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Ach das ist sicher das Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" , sehr empfehlenswert.
Ich bin viel auf der Autobahn unterwegs, da gibt es nicht selten Situationen wo mir bewusst wird, wie schnell mein Licht ausgeknipst werden könnte und ich habe keine Chance es zu verhindern. Ich mache mir ab und zu Gedanken ob mein Handeln vertretbar ist, bezogen auf meinen möglichen Tod. Momentan würde ich Frau und Kind hinterlassen, Menschen die ich liebe und die mich noch dringend brauchen - ich darf garnicht sterben und wäre alles andere als gelassen in der von dir beschriebenen Situation ;-)
Wenn es aber nurnoch mich gäbe, dann würde ich mich nicht wegen den Fehlern oder Versäumnissen der Vergangenheit verrückt machen. Sie machten mich zu dem der ich bin und ich habe ein paar Sachen daraus gelernt. Mittlerweile bin ich recht zufrieden mit mir, auch wenn ich Fehler habe. Solange ich zu Lebzeiten meine Taten überdenke und weder mich selbst noch andere wegen ihrer Fehler verdamme, warum sollte ich das dann im Sterben tun ?
Klar es gibt immer etwas, womit ich nicht richtig zufrieden bin und das ich gerne besser machen möchte, aber das was mir wirklich wichtig ist schiebe ich nicht lange vor mir her und wenn mir ein Mensch wichtig ist, lasse ich ihn nicht lange im Unklaren darüber. Ich habe aber so meine Zweifel, ob ich auch kurz vor dem Abnippeln ein Leben nach dem Tod noch für völlig überflüssig halte. Ich wollte mich zwar schonmal umbringen und spirituelle Aspekte waren mir da scheiss egal, aber da hatte ich es ja selbst in der Hand ob ich leben will oder nicht. Über die Situation nachdenken und dann tatsächlich drinstecken ist eben nicht dasselbe.Mein Unglaube ist aber bis jetzt gefestigt genug dass ich mit Sicherheit nicht in Panik gerate weil ich Angst vor der Hölle oder so einer Scheisse habe.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 25.05.2014 13:24.
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Naja, ich glaube ich würde bereuen, ein paar bestimmten Personen nie die Fresse poliert zu haben
Ganz im Ernst, das hätte mir sicher gut getan ^^ Und denen vielleicht mal das Hirn ein bisschen zurecht gerückt
Und sonst... Ich glaube ich würde ein paar bestimmte Menschen noch einmal persönlich sprechen wollen um mit jedem über vergangene Zeiten zu sprechen und mich für verschiedene Dinge zu bedanken. In meinem Leben gibt es eigentlich (noch) nichts, das is wirklich bereuen würde, vielleicht kommt das ja noch
Hoffentlich schaffe ich es, bis zum Schluss meinen Humor zu behalten. Wahrscheinlich würde ich dem Ende mit einer Mischung aus Neugier und Gelassenheit entgegensehen, Neugier auf das was vielleicht noch kommt (wahrscheinlich kein Leben nach dem Tod, aber vielleicht zieht ja das Leben nochmal an einem vorbei oder so ^^) und Gelassenheit, weil ich mich weder vor dem Tod fürchte, noch das Gefühl habe mein Leben verschwendet zu haben (bisher zumindest). Hoffen wir, dass das so bleibt
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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dian unregistriert
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Ich denke, dass ich mir zumindest nicht solche Vorwürfe machen muss wie mancher, der sein Leben dafür vergeudet hat, nach materiellen Dingen, sozialer Anerkennung oder beruflichem Erfolg zu streben.
Ich hab meine Träume nie verleugnet, sondern im Gegenteil versucht, sie auszuleben und anderen Menschen mitzuteilen.. habe immer versucht, mein "wahres Ich" zu finden anstatt meine Persönlichkeit den Anforderungen des Systems anzupassen.
Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass ich mir am Ende vorwerfe, nicht noch mehr die Sau rausgelassen zu haben. Vor allem, wenn das Ende plötzlich und vorzeitig kommen sollte und ich mich vom Schicksal ungerecht behandelt fühle... dass ich mir dann sage: Warum hast du immer versucht, ein anständiger Kerl zu sein und jeden korrekt zu behandeln? Warum bist du nicht öfters ein Arschloch und Gangster gewesen und hast dir einfach genommen, was du willst, anstatt immer zu versuchen, ein verdammter Heiliger zu sein? Was bringt dir das ganze über den Dingen stehen am Ende?
