Unity-Forum
RegistrierungTeammitgliederMitgliederlisteHäufig gestellte FragenSucheZur Startseite Texte Homepage chat

Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Le café unité » ... » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag | Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen |
Seiten (3): « vorherige 1 [2] 3 nächste » Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen ...  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
« Vorherige Seite
 re: ya2k Nemesus 06.12.2014 01:17
 RE: ya2k Ya2k 06.12.2014 03:51
 re: Nemesus 06.12.2014 17:48
 RE: re: Ya2k 06.12.2014 20:00
 RE: ... Eastman 06.12.2014 02:25
 RE: ... xashiko iba treaz 06.12.2014 03:19
 re: Eastman, xashiko, Ya2k Nemesus 07.12.2014 01:28
 RE: ... dian 07.12.2014 01:45
 re: dian Nemesus 07.12.2014 07:28
 RE: ... Schuschinus 08.12.2014 14:32
 RE: ... dian 08.12.2014 16:45
 re: Schuschinus, dian Nemesus 09.12.2014 05:49
 RE: Schuschinus, dian Yog-Sothoth 11.12.2014 18:45
 ??? Nemesus 14.12.2014 19:11
 RE: ... Schuschinus 09.12.2014 14:54
 re: Schuschinus Nemesus 10.12.2014 02:45
 RE: ... Schuschinus 10.12.2014 11:08
 RE: ... dian 10.12.2014 18:01
 RE: ... Eev 10.12.2014 19:56
 RE: ... Ya2k 10.12.2014 22:41
Nächste Seite »

Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: ya2k 06.12.2014 01:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wenn Du glaubst, Wissensdefizite bei Eltern bestünden nur bei japanischer Schwertschmiedekunst, hast Du Dich wohl gehörig geschnitten. - Man beachte das Wortspiel.

Ich habe ein Katana, ca. 3 Kg schwer und ein Anderthalbhänder (Turnierschwert), sozusagen das Gegenstück aus dem Westen, ca. 5 Kg schwer. Beide sind in etwa 140 cm lang, beide verfügen über eine Scheide (japanisch Saya).

Zur Bezeichnung bei Schwerten des Abendlandes: Zweihänder sind so schwer, dass sie nur mit beiden Händen geführt werden können, und ich rede hier nicht von Kinderhänden, sondern von denen eines ausgewachsenen "Ritters". - Das waren die Leute, deren Rüstungen zwischen 35 und 80 Kg wogen.
Ein Einhänder ist eine leichte Waffe, die nur mit einer Hand geführt wird. - Der Griff erlaubt nicht das Führen mit beiden Händen. (Allerdings rede ich wieder nicht von Kinderhänden).
Der Anderthalbhänder lässt sich, ähnlich wie sein japanischer "Bruder" sowohl mit einer als auch mit beiden Händen führen. Der Kraftaufwand ist enorm.
Der größte Unterschied zwischen japanischen Schwertern und denen aus dem Abendland besteht in der Funktion, die ihnen zugedacht ist: Europäische Schwerter wurden nie zum Schneiden geschmiedet. Sie haben gestochen und Knochen gebrochen. - Das hat aber auch schon gereicht. Beide Schwert-Typen haben eine Rinne, in der das Blut abfließen kann, das ist ihre Gemeinsamkeit. Allerdings sind japanische Schwerter tatsächlich zum Schneiden. - Deshalb sind sie ja krumm. - Die scharfe Seite ist länger als die stumpfe.

Wie auch immer: Die Vorstellung, dass ein Kind, was vermutlich kleiner als die Schwerter sind, diese von der Wand abnehmen und es alleine aus der Scheide /Saya herausbekommt, ist absurd. Und Kinder die älter (und dem zu Folge größer als 1,20 m sind, werden wohl nicht damit Seppuku (in Europa auch als Harakiri bekannt (ritueller Selbsmord). begehen.

Was bei mir bleibt, ist das Gefühl, dass Eltern ihren Kindern allgemein zu wenig zu trauen, und sich zuviel. Gefahren werden falsch bewertet und im Mittelpunkt steht nicht das Wohl der Kinder, sondern die Selbstgefälligkeit der Eltern.

Das Thema hat auch eine traurig lange Tradition. Ich habe ja noch die Hoffnung, dass sie irgendwann durchtrennt werden kann, vielleicht nicht durch Schwerter oder Buttermesser aber durch Leute mit messerscharfem Verstand und spitzer Zunge. - Man beachte erneut das Wortspiel.

N.
E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Ya2k



images/avatars/avatar-1087.jpg


RE: ya2k 06.12.2014 03:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Nemesus:

Wie auch immer: Die Vorstellung, dass ein Kind, was vermutlich kleiner als die Schwerter sind, diese von der Wand abnehmen und es alleine aus der Scheide /Saya herausbekommt, ist absurd.


Ja klar, die wird nicht damit rumfuchteln und für ihren verdammten Kaiser sterben. Du hast aber keine Ahnung, was meine Tochter schon alles durch das herumschleifen eines Besens von der Wand geholt hat.
Du findest es wohlmöglich auch absurd, dass sie z.b. ihre 3-4 kg schwere Legokiste locker durch die Wohnung schleift...
Ich weis nicht wie schwer es ist so ein Katana aus der Scheide zu ziehen wenn es erstmal auf dem Boden trollt, aber ich trau es dem Knirps zu es zumindest hinzubekommen, sich übel daran zu schneiden.
Nachdem ich ein bischen gegoogelt habe bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich mich beim gelegentlichen Herumwirbeln mit einem echten "ich flutsche durch Knochen wie durch Butter" -Katana selbst zerstümmeln würde, das muss ja auch nicht sein..


Zitat von Nemesus:

Was bei mir bleibt, ist das Gefühl, dass Eltern ihren Kindern allgemein zu wenig zu trauen, und sich zuviel. Gefahren werden falsch bewertet und im Mittelpunkt steht nicht das Wohl der Kinder, sondern die Selbstgefälligkeit der Eltern.


Ja solche Dinge passieren, manchmal scheint auch die Sonne zu hell.
Ich gehe mal davon aus dass du damit natürlich nicht mich meinst und hoffe dass du uns in naher Zukunft berichten kannst wie es so mit deinen eigenen Kindern läuft.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 06.12.2014 03:54.

E-Mail an Ya2k senden Fügen Sie Ya2k in Ihre Kontaktliste ein
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: 06.12.2014 17:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Nachdem ich ein bischen gegoogelt habe bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich mich beim gelegentlichen Herumwirbeln mit einem echten "ich flutsche durch Knochen wie durch Butter" -Katana selbst zerstümmeln würde, das muss ja auch nicht sein..


Ein zweiter Blick auf die Preise, hätte vermutlich ebenso zur Aussage:"Das muss ja auch nicht sein." geführt.

Zitat:
Ich ... hoffe dass du uns in naher Zukunft berichten kannst wie es so mit deinen eigenen Kindern läuft.


So sehen also die "Hoffnungen" von Durschnitsseltern aus, ja? - Werde einer von uns. Sei stolz über etwas, was selbst stupide Einzeller besser fertig kriegen und freue Dich über jeden belanglosen Scheiß. - Irgendwie so?

Weißt Du, was ich hoffe? Ich hoffe, dass es mir möglich sein wird, irgendwann die Rahmenbedingungen für Kinder zu verbessern, denn offensichtlich ist das Standard-Familien-Konzept nur ausreichend, um Banalität zu vermitteln.

Vermutlich können Eltern das nicht ´mal mehr wahrnehmen. Es würde sie emotional überfordern, da die tiefste, noch mögliche, Emotion das Empfinden von fader Romantik ist, bei dem allabendlichen, kollektiven Einschlafen vor dem Fernseher, kurz nach dem man die Kinder ins Bett gebracht hat und sich bei profanem Geplapper darauf verständigt , dass man ja alles ganz anders gemacht hätte, hätte man nicht die immense Verantwortung.

Wenn ich meine Wünsche nicht realisieren kann, möchte ich auch den Mumm haben, mir das einzugestehen, und nicht MEINE?? Kinder dafür verantwortlich machen.

N.
E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Ya2k



images/avatars/avatar-1087.jpg


RE: re: 06.12.2014 20:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Nemesus:


Zitat:
Ich ... hoffe dass du uns in naher Zukunft berichten kannst wie es so mit deinen eigenen Kindern läuft.


So sehen also die "Hoffnungen" von Durschnitsseltern aus, ja? - Werde einer von uns. Sei stolz über etwas, was selbst stupide Einzeller besser fertig kriegen und freue Dich über jeden belanglosen Scheiß. - Irgendwie so?


