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Zum Ende der Seite springen Fest der Völker 2009  
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 Fest der Völker 2009 derSkeptiker 11.08.2009 01:14
 RE: Fest der Völker 2009 Arne Reload 11.08.2009 13:28
 RE: Fest der Völker 2009 dian 11.08.2009 13:50
 RE: Fest der Völker 2009 Arne Reload 11.08.2009 14:26
 RE: Fest der Völker 2009 Xoc 11.08.2009 14:01
 RE: Fest der Völker 2009 derSkeptiker 12.08.2009 12:09
 RE: Fest der Völker 2009 dian 11.08.2009 19:22
 RE: Fest der Völker 2009 Arne Reload 12.08.2009 03:11
 RE: Fest der Völker 2009 Terraner 12.08.2009 02:49
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 RE: Fest der Völker 2009 Yog-Sothoth 13.08.2009 00:56
 RE: Fest der Völker 2009 derSkeptiker 13.08.2009 02:12
 RE: Fest der Völker 2009 Lonewolf 13.08.2009 13:00
 RE: Fest der Völker 2009 Arne Reload 13.08.2009 15:07
 RE: Fest der Völker 2009 derSkeptiker 13.08.2009 13:10
 RE: Fest der Völker 2009 dian 13.08.2009 14:57
 RE: Fest der Völker 2009 Lonewolf 18.08.2009 21:06
 RE: Fest der Völker 2009 Xoc 13.08.2009 19:12
 RE: Fest der Völker 2009 dian 13.08.2009 21:02
 RE: Fest der Völker 2009 derSkeptiker 13.08.2009 21:43
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derSkeptiker



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Fest der Völker 2009 11.08.2009 01:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Eines der größten Nazifeste Europas findet auch dieses Jahr erneut in Thüringen statt. Am 12, September zwischen 10.00 Uhr und 16.30 Uhr erwarten wir in Pößneck (Nähe Jena) ca. 2000 - 3000 Faschos.
Zum Programm gehören Bands und Redner aus ganz Europa (unter anderem der verbotenen Vereinigung Blood & Honour zugeneigte) wie eben auch Teilnehmer aus allerlei Ländern.

Hier der Link: http://www.f-d-v.de/

Dies gilt nicht nur als Aufruf, denn auch als Diskussionsvorschlag zum Thema Rechtsruck.

Kurzum: Solltet ihr Zeit, Lust und Motivation haben, euch gegen die braune Seuche zu stellen, beteiligt euch an den verschiedenen Protesten gegen dieses Treffen.

http://www.youtube.com/watch?v=fRvbiokkTVI

Hier noch einmal ein offizieller Aufruf der Antifa Jena:

http://jena.antifa.net/cms/

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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Arne Reload



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11.08.2009 13:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich wäre jetzt sehr vorsichtig mit sowas.

Meine Erfahrungen sind leider, dass viele hier, Nazis oder Faschismus bekämpfen auf das reduzieren, was letztendlich heißt: Das bekämpfen, was sich Nazis oder Faschismus nennt.

Wenn ich das richtig mitbekomme, sind jetzt schon wieder zwei User irgendwohin unterwegs, um sich nationalistischen Bewegungen anzuschließen, weil das so chic wohl gerade ist oder aus was für Gründen auch immer. Ich schätze mal, in erster Linie, weil sie nicht wissen bzw. das auch hier nie diskutiert wird, warum Faschismus verurteilenswert ist, was dahinter steht usw.

Ich würde da erstmal empfehlen, dass die Leute hier mal sagen, warum sie was gegen Faschismus haben, also was den faschismus ausmacht, das man bekämofen sollte.
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dian
unregistriert
11.08.2009 13:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Arne:
Zitat:
Wenn ich das richtig mitbekomme, sind jetzt schon wieder zwei User irgendwohin unterwegs, um sich nationalistischen Bewegungen anzuschließen, weil das so chic wohl gerade ist oder aus was für Gründen auch immer.

Hä?!?
Sprich doch mal Klartext, Arne. Da weiß doch jetzt wieder mal außer dir und irgendwelchen Chatkollegen keiner, auf was du anspielst und wen du damit meinst.
Wenn DU von "nationalistischer Bewegung" sprichst, kann damit von ner GRÜNEN-Demo bis zum israelkritischen Antifa-Treffen so ziemlich alles gemeint sein.

Zitat:
Meine Erfahrungen sind leider, dass viele hier, Nazis oder Faschismus bekämpfen auf das reduzieren, was letztendlich heißt: Das bekämpfen, was sich Nazis oder Faschismus nennt.

Ist halt auch die Frage, wie man Faschismus definiert. Wenn du historisch korrekt sein willst, bedeutet Ablehnen des Faschismus erstmal nur, dass du dagegen bist, dass Mussolini wieder die Macht in Italien an sich reißt. (und ob er das tut oder nicht, ist mir eigentlich scheißegal, weil die italienischen Politiker eh alle gleich sind)
Haben sich deutsche Nazis überhaupt jemals selbst als "Faschisten" bezeichnet?
In der Regel wird es hierzulande doch nur als negativ belastetes Wort bzw. als Schimpfwort von Seiten der Linken gebraucht.
Ich ziehe es daher auch vor, vom Kampf gegen hierarchisches und nationales Denken zu sprechen. Und dass es das nicht nur bei Braunhemden und überzeugten Nationalsozialisten gibt, ist ja wohl jedem hier klar.

