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Zum Ende der Seite springen Wahlboykott?  
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Bakunins Bart




19.02.2009 01:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hab gehört die POP is nur die Kommerz-Variante der APPD.... aber egal;-)

Nunja, ich denke man muss auf jeden Fall aktiv sein- allerdings sehe ich meine wesentlichen Ziele in keiner Partei wirklich verwirklicht- also muss ich außerparlamentarisch aktiv sein.

Nochmal: Keine Partei wird den Menschen mehr Entscheidungsgewalt geben, keine Partei wird Kapitalismus oder Staat abschaffen.

Was soll ich dann mit meinen Haupt-Zielen wählen?

Der Staat allein hat im Kapitalismus ein Hauptziel: Stärkung des National-Staates (dies lässt sich durch Strammung im inneren sowie auch Expansion nach außen erreichen).
Die NPD setzt dieses Ziel konsequent um- alle anderen versteckter.

Ob Kriegseinsätze oder "nur" Wirtschaftsexpansion- nach außen machen sich die hübschen Staaten ganz schön bemerkbar.
Ob Versammlungsgesetz oder 129a: Nach innen sieht es auch nicht viel besser aus.

Die doch so "sozialen" und "ökologischen" Parteien sagen dann eben sie sind "machtlos" in diesem oder jenem Fall, die Konkurrenz im Ausland zwinge sie dazu- und das schafft wiederum Rassismus.

Also: Wen soll ich da bitte wählen? Ok, die ein oder andere mildert eins, zwei Symptome- aber welche Partei geht shcon an die Ursachen?

Am Rot-rot Bündnis in Berlin sieht man wie konsequent Ziele verfolgt werden- ach, entschuldigung- sie "können ja nicht anders".

Aber ich kann anders.

Gruß,Boykott- BB-

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quaid

their law


23.02.2009 12:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

mal ne frage an die leser:

wer glaubt daran, dass allen vorhaben von parteien, die zu sehr vom "standard" abweichen, dasselbe schicksal ereilen könnte wie jenes der npd, als beispiel? (verbotsdrohungen etc)
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dian
unregistriert
23.02.2009 13:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke, dass das in der Tat sehr schnell passieren kann.
So lange die Parteien so klein sind, dass sie niemals ernsthaft an die Regierung gelangen können, braucht man sie natürlich nicht zu verbieten... man will ja, dass alles schön demokratisch und rechtsstaatlich wirkt.
Aber bei Parteien, die etwas größer sind, kann schnell jede Abweichung von der "demokratisch akzeptierten Norm", egal ob Richtung links oder Richtung rechts, zu einem Verbot führen.
Ich persönlich glaube ja, wenn sich die NPD nicht aus unfähigen Volltrotteln zusammensetzen würde, die sich ständig selbstzerfleischen, sondern wenn die fähige, charismatische Führer und damit echte Chancen hätten, mal auf 10 oder gar 15 Prozent bei einer Bundestagswahl zu kommen, dann wären die schon längst verboten! (Und dann würde ein Verbotsverfahren auch garantiert nicht an ein paar "zufällig" in die Partei eingeschleusten V-Leuten scheitern.)
Selbiges gilt wohl auch für Parteien, die sich klar für anarchistische oder kommunistische Ziele einsetzen. Auch denen kann man schnell einen Strick daraus drehen, dass sie das Grundgesetz und die demokratische Ordnung abschaffen wollen... auch wenn sie sie ja eigentlich nur abschaffen wollen, indem sie sie durch eine bessere Weltordnung ersetzen. Aber meines Wissens steht nirgendwo im Grundgesetz, dass die Verfassung abgeschafft werden darf, sobald man eine bessere oder menschlichere gefunden hat...

Bei gemäßigteren Parteien, wie etwa der Linken, versucht man es hingegen statt durch ein Verbot erstmal nur durch Rufmord... was ja bisher auch ganz prima funktioniert.
Man macht den Bürgern Angst, nach dem Motto: "Wenn ihr die wählt, dann verliert ihr euren Arbeitsplatz und Deutschland wird international isoliert!"
Interessant wäre in diesem Zusammenhang wirklich mal, was passieren würde, wenn die bereits erwähnte "Piratenpartei" plötzlich ernsthaft eine Chance hätte, an der nächsten Regierung beteiligt zu sein...
Ich könnte mir gut vorstellen, dass da dann von Seiten der Medien auch ordentlich gehetzt werden würde, und dass man ganz tief im Schmutz wühlen würde, um über die Politiker dieser Partei irgendetwas Negatives ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.
Das System Politik-Medien-Industrie greift mittlerweile schon so gut ineinander, dass jemand, der sich entweder mit den Medien oder der Industrie nicht verträgt, so gut wie keine Chance hat, jemals von einer Mehrheit der Bevölkerung gewählt zu werden.
Echte Demokratie sieht jedenfalls anders aus.