Ich fände es unterhaltsam was du so zu erzählen hättest, wenn du beim Thema Kinder erziehen nicht als Zaungast sondern so richtig als der Hauptverantwortliche agieren würdest. So furchtbar heftig hoffe ich das jetzt nicht, leg halt nicht alles auf die Goldwaage was jemand sagt und es wäre auch nett wenn du diesen negativen Unterton ein bischen stecken lässt.
Wenn ein Kind auf die Welt kommt ist das kein belangloser Scheiss. Wenn ich nur darauf aus wäre, etwas zu finden weshalb ich dich als komplett unqualifiziert darstellen kann, würde ich jetzt behaupten dass du mit der Einstellung um Lichtjahre weiter vom Status eines "Elitepapa" entfernst bist als ich und die meisten anderen.
Aber ich reisse mich im Sinne des gegenseitigen Verständnisses zusammen.

Zitat von Nemesus:
Weißt Du, was ich hoffe? Ich hoffe, dass es mir möglich sein wird, irgendwann die Rahmenbedingungen für Kinder zu verbessern, denn offensichtlich ist das Standard-Familien-Konzept nur ausreichend, um Banalität zu vermitteln.


Hau rein.
Schon irgendwelche nennenswerten Fortschritte bei der Realisierung?

Zitat von Nemesus:
Wenn ich meine Wünsche nicht realisieren kann, möchte ich auch den Mumm haben, mir das einzugestehen, und nicht MEINE?? Kinder dafür verantwortlich machen.


Das seh ich ganz genauso.
E-Mail an Ya2k senden Fügen Sie Ya2k in Ihre Kontaktliste ein
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Eastman



images/avatars/avatar-277.jpg


06.12.2014 02:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Ya2k

Ja Messer sammeln hat schon seinen Reiz.

Leider sind die echten hochwertigen Sammlermesser ziemlich teuer da sie entweder in limitierter Stückzahl hergestellt werden oder Einzelstücke sind die von einem Messermacher von Hand gemacht wurden und meist noch mit hochwertigsten Materialien, Goldeinlagen und Gravuren verziert sind.



@Nemesus

Du scheinst eine große fachliche Kenntnis zu haben was Blankwaffen betrifft.

Wie ist es dazu gekommen das du Schwerter besitzt und sind diese Dinger für dich nur Schaustücke oder hast du damit auch schon Erfahrungen in der Handhabung gemacht?

Ich erinnere mich das es einige Dojos gibt wo der Umgang mit dem Katana gelehrt wird.

Ich glaube das man diese Form des japanischen Schwertkampftrainings Kendo nennt, es gibt da auch noch eine andere Form des Schwerttrainings das sich aber auf den Bewegungsablauf des Schert ziehens spezialisiert hat, der Fachbegriff dafür ist mir aber leider entfallen.

Es gibt aber auch einige Reeanectment Gruppen die sich auf das europäische Mittelalter spezialisiert habe und dort auch den Schwertkampf bzw. Schaukampf mit den diversen damals in Europa verfügbaren Blankwaffen und Hiebwaffen üben.

Ist sicher interessant wenn man sich für Schwerter und Schwertkampf interessiert.





Was das Thema Kinder und Waffen betrifft so habe ich im Dunstkreis der Jäger und Sportschützen immer wieder erfahren das sie ihren Nachwuchs an das Thema heranführen wenn die Eltern glauben dass das Kind geistig und körperlich reif genug dafür ist und der Nachwuchs auch Interesse für die Waffen ihrer Eltern zeigt.

Da wird das Kind dann auf den Schießstand mitgenommen und nachdem die diversen Sicherheitsregeln im Umgang mit den Waffen erklärt wurden wird meist zuerst mal mit einem Luftdruckgewehr auch Scheiben geschossen.

Wenn das gut und sicher geklappt hat und nach einigen dieser Schießstandbesuche immer noch das Interesse an den Waffen besteht dann wird meist mit einem Kleinkalibergewehr weiter trainiert und das Kind früher oder später in die Jugendmannschaft des Schützenvereins eingetragen.

Die meisten Kinder verlieren aber schnell das Interesse daran und gehen anderen Neigungen nach.

Zumindest haben die Kinder dann aber die Grundregeln und den sicheren Umgang mit einer Waffe gelernt und das soll laut deren Eltern 100 mal besser sein als wenn man seine Kinder mit aller Macht von Waffen fern hält und wo der Reiz des verbotenen erst recht dieses Thema interessant macht.

Da passieren dann auch meist die Unfälle oder andere ungute Vorfälle wenn die Kiddies sich ohne elterliche Aufsicht und eigene Erfahrung dann Zugriff zu den Waffen verschaffen oder irgend ein Schulfreund mal die Kanone vom großen Bruder, Onkel oder Vater mit in die Schule bringt um damit zu prahlen und um nach der Schule im Wald herum zu ballern.
Ich würde das bei den Schwertern ähnlich machen wenn sich das Kind eines Tages dafür interessieren sollte.
Besser mal die Handhabung unter elterlicher Aufsicht lernen als ohne diese Erfahrung mal damit einen schlimmen Unfall zu haben.
Das man alle Waffen gegen unbefugte Nutzung sichern sollte versteht sich glaube ich von selbst.
Besser ein stumpfes Dekokatana an die Wand hängen und das scharfe Katana im Schrank einsperren.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Eastman am 06.12.2014 02:30.

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

xashiko iba treaz

Abbess gen. G. Master of the Knights Enlightening

images/avatars/avatar-1074.jpg


06.12.2014 03:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Nemesus

Ich gratuliere Dir zu Deinem fabelhaften Plädoyer von der japanischen Klingentradition, aber ich möchte es mir dennoch nicht ersparen, zwei weitere Details anzumerken:

1.:
Zitat:
Die bekannte, japanische Kampfkunst Karate (wörtlich: Weg der leeren Hand) deutet bereits das langanhaltende Waffenverbot Japans um 1600 (nach unserer Zeitrechnung) an.

Genau genommen ist Karate keine japanische, sondern eine Ryukyu-Kampfkunst, die aufgrund eines historischen, regen Kontaktes der Ryukyu-Inseln mit China entsprechende chinesische Einflüsse aufweist. Die Einwohner der Ryukyu-Inseln stellen eine eigene Ethnie dar, haben gleich eine ganze Sprachfamilie für sich und können sogar stolz behaupten, eine distinkte Religion ihr Eigen zu nennen.

2.:
Zitat:
Wie auch immer: Die Vorstellung, dass ein Kind, was vermutlich kleiner als die Schwerter sind, diese von der Wand abnehmen und es alleine aus der Scheide /Saya herausbekommt, ist absurd. Und Kinder die älter (und dem zu Folge größer als 1,20 m sind, werden wohl nicht damit Seppuku (in Europa auch als Harakiri bekannt (ritueller Selbsmord). begehen.

Seppuku wird traditionell mit einem Wakizashi, das Du ja auch schon erwähnt hattest, begangen. Allerdings hat ein solches Kurzschwert laut Wiki. eine Länge von 50cm-80cm (30cm-60cm nur Klinge). Damit ist 1,20m etwas zu lang als Schwelle und die Wahrscheinlichkeit für das Gelingen der Unternehmung steigt ein Bisschen.

Nun zur eigentlichen Aussage:
Ich denke nicht, dass das Seppuku-Szenario absurd ist; einige Kinder kommen an fast alles heran, was nicht weggeschlossen wurde. Ich habe da so meine eigenen Kindheitserfahrungen ...
Aber das muss kein Gegenargument sein.
Man stelle sich mal die Frage, ob ein Kind, das kompetent und zum Leben erzogen wurde und die genaueren Bewandt- und Begebenheiten eines Katana oder Wakizashi erläutert bekommen hat, noch damit in der Gegend herumwirbelt und sich dabei die Extremitäten abschneidet oder sogar Seppuku begeht. Ich glaube nicht. Kinder sind ja nicht von Anfang an lernunfähig oder jeglicher Form von Rationalität entfremdet.

Wie auch immer; unter diesen Satz hier würde ich meine Unterschrift setzen wollen:
Zitat:

Was bei mir bleibt, ist das Gefühl, dass Eltern ihren Kindern allgemein zu wenig zu trauen, und sich zuviel. Gefahren werden falsch bewertet und im Mittelpunkt steht nicht das Wohl der Kinder, sondern die Selbstgefälligkeit der Eltern.


xashiko iba treaz
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: Eastman, xashiko, Ya2k 07.12.2014 01:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Eastman

Zitat:
Wie ist es dazu gekommen das du Schwerter besitzt und sind diese Dinger für dich nur Schaustücke oder hast du damit auch schon Erfahrungen in der Handhabung gemacht?


