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Kategorien und Identität: Das herrschende Schubladensystem
04.09.2009 20:54 |
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Kategorien und Identität: Das herrschende Schubladensystem
Der Mensch ist Produkt seiner Umgebung genauso wie die Umgebung Produkt des Menschen ist. Das heißt im Prinzip, dass wir um dagegen anzukämpfen an mehreren Stellen angreifen müssen- zum einen bei den Zuständen, zum anderen bei den einzelnen Menschen- also auch beim eigenen Bewusstsein. Außen existente Grenzen erzeugen Grenzen im Kopf und Grenzen im Kopf wandeln sich in real existierende Grenzen.
Nun gibt es in der heute herrschenden Gesellschaft bestimmte Umgangsformen, die das Leben in ihr auf diese Art und Weise erst „funktionsfähig“ gestalten.
Im speziellen muss die Identifikation mit den einzelnen Mitmenschen in der Masse blockiert werden, damit das Kapital möglichst ohne gebremst zu werden weiterfließen kann- mit anderen Worten: damit die Geschäfte reibungslos laufen und dem keine zwischenmenschlichen Konflikte in die Quere kommen.
Information und Ware müssen fließen.
Um dies zu garantieren werden Identitäten im Einzelnen und Kategorien im Gesamten konstruiert.
Identitäten sind quasi starre Personenmuster. Über was sich die Identität definieren kann zeigt eine Polizeikontrolle: Beruf, Name, Alter,… Eine Eigenschaft eines Menschen wird festgehalten und so zu seinem/ihren Gefängnis.
Das ganze wird in sozialen Gruppen reproduziert: Die Fleißige, der Streber, der PC-Kenner, der Witzbold, die Zickige, die Dicke, der Dumme, die Langsame… während der sozialen Auslese an den Schulen (und einen anderen Zweck besitzt die Schule als Instrument der heutigen Verhältnisse nicht) treten schon genau jene Phänomene auf. Menschen werden in Muster gepresst und lassen sich in diese Muster pressen- nehmen das Muster irgendwann als Identität auf. Definieren sich darüber.
Im großen tritt ähnliches bei den Kategorien auf: Der Mensch, das Tier, der Deutsche, die Japanerin, die Arbeitslosen,…
Ein grobes Muster überzieht die Welt und verzweigt sich in Assoziations-Ketten, die an jeder Kategorie hängen.
Da sich das ganze auf 2 nicht wirklich voneinander zu trennbaren Ebenen abspielt (dem Kopf und der Umwelt) müssen Kategorie und Identität auch auf beiden betrachtet werden.
Im Falle der Kategorie: Die Person, die eine andere in eine Kategorie presst unterdrückt nach innen und nach außen hin das, was mit der Kategorie verbunden ist. Die Kategorien an sich müssen gar keinen Wahrheitsgehalt besitzen- es können reine Vorurteile sein. Aber sie leben in realen Unterdrückungsformen.
Da die einzelnen Identitäten besonders von großen kategorischen Strömungen beeinflusst sind, gehen wir nun auf die relevantesten Kategorien ein:
1.Mann/Frau: Der Sexismus lebt von der Vorstellung es gäbe nur „Frau“ und „Mann“. Auf beides werden je allgemeine Eigenschaften projeziert und dadurch getrennt. Der Mann (und ich spreche wie gesagt von der Vorstellung „Mann“) tritt hier als Verstandeswesen auf (und zahlreiche Hirnforscher wollen uns das auch irgendwie beweisen können), die Frau als „Nicht-Mann“. Mit der Aufklärung und dem Plädoyer „Ich denke, also bin ich“, hat also das „männliche“ eine weitere Legitimation bekommen. Damit der „Mann“ nicht verführt wird, konstruiert er sich als Gegenpart die „Emotionalität“, die „Hingabe“, die „Aufopferungsbereitschaft“. In dieses Rollenmodell wird dann „Frau“ gezwängt. Frau wehrt sich nicht, opfert sich für alles auf, hat überall Mitgefühl (selbst für das „männlichste“, das heißt rücksichtsloseste Verhalten). Das alles hat sich neuerdings höchstens ein wenig in die Richtung verschoben, dass Bücher als „neuer Feminismus“ auftreten und „die Kategorie wechseln“ und es propagieren- das heißt „typisch männliche“ Rollenbilder übernehmen. Das Konstrukt „Mann“ übernimmt in der herrschenden Ordnung eine tragende Rolle: Er weiß um die „Notwendigkeiten“ (im heutigen System), hat den „Überblick“ – richtet also sein Handeln nach den heutigen wirtschaftlichen Zwecken aus.
