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was macht ihr zurzeit bzw was habt ihr für ausbildung??
28.09.2009 14:42 |
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so mal wieder ein thread von mir ;-)
hab vor 2 jahren quali gemacht dann 2 mal 10. klasse versaut ( 1 mal prüfung net bestanden 2. mal abgebrochen)
zur zeit mach ich nix mal schun ob diese jahr noch mit fsj klappt wenn net mal schaun. is zwar deprimierend aber ich schau nach vorn. es werden wieder bessere zeiten kommen!
in diesem Sinne....
Gruß von Mogtar
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einzelhandelskaufmann, und die meiste zeit war es schlimm.das einzig gute, woran ich mich erinnern kann, ist die chilltime in manchen unterrichtsstunden in der berufsschule.
da fällt mir der satz der alten ein: "erstmal ne ausbildung haben..der rest kommt von allein". tatsächlich wird hier und da gerne mal nach "mit ausbildung" und "ohne ausbildung" sortiert bei den bewerbungen. aber die sättigung des arbeitsmarktes spielt heute eine viel größere rolle als zu zeiten der alten, die den satz ins laufen brachten.
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Hansi unregistriert
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Ich bin ein gelernter Kaufmann für Bürokommunikation (ja lacht mich ruhig aus
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endlich mal ein topic wo ich was zu schreiben kann xD
bei mir kam nach der realschule das fachabi in elektro, dann elektrotechnikstudium abgebrochen, erzieherschulpraktikum gemacht und schule nicht angetreten, gefühlte 100 berufsfindungspraktika absolviert dann endlich ne ausbildung als werkstoffprüfer zuende gemacht 1,5 jahre gearbeitet und in 2 monaten bin ich arbeitslos
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Ich hab irgendwann mal meinen Hauptschulabschluss gemacht. Hab’s dann auf der Berufsschule ohne erfolg versucht. Danach folgten mehrere Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Praktika. Und jetzt bin ich ein arbeitsloser NEED der sich auf kosten seiner Eltern daheim durchschnorrt. Thats life wenn man null Motivation hat sich in diese gottverdammte Gesellschaft zu integrieren.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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wave unregistriert
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Das Grundproblem, welches hinter sämtlichen beruflichen-, schulischen und auch hinter vielen persönlichen Problemen steckt ist ganz einfach: Mittelmäßigkeit
Nicht anderes erkenne ich auch bei euch. Wobei das "mittelmäßig" nicht persönlich abwertend sein soll. Ihr solltet das folgendermaßen auffassen: Ihr übt offensichtlich eine Tätigkeit aus, für die ihr euch entweder nicht richtig interessiert oder für die ihr nicht talentiert/fleißig/abgehärtet/intelligent genug seid. Warum das so ist, da hört man öfters, dass das System schuld ist, dass die Zeiten einfach gerade schlecht sind etc etc.
Und ich sage euch: Es mag sein, dass das System nicht optimal ist. Das spielt aber insofern keine Rolle, als dass ihr nicht den Weltfrieden als ganzes wollt, sondern einen gescheiten Beruf, politische Veränderungen, eure Ruhe oder sonst was. Das ist eine recht niedrige Ebene und daher ist das System ziemlich egal zunächst.
Ich kann euch da eines anraten: Schaut, dass ihr euch etwas sucht, was euch Spaß macht und wo ihr euch reinhängen könnt. Der Rest läuft von alleine.
Aber: Es wird euch niemand mit Hochfreude zu bestem Gehalt einstellen, wenn er genau weiß, dass ihr einfach nur irgendwas haben wollt und das mit mittelmäßig viel Energie mittelmäßig gut ausführen.
@Dian zB macht es Spaß das System zu kritisieren und irgendwelche Videos zu machen. Das ist schön und toll, aber wenn man seine Ansicht mal etwas angreift oder auf Plausibilität abklopft, dann hat er keinen Bock auf Rechtfertigungen, ist beleidigt oder memmt anderweitig herum. Und so bleibt es eben mittelmäßige "Botschaft", wie sie theoretisch jeder hinbekommen könnte. Mittelungen in die Welt setzen kann jeder. Sie verteidigen, kämpfen, zeigen, dass die Botschaften Substanz haben, das können die wenigsten.