Arne Reload



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11.08.2009 14:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zumindest hat jemand im Chat behauptet, dass zwei Leute unterwegs nach Spanien sind, um Kontakte mit der ETA aufzunehmen.
Die Eta ist nichts anderes als eine seperatistische Bewegung, die sich zwar als "links" sieht, aber letztendlich war der Seperatismus der Basken auch nur eine kleine Lösung während der Franco-Zeit.

Aber dass sollte sich evtl. erst mal jeder überlegen, ob es jetzt einen Unterschied macht, wenn man spanischsprachige Polizisten überfällt oder anderssprachige Asylantenheime. Ich finde solche unüberlegten Verhaltensweisen ziemlich lächerlich und zeigen zumindest, dass die Betroffenen sich wenig Gedanken machen.

(Was auch dazu führen wird, dass sie feststellen, dass die ETA kein öffentliches Büro unterhält, bei dem man sich melden kann, wenn man Revolutionär werden will und insofern sowieso Humbug ist, aber alleine schon auf solche nationalistische Scheiße reinzufallen, ist doch peinlich.)

Naja, evtl. ist das ja auch alles nur Gerücht und Quark. Aber wie gesagt, wundern würde mich das auch alles nicht mehr.
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Xoc

lol

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11.08.2009 14:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Antifaschisten sind auch nur Nazis.

Warum?
Einen Nazi zeichnet aus, dass er mit einem "Wir sind die Guten, Gruppe x sind die Bösen und gehören vernichtet" Weltbild rumläuft.
Dabei werden nicht mehr einzelne Ansichten und Menschen beurteilt, sondern gleich pauschal verurteilt, aufgrund irgendeiner Kategorie, in die man die Menschen packt.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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derSkeptiker



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12.08.2009 12:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Antifaschisten sind auch nur Nazis.

Warum?
Einen Nazi zeichnet aus, dass er mit einem "Wir sind die Guten, Gruppe x sind die Bösen und gehören vernichtet" Weltbild rumläuft.
Dabei werden nicht mehr einzelne Ansichten und Menschen beurteilt, sondern gleich pauschal verurteilt, aufgrund irgendeiner Kategorie, in die man die Menschen packt.


Der Begriff Nazi leitet sich von dem Wort Nationalsozialist/ Nationalist ab. Da Antifas de facto keine Nationalisten sind, trifft die erste Aussage demnach schon einmal nicht zu.
Einen Nazi zeichnet des Weiteren nicht primär die Tatsache aus, dass er einer Gruppe angehört oder sich zuzählig fühlt, die von sich behauptet, die Gute zu sein. Einen Nazi zeichnen in allererster Linie menschenverachtende Ansichten, das Verherrlichen eines in der Geschichte einmaligen Massenmordes und einer verbrecherischen Diktatur aus (ich weiß, jetzt kommt wieder das Totschlagargument Kommunismus) und das ist es, wogegen ich stehe.
Der Versuch, ein ähnliches, nationales System zu schaffen muss gestoppt und verhindert werden.
Wo Menschen, ob ihrer Herkunft, ihres Aussehens ihrer Religion oder ihrer Meinung verfolgt, gejagt, ja, zu Tode geprügelt werden, muss MENSCH sich einsetzen, solcherlei zu verhindern.
Ich komme aus einer national befreiten Zone in der es unmöglich ist, ohne Angst auf die Strasse zu gehen, selbst am Tag.

Natürlich bin ich gegen Hierarchie, Macht und Markt, doch aber eben auch gegen diese geschichtsrevisionistische Dummheit.

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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dian
unregistriert
11.08.2009 19:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mich würde in diesem Irrenhaus hier ja auch nix mehr wundern. großes Grinsen
Naja, wir können ja gern mal in einem eigenen Thread über ETA, IRA, RAF und Co. diskutieren.
Dass Terrorismus nicht der richtige Weg ist, um eine Gesellschaft zum Positiven hin zu verändern, sollte eigentlich seit dem deutschen Herbst auch dem Dümmsten klar geworden sein.
Man kann Menschen, die sich freiwillig aus Angst aneinandergekettet haben, nicht befreien, in dem man ihnen Angst einjagt und Bomben zündet.
Man kann vielleicht ein bisschen Chaos anrichten und das System destabilisieren... doch ohne aufgeklärte Menschen wird aus dem instabilen System nur ein neueres, meist noch grausameres erwachsen.

