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Mein Weg zu euch
13.05.2009 21:45 |
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Hallo ihr!
Es fing damit an:
Zuerst sah ich unter einem Musikvideo bei Youtube einen komment, der aussagte, alle Soldaten der welt sollten ihre waffen niederlegen und aufhören zu kämpfen. Darauf vollkommen erbost, schrieb ich dem benutzer wütend zurück, er solle gefälligst seine verdammte schnauze halten, wenn er nichteinmal weiß, was er da redet. dann schreib er mir eine nachricht zuzrück, danach ich ihm eine und schließlich tauschten wir E-mail adressen aus, da ich seine gedanken, welche die euren waren, extrem interressant fand.
Ich hatte schon oft über dieses und jenes nachgedacht, doch als ich von euren Ideen hörte, war ich erst gleichzeitig verdutzt und auch interessiert, da es eigentlich die waren, die menschen schon in jedem regierungssystem hatten,was es gab. Und keines war perfekt, im gegenteil alle hatten viele fehler, das eine diese, das andere jene, warum sollte dann unser system aufeinmal perfekt sein, oder zumindestens nahezu das beste, was es je gab??
So bekam ich zuerst einen link zu einem video geschickt, das ihr sicher alle kennt, dessen name war "Wurzeln alle Übelns".
Nun schickte die persohn mir weitere, sehr interessante videos und ich beschloss, meinen weg zu euch zu machen, denn hier sind leute, mit denen ich über sowas reden kann.
Ich bin absolut dafür, dass eure Idee durchgesetzt, zumindestens erstmal ans volk gebracht werden muss, dazu kann ich nur sagen: PROMOTION, PROMOTION, PROMOTION!!!
Ich meine wie kann es sein, dann ich nur durch zufall auf euch gestossen bin, bei so einer genialen sache, einer so neuen und doch so alten Idee ??
Ich habe die YouTube-videos, die von euch sind, schon an alle mögl. leute verschickt, sozusagen moderne mudpropaganda.
Also dann sehen wir uns im forum, ich hoffe auf viele sinnreiche dikussionen mit euch!^^
MfG Maveric
Ps: eine frage noch: Wo zum teufel ist die angekündigte membermap ???
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Maveric am 13.05.2009 21:54.
Milchglasfenster...
Nochmal für alle: Ich bin nicht der Maverick, der hier mal rumgespamt hat... !!!
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Hansi unregistriert
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Hi und herzlich willkommen hier. Witzigen Nick hast du
. Vor ner Weile gabs hier schonmal einen Maverick der irgendwann das Forum vollgespamt hat
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hm hoffe ich werde nicht mit ihm verwechselt
Danke
Milchglasfenster...
Nochmal für alle: Ich bin nicht der Maverick, der hier mal rumgespamt hat... !!!
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Hansi unregistriert
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Ich dachte als ich dich als neu angemeldeten User gesehen habe tatsächlich: Boah nein, bitte nicht! Aber dann hab ich deinen Beitrag hier gelesen und es war klar, dass das ein sehr großer Zufall ist.
Edit: Hier Unity-Teamspeak-Server gibts das letzte Überbleibsel der Spam-Attacke die @Dian zur Erinnerung aufgehoben hat, damit war das ganze Forum vollgekleistert von oben bis unten. Der andere Maverick änderte aber auch ständig seine Nicks und hat mehrere Accounts hier.
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dian unregistriert
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Willkommen Maveric!
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Ich bin absolut dafür, dass eure Idee durchgesetzt, zumindestens erstmal ans volk gebracht werden muss, dazu kann ich nur sagen: PROMOTION, PROMOTION, PROMOTION!!!
Ich meine wie kann es sein, dann ich nur durch zufall auf euch gestossen bin, bei so einer genialen sache, einer so neuen und doch so alten Idee ?? |
Neulich hat jemand in einem Spieleforum einen Link zu einem unserer Videos gepostet... und als Antwort kamen größtenteils schwachsinnige Kommentare a la "Verpisst euch. Wir wollen keine Propaganda hier!"
Ich finde das irgendwie sehr bezeichnend für die Mentalität der meisten Menschen.
