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Wer wird zuerst abgefertigt?
10.06.2015 17:26 |
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Person A bittet Person B um einen Gefallen. Person B sagt zu. Unerwartet muss B noch etwas für die Familie erledigen, deshalb verzögert sich die Erledigung für A. A ist beleidigt, B sieht sich nicht im Unrecht, darum streiten sie.
Zu erwähnen ist, dass Person A die bei uns übliche Ansicht vertritt, dass die Zeit Vorrang hat. Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient, die Anderen müssen sich hinten anstellen. Person B ist in einem anderen Kulturkreis aufgewchaen, wo die persönliche Bedeutung der Personen Vorrang hat, seine Familie steht ihm näher, also müssen die anderen warten.
Ansicht A erscheint zunächst gerechter, weil alle unabhängig von ihrem Status gleich behandelt werden (was auch nicht ganz stimmt, schnelle spontane Leute haben einen Vorteil)
Ansicht B ist aus überlebenskämpferischer Sicht logischer. Man kümmert sich bevorzugt um Belange der eigenen Gruppe und als die Weltenlauf noch nicht so von der Uhr bestimmt wurde, war es auch sicher nicht so dramatisch. Das kann von machtgeilen Arschlöchern missbraucht werden, die sich für sehr wichtig halten und meinen immer Vorrang haben zu müssen.
Wie lösen wir nun den Streit zwischen Person A und B.
an kann natürlich gar keinem mehr einen Gefallen tun, dann sind alle beleidigt, das ist gerecht verteilt.
Wenn man nur einem Gefallen zur Zeit zusagt, um Konflikte zu vermeiden, hat B ein problem, wenn die Famile dazwischen kommt und die Absicht seiner Absage missversteht in ihrer üblichen Denkweise.
man kann natürlich versuchen, allen beizubringen, dass sie nicht so ungeduldig und egoistisch sein sollen, aber das entpricht wieder einer gut funktionierenden Ansicht A.
Irgendwie ist B imemr im nachteil, dabei will ich mich hier nicht positionieren.
Beide sollen zufrieden werden
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Also ich handhabe es einfach bei Zusagen so, das ich sage, das ich es versuche, zu einer bestimmten Zeit oder besser es in einem bestimmten Zeitraum zu schaffen.
Jeder der mich kennt weiß, das mir anderen Dinge bzw. Personen oder mein Hund wichtiger sind und wer sich danach nicht richten will, brauch mich auch nicht um einen Gefallen bitten, sondern kann sein persönlichen Kramm doch selber machen...
Klare Ansagen bringen auch klare Verhältnisse!
Das ist auch nicht unhöflich, es liegt ja in der Entscheidung der Person, dich um einen Gefallen zu bitten, trotz dem Wissen, das du es nicht machst, wenn dir was wichtigeres dazwischen kommt.
Das setzt aber die Zuverlässigkeit voraus, sofort bescheid zu sagen, wenn einem was dazwischen kommt, damit die andere Person noch die Chance hat darauf zu reagieren.
Bisher finde ich diese Methode sehr hilfreich und da ich lieber einen Zeitraum ausmache, also voraussetze, das die andere Person mehr Zeit einplant, habe ich selten das Problem, das ich etwas nicht schaffe, selbst wenn mir mal was dazwischen kommt.
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