Beispiel: Mann: „Ja, du willst ein neues X, aber wir können es uns nicht leisten./ Du hast Mitleid mit dem Obdachlosen, aber ich weiß, dass er es verdient hat.“ Die „Vernunft“, die „Logik“, der „Verstand“ in diesem Sinne dient nur zur Legitimation des Handelns und richtet sich immer am „Realistischen“, also den heutigen Bedingungen. Eine Entwicklung darüber hinaus schließt „Mann-Sein“ von vorneherein aus.
Aus dem Mannesbild folgert sich eine Selbstbestätigung über seinen Status: Erfolg in der Konkurrenz- und wenn dies im „Spiel des Lebens“ nicht funktioniert, dann über die Identifikation in größeren Gruppen (Nation, Gang, Hooligan-Gruppe,….) gegen andere im Wettbewerben (z.B.der Fäuste).
Aus dem Frauenbild folgert sich ein Werben um die „Mannesbilder“. Das konstruierte Selbstwertgefühl definiert sich übers Gegenstück „Mann“.
2. Mensch/Tier(im weitesten Sinne Natur): „Du Sau!“, „Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf!“, „Du frisst wie ein Tier!“, „Gierig/wütend/aggressiv wie ein Tier!“
Wer sich wirklich mit Schweinen beschäftigt, wird herausfinden wie extrem reinlich diese Wesen sind. Wer Tiere in freier Wildbahn beobachtet wird erkennen, dass Aggression dort nur zum Selbstschutz bzw. zur Selbsterhaltung dient und in unseren Dimensionen überhaupt nicht auftritt.
Alles in allem ist schon früh klar, dass die wenigsten die sich solcher Sprichwörter bedienen jemals näherer Erfahrungen mit der „Tierwelt“ gemacht haben, von der sie sprechen.
Hier wird besonders deutlich, wie das Tier für die Verdrängung von eigenen unterdrückten Bedürfnissen herhalten muss.
Im psychologischen lässt sich hier das „Tier“ mit dem „Es“ gleichsetzen, gegen das der „Mensch“ kämpfen muss- das „Menschliche“, das „Über-Ich“.
Beispiel: Ein Mensch hat sein Sexualleben verdrängt und wettert nun gegen alles, was Lust bei diesem Akt empfindet. Sex sollte laut ihm/ihr nur dem Zweck der Reproduktion (Kinder bekommen) dienen. Sein pervertiertes, unterdrücktes Bedürfnis nach dem Geschlechtsakt, vielleicht auch nach der Überwindung seiner Ich-Grenzen auf Kosten seiner/ihrer „gesattelten Sicherheit/ seinem Halt“, empfindet er/sie als bedrohlich, „animalisch“.
Daher rührt eine Abneigung gegen das „tierische“, das sich auch im „Tier“ entlädt. Mensch schaue dazu nur, wie viele Menschen Fleisch essen, einen fragwürdigen Umgang mit Haustieren (Besitz von Tieren) pflegen etc. Ist das Tier schwach, lässt es sich beherrschen ist zugleich auch das „Animalische“ beherrscht. Mensch hat als Mensch wieder eine Bestätigung.
Die Definition des „Menschen“, die Anthropologie und der Humanismus, arbeiten auf eine Menschenbild hin, dass immer mehr Eigenschaften und Verhaltensweisen ausschließt und Menschen nicht nur von „Tieren“, sondern parallel von „Un-Menschen“ und „Wilden“ abgrenzt.
3. Arbeit/Arbeitslos:
Gesellschaftlich wohl mehr thematisiert als das Verhältnis „Arbeiter/ Eigentümer von Produktionsmitteln“ ist seltsamerweise das Verhältnis „ArbeiterIn/Arbeitslose/r“.
Unter die Kategorie „Arbeiter“ fällt hier im allgemeinen Munde alles, was im allgemeinen unter heutigen Bedingungen als „Arbeit“ gilt. Alles, für das man Geld bekommt.
Da Lohnarbeit, Arbeit unter den heutigen Bedingungen also, zwangsweise eine Verkrüppelung körperlicher und geistiger Fähigkeiten statt einer Entfaltung bedeutet, ist sie stets mit „Entbehrungen“ verbunden. Die unterdrückte „Entfaltung der Bedürfnisse“ entlädt sich häufig in der Kategorie „Arbeitslose“. Jene, in der kapitalistischen Maschinerie aussortierte und für Zwangs-Arbeit warmgehaltene Gruppe (im Kapitalismus muss es schließlich Arbeitslosigkeit geben) – mit ihr wir dem/der „Nicht-Arbeitslosen“ gedroht.
All jene selbst unterdrückten Bedürfnisse entladen sich so im Hass gegen „Arbeitslose“, ohne die Umstände und ihre Situation zu kennen oder kennen zu wollen. Es dient als Stabilisator der Situation, da es die Entbehrungen und unterdrückten Bedürfnisse mithilfe eines „Gut/Böse“ Musters stützt. Mensch hat zwar Einstecken müssen, aber „wenigstens etwas für Deutschland getan!“.