Wenn jemand Alternativen aufzeigt und das bestehende System kritisiert, gilt es sofort als "Propaganda"... als etwas unsagbar Böses, das garantiert nur dazu da ist, um ahnungslose Leute zu ködern und zu verarschen.
Wenn aber Befürworter des heutigen Systems ihre Meinung äußern, kommt irgendwie keiner dieser Schlaumeier auf die Idee, dass das vielleicht auch nur miese Propaganda sein könnte...
Die Neujahrsansprache des Bundeskanzlers empfinden sie genauso wenig als Propaganda, wie etwa den Besuch eines Polizisten in einer Grundschulklasse oder das tägliche verlogene Geheuchel in den Medien im Bezug auf Amokläufe und Killerspiele.
Nein... Propaganda ist in den Augen vieler immer nur das, was vom Status Quo abweicht... aber nie das, was den Status Quo zu rechtfertigen versucht.
Logisch, dass es in einem solchen gesellschaftlichen Umfeld unsagbar mühsam ist, Aufklärungsarbeit zu leisten.
Das mit den Videos scheint eine gute Idee gewesen zu sein... immerhin kommen jetzt doch vereinzelt mal wieder ein paar neue Leute hier reingeschneit.
Trotzdem, wenn ich sehe, dass diese Videos gerade mal tausend oder zweitausend Views haben, während irgendwelche Schwachsinnsvideos, in denen ein halbnackter Teenager zu irgendeinem scheiß Lied herumhampelt, ein paar hunderttausend mal angeklickt wurden... dann frage ich mich schon auch,wie das eigentlich sein kann.
Geht es den Leuten wirklich noch so dermaßen gut, dass sie einfach nicht auf die Idee kommen, ihre Lebensumstände zu hinterfragen?
Oder geht es ihnen schon so schlecht, dass sie sich das gar nicht mehr getrauen?
| Zitat: |
| Ps: eine frage noch: Wo zum teufel ist die angekündigte membermap ??? |
Meinst du die Karte mit den Punkten, die die Wohnorte der User markieren? Ich konnte sie auf die Schnelle nicht finden. Aber wir hatten mal sowas.
Eventuell weiß quaid, wo das Ding abgeblieben ist.
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@Hansi oh, damit möchte ich echt nicht verwechselt werden... ^^
@Dian:
Ich finde, wir sollten trotzdem werbung machen, ich fände am besten durch videos, da das sich auch leute ansehen, da die meisten zu lesefaul sind, oder nicht am bildschirm lesen wollen, wie auch immer.
Aber Promotion solten wir trotzdem betreiben, auch wenn es dem "volk"
momentan (vllt. noch [> Wirtschaftskrise]) zu gut geht.
Also ich persönlich kann das natürlich und würde auch gerne die videos übers schülervz, wenn du kennst, verbreiten, denn junge menschen iteressiert das denkbar mehr, da sie 1. noch nicht so ins system eingegliedert und gefestigt sind und 2. noch "auf der suche" sind, also neugierig, wenn du versehst. Jedenfalls kann man junge menschen denkbar mehr für sowas begeistern oder von ihnen überhabt aufmersamkeit erlangen.
Doch bevor ich das so verbreite würde ich gerne noch deine meinung oder auch erlaubnis dafür einholen.
MfG
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Maveric am 14.05.2009 21:16.
Milchglasfenster...
Nochmal für alle: Ich bin nicht der Maverick, der hier mal rumgespamt hat... !!!
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hi maveric!
die map befindet sich hier:
http://www.theunity.de/unity/map.php
den direktlink habe ich allerdings bei den aktuellen styles (shadowness und assimilated) nicht eingebaut, weil die map nicht bei jedem zu funktionieren schien und auch nicht sonderlich beliebt war. im together-style ist glaube ich noch ein link ganz oben.
was die promotion angeht.. dass sehe ich genauso. allerdings bringt es wohl nicht soviel, sich in anderen foren anzumelden, dort mitzudiskutieren und seine meinung zu vertreten. dian hat das wohl eine weile gemacht und irgendwann aufgegeben, weil da irgendwie immer dasselbe zum ausdruck kam. also im prinzip das, was oben bereits gesagt wurde. vorverurteilungen wegen propaganda, etc.
der angesprochene thread ist übrigens hier. man kann im verlauf der diskussion sehr genau beobachten, wie "awrg" ruhig bleibt, sich nicht provozieren lässt und die wenigen, die wirklich bereit sind zum diskutieren, auf ein sachliches niveau zieht. aber es gibt tatsächlich viele, die da vorschnell urteilen und erstmal überzeugt werden müssen, dass es sich nicht um eine "persuadtron-maschinerie" handelt. und dann kam natürlich die frage á la "wie soll das funktionieren" - wo awrg auf dieses forum verwies. dass schien aber auch niemanden weiter zu interessieren dort, wie es scheint.
achja: welcome!
