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Zum Ende der Seite springen Wird dies alles nicht kommen?  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Wird dies alles nicht kommen? Shai 23.12.2009 11:59
 RE: Wird dies alles nicht kommen? Arne Reload 24.12.2009 00:20

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Shai
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Wird dies alles nicht kommen? 23.12.2009 11:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wird dies alles nicht kommen?

Wir schreiben jetzt Weihnachten 2015. Günther S. ist inzwischen 55 Jahre alt und ausgemustert bei der Arbeit. Ein neues Gesetz verbietet für alle Arbeiter einen Dienst nach dem 48. Geburtstag, damit die Jungen auch noch Arbeit haben. Die Arbeitslosenqote ist auf offizielle 10 Millionen Menschen gestiegen. Noch weitere 25 Millionen Menschen leben von der Fürsorge. Man hat diesen alten Begriff wieder hervorgeholt, weil der Staat jetzt der Fürsorger für 25 Millionen Menschen ist, die entweder zu alt zum Arbeiten oder keinen Job haben. Arbeitslos ist man nur noch bis zu 3 Monate nach dem Ende eines Jobs, Wer es dann nicht geschafft hat, muß in die besonders ausgewiesenen Stadtgebiete ziehen. Dort darf man eine Wohnung beziehen, die der Größe der Familien angepaßt ist. Pro Erwachsenen stehen 8 qm und pro Kind bis zu 14 Jahren 4 qm zur Verfügung. Mit 14 Jahren müssen die Kinder das elterliche Heim verlassen und werden in Jungmann/frauheimen zusammen gefaßt. Dort lernen sie den Fürsorger zu lieben und zu achten. Wer sich nicht fügt, geht in die Outlaws oder ins Jugendgefängnis. Sollte die Wohnung dann zu groß sein, werden die Eltern oder Restfamilie umgesetzt in kleinere Wohneinheiten. Küchen werden nicht benötigt in den Wohnungen, da es Gemeinschaftsessräume gibt, die 3 mal am Tag aufgesucht werden dürfen. Nur wer eine gültige Chipkarte besitzt, darf dort essen. Eigene Nahrungsmittelbeschaffung ist nicht erlaubt. Die Großkonzerne der Nahrungsmittelindustrie stellen die Mahlzeiten als eine Art Steuerzahlung. Versicherungskonzerne stillen die Wohneinheiten und die Grundversorgung der Kranken sicher. Kinder, die mit Schäden geboren werden, werden sofort eliminiert und auch Erwachsene, die eine größere Erkrankung haben, müssen sich in den Entsorgungszentren melden. Ebenso ist jeder Bürger mit 60 Jahren automatisch dort zu entsorgen. Auf diese Art und Weise wird die Gefahr der Überbevölkerung relativ klein gehalten. Natürlich treffen diese restrikten Gesetze nur auf Bürger ohne ein bestimmtes Mindestvermögen von 1 Million Krediteinheiten zu. Aufgrund der Überwachung des Lebensalters des gemeinen Bürgers (Bürgergruppe A) ist die Gesamtbevölkerung in den europäischen Staaten geschrumpft. Von den ehemals 90 Millionen der zu Beginn des Jahrhunderts im Gebiet des ehemaligen Deutschlands leben nur noch 60 Millionen. In den Städten leben zumeist Bürger der Klasse B. Diese besitzen Vermögen bis zu 1 Million Krediteinheiten und / oder haben eine Arbeit. Die Bürger der Gruppe C leben auf dem Land. Zu ihnen zählen ungefähr 500.000 Menschen. Sie besitzen ein größeres Vermögen und sind auch den Gesetzen für Bürger A und B nicht unterworfen.
Günter gehört nun der Klasse A an, Sein Haus mußte er an den Stadtrat abtreten, der damit einen Teil der Kosten, die der Fürsorger nun für die Familie von Günter aufbringen muß, auffängt. Sein Sohn fand keinen Job nach der Grundschule, eine weitere Schule oder Ausbildung konnte Günter nicht zahlen. So mußte sein Sohn ins Jungmannheim umziehen. Das gleiche traf auf die Tochter zu. Da für beide die Chancen schlecht stehen, einen Job zu finden oder eine Ausbildung zu beginnen, wurden sie kurz nach dem Umzug zwangssterilisiert. Auch Günter und seine Frau wurden dieser OP unterzogen. Ebenfalls bekamen sie bei der Gelegenheit einen Chip eingesetzt, der den Aufsichtsbehörden jederzeit mitteilt, wo sich der Chipträger aufhält und ob er gesund ist. Hin und wieder einmal werden Jungmänner und Jungfrauen gesucht, die sich wissenschaftlichen Versuchen zur Verfügung stellen. Ihre Verwandten erhalten dafür besondere Vergünstigungen. So sind diese Jobs sehr begehrt und als die Frau von Günter letztes Jahr an Tuberkulose erkrankte, meldete sich der Sohn zu einem dieser Versuchsreihen. Als Gegenleistung erhielt Frau S. Medikamente gegen die Tuberkulose. Vom Sohn hat die Familie seither nichts gehört.