4. Industrienation / „Dritte Welt“
Um die schreienden Abgründe zwischen Wohlstand der Industrienationen (was oft misverstanden wird als Wohlstand aller, die in Industrienationen leben) und Armut der Entwicklungsländer ideologisch zu überbrücken bedarf es dringend einer Kategorie.
Daher tritt man zur Gewissensreinigung entweder als „großzügiger Spender“ dieser „armen Wilden“ auf, empört sich künstlich über Symptome aus Kolonialzeiten und heutiger Ausbeutung (Bürgerkriege,…) und liefert gleichzeitig Waffen oder idealisiert die Situation. Da die spezifische Lage in den vielen einzelnen Ländern diese Bilder zerbröckeln würden wird das ganze Problem bequem zum „Dritte-Welt“ Problem kategorisiert.
5. Unternehmer, Politiker, USA/ Rest-Bevölkerung (Täter/Opfer)
Ein einseitiges „Opfer/Täter“ –System ist ein weiterer Feind der Entwicklung. Ist der „Täter“ festgemacht (Manager, „die USA“, Politiker) findet man sich schnell in der „Opfer-Rolle“ zurecht. „Ich habe ja Recht, ich stehe für das Gute“, aber „die Mächtigen“ sind zu stark. Dass jeder Mensch seine tragende Rolle in den herrschenden Verhältnissen hat- welche das auch sein mag- wird damit geschickt umgangen und es werden Schuldige gesucht. (Allein durch Konsum der auf dem kapitalistischen Markt erzeugten Waren wird Herrschaft ausgeübt, was nicht heißen soll dass mensch nichts mehr konsumieren sollte, sondern nur die Situation klarmachen soll.) Die angeklagten „Mächtigen“ ihrerseits können solch eine Anklage recht leicht abschütteln: Sie stecken ja in einem System von Sachzwängen, wenn sie nicht Löhne kürzen und Arbeiter entlassen werden sie von einem anderen Unternehmen verdrängt und die Firma geht in der Konkurrenz unter. Dass es weder hilft „die Mächtigen“ noch „das System“ anzuklagen wäre Aktivität, die an Herrschaft ansetzt wo auch immer- die einzige Schlussfolgerung.
6. Deutsch/ Nicht-Deutsch (bekannt/ fremd)
Im nationalen Wettbewerben muss zugunsten der „Nation“ viel selbst zurückgesteckt werden. Unter ständigen Appellen aus der Politik tritt so eine Zusammenschweißung widersprüchlicher Interessen (Kapitalist/Arbeiter- warum dieser Widerspruch keine Kategorie darstellt später) ein. Die Identifikation mit der Kategorie „deutsch“ beinhaltet stets eine Projektion der eigenen Erfahrung auf die Kategorie „Deutschland“. Der Akt der Anpassung erforderte eine Aufgabe einiger eigener Bedürfnisse? Folglich heißt „deutsch“ „pflichtbewusst, ordentlich, nationalbewusst“- alles an sich inhaltsleere Worte (welche Ordnung? Pflicht zu was?), die lediglich eine willentliche Trägerfunktion beinhaltet für die Interessen der „Nation“. Das, was hierbei über die eigene Erfahrungswelt hinaustritt und dieser vielleicht sogar widerspricht, ist der Feind vom „Deutschen“.
7. Einzelner/ Gesellschaft
Besonders schwerwiegend ist die Kategorie „Ich“ und „die Gesellschaft“. Jene Trennung reißt das isolierte Individuum leicht aus dem gesellschaftlichen Kontext. Wieder ein zweischneidiges Unterfangen: Einerseits kann ein einseitiges Schuldbewusstsein so entstehen (Ich bekomme keine Arbeit= Ich allein bin Schuld), andererseits kann die Schuld so auch weggeschoben werden (Es ist „die Gesellschaft“).
Dass jede/r einzelne weltimmanent (vom Weltgeschehen beeinflusst) wie auch weltkonstituierend (das Weltgeschehen beeinflussend) ist wird dabei außer Acht gelassen und genau das ist wichtiger Grundstein gegen eine Entwicklung, die immer eine Dynamik zwischen „Einzelnem“ und „Gesellschaft“ sein müsste, die eine kategorische Trennung aber zum stocken bringt.
Weit verbreite Ansichten und Tendenzen (nicht in der Philosophie, aber in der Bevölkerung) entstehen aus so einem Weltbild:
-der „freie Wille“, das heißt jeder Mensch könnte unabhängig von Erfahrungen und Vergangenheit immer frei wählen, wenn er nur wolle (darauf stützt sich der gesamte freie Markt)
-der „Determinismus“, das heißt das Schicksal/Naturgesetze,… bestimmen schon alles vor und der Einzelne muss sich diesem fügen.