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dian unregistriert
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@quaid:
| Zitat: |
| und dann kam natürlich die frage á la "wie soll das funktionieren" - wo awrg auf dieses forum verwies. dass schien aber auch niemanden weiter zu interessieren dort, wie es scheint. |
Naja, andererseits... man weiß ja nie, für was es gut ist. Vielleicht findet doch irgendwann mal jemand den Link, schaut sich im Forum um, liest dann dort eine Weile still mit... wir werden es nicht erfahren. Aber es ist ja auch nicht auszuschließen.
Von daher könnte ich diese Form von Werbung durchaus weiterbetreiben... es ist nur einfach so verdammt frustrierend, sich von pickligen 16jährigen Gamern vorwerfen zu lassen, dass man keine Ahnung von der Welt hat, weil man ja nur ein pickliger 16jähriger Gamer ist.
Man muss da schon sehr masochistisch veranlagt sein, um sich länger mit diesem Pöbel abzugeben.
Das bringt mich dann auch gleich zum nächsten Punkt:
@ Maveric:
| Zitat: |
| Doch bevor ich das so verbreite würde ich gerne noch deine meinung oder auch erlaubnis dafür einholen. |
Hey, klar, tu dir keinen Zwang an.
Aber erwarte bloß nicht, dass es all zu viel bringen wird.
Viele Freunde machst du dir damit nicht, und die meisten werden das auch nur als Spinnerei bezeichnen.
Das Schlimme ist: Ich war früher in dem Alter auch nicht viel besser. Ich bin zwar nie mit der Masse mitgelaufen, sondern war mehr so der Außenseiter... aber wenn jemand mir einen Artikel oder ein Video gezeigt hätte, und mir gesagt hätte "Denk mal darüber nach"... dann weiß ich nicht, ob ich darüber wirklich intensiv nachgedacht hätte. Vielleicht hätte ich es mir angeschaut, und mich dann wieder auf meine Videospiele und das coole Fernsehprogramm gefreut.
Es genügt nicht, eine Message überzeugend rüberzubringen. Es muss auf der anderen Seite, beim Empfänger, auch die Bereitschaft da sein, sich überhaupt darauf einzulassen, sonst hat das alles wenig Sinn.
Eine kleines Beispiel aus meiner Vergangenheit:
In der siebten Klasse wäre ich beinahe ein Nazi geworden, weil uns die Religionslehrerin dermaßen mit Geschichten über die armen Juden und die bösen Nazis genervt hat, bis ich Nazis richtig cool fand.
Wären wir damals in ein KZ gefahren, hätte ich da garantiert dumme Witze gemacht... selbst, wenn sie mir Bilder von ermordeten Juden gezeigt hätten, um mich aufzuklären.
Die innere Bereitschaft war bei mir einfach nicht da... da konnten sie es didaktisch noch so geschickt vermitteln. Es hat nicht funktioniert, weil ich keine Relevanz für mein Leben sah.
Wozu soll ich mir über "Faschismus" Gedanken machen, wo ich doch eigentlich Rambo viel cooler finde?
Wieso in einem KZ traurig sein, wo doch bald Ferien sind und ich endlich keine Schule mehr habe?
Dass im Grunde alles, von Rambo, über ermordete Juden bis hin zur Schulpflicht etc., irgendwie miteinander verknüpft ist, habe ich damals nicht registriert. Ich musste erst meine eigene Einsamkeit erkennen, und mir eingestehen, dass ich im Grunde mit einem unterdrückten Juden, der sich nach Freiheit sehnt, wesentlich mehr gemeinsam habe als mit einem fiesen Aufseher.
