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Finanzkrise
07.10.2008 14:00 |
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egal ob die börsianer mist bauen oder das boot von selbst kentert - auf den finanzmärkten geht derzeit ein trend um frei nach dem motto: es geht alles den bach hinunter.
unser geld ist ja angeblich sicher. aber denken wir ruhig mal einen schritt weiter und malen uns das bild der totalen inflation aus, wo selbst ein karren voller scheine nicht mehr für ein laib brot reichen würde und der gute alte tauschhandel in mode käme.
auf der straße finden plünderungen statt. die meisten beamten arbeiten nicht mehr, weil ihr sinn für gerechtigkeit und ordnung nicht stark genug ist. die reichen finden sich plötzlich auf derselben ebene wieder wie die obdachlosen, denen sie einen tag zuvor noch verachtungsvolle blicke zugeworfen haben, weil ihnen nicht das glück eines vermächtnisses oder eines lottogewinnes zuteil wurde.
sicherlich wäre das ganze erstmal ein schritt zurück, evolutionstechnisch betrachtet. würde der strom überhaupt noch laufen? würden irgendwelche krisensitzungen es schaffen, sinnvolle lösungsansätze vorzubringen?
oder wäre es der anfang einer neuen, alten regierungsform?
ich persönlich würde es ja nur zu gern herausfinden..
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Kebap
porno jüngling aus der hölle
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Ich kenne eine Frau, die lebt seit über 11 Jahren als freiwilliges Experiment völlig ohne Geld und es geht ihr zusehends besser und besser.
http://projekte.free.de/gibundnimm/
Es gibt jetzt auch ne Fortsetzung zu dem sehr beliebten Systemkritik-Film "Zeitgeist", was ich hier mal verlinken sollte.
Zeitgeist Addendum - eine kurze Zusammenfassung
Große Teile des Filmes reden davon, wie gerade das auf Profit ausgelegte Geldsystem selbst die ganzen Nachteile schafft, die wir beklagen. Dieses System nun einfach abzuschaffen wird natürlich einiges an Chaos hinterlassen. Die Frage ist, ob es wohl Systeme geben könnte, die die beschriebenen Nebenwirkungen nicht hätten, wenn man sie an die Stelle setzen würde. Ich rede nicht von Steinzeit und Tauschhandel, dass jeder mit nem Kalb auf dem Rücken durch die Gegend rennen muss, sondern von zeitgemäßen Alternativen, die die vergangenen Versuche miteinbeziehen und weiterentwickeln. Und da scheint es heutzutage einige Möglichkeiten zu geben.
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Question Authority ~ Think for Yourself
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Warum ich so lebe
Oft werde ich gefragt, ob es in meinem Leben ein Trauma gegeben hätte, weil ich diese extreme Lebensform gewählt habe und nun schon seit sieben Jahren ohne Geld lebe . Dann antworte ich, dass mein Trauma die Weltsituation sei: Täglich verhungern 100 000 Menschen, und auf der anderen Seite gibt es eine riesige Verschwendung. Lebensmittel werden ins Meer gekippt, um Preise stabil zu halten, Milliardäre bauen sich swimmingpools in ihr Privatflugzeug, weil sie gar nicht mehr wissen, wohin mit dem ganzen Geld. Für mich ist diese Situation derart absurd, dass ich bei diesem Prozess nicht mehr mitwirken möchte und darum nach neuen Strukturen suche. |
nicht schlecht.. ich suchte vergeblich nach dem buch der frau, wo sie von ihren erfahrungen berichtet, welches man für nur soundsoviel euro bekommen könnte
ist ja leicht anarchistisch angehaucht, das ganze. gefällt mir aber sehr gut. nur wie ist die frau ins internet gekommen.. hat sie einen eigenen stromgenerator? und baut sie ihre eigenen kartoffeln an? ist sie ärztin oder hat sie bereits einen arzt überreden können, bei der aktion mitzumachen? wo führen die abflussrohre aus ihrer häuslichkeit hin, wenn die stadtreinigung nicht dafür zuständig ist?
ich glaube übrigens, dass das vertrauen und das miteinander, wie es auf der seite beschrieben wird, nicht in größerem umfang funktionieren kann. es gibt immer "schwarze schafe", die andere ausnutzen.