Das menschliche Hirn ist verschlungen. Wir assoziieren, die einen mehr, die anderen weniger. Was mich anbelangt, mich interessierten schon immer verschiedene Kulturen. Sie sind voll von Abscheulichkeiten aber manchmal eben auch von extrem schönen Dingen. Ich beschäftige mich gerne mit dem Schönen. (Dies ist der Grund, weshalb ich so wenig von Eltern halte. - Sie machen soviel Schönheit kaputt. - Aber dazu vielleicht ein anderes Mal. ) Kendo hast Du ja schon angesprochen. In vielen asiatischen "Kampfkünsten" wird Dir das "Do" begegnen. Es deutet auf den "mentalen", von mir aus auch auf den "spirituellen" Weg hin, der in vielen Kampfkünsten mehr oder minder verborgen ist. Tatsächlich existiert eine enge Verknüpfung diverser Kampfkünste aus verschiedenen, asiatischen Ländern mit spirituellen Quellen, wie dem ZEN-Buddhismus. Ich erinnere mich an das Lesen von ZEN-Schriften, nach denen die Erleuchtung über fünf verschiedene Wege erreicht werden soll: Dem Blumenstecken, dem Teetrinken, dem Reisernten, dem Malen von Schriftzeichen und dem Schwertkampf.
Aber auch im Westen gibt es Entsprechungen. Westliche Okkultisten reden oft davon, dass die QBH (Kabbala) das Gegenstück des fernöstliches Yogas sei. Ebenso gibt es eine Verknüpfung zwischen QBH und Tarot. Beachte die "Farben" der Scheiben, Stäbe, Kelche und SCHWERTER). Und um das ganze abzurunden: Es gibt auch eine Verbindung zwischen Esoterik und Psychologie. Der Tiefenspychologe Carl Gustav Jung, zum Beispiel, ordnet das Schwert (aber auch die anderen "Farben" bei den "archetypische Urformen" oder kurz "Archetypen" ein, übrigens ebenso wie die "Elemente" Erde, Feuer, Wasser, Luft, im Westlichen käme noch Äther dazu, im Fernöstlichen Holz und Metall. Die Okkultistin Dion Fortune war auch eine von Englands ersten Psychoanalytikerinnen und Aleister Crowley, der als bedeutender Okkultist in die Geschichte einging, versuchte, westliche mit fernöstlicher Tradition zu verknüpfen.

Der Schriftsteller Hermann Hesse beschreibt in seinem Roman:" Das Glasperlenspiel" Menschen, die Muster in verschiedenen Wissensfragmenten suchen, nicht nur nach Ähnlichkeiten und Unterschieden, auch nach Berührungspunkten. Nach Hesse wäre ich wohl ein solcher Glasperlenspieler, der einst Schwerter kaufte, um darüber zu meditieren. - Einfach um zu sehen, wie es auf mich wirkt. So möchte ich also Deine zweite Frage beantworten: Meine Schwerter habe ich schon "genutzt", aber nicht im Kampf/Kampfsport (obwohl beide dafür ausgelegt sind und ich mich auch schon ab und an in Dojands herumgetrieben habe), sondern in der Meditation auf der Suche nach Erkenntnis.
Ob es mich weitergebracht hat? Wenn Menschen meine Posts interessant finden, dann denke ich, dass es mich weitergebracht hat.

Natürlich ist mir klar, dass nicht jeder mit meiner Art etwas anfangen kann. Aber mir kommt es auf die Menschen an, die mit meinen Themen / meiner Art etwas anfangen können, denen es Spaß macht, mit mir auf "Entdeckungsreise" zu gehen.

@xashiko:
Deine Ergänzungen empfand ich als äußerst angenehm. Unter anderem auch deshalb weil sie fachlich völlig korrekt sind. Sie waren mir zwar schon bekannt, aber es ist gar nicht so leicht, alles in einen Post hereinzustopfen, was mir so einfällt, ohne ihn langatmig werden zu lassen. Manchmal lasse ich auch Details weg, um nicht zu zynisch zu wirken. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: für beides zu nennen: Ich war versucht, Ya2k zu schreiben, dass er seinen Kindern einfach erklären solle, dass ritueller Selbstmord nur mit Wakizashis, nicht mit Katanas vollzogen wird. Das wäre zynisch gewesen. Im Detail betrachtet würde diese Aussage aber auch wieder nicht stimmen: Immerhin gehören zum rituellen Selbstmord Japans zwei Menschen. Der eine, der sterben soll, der andere, der den Sterbenden dabei "unterstützt". Nachdem sich der "Selbstmörder" "aufgeschlitzt hat, schlägt der "Helfer" mit einem Katana auf den Hals, darauf achtend, dass der Kopf nicht völlig abfällt. Bei Frauen war ritueller Selbstmord zwar auch bekannt, jedoch wurde dieser nicht mit Schwertern ausgeführt. (Und hier wird es wieder zu laaaaang).

Letztendlich gehört das ganze Thema für mich zu einem der hässlichen Aspekte japanischer Kultur, weshalb wir es wohl dabei bewenden lassen sollten. - Lass uns lieber auf hübschere Themen konzentrieren.

Zum Beispiel sind tatsächlich weltweite Strömungen zu beobachten, in denen "Traditionen" die "Seite" wechseln oder aus anderen Gründen beeinflusst werden. Kämpfe zwischen Japan und China wurden zum Beispiel oft auf Koreanischem Boden ausgetragen. Dies beeinflusste die Koreanische Küche gleich doppelt. Auf der einen Seite lernten die Koreaner den Brauch, Familienfeste mit sehr gutem Essen zu verbinden, auf der anderen Seite befand sich Korea aufgrund der Kämpfe in Armut. Um dennoch etwas Beeindruckendes aufzutischen, verarbeiteten sie ihre wenigen Zutaten zu extrem unterschiedlich schmeckenden Gerichten. Statt viele verschiedene Lebensmittel zu benutzen, bereiteten sie die selben Lebensmittel immer anders zu. Bei Festessen gibt es heute zum Hauptgang manchmal 80 Nebenspeisen, wobei jede anders schmeckt. In Europa habe ich tatsächlich nur die französische Küche gefunden, die es mit der Komplexität Koreanischer Kochkunst aufnehmen kann. Das hat sehr viel mit dem Kolonialismus zu tun, den Frankreich in seiner Geschichte an den Tag legte.

Um weitere Beispiele zu nennen. Tee wurde in verschiedenen Ländern kultiviert, zum Beispiel in China und Indien, beides weit vor Japan. Aber die Japaner brachten mit der Tee-Zeremonie das Teetrinken auf ein neues Niveau.

Oder, um zurück zum Kampfsport/Kampfkunst zu kommen: Aus dem Koreanischen Hapkido entwickelte sich bald das japanische Aikido.

Und dann gibt es wieder Dinge, die nicht offensichtlich miteinander verknüpft sind, wie die Koreanischen Hwarang(Koreanische Eliteeinheit) und die Europäischen Templer (frühere Templer-Ritter, spätere Freimaurer), und die trotz aller Unterschiede in Zeit, geographischer Lage und kultureller Ausrichtung einen ähnlichen Ehrenkodex erstellten.

Tatsächlich kommt es mir so vor, als würde die Welt seit Jahrtausenden von einem gewaltigen, unterirdischen Strom des Wissens umflossen. Ab und an kommt eine Quelle zum Vorschein, die dann die Kultur bereichert und anschließend wieder versiegt oder zum Versiegen gebracht wird, um dann an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit wieder hervorzubrechen.

Diese Quellen, so scheint mir, werden von Menschen geöffnet und geschlossen. Und ich würde gerne den Rest meines Lebens in der Nähe einer solche Quelle leben, vielleicht sogar eine öffnen.

@ Ya2k:
Du kannst mich gerne als "Zaungast" titulieren, weil ich keine eigenen??? Kinder habe. Umgekehrt nehme ich mir jedoch das Recht, Dir "Befangenheit" vorzuwerfen, eben gerade deshalb, weil Du Kinder hast und dementsprechend Dein eigenes Handeln im Umgang mit ihnen vor Dir rechtfertigen musst. - Meistens übernimmt diese Aufgabe bei Menschen das Unterbewusstsein. Es blendet bestimmte Dinge aus, wovon Dein Wachbewusstsein gar nichts mitbekommen muss.
Mit anderen Worten: Ich bin der festen Überzeugung, dass die Menschen die besten Strukturen für Kinder erschaffen können, die keine eigenen haben. Sollte ich also irgendwann "eigene"??? Kinder haben, muss ich ihretwillen sicherstellen, dass ich die geeigneten Strukturen ZUVOR herbeiführe. Dieses Verständnis hätte ich mir von Eltern gewünscht, BEVOR sie welche waren. - Für mich haben sie das vergeigt, sonst würden wir heute nämlich in einer weit besseren Welt leben.

Zitat:
Schon irgendwelche nennenswerten Fortschritte bei der Realisierung?