Erst in dem Moment habe ich begriffen, was mir meine Religionslehrerin damals eintrichtern wollte.
Aber Schande über sie... sie hätte fast das Gegenteil bewirkt mit ihrer scheiß Referendarinnen-Gutmenschen-Pädagogik.
Ähm... sorry, ich wollte dich mit dieser kleinen Anekdote natürlich nicht entmutigen. Lass es krachen!
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Wollte nur mal über meine Rückkehr berichten
Bin wieder da!
Hatte in deutschland ziemlich viel in der letzten zeit zutun, jetzt bin ich erstmal weg von zuhause und wieder da
Milchglasfenster...
Nochmal für alle: Ich bin nicht der Maverick, der hier mal rumgespamt hat... !!!
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die usermap ist über die gewohnte url erreichbar. einzig der link dahin taucht nicht bei jedem style auf
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Hallo, möchte mich bei dieser Gelegenheit auch gleich vorstellen. Jemand hat in einem Kommentar eines Artikels zur "Killerspiel"-Diskussion das Video "Der Amoklauf und die Lügen" verlinkt. Das hat mich neugierig auf die anderen Videos von Dian gemacht. Diese haben mir so gut gefallen, dass ich mir inzwischen auch die komplette Unity-Philosophie durchgelesen habe. Dabei konnte ich vieles entdecken, worüber ich auch schon öfter nachgedacht und diskutiert hatte. Mir wurde praktisch in vielen Dingen aus der Seele gesprochen. Allerdings bin ich bisher immer zu dem Ergebnis gekommen, dass zwar heutzutage längst nicht alles optimal ist, aber dass man das System mangels besser funktionierender Alternativen hinnehmen muss und das beste draus machen sollte. Wirklich neu war mir, dass die Ursachen unserer Probleme in der Hierarchie unserer Gesellschaft liegen könnten, in diese Richtung hatte ich noch nie gedacht. Bisher hatte ich Anarchie auch immer mit Chaos, brennenden Autos und dem Gesetz des Stärkeren assoziiert, in der jeder das tut, was er will (inklusive straffreies morden und vergewaltigen). Sicherlich hat man die vielen an Häuserwände geschmierten "A"s gesehen, auch mal vermummte Leute mit Anarchie-Transparenten. Sowas berührt mich aber ebenso wenig wie markige Sprüche der Werbeindustrie. Ein Video mit kurzen prägnanten Aussagen und dazu passenden Bildern macht allerdings neugierig und aus dieser Neugier heraus kann man sich als vernünftig denkender Mensch der Argumentation der Unity-Philosophie nicht wirklich entziehen. Die Voraussetzung ist wohl eine grundsätzliche Offenheit gegenüber neuen Gedanken. Jedenfalls versuche ich offen zu sein, sogar den Zeugen Jehovas gegenüber war ich das, die mich allerdings auch nach stundenlangem auf-mich-einreden nicht überzeugen könnten. Die Argumention der Unity-Philosophie dagegen war mir auf Anhieb plausibel, obwohl ich den Glauben an das Gute im Menschen schon aufgegeben hatte in Anbetracht des allgegenwärtigen Egoismus und der Gleichgültigkeit auf der Welt. Insofern bin ich froh, diese neuen Denkanstöße bekommen zu haben.
Vielleicht kann ich auch ein paar Gedanken beitragen.
Zunächst mal zum Wirschatswachstum, was das System am Laufen hält: Ich denke, es muss nicht zwangsläufig zum Kollaps kommen. Es könnte auch gelingen, andere Planeten zu besiedeln, bevor alles zusammenbricht, dann könnte sich das System einfach unendlich ausbreiten und wie ein Heuschreckenschwarm alles konsumieren. Die Entfernungen im Weltall sind aber wohl zu gewaltig, als dass sowas in absehbarer Zeit realisiert werden könnte, also ist ein vorheriger Kollaps wohl doch wahrscheinlicher.