Das Leben ist sehr eintönig in der Zone. 6 Stunden Fernsehen ist Pflicht für jeden Bürger - davon mindestens 2 Stunden Werbung. Weitere 8 Stunden muß die Familie mit gemeinnützigen Arbeiten verbringen, wie Rasenmähen, Jäten, Reinigen von Industrieanlagen oder in der Zone mit Aufräumarbeiten. Direkt neben der Zone ist die Müllverbrennungsanlage. Manchmal kann man dort etwas erwischen, aber darauf steht die Todesstrafe. Ab 10 Uhr Abends darf sich kein Bürger mehr auf der Straße aufhalten. Die Wachkräfte sind angehalten ohne Vorwarnung zu schießen. Ebenfalls dürfen niemals mehr als 3 Personen zusammen stehen auf der Straße am Tag. Auch das ist verboten. Jeden Morgen müssen alle Bürger sich aufstellen in Reih und Glied und das Loblied des Fürsorgers aufsagen. Anschließend spricht der Pfarrer der Zonenkirche zu ihnen und hält sie dazu an, ordentlichen Bürger, die die Gesetze einhalten zu sein.
Die Zonenzeitung flackert von den Litfaßsäulen und stellt die Neubürger vor und meldet die Listen derjenigen Bürger, die sich in den Entsorgungszentren zu melden haben. Auch wird ihnen so jeden Tag die Danksagung des Fürsorgers zuteil. In der letzten Zeit geht es Günter nicht sehr gut. Noch hat sich die kleine Lampe im unteren Bedienfeld des Fernsehers für ihn nicht rot verfärbt. Sobald dies geschieht, muß er sich verabschieden und innerhalb von 24 Stunden melden.
Manchmal denkt Günter noch an die Zeit zurück, wo man noch frei war. Und er denkt an die Zeit zurück, wo die Agenda 2010 eingeführt wurde. Wie hieß der Kanzler damals noch? Ach ja Schröder. Nun ja, der lebt inzwischen mit seiner 5. Frau (oder war es die 3. oder 4.) in einem Landhaus in der Nähe von Hannover. 2006 war er nicht mehr zur Wahl angetreten. Koch aus Hessen hatte das Rennen gemacht. Aber der ist jetzt auch nicht mehr da. Bei der letzten Wahl durfte Günter mit seiner Familie schon nicht mehr mitmachen. Wählen ist nur noch den Bürgern der Klasse C vorbehalten. Aber soweit Günter noch mitbekommen hat, ist ein Enkel des Gründers der BRD jetzt Kanzler. Aber Politik interessiert Günter nicht mehr. Damals, ja damals da hat er niemals geglaubt, das das seine Zukunft ist. Wenn er sich mal wieder bei der wöchentlichen Skatrunde über die arbeitslosen Faulpelze und das asoziale Gesocks der Sozialhilfeempfänger aufgeregt hat, die die ganzen Steuergelder verschlingen, die Günter und seine Freunde zahlen müssen. Nun das ist vorbei. Aber das Herz ist schwer geworden bei diesen Gedanken. Er soll sich doch nicht so aufregen. Heute ist es unglaublich heiss draußen. Die Luft steht und er fühlt sich richtig schlecht. Nun ja, gleich muß er zum Essen raus gehen.