Was ist denn für Dich "nennenswert"`? Ich arbeite hart daran, ein guter Gesprächspartner zu sein und Wissen unterhaltsam zu verpacken. Wenn Du mir also in einem früheren Beitrag schreibst:
Zitat:
Trotzdem danke für den interessanten Teil deines Beitrages !
,
dann ist das für mich schon einmal "nennenswert". - Aber es reicht mir noch nicht. Ich habe in diesem Jahr Tauchen gelernt und bin damit sprichwörtlich in eine neue Welt eingetaucht. Im nächsten Jahr habe ich mir das Fliegen vorgenommen, wieder ein neuer Teil einer neuen Welt, in den Menschen nicht ohne Hilfsmittel vordingen können. Mein Weg und meine von mir selbst an mich gestellten Aufgaben sind eng mit meiner persönlichen Reifung verbunden. Insofern finde ich es sehr schwer, die Frage nach Fortschritt zu beantworten. Du nicht? Und wenn ich schon dabei bin: Welche Gedanken hast Du Dir denn in Deinem Leben schon über Deine eigene Reife gemacht?

Soweit,
N.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Nemesus am 07.12.2014 04:29.

E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
dian
unregistriert
07.12.2014 01:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Nemesus:
Ich mag nicht ganz so viel von japanischer Schwertkunst verstehen wie du, aber ich hab ein bisschen Ahnung von Pädagogik. Und rein pädagogisch betrachtet halte ich es für reichlich sinnlos, wenn man Eltern, die bereits Kinder haben, davon zu überzeugen versucht, dass sie eigentlich keine Kinder in die Welt setzen sollten. Vielleicht fällt dir ja noch ein etwas konstruktiverer Ansatz ein...

Ansonsten aber wirklich interessanter Beitrag! Ich persönlich würde mir ja durchaus wünschen, man würde hier öfters über kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge reden, und weniger darüber, wie doof man andere User findet.

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: dian 07.12.2014 07:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Guten Morgen,

dian. Ich freue mich immer, von Dir zu lesen. - Gerne auch über Pädagogik. Dennoch hören wir ja immer recht wenig voneinander. Daher zunächst ein kleines Update: Ich bin ´mal wieder in einer meiner berüchtigten Phasen des Wandels. - Du kennst das ja schon aus früheren Zeiten. - Irgendwann fange ich wieder an, alles um mich herum, und vor allem in mir, zu hinterfragen. Insofern rennst Du mit Deiner "Pädagogen-Kritik" wieder offene Türen ein. Meine aktuelle Phase begann damit, dass ich versuchte, alle meiner verfügbaren Tagebucheinträge zu erfassen und auf Muster zu untersuchen. Der früheste Eintrag, den ich fand, war vom 25.10.1994. Nachdem ich damit fertig war, versuchte ich frühere Erinnerungen zu rekapitulieren, sie zu notieren und ebenfalls auf Muster zu untersuchen. Dies führte zu elementareren Fragen, über Geschmack und die Art, wie ich sein möchte. Wer sind meine Lieblingsschriftsteller und was genau schätze ich an ihnen, was ist mir im Leben wirklich wichtig, welche Themen waren mir wichtig und sind es nun nicht mehr? Welche neuen Themen kamen hinzu oder wandelten sich von wo nach wo?

Ich glaube daran, dass es mir geholfen hat und ich würde dies auch vielen Menschen empfehlen, allerdings weise ich auch darauf hin, dass es ein echt harter Job ist.

Um die Kurve zu kriegen, den Bogen zu spannen, den Kreis zu vollenden (WAS???) meine Vorstellungen, von Sinn, Zweck uns Ausrichtung von Pädagogik haben sich auch ziemlich verändert. Dafür sind natürlich nicht nur meine Muster-Erkennungs-Versuche verantwortlich, sondern auch diverse neue Informationen, die ich in letzter Zeit in mich aufnahm, und die mir halfen, dieses Thema aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Wie Du Dir sicher denken kannst, habe ich seit Erscheinen, das Spiel >>Assassins Creed: Unity<< ´rauf und ´runter gespielt. Zur Erinnerung, es geht um die fiktiven Lebensgeschichte des Assassinen Arno, der sein Unwesen in den Staßen von Paris zu Zeit der fanzösischen Revolution treibt. Ungeachtet des ganzen Shit-Storms, der in Richtung Ubisoft ging, wegen irgendwelcher Grafik-Bugs, Rucklern, Abstürzen oder zusätzlichen Apps, hatte ich meinen Spaß. - Nicht nur deswegen, weil Ubisoft es versteht, komplexe, gute Geschichten zu erzählen (da könnten sich heutige Kinofilme ruhig ein Paar Scheiben von abschneiden), vor allem, weil ich innerhalb der Spiele immer wieder mit "realen" Personen konfrontiert werde, die zufällig zu meinen "Lieblingsmenschen" gehören. In Assassins Creed II war das kein geringerer als Leonado Da Vinci, in Unity sind es Marquis De Sade, den ich schon immer zu meinen Lieblingsschriftstellern zähle und der Chemiker Antoine Laurent de Lavoisier, der die Chemie revolutioniert hat.

Hier ein kleiner Break: (Wie unerwartet)... Betrachten wir ´mal meine letzten Posts, was hatte ich für Themen? Eigenarten der japanischen Klingen, Kampfkünste allgemein, spirituelle Wege, Auswirkungen von Kriegen auf Koreanische Kochkunst, jüdische Geheimlehre als westliches Yoga, psychologische Archetypen, Templer, Schriftsteller, Konsolenspiele, Spielefirmen, Chemiker und persönliches Zeugs in Briefform. Mit anderen Worten: Ich habe mich mal wieder ordentlich in Deinem Forum ausgetobt. - Aber seien wir realisitisch. Selbst die Leute, die meine Beiträge mochten..., was wird hängen bleiben, so rein pädagogisch betrachtet?

Ich denke, es wird nicht sonderlich viel sein. - Aber im Gegensatz zu früher, kann ich sehr gut damit leben. Menschen nehmen viele Infos auf und viele werden wieder vergessen. - Genau genommen vergessen wir fast alles, was wir irgendwann gelernt haben, solange es nicht täglich genutzt wird. Was bleibt, sind rudimentäre Eindrücke. So gesehen schrieb ich hier das ganze Zeug auch, weil a) der Anlass gegeben war) und b) ich nicht alles vergessen möchte, was ich einst gelernt habe. - Denn auch ich bin nicht dagegen immun.

Aber wenn ich mit meinen letzten Posts erreicht haben sollte, dass irgendwer den ganzen Wahnsinn liest und denkt: Hey, der Typ ist zwar echt schräg, aber er scheint eine Menge Fachwissen zu haben, und dabei einen Heiden-Spaß zu haben. - Das will ich auch!
Dann würde ich es schon didaktisch und konstruktiv nennen. - Natürlich hast Du Recht, wenn Du mir mein in Schrift gemeißeltes, obligatorisches, Naserümpfen über Eltern im Allgemeinen als nicht didaktisch für Eltern ankreidest. - Aber wir sollten bedenken, dass in der Unity mehr Menschen keine Eltern als Eltern sind. Und wenn ich nur die Nicht-Erltern damit ansprechen möchte, weil für mich der Drops bei Eltern ohnehin längst gelutscht ist, und mir wirklich nichts einfällt, was ich denen sagen könnte, dann könnte meine Art schon einen didaktischen Sinn ergeben. - Nur eben nicht für Eltern, weil die über jeden Zweifel erhaben sind.

So gesehen warte ich nur darauf, dass irgendwer aus der spärlichen Eltern-Fraktion kommt und Dir Deine pädagogischen Fähigkeiten komplett abspricht. - Vergessen seien alle Stunden des Uni- oder privaten Studiums, in denen Du Dich mit Pädagogik beschäftigt hast. - Hauptsache, Du hast Dich fortgepflanzt. - Davor kannst Du nicht mitreden.

- Das ist ürbigens ein Kunststück der Argumentation, dass ich bisher nur bei Eltern, bei Fragen der "Erziehung" erlebt habe.
Aussagen, wie:"Zu meinem Psychologen gehe ich nicht mehr, der hat keine Macken/frisst keine Pillen und kann deshalb nicht mitreden." oder "Wenn mir ein Körperteil entfernt werden sollte, suchte ich nach einem einarmigen Arzt." habe ich noch nie gehört. -. Also wenn zukünftig diverse User diesen Eltern-Bullshit schneller als solchen enttarnen, dann finde ich, wäre schon viel gewonnen.