Es geht nur durch Aufklärung. Und Aufklärung beginnt nunmal da, wo man auf die Gefahr von rechts und das kranke Weltbild der Nazis hinweist.
Dass Aufklärung da nicht enden darf, ist denke ich ebenfalls uns allen klar.
Ich habe es ja schon mehrmals erwähnt:
Wenn mal wirklich ein neuer Hitler kommt, dann wird der keinen Schnäuzer haben, und er wird auch keine Hakenkreuzflagge vor sich hertragen und sich "Neonazi" nennen. Nein... so einfach würde er es seinen Feinden nicht machen!
Ein neuer Hitler würde sich erstmal genau anschauen, an welchem Punkt er die Massen am besten berühren kann. Er würde ein Ideal nehmen, das mehrheitsfähig ist, und sich zum alleinigen Vertreter dieses Ideals hochstilisieren.
Ich denke auch, würde Hitler heute leben, dann würde er nicht in irgendwelchen Kellern stehen und besoffenen Bayern erzählen, warum sie was gegen die Juden haben müssen.
Er würde erstmal in die Musikindustrie gehen, würde Rapmusik a la Bushido machen und eine eigene Klamottenkollektion herausbringen. Dann würde er sich mit dem Geld in die Politik einkaufen und der Jugend erzählen, dass er ihre Stimme sein möchte in der Welt.
Er würde gegen Nazis sein, für Umweltschutz, Freiheit und konservative Werte. Er wäre gegen Terrorismus und Kinderschänder (denn wer ist das nicht?) Er würde für den Kapitalismus sein, aber doch dagegen, weil es ja mehrheitsfähig ist, Kapitalismus und Heuschrecken scheiße zu finden, und trotzdem weiter dafür zu arbeiten, dass es auch morgen noch Kapitalismus und Heuschrecken gibt.
Der heutige Hitler wäre ein schmieriger, modebewusster Wendehals, denn die heutige Zeit ist gemacht für solche Leute... genau, wie die damalige Zeit für Menschen geschaffen war, die autoritär auftraten und bei ihren Reden ständig das Publikum anbrüllten.
Hitler konnte nur so stark werden, weil er den Zeitgeist hinter sich zu bringen wusste.
Also kann ich nur sagen: Obacht vor dem Zeitgeist!

Arne Reload



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12.08.2009 03:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich würde sogar sagen, dass System braucht auch keinen Hitler mehr, zumindest keine Einzelperson.

Es werden auch heute schon genug Entscheidungen, bei denen Profit über das menschliche Leben und die körperliche und psychische Selbstbestimmung eines Menschen gesetzt werden, gemacht. Man blendet den Massenmord aus und lässt ihn irgendwo da stattfinden, wo sich der mitteleuropäische Bürger nicht mehr unbedingt von belästigt fühlt. Dem Bürger wird erklärt, dass er einmal im Jahr noch was von seinem immer geringer werdenden Lohn spenden soll für die armen Menschen z.B. in Darfur, damit z.B. deutsche Organisationen da besser da stehen und dort die deutsche Industrie weiter die Lizenzen erhält, um irgendein Metall abzubauen, was für die Herstellung von Handys unbedingt benötitgt wird.
Da brauchen wir nicht mehr rassistisch im eigenen Land zu werden, der Faschismus findet da statt, indem wir uns von den humanitären Werten verabschieden, indem wir das Geschehen einfach ausblenden und keiner die Zusammenhänge nachvollziehen kann, die da wirtschaftlich zwischen dem Hunger, dem Abschlachten von Menschen und den Interessen der deutschen Wirtschaft bestehen. Nebenher wird ein "Wir-Gefühl" für eine Nation gefördert, damit wir nicht auf die Idee kommen, uns mit Menschen zu verbünden, die evtl. nicht unserer Verwaltungseinheit angehören, aber auch zu den Ausgebeuteten gehören.
Im europäischen Bereich haben wir es ja schon so weit gebracht, dass da zwar eine kapitalistische Internationale besteht, die Interessen der Wirtschaft gut untereinenander funzen, aber die Beziehungen des Proletariats untereinander eher gegeneinander aufgehetzt werden, da niemand die Sprache des anderen versteht. Zu einer Solidarität zwischen den europäischen Proletarierern wird es nicht kommen, da sie eben alle unterschiedliche Medien besitzen und sich eben das Proletariat nicht untereinander verständigen kann.

Verbieten wie die Nazis es getan haben, muss man auch gar nix mehr, es gibt den Markt. Der ermöglicht es eben, dass alles, was nachgefragt wird, auch da ist. Die Bedürfnisse der Nahcfragenden werden aber über Werbung gesteuert und nicht durch ein Bewusstsein des einzelnen.

Und wenn es doch mal eng wird und evtl. die Menschen ihre eigenen Interessen wahrnehmen wollen, bestheht immer noch die Möglichkeit, schnell ein Feindbild zu erschaffen, für die EU war das einfach bislang, dafür gab es dann den Islam (alles andere konnte man nicht nehmen, wenn man in ganz Europa Waren exportieren will und aus den armen osteuropäischen Staaten möglichst viel billige Arbeitskräfte einsetzen will). Beißt sich zwar gerade, weil man jetzt auch gerne in die Türkei exportieren möchte zollfrei, aber da wird schnell sicherlich was erfunden, was uns die Türkei dann doch als weltoffenen europäischen Staat verkauft.