Arne Reload



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24.02.2009 05:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Nee, in Deutschland macht man das so, dass man einfach korrumpiert.

So hat das bei den Grünen wunderbar geklappt und so läuft es auch gerade bei der PDS.

Hier wird nix verboten, wenn etwas mächtig wird, es wird assimiliert.
Bei den Grünen lief das so ab, dass die Massenmedien den reaktionären Grünen wir Fischer, Schily etc. in den Arsch krochen und alle Menschen mit guten Vorstellungen wie z.B. Jutta van Ditfurth einfach als unmöglich in der Öffentlichkeit darstellten. Das geht manchmal schon über Sprache (wenn man z.B. für die linken Grünen den Begriff "Fundamentalismus" verwendet, der eigentlich eher auf dem Gebiet des Islams negativ vorbelastet ist).
Heute weiß von Euch keiner mehr, wer Jutta Ditfurth war und man denkt, die gemäßigt rechten Kräften in den Grünen wie Trittin usw. wären wirklich die Linken dort.

Und ähnlich wird das gerade bei der PDS gemacht. Sarah Wagenknecht war clever genug, frühzeitig ins Europaparlament auszuwandern, wo sie niemanden gefährlich werden kann, also muss man die nicht fertig machen.
Die KPF spielt dafür kaum noch eine Rolle und die assimilierten Kräfte wie Gysi und Lafontaine haben das Sagen.

Und das ist bisher bei jeder Partei so gewesen, da wird es keine Ausnahmen geben, wenn wirklich mal eine neue Partei eine Chance hat.

"Sie werden assimiliert werden. Widerstand ist zwecklos. Ihr Eigenschaften werden den unsrigen hinzugefügt."
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Bakunins Bart




04.05.2009 02:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Soll nun dieses Jahr übrigens ne Deutschland-weite Wahlboykott-Kampagne geben. Man schickt also an Städte mit Organisationsgruppen seinen Wahlzettel, ein Rote-Hilfe Anwalt oder so beglaubigt das ganze und es muss dann in den Statistiken als Boykott-Stimme aufgeführt werden.

Könnte schon ein Zeichen sein, wenn genug Stimmen gesammelt werden.

Da man nicht jeden reaktionären Nicht-Wähler da mit drinnen haben will, gibt es eine kleine Erklärung der Boykott-Kampagne warum eine Veränderung wie wir sie wollen nicht über den Parlamentarismus laufen kann.

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Arne Reload



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04.05.2009 22:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, zuerst einmal werden die jenigen angeschrieben, die man schon als Wahlhelfer kennt.

Ich habe auch schon einen Brief erhalten, weil ich schon Wahlvorstand war und auch schon bei einem sog. mobilen Wahlvorstand mitgearbeitet habe, also in einem Alten- und Pflegeheim. Das erfordert schon etwas mehr Ausbildung (gibt auch Zulagen für diese Wahlhelfer. Und auch in diesen Alten- und Pfegeheimen wird nix manipuliert, da muss ich alle enttäuschen, die das bislang glaubten. Das läuft da nicht anders ab, als wie bei den meisten Wählern auch. Die Omas und Opas, die gerade noch einen Stift, zum Ankreuzen halten können, sagen, wen sie wählen wollen und das wählen die auch. Man braucht in Deutschland eben nur einen knapp über der Imbezilität liegenden IQ, um wählen zu gehen, wie wir ja aus vielen Wahlentscheidungen wissen.).

Fehlen Leute, werden zuerst mal die angeschrieben, darüber bin ich auch reingekommen, die von Wahlen etwas haben, nämlich die Parteien, die sollen dann Wahlhelfer benennen. Und da ist es egal, ob die NPD oder die APPD wen vorschlägt, wenn der nicht eindeutig wegen Wahlfälschung vorbestraft ist, darf der das machen. Das ist dem Wahlamt schnuppe, das will nur seine Leute zusammenbekommen.

