dian unregistriert
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Einzelkind oder Geschwister?
27.04.2009 23:04 |
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Angeregt von wave im 20-Fragen-Thread, der da schrieb:
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| Die Quote von Einzelkindern an den Leuten, die aus Sicht der bürgerlichen Gesellschaft einen Dachschaden haben ist ziemlich hoch, kA warum. |
dachte ich, ich mache mal einen Thread dazu auf, da wir bislang doch eher selten über dieses Thema gesprochen haben.
Also... wie ist das bei euch? Seid ihr Einzelkind, oder habt ihr noch Brüder/Schwestern?
Wenn ja, wie ist euer Verhältnis zu denen? Sehr nah, oder eher distanziert? Und welche Form der "Kinderaufzucht" erscheint euch besser? Einzelhaft oder Massentierhaltung?
Es ist ja so ein Klischee, wonach Einzelkinder egoistischer sind als Kinder, die mit Geschwistern aufwachsen... dass sie angeblich nicht teilen können, etc.
Bei mir, selber Einzelkind, war das eher umgekehrt. Ich bin im Kindergarten immer von denen, die mehrere Geschwister hatten (und daher von ihren Eltern nicht so viel Spielzeug bekamen), beklaut worden.
Und ich konnte nicht mal einen großen Bruder zur Hilfe rufen, weil ich einfach keinen hatte.
Ich würde sagen, mein späteres starkes Bedürfnis nach echten Freunden, die für mich wie Brüder sind, ist durch diese Erfahrungen sicherlich begünstigt worden.
Manchmal ist es einfach besser, man ist gleich von Anfang an allein und weiß auch, dass man allein ist, als wenn man neben Menschen herleben muss, die zwar zur Familie gehören und den Eindruck von Verbundenheit erwecken, während man letzten Endes doch allein ist.
Also so gesehen suche ich mir meine Geschwister dann doch lieber selber aus, und bin froh, dass ich auch beim Erben mit niemandem teilen muss, den ich eigentlich für ein Arschloch halte.
Zurück zur Frage, warum Einzelkinder des öfteren einen an der Klatsche haben:
Das könnte eventuell auch was mit der Mentalität der Eltern zu tun haben.
Ich denke mal, wenn es nicht gerade medizinische Ursachen hat, dass Eltern nur ein Kind bekommen können, dann entscheiden sie sich vermutlich bewusst dafür, dass ihnen ein Kind genügt.
Diese bewusste Entscheidung findet bei vielen Familien (vor allem bei ungebildeten Angehörigen des Proletariats oder etwa bei religiösen Fanatikern) einfach nicht statt.
Also kann man tendenziell schonmal davon ausgehen, dass Einzelkinder eher in der "vernünftigen" Mittel- und Oberschicht zu finden sind als unten.
Das wohlbehütete Aufwachsen in einer spießigen Gegend, immer im aufmerksamen Blickwinkel der Eltern, kann dann natürlich so manchen Schaden hinterlassen.
Ich erinnere mich an manche Sonntage in meiner Kindheit, als ich nicht raus zum Spielen durfte, und drinnen nur schrumpelige Verwandschaft rumhing, die mich zu Tode langweilte.
Da lernt man dann aber auch wiederum ganz gut, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ich habe mir manchmal Geschichten ausgedacht, oder Spiele, die ich dann gegen mich selbst gespielt habe.
(Heutzutage gibt es für sowas ja Computer.)
Das fördert die Kreativität.
Ich bin sowieso eher der Meinung, dass ein Übermaß an sozialen Kontakte, und der ständige (gezwungene) Kontakt mit Leuten, die einen nicht verstehen wollen, eher zur Verblödung als zur Bildung beiträgt.
Aber da mein bester Freund mit drei, teils ziemlich nervigen Brüdern aufgewachsen ist, und sich trotzdem nicht viel anders entwickelt hat als ich, gehe ich mal davon aus, dass die Entwicklung eines Menschen dann hauptsächlich doch eher mit anderen Kriterien zusammenhängt, als mit der Anzahl der Geschwister.