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M.F unregistriert
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es gibt ne menge menschen die spass an dingen haben, die sie nicht zum besten gehalt führen
sind die deshalb mittelmäßig? finde ich mal nicht
und wenn doch, dann ist mittelmäßigkeit ok
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wave unregistriert
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| Zitat: |
| sind die deshalb mittelmäßig? |
Natürlich nicht. Es geht ja auch nicht nur um den Beruf. Es gibt nur viele Menschen, die in jeglicher Hinsicht einen auf mittelmäßig machen und sich dann wundern, dass Mitmenschen/Arbeitgeber/Frauen etc sich nicht um sie reißen.
Nicht falsch verstehen: Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch seine sehr großen Stärken hat. Aber er muss sich eben auf sie besinnen und etwas daraus machen anstatt dauernd zu versuchen, seine Schwächen schön zu reden und Dinge zu tun, von denen er keine Ahnung hat.
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| Ich kann euch da eines anraten: Schaut, dass ihr euch etwas sucht, was euch Spaß macht und wo ihr euch reinhängen könnt. Der Rest läuft von alleine. |
hier möchte ich gern widersprechen: ich denke, das ist bei weitem nicht so einfach, wie du es darstellst.
du lässt z.b. völlig die verschiedenen charaktere außer acht, die eine große rolle spielen in zusammehang mit der werdung und prägung im laufe der zeit. menschen können an ihrer werdung zugrunde gehen und zu kaum noch etwas taugen. dann kommt man auch längst nicht an alles ran, was man möchte. so stehen zeugnisse, arbeitsmarktsituation, vorurteile usw. ebenfalls im weg.
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| @Dian zB macht es Spaß das System zu kritisieren und irgendwelche Videos zu machen. Das ist schön und toll, aber wenn man seine Ansicht mal etwas angreift oder auf Plausibilität abklopft, dann hat er keinen Bock auf Rechtfertigungen, ist beleidigt oder memmt anderweitig herum. |
soll man dir jetzt eigentlich noch objektivität zuschreiben, oder ist dir das egal geworden? ich könnte mich auch zum wiederholten maße dazu äußern, dass du dich nur noch meldest, wenn du was zu meckern hast. ich könnte auch auf dem interpunktionsfehler herumreiten oder sowas. von solchen billigen angriffen sind wir abgekommen, habe ich eigentlich gehofft.
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| Und so bleibt es eben mittelmäßige "Botschaft", wie sie theoretisch jeder hinbekommen könnte. Mittelungen in die Welt setzen kann jeder. Sie verteidigen, kämpfen, zeigen, dass die Botschaften Substanz haben, das können die wenigsten. |
mittelmäßig ist eine beurteilung, die in deinem auge entstanden ist. also überlass die beurteilung doch bitte jedem einzelnen.
dass theoretisch jeder sowas hinbekommen könnte, mag ja sein. das es praktisch aber quasi niemand macht, stellt es doch erst heraus. was das verteidigen und zeigen angeht.. diverse texte, bücher und videos kann man wohl durchaus als kämpfen bezeichnen. als verteidigen kann man bezeichnen, wenn man auf eigene beiträge in diesem und anderen foren sowie youtube-comments eingegangen ist. doch irgendwann tritt nunmal auch der frust ein. dann kann man sich selbst verleugnen, oder sich eingestehen, dass man enttäuscht ist von den ursprünglichen erwartungen.