Wenn die auch nicht genug vorschlagen, dann werden einfach die Staatsbediensteten verpflichtet. Zuerst mal die aus der Kommune, wo das Wahlamt liegt, dann evtl. auch Landesbeamte wie Lehrer oder ggf. Polizeibeamte. Die bekommen dafür meisten Freistunden und je nachdem, was man als Tätigeit hat, sind da einige sowieso interessiert dran, lieber eine ruhige Kugel mal 10 h an einem Sonntag zu schieben als 10h als städtischer Müllwerker oder Polizeibeamter bei 'ner Demo zu sein.
(Und wenn wirklich mal der Fall auftritt, dass irgendwer, der nicht Staatsbediensteter ist, mal einen Brief bekommt zur Verpflichtung als Wahlhelfer, dann kann man das einfach auch so ablehnen, indem man sagt, man kennt z.B. einen Lehrer oder irgendeinen anderen Beamten, der nicht verpflichtet wurde. Dann ist die Sache auch erledigt.)

Ansonsten würde ich auch nicht auf den Bogen rumrotzen. Bringt nicht soviel. Amüsanter bei Auszählungen sind so interresante Kombinationen bei der Bundestagswahl, wo es ja Erst- und Zweitstimme gibt, wie z.B. Kandidat von der FDP und als Partei dann die Linkspartei, oder die Kombination CDU und APPD könnte ich mir nett vorstellen (die hatte ich auch noch nicht). Zumindest diejenigen, die die Zettel auszählen müssen, machen sich dann Gedanken, ob manche Leute die Wahl so ganz ernst genommen haben. (Überall kleine A s in die Kreise mahlen, hatte ich mal, das sah auch chic aus.)

Ich wähle btw überhaupt keine Parteien, sondern Personen, so sieht das auch das Wahlgesetz vor. Und da werde ich wohl bei den Europawahlen Die Linke wählen, weil ich da einen von persönlich kenne, der da auf den vorderen Listenplätzen steht. Wenn man mal was durchsetzen will, dann geht das noch immer am besten über pesönliche Kontakte.

Deshalb würde ich auch viel eher als einen Wahlboykott das Gegenteil empfehlen. Wir suchen uns EINE Partei aus und werden da alle aktive Mitglieder und nutzen die Unity hier als unser informelles Netzwerk, entsprechende Anträge durchzuhauen. Wenn jeder eine Hausmacht in seinem Kreisveerband aufbaut, dann kann man schon auf Landes- und Bundesebene manches erreichen.

User, die diesen Beitrag interessant fanden, interessierten sich auch für "Sabine Leutheusser-Schnarrenberger" und "Abgelaufenes Dörrobst".
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wave
unregistriert
04.05.2009 08:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Bei einem Wahlboykott wird rein rechnerisch die ansonsten stärkste Partei begünstigt, also die CDU.

Im übrigen möchte ich mich nicht weiter darüber auslassen, was ich von Schulstreik, Wahlboykott etc halte. Soviel nur dazu: Ihr bedroht jemanden mit Schmerzen, mit einer Waffe, die nicht wehtut.
Bringt lieber die Müllmänner dazu, dass sie mal wieder streiken, ist viel effektiver.

derSkeptiker



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04.05.2009 12:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Es wurde ja schon mehrfach gesagt und auch ich werde wohl insofern "boykottieren" als dass ich zwar die Kabine betreten werde, dort aber meiner künstlerischen Unkreativität auf dem Gebiet der Malerei freien Lauf lasse. Vielleicht noch der eine oder andere Spuckfleck, dem Wahlhelfer seine "gute Tat" ein wenig zu vermiesen (der muss natürlich von ganz tief unten kommen) und dann, hübsch artig lächelnd, das Zettelchen rinn inne Urne... wohlerzogen auf Wiedersehen sagen und fertig...