Wir haben zur Zeit ein System, das noch idealer ausgenutzt werden kann als ein diktatorischer Faschismus, wir haben einen demokratisch legitimierten Faschismus, weil er gut verschleiert ist.
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Terraner

Krieg, Krieg bleibt immer Gleich.

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12.08.2009 02:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

"Es geht nur durch Aufklärung."

Klär mal jemanden auf der dir nicht zuhört. Aufklärung... ist nicht immer möglich vor allem nicht in einem Ignorantem System...

Ich sags überhaupt nicht gern aber mal ehrlich Jeder der deine Texte liestt ist schon Aufgeklärt.

Jeder der deine Videos schaut,... Ist entweder aufgeklärt oder beschuldig deine Videos als Propaganda....

Normale Leute (alle auser die Aufgeklärten in dem sinne oder leute die sich abreagieren wollen bzw gezielt beschimpfen) kommen doch gar nicht erst auf die Idee Sowas zu suchen... und finden tut man es auch nicht gerade mit nem Fingerschnippsen an jeder Ecke. smilie38

Wenn Helden zur Gesellschaft werden, Ist die welt in Frieden vereint.

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derSkeptiker



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13.08.2009 00:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Keine Diskussion??? Das wundert mich!!!

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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Yog-Sothoth




13.08.2009 00:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Tja, was soll man da sagen? Sprache ist komplex, und das Wort "Nazi" hat für viele unterschiedliche Bedeutungen. Falls man sich auf eine Bedeutung einigen müsste würde ich sagen, dass Xoc's Definition etwas zu allgemein gehalten ist (allgemein genug, dass man auch Antifaschisten darunter fassen kann), während die von derSkeptiker zu stark einschränkt (ich würde auch jemanden der den Holocaust nicht verherrlicht (z.B. leugnet) als Nazi bezeichnen, wenn gewisse sonstige Eigenschaften zutreffen).
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derSkeptiker



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13.08.2009 02:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

...das merkst du auf jeden Fall dann, wenn du unter zwölf "88" rufender Typen liegst, dich nicht wehren kannst und dich nach dem WARUM,VERDAMMT NOCHMAL WARUM fragst. Du willst MENSCH sein, nichts anderes und wirst deshalb unterjocht, aufs Maul gehauen, jeden Tag drei- vier Mal angerufen, mit Sätzen bombardiert, dass du eine "dreckige Zecke" bist, obwohl du nichts anderes machst, als zu versuchen, so zu leben, wie du es für richtig hältst, vorher NIE gegen NAZIS gewettertt hast, dich gegen sie eingesetzt oder gar Gewalt gegen sie angewandt hast. Und wenn du dann unten liegst, die Tritte in deine Fresse wandern und du dich immer nur wieder fragst, WARUM eigentlich, dich die Bullen auf dem Revier, beim Anzeige erstatten auch noch auslachen und sagen, dass du selber schuld bist "wenn du so rumläufst"!, wirst du merken, dass die FOTZEN einfach nur FOTZEN sind. Entschuldigt die harte Wortwahl (die in Political Correctness Kreisen schon wieder sexistisch sind), aber zeigt mir hierzu eine Gegendarstellung:

http://home.arcor.de/punkedd/nazimorde.htm

Ich finde es dermaßen lächerlich, "DIE LINKE" (allgemein, nicht die Partei) mit dem gleichzustellen. Das beweist, dass Akzeptanz und Gleichgültigkeit nicht nur in der Mitte, sondern eben auch im Außenfeld derer angekommen ist, die sich "Alternativ", Anarchistisch, oder was weiß ich wie nennen.

Natürlich haben Strömungen wie etwa die "Antideutsche" dazu beigetragen, dass die Wehr gegen Nazis sich spaltet und natürlich gibt es so genannten "linken Faschismus" , eben von der so genannten "antideutschen", der Konsens dem gegenüber, was ich oben beschrieb, ist und bleibt der Selbe!!!

Wenn ein Begriff eindeutig, in mehreren sprachl. Fachbüchern, wie etwa dem Duden usw., dargelegt ist, und aber man diesen nicht in seiner Definition benutzen kann, ohne dass man ggf. falsch verstanden wird, frage ich mich, wodurch man sich überhaupt noch eindeutig unterhalten und/oder diskutieren kann. Muss es denn wirklich ein wittgensteinsches Prinzip der (wissenschaftlichen) Sprache geben??? Ist eins plus eins zwei?

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von derSkeptiker am 13.08.2009 02:19.



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Lonewolf



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13.08.2009 13:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Skeptiker: Ich bezweifle , dass du hier abgesehen von Arne und vllt. noch ein oder zwei anderen Unterstützung für die Gegenaktionen bekommen kannst. Konkretes Handeln ist hier nämlich verpönt, lieber begnügt man sich mit dümmlichen Sophistereien und seitenlangen Diskussionen, die zwar ihren Unterhaltungswert haben aber nirgendwo hinführen.
Ach ja, Nazi = Person mit nationalsozialistischer Weltanschauung, sprich der deutschen Ausprägung des Faschismus. Die theoretischen Klassiker hierzu düften eigentlich jedem halbwegs gebildeten Menschen bekannt sein. Und wer links und rechts, oder Antifaschisten und Faschisten gleichsetzt, hat sich ohnehin alsTrottel vor dem Herrn enttarnt. Ich würd meine Energie an deiner Stelle nicht darauf verschwenden, darüber hier noch groß diskutieren zu wollen.
Mal schauen, ob es mich am 12. nach Thüringen verschlägt, falls ja, kann ich dir ja noch 'ne pm schicken.
Ist eine Drecksgegend da oben, ich weiß. Ich wünsch dir viel Kraft!

