Die Frage ist ja, ist es einfach Unlust (Abhängig von der Tätigkeit) oder wirkliche Antriebslosigkeit wegen psychischen Problemen?
Wenn es wirklich Antriebslosigkeit ist, hilft viel Bewegung, Sport, frische Luft, ausreichend Schlaf, Geduld und nicht den Kopf in den Sand stecken.
Bei akuter Unlust sollte man versuchen das unangenehme mit angenehmen Dingen zu verbinden.. Musik hören oder was auch immer.
Belohungssystem hat meiner Erfahrung her noch nie geklappt....
vielleicht weil ich dahingehen nicht konsequent genug bin.
dian unregistriert
08.06.2015 19:20
Das ist jetzt vielleicht eine Binsenweisheit... aber ich denke, je zufriedener der Mensch mit seiner Gesamtsituation ist, in der er lebt, desto leichter fällt es ihm auch, die unvermeidlichen, nervigen Dinge des Alltags zu erledigen.
Also optimiere die Gesamtsituation, und es wird auch deiner Antriebskraft zu gute kommen.
Soweit die Theorie. Leider sind die eigenen Einflussmöglichkeiten auf die Gesamtsituation gerade in jungen Jahren noch sehr begrenzt... und beschränken sich größtenteils auf Hobbys, Freundeskreis und die Dinge, die man konsumiert. Trotzdem, vielleicht kann man ja irgendwas optimieren, damit sich das Leben "lebenswerter" anfühlt und damit auch die negativen Aspekte nicht mehr so drückend erscheinen.
Wenn es um konkrete Tätigkeiten geht, auf die man einfach keine Lust hat: vielleicht versuchen, in allem die (immer vorhandenen) positiven Dinge zu sehen.
Beispielsweise, wenn es darum geht, den Müll rauszubringen, irgendwelche Kisten zu schleppen oder sonstige (körperliche) Tätigkeiten auszüben, kann man sich ja einreden, dass es der eigenen Fitness zu gute kommt... und das Ganze dann wie ein Gratis-Trainignsprogramm angehen, wofür andere viel Geld zahlen müssen, und das man ganz umsonst bekommt.
Schule... oder generell wenn man Kontakt zu Menschen haben muss.. das kann man ja als eine Art Gratis-Freakshow betrachten. Wenn Menschen extrem dämlich sind, zählt man, wie oft sie das selbe sagen oder irgendwelche Ticks machen. Ich hatte etwa damals im Erdkunde-Unterricht (der sterbenslangweilig war) eine Menge Spaß, seit ich anfing, die "Ähs" des ständig labernden Lehrers zu zählen und darüber gewissenhaft Buch zu führen. Und habe jede Stunde darauf gewartet, eine neue Bestmarke zu erreichen. (Rekord war glaub ich irgendwas über 450., also im Schnitt mehr als 10 Ähs die Minute.)
Mach die Welt zu deinem Spielplatz, erfreue dich an den Details, denke anders und lenke dich ab.
Je mehr man darüber nachdenkt, wie ungern man bestimmte Dinge tut, desto quälender werden sie einem erscheinen.