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
E-Mail an derSkeptiker senden
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Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


04.05.2009 13:07 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von derSkeptiker
Es wurde ja schon mehrfach gesagt und auch ich werde wohl insofern "boykottieren" als dass ich zwar die Kabine betreten werde, dort aber meiner künstlerischen Unkreativität auf dem Gebiet der Malerei freien Lauf lasse. Vielleicht noch der eine oder andere Spuckfleck, dem Wahlhelfer seine "gute Tat" ein wenig zu vermiesen (der muss natürlich von ganz tief unten kommen) und dann, hübsch artig lächelnd, das Zettelchen rinn inne Urne... wohlerzogen auf Wiedersehen sagen und fertig...


Wie idiotisch.

Du solltest dich vielleicht erstmal informieren, wieso Leute Wahlhelfer sind, bevor du sie anspuckst:
"Wahlhelfer werden durch das Wahlamt der jeweiligen Gemeinde bestellt. Das Ehrenamt ist eine staatsbürgerliche Pflicht, die nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden kann."
Ich kenne eine, die hat so einen Brief bekommen und musste dann bei der Wahl helfen. Die hätte sich bestimmt gefreut, wenn ein Idiot ohne Ahnung ihr auch noch auf die Stimmzettel gespuckt hätte.

Und selbst wenn du jemanden triffst, der sich freiwillig gemeldet hat, dann wird er das das Nächste mal vielleicht nicht tun und es muss einer mehr dazu gezwungen werden.

Danke für den wertvollen Beitrag zur Verbesserung unserer Gesellschaft.


Und Nichtwählen entspricht vom Effekt her, sich damit Einverstanden zu erklären, was durchschnittlich gewählt wird.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
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Kebap

porno jüngling aus der hölle


04.05.2009 13:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man könnte auch zu Abwechslung mal ne kleine Partei ohne Aussicht auf Regierungsbeteiligung wählen, spontan fallen mir beispielsweise ein:

Humanwirtschaftspartei
Piratenpartei
die PARTEI
SPD (haha nur ein Scherz, oder doch nicht)

Question Authority ~ Think for Yourself
E-Mail an Kebap senden Fügen Sie Kebap in Ihre Kontaktliste ein
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dian
unregistriert
04.05.2009 13:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Xoc:
Zitat:
"Wahlhelfer werden durch das Wahlamt der jeweiligen Gemeinde bestellt. Das Ehrenamt ist eine staatsbürgerliche Pflicht, die nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden kann."
Ich kenne eine, die hat so einen Brief bekommen und musste dann bei der Wahl helfen.

Wie bitte?!?!
Soll das heißen, theoretisch könnte ich einen Brief bekommen, wonach ich mich dann als Wahlhelfer zur Verfügung stellen müsste?
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die ernsthaft beispielsweise einem versifften Punk oder einem bekennenden Neonazi eine solche Verantwortung übertragen würden...
da findet doch sicher eher das Gegenteil statt, und die durchleuchten die Wahlhelfer, die das freiwillig machen wollen, darauf, ob sie auch politisch unbedenklich sind.
Ich nehme mal an, Arne kann uns dazu sicher etwas genaueres sagen.
Eins weiß ich jedenfalls: Wenn ich so einen Brief bekommen und zu diesem Amt gezwungen werden würde, würde ich mich nicht so sehr vor vollgekotzten Wahlzetteln ekeln, als vielmehr vor denjenigen, auf denen jemand ganz ernsthaft CDU oder SPD angekreuzt hat. smilie16

Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


04.05.2009 13:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian
Wie bitte?!?!
Soll das heißen, theoretisch könnte ich einen Brief bekommen, wonach ich mich dann als Wahlhelfer zur Verfügung stellen müsste?


Ja.

Zitat:

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die ernsthaft beispielsweise einem versifften Punk oder einem bekennenden Neonazi eine solche Verantwortung übertragen würden...
da findet doch sicher eher das Gegenteil statt, und die durchleuchten die Wahlhelfer, die das freiwillig machen wollen, darauf, ob sie auch politisch unbedenklich sind.


Keine Ahnung was die mit so Menschen machen.
Ich weiss nur, dass die Bekannte da nicht hin wollte, aber musste.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Soulmirror

Kinderschänder mit Lizenz


04.05.2009 17:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian
@ Xoc:
Zitat:
"Wahlhelfer werden durch das Wahlamt der jeweiligen Gemeinde bestellt. Das Ehrenamt ist eine staatsbürgerliche Pflicht, die nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden kann."
Ich kenne eine, die hat so einen Brief bekommen und musste dann bei der Wahl helfen.