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Arne Reload



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13.08.2009 15:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von derSkeptiker


Ich finde es dermaßen lächerlich, "DIE LINKE" (allgemein, nicht die Partei) mit dem gleichzustellen. Das beweist, dass Akzeptanz und Gleichgültigkeit nicht nur in der Mitte, sondern eben auch im Außenfeld derer angekommen ist, die sich "Alternativ", Anarchistisch, oder was weiß ich wie nennen.

Natürlich haben Strömungen wie etwa die "Antideutsche" dazu beigetragen, dass die Wehr gegen Nazis sich spaltet und natürlich gibt es so genannten "linken Faschismus" , eben von der so genannten "antideutschen", der Konsens dem gegenüber, was ich oben beschrieb, ist und bleibt der Selbe!!!



Also, das hätte ich jetzt gerne auch mal genauer definiert. Die zwar relativ breit gefächerte Gruppe, die sich "antideutsch" nennt, aber doch sehr überschaubar ist, zumindest in der BRD, hat meines Wissens noch nicht damit angefangen, wahllos Deutsche zu klatschen und deutsche Eigenheime mit Gartenzwergen im Vorgarten abzufackeln.
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derSkeptiker



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13.08.2009 13:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Danke Lonewolf. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, von daher habe ich gehofft, hier vernünftig und sachgerecht diskutieren zu können, leider stimmt deine Beschreibung Sophismus offensichtlich, was ich frei jeglicher Wertung und ohne provozieren zu wollen sage. > Dies war kein verbaler persönlicher Angriff auf diverse User hier!

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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dian
unregistriert
13.08.2009 14:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Konkretes Handeln ist hier nämlich verpönt, lieber begnügt man sich mit dümmlichen Sophistereien und seitenlangen Diskussionen, die zwar ihren Unterhaltungswert haben aber nirgendwo hinführen.

Naja, mit dem selben Recht, mit dem du dich beklagst, warum so wenige Unity-User zu Anti-Nazi-Demos gehen, könnte ich mich auch darüber beklagen, dass so wenige Antifa-Leute im Unity-Forum schreiben. Augenzwinkern
Allen voran du, Lonewolf... du meldest dich ja auch immer nur beim selben Thema zu Wort, obwohl du sicherlich auch zu anderen Themengebieten etwas Vernünftiges beitragen könntest.
Aber es ist dir eben wohl nicht wichtig genug, weil du dir davon keinen größeren Nutzen versprichst... weil du dir sagst: "Es sind ja eh nur leere Worte, die irgendwo im anonymen Internet ausgetauscht werden."

Ich sehe das anders. Ich denke, das was wir hier vorhaben ist wichtig. Mindestens so wichtig wie der Kampf auf der Straße.
In der Vergangenheit hat das Unity-Forum schon manchen Leuten weitergeholfen, indem es sie inspiriert und vielleicht auch den einen oder anderen dazu gebracht hat, die eigene Prägung und gesellschaftliche Konditionierung zu hinterfragen.
Das Internet ist die Zukunft. Hier erreicht man die Menschen (auch solche, die noch unentschlossen sind und nicht so recht wissen, in welche Richtung sie sich in Zukunft weiterentwickeln möchten.)
Wenn man hingegen auf eine Anti-Nazi-Demo geht und Plakate in die Höhe hält, zeigt man zwar dem braunen Gesindel seine Grenzen auf... aber wen bringt man dadurch wirklich zum Umdenken?
Denkst du, auch nur ein einziger Nazi sagt sich, wenn er die demonstrierende Antifa sieht: "Scheiße, das sind so viele... und eigentlich sind ihre Parolen ja auch viel klüger als unsere. Ich glaube, ich höre jetzt auf, Nazi zu sein!"
Denkst du, auch nur ein politisch unbedarfter Passant sagt sich, wenn die Antifa an ihm vorüberläuft: "Das finde ich aber gut, dass die jungen Leute so viel Zivilcourage zeigen!"
Ich glaube das ja eher nicht.
Ich glaube sogar, dass die Antifa auch vielen unbeteiligten Leuten Angst macht, weil sie nicht verstehen, wieso sich da so viele junge Leute schwarz anziehen und zusammenrotten.