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Kebap
porno jüngling aus der hölle
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Es gibt auf der Site tatsächlich ein Buch, in dem sie von ihren Erfahrungen berichtet, genauer gesagt ihr zweites Buch zum Thema, das man sich kostenlos downloaden kann. Das erste hatte ich mir damals auch gekauft, weiß nicht mehr den Preis.
Dann gab es hier im Fernsehn einen Spot, wo von der Frau und ihrem Buch berichtet wurde, und da gabs unter anderem eine Szene, wo sie ihre ganzen finanziellen Erlöse aus dem Buchverkauf an die Leute in der Einkaufszone verschenken wollte. Sie ging also mit so ner riesigen Hut herum und darin waren jede Menge glaub damals noch 5-Mark Stücke. Jeder durfte reingreifen und sich eins rausnehmen, so kam man ins Gespräch, warum denn überhaupt und häh... interessante Gespräche, da bin ich mir sicher.
Was ich aber auch noch besonders bemerkenswert und auch irgendwie lustig fand, wie viele Leute ihr einfach nen Vogel zeigten und weitergingen, nicht glauben könnend, dass da nich doch noch irgendwo ein ganz mieser dreckiger Haken sein müsse...
Klar wirds immer schwarze Schafe geben und antisoziale Menschen usw, aber dieses Verhalten ist keineswegs menschliche Natur sondern einfach gelernt und könnte unter anderen Umständen genausogut wieder verlernt werden.
Ans Internet gekommen ist sie übrigens wie so vieles durch freundliche Gespräche und indem sie ihre Fähigkeiten als Ausgleich anbietet. Sie ist ja unter anderem gelernte Psychotante und kann da ganz gut anknüpfen. Ich weiß das zufällig, weil ich damals in dem gleichen gratis Internetcafe gesurft habe, im Austausch gegen ein bisschen O-Saft. Überleg mal, wie viel Zeit dein Breitband-Flatrate-Internetanschluss ungenutzt vor sich hin lungert und wie viele Leute daran theoretisch teilhaben könnten. So ein bisschen surfen und mailen kostet ja heutzutage überhaupt keine Bandbreite mehr, außer man is noch auf so ein uralt-Modem angewiesen. Naja künstliche Knappheit und so
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Question Authority ~ Think for Yourself
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wenn man wüsste, was man erwarten könnte und die leute heute net alle ziemlich vorsichtig wären aufgrund der ganzen asozialen und betrüger, dann wäre das was..
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dian unregistriert
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Ich bekomme ja gerade fast täglich Emails von meinem lieben Kollegen EXI, der immer wieder daruf hinweist, dass nun das Ende des kapitalistischen Systems gekommen sei und wir besser schonmal damit anfangen sollten, uns mit Lebensmittelvorräten einzudecken...
Leberkrebs wird sicher ganz ähnliches vermuten.
Aber bei allem Wunschdenken: Ich sehe das Ganze doch ein wenig nüchterner.
Wir erleben hier gerade eine Krise, wie sie in der Weltwirtschaft alle paar Jahre mal vorkommt.
Als die Scheichs 1973 den Ölhahn zugedreht haben, waren wohl ähnliche Stimmen zu hören.
An den 11. September und die Weltuntergangsstimmung danach kann ich mich auch selber noch sehr gut erinnern.
"Die Welt wird nie wieder die selbe sein." etc. bla bla bla
Aber es ging doch immer irgendwie weiter.
Und genau so wird es auch diesmal wieder irgendwie weitergehen.
Natürlich ist der Kapitalismus nicht für die Ewigkeit bestimmt und dazu verdammt, über kurz oder lang zusammenzubrechen.
Aber soweit sind wir noch lange nicht.
Die Jugend ist doch von unserem System so sehr überzeugt wie wohl seit den 50er Jahren nicht mehr. Die wird sich regelrecht aufopfern dafür, dass es wieder aufwärts geht...
Ich glaube daher, erst wenn jene, die heute zwischen 12 und 18 sind und das Leben durch die rosarote Brille betrachten, nach jahrelangem Sklavendasein vom Leben gefickt werden und ihre ganze Existenz davonschwimmen sehen, wird sich wirklich mal der Volkszorn in einer Revolte entladen.