Wie bitte?!?!
Soll das heißen, theoretisch könnte ich einen Brief bekommen, wonach ich mich dann als Wahlhelfer zur Verfügung stellen müsste?
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die ernsthaft beispielsweise einem versifften Punk oder einem bekennenden Neonazi eine solche Verantwortung übertragen würden...
da findet doch sicher eher das Gegenteil statt, und die durchleuchten die Wahlhelfer, die das freiwillig machen wollen, darauf, ob sie auch politisch unbedenklich sind.
Ich nehme mal an, Arne kann uns dazu sicher etwas genaueres sagen.
Eins weiß ich jedenfalls: Wenn ich so einen Brief bekommen und zu diesem Amt gezwungen werden würde, würde ich mich nicht so sehr vor vollgekotzten Wahlzetteln ekeln, als vielmehr vor denjenigen, auf denen jemand ganz ernsthaft CDU oder SPD angekreuzt hat. smilie16


mein mitbewohner ist zwar kein nazi und auch net der rotzigste punk, aber wie ein treuer demokrat kommt er auch net rüber, wurde aber trotzdem dazu ernannt, also zum stellvertretenden wahlvorstand *g*.

denke mal, dass ist nen reines zufallsverfahren ohne durchleuchtung etc..

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quaid

their law


04.05.2009 17:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

und was genau wäre die strafe, wenn man ohne wichtigen grund absagt?
ich nehme mal an, ein wichtiger grund wäre bereitschaftsdienst der arbeitsstelle, oder sowas.
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Soulmirror

Kinderschänder mit Lizenz


04.05.2009 17:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von quaid
und was genau wäre die strafe, wenn man ohne wichtigen grund absagt?
ich nehme mal an, ein wichtiger grund wäre bereitschaftsdienst der arbeitsstelle, oder sowas.


nein, dein arbeitgeber muss dir frei geben für die zeit und das entgeldlich.

war bei mir auch so als ich als zeuge vor gericht aussagen musste.

ein gewichtiger grund wäre vielleicht ne hochzeit, urlaub der net mehr verschoben werden kann, böse krankheit etc. etc.

die strafe wär wohl je nach lust und laune ne geldbuße - kann mir aber auch vorstellen, dass auf sowas potenziell ne gefängnisstrafe steht.

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derSkeptiker



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04.05.2009 18:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

hm... nur mal angenommen, ich würde einen solchen Brief erhalten, was ich nicht glaube, dann würde ich mich zunächst kundig machen, was daruaf steht, nicht erscheinen (was nicht schwer sein würde, denn sicherlich steht das auf eben diesem Brief). Anschließend entscheide ich, ob ich die "Strafe" in Kauf nehme, oder zum Arzt gehe, michkrank schreiben zu lassen. FAKT ist, dass ich einen solchen Dienst unter keinen Umständen antreten würde, ebenso, wie ich mich gegen Wehrdienst UND Zivildienst erfolgreich gewehrt habe.
Ich diene keinem Staat noch mehr und also zusätzlichm als ich es ohnehin schon tue, durch meine bloße Existenz!!!
Nichts für Ungut, aber wer dem Staat (und sei es auf diese Weise) dient, muss mit derartigen Auswüchsen rechnen!

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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quaid

their law


04.05.2009 18:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich finde das ehrlich gesagt auch etwas..naja, wie sagt man?
der staat braucht leute für die wahlen, schnippt mit dem finger und ein beliebiger bürger muss springen.

wie war das mit der wurzel allen übels? Augenzwinkern
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MAUS

Too old to die young

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05.05.2009 11:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Es gibt ja diesen schönen Spruch "wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren", das sehe ich bei Wahlen ganz ähnlich, wer ein Kreuzchen macht, versucht wenigstens was gegen die Leute zu tun, die ihn ankotzen, wie weit er damit kommt, hängt natürlich auch davon ab, wie viele Leute lieber boykottieren und damit ihre Stimme eben genau denjenigen schenken, von denen sie so angekotzt sind. Wenn ich dann nach der Wahl über die Partei an der Spitze abkotze, weil ich sie nicht gewählt habe, ist das meiner Meinung nach immer noch besser, als mich über sie zu beschweren, obwohl ich ihnen meine Stimme geschenkt habe, also mitverantwortlich bin, daß die wieder da oben hocken. Also wer nicht wählen geht, soll doch hinterher bitte auch nicht rumjammern, was die Regierung alles für Scheiße baut, denn er hat ja bewußt andere für sich wählen lassen, also sollte er doch deren Entscheidung eigentlich dann auch so hinnehmen, seine Chance dagegen zu stimmen, wollte er ja nicht wahrnehmen. Wie gesagt, meine Meinung...