Wie denkt ihr darüber?
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Kann nur darauf verweisen, dass die Existenz von älteren Geschwistern nicht gerade ein besonders angenhemr Punkt meiner Kindheit war, allerdings war meine Schwester auch 7 Jahre älter als ich und entsprechend frustriert, dass sie nach sieben Jahren ihr Dasein als Einzelkind aufgeben musste. Einen größeren Bruder hatte ich nicht, aber mein Cousin, der 4 Jahre älter ist, wohnte im Nebenhaus, so dass das eigentlich schon eine Beziehung wie zwischen Geschwistern war. Offiziell war der (aus biologischen Gründen) Einzelkind, mit dem habe ich aber, im Gegensatz zu meiner Schwester bis heute noch ein gutes Verhältnis.
Zusammenhänge zwischen dem Sozialverhalten und Geschwisteranzahl sehe ich auch nicht, alledings ist mir eines aufgefallen, @Dian.
Inwiefern verbindest Du Egoismus damit, jemand anderem etwas wegzunehmen?
Ich kann mir maximal vorstellen, dass dort, wo man mit mehreren Geschwistern zusammenlebt, man ein anderes Verhältnis zu Eigentum hat als eben derjenige, der alleine lebt.
Anders ausgedrückt:
Du warst es evtl. nur nicht gewohnt, etwas weggenommen zu bekommen. (Meine eigenen Erfahrungen sagen da aus Kindheitstagen, dass Wegnehmen noch die angenhemere Handlung ist, weil man es ja wiederbekommen kann. Die etwas häufigere, die ich insbesondere durch meine Schwester erlebt habe, ist dass man einfach was kaputt gemacht bekommt.)
Das einzige, was mir auffällt, ist allerdings, dass ich es in meinem Leben nicht hinbekommen habe, länger als insgesamt 12 Monate mal alleine zu leben, und auch seit meinem dreissigsten Lebensjahr fast fortwährend in Beziehungen lebte bis so ungefähr vor 1,5 Jahren. Wobei die "pädagogische Lebensgemeinschaft", die ich jetzt beruflich und aufgrund der Bedingungen ja auch automatisch privat führe, ja auch schon wieder eine andere Art der Beziehung ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ich auch nie einen Job hatte, bei dem man alleine arbeiten kann, sondern immer nur Jobs hatte, bei denen man von sehr vielen Menschen umgeben ist.
Das führe ich aber auch weniger auf meine Geschwister zurück, sondern eben viel mehr darauf, dass wie eben damals 5 Personen zu Hause waren (und nebenan eben noch meien Tante mit Famile), so dass irgendwer immer da war und ich somit es eher gewohnt bin, dass immer wer um mich herum sein muss.
Ich muss aber auch sagen, dass ich nach der ersten Zeit hier alleine in Norddeutschland und auch dank Manuel irgendwie gelernt habe, dass ich es mal genießen kann, alleine zu sein. Dazu hatte ich früher überhaupt keine Neigung.
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ich habe eine ältere schwester.
in der vergangenheit gab es die üblichen geschwisterkämpfe. dabei ging es aber nicht um die gunst der eltern, sondern um den üblichen, unbedeutenden kleinkrieg.
als ich früher noch gern 'nen pudding oder sowas verputzt habe, hab ich natürlich nicht begeistert drein geschaut, als mein blick gen geöffneten kühlschrank ging und die erwartete gaumenfreude bereits das schwesterherz beglückt hatte. allerdings konnte ich früher auch schwer "nein" sagen, und das hat sich maßgeblich geändert.
müsste ich verallgemeinern, dann würde ich wohl behaupten, dass einzelkinder sich neben der ungeteilten elternliebe zeitweise recht einsam fühlen könnten und deshalb eher auf der suche nach freunden sind.
der umkehrschluss, dass geschwisterkinder dann lieber ihre ruhe haben wollen, trifft zumindest auf mich selbst zu.
was die entscheidungen der eltern angeht:
anfänglich macht ein kind sehr viel arbeit und fordert die nerven heraus. und auch im späteren verlauf wird der geldbeutel noch stark belastet. und irgendwann sind die eltern entweder froh, dass das kind endlich auszieht, damit die eltern wieder ihre ruhe haben können. oder die eltern freuen sich, dass das kind finanziell mithelfen kann.
generell würden die objektiven "folgen" eher gegen mehr als ein kind sprechen.
| Zitat: |
| [..]als wenn man neben Menschen herleben muss, die zwar zur Familie gehören und den Eindruck von Verbundenheit erwecken, während man letzten Endes doch allein ist. |
dem kann ich mich voll und ganz anschließen.
das letztendliche und meiner meinung nach entscheidende kriterium ist die beeinflussbarkeit. ist diese in genügendem maße gegeben, können geschwister oder eine bestimmte art der erziehung entsprechende folgen für den charakterlichen werdegang haben.
ist die beeinflussbarkeit jedoch gering genug, oder anders gesagt - die charakterliche ausprägung stark genug, um keine verhaltensweisen u.ä. zu adaptieren, dann entwickelt sich der charakter wohl unabdingbar so, wie er nunmal wird. eben so, wie es bei dem bekannten von dian der fall war, der trotz drei nerviger geschwister noch nicht eingewiesen wurde.
p.s.: @arne
meiner älteren schwester habe ich den "geschwisterneid" in bezug auf die geteilte liebe der eltern nie angemerkt.
anders als du jedoch kann ich mir sehr gut vorstellen, allein zu leben. hauptgrund dafür wird wohl sein, dass ich es nicht allzu lange mit meiner schwester in z.b. einer wg aushalten würde.
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Ich habe einen 2 1/2 Jahre jüngeren Bruder und eine 17 Jahre jüngere Schwester.
Mit meinem Bruder habe ich, soweit ich mich zurück erinnern kann, immer ein sehr gutes Verhältnis gehabt. Als Kinder hatten wir, soweit ich das beurteilen kann, eine ungeheure Phantasie. Wir haben Tage damit zugebracht, mit vorhandenem Spielzeug eigene Geschichten zu entwickeln und das hat sich im Grunde auch nicht geändert, als wir älter wurden und uns von den Filmen beeinflussen ließen, die wir uns rein gezogen haben.
Natürlich ziehen wir uns auch heute noch massig Filme rein und da trifft es sich, dass wir fast überall den gleichen Geschmack haben. Wir stehen beide auf Horrorfilme, wobei er auch noch Action mag und ich auch auf Jugenddramen stehe. Und wir stehen beide glücklicherweise auf die gleiche Musik, wobei erwähnenswert ist, dass er, vor allem in seiner frühen Jugend, erst durch mich auf die meisten Bands gekommen ist. Wir hören beide gerne Punk, vor allem Die Ärzte, wobei er sich eher zu Green Day und ich mich eher zu Fahnenflucht hingezogen fühle. Inzwischen hört auch so Kram wie Peter Fox und ich so Kram wie Hans Söllner und zumindest musikalisch entwickelt er sich noch in andere Richtungen als ich, was ich enorm gut finde.
Der Hauptunterschied zwischen uns ist wohl, dass ich mich seit meiner Kindheit zu Büchern hingezogen fühle, während er lieber zwischenmenschlichen Kontakt pflegte und pflegt.
Meine Schwester ist mit ihrem halben Jahr natürlich noch nicht so scharf auf Horrorfilme und Punk, aber ich schocke schon ganz gerne unsere Moma, wenn ich ihr, meiner Schwester, von den Konzerten vorschwärme, auf die ich sie mitnehme, wenn sie 15 oder so ist. Auch wenn ich als 33-jähriger dann natürlich nicht mehr so heftig pogen kann wie heutzutage.
Von dem Geseiere, man will herausgefunden haben, was man nun auch statistisch belegen könne, halte ich nicht viel. Meiner Meinung nach wirkt sich das Umfeld und besonders die elterliche Beziehung viel mehr auf ein Kind aus als darauf, ob man nun 1-2 Geschwister hat.