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wave unregistriert
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| dann kommt man auch längst nicht an alles ran, was man möchte. so stehen zeugnisse, arbeitsmarktsituation, vorurteile usw. ebenfalls im weg. |
Steine, die im Weg liegen, kann man beiseite räumen. Das funktioniert nicht immer, aber sehr oft. Solange man nicht den Fehler macht und sich neue Steine beischafft....
| Zitat: |
| soll man dir jetzt eigentlich noch objektivität zuschreiben, oder ist dir das egal geworden? ich könnte mich auch zum wiederholten maße dazu äußern, dass du dich nur noch meldest, wenn du was zu meckern hast. ich könnte auch auf dem interpunktionsfehler herumreiten oder sowas. von solchen billigen angriffen sind wir abgekommen, habe ich eigentlich gehofft. |
Es war mir vollkommen klar, dass ich so etwas von dir hören würde @quaid. Aber sei beruhigt: Ich habe überhaupt nichts zu meckern. Meckern ist, wenn ich mich über meine Situation beschwere, wenn ich Hunger habe, wenn es mir schlecht geht, wenn andere mir Unrecht tun etc. Von daher meckere ich nicht, denn auf meine Lebensqualität hat es keinerlei Einfluss, ob du eines Tages unter Hartz4-Einfluss verendest oder ob @dian irgendwann an Langeweile verreckt. Das berührt mein Leben überhaupt nicht.
Womit ich ein Problem habe ist, dass neuen Usern hier vorgegaukelt wird, dass alles scheiße ist und man nichts dagegen machen kann. Und insgeheim hoffe ich ja, dass auch du die Sache eines Tages verstehst.
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| mittelmäßig ist eine beurteilung, die in deinem auge entstanden ist. |
Nein, mittelmäßig ist das, was die meisten erkennen und viele klein reden, weil sie zu faul sind, daran zu arbeiten. Ob ich nun eine Leistung konkret als mittelmäßig bezeichne oder nicht spielt keine Rolle. Mittelmäßigkeit macht sich spätestens bemerkbar, wenn die Sache einfach keinen interessiert.
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| das es praktisch aber quasi niemand macht, stellt es doch erst heraus. |
Wenn ich bei dir daheim auf den Teppich scheiße, werde ich dann berühmt und erfolgreich, nur weil das sonst niemand macht?
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dian unregistriert
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@ wave:
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| Das Grundproblem, welches hinter sämtlichen beruflichen-, schulischen und auch hinter vielen persönlichen Problemen steckt ist ganz einfach: Mittelmäßigkeit |
Sorry, hab selten so ein saudummes Geschwätz hier gelesen. Westerwelle himself hätte es nicht besser sagen können.
SÄMTLICHE beruflichen und schulischen Probleme liegen also in der Mittelmäßigkeit begründet?
Mir fallen spontan ganz viele Fälle ein, in denen jemand in der Schule oder im Beruf gerade deshalb Probleme hat, weil er eben NICHT mittelmäßig ist.
Ich denke an Menschen, die reifer sind als ihre Mitschüler, und die vielleicht auch reifer sind als manche ihrer Lehrer... ich denke an Menschen, die vielleicht im Sinn der Leistungsgesellschaft Versager sind, weil sie schlechte Noten schreiben, die aber mehr vom Leben kapiert haben als irgendein studierter Klugscheißer.
Ich denke an Menschen, die eigentlich keine Probleme in ihrem Leben hätten, wenn nicht ständig in Schule oder Beruf Druck auf sie ausgeübt werden würde.
Nun kann man natürlich sagen: "Dann müssen sie sich eben mehr anstrengen und besser werden, um den Druck eines Tages abschütteln zu können."
Das ist im Grunde genau das, was man den jungen Menschen ja schon seit Jahrtausenden predigt.
Jeder ist selbst Schuld an seinem Unglück, und braucht sich daher auch nicht beim System zu beschweren. Das ist kapitalistische Logik in Reinkultur, was du hier propagierst. Genaugenommen ist es die Logik eines jeden Systems, dass das System grundsätzlich nicht Schuld ist.