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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derSkeptiker



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05.05.2009 11:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich persönlich jammere nicht und Beschwerden meinerseits, haupsächlich in lyrischer Form, richten sich nicht an EINE Regierung, sondern vielmehr gegen das System ansich. Abgesehen davon ist es unwahr, dass Stimmen aufgewertet werden und denen zu gute kommen, die am Ende oben sitzen, sofern der Betreffende in der Kabine stand. Dann nämlich, und da ist es egal, was auf dem Zettel geschieht, wird die Stimme nicht aufgerechnet!
Aber bei solchen Dingen, wie das hier diskutierte zeigt sich, dass es keinen wirklich einigen Konsens gibt, was ich jetzt frei von aller Wertung meine. Wie kann es auch nur einen Pfad zur Veränderung geben, wenn eine Masse zwar den so genannten kleinsten gemeinsamen Nenner der Systemfeindlichkeit hat, doch aber die Wege zur Umsetzung in so viele verschiedene Richtungen gehen?
Konstantin Wecker hat zu der Thematik, Ende der Siebziger ein wunderbares Lied namens "Lösungslotterie" geschrieben. Leider kann ich den Text nicht aus dem Kopf wiedergeben und mir fehlt die Zeit, ihn abzuschreiben. Vielleicht krieg ich das heute Abend mal hin...

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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dian
unregistriert
05.05.2009 12:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wie kann es auch nur einen Pfad zur Veränderung geben, wenn eine Masse zwar den so genannten kleinsten gemeinsamen Nenner der Systemfeindlichkeit hat, doch aber die Wege zur Umsetzung in so viele verschiedene Richtungen gehen?

Angenommen, in einem Staat sind zwei Drittel der Bevölkerung mit dem System unzufrieden... aber jeder von ihnen ist mit etwas anderem unzufrieden und hat andere Prioritäten und Lösungsansätze, die sich mit den Interessen anderer oft nicht vereinbaren lassen.
Dann wird im Zweifelsfall immer das eine Drittel, das mit dem System NICHT unzufrieden ist, bestimmen, wo's lang geht. (weil die sich wenigstens einig sind.)
Ich denke, das ist das Hauptproblem, weshalb es hier nicht schon längst irgendwelche größeren sozialen Unruhen gibt.
Sobald ein Demonstrant mal einen Brandsatz wirft, kommen gleich zehn andere Demonstranten und verurteilen dessen Tun, weil sie sich dadurch um die Früchte ihres friedlichen Protests gebracht sehen.
In kleinerem Maßstab konnte man das in der Vergangenheit auch prima bei uns im Forum beobachten... wie da Leute, die eigentlich auf ganz ähnliche Weise über das heutige System denken, sich trotzdem spinnefeind sein können, weil man einfach aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommt und irgendwie wohl auch nicht die selbe Sprache spricht.
Aus ganz ähnlichen Gründen hat das damals mit dem Turmbau von Babylon auch nicht funktioniert.

Ich persönlich tendiere momentan stark zu der Ansicht, dass ich das System schon in dem Moment unterstütze bzw. seine Rechtmäßigkeit anerkenne, in dem ich überhaupt freiwillig einen Fuß in ein Wahllokal setze.
Also werde ich vermutlich auch dieses Jahr wieder zu Hause bleiben.
Aber ich kann schon auch die Argumente der anderen verstehen.
Letztlich hat jeder irgendwo Recht. Und deshalb wird auch diesmal wieder ein Teil die Wahlen komplett ignorieren.. ein anderer Teil wird chancenlose kleine Parteien wählen (natürlich jeder eine andere, nicht alle die selben)... ein Teil wird seinen Stimmzettel ungültig machen... ein Teil wählt Grüne, Linkspartei oder sonstige Pseudo-Alternativen...
und am Ende ist Merkel wieder Reichskanzler.
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