Von daher habe ich auch Verständnis dafür, dass die Meinungen zu solchen Demonstrationsaufrufen auch hier im Forum ein wenig auseinander gehen.
Ich kann den Standpunkt vom Skeptiker natürlich voll und ganz nachvollziehen... wenn ich von lauter Nazis umgeben wäre, würde mich das auch mächtig ankotzen, und ich würde etwas dagegen unternehmen wollen.
Andererseits verstehe ich auch diejenigen, die sich sagen: "Hier bei mir in der Gegend sind echte Nazis in der absoluten Minderheit. Wieso sollte ich mir die Mühe machen, sie extra zu suchen, nur damit ich dann gegen sie demonstrieren kann?"
Dass Nazis scheiße sind und man solche Gestalten nicht unbedingt in seiner unmittelbaren Umgebung haben möchte, darin sind sich denke ich auch die meisten Sophisten im Forum einig. Daher wird auf diese Tatsache wohl auch von den wenigsten Usern extra eingegangen.
Unterschiede bestehen hingegen bei den Fragen: Wie gefährlich sind die heutigen Neonazis für die Gesellschaft, und Warum lässt man die nicht ihre dämlichen Feste feiern, so lange sie niemandem etwas tun?
Dann kommt noch die Sache mit der Meinungsfreiheit hinzu...
Meinungsfreiheit auch für Nazis? Wenn man diese radikale Meinungsfreiheit ablehnt, ist man dann nicht auch schon wieder ein kleines bisschen Nazi? etc.
Also ich finde, das sind alles Fragen, über die man durchaus berechtigterweise diskutieren kann, ohne sich dann gleich als Schwätzer, der nur redet und nichts tut, bezeichnen lassen zu müssen.

Lonewolf



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18.08.2009 21:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian
Zitat:
Konkretes Handeln ist hier nämlich verpönt, lieber begnügt man sich mit dümmlichen Sophistereien und seitenlangen Diskussionen, die zwar ihren Unterhaltungswert haben aber nirgendwo hinführen.

Naja, mit dem selben Recht, mit dem du dich beklagst, warum so wenige Unity-User zu Anti-Nazi-Demos gehen, könnte ich mich auch darüber beklagen, dass so wenige Antifa-Leute im Unity-Forum schreiben. Augenzwinkern
Allen voran du, Lonewolf... du meldest dich ja auch immer nur beim selben Thema zu Wort, obwohl du sicherlich auch zu anderen Themengebieten etwas Vernünftiges beitragen könntest.
Aber es ist dir eben wohl nicht wichtig genug, weil du dir davon keinen größeren Nutzen versprichst... weil du dir sagst: "Es sind ja eh nur leere Worte, die irgendwo im anonymen Internet ausgetauscht werden."

Ich sehe das anders. Ich denke, das was wir hier vorhaben ist wichtig. Mindestens so wichtig wie der Kampf auf der Straße.
In der Vergangenheit hat das Unity-Forum schon manchen Leuten weitergeholfen, indem es sie inspiriert und vielleicht auch den einen oder anderen dazu gebracht hat, die eigene Prägung und gesellschaftliche Konditionierung zu hinterfragen.
Das Internet ist die Zukunft. Hier erreicht man die Menschen (auch solche, die noch unentschlossen sind und nicht so recht wissen, in welche Richtung sie sich in Zukunft weiterentwickeln möchten.)
Wenn man hingegen auf eine Anti-Nazi-Demo geht und Plakate in die Höhe hält, zeigt man zwar dem braunen Gesindel seine Grenzen auf... aber wen bringt man dadurch wirklich zum Umdenken?
Denkst du, auch nur ein einziger Nazi sagt sich, wenn er die demonstrierende Antifa sieht: "Scheiße, das sind so viele... und eigentlich sind ihre Parolen ja auch viel klüger als unsere. Ich glaube, ich höre jetzt auf, Nazi zu sein!"
Denkst du, auch nur ein politisch unbedarfter Passant sagt sich, wenn die Antifa an ihm vorüberläuft: "Das finde ich aber gut, dass die jungen Leute so viel Zivilcourage zeigen!"
Ich glaube das ja eher nicht.
Ich glaube sogar, dass die Antifa auch vielen unbeteiligten Leuten Angst macht, weil sie nicht verstehen, wieso sich da so viele junge Leute schwarz anziehen und zusammenrotten.

Von daher habe ich auch Verständnis dafür, dass die Meinungen zu solchen Demonstrationsaufrufen auch hier im Forum ein wenig auseinander gehen.
Ich kann den Standpunkt vom Skeptiker natürlich voll und ganz nachvollziehen... wenn ich von lauter Nazis umgeben wäre, würde mich das auch mächtig ankotzen, und ich würde etwas dagegen unternehmen wollen.
Andererseits verstehe ich auch diejenigen, die sich sagen: "Hier bei mir in der Gegend sind echte Nazis in der absoluten Minderheit. Wieso sollte ich mir die Mühe machen, sie extra zu suchen, nur damit ich dann gegen sie demonstrieren kann?"
Dass Nazis scheiße sind und man solche Gestalten nicht unbedingt in seiner unmittelbaren Umgebung haben möchte, darin sind sich denke ich auch die meisten Sophisten im Forum einig. Daher wird auf diese Tatsache wohl auch von den wenigsten Usern extra eingegangen.
Unterschiede bestehen hingegen bei den Fragen: Wie gefährlich sind die heutigen Neonazis für die Gesellschaft, und Warum lässt man die nicht ihre dämlichen Feste feiern, so lange sie niemandem etwas tun?
Dann kommt noch die Sache mit der Meinungsfreiheit hinzu...
Meinungsfreiheit auch für Nazis? Wenn man diese radikale Meinungsfreiheit ablehnt, ist man dann nicht auch schon wieder ein kleines bisschen Nazi? etc.
Also ich finde, das sind alles Fragen, über die man durchaus berechtigterweise diskutieren kann, ohne sich dann gleich als Schwätzer, der nur redet und nichts tut, bezeichnen lassen zu müssen.