(Wobei es mich natürlich interessiert, wie es ist, wenn man einen ganzen Haufen Geschwister hat. Ich habe da zufällig einen in meinem Jahrgang, den ich eventuell mal höflich fragen werde demnächst.)
Ich als großer Bruder fühle mich jedenfalls irgendwie auch immer in der Beschützer-Rolle. Mein Bruder kann sich immer auf mich verlassen und es ist mir wichtig, dass er das auch weiß. Natürlich versuche ich auch immer, ihn ein bisschen zu erziehen. Ich wünsche mir, dass er frei und kritisch denkt, sich nichts einreden lässt und auf keinen Fall auf die rechte Suppe reinfällt. Und zumindest was das angeht, freut es mich immer wieder zu sehen, dass meine "Arbeit" Früchte trägt und er auch von mir nicht alles unkritisch übernimmt, sondern sich durchaus selber Gedanken macht und sich eine eigene Meinung bildet.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Wieso erwartest Du nicht, dass sich mal jemand um Dich kümmert????
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Terraner
Krieg, Krieg bleibt immer Gleich.

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Ich weis es nicht, ich erwarte halt keine gegenleistung. Hat mich mein leben so gelehrt. Erwarte nicht das du hilfe bekommst, selbst wenn du ihnen hilfst.
Wenn Helden zur Gesellschaft werden, Ist die welt in Frieden vereint.
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Ich hab ne 2 Jahre jüngere Schwester. Früher haben wir immer zusammen gespielt, aber sie hat zu sehr an mir gehangen und das hat mich gestört und ich hab sie dementsprechend behandelt. Seit dem sind wir nich mehr so dicke, aber ich mag sie nach wie vor.
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Ok dann oute ich mich auch mal als Einzelkind allerdings bin ich nicht in einem wohlhabenden Elternhaus aufgewachsen was nicht heißt das ich von meinen Eltern keine liebe bekam eher im Gegenteil außerdem habe ich die Hauptschule besucht wo Einzelkinder eher eine Seltenheit darstellen war nicht leicht an einer schule zu bestehen wo bei jeder Kleinigkeit mit der gesamten Verwandtschaft gedroht wurde und dennoch habe ich daraus etwas positives ziehen können denn alleine zu bestehen hat mich im Endeffekt nur stärker und selbstständiger gemacht allerdings habe ich mir immer einen großen Bruder gewünscht und versucht diesen Bruder bei in guten freunden zu finden bisher ohne großen erfolg ich bin sozusagen immer noch auf der suche und es wundert mich selbst das ich noch nicht die Hoffnung verloren habe.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Interessant ist, was Freud über Kinder sagt, die ältere Geschwister haben.
Er meint, dass jüngere Geschwister schon kurz nach der Geburt des Geschwisterchens eine Abneigung gegen dieses entwickeln, weil ihnen klar wird, dass sie teilen müssen.
Eventuell können da Arne oder dian noch was zu sagen (mir fällt es recht schwer, das wiederzugeben), wenn ihr die Textstelle kennt. Ansonsten lese ich in den nächsten Tagen nochmal den Teil und versuche, das zu rekapitulieren.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Ich habe einen 3 1/2 Jahre jüngeren Bruder. Ich bin aber überzeugt dass meine Eltern einen wesentlich größeren Einfluß auf meine Entwicklung hatten als der Umstand, dass ich kein Einzelkind war, wobei ich mich mit meinem Bruder übrigens recht gut verstanden habe (auch wenn ich ihm in meiner Trotzphase das Leben schon mal schwer gemacht habe ^^).
Bis zum Ende der Schulzeit brauchte ich sehr viel Zeit für mich selbst, und mit Gleichaltrigen etwas zu unternehmen stellte oft einen faulen Kompromiss dar, da mir zwar ab und zu auch nach Gesellschaft war, ich aber niemanden mit genügend Interessensüberschneidungen kannte. Zum Glück hatte sich da meine geringe Kompromissbereitschaft gelohnt, denn nach der Schulzeit habe ich fast mehr Leute kennengelernt, mit denen ich was anfangen kann, als mir lieb ist ^^, und inzwischen habe ich auch gerne öfter Leute um mich rum.