Aber naja, ich denke, es gibt vermutlich schlimmere Dinge, die man sich am Tag seines Todes vorwerfen kann...
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Ich glaube ich würde es nur sehr schade finden, das ich gehen würde, ohne je meinen Frieden gefunden zu haben.
Aber vielleicht würde ich auch mit dem Gedanken das mein Leben zu ende geht meinen Frieden finden können, weil dann alles sinnlose sich in Luft auflösen würde.
Ob ich es bereuen würde, etwas nicht getan zu haben?
Müsste ich es dann nicht schon jetzt bereuen, wenn es mir wirklich wichtig wäre?
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| Zitat: |
Ach das ist sicher das Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" , sehr empfehlenswert. |
Ja das war das Buch was im Zeitungsbericht auch angesprochen wurde.
Ich glaube dafür werde ich ein paar Euros opfern...
Was das Lebensglück angeht, so mehr ich über diese Sache nachdenke um so mehr denke ich das ich doch ein klein wenig unzufrieden wäre wenn morgen mein letzter Tag wäre.
Das ich vielleicht doch so manche Chance vertan hätte, zum Beispiel eine nette Frau die einem des öfteren über den Weg läuft mal anzusprechen und näher kennen zu lernen oder mal so richtig jemanden die Meinung sagen oder irgend welche fiesen Leute die einem die Kraft klauen mal einen gemeinen Streich zu spielen.
Oder einfach mal ein wenig anders zu leben als ich es jetzt gerade mache.
Aber ich denke das ich trotz dieser Mängel irgendwie auf dem richtigen Weg bin.
Zumindest mache ich glaube ich nicht zu viel falsch so das ich nicht total frustriert und vereinsamt sterben werde wenn es mal so weit ist.
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| Zitat von dian: |
| Warum bist du nicht öfters ein Arschloch und Gangster gewesen und hast dir einfach genommen, was du willst, anstatt immer zu versuchen, ein verdammter Heiliger zu sein? Was bringt dir das ganze über den Dingen stehen am Ende? |
Das liegt doch auf der Hand, dian: Damit später mal unsere nicht vorhandenen Kinder sich gegenseitig die Legenden vom sagenumwobenen Dian The Saint erzählen können und es vielleicht demnach auch neuen Stoff zum Träumen gibt.
@Topic
Manchmal stelle ich mir vor, wie es gewesen wäre, wenn WerBinIch und meine Wenigkeit damals bei dem Autounfall drauf gegangen wären. Keine epische Schlacht zwischen Gut und Böse, kein theatralisches Gemetzel .. quasi im Stillen .. nebeneinander zwischen einem Haufen Blech und Blut verreckt. Beide gerade noch am Anfang ihres Lebens. Im Nachhinein betrachtet frage ich mich manchmal echt, was einen persönlich (oder spezifisch betrachtet: mich) davon abhält aus seinem Leben wirklich etwas wertvolleres als S.A.A.R.T. zu machen. Einfach mal auszubrechen und den alltäglichen Wahnsinn hinter sich zu lassen. Und damit meine ich nicht ab und zu sich mit ein paar anderen Bekloppten in irgendeinem ominösen Internet-Forum virtuell die Köppe einzuhauen, sondern die Träume, die man so hat, tatsächlich in die Tat umsetzen. Sich einfach mal seine(n) Freund(e) schnappen und für ein paar Wochen in die Wälder ziehen ... und sich dann dort wegen Banalitäten die Köppe einhauen
Vielleicht bringt es einen schon um einiges weiter, wenn man realisiert, dass das Leben nicht viel mehr ist, als das Verrübergehen einer bestimmten Zeit-Spanne. Jedenfalls mir gibt es oft eine gewisse Art Gelassenheit auf die Dinge zu blicken, wenn ich weiß, dass ich ohnehin morgen über den Haufen gefahren worden sein könnte. Oder halt noch 40 Jahre vor mich hinvegetiere.
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The only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet, you are a plague, and we .. we are the cure.
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