Dian, mir geht's hier nicht um Anitfa, Schilder-hochhalten, oder vermummt durch die Gegend rennen. Ich find's nur langsam ermüdend, immer wieder tausend Ausreden zu hören, wieso irgendeine Form des Aktivismus "sowieso nichts bringt". Das ist Spießbürgerlichkeit in Reinkultur, und wohl bei einem nicht geringen Teil der "Massen" anzutreffen, von denen du dich ja so gerne abgrenzen willst. Ab und zu Texte online zu stellen ist mir eben vor langer Zeit zu wenig geworden, und ich würde mich wirklich freuen wenn es tatsächlich dem ein oder anderen ähnlich gehen würde. Pardon, aber jede entglaste Firmenniederlassung bringt mehr Leute zum Nachdenken als immer dieselben Frustergüsse über Lemmingverhalten lesen zu müssen.
Und wer schon den Diaolog sucht - Dialog entsteht aus Zusammenkünften, wofür sich ein Forum mit minimalen Userzahlen eben leider weniger optimal eignet als Aktionen und Treffen mit zig Teilnehmern.

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Xoc

lol

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13.08.2009 19:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Der übliche Umgang von Antifaschisten mit Nazis ist:
Grossen Sack nehmen, alles, was irgendwie Nazi ist, reinstecken (und lieber zu viele als zu wenige rein), grossen Stempel "böse" drauf und dann kräftig drauf rumkloppen.

Nehmen wir Silvia Stolz, nach eigenen Angaben kam sie zu ihrer Einstellung, weil sie sich mit Holocaustleugnung beschäftigt hat und von vielen deswegen als Nazi abgestempelt und in diese Ecke gedrängt wurde. Da ist sie dann auch brav geblieben.
Good Job, so sorgt man für Nazinachwuchs.

Eine andere effektive Strategie um den Nazisnachwuchs nicht versiegen zu lassen ist es, alle Alternativen zum System, die nicht explizit links sind in die rechte Ecke zu drängen.

Oder auch eine gute Methode ist es zu tabuisieren über Ausländerkriminalität und ähnliches zu reden. Wer mit Bedenken diesbezüglich erstgenommen werden will, muss zu den Nazis (die CDU ist ein Rentnerclub und keine Alternative für junge Menschen).
Statt den Leuten Recht zu geben, dass Ausländer im Durchschnitt krimineller sind und ihnen beizubringen, dass im Umgang mit den Menschen selbst eben nicht der Durchschnitt irgendeiner Kategorie, in der dieser sich befinden, relevant ist, sondern der Mensch selbst, überlässt man die Meinungsbildung dieser Person lieber den Nazis.

Wo sind die wirklichen Antifaschisten, die versuchen rechtes Gedankengut zu entschärfern und zu legitimen und zu ungefährlichen Positionen zu machen, indem man die nötige Sachlichkeit und Differzierungen rein bringen und den Dialog sucht? Wahrscheinlich hat man die mit den den grossen Nazisack gepackt und draufgehauen ...
Man kann mit wenigen Ausnahmen das Weltbild einer Person nicht brechen und sie dazu bringen einen radikal anderen Weg einzuschlagen. Was dagegen sehr wohl geht, ist zu zeigen, dass das, was die Person möchte, gar nicht so verschiedenen ist von dem, was man selbst will und ihr dann bessere Möglichkeiten zu zeigen, das zu erreichen.
Denn alle wollen im Prinzip das selbe, nämlich das Richtige und das Gute. Auch Nazis und Antifaschisten.

Wahrscheinlich macht das einfach nicht so viel Spass, wie Nazis ihre Sandburgen kaputt zu machen und dann "böse, böse Nazis" zu wettern, wenn sie sich wie Kinder, denen man die Sandburg kaputt gemacht hat, benehmen.


Statt den Nazis alles wegzunehmen, was man irgendwie wieder sauber kriegt und nur die wirklich unmöglichen Sachen im Nazisack zu lassen, tendieren Antifaschisten dazu, alles, was Nazis berühren als verseucht zu betrachtet und mit in den grossen Nazissack zu packen.
Tolle Sache, wenn man möchte, dass Nazis möglichst viele attraktive Sachen anbieten können. Ansonsten ne hirnrissige Dummheit.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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dian
unregistriert
13.08.2009 21:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Xoc:
Zitat:
Oder auch eine gute Methode ist es zu tabuisieren über Ausländerkriminalität und ähnliches zu reden. Wer mit Bedenken diesbezüglich erstgenommen werden will, muss zu den Nazis (die CDU ist ein Rentnerclub und keine Alternative für junge Menschen).