Aber zurück zu meinem kleinen Chemiker, der übrigens im Zuge der französischen Revolution auch einen Kopf kürzer gemacht wurde, wohlgemerkt nicht durch ein japanisches Langschwert, sondern die französische Guillotine. (Wenn die Masse nur nicht immer so kopflos reagieren würde! ). Angeregt durch das Spiel >>Unity<< habe ich mir nochmal seinen Lebenslauf angesehen und mein Wissen über ihn aufgefrischt. Der Kerl, abgesehen von seinem tragischen Ende (der Reinfall mit dem Fallbeil (man beachte das Wortspiel) war ein echter Glückspilz. Er heiratete mit 28 seine Frau Marie-Anne als diese 13 war. (ja, ich weiß, ich bin gegen Heirat, aber in diesem Fall zählt für mich die Vereinigung, nicht das Dokument). - Zurück zum Thema. Sie war auch ein echter Glückspilz, denn nach der Trennung von ihren Eltern und der "Allianz"? mit Antoine blühte sie regelrecht auf und entwickelte sich zu etwas sehr schönem, was ich gerne öfter sehen würde.
Marie-Anne lernte innerhalb kürzester Zeit VERSCHIEDENE Sprachen, begann die Chemie von Antoine zu verstehen, zu verinnerlichen und zu übersetzen, um diese an bedeutende Chemiker der damaligen Zeit ins Ausland zu senden und nahm zusätzlich Zeichenunterricht, bei einem nicht unbedeutenden Maler der damaligen Zeit. Auf diese Weise kam nicht nur ein Portrait von Benjamin Franklin (verwurschtelt in Assassins Creed III) zum Vorschein, sondern auch die abgezeichneten Experimente von Antoine in hervorragender Qualität.

Und diese kleine Geschichte erzähle ich nur, um zu zeigen, dass ich es für pädagigisch wertvoll halte, Spaß an Wissen zu zeigen und zu seinen Mitmenschen eine tiefe, emotionale (und sexuelle!!) Verbindung herzustellen. Vielleicht ist das Wichtigste, was ein Lehrer (oder jemand, der es sein möchte??) leisten kann?
Das erinnert mich an die Tatsache, dass die "platonische Beziehung", die oft im Atemzug mit den alten Philosophen Griechenlands erwähnt wird ja die reine Farce ist: Der Lehrer PLATONs war SOKRATESS. Und letzterer hat darauf bestanden, mit all seinen Schülern zu schlafen.

Zum letzten Kapitel des Posts:
Ich schreibe noch immer, wie besessen an meinem Buch und komme nach wie vor EXTREM schleppend voran. Dementsprechend war mein Anliegen in den letzten Posts tatsächlich in erster Linie pädagogisch. - Allerdings hauptsächlich für mich. Schreiben auf Stichpunkte, die von anderen in die Diskussion eingeworfen werden, kann ich verdammt gut gebrauchen. - Es ist wie im Kampfsport. Drill funktioniert, um die Schüler zum täglichen Training zu bekommen. Doch der Meister macht das Training freiwillig, obgleich er es am wenigsten nötig hätte. - Ich habe noch Probleme, "frei" zu schreiben, also ohne "Zuhörer" - Ich bin kein Meister, aber jemand, der sich bemüht, zumindest im Schreiben einer zu werden. Meine Abhandlung über europäische und asiatische Schwerter rief mir wieder in Erinnerung, dass ich die Schwerter nicht ohne Grund wählte. Merkwürdiger, spitzfindiger??, pointierter??, kurioser?? Weise wählte ich meine Schreibgeräte (produkte von Lamy) ähnlich wie meine Schwerter. Alle haben keinen Schnickschnack, sind schlicht und die Funktion diktiert das Design. Meine Schwerter, sowie Schreibgeräte sind nicht übermäßig teuer gewesen. - Neue gute Samurai-Schwerter dagegen sah ich ab 26.000 Euro und noch teurer waren die Originale aus Familienbesitz. Selbst wenn ich mir so etwas leisten könnte, würde ich es nicht tun. Denn irgendwie hätte ich das Gefühl, dass es unpassend wäre, sie zu besitzen. - Sie gehören, nach meiner Auffassung, in die Hände von Schwert-Meistern. Und das bin ich nicht und werde es vermutlich leider auch nicht in diesem Leben werden.


So, genug des Wahnwitzes für den Moment. Ich bin gespannt, wer und mit was man mir hierauf antwortet. (Ich hoffe nur , es kommt keine OffTopic-Totschlag-Aktion, weil meine Beiträge nicht zu den drei Punkten im Topic passen! )

Nemi-Gruß

P.s.: Erkennt Ihr ein Muster?

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Nemesus am 07.12.2014 07:59.

E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Schuschinus

Üka Nyt pratt Hurdelhabadan

images/avatars/avatar-1077.gif


08.12.2014 14:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wie meditiert man über ein Schwert? Starrt man es an, kuschelt man damit oder fuchtelt man herum, bis man in Trance ist? Geht das auch mit anderen Gegenständen, wie einem mit Salamis bestückten Reagenzglasständer? Dieser ganze Meditationskram verschließt sich mir ohnehin. Zu viel Grübeln, zu viele Zweifel, zu viel Negativität.
Es ist schon bemerkenswert, wie jemand auf die Idee kommt durch Blumenstecken und Teetrinken zur Erleuchtung zu gelangen und warum er so spezielle Tätigkeiten gewählt hat. Auffällig, wie häufig die vielfältigen Möglichkeiten auf einen engen, vorgeschriebenen Weg zusammengeschrumpft werden. Ich habe von einer Form des Klingelstreichs gehört, bei der sämtliche Knöpfe mit Streichhölzern verklemmt werden. Diese Form des Strecihholzsteckens zur Kunst zu erheben soll zur "Erläutung", einer wenig bekannten Nebenform der Erleuchtung führen, die in früheren Zeiten in allen Ländern, die die weit verbreitete Türklingelkultur pflegten, von Kindern instinktiv praktiziert wurde. Doch die damit einhergehende Aufregung beim Wegrennen hat bisher jede Erläutung am Gelingen gehindert, weshalb das Wissen fast verloren ging. Durch gleichzeitiges Anzünden der Streichhölzer zum Zwecke einer Meditation beim Warten auf das Türöffnen würde zu gleichzeitiger Erleuchtung und Erläutung führen. Den ganzen Trick gibt es auch in der Räucherstäbchenvariante, was aber eine moderne Erfindung für Touristen ist, deren ungeschulter Geist für die feinsinnigen spirituellen Erfahrungen nicht empfänglich ist und daher mit überzogenen Klischees zugedröhnt wird. Dabei werden auch die Kabelverse von den offenliegenden Leitungen alter Häuser gelesen. Der Dreck an weißen Kabeln sieht von weitem aus wie Schrift, was sehr irritierend sein kann. Im Nebel der Räucherstäbchen ist das noch weniger erkennbar, so fällt es den Touristen nicht auf, dass dies eine erfundene Tradition ist.

Wenn man als Kurzsichtiger ein kleines Licht vor dunklem Hintergrund beobachtet, während daneben der Fernseher läuft, kann man seine eigene Pupillenänderung sehen. Ein anderes Phänomen ist, dass Spiegelungen am Rand einer Brille eine Strandidylle erzeugen können, da das Licht die Form einer Wasseroberfläche im Gegenlicht einer tief stehenden Sonne annimmt und ins Bild ragende Wimpern das Dünengras liefern. Diesbezüglich rückblickend eingeordnet auf den Fall ersteren Beispiels ist zu bemerken, dass je nach Feuchtigkeitsgrad des Auges und oberflächenspannungsbedingte Erhebungen der Tränenlandschaft ein ähnliches Bild auf dem Lichthof erwirken. Blinzeln verändert die Landschaft. Je nachdem können Ähnlichkeiten zu lichtmikroskopischen Impressionen biologischen Zellmaterials oder eines stillstehenden und vergrößerten Ausschnitts einer diffusen Laserreflexion hervortreten, sowie das Auftreten von Pareidolien.
Bei seitlichem Kippen des Kopfes dreht sich die Erscheinung mit. Hier wird eine Projektion des geistigen Horizontes auf die Netzhaut angenommen. Es existieren Theorien von Stu Pitt McYoosah und Zölestin von Schwestpfälzer bezüglich eines unerforschten Organs hinter dem Auge, welches selbsterzeugte Gedankenbilder zusätzlich in äußere Sinneseindrücke umwandelt und so die Intensität verdoppelt. Der evolutionäre Sinn dieser Funktion ist gerade die Unterscheidung äußerer und innerer Bilder. Ohne dieses Organ wären beides nur einfache Eindrücke mit gleicher Intensität. Mit zunehmender Distanzierung von der Phantasie wurden auch die inneren Bilder immer blasser, die Intensität nach der Verdoppelung glich sich an, das Organ verlor seine Bedeutung. Heute kommt es vereinzelt noch zu realistischen Wahrnehmungen innerer Bilder, die meist als Spinnerei und Halluzinationen abgetan werden.