Da ich trotz einer gewissen philosophischen Ader durchaus pragmatisch denke, grüble ich jetzt vor allem über die Konsequenzen für mein eigenes Leben nach. Das Hauptproblem aus individueller Sicht ist wohl, wie man nach der Unity-Philosophie leben kann, ohne dass man selbst dafür bluten muss. Ich denke da an den ganzen Ärger mit Eltern, Lehrern, Mitschülern, Chefs, Staatsdienern. Jeder dieser Autoritätspersonen will was von einem und wenn man es nicht macht, kriegt man eins auf den Deckel. Wenn sinnvolle Arbeiten (Umwelt, Erziehung) nicht oder nicht ausreichend bezahlt werden und man sinnlose Arbeiten (Verwaltung, Werbung) nicht machen will und soziale Hilfen vom Staat aus Stolz nicht annimmt, hat man gar nichts mehr, um für seine Grundbedürfnisse zu sorgen. Essen, trinken und wohnen muss man schließlich auch als nichtmaterialistischer Mensch. Aus dieser Position des sozialen Abstiegs heraus auch noch jemanden überzeugen zu wollen, dem es wesentlich besser geht, ist wohl fast ein Ding der Unmöglichkeit. Die Eltern, die ihre Seele der Wirtschaft verschreiben und fleißig arbeiten, kaufen ihren Kindern mit 18 gleich ein Auto, die teuersten Markenklamotten, das neueste Handy und was sonst noch (eigentlich nicht) gebraucht wird. Das subjektive Gefühl bei denen wird sein, dass es ihnen supergut geht. Die Oberflächlichkeit wird wie ein Naturgesetz betrachtet und selbst auch angenommen. Um zu solchen Menschen überhaupt noch vordringen zu wollen, braucht man wohl sehr viel Frustresistenz. Erzählt mal Schafen, dass sie ohne Hirten besser dran wären, würden die wohl ähnlich blöd gucken.
Unity-Philosophie und das Leben da draußen zu vereinbaren, ist also wie ein Spagat. Genug Kohle scheffeln, so dass man selbst über die Runden kommt , und dabei anderen edle Werte vorleben - geht das?
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| Zitat: |
Original von hensc
Es könnte auch gelingen, andere Planeten zu besiedeln, bevor alles zusammenbricht, dann könnte sich das System einfach unendlich ausbreiten und wie ein Heuschreckenschwarm alles konsumieren. Die Entfernungen im Weltall sind aber wohl zu gewaltig, als dass sowas in absehbarer Zeit realisiert werden könnte, also ist ein vorheriger Kollaps wohl doch wahrscheinlicher. |
Gehen wir einfach mal von nur 3% Wachstum aus:
Dann brauchen wir alle 24 Jahre doppelt so viele Planeten.
Die ganzen Milchstrasse reicht damit für höchstens 1000 Jahre.
Sie hat aber einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren, also kann man physikalisch nicht schneller als in 100.000 Jahren von einer Seite zur anderen. Praktisch braucht man noch länger ...
Abgesehen davon wird es für die Erde bis in alle Ewigkeit völlig egal sein, was die Menschheit ausserhalb des Sonnensystems macht, weil es keine Möglichkeit gibt rentabel wirtschaftliche Beziehungen über solche Entfernungen aufzubauen.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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hallo hensc
in etwa so wie dir erging es mir damals ebenfalls. wenn du an einer kombination aus unterhaltungswert, vermittelten idealen und realitätsnahen erzählungen interessiert bist, kann ich dir "gegenwelt" empfehlen.
wenn dir das online lesen nicht liegt und du die ganzen seiten nicht ausdrucken möchtest, kannst du auch das entsprechende buch ordern. die story packt einen regelrecht, daher meine empfehlung.
ansonst hoffe ich auf interessante diskussionen!
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dian unregistriert
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@hensc
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| Das Hauptproblem aus individueller Sicht ist wohl, wie man nach der Unity-Philosophie leben kann, ohne dass man selbst dafür bluten muss. Ich denke da an den ganzen Ärger mit Eltern, Lehrern, Mitschülern, Chefs, Staatsdienern. Jeder dieser Autoritätspersonen will was von einem und wenn man es nicht macht, kriegt man eins auf den Deckel. |
Der wichtigste Bestandteil der Unity-Philosophie ist in meinen Augen das eigenständige Denken... und das kann nun wirklich jeder bedenkenlos leben, ohne dass es ihm irgendjemand verbieten könnte.