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| Ich kann euch da eines anraten: Schaut, dass ihr euch etwas sucht, was euch Spaß macht und wo ihr euch reinhängen könnt. Der Rest läuft von alleine. |
So, wie du redest, scheinst du ja zu glauben, dass jeder von uns eine versteckte Begabung hat, die er in dieser Gesellschaft zu Geld machen kann.
Ich behaupte: Für die edelsten Begabungen, die ein Mensch haben kann, bekommst du in der heutigen Gesellschaft keinen müden Cent.
Und so wenden sich gerade die edelsten und besten Menschen von dieser Gesellschaft ab, weil sie längst erkannt haben, dass diese Gesellschaft dem Untergang geweiht ist.
Da sie von irgendwas leben müssen, machen sie eben irgendeinen Drecksjob, der ihnen zwar keinen wirklichen Spaß macht, aber ihnen wenigstens noch sowas wie ein Privatleben und Platz im Kopf für eigene Gedanken lässt.
Du nennst das "Mittelmäßigkeit"... aber das ist im Grunde nur mittelmäßig, wenn du es durch die Brille des Systems siehst... wenn du auch, so wie die ganzen Westerwelles, Steinmeiers und Merkels da draußen, davon ausgehst, dass das Wichtigste im Leben eines Menschen das Erbringen von beruflicher Leistung ist.
Ich denke, es gibt viel wichtigere Dinge als das. Dinge, die in unserem System völlig irrelevant sind, weil es dafür keine Noten und keine Diplome zu vergeben gibt.
Ich rede von Dingen wie Mut, Freundschaft, Liebe, Selbsterkenntnis, Spiritualität. Darin sollte man als Mensch meines Erachtens außergewöhnliche Leistungen erbringen... und nicht in einem Beruf, der letztlich ohnehin nur dazu dient, die derzeitige Weltordnung am Funktionieren zu halten.
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| @Dian zB macht es Spaß das System zu kritisieren und irgendwelche Videos zu machen. Das ist schön und toll, aber wenn man seine Ansicht mal etwas angreift oder auf Plausibilität abklopft, dann hat er keinen Bock auf Rechtfertigungen, ist beleidigt oder memmt anderweitig herum. |
Ich sehe es nicht als meine Lebensaufgabe an, mich vor Leuten, die mich gar nicht verstehen wollen, für irgendwas zu rechtfertigen. Unfruchtbare Diskussionen mit notorischen Besserwissern kann ich überall haben. Dafür muss ich nicht extra ins Unity-Forum gehen.
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mal ne frage, wave. hast du meinen beitrag jetzt so zerlegt, um es mir gleich zu tun?
um auch mal wieder auf dich einzugehen:
es ist ja wirklich rührend, wie du zum wiederholten male genau ausführst, wie egal ich oder dian oder sonst wer dir sind, und das wir um deiner willen ruhig drauf gehen könnten. nun, wo du diese pseudo-transzendente haltung eingenommen hast, lass mich dir eine frage stellen: fühlst du deine ehre nun verteidigt?
mich interessiert, wie du zu der annahme kommst, hier wird aktiv vermittelt, dass alles "scheiße" sei und man "nichts dagegen machen" könne - und zwar im sinne einer kollektiven vermittlung, denn auf einzelne benutzer brauch man nichts geben: man kann einfach sagen, die leute sind einem egal
deine einschätzung von mittelmäßigkeit erachte ich als komplett am thema vorbei. deine begründung, die beurteilung von mittelmäßigkeit am gezeigten interesse festzumachen, ignoriert wiedermal einige faktoren, dessen aufzählung ich mir diesmal erspare, da du ja auf die letzten schon nicht eingegangen bist.