Ein paar Stunden später: Die Meteologen haben die Wolken für die Blumenfelder und Erdbeerfelder gebraucht und so hat es nicht geregnet. Es hat schon lange nicht mehr geregnet.
Günter bekommt kaum Luft, aber er muß ja die vorgeschriebene Werbezeit gucken. Wenn es nur nicht weh tun würde hinter dem Brustbein. Da, die Lampe für ihn leuchtet rot auf. Dann ist es jetzt wohl so weit....
Günter ist vor 20 Minuten gestorben. War wohl ein Herzinfarkt. Die Leiche wurde bereits abgeholt und nun packen ein paar Fürsorgehelfer die wenigen Habseligkeiten der Frau von Günter ein. In 10 Minuten muß sie in ihrem neuen Zuhause sein. Es ist ein 16 qm-Zimmer, das sie sich mit einer anderen Frau teilt. Abschied nehmen hat sie nicht mehr gekonnt. Die Tochter hat es auch nicht mehr rechtzeitig geschafft. Aber das sorgsam gerettete Usambaraveilchen, daß ihr Mann so liebt, hat sie ihm noch in die Hand geben können, bevor er abtransportiert wurde. Wann wird sie soweit sein. Man hat ja schon davon gehört, daß die Ehepartner von Gestorbenen zukünftig auch gleich sich in die Entsorgungszentren begeben sollen, damit der Fürsorger nicht mehr so viel mit dem Umziehen zu tun hat. Sie hat noch immer das kleine Obstmesserchen von ihrer Großmutter. Am besten benutzt sie es jetzt gleich.

Bericht der Fürsorgearbeiter:
Heute um 19:23 Uhr verstarb der Bürger Günter S. an einem Herzinfarkt. Seine Leiche wurde zur weiteren Verwertung um 19:35 Uhr abgeholt. Die Umsiedlung von der Ehefrau begann um 19:32 Uhr. Um 19:40 Uhr entleibte sich Bürgern Astrid S.. Ihre Leiche wurde ebenfalls der Verwertung zugeführt. Die Reinigung und Desinfektion der Wohnung war um 21:00 Uhr abgeschlossen. Um 21:15 Uhr wurde sie von einem neuen Bürger mit Familie belegt. Die Extrakosten für die Reinigung aufgrund des Blutes der Bürgerin Astrid S. werden der Tochter Annette S. auferlegt. Sie hat sie im Staatsgefängnis Nummer 1002 abzuleisten. Ihre Strafzeit dort wird 5 Jahre betragen. Berechnungsgrundlage 2 Jahre für die Reinigung und 3 Jahre für Ihre Unterbringungskosten dort.
Die Kleidung von Bürger Günter S. und Astrid S. wurden der Kleiderkammer des Fürsorgers zugeführt ebenso wie das Geschirr. Weitere Habseligkeiten waren 5 Bücher. Ihre Titel: Sozialhilfe Dein gutes recht, Grundgesetz der BRD, Arbeit für Alle, ein nicht mehr zu beziffernder Titel von Heinrich Böll und eine Bibel. Die Bibel wurde dem Pfarrer übergeben. Die übrigen Bücher werden dem Zellstoffrecycling zugeführt. Die beiden Bürger hatten noch goldenen Ringe, diese wurden der Goldschmiedewerkstatt Lafontebleu zugeführt.
Ende der Akte.

Verweis zum Autor:

http://www.forum-sozialhilfe.de/board/sh...b93c969c1b72ade

Arne Reload



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24.12.2009 00:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß nicht, warum die Leute immer auf die Idee kommen, irgendwelche soziale und humane Vereldenung müsse unbedingt organisiert werden.
Das isrt irgendwie typisch deutsch. In anderen Nationen organisert man ja auch seine Völkermorde nicht so akribisch wie in Deutschland, deshalb denken die immer, selbst, wenn man vereldendet müsste das nach irgendeiner bürokratischen Vorschrift ablaufen.

Das ