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was macht ihr mit reichtum?
18.01.2009 12:06 |
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diese frage stelle ich immer wieder gern:
was stellt ihr mit reichtum an?
man kann soviel von den leuten erfahren, wenn sie einem diese frage wahrheitsgemäß beantworten. maßgebend hierbei sind die millionäre und milliadäre, und wie sie ihr geld verpassen.
für alle, die nicht genau im bilde sind: es sollten mindestens zwei große villen sein, mit je 8-10 schlafzimmern. in den badezimmern sind die sanitären anlagen vergoldet, wenn nicht sogar aus massivem gold.
im "vorgarten" fährt der 6jährige sohn in einem dicken benz um die kurven. der kleine chi-wa-wa trägt ein diamanten-halsband, mit dem man sich schon eine eigentumswohnung kaufen könnte. ganz beliebt ist auch das sammeln teurer autos. und letztendlich steigt das bewustsein auf eine höhe, die den umgang mit "normalen" menschen nicht mehr zulässt. deshalb muss es stets die gehobene hotellerie (ein zimmer pro nacht ab 10.000,-) sein.
langweilig wird den reichen leuten wohl nicht sein. dann in der langeweile überlegt man ja recht viel. auch zum beispiel, was man noch mit jeder menge geld anfangen könnte. auf spenden würden die meisten da nie kommen. wenn man mal was in der richtung hört, sind es ein paar tausend euro für wohltätige organisationen - ein betrag, der durch die presseaktionen drumherum locker wieder drin ist.
für mich ist das alles schwachsinn. ich kann weder diamanten noch gold etwas abgewinnen. ich wüsste auch mit nem prall gefüllten konto noch, wer ich bin und wieviel ich mir wert bin.
was ich mir leisten würde? ein auto: ford shelby gt500. ein eher kleines haus in guter lage - nicht zu weit ab. mehr fällt mir spontan garnicht ein. und das sind gedanken, die ich mir ohne weiteres aus dem kopf schlagen kann - selbst wenn ich mir das problemlos leisten könnte.
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Seneca unregistriert
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Ich bin niemand, der von "persönlichem" Luxus etwas hält. Ich glaube ich würde mir zB meine Klamotten immernoch bei C&A oder sonst wo billig kaufen, selbst wenn ich die fetten Millionen auf dem Konto hätte. Wobei ich sicher qualitätiv hochwertigere Sachen kaufen würde, wobei qualitativ hochwertig nicht mit am teuersten in Verbindung gebracht werden sollte.
Nun aber zur Frage: Was würde ich konkretes tun mit einem flüssigen Vermögen von sagen wir mal 10 Million Euro.
Also ich würde zunächst einmal ein Drittel davon irgendwo sicher und einigermaßen gut verzinst anlegen, um mit den Zinsen meinen täglichen Bedarf und den regelmäßigen Unterhalt dessen, was ich noch aufbauen möchte zu sichern. Denn: Wer weiß, dass er was zu futtern zwischen den Zähnen hat, kann sich wichtigeren Dingen widmen.
Mit dem restlichen Geld würde ich mir zunächst eine Logistik (große Lagerhalle, Fuhrpark mit ein paar Fahrzeugen und Werkstatt) aufbauen, um den logistischen Herausforderungen gewappnet zu sein. Außerdem würde ich irgendwo ein Grundstück kaufen und dort ein Zentrum für die "Ausgestoßenen" der Gesellschaft aufbauen. Wie genau, das müsste ich mir noch überlegen, ob in Form eines Jugendhauses, in dem Kindern und Jugendlichen aus armen Familien das geboten wird, was sich nur die reicheren leisten können oder irgendwie anders. Da würde mir schon was einfallen.
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man könnte auch eine wahlkampagne für die politik finanzieren..
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Hansi unregistriert
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Oder das Geld gleich zum Fenster raus werfen oder verbrennen.