"eine mittelmäßige botschaft, die theoretisch jeder hinbekommen könnte" - das waren deine worte. in der theorie könnte sie vielleicht jeder hinbekommen, doch in der praxis tut es kaum jemand. das ist eine tatsache, die ich beobachtet habe. daraus ergibt sich eine weitere tatsache. nämlich die, dass die umsetzung seltener ist, was sie heraus stellt. und du willst allen ernstes einen vergleich dazu aufstellen, in dem es um die frage geht, ob du berühmt und erfolgreich wirst, weil du als einziger auf einen teppich scheißt? ich hoffe nicht, dass dir inzwischen klar geworden ist, wie absurd das ist, denn das ist mir eigentlich egal
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wave unregistriert
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Ich denke, dass ihr das falsch auffasst. Es geht nicht darum @dian, dass der mittelmäßige Schüler sich noch weiter in die Schule reinbeißt, um den klassischen gesellschaftlichen Leistungsgedanken zu vertreten. (Im übrigen unterliegt keiner der hier meckernden Schüler noch der Schulpflicht, das nur mal am Rande). Man muss das erweitert betrachten und sagen: Wenn einem die Schule nicht liegt, dann macht man halt was anderes. Wenn einem die Schule gefällt, aber man trotzdem schlecht ist, dann kann man ja sich wirklich reinsteigern und sich über die Erfolge freuen. Wenn man ohnehin nicht studieren will und man auf dem Gymnasium Probleme hat, dann kann man auch einen anderen Abschluss machen. Ich sage also nicht, dass man dem Druck standhalten soll, ich sage, dass man sich nach einer Alternative umschauen muss, die einem liegt.
Die ganze Diskussion hat btw nichts mit Schuld an einem Unglück zu tun. In das Unglück reitet einen die Zeit rein und die schlägt zu, wenn man sich ins Unglück treiben lässt und später behauptet, man hätte nicht anders können.
Und um es nochmal konkret zu machen: Jeder, der sich hier beschwert, weil ihn die Schule nervt ist wirklich selbst schuld! Schulpflicht endet nach 9 Schuljahren, man kann sich dann jederzeit abmelden und was anderes machen, das würde ich dann übrigens als gar nicht mittelmäßig bezeichnen.
| Zitat: |
So, wie du redest, scheinst du ja zu glauben, dass jeder von uns eine versteckte Begabung hat, die er in dieser Gesellschaft zu Geld machen kann. Ich behaupte: Für die edelsten Begabungen, die ein Mensch haben kann, bekommst du in der heutigen Gesellschaft keinen müden Cent.
Und so wenden sich gerade die edelsten und besten Menschen von dieser Gesellschaft ab, weil sie längst erkannt haben, dass diese Gesellschaft dem Untergang geweiht ist. |
Es geht nicht zwingend um Geld. Gut, wer beruflich erfolgreich sein will, der soll es tun. Aber das sind ja nicht die einzigen Erfolge, die man haben kann. Auch andere Begabungen und Talente nützen einer Person selbst und ihrem Umfeld.
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| Ich denke, es gibt viel wichtigere Dinge als das. Dinge, die in unserem System völlig irrelevant sind, weil es dafür keine Noten und keine Diplome zu vergeben gibt. Ich rede von Dingen wie Mut, Freundschaft, Liebe, Selbsterkenntnis, Spiritualität. Darin sollte man als Mensch meines Erachtens außergewöhnliche Leistungen erbringen |
Dann sind wir ja vollkommen einer Meinung. Bist du der Ansicht, dass die von dir genannten Dinge hier auf der Unity wesentlich besser vertreten sind als bei den gewöhnlichen Menschen da draußen? Nein? Dann bist du genau bei meiner Mittelmäßigkeit gelandet.
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| Ich sehe es nicht als meine Lebensaufgabe an, mich vor Leuten, die mich gar nicht verstehen wollen, für irgendwas zu rechtfertigen. |
Mir sind da einige Dinge unklar. Liegt die Lücke nun zwangsweise bei meinem Verstehen oder vllt auch bei deinen Erklärungen?
Noch ein kleiner Hinweis @quaid:
Zwischen
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| Das berührt mein Leben überhaupt nicht. |
und "ist mir egal" ist immernoch ein himmelweiter Unterschied, also lies meinen Post besser nochmal und wirf dann das Hirn an.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von wave am 29.09.2009 00:20.
