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Bombenterror?
03.11.2010 19:55 |
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Wer hat Angst vorm bösen griechischen Linksterroristen?
Was ist eure Meinung zur aktuellen "Terrorgefahr"?
Müssen sich die Politiker letztendlich dazu entscheiden, zum Wohle des Volkes den Überwachungsstaat wieder einzuführen?
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Ich denke auch, dass es sich hier um die auch früher mal in der BRD aktiven "Feierabend-Terroristen" handelt, die sich in den 70ern/80ern im Gegensatz zu ihren in Vollzit tä#tigen Kollegen der RAF bei den RZ gesammelt haben. Das war ein schöner Zeitvertreib hier und da mal einen Sprengsatz an einem Gebäude anzubringen, dass dann eben stark beschädigt wurde ohne dass Menschen zu Schaden kamen.
Verrückt würde ich die deshalb noch nicht nennen, eher besonnen, wenn sie die Bomben so basteln, dass kein Mensch nun wirklich groß zu Schaden kommen kann.
Ich halte sowas durchaus manchmal für legitim, wenn man dadurch auf irgendwelche Missstände hinweisen kann.
Bedenklich allerdings ist es, dass diese auch mal in der guten alten BRD in den Grenzen von 1989 noch vorhandene Widerstandsform mittlerweile durch Migranten bzw. auch noch durch noch nicht mal eingewanderte Migranten, sondern durch Menschen, die noch in ihrem Heimatland Griechenland wohnen, nämlich Greichenland, hier erst wieder Verbreitung findet.
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dian unregistriert
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@ Arne:
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| Verrückt würde ich die deshalb noch nicht nennen, eher besonnen, wenn sie die Bomben so basteln, dass kein Mensch nun wirklich groß zu Schaden kommen kann. |
Ich glaube, die können einfach keine besseren Bomben basteln, sonst hätten sie es garantiert getan.
Ich finde das jedenfalls albern, diesen Pseudoterrorismus.
Was haben die gedacht? Dass Merkel und Berlusconi ihre Post persönlich öffnen?
Dass ihnen die Öffentlichkeit eine solche Aktion weniger übel nimmt, wenn niemand dabei zu schaden kommt?
Es macht doch in der öffentlichen Meinung keinen Unterschied mehr, ob da nun eine Bombenattrappe, ein bisschen Schwarzpulver oder eine Wagenladung TNT hochgeht.
Vielleicht war das vor ein paar Jahrzehnten ja noch anders, dass die Medien und die Öffentlichkeit da noch unterschieden haben zwischen "guten" und "bösen" Terroristen.
Heute gilt Bombenattrappe = tödliche Bombenbedrohung.
Du musst so oder so einige Jahre in den Knast, wenn sie dich erwischen. Kein einziger Journalist, kein einziger Kommentator und erst recht kein einziger Politiker (auch nicht von der Opposition), wird dich jemals dafür loben, dass die Bombe nicht tödlich war.
Also wozu dann überhaupt solche harmlosen Spielzeugbomben versenden?
Um das eigene Ego aufzuwerten?
Will man den Druck Europas auf Griechenland erhöhen, damit die aus der EU geschmissen werden?
Oder, ist es, damit die Bürger demnächst bei der Paketaufgabe doppelt so hohe Versandkosten zahlen müssen, wegen den ganzen zusätzlichen Kontrollen?
Was sollen solche Aktionen sonst noch bewirken, wenn sie ohne vernünftige, von jedermann abrufbare Begründungen/Bekennerschreiben stattfinden?
Destabilisierung des Systems?
Das ist ja wohl ein Witz, zu glauben, dass man ein System durch sowas destabilisieren könnte... Bin Laden hat ja auch die USA nicht wirklich destabilisieren können (ok, vielleicht für ein paar wenige Stunden...), langfristig hat der 11.September das genaue Gegenteil bewirkt und die Menschen auf der ganzen Welt sogar Mitleid haben lassen mit den armen Amis...