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Hmm Geld anlegen klingt zwar sinnvoll, gehört jedoch in die Problematik unseres Wirtschaftssystems - das die Schere immer weiter auseinader geht, liegt zu einem hohen Grad an den Zinses und Zinseszinseffekten. Auch ein Grund warum das Kollektiv (Staat) immer weniger Geld zur Verfügung hat.
Da wir eine Geldmenge von 100 % haben werden mit den Zinsen weitere Anteile nach oben transferiert - soviel zum Exkurs
So was mache ich wenn ich mal soviel Geld habe das ich mir darüber gedanken machen müsste:
Klar - in Ruhe die Dinge, die ich machen möchte - schreiben, kreativ sein, etc ...
Wohnraum würde ich mir auch zulegen, ob es ein Haus sein muss glaub ich für mich alleine nicht. Einen Resthof zur Selbstversorgung mit ein paar Leuten, mit denen ich es aushalten mag und sie mit mir
vielleicht.
Ein Teil würde in eine Stiftung gehen für die jenigen Menschen, die ebenfalls kreativ sind, aber es nicht umsetzen können.
Ein Teil in die Aufklärung der Manipulationsmechanismen div. Systeme, sprich eine Gruppe, die Spass daran hat die Lügen der Massenmedien, Politiker , etc aufzudecken und diese dann unter das Volk bringen. Keine gegenpropaganda, sondern einfach die Lügen entlarven und versuchen ins Bewusstsein zurückzuholen. Damit jeder sie erkennt und sich eine echte Meinung BILDen kann.
Ein weiterer Teil in eine "Engelskinder"organisation (Dian den Begriff liebe ich
). Diese kann dann ihren Weg ausprobieren.
Wenn es soviel Geld ist das man eine Stadt, ein Dorf erobern kann würde ich daraus einen anarchistischen Lebensraum schaffen. Oder einfach Landstriche aufkaufen und ein Dorf bauen ^^. Und natürlich die Autonomie ausrufen
So das mal so aus dem Bauch heraus aufgeschrieben.
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Meine Posts erheben keinen Anspruch auf universelles Wissen.
Nimm Dir was Du brauchst,
verwerfe was Du willst.
Finde Deine eigenes Bild und lebe wie DU es willst.
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Seneca unregistriert
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| Zitat: |
Hmm Geld anlegen klingt zwar sinnvoll, gehört jedoch in die Problematik unseres Wirtschaftssystems - das die Schere immer weiter auseinader geht, liegt zu einem hohen Grad an den Zinses und Zinseszinseffekten. Auch ein Grund warum das Kollektiv (Staat) immer weniger Geld zur Verfügung hat.
Da wir eine Geldmenge von 100 % haben werden mit den Zinsen weitere Anteile nach oben transferiert - soviel zum Exkurs. |
Das ist vollkommen richtig und mir bekannt. Aber wen interessierts? In dem Augenblick wo man die Welt verbessern will und weiß, dass das System ohnehin zusammenbricht, ist es doch gut, wenn man für sein Projekt noch möglichst viel mitnimmt.
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1.Ein schickes Häuschen in nem Wald bauen, mit nem geräumigen Keller und ner riesigen Bibliothek
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2.Ein ganzen Teil (wieviel, hängt von der Menge ab, die ich selber habe
) würde ich an, ähm, wohltätige Organisationen spenden (PiratenPartei vielleicht, EXIT auf jeden Fall).
3.Die Bibliothek nach und nach mit Büchern füllen.
4.Ein deldenker-mobil kaufen
.
5.Ein High-end-PC mit allem drum und drauf, damit ich ruckelfrei die neuesten Games zocken kann (ja, man kann sich doch nicht immer mit Politik beschäftigen).
6.Eine Schule gründen, nach dem Stil der South-Harmon-Institut of Technologie (der Film ist einfach krass
).