Auf die alleinige Verantwortlichkeit des „gesunden“ Menschen (mit gegebenenfalls einigen Einschränkungen) schließen auch z.B. die Justiz bzw. gehen von ihr aus. Wer diese Trennung nicht mehr aufrechterhalten kann, gilt weitgehend als „krank“.
Auch gibt sich aus der Trennung von Einzelnem und Gesellschaft schnell ein Schein-Widerspruch, ein „entweder/oder“.
Entweder wir haben eine Gesellschaft, in der das autonome Subjekt auf dem Markt frei „egoistisch“ sein könne, oder einen Staat, der alles unter die Kappe der „Nations“-Gesellschaft schluckt. Dass eine Befreiung des Einzelnen auch immer nur eine Befreiung der Gesellschaft sein kann und andersherum kommt dabei nicht als Gedanke auf.
Komplexe gesellschaftliche Vorgänge werden verkürzt auf die „Gier“ des Einzelnen geführt.
Andersherum und genauso entwicklungsfeindlich können sie auf „das System“ geschoben werden ohne es genau zu betrachten und zu beachten, dass es auch nur von Menschen getragen ist.
Auch der Widerspruch „Altruismus/ Egoismus“ löst sich mit der Aufhebung der Kategorisierung von „Einzelnem/Gesellschaft“ auf, denn es kommt nicht auf das Zurückstecken oder Ausleben von Bedürfnissen an, sondern auf die Umgestaltung der Gesellschaft (die der Einzelne im Grade seiner Vernetzung mit anderen herbeiführen kann), sodass die Bedürfnisse generell Platz haben anstatt den Interessen des Kapitals. Ein falscher Altruismus zugunsten der herrschenden Kapitalsinteressen legt nur Erwartungen an andere Menschen hoch, die so nicht erfüllt werden können.
Mit der gewichtigste Punkt ist der Umgang mit Problemen und Kritik. Da sich der Einzelne für sein Leben voll verantwortlich fühlt und Probleme nicht als zugleich gesellschaftliche Probleme sieht, wird nach außen oft eine „heile Fassade“ ausgestellt und es wird versucht an die Probleme individuell heranzugehen (was von vorneherein scheitern muss, weil sie nie individuell entstehen). Da die anderen Menschen das auch so sehen, besteht zudem die Gefahr, dass die „Schwäche“ in Konkurrenz um Selbstwertgefühl ausgenutzt wird.
Genauso die Kritikfähigkeit: Es wird oft um den heißen Brei getanzt und die direkte, klare Kritik gescheut, die für eine Entwicklung so wichtig wäre. Welche Beziehung die Menschen auch immer untereinander haben, der Einzelne hält sich im groben allein für sein Leben verantwortlich. Das heißt, alles was er sagt und denkt wäre ein reiner Ausdruck seiner selbst.
Wird dies nun kritisiert, sieht er daher seine Person selbst angegriffen („Ich denke, also bin ich“à Ich bin, was ich denke). Dass die eigene Person mehr ist als ein starres Muster (eine Identität) aus Ideologie und Handlung, scheint fern und daher drehen sich viele Diskussionen nicht um den eigentlichen Inhalt, sondern um ein „Recht haben“- Aufwertung der eigenen Identität.
Das zur Leidens- und Mitleidensunfähigkeit (und zu Depression und stagnativem Leids tendierendem) trainierte autonome Subjekt hat den Schutzwall der Identität, die es auf dem Konkurrenzfeld um Partner, Arbeit, Selbstwertgefühl gebaut hat, stark verfestigt. Derart, dass jegliches andere autonome Subjekt nur durch das Resultat eigener Erfahrung (ohne zu hinterfragen, woher diese kommt) gesehen werden kann.
So entstehen schnell „Menschen-Bilder“ a la „Der Mensch ist von grundaus gierig/böse/…..“.
Auch werden andere Menschen so gesehen, dass sie in das eigene, „Sicherheit“ heuchelnde, Gefüge aus Erfahrungen gefroren zur „Meinung“ , das Weltbild passen. Es wird sich das Verhalten anderer erklärt, notfalls zurechtgebogen. Gut und Böse definieren sich aus eigenem Empfinden und gelten als Wertungswerk für alles. In der Regel wird gewertet bevor man zuhört („Wie war dein Tag?“- „Melancholisch“- „Vielleicht wird’s ja morgen besser.“ Ohne zu achten, ob der Zustand nicht für die Person interessant war, wird hier gewertet und das Bild der „herrschenden Fröhlichkeit und Oberflächlichkeit“ wieder aufrechterhalten).