Falls ich mal eine Familie gründen sollte, wären mir 2 oder 3 Kinder am liebsten.
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Ich bin auch ein Einzelkind, aber ich denke dass kaum die gängigen Klischees auf mich zutreffen, allein schon aus dem Grund dass ich nie sonderlich verwöhnt wurde, im Gegenteil, da das Kind aus einer Scheidungsehe bin und meinen Vater kaum kenne war es für meine Mutter nie sonderlich leicht finanziell gesehen mich mit zu versorgen da sie bis Dato eine Hausfrau war und erst nach der Scheidung einen Beruf ergriffen hat.
Somit konnte man mich kaum als verwöhnt bezeichnen, ich hatte nie mehr als andere.
Doch ich denke ich weiß trotzdem was Geschwisterliebe ist und es gibt immer Menschen denen ich wichtig bin und Menschen die mir wichtig sind. Und Menschen die ich praktisch als meine Geschwister ansehe.
"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
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hmm,mir sind solche Klischees (oder wie auch immer) bisher eher Unbekannt...
Ich bin jdfs Einzelkind und hätte glaube ich ganz gerne Geschwister,hat zum einen den Vorteil bei älteren man muss nicht alles alleine gegen die Eltern durchsetzten sondern hat einen eründeten,zum andern hat man immer jemanden immer wen zum spielen,sprich familienurlaub etc.,man muss natürlich viel abgeben,während man als Einzelkind ieles für sich beschließen kann...
Ich fände glaube ich 2 Kinder gut,mehr wären mir zu viel,eins fände ich auch nicht übel,das stell ich mir für Eltern eben leichter vor...
Bei mir habe ich das Gefühl das ich als einziges Einzelkind aus meiner Klasse,meinem sonstigen Umfeld eher die Erfahrung gezogen hab,das man wenn man Geschwister hat iel Selbstbewusster auftriit,da mann reibereien und so weiter schon im kindesalter gewöhnt ist,während man als Einzelkind mit 6/7 in der Schule ganz schön ins kalte Wasser geworfen wird...
Ich bin eher jemand der sich in der großen Gruppe eher zurückhält oder nur beobachtet,während meine Stärke dann in Einzelgesprächen liegt wo ich dann mit Offenheit und Ehrlichkeit nicht haushalte,deswegen bin ich in größeren Gruppen zwar immer beliebt und "erwünscht" aer meistens fühle ich mich dann selbst unwohl und ziehe mich zurück,es mag nur eine Theorie sein,aber aus meinen Erfahrungen als Einzelkind schließe ich das es zumindest bei mir Außwirkungen auf mein Selbstbewusstsein/selbstvertrauen hatte das ih ohne Geschwister "groß" geworden in "groß" werde...
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"Wenn ein Mensch in seiner Dachkammer ein Verlangen hegt, das stark genug ist, setzt er von seiner Dachkammer aus die Welt in Brand." Antoine de Saint-Exupéry
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Was mir dabei auffällt, und was ich gerne mal die Einzelkinder hier fragen würde, ist:
Viele sehnen sich ja auch wohl nach Geschwistern, aber kaum einer sagt, dass er es genossen hat, eben nicht in einem dauernden Konkurenzverhätnis gestanden hat, wen die Eltern jetzt mehr liebhaben oder mehr Zuwendung zeigen.
Fällt einem Einzelkind das gar nicht auf, dass es diese Vorteile hat? (Oder ist es evtl. wirklich so, wie Tentative sagt, dass man irgendwo da an Selbstbewusstsein erstmal einbüßt, weil die anderen da schon die Ellbogengesellschaft von zu Hause eher kennen?)
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Ich habe eine Schwester. Da ich 6 Jahre jünger bin hat sie mich damals dauernd herumkommandiert. Erst als ich älter wurde hat sich das gelegt. Es war keine schöne Zeit mit meiner Schwester aber ich liebe sie trotzdem und habe ihr schon längst vergeben. Heute ist das Verhältnis sogar noch besser.