7.Ein Teil der Bibliothek ist nur für Filme und Spiele reserviert (ja, Lucker, ich unterstütze damit den Komerz, ich weiß
).
8.Ein anderer Teil der Bibliothek wird nur mit CD´s gefüllt.
9.Sprengstoff kaufen. Falls ich mal von meinem materialistischen Leben genug habe, sprenge ich alles in die Luft und lebe auf meine alten Tage ala´ Tyler Durden. (Selbstverständlich schreibe ich vorher noch ein paar Bücher, kann ja sein, dass ich danach nciht mehr dazu komme.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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| Zitat: |
Original von Engel des Süden
Wenn es soviel Geld ist das man eine Stadt, ein Dorf erobern kann würde ich daraus einen anarchistischen Lebensraum schaffen. Oder einfach Landstriche aufkaufen und ein Dorf bauen ^^. Und natürlich die Autonomie ausrufen
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Das wär definitiv eine feine Sache, wenn das möglich ist. Problem ist nur, dass man halbwegs motivierte Leute braucht, wenn man etwas auf bauen und erhalten will, was auch der Grund war warum manche Projekte von Nakutian zur Gründung unabhängiger Gemeinschaften nicht ganz so liefen, wie er sich das erhofft hat...
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@ deldenker: Cooles Programm, ich schaue, dass ich eine Bank überfalle und dir das Geld zukommen lasse;-) Rückzugsort + mobil + Gesellschaftliches(spenden^^) + Bücher,...
zu 2..was ist EXIT?
zu 6.: Was ist diese South Harmn INstitut ?
9. gefältt mir besonders^^
Ich würde denke ich versuchen, menschenwürdiges Leben aufzubauen mit der Perspektive, dass es kein Geld mehr gibt.
Das lässt sich entweder machen, indem MIttel für Menschen gekauft werden, um sich zu verwirklicen (man könnte z.B. einen für allle verfügbaren BAnd-Proberaum in einer Haubsesetzung bestücken^^), oder in "3. Welt-Ländern" selbst verwaltete, von der globalen Industrie weitgehend unabhängige, selbstversorgende Strukturen aufbauen, ihnen die dafür nötigen Produktionsmittel gesellschaftlich zu geben,....
Quasi mich und meine Mitmenschen ( Bakunin: Freiheit ist nur möglich, wenn alle frei sind) von den Kette weitestgehend befreien um Bedürfnisse zu befrideigen, Selbst-Verwirklung und Beisammensein.
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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aussteiger gäbe es genug, die bei so einem projekt mitmachen würden.
mich würde aber interessieren, wie ein anarchistisches system mit abfallentsorgung u.ä. umgeht.
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| Zitat: |
Original von quaid
mich würde aber interessieren, wie ein anarchistisches system mit abfallentsorgung u.ä. umgeht. |
Blöde Frage, je nach anarchistischem "System" (?) natürlich unterschiedlich.
Ich persönlich würde mich erst mal dafür einsetzen, dass möglichst wenig unnötiger Abfall überhaupt produziert wird ( z.B. Flyer, Aufkleber und so ein Scheiß
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wenn ihr genauer darüber nachdenkt, ist die frage nicht mehr so blöd, wie sie vielleicht scheint.
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Wenn ich genauer überlege wird das bloß ein albernes Ratespiel, was du meinen könntest. Falls du meinst dass Anarchismus generell Verantwortungslosigkeit bedeutet ist deine Frage nicht so blöd, dafür aber die Annahme. Oder geht es dir um die Frage wie man im Anarchismus am Besten mit dem Problem umgehen sollte? Das wär natürlich eine interessante Frage. Falls du nichts davon meinst klär mich bitte auf, da ich keine Lust habe weiter zu raten.