9.Kind/Alt /Erwachsener
Kinder und alte Mensche haben auf eine Weise eine Kraft der Befreiung: Sie sind noch nicht oder nicht mehr direkt an den Schauspielplatz des Marktes gebunden (außer, dass sie sich in einem ihnen finanziell möglichen Rahmen in Sachen Konsum orientieren müssen). Das Kind, das also noch nicht derart in diesen Rahmen geprägt ist, hat also grundsätzlich den Charakter des Herausbrechens aus diesem. Mit der Kategorie „Kind“ wird es entmündigt, es kenne noch nicht die „Realität“. Die herrschende Realität kennt es vielleicht von außen, von seiner Realität, besser als der „Erwachsene“. Genauso mit den alten: Sie stehen dem Tod direkt gegenüber und daraus ergeben sich existentialistische Fragen. Was hat noch Sinn? Was lehrte die Vergangenheit? Oft brechen im Alter auch während des Arbeitslebens unterdrückte und so pervertierte Regungen aus, die den wahren Charakter der „herrschenden Realität“ darstellen. „Alte“ und „Kinder“ werden daher sowie „Verrückte“ entmündigt unter den jeweiligen Kategorien.
10. Gesund/ Krank
Eng in Verbindung mit der Trennung „Einzelner/Gesellschaft“ steht die Trennung zwischen „krank“ und „gesund“. Im physischen gilt erst ab dem Zeitpunkt jemand wirklich als krank, wenn er/sie nicht mehr in der Lage ist, seinen/ihren gesellschaftlichen Zwecken nachzukommen. Genauso im psychischen: Die Normalität ist die Verdrängung des täglichen Wahnsinns. Das isolierte autonome Subjekt wird auf anderer Ebene auf brutalste Art und Weise vereinheitlicht und verallgemeinert. Auch dies ist natürlich eine beidseitige Beziehung- doch wer in diesem Prozedere sich dagegen stellt lebt mit einem Bein in, mit einem Bein außerhalb der „herrschenden Realität“. Wer weder in der Lohnarbeit noch in Kneipenabenden, Freizeitparks,… sich selbst finden kann lebt außerhalb und doch im Widerspruch „Arbeit/Freizeit“. Dass sich daraus widersprechende Tendenzen im Menschen selbst ergeben, ist kein Wunder. Wenn diese Menschen vollständig von der Realität isoliert werden (Psychiatrie,..) ist aus dem eigentlichen Potential der Veränderung ein in sich abgeschotteter, widersprüchlicher Mensch geworden.
Dass die konsequente Trennung von Subjekt und Objekt, die Isolation von Einzelnem und Gesellschaft in all seinem Ausdruck, die Zweckbestimmtheit der Existenz unter ihr fremde Interessen von Kapital und Nation, die Beherrschung durch den Staat mit all seinen Institutionen (Schule, gewissermaßen auch Familie, Psychiatrie, Gefängnis,…) schon eine Krankheit sein könnten- darauf wird nicht geachtet. So ähnelt diese Kategorisierung wiederum der „Opfer/Täter“ -Kategorie. Die Gesellschaft fühlt sich durch die „Irren“ in ihrer Lebenswelt, ihrer herrschenden Realität angegriffen und verbannt sie, sperrt sie weg. Die Gesellschaft als Opfer, die „Irren“ als Täter.
11.Nazi/ Nicht-Nazi
Das Problem des Nationalsozialismus auf eine (durchaus immer weiter anwachsende) „Randgruppe“ zu schieben, wird der Thematik nicht gerecht. Jene, die sich ausdrücklich durch Szene-Codes identifizieren und sich selbst als „Nazis“ bezeichnen sind, wenn auch ein großes Problem, nicht das größte. Leicht lässt sich Rassismus, Autoritäts-Wahn, Feindlichkeit gegen der starren Ideologie widersprechendes, Sexismus usw. auf ein mystifiziertes Randgruppenbild wegschieben. Es ist weit verbreitet, alle Nazis wollten das alte Hitler-Deutschland zurück. Die Parteimitglieder der NPD erkennt man daran, dass sie bei historischen Gedenktagen sich nicht zum Gedenken erheben. „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!“
Alles Vorschübe, um sich nicht näher mit dem Inhalt der „Nazis“ zu beschäftigen. Die Kategorie „Nazi“ und das abstempeln in jene treibt zudem nicht selten gerade in „die Szene“. Anstatt faschistische Gedanken im Ansatz zu widerlegen, anstatt in Zusammenhänge ohne Bedingungen zu integrieren (integrieren beinhaltet. Nicht-Einseitigkeit) werden desintegrierte Jugendliche schon früh einfach als „Nazi“ abgestempelt. Gerade aber die Zusammendrängung, die zusammenschweißt, führt zu gefährlichen „Gangs“. Hier stärkt die Gang die Ideologie und die Ideologie die Gang. Eine Kritik der Ideologie wird schwer, da sie mit der Zugehörigkeit zur Gruppe verbunden wird sowie mit der eigenen Erfahrung- so wird sie als Angriff der eigenen Person und der Gruppe verstanden.