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dian unregistriert
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@ Arne:
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Viele sehnen sich ja auch wohl nach Geschwistern, aber kaum einer sagt, dass er es genossen hat, eben nicht in einem dauernden Konkurenzverhätnis gestanden hat, wen die Eltern jetzt mehr liebhaben oder mehr Zuwendung zeigen.
Fällt einem Einzelkind das gar nicht auf, dass es diese Vorteile hat |
Nö... wie soll man das auch mitkriegen? Seinen Spielkameraden, die noch Geschwister haben, sieht man das ja auch nicht unbedingt an, dass die irgendwie in einem Konkurrenzverhältnis stehen würden oder so... das ist ja meist etwas, was auch nur innerhalb der jeweiligen Familie abläuft und nicht so nach außen getragen wird.
Ich denke, das merkt man wirklich erst, wenn man die Leute näher kennenlernt.
Also damals als Kind habe ich das echt so gesehen, dass die Vorteile, Geschwister zu haben, deutlich überwiegen. Allein schon, wenn mal irgendein Kumpel einen älteren Bruder hatte, und der dann an die ganzen CD's oder Spiele von dem rangekommen ist, die man sonst in unserem Alter vielleicht noch gar nicht so gekannt hätte... da dachte ich dann schon eher: "Wow, ich will auch nen älteren Bruder haben, von dem ich so viele coole Sachen lernen kann."
Jetzt im Nachhinein sehe ich zu viele familiäre Bindungen aber ohnehin eher als lästiges Hindernis an, und nicht als irgendwas, wovon ich profitieren könnte. Man kann sich ja jederzeit einen Bruder oder eine Schwester selbst suchen, wenn man das Bedürfnis nach einer engen Beziehung zu einem anderen Menschen hat. Das Problem ist nur auch, dass viele Menschen dies nicht tun, auch wenn sie sich tief in ihrem Inneren noch so sehr nach einem Bruder oder einer Schwester sehnen, auf die sie sich immer hundertprozentig verlassen können... Blutsverwandtschaft wird in unserer Gesellschaft immer noch stark überbewertet, weil sich viele Menschen irrationalerweise eher mit denjenigen verbunden fühlen, mit denen sie gemeinsame Vorfahren haben, als mit denen, mit denen sie die selben Träume und Interessen verbinden.
| Zitat: |
| Oder ist es evtl. wirklich so, wie Tentative sagt, dass man irgendwo da an Selbstbewusstsein erstmal einbüßt, weil die anderen da schon die Ellbogengesellschaft von zu Hause eher kennen? |
Ich denke, das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich war als Kind eigentlich eher streitlustig und war auch in der Lage, mich durchzusetzen, wenn es drauf ankam.
Was ich mir aber schon vorstellen kann, ist, dass man ein anderes Verhältnis zu Gleichaltrigen entwickelt, wenn man auch zu Hause ständig von jemandem umgeben ist, der ungefähr gleichalt oder ein paar wenige Jahre jünger bzw. älter ist. Man hat da schon gewisse Erfahrungen sammeln können, welche Verhaltensweise funktionieren und welche nicht funktionieren... während das Einzelkind diese Erfahrungen dann erst mit "Fremden" machen muss.
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Root unregistriert
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@Dian:
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Ich würde sagen, mein späteres starkes Bedürfnis nach echten Freunden, die für mich wie Brüder sind, ist durch diese Erfahrungen sicherlich begünstigt worden.
Manchmal ist es einfach besser, man ist gleich von Anfang an allein und weiß auch, dass man allein ist, als wenn man neben Menschen herleben muss, die zwar zur Familie gehören und den Eindruck von Verbundenheit erwecken, während man letzten Endes doch allein ist. |
- allzu wahr
- wahre freunde sind selten
- kommt aber auch ohne ihnen aus
- kann aber vieles lostreten
- ist meine meinung
Root
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Root am 29.08.2009 11:43.
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