Momentan jammern wir alle noch auf ziemlich hohem Niveau. (Immerhin funktioniert das Internet noch, nicht wahr?)
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es hat auf jeden fall stil, jetzt zu jammern.
ich verweise dezent auf tyler durden, der das kapitalistische system durch das zerstören der banken herbeiführen wollte. das liegt ja nun nicht so fern von dem, was wir gerade erleben. nur eben dass menschliches versagen die sache selbst ins rollen gebracht hat - auch wenn es wohl (leider) nicht reichen wird.
edit: da kommt mir grad ein merkwürdiger gedanke. was wäre denn gewesen, wenn die terroristen zu 9/11 nicht das WTC und das pentagon "angeflogen" hätten, sondern z.b. die weltbank. die anarchistischen zustände, die so eine tat zur folge hätte, könnten doch viel katastrophaler werden, oder?
das heisst..sofern nicht von jeder einzelnen datei eine sicherheitskopie auf einem geheimen server irgendwo auf der welt existieren und das geld weiterhin zugeordnet werden könnte..
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Die Menschen sehen die Symptome, erkennen aber die Ursache nicht und denken man kann das Symptom irgendwie "eindämmen" ohne die Ursache anzufassen und alles wird gut...
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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naja, die ursache ist der kapitalismus. das ist das system, mit dem wir gerade leben..das kann man nicht so einfach angreifen, bzw man könnte es nicht ohne einen aufstand und ein alternatives system - oder sehe ich das jetzt zu elementar?
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Nein, ich denke man kann es nicht zu elementar sehen, nicht das Wesentliche zu nah suchen, denn alles andere führt zu unwesentlichen Eingriffen.
Die meisten sehen nun denke ich eben die Schuld an "ein paar bösen Banken" oder an "ein paar gewinn-geilen Chefs" und wünschen sich staatliche Kontrolle. Man wechselt von Beherrschung durch Markt-Monopole über die Beherrschung des Staates aber das beides Formen von Herrschaft sind, die gegen die INteressen der meisten Menschen sind, das merken wenige.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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dian unregistriert
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Ja, das ist auch meine Beobachtung, die ich unter den sogenannten "normalen" Leuten gemacht habe...
Den Kapitalismus an sich stellt so gut wie niemand in Frage.
Man schimpft nur auf die Gier einiger gewissenloser Banker und Manager.... und dementsprechend wird man sich auch schnell wieder einlullen lassen, wenn die Politiker einem versprechen, dass in Zukunft alles etwas kontrollierter und sicherer ablaufen wird.
Wirkliches Umdenken sieht jedenfalls anders aus.
Wobei... wenn man sich gestern die Nachrichten angeschaut hat, konnte man ja schon meinen, dass da etwas Weltuntergangsstimmung in der Luft liegt. (zumindest an den Finanzmärkten...)
Irgendwie glaube ich aber nicht, dass die Nachrichtenredaktionen sowas von sich aus entscheiden.. "komm, jetzt verbreiten wir mal ein bisschen Weltuntergangsstimmung, weil es die Konkurrenz in ihren letzten Nachrichten auch gemacht hat..."
Ich glaube, da wird mal wieder gezielt versucht, das Volk in Panik zu versetzen, damit sie bestimmten unbeliebten Entscheidungen ihrer Politiker zustimmen.
Übrigens darf die Bundeswehr jetzt auch im Inland eingesetzt werden...
Interessiert nur keinen, weil es ja gerade wichtigere Themen in den Nachrichten gibt.
Einer Umfrage zufolge findet es die Mehrheit der Bevölkerung (selbst die Mehrheit der Linkspartei-Wähler...wtf?!) sogar gut, dass die Soldaten im Notfall auch die eigene Bevölkerung abknallen dürfen.
Bereiten sich da gewisse Kräfte etwa schon auf den großen Bürgerkrieg vor?
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klar, auf ewig lässt sich selbst der größte ignorant nichts mehr gefallen.
aber da braucht's dann schon ein besonderes team von psychologen für die schützen, die tatsächlich auf die bevölkerung schießen sollte - in etwa so wie bei 28weeks later.
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