Rassismus, Nationalismus usw. an sich betrachtet führen zu einem weitaus größeren Rundumschlag:
„Ich bin kein Nazi, aber die türkischen Jugendlichen müssen sich ja hier nicht so aufspielen“
So etwas hört mensch oft- die Kategorie wird abgelehnt, der Inhalt bleibt gefährlich.
Auch Argumente aus der Wirtschaft „die Konkurrenz aus dem Ausland“ sei Schuld an Kürzungen etc., das Vorgehen des Staates-„Ausländer“ nur, wenn sie der nationalen Reichtumsproduktion gerade dienlich sind, ansonsten Abschiebung- sind unter diesem Aspekt zu betrachten. Jegliche Partei hat als Primärziel die Nation im Wettbewerb mit anderen Nationen wirtschaftlich voranzutreiben. Mittel sind Ausbeutung, Kriege, Abschiebung, Beschneidung von Sozialleistungen, Überwachung, Illegalisierung des Widerstands,…
Die herrschende „Demokratie“ also als große Errungenschaft hochzuhalten widerspricht den Tatsachen. Zwar ist ein Leben im Faschismus noch einmal um einiges brutaler und vernichtender, aber ein Zustand neben einen schlimmeren Zustand zu stellen spricht nicht für die automatische Richtigkeit ersterem.
12. Arbeiter/ Burgouis
Der bestehende Klassenwiderspruch zwischen Arbeitern (Menschen ohne Produktionsmittel, die gezwungen sind Zeit und Arbeitskraft zu verkaufen um zu leben) und Kapitalisten (Menschen mit Produktionsmitteln, die Arbeiter in ein vertragliches Zwangs-Verhältnis bringen) kann nicht geleugnet werden und um jenen soll es in dieser Kategorie auch nicht gehen. Die Kategorie „Arbeiter/Burgois“ geht aber darüber hinaus. Der aufzulösende Klassenwiderspruch führt leicht zu einer neuen „Täter/Opfer“ -Ebene. Warum sonst ist das Proletariat nicht automatisch stetig im Kampf, stetig im Widerstand? Im Opfer-Modus, im Beherrscht-Sein lässt es sich einrichten. Durch den Blick auf „die Mächtigen“ folgert sich die eigene „Ohnmacht“. Dass der brave Arbeiter genauso staatstragende Funktion hat und Potential zur Veränderung, selbst auch nicht selten Herrschaft ausübt (sei es in der Familie oder in ein Stück tiefer in der Hierarchieleiter), wird dabei übersehen. Die Kategorie „das Proletariat“ vereinheitlicht auch leider über den realen Klassenwiderspruch hinaus angeblich weitere „Klasseninteressen“. So kann es auch passieren, dass eine Partei meint sie könne für „das Proletariat und dessen objektive Interessen“ sprechen und regieren.
13.Revolutionär/Bürger
Noch grober ist der von Aktivisten oft konstruierte Widerspruch der Kategorien „Revolutionär/Bürger“. Menschen, die sich als „Linksradikale/Anarchisten/Kommunisten“ verstehen sprechen gerne ihresgleichen an oder führen in ähnlichen oder gleichen Kategorien Grabenkämpfe. Oft geht es dabei direkt nur um die Kategorien.
Der Rest der Menschen sind „die Bürger“, die prinzipiell ja sowieso nicht zugänglich wären für revolutionäre Aktionen und Ideen (ohne Aktion/Theorie nun kategorisch zu trennen). Daher wird es auch gar nicht erst versucht, mensch bemüht sich nicht um Verständnis und dreht sich lieber im eigenen Sud. Der Bürger hat dabei leichtes Spiel und erlebt „die Revolutionären“ nur in den verzerrten Bildern der Medien- die dann wiederum freies Spiel haben, da „der Bürger“ ja keine Vorstellung hat von „den Revolutionären“.
Unter „Bürger“ wird nebenbei alles verstanden, was sich nicht selbst als „umstürzlerisch“ bezeichnet. Ob Arbeiter, Unternehmer- hier wird nicht einmal mehr diesbezüglich unterschieden.
14. Rechts/Mitte/Links
Den Kategorien „Rechts/Mitte/Links“ geht eine schwerwiegende Trennung zuvor- die Kategorien „Politik/Leben“.