Hier erkennt man einen Zusammenhang mit dem Klingelstreich. Mag die Suche nach Erleuchtung sich nur in manchen Teilen der Welt bewahrt haben (Seit der Globalisierung ist sie wieder mehr ins bewusstsein anderer Kulturkreise gelangt), so hat sich der Urtrieb nach einem höheren Bewusstsein verzweifelt andere Wege gesucht, in diesem Fall über das Gehör in Form einer Erläutung, auch wenn es unbewusst abläuft. Prof. Pratalipanotipat von der Universität Asbestlingen verglich jüngst die Häufigkeit von Klingelstreich-Adrenalinkurven-förmigen Fasern in Raufasertapeten und stellte dabei etwas Verblüffendes fest:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/...a:-Was-uns-eint
Der Typ bei 35:41 hat eine gewisse Ähnlichkeit mit unserem Guru, aber das kann ich nur anhand der verfremdeten Internetbilder und Videos beurteilen.
Bitte nicht schlagen.
E-Mail an Schuschinus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
dian
unregistriert
08.12.2014 16:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

smilie21
Sehe ich übrigens ganz genauso. Man kann mit sehr vielen Dingen meditative Erfahrungen machen. Die künstliche Beschränkung auf Teezeremonien oder das Herumfingern an einem Rosenkranz erscheint mir auch etwas arg eindimensional. Eben Spiritualität fürs fantasielose Volk, die immer für alles, was sie machen, einen Vorturner brauchen, der es ihnen vormacht, und am besten noch einen guten Grund (du musst dadurch deine Ahnen ehren, bzw. das gefällt deinem Gott, wenn du das tust, Buddha hat das auch so gemacht, etc.)
Wobei ich damit nicht sagen will, dass Teezeremonien grundsätzlich schlecht wären.

Generell bin ich etwas zwiegespalten. Ich finde es faszinierend, wie Nemesus Verknüpfungen erstellt und von einem Computerspiel über französische Chemiker schließlich bei den alten pädophilen Griechen landet (Raumschiff Enterprise und Bioshock haben bei seinem letzten Beitrag noch gefehlt, aber ja, ich erkenne zumindest dieses Muster, und würde mir ein Buch, das ähnlich aufgebaut ist wie die letzten Beiträge hier, wahrscheinlich sogar ins Regal stellen wollen... womöglich würde ich sogar ein paar Seiten darin herumschmökern)
Andererseits glaube ich nach wie vor nicht, dass Wissen, Fachkompetenz und Sexualität allein die Menschheit aus ihrem Jammertal bringen wird.
Als Beweis möchte ich anführen, dass es viele gebildete sexbesessene Arschlöcher da draußen gibt, und auf der anderen Seite auch ungebildete Baumschüler, die noch nie von Marquis de Sade gehört geschweige denn gelesen haben, aber trotzdem instinktiv vieles richtig machen, was andere, deutlich gebildetere Leute falsch machten.
Insofern wage ich auch zu bezweifeln, dass geistreiche, umfassend gebildete Eltern auch automatisch geistreichen Nachwuchs hervorbringen würden... im Gegenteil ist es ja oftmals so, dass Kinder ganz bewusst einen anderen Lebensweg einschlagen als den, den sie all zu penetrant von den Alten vorgelebt bekommen. Aber es geht Nemesus ja auch nicht darum, mehr Bildung für Eltern zu fordern, sondern vor allem um die schädlichen Auswirkung von monogamen Beziehungen. Wodurch es letztlich dann auch völlig egal ist, wie gut sich Ya2k mit japanischer Schwertschmiedekunst auskennt... allein dadurch, dass er in einer monogamen Beziehung lebt, hat er seinem Kind schon die Chance genommen, sich gesund zu entwickeln.

Wobei mich an dieser Stelle schon mal interessieren würde, wie viele kluge Köpfe in der Menschheitsgeschichte in einer polyamourösen Gemeinde aufgewachsen sind, und wie viele von ganz normalen spießigen Eltern großgezogen wurden.
Desweiteren wäre eine Statistik darüber interessiert, ob die in polyamourösen Kommunen aufgewachsenen Kinder tatsächlich später zu reiferen und wertvolleren Menschen werden. Was ich bisher so gehört habe ist eher, dass viele die in Kommunen aufgewachsen sind später einen ordentlichen Dachschaden davontrugen, was teilweise sogar dazu führte, dass sie aus Protest gegen den lockeren Lebenswandel ihrer Eltern als Erwachene zu konservativen Spießer wurden. Vermutlich gleicht es sich irgendwo wieder aus... die einen rebellieren gegen ihre spießigen Normalo-Eltern und werden erst durch dieses ständige Hinterfragen zu echten Menschheitsgenies, die anderen rebellieren gegen ihre elitäre postpolyamouröse Eltern-Sekte und enden irgendwann mit einer Überdosis oder als Pfarrer im Zölibat.

Und nein, @ Schuschinus:
Opa war zwar Sturmführer bei der SS, aber der dort marschierende Herr ist weder er noch mein früheres Ich. Trotzdem interessant, was dir alles so auffällt. smilie26

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 08.12.2014 16:49.


Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: Schuschinus, dian 09.12.2014 05:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

"Ich sah die besten Köpfe meiner Generation vom Wahnsinn zerstört, verhungernd hysterisch nackt, wie sie sich durch die Negerstraßen schleppten im Morgengrauen, auf der Suche nach einer letzten Spritze,..."

Beginn von >>Das Geheul<< (Howl) / Allen Ginsberg, San Francisco / 1955

@ Schuschinus:
Danke für Deinen erfrischenden Beitrag über die Erläutung. - Ich fand ihn sehr hübsch, vor allem, weil er die allgemeine Falsch-Verdrahtung? zumindest zum kleinen Teil aufdeckte.
In meinen letzten Posts schrieb ich zwar vermehrt über kulturelle Fakten allerdings bemühte ich mich, sie stets recht neutral darzustellen. So beantwortete ich Eastmans Frage, warum ich mich einst begann, mit Schwerten zu beschäftigen aber nicht, ob mir die Meditation tatsächlich etwas gebracht hat.
Um es kurz zu machen: Ja, auch das brachte mir viel. Zum Beispiel kann ich aus der Sicht eines Okkultisten schreiben, ohne einer zu sein. - So denn: Aus Sicht eines Okkultisten ist es schwierig, seine Philosophie anderen Menschen näher zu bringen, da sie transzendent ist. - So können Anleitungen zum Training vermittelt werden, nicht jedoch, wohin es Dich führt, wenn Du am Training teilnimmst. Meditationen oder rituelle Handlungen können als praktische Seite des Trainings angesehen werden. Der theoretische Aspekt des Trainings eines "Adepten" besteht darin, sich Wissen anzueignen, dass ihn dazu befähigt, zu erkennen, warum die Anweisungen so gegeben wurden, wie sie gegeben wurden. - Vieles von dem, was ich damals erlebt habe, schien mir auf Anhieb ziemlich schwachsinnig zu sein. Doch als ich mich darauf einließ und Wissen von verschiedenen Disziplinen zur Hilfe nahm, bestimmte Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, war plötzlich weit weniger Schwachsinn darin, als ich dachte. Tatsächlich kannst Du Okkultismus/Esoterik als eine Art Metasprache der Religionen ansehen, Du kannst damit Religionen zerpflücken, und Gemeinsamkeiten entdecken, die Du vorher nicht gesehen hast. Du kannst sogar die Erkenntnisse ausweiten, weit über okkulte Bereiche hinaus.

Der Schriftsteller Allen Ginsberg ist ein gutes Beispiel. Sein Gedicht >>Das Geheul<< zu lesen, machte mir einen riesigen Spaß. Übrigens war er der Ansicht, dass seine Poesie >>Rhythmus<< haben würde, ähnlich dem der Jazz-Musik.
Besonders deutlich wird das in Zeilen, wie: "..., die Zigaretten rauchten in Güterwaggons Güterwaggons Güterwaggons auf der ratternden Fahrt durch den Schnee, einsamen Farmen entgegen in der großväterlichen Nacht," oder
"um Syntax und Rhythmus der ärmlichen menschlichen Prosa neu zu erschaffen und vor euch zu stehen, sprachlos und intelligent und zitternd vor Scham, zurückgewiesen, doch frei die Seele bekennend im Einklang mit dem Rhythmus der Gedanken in seinem nackten und unendlichen Kopf,.."

In der "Esoterikwelt" werden "Klangmandalas" in der Meditation gebraucht, auch Mantras genannt. Das bekannteste dürfte "Aum Mani Padme Aum" sein. Der Rhythmus der immer und immer wiederholten Phrase sorgt für gleichmäßige Atmung, die eine große Rolle für die Meditation hat (asiatische Schulen reden in diesem Zusammenhang vom Kreislauf des Chi). Allerdings finden sich Atemübungen auch im Westen, bei Musikern, Wissenschaftlern, die sich vor einer intellektuellen Arbeit besonders gut konzentrieren wollen und Ausdauer-Sportlern. Mit anderen Worten: Die richtige Atemtechnik sorgt für einen Leistungszuwachs. - Der Körper und damit auch das Hirn werden besser mit Blut und damit mit mehr Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus wird in jeder Form der Meditation versucht, Zugang zu den tieferen Schichten des Bewusstseins zu bekommen. Ein Vorgang, der nicht immer leicht ist, weil unser Wachbewusstsein sehr schnell beginnt "wild darauf loszuplappern". Genau dies wird mit dem Wiederholen von Mantras unterbunden. Und auch wenn ich der Antwort auf dian schon ein wenig vorauseile: Es gibt auch noch die Verwendung von Mudras (Gesten), die eine ähnliche Funktion haben. Eine Kombination von Beidem seht Ihr beim Rosenkranz. Das monotone Bewegen der Perlen, gepaart mit dem "Herunterbeten" der üblichen Floskeln, soll das Wachbewusstsein zur Ruhe kommen lassen. - Es braucht Stille, um sein Unterbewusstsein wahrzunehmen.