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Hansi unregistriert
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Was geht ab? Hab ich was nich mitgekriegt? Gibts jetzt auch noch ne Youtube-Community? Und wieso gibts hier nach der Wahl Walkrampf? Fragen über Fragen, klärt mich jemand auf? Gern auch mit Bienchen und Blümchen und dann knuddeln wir bitte wieder alle und haben uns lieb. Seit jetzt mal bitte schön brav, der Papa will Fußball gucken.
| Beitragsänderung: |
endlich mal ein topic wo ich was zu schreiben kann xD
bei mir kam nach der realschule das fachabi in elektro, dann elektrotechnikstudium abgebrochen, erzieherschulpraktikum gemacht und schule nicht angetreten, gefühlte 100 berufsfindungspraktika absolviert dann endlich ne ausbildung als werkstoffprüfer zuende gemacht 1,5 jahre gearbeitet und in 2 monaten bin ich arbeitslos großes Grinsen |
Meinen herzlichsten Glückwunsch!!! In welcher Stadt wohnst du denn? Vielleicht gibts da ja auch selbstorganisierte Arbeitslosenvereine. Falls man mal Begleitschutz für die Arge braucht (den sollte man btw IMMER dabei haben). NIE alleine auf die Arge gehen. Und wenns mal knüppelhart kommt, dann geht man mit 15 Beiständen dahin.
http://www.die-keas.org/
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Okay, mal der Reihe nach.
Also, Seneca/Wave, dass Mittelmäßigkeit nicht bei allen gerade hier vorzufindenden Usern ein Problem darstellt, kann man auch ziemlich einfach wiederlegen. Ich glaube nicht, dass es die Erkenntnis war, dass sie so schrecklich mittelmäßig in ihrem Physikstudium war, die Ina dazu brachte, es abzubrechen und in ein weit entferntes Tal zu fallen. Das war nämlich genau andersrum. Sie erzählte mal, wie ihr die Pillepallesachen da auf den Keks gingen, die sie sowieso in 5 Minuten kapierte und deshalb abbrach, weil die wirklich profunden Probleme da gar nicht angesprochen wurden.
Und dann leben wir, dem Schicksal sei Dank, nicht alle in einem Land von rückständigen Schwaben, sondern auch mal in etwas weltoffeneren Teilen der Republik. Z.B. heißt es im Landesschulgesetz des Landes Niedersachsen:
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§ 65
Dauer der Schulpflicht
(1) Die Schulpflicht endet grundsätzlich zwölf Jahre nach ihrem Beginn. |
Also, nix mit nach 9 Jahren. Was würde sich Manuel freuen, wenn ich mit dem nach Süddeutschland gegangen wäre. Bildung ist Ländersache und das ist nun wirklich überall anders geregelt und wir sind nicht nur ein schwäbisches Forum.
Was jetzt humaner oder überhaupt besser ist, will ich jetzt gar nicht beurteilen. Nur ist es eben nicht so einfach, wie Du es darstellst. (Niedersachsen hat aber auch mit Bremen die längste; es gibt noch einige, die Schulpflicht grundsätzlich bis zum 18.Lebensjahr vorschreiben.)
So, dies erst mal dazu.
Ich sehe das Problem bei der ganzen Debatte eher woanders.
Ihr meint alle, dass das, was Ihr nun macht, tatsächlich etwas sein muss, was man dauerhaft machen will. Das ist beim besten Willen nicht so und auch in diesem Staate seit den fünzigern Jahren etwas out. Und das ist auch gut so.
Also, so mit 16 bin ich auch noch auf ein Gymnasium gegangen und habe mir einen schönen Lenz gemacht, Lehrer gemobbt, nebenher viel gesoffen und gekifft und irgendwann mal angefangen, was politisches zu machen. Da mir das unheimlich Spaß machte, wollte ich in der Richtung auch was machen. Um Zivil- und Wehrdienst zu entgehen, habe ich dann evangelische Theologie auf kirchliche Prüfung studiert, damit wurde ich von solchen Sachen befreit (Damals haben die noch jeden eingezogen und der Zivilsient dauerte 24 Monate!!!). Ich habe da sFach gewählt, zusammen mit Philosophie, weil man das jederzeit abbrechen kann ohne dabei das Gefühl haben zu müssen, man hätte was gelernt, was man nie wieder braucht. Da gibt es noch mehr Studiengänge, bei denen das so ist. (Ingenieurwissenschaften wäre sowas gewesen z.B.) Aber es gab keine Fächer, die so praktisch einem auch noch den Staatsdienst ersparten.
Dann habe ich eben entsprechend an meinem Hobby gewerkelt und natürlich zog die Partei, die ich damals mitgründete mit 12% in den Rat der Stadt ein, ich konnte da für gut Geld arbeiten.
Und irgendwann macht eben einem solche Arbeit keinne Spaß mehr, dann kann man natürlich versuchen, das Stuidum wieder richtig anzugehen, aber Graecum war zu schwer für mich, also machte ich dann mal was in der anderen Richtung, wurde mal Bankkaufmann, nach der Ausbildung kam der Zivildienst. Machte wahnsinnig Spaß und alle fanden das toll, wie ich das kann, Also wurde ich dann Heilerziehungspfleger. Und weil das auch mal langweilig wird, bildet man sich eben weiter oder schmeißt mal alles hin (Manchmal helfen einem ja auch Krankheiten, mal was neues auszuprobieren) und lernt wieder was anderes. Jetzt bin ich individualpädagogischer Betreuer, kann mich prügeln, wie ich will und muss einfach nur zu Hause sein und alle paar Monate mal Berichte schreiben oder mal sonstwas offizielles machen.
Die Vorstellung, dass ich das, was ich mal am Ende meiner Schulzeit machen wollte, auch heute noch machen würde, treibt mir eher Vorstellungen von "scheintot" oder sowas in den Sinn.
Also, macht das, worauf Ihr gerade in dem Moment Lust habt. Scheißt drauf, was sie Euch sagen, ob man damit Geld verdienen kann oder nicht.
Wenn Euer Lebensziel ist, jetzt einmal was zu lernen und den Job dann die nächsten vierzig Jahre lang zu machen, dann legt Euch lieber besser gleich in den Sarg oder hofft, dass bald ein Krieg kommt oder sowas, der Euch dann noch aus der Kneipen, der Dumpf- und Einsamkeit befreit, aber ansonsten, falls Ihr Euch noch lebendig fühlt, dann macht das, was ihr gerade jetzt in dem Moment für korrekt haltet.
Verhungern tut man hier nicht. Hartz IV gibt es immer und wenn es das bald auch nicht mehr gibt, dann gibt es noch genug Ommis, die FDP gewählt haben, denen man die Handtasche klauen kann oder so.
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wave unregistriert
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| Jetzt bin ich individualpädagogischer Betreuer, kann mich prügeln, wie ich will und muss einfach nur zu Hause sein und alle paar Monate mal Berichte schreiben oder mal sonstwas offizielles machen. |
Genau @Arne. Wenn dir das Spaß macht und du den Job erfüllst wie er dich erfüllt, dann ist das doch voll in Ordnung.
Besser als nix zum laufen gebracht und dann darüber meckern, dass nichts läuft.
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dian unregistriert
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@ wave:
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| Bist du der Ansicht, dass die von dir genannten Dinge hier auf der Unity wesentlich besser vertreten sind als bei den gewöhnlichen Menschen da draußen? Nein? Dann bist du genau bei meiner Mittelmäßigkeit gelandet. |
Ich habe schon den Eindruck, dass die User hier mehrheitlich andere Prioritäten in ihrem Leben setzen als der Durchschnittsdeutsche.
Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, geht es dir ja gar nicht so sehr darum, was man ist bzw. was man tut... sondern darum, dass man in allem, was man tut, nach außerordentlichen Leistungen und Perfektion streben sollte, weil es andernfalls in deinen Augen wertlos ist (und keinen Spaß macht).
Das ist mir ein bisschen zu plateaujanisch gedacht.
Selbstverbesserung als purer Selbstzweck... wo es letztlich ganz egal ist, ob man ein perfekter Börsenspekulant, ein perfekter Freund oder ein perfekter Mikado-Spieler ist... hauptsache, man ist in irgendwas perfekt und kann sich darauf dann einen runterholen.
Klar ist es nützlich, wenn man in einer Sache außergewöhnlich gut ist... nur klingt mir das bei dir alles ein bisschen zu sehr nach dem schwäbischen Lebensmotto "Schaffe, schaffe, Häusle baue".
Vor allem, weil du hier in einem Thread, in dem es eigentlich nur darum ging, was die User gerade beruflich tun (und in dem nicht übermäßig rumgejammert wurde), plötzlich mit deiner alten Leier "Wer schulische und berufliche Probleme hat, ist selbst schuld" anfängst.
Vielleicht wolltest du ja einfach nur deine alte Privatfehde mit quaid wieder aufnehmen... auf mich wirkt das aber schon ein bisschen so, als ob du da irgendwelche (anerzogenen?) Komplexe hast, was dieses Thema angeht.
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wave unregistriert
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| dass man in allem, was man tut, nach außerordentlichen Leistungen und Perfektion streben sollte, weil es andernfalls in deinen Augen wertlos ist (und keinen Spaß macht). |
Nicht ganz. Nicht in allem, was man tut, muss man perfekt sein. Wenn ich daheim für mich etwas koche und es einigermaßen schmeckt, dann ist das für mich okay. Aber ich erwarte dann aber nicht, dass ich mit diesen Künsten ein Restaurant aufmachen und als Koch berühmt werden kann.
Und da kommt das System wieder ins Spiel: Wenn es 10000 Menschen gibt, die für eine Tätigkeit ausreichend qualifiziert sind, dann ist es unnütz, wenn ich an Stelle 5000 stehe, wenn man nur 3000 Leute braucht in dem Bereich. Das hat mit kapitalistischem System nicht zu tun. Selbst wenn wir uns in den Urwald zurückbegeben und ich 10 Jäger brauche, dann werde ich die 10 besten nehmen. Und wenn dann eine langsame, begriffstutzige Person dabei ist, dann wird man die Nahrungsjagd eben nicht in deren Hände legen, dementsprechend verliert sie an dieser Stelle an Bedeutung. Das hat nichts mit dem System zu tun!
Und wenn nun eine Person nichts kann außer rumsitzen und gut Musik machen, dann wird man diese Person vllt den ganzen Tag hocken lassen und sich abends an ihrer Musik erfreuen. Davon haben dann alle was.
Wenn diese Person dann aber sagt: "Scheiß Leistungsdruck, mir doch egal, mach ich halt gar nix, immer nur der Schnellste darf jagen...bla bla...scheiß System..." dann ist damit prinzipiell zunächst mal niemandem geholfen.
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| Vor allem, weil du hier in einem Thread, in dem es eigentlich nur darum ging, was die User gerade beruflich tun (und in dem nicht übermäßig rumgejammert wurde), plötzlich mit deiner alten Leier "Wer schulische und berufliche Probleme hat, ist selbst schuld" anfängst. |
Früher oder später wird diskutiert und entsprechend der Situation gejammert. Ob ich dem jetzt vor- oder nachgreife....
| Zitat: |
| Vielleicht wolltest du ja einfach nur deine alte Privatfehde mit quaid wieder aufnehmen... auf mich wirkt das aber schon ein bisschen so, als ob du da irgendwelche (anerzogenen?) Komplexe hast, was dieses Thema angeht. |
Wenn du den Thread genau liest, stellst du fest, dass Quaid diese Fehde wieder aufgenommen hat und nicht ich.
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