Politik als Art und Form des Zusammenlebens, der Organisation wird hier getrennt von der individuelllen Erfahrungswelt des „Einzelnen“ (wobei wir wieder bei der Trennung „Einzelner/Gesellschaft“ wären). Dass die Art, Form und sogar Auswahl der Arbeit, das Zusammenleben der Menschen, sogar Beziehungen vom gesellschaftlichen beeinflusst sind, wird übersehen. Die herrschende Politik wird zu einer Art gegebenem, unveränderlichen Naturzustand. Es gibt nur noch Variationen von Parteien, es geht um nichts grundlegendes.
Zum Zwischenmenschlichen: Austausch von Informationen statt Gedanken, Wettkampf der Identiäten, „Image“ statt Ehrlichkeit, Geschlechterrollen, alltäglicher Rassismus, Niedergeschlagenheit wegen scheiß Arbeitsstelle, Liebe eingezwängt im Konstrukt der „romantischen Zweierbeziehung“ statt ehrliche, offene Gefühle,….
Die Vorstellung, Beziehungen und Freundeskreis wären rein individuelle Probleme zeigen, wie selbstverständlich bestimmte Dinge schon sind- nicht mehr.
Ein weiterer Schritt ist die Unterkategorisierung der Überkategorie „Politik“ in „Rechts/Mitte/Links“.
Dieses Bild ist nicht nur deswegen fraglich, dass sich eine „Mitte“ über die Perspektive definiert. Was hat die Sovjetunion mit Anarchismus zu tun, außer dass die Ukraine und Machno sie spüren mussten? Worin weichen die Parteien, die sich so gerne als „Parteien der Mitte“ bezeichnen in ihrem Inhalt von dem ab, was man als „rechts“ bezeichnen mag? Was soll denn die Mitte sein und über was definiert sie sich inhaltlich?
Gefühlsmäßig sehnen sich viele Menschen in unsicheren Zeiten nach Beständigkeit. Hier lockt natürlich etwas, das sich „Mitte“ nennt. Einige suchen Halt im Rückwärts (womit in diesem Fall nicht unbedingt das Dritte Reich gemeint sein soll) und definieren sich „konservativ“ oder „rechts“. Minderheitenhass und Nationalbewusstsein bündelt sich zur sogenannten „extremen Rechten“.
Im „linken“ Spektrum (das, was die breite Masse als „links“ sieht) tummeln sich Parteien die Hartz 4 geboren haben, Menschen mit starken Sympathien zur ehemaligen Sovjetunion, Anarchisten, weltfremde Träumer und Idealisten, Lehrmeister und Schriftsteller und wenige Arbeiter. Was aber eint diese ganze Masse? Richtig, sie sind ja alle „links“. Alles andere wäre „Spaltung“.
Das macht von außen ein Beiseiteschieben der eigentlichen Inhalte leicht. Es kommt gar nicht erst zu einer Auseinandersetzung mit dem wirklichen Inhalt.
„Die Rechtsextremen“ wollen Hitler zurück. „Mitte rechts“ (wenige bezeichnen sich heute als „rechts“, weil das bei den meiste doch noch einen herben Beigeschmack hat) geben dem Staat irgendwie Sicherheit, Halt und sorgen für den Erhalt der „Werte“, gegen den „Werteverfall“.
„Mitte links“ wählt man, wenn mensch stolz auf den „Sozialstaat“ ist und um das Gewissen geradezubiegen nicht ganz so hart zu den „Benachteiligten“ sein will. Die linken wollen die Sovjetunion zurück oder erstellen weltfremde Konzepte (die ja nicht „realistisch“ wären). Die „Linksradikalen“ machen Radau und prügeln sich mit den „Rechtsradikalen“. Achja, und „linksradikal“ heißt oft auch „Punker/Chaot“.
So oder ähnlich könnte „die Politik“ in den Köpfen vieler Menschen sortiert und abgehandelt sein.
15. Gesund/behindert
Eine „Behinderung“ definiert sich als stark eingeschränkte Arbeitsleistung. In Werkstätten nehmen Gruppen von „behinderten“ zwar noch am „Arbeitsleben“ teil, aber sie leben isoliert, arbeiten isoliert von den „gesunden“.
Der Umgang von den „Gesunden“ und die Bedeutung des „Behinderten“ zeigt vielleicht teilweise auf warum: Obwohl auch die Voraussetzungen und Veranlagungen von „den Gesunden“ äußerst unterschiedlich sind, sieht man die offensichtliche Untauglichkeit auf dem kapitalistischen Markt lediglich bei „den Behinderten“. Entweder „die Gesunden“ verbannen sie also aus ihrem Leben, hegen teilweise sogar Aggression gegen sie- oder sie reagieren mit übertriebener Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft- entziehen ihnen die Mündigkeit gleich den „Kindern“. Sie passen offensichtlich nicht ins herrschende Bild: in der Konkurrenz aller gegen würden sie offensichtlich untergehen. Statt sie für sich selbst sprechen zu lassen, ihren eigenen Ausdruck zu hören, wird ihnen die Mündigkeit kategorisch aberkannt.
Dieser Text ist bei weitem nicht vollständig. Der Autor schreibt derzeit noch an weiteren Kategorien und wird diese nachreichen. Wenn euch selbst eine Kategorie einfällt, die euch begegnet ist und die ihr gerne dekonstruieren wollt- bitte meldet euch und schreibt
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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| Der Mensch ist Produkt seiner Umgebung genauso wie die Umgebung Produkt des Menschen ist. Das heißt im Prinzip, dass wir um dagegen anzukämpfen an mehreren Stellen angreifen müssen |
willst du, dass der mensch nicht länger ein produkt seiner umgebung ist; die umgebung nicht länger ein produkt des menschen (bzw. seiner aktionen) oder beides?
| Zitat: |
Nun gibt es in der heute herrschenden Gesellschaft bestimmte Umgangsformen, die das Leben in ihr auf diese Art und Weise erst „funktionsfähig“ gestalten.
Im speziellen muss die Identifikation mit den einzelnen Mitmenschen in der Masse blockiert werden, damit das Kapital möglichst ohne gebremst zu werden weiterfließen kann- mit anderen Worten: damit die Geschäfte reibungslos laufen und dem keine zwischenmenschlichen Konflikte in die Quere kommen.
Information und Ware müssen fließen. |
kann da nur zustimmen. das unterstrichene wirkt für mich wie eine schlussfolgerung. doch wieso müssen da informationen fließen? möchte die herrschende gesellschaft nicht eher unwissenheit fördern, damit die menschen garnicht erst wissen, dass es ihnen besser gehen könnte?
zu den identitäten: das könnte man durchaus so sehen, ja. trifft sicherlich nicht auf jeden einzelnen zu, aber im großen und ganzen durchaus.
zur kategorie: das hier fällt mir schwer, nachzuvollziehen..
| Zitat: |
| Die Person, die eine andere in eine Kategorie presst unterdrückt nach innen und nach außen hin das, was mit der Kategorie verbunden ist. |
warum wird das, was mit der kategorie verbunden ist, unterdrückt, wenn jemand in eine kategorie "gepresst" wird?
zu 1. frau/mann:
gibt eben auch sehr emotionale männer und sehr rabiate frauen. ich habe spontan das bild typischer "ghetto biatches" mit baggy und hooded zipper im kopf
zu2.
so einen gab es mal in einer talkshow, dessen ausschnitt ich in einer best-of-sendung sah. er verteidigte dort vehement seinen glauben, der geschlechtsakt sei zur fortpflanzung. ich habe mir dabei nichts weiter gedacht, da er eben eine überzeugung bzw. einen glauben hat, und dafür eintritt.
mehr dazu später, da ich gerade auf arbeit bin und meine pause gleich endet
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"willst du, dass der mensch nicht länger ein produkt seiner umgebung ist; die umgebung nicht länger ein produkt des menschen (bzw. seiner aktionen) oder beides?"
Nein, ist blose Feststellung- es ist ein Wechselspiel, nicht binär (getrennte Pole) und nicht hierarchiesierend (das eine Prinzip überm anderen).
Zur Information: Information fließt en masse in der Gesellschaft- wir Leben im Informationszeitalter. Informationen gibt es genug- nur keine qualitativen Zusammenhänge. Informationen werden ausgetauscht, in Wirtschaft und unter Menschen. Nur mit welchem Zweck? Meistens hängt es mit Konkurrenz zusammen: Konkurrenz von Firmen, Konkurrenz zwischen Menschen (um Ansehen und Status),....
Zu den Identitäten:
" ja. trifft sicherlich nicht auf jeden einzelnen zu, aber im großen und ganzen durchaus."
Was meinst damit genauer?
"Eine Person, die eine andere in eine Kategorie presst unterdrückt nach innen und nach außen hin das, was mit der Kategorie verbunden ist."
Bsp: Ein Junge sagt zum anderen "du Schwuchtel" Was verbindet er damit? Keine Tatsachen, sondern damit verbundenes: er erfüllt in einer gewissen Handlung das "Männlichkeitsbild" nicht (zeigt Emotionen,..). Warum wertet der Junge es als "schlecht" ab? Warum ist es ihm nicht egal? Weil er gleiches, um das Männlichkeitsbild aufrechtzuerhalten, selbst tun muss.
"gibt eben auch sehr emotionale männer und sehr rabiate frauen."
Welche dann aber meist auch entweder als konstruierte Frauen oder konstruierte Männer quasi einfach das "soziale Geschlecht" wechseln. Ein Leben außerhalb von beidem schaffen wenige.
"da ich gerade auf arbeit bin und meine pause gleich endet" (lässig^)
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Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche!
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