Zurück zu Deiner Frage: Ich versuchte damals ein wenig mehr über die Tradition der Freimaurer herauszubekommen, also wollte ich auch testen, wie die gelebte Tradition auf mich wirkt. Die "magischen Waffen", mit denen meditiert wird, sind Kelche(wahlweise auch Horn, wie Füllhorn), Scheiben(Pentakel, nicht mit Pentagramm/Drudenfuß verwechseln) Stab und Schwert. - Die Gegenstände werden meistens vor einem ausgebreitet. Meditiert wurde hier im Sitzen. (Ich lernte später auch die Koreanische Bewegungs-Meditation kennen, die ohne "magische Waffen" auskommt.) - Und ja: Die "magischen Waffen sind identisch mit den "Farben" des Tarots, eben weil man alles als archetypische Urformen (C.G. Jung) betrachten kann.

Abschließend: Mediation hat viele positive Aspekte, die von der modernen Wissenschaft bereits bestätigt wurden. Sie ist blutdrucksenkend, hilft, in Stress-Situationen und tatsächlich verändert Meditation auch das menschliche Hirn. (Es gibt eine Umlagerung der Anteile von grauer und weißer Hirnmasse). Näheres ist jedoch noch nicht erforscht.

Jedenfalls ist Ginsberg Gedicht deshalb so eingängig, macht teilweise sogar euphorisch, weil es gezielt Rhythmus nutzt

Übrigens finde ich mich am meisten in diesen Zeilen Ginsbergs wieder:
"...die am City College von New York die Dadaismus-Dozenten mit Kartoffelsalat bewarfen und sich anschließend mit geschorenen Köpfen und clownesken Selbstmordreden auf den Granittreppen der Irrenanstalt präsentierten und sofortige Lobotomie verlangten,"

Aber das nur am Rande. - Zurück zu Dir: Bleibe offen aber werde nicht unkritisch!

@dian
Du weißt, dass ich nichts für Religionen übrig habe und schon gar nicht für gläubige Menschen. Ich kann mich gerne mit Religionen beschäftigen, solange ich nicht an sie glauben muss. Dennoch halte ich Vorturner für essentiell und wichtig. - Die Alternative wäre, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Die letztere Methode war übrigens dafür verantwortlich, dass die Inder, einst das bei Weitem fortschrittlichste Volk in der Mathematik, ihren Vorsprung verloren. - Ihre Mathematik stagnierte, weil es keine schriftlichen Abhandlungen gab, wie die, die später in Euklids "Die Elemente" (Abendland) zusammengefast wurden.

Unsere heutige Welt basiert auf die alte Fähigkeit, Inhalte in Schrift festhalten zu können. (Vor dem Buchdruck wurden Bücher abgeschrieben, um sie zu "kopieren." Ohne die Bücher, die man als unsere Vorturner bezeichnen könnte, wären wir wohl noch mehr in der Steinzeit, als wir es ohnehin noch sind.

Das Schwierigste habe ich mir für zuletzt aufgehoben. Du schreibst:
Zitat:
Andererseits glaube ich nach wie vor nicht, dass Wissen, Fachkompetenz und Sexualität allein die Menschheit aus ihrem Jammertal bringen wird.


Ich vermisse etwas Deine Phantasie und das Hören auf Deine innere Stimme. Stattdessen scheinst Du Dich an einigen Schlagwörtern fest zubeißen und das schon seit Jahren. Ich wünsche mir ein wenig mehr Offenheit für neue Ideen.

Vielleicht so:
Vergiss einmal Eltern und Kinder und lass uns an unsere Gemeinsamkeit denken, dass wir beide dieses "System" mehr als abscheulich finden. - Auch wenn wir vermutlich unterschiedliche Beweggründe haben, es abscheulich zu finden.

Was mich anbelangt, ich würde von einem fortgeschrittenem "System" erwarten, dass die Grundbedürfnisse aller gedeckt sind. - Mehr noch, dass Überfluss herrscht. Dass Menschen im Bewusstsein leben, nie auszulernen und mit Freude und Eifer immer neues erlernen können. Dass sie sich sportlich und spirituell weiterentwickeln können, und dass dies zum festen Bestandteil aller Menschen gehört, also eine Selbstverständlichkeit ist. Stelle Dir von mir aus einen Insel?Staat vor, bei dem (etwas Besseres) als die Uni allen ein Leben lang zur Verfügung steht, mehr noch, es ist vorgesehen, dass alle dort einen Platz haben, solange sie leben, auch, wenn sie nicht teilnehmen müssen. Stelle Dir vor, Sportvereine und Meditationsschulen wären ebenfalls umsonst, ein Leben lang.)

In unserem heutigen System ist das nun wirklich gar nicht gegeben. Im besten Fall warst Du einst Student und musstest, trotz dieser ARBEIT mit Schwachsinnigkeiten Geld verdienen, und dann bist Du fertig, und hast "ausgelernt". - Aber wer lernt schon aus?

Und jetzt können wir auch wieder an Eltern und Kinder denken, und diesmal mache ich es anders herum. Ich sehe ´mal die Eltern als Opfer, sagen wir: Opfer ihrer eigenen Einfältigkeit. Kinder zu betreuen ist oder sollte ein 24-Stunden Job sein. Wie Eltern, die auch arbeiten müssen, um Geld zu verdienen (damit sie sich beispielsweise einen Briefbeschwerer in Form eines Samurai-Schwertes leisten können und sich gar nicht mehr so spießig damit vorkommen) das leisten sollen, ist mir schleierhaft. Und noch auswegloser ist die Möglichkeit, sich regelmäßig mit Freunden auszutauschen, für sich selbst zu lernen, ihre Hobbies zu leben oder gar Sport zu treiben, um auch noch etwas für ihre Gesundheit zu tun. - Der Zeitmangel wird sich negativ auf die Eltern und damit auch auf die Kinder auswirken. Die Empfindung, ständig etwas zu verpassen, wird ein Keil zwischen Eltern und Kinder treiben und Jähzorn wird die Antwort sein.

In einer besseren Welt würden Menschen ENGER zusammenleben. Das gemeinsame Ziel wäre die Weiterentwicklung des Einzelnen, mit gegenseitiger Unterstützung. Und wenn diese Menschen tatsächlich tiefer aufeinander eingehen, und sie nicht nur "übergebildete Arschlöcher" sind, werden die Gefühle auch füreinander wachsen. Sex wäre vermutlich die Konsequenz aber nicht der Weg. (Vergleiche dies mit dem ZEN-inspirierten Bogenschießen: Weg und Ziel und der Pfeil wird bereits als im Ziel betrachtet, BEVOR er abgeschossen wurde.)

Ich denke, dass Du diese Betrachtung von mir immer ein wenig "vergisst", wenn Du das Wort Kommune hörst. - So wie unzählige Leute, mit denen ich redete, die die Vorstellung hatte,, jede Kommune müsse sich selbst versorgen und am besten, so voll krass alternativ, selbst Gemüse anbauen.

Wenn ich meine Ideen näher bringen möchte, bin ich auf Worte angewiesen. Wie (hoffentlich) die letzten Posts von ALLEN Beteiligten zeigten, können Worte eine Menge Assoziationen mit sich bringen. Aber eben auch Assoziationen, die gar nicht beabsichtigt waren. Die Kommune, die mir vorschwebt, jedenfalls, ist Hippie- und Kleingärtner- frei.

Einen noch: Die Kabbalisten tricksten den Verstand aus, indem sie Sätze benutzten, die für das Wachbewusstsein unverständlich sein mussten, im Unterbewusstsein jedoch dennoch Bilder hervorriefen.

In diesem Sinne: "Kether ist der Ozean des negativen Lichts."

Fröhliche Erläutung,
N.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Nemesus am 09.12.2014 10:25.

E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Yog-Sothoth




RE: Schuschinus, dian 11.12.2014 18:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Nemesus:
Einen noch: Die Kabbalisten tricksten den Verstand aus, indem sie Sätze benutzten, die für das Wachbewusstsein unverständlich sein mussten, im Unterbewusstsein jedoch dennoch Bilder hervorriefen.

In diesem Sinne: "Kether ist der Ozean des negativen Lichts."

Versuche, durch den Ozean zu schwimmen ohne nass zu werden, auch wenn es unmöglich erscheint ... bzw. nicht versuchen, sondern annehmen, dass der Pfeil bereits im Ziel ist. Augenzwinkern

Spoiler:   

*taucht wieder unter, in den Ozean einer positiven Dunkelheit*
E-Mail an Yog-Sothoth senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


??? 14.12.2014 19:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Warum habe ich eigentlich stets das Gefühl, dass Du, lieber dian, Dich immer dann zurück ziehst, wenn offensichtlich werden könnte, dass Du weniger reflektiert bist, als es Dir in Deiner Guru-Aufklärungsrolle lieb sein könnte?

N.
E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Schuschinus

Üka Nyt pratt Hurdelhabadan

images/avatars/avatar-1077.gif


09.12.2014 14:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jede Situation ist einzigartig und ein begrenzter Wortschatz und begrenzte Satzbildungen können diese Vielfalt nicht annähernd präzise wiedergeben. Man benötigt eine Sprache, die mit jedem Satz neu erfunden wird. Nicht einmal dasselbe Ereignis wird zweimal mit denselben Worten beschrieben, da sich das Verhältnis des Sprechers zum Besprochenem seit der vorherigen Erwähnung geändert hat. Für jeden Punkt aller Dimensionen wird ein eigenes Sprachkonstrukt erschaffen. das macht die Sprache unerlernbar. Sie muss sich einem auf anderem Wege offenbaren. Aber so kann man seinen Charaktere begründet spontanes Kauderwelsch in den Mund legen. Das verwende ich als "Ursprache des Universums". Aber bei Nutzung des vollen Bewusstseins mit Telepathie und allem erübrigt sich Notwendigkeit einer gesprochenen Sprache, sie wäre eine künstlerisch reduzierte Ausdrucksform.

Eine andere Sprache, die ich als Instrument der Unterdrückung eingeführt habe, und als "Sprache des Bösen" fungiert, bedient sich der Eigenschaft, nichts eigenes schönes hervorzubringen sondern nur zu stehlen und alles in Schlechtes zu verwandeln. Aus allen bekannten Sprachen werden Sätze, mit denen man sich selbst beleidigt genommen und mit neuen Bedeutungen versehen. Der Gedanke ist, dass man sich mit jedem gesprochenen Wort erniedrigt, ohne dafür extra Zeit aufzuwenden, da jede Ausschmückung verboten ist, private Unterhaltung und Dichtung sowieso. Sprache wird als Arbeit verstanden und muss effizient sein. Die einzig erlaubte Ineffizienz ist das Wort "ßörr", das am Anfang und Ende jeden Satzes verwendet werden muss.

Meine Geschichten sind eigentlich zu erhaben, um in irgendeiner irdischen Sprache erzählt zu werden Augenzwinkern . Anfangs hatte ich mal versucht, eine Sprache richtig zu entwerfen, bin aber davon abgekommen. Stattdessen versuche ich nun in Selbstgesprächen langsam Begriffe zu ersetzen und verschiedene Dialekte abzuwandeln. Das kommt dem natürlichen Entstehen einer Sprache näher.

Jetzt könnte ich jede Vorturnung als eine von vielen meditativen Sprachen zum Unterbewusstsein bezeichnen (und evtl noch eine Verbindung zu meiner Realitätsprogrammiersprachentheorie herstellen. Hach, bin ich in Assiziationslaune). Um eine Turnübung zu perfektionieren ist es nützlich, nicht ständig zu wechseln. Rechtschreibung/Rechtturnung ist in einigen Bereichen sehr hilfreich, hindert aber die Entwicklung an anderen Stellen. Übrigens hat Gott sich mit der Verwirrung der Sprachen ein mächtiges Eigentor geschossengroßes Grinsen . Jetzt streiten sich die Leute über die korrekte Übersetzung seiner heiligen Hetzschrift.
E-Mail an Schuschinus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Nemesus



images/avatars/avatar-1139.gif


re: Schuschinus 10.12.2014 02:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Vorletzter Post: Echt witzig. Aktueller Post: Nichts Neues. - Schade.

N.
E-Mail an Nemesus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Schuschinus

Üka Nyt pratt Hurdelhabadan

images/avatars/avatar-1077.gif


10.12.2014 11:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Stimmt smilie35
E-Mail an Schuschinus senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
dian
unregistriert
10.12.2014 18:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Nemesus:
Zitat:
Ich vermisse etwas Deine Phantasie und das Hören auf Deine innere Stimme. Stattdessen scheinst Du Dich an einigen Schlagwörtern fest zubeißen und das schon seit Jahren.

Eigentlich ist es ja gar nicht meine Absicht, in Diskussionen mit dir immer die Verteidiger-Rolle für monogame Lebensweise und klassische Familien zu übernehmen.
Ich hab ja selber Augen im Kopf und sehe, was für austauschbare, phantasielose Gestalten so alles Eltern werden... im Idealfall kann man froh sein, wenn sie ihren Kindern ein Minimum an Verantwortungsgefühl und Respekt beibringen, damit die später nicht total asoziale Vollpfosten werden... aber eine darüber hinaus gehende Förderung ist schon allein aus Zeitgründen kaum möglich.
In meinen Romanen kommt, nebenbei bemerkt, die klassische Familie auch nicht gerade gut weg. Da sind Eltern meist ahnungslos, haben das Denken längst aufgegeben (oder nie gelernt) und sind ihren Kindern geistig haushoch unterlegen.

Keine Ahnung, warum ich dir trotzdem so häufig widerspreche bei dem Thema. Vielleicht weil es so, wie du es schilderst, manchmal ein bisschen einseitig rüberkommt. Oder deshalb, weil ich zwar auch gerne bessere, also "optimierte" Menschen hätte, aber man zuweilen meinen könnte, dir geht es vor allem darum, belesene, technisch versierte Wunderkinder zu schaffen.
Vielleicht bilde ich es mir ja auch nur ein... aber ich habe den Eindruck, dass für dich früher die Sehnsucht nach Freundschaft und tieferer Verbundenheit, also die ganzen zwischenmenschlichen Aspekte, noch eine größere Rolle gespielt haben... während du dann irgendwann dazu übergegangen bist, aus Frust über deine Erlebnisse mit anderen Menschen die Menschen erstmal kompetenter machen zu wollen, weil man sonst ja sowieso nix mit ihnen anfangen kann. Und so kommt es eben für Außenstehende heute so rüber, als ob Nemesus der ewig nörgelnde Optimierer ist... und die Leute fragen sich, warum sie sich von dir optimieren lassen sollen... um dann hinterher so zu werden wie du? Aber dein wahres Ich kennen sie gar nicht.
Wohingegen ich schon denke, dass ich zumindest ein bisschen verstanden habe wie du tickst... auch wenn das vielleicht nicht so rüberkommt, weil es so wirkt, als ob ich dir immer nur ständig widersprechen wollte. Dabei ist es aber im Grunde mehr deine Didaktik und dein Auftreten, das mich manchmal irritiert, und weniger deine eigentlichen Aussagen. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass das nicht nur mir so geht. Augenzwinkern

Eev

farewell

images/avatars/avatar-1189.jpg


10.12.2014 19:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ehrlich gesagt, kann ich dian da auch nur zustimmen.
E-Mail an Eev senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Ya2k



images/avatars/avatar-1087.jpg


10.12.2014 22:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

So wie es aussieht, bin ich hier momentan der einzige der sich fortgepflanzt hat. (ich schäme mich ganz doll.. Augen rollen .)

Das gibt hier aber niemandem das Recht, mir alle mögliche Scheisse anzudichten über die er sich mal bei Eltern aufgeregt hat. Keine Ahnung, in was für furchtbaren Lebensmodellen man aufwachsen muss, damit man das Prinzip Vater und Mutter generell ablehnen muss.
Ich kann jedenfalls sehr gut verstehen, warum man Eltern ablehnen kann!
Früher hab ich meine Mutter angespuckt, mit meinem Vater den Kontakt abgebrochen, meinen Stiefvater durch die Tür getreten usw.
Trotzdem laufe ich nicht durch die Welt und tue so als seien Eltern für alles Elend verantwortlich dass so passieren kann. Genausowenig bin ich der Meinung, dass Kinder am besten aufwachsen, wenn alles nach Bilderbuchfamilie aussieht.

Noch ein schönes Zitat für Nemesus: Menschen die sich für andere einsetzen, sind wichtiger als Bücher und Erklärungen.
E-Mail an Ya2k senden Fügen Sie Ya2k in Ihre Kontaktliste ein
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Seiten (3): « vorherige 1 [2] 3 nächste » Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Le café unité » ...

Schnellantwort
Benutzername:
Überschrift:  
Optionen:




Antworten:

Powered by Burning Board 2.2.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH | Impressum