Es geht um den nötigen Abstand zu sich selbst und zur Gesellschaft, um die darin herrschenden Dynamiken besser erkennen zu können. Es geht um Abstand zur eigenen Prägung... Abstand zu falschen Freunden und sonstigen Menschen, die einem nichts gutes wollen...
Ich denke nicht, dass man dafür zwangsläufig bluten muss. Sicher entstehen Konflikte, weil man sich von gewissen Dingen distanziert, die die anderen bedenkenlos mitmachen... aber daran gewöhnt man sich, und diese Konflikte werden auch immer unbedeutender für einen selbst, je weiter man sich geistig und emotional von seinen Mitmenschen entfremdet.
Ganz ehrlich, es kann einen ziemlich einsam machen, alles zu hinterfragen. Es kann einen in den Wahnsinn treiben, oder in den Suizid.
Aber es kann einem auch das geile Gefühl geben, wahrhaft frei zu sein.
Das ist also, wenn man ehrlich ist, eine durchaus zwiespältige Angelegenheit. Deshalb liegt es mir auch fern, ein weiterer dieser Gurus zu sein, die den Menschen das Paradies auf Erden versprechen.
Ich verspreche niemandem etwas. Ich habe in der Unity-Philosophie nur versucht, meine Gedanken und meine Weltanschauung zu erläutern... in der Hoffnung, dass sich der eine oder andere darin wiederfindet.
Ich bin überzeugt davon, dass es funktionieren würde, wenn alle Menschen nach diesen Werten und Idealen leben würden. Aber ich weiß auch, dass man das mit keinen noch so guten Argumenten erzwingen kann.
Letztlich muss jeder so leben, wie es seinem inneren Wesen entspricht.
Ich bin auch nicht eines Morgens aufgestanden und habe mir gedacht: "Ach, ich muss jetzt mal anfangen, alles zu hinterfragen" oder "Von heute an werde ich Anarchist und halte mich von autoritären Strukturen fern, so gut es eben geht"
Das ist vielmehr schon immer in mir drin, und ich kann gar nicht anders, als so zu leben.
Also ist die Frage nach den möglichen Konsequenzen für mich auch eher eine hypothetische Frage... weil ich einfach nie eine wirkliche Wahl hatte. Ich kann mein wahres Ich nicht dauerhaft verleugnen.
Andere können es anscheinend. Oder ihr wahres Ich ist einfach komplett anders als meins... keine Ahnung...
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Original von hensc
Das Hauptproblem aus individueller Sicht ist wohl, wie man nach der Unity-Philosophie leben kann, ohne dass man selbst dafür bluten muss. Ich denke da an den ganzen Ärger mit Eltern, Lehrern, Mitschülern, Chefs, Staatsdienern. Jeder dieser Autoritätspersonen will was von einem und wenn man es nicht macht, kriegt man eins auf den Deckel. Wenn sinnvolle Arbeiten (Umwelt, Erziehung) nicht oder nicht ausreichend bezahlt werden und man sinnlose Arbeiten (Verwaltung, Werbung) nicht machen will und soziale Hilfen vom Staat aus Stolz nicht annimmt, hat man gar nichts mehr, um für seine Grundbedürfnisse zu sorgen. Essen, trinken und wohnen muss man schließlich auch als nichtmaterialistischer Mensch. Aus dieser Position des sozialen Abstiegs heraus auch noch jemanden überzeugen zu wollen, dem es wesentlich besser geht, ist wohl fast ein Ding der Unmöglichkeit. |
Hallo, hensc,
Evtl. habe ich immer was falsch verstanden an der Philosophie, aber das man für Selbstverwirlichung (so nenne ich das mal), nicht auch irgendwie bluten müsste, habe ich nie so verstanden. Das Leben ist nun mal ein Prozeß, in dem es dauernd mal auf und ab geht. Insofern kann niemand ein Leben erwarten, in dem man dauernd einen Anspruch auf 6000 brutto und einen Dienstwagen der S-Klasse mit Chauffeur, dauergeilem Sex und dabei noch die vollkommene Selbstverwirklichung erwarten könnte.
Dass man für das Ziel der Zufriedenheit mit sich selbst auch irgendein Opfer irgendeiner Natur bringen muss, ist eigentlich nun nicht so ungewöhnlich und so, wie ich es in meinem Leben erlebt habe boslang, auch erträglich.
