zu "für den Moment leben", damit hast du natürlich recht.
Wollte dies nur noch einmal klarstellen, da es für mich hier anders klang.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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Seneca unregistriert
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Richtig. Und ich lebe nicht für den Moment im dem Sinne, dass ich nur ein paar Stunden in die Zukunft denke und weiter nicht. Denn "der Moment" läuft ja immer weiter. "Die Momente" bleiben fest, erst als Zukunftsmusik und später als Erinnerungen.
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Hansi unregistriert
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| Zitat: |
Bei mir sind Träume und Ziele jedoch teilidentisch, weil auch meine Ziele Träume sind - hergeleitet von traumhaft z.B.: schön.
Träume ungleich Ziele (nicht jeder Traum ist ein realistisches erreichbares Ziel)
Ziele gleich Träume (alle meine Ziele sind auch Träume von mir)
wäre die genauere Definition bei mir. |
Das sehe ich anders. Ziele sind doch nicht gleich Träume. Ein Beispiel: Erinnere dich mal an die Schule, da war es doch so, dass man dort ein ZIEL hatte/vorgesetzt bekam, dieses Ziel war für mich persönlich nie mein Traum (und ich denke bei noch anderen is das hier ähnlich), maximal waren es Träume in den Köpfen anderer Menschen, dass ich genau so werde wie sie. Es gibt nun mal in perversen Zeiten wie diesen Ziele vor die man stößt, ohne sie je haben zu wollen. Ein aufgedrängtes Ziel ist ein übergroß starker Traum im Kopf deines Gegenübers, vorrausgesetzt das dieser auch ein Träumer ist.
Die Frage ist wirklich, was man unter "Traum" versteht. Ich glaube ich selbst bin ein krasser Träumer, ich habe 23 Jahre lang im Prinzip nur in meinem Kopf gehangen und geträumt. Ich habe heute noch wunderschöne (manchmal auch seltsame/gruselige/merkwürdige...) Erinnerungen an meine Kindheitsträume. Träumen war für mich schon immer etwas total elementares, ein Ziel jedoch erschien mir dadurch stets nebensächlich und unbedeutend. Ich habe teilweise Dinge in meinem Kopf gesehen, die man mit Worten gar nicht beschreiben kann. Und das sowohl bei Tag als auch in der Nacht. Ziele sind etwas für dieses seltsame etwas das sie alle "Realität" nennen, Träume sind was für mich. Also im Prinzip: Ziele für die Welt, Träume für Hansi. Ein Ziel ist viel zu lieblos und versteift, es steht ein enormer Druck hinter dir, es gibt Erwartungshaltungen, du hast an dich selbst dann vllt auch Erwartungshaltungen etc. pp. Beim Traum jedoch gibt es dies alles nicht, er kommt ganz beschwingt in deinen Kopf und verschwindet auch von selbst wieder, bis der nächste kommt.
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Hansi die Defintion ist die, die jetzt für mich gilt
Gestern war gestern und was morgen ist - keine Ahnung
und in Anspielung auf das Topic, vielleicht ist die Woche da ja schon rum *g*
Edith sagt: Und das heute-morgen-gestern sollte man auch nicht zu fix sehen, manche Dinge laufen halt auch ein paar Tage oder Wochen, ich denke das man damit keinen festen Zeitraum ausdrückt, sondern es als Metapher sehen sollte, die auch jeder begreifen kann.
Wenn es, nur als Beispiel, darum geht wie ich meine Miete bezahle denke ich in Monatszeitraum. Nicht bis zum übernächsten Termin, aber bis zum nächsten - und nicht: " Upps heute Zahltag, wo nehme ich mal das Geld her"
Ich denke das Leben im Heute bedeutet man nimmt sich Dinge vor, die sehr zeitnah sind.
Edith 2: Und Hansi du benutzt schon wieder den Umkehrschluss, der nicht geht
Und Ziele von anderen oder aufgedrückte Ziele setze ich auch nicht mit meinen Zielen gleich. Meine Ziele sind alles Träume für mich. Aber nicht alle Träume von mir sind Ziele.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Engel des Süden am 23.01.2009 00:06.
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Meine Posts erheben keinen Anspruch auf universelles Wissen.
Nimm Dir was Du brauchst,
verwerfe was Du willst.
Finde Deine eigenes Bild und lebe wie DU es willst.
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Ich habe mir schon längst einen meiner Träume erfüllt: Eine 8-Saitige 36-Bündige E-Gitarre bauen lassen.
Ich schätze wenn ich wüsste dass ich nur noch eine Woche zu leben hätte würde ich fast alles stehen und liegen lassen und mich daran begeben, ein paar meiner übrigen Träume zu realisieren - für gewöhnlich lasse ich mir damit aber recht viel Zeit. ^^
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