Also mir erscheint die ganze Paketaktion jedenfalls völlig sinnlos, was dann schon die Vermutung nahelegt, dass die Täter entweder wirklich ein bisschen übergeschnappt/größenwahnsinnig waren, oder dass die Pakete in Wirklichkeit von einer ganz anderen Seite kamen, und man die griechischen Linksradikalen nur als willkommenen Sündenbock benutzt hat.
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Naja, in "gute" und "böse" Terroristen hat man das früher auch nicht eingeteilt. Es war ja auch vielmehr so, dass auch die RAF mit harmlosen Bombenanschlägen anfing und erst aufgrund der Repressionen des Staates dann auch menschliche Opfer suchten.
Es gab nur einfach eine bestimmte gesellschaftliche Richtung damals, die nicht die Mehrheit war, aber eben so dachte, dass die Gewalt gegen Menschen abzulehnen ist, dies aber nicht für Gewalt gegen Sachen gilt.
Die RZ haben damals so gearbeitet lt. Wiki:
| Zitat: |
Die ersten Anschläge verübten die RZ im November 1973 in Berlin und Nürnberg gegen den Konzern ITT. Im Jahr 1975 führte eine Frauengruppe der RZ einen Bombenanschlag auf das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe durch. Die Rote Zora, wie sich die nur aus weiblichen Mitgliedern bestehende Gruppe kurz danach nannte, trat in der Folge als eigenständige Organisation auf. Bis in die 1980er Jahre gab es gemeinsame Anschläge beider Gruppen.
Zudem existierte eine internationale Zelle der RZ, deren Mitglieder an verschiedenen internationalen Anschlägen beteiligt waren: So beispielsweise Hans-Joachim Klein, neben Gabriele Kröcher-Tiedemann (Bewegung 2. Juni) an dem Überfall auf die OPEC-Konferenz 1975 unter Carlos und an der Entführung einer Air-France-Maschine von Tel Aviv nach Entebbe im Jahr 1976. An beiden Operationen nahmen Mitglieder der palästinensischen Gruppe Waddi Hadad, einem Ableger der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) teil.
Bei der Erstürmung des Flughafengebäudes von Entebbe, in dem sich die Entführer und die Geiseln aufhielten, starben zwei Gründer der RZ, Wilfried Böse und seine Freundin Brigitte Kuhlmann. Dies führte zu heftigen Auseinandersetzungen innerhalb der RZ um die zukünftige Orientierung der Gruppierung; Anschläge im Ausland wurden danach nicht mehr durchgeführt. Johannes Weinrich, der von Böse zu seinem Nachfolger ernannt wurde und militantere Anschläge favorisierte schloss sich im Zuge der Auseinandersetzungen Carlos an.
Spätere Jahre
Obwohl die RZ die gezielte Tötung von Menschen nach eigenen Aussagen ablehnten, führten sie mehrere sogenannte „Knieschuss“-Attentate durch. Ziel dieser Anschläge war es angeblich, das Opfer schwer zu verletzen und für längere Zeit arbeitsunfähig zu machen. Der Tod des hessischen Wirtschaftsministers Heinz-Herbert Karry 1981 soll auf solch eine Aktion zurückgehen. Allerdings sind die genaueren Umstände nie geklärt worden. Am 20. September 1983 wurde auf das Rechenzentrum der MAN in Ginsheim-Gustavsburg ein Sprengstoffanschlag verübt. Der Sachschaden betrug dabei mehrere Millionen DM. Dem Leiter der Berliner Ausländerbehörde Harald Hollenberg wurde 1986 und ein Jahr später dem Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht, Günter Korbmacher in die Beine geschossen. Am 15. Januar 1991 scheiterte ein Sprengstoffanschlag auf die Berliner Siegessäule.
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Diese späten "Knieschussaktionen" fand ich auch noch teilweise zu rechtfertigen, sowas sollte man aber nur machen, wenn jemand wirklich mit Waffen umgehen kann. Dass mit Karry da im Text halte ich allerdings für ausgemachten Unsinn, damit hatten die RZ nix am Hut, wahrscheinlich nicht mal die RAF. Da deutet wirklich vieles auf eigene Aktionen von eher staatstragenden Organsisationen hin.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arne Reload am 05.11.2010 05:47.
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