Das ist definitiv ein Problem. Der durchschnittliche Jugendliche, der am Bahnhof von kriminellen Ausländern angepöbelt wird (und das soll ja nicht gerade selten passieren), der interessiert sich erstmal nicht dafür, ob es Auschwitz gegeben hat oder ob eine Multikulti-Gesellschaft eine gute Sache ist...
Solche politischen Fragen sind dem erstmal völlig egal. Er will einfach nur, dass er in Zukunft wieder ohne Angst durch die Stadt laufen kann.
Die Nazis versprechen ihm diese Sicherheit.
Die Linken hingegen sagen ihm "Ey, da haben dich halt ein paar asoziale Individuen überfallen. Pech gehabt. Aber das hat nichts mit ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft zu tun!!!"
Ist doch klar, wo sich da ein junger, orientierungsloser Mensch eher ernstgenommen fühlt.
Dann schnuppert er mal in die rechte Szene rein, und sieht, dass man mit den Typen gut saufen kann, und dass es da eine schöne Gemeinschaft gibt.
Erst danach beschäftigt er sich vielleicht mal mit dem Zweiten Weltkrieg oder mit Auschwitz.. Er liest irgendwelche Bücher, die ihm seine Nazi-Freunde empfohlen haben...
natürlich sind diese Bücher sehr einseitig, aber ich bin mir sicher, da ist auch viel Zeug dabei, das rhetorisch und von den Argumenten her sehr gut gemacht ist.
Und dann geht er irgendwann auf ne Demo, und sieht hundert Kameraden, die von einer Menge von tausend Gegendemonstranten umringt sind. Ist doch klar, dass er dann nicht denkt: "Oh shit, ich habe mich für die falsche Seite entschieden." Nein, er denkt sich wahrscheinlich eher: "Cool. Wenn die so einen Aufstand wegen uns machen, dann MÜSSEN wir ja verdammt gefährlich und wichtig sein."

Zitat:
Man kann mit wenigen Ausnahmen das Weltbild einer Person nicht brechen und sie dazu bringen einen radikal anderen Weg einzuschlagen. Was dagegen sehr wohl geht, ist zu zeigen, dass das, was die Person möchte, gar nicht so verschiedenen ist von dem, was man selbst will und ihr dann bessere Möglichkeiten zu zeigen, das zu erreichen.

Wenn man sich so Videos von Kundgebungen autonomer Nazis ansieht, könnte wirklich der Eindruck entstehen, dass die eigentlich was ganz ähnliches wollen wie die Antifa. Da wird gegen Kapitalismus geschimpft, gegen "Scheißbullen", ja sogar gegen Kriegseinsätze der Bundeswehr in Afghanistan.
Ich denke nicht, dass das alles nur ausgeklügelte Taktik ist, um bei der Antifa Leute abzuwerben.
Die fühlen sich wirklich als Rebellen und als Kämpfer für eine freiere, bessere Gesellschaft. Nur denken sie halt nicht weit genug... weil sie ja selber wissen, dass eine neue Machtergreifung wie 1933 in naher Zukunft so gut wie ausgeschlossen ist.
Also brauchen sie sich um das "Danach" auch gar nicht so viele Gedanken zu machen, und konzentrieren sich ganz darauf, in der Gegenwart ein Leben als cooler Outlaw zu führen... als tragischer Held, der für eine gerechte Sache kämpft und von der ganzen Welt missverstanden wird.
Ist doch prima... man kann für ein Großdeutsches Reich sein, in dem Zucht und Ordnung herrscht, ohne selbst züchtig und ordentlich sein zu müssen.
Man muss nichtmal wirklich arisch sein... denn kontrollieren tut's eh keiner, so lange die Hautfarbe einigermaßen stimmt.
Man kann dafür sein, dass die Wehrmacht eines Tages wieder in Polen einmarschiert, und kann sich trotzdem nach Lust und Laune besaufen, weil es keinen Feldwebel gibt, der einen dafür Spießrutenlaufen lässt.
Man kann für die Rückkehr des Führers sein, und sich trotzdem selber von niemandem was sagen lassen.
Ist ja alles nur Utopie und Wunschtraum für die ferne Zukunft.
Insofern denke ich, dass viele junge Nazis auch gar nicht ernsthaft Nazis sein wollten, wenn sie mal wirklich ganz ehrlich und selbstkritisch darüber nachdenken würden. Genau wie es vermutlich auch Linke gibt, die zu echtem Sozialismus gar nicht fähig wären, weil ihr Ego dafür viel zu groß ist. Augenzwinkern

derSkeptiker



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13.08.2009 21:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@xoc, ich, sowie keiner miener Bekannten, die von mir oben beschriebene Erfahrungen gemacht haben, hatten Erfolg, beim Versuch, mit denen zu reden, nich vor, nicht während und nicht nach den Schlägen und Tritten. Aber ok, vorgeworfene Verallgemeinerung (das Nazisack Beispiel) pass halt gut, egal, ob ich dann evt. selbst verallgemeinere.

Ich beginne mich tatsächlich, nach dem Sinn meines Bleibens hier zu fragen.

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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