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@Bakunins Bart:
Danke im Vorraus für das Geld demnächst
. Wie du ne Bank richtig überfällst, lernst du ja im neuesten Batman-Film
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| zu 2..was ist EXIT? |
EXIT ist ein Programm, das ehemaligen Neonazis hilft, aus der Szene auszusteigen. Manche müssen ja Angst um ihr Leben haben, wenn die von der Scheiße die Schnauze voll haben und EXIT hilft denen dabei. Meine Tante hat mir davon erzählt; ich habe mich da noch nicht so informiert, aber das hört sich zumindest schonmal unterstützenswert an.
| Zitat: |
| zu 6.: Was ist diese South Harmn INstitut ? |
Das ist die Schule, von der der Film Shit - Die High School GmbH handelt. Genauer gesagt geht es um einen Typen der auf keinem College aufgenommen wurde, seinen Eltern aber weismachen will, dass er auf eine geht. Drum "gründet" er selber eine mit ein paar Freunden, die in ähnliche Notsituationen geraten sind. Klingt zwar nach einem super Plan, aber auf der gefakten Website kann man sich ohne Probleme tatsächlich anmelden! Auf einmal stehen mehrere hundert "Bewerber" vor der Tür der Schule und wollen unterrichtet werden. Der Held (ich komme gerade nicht auf den Namen), ist clever und sagt: Unterrichtet euch doch selbst! Jeder macht das, was er machen will und jeder kann überall mitmachen, wo er will! So entsteht schnell eine Gemeinschaft, die frei in verschiedenen Gruppen alles unternimmt, worauf sie eben Lust haben. Eine hat das große Ziel gehabt, nach Yale zu gehen; sie macht verschiedene Projekte usw um dort aufgenommen zu werden und verschwendet damit praktisch ihr Leben. Im Shit sitzt einfach nur auf einer Wiese und meditiert...
Ein anderer ist ein ziemlicher Chaot, macht alles kaputt, macht nichts richtig. Im Shit entdeckt er sein Talent zum Kochen und bringt mal hin und wieder die Küche zum explodieren; aber was dabei herauskommt, ist einfach nur hervorragend.
Finanziert wird das Ganze durch die "Studiengebühren".
Der Film wird den meisten hier sicher gefallen; ich sehe ihn mir jedenfalls gerne immer mal wieder an.
| Zitat: |
| 9. gefältt mir besonders^^ |
Aber wahrscheinlich bringe ich es dann doch nciht übers Herz, meine ganzen Bücher brennen zu sehen
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Ich würde mir nen Bunker bauen (natürlich mit Internetzugang), den meinen Vorstellungen entsprechend einrichten. Danach würde ich mein Geld wohl nur noch für Verpflegung etc. ausgeben (wenn ich mir das nicht auf anderem Wege besorgen kann), kein weiterer Luxus. Im Angesicht meines Reichtums würde ich wohl mehr als heute auf den Tag warten, an dem es kein Geld mehr gibt und so wenig davon anfassen, wie möglich. Wahrscheinlich würde ich nicht mal was spenden wollen, weil ich auf Menschen herabsehe, die sich mehr oder weniger bewusst und absichtlich von Geld abhängig machen.
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Sollte ich mal Reichtum erfahren würde ich einen Großteil davon auf die Leute aufteilen die mir am meisten bedeuten. Reichtum bedeutet mir nicht viel.
Natürlich kann man sich damit viele Dingen leisten. Was jedoch bringt einem alles Geld der Welt wenn man damit nicht glücklich ist und nicht mit sich selbst im Einklang lebt? Derjenige der nach Ruhm und Geld streben möchte soll dies tun, aber auf Dauer wird ihn dies nicht glücklich machen.
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"Wir kaufen Sachen, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Menschen zu imponieren, die wir nicht mögen."
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Eigentlich sieht man doch hier im Forum, was wir mit unserem Reichtum machen.
Wir verschleudern unseren geistigen Reichtum in manchen völlig blödsinnigen Diskussionen.
Immer in der Hoffnung, dass es doch irgendwas bringen könnte.
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Meiner Mutter ein Buch schenken.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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