Und nur mal so am Rande. Erziehung mag zwar eine Arbeit sein, mit der man nicht überall toll angeshen wird, aber es gibt ja nicht nur Lehrer als Erzieher, und man kann durchaus mit 2500 netto sehr zufriedenstellend leben, wenn man eben nicht den S-Klasse-Mercedes mit Chauffeur als unabdingbar für sein Glück ansieht. Dass Arbeitsstellen in der Erziehung so miserabel bezahlt würden, ist Quark. Ich denke mir sogar noch, dass ich hier zu den ganz ausreichend Verdienenenden gehöre, dafür ich ich eigentlich nix machen muss als mit jemanden zusammenzuleben.
Es gibt viele selbstverwaltete Projekte schon, in denen man eine Menge von dem ausleben kann, was Selbstverwirklichung bedeutet ohne Chefs und dem üblichen Arbeits- und Leistungsdruck, den ansonsten in den üblichen Bereichen unsere Gesellschaft erwartet.
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Vermutlich ist es als Künstler, Autor, Freischaffender wesentlich einfacher, sich von Abhängigkeiten zu befreien und autoritären Strukturen weitgehend fernzubleiben. Der größeren Masse der Menschen scheint aber wohl nichts anderes übrigzubleiben als sich freiwillig in Abhängigkeitsverhältnisse mit Arbeits- und Leistungsdruck zu begeben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Man kann dabei durchaus eigenständig denken und alles kritisch hinterfragen. Wenn man dabei zu dem Ergebnis kommt, sinnlosen Mist zu arbeiten, weil man dummerweise nichts sinnvolleres gelernt hat, ist das nicht sonderlich förderlich für die eigene Motivation und Leistungsbereitschaft und man hat es ohnehin schon schwerer als Leute, die echte Begeisterung für ihren Beruf aufbringen. Es dürfte auch zu innerer Unzufriedenheit führen, wenn man entgegen seinen Überzeugungen handelt, weil man keine echte Alternative sieht, wie man unabhängig und frei leben kann. Der Verzicht auf puren Luxus wie S-Klasse mit Chauffeur ist dabei gar nicht das Thema. Es geht erstmal nur um lebensnotwendige Dinge, dazu dürften 2500 netto auch mehr als ausreichend sein. Eine Selbstverwirklichung kann man vielleicht in seiner Freizeit erreichen, die einem noch bleibt, vielleicht mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Ansonsten hilft einem eine gelassene Sichtweise gegenüber den hektischen, verrückten Vorgängen da draußen vermutlich schon weiter, um sich nicht komplett davon anstecken zu lassen. Ganz entziehen kann man sich dem aber nicht wirklich, jedenfalls nicht ohne dass die Opfer, die man dafür bringen müsste, zu groß werden.
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dian unregistriert
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Ich denke, irgendwelche Kompromisse muss man in einer so komplexen Gesellschaft wie der unseren immer eingehen.
Aber Ideale sind ja auch gar nicht unbedingt dazu da, dass man sie zu hundertprozent verwirklicht... es ist eher etwas, was man anstrebt, auch wenn man es vielleicht nie ganz erreichen kann.
Beim Thema Arbeitsplatz ist es dann eben so, dass es Jobs gibt, die diesem Ideal näher kommen, und andere Jobs, die dem Ideal regelrecht zuwiderlaufen.
Wenn du beispielsweise in einem kleinen Familienbetrieb arbeitest, wo man sich gegenseitig unterstützt und alle aufrichtig zueinander sind, wirst du dir eher treu bleiben können, als wenn du bei der Polizei oder bei einem Amt deine Brötchen verdienen musst.
Als Putzfrau wirst du dir eher treubleiben können, als wenn du bei einer großen Bank Karriere machen willst.
Generell kann man wohl sagen, je höher du in der gesellschaftlichen Rangordnung aufsteigst, desto mehr stehst du auch unter Beobachtung, und desto schwieriger wird es, "anders" zu sein... weshalb sich unsereins ja üblicherweise auch eher am Rand der Gesellschaft eine Existenz aufbaut... im künstlerischen, sozialen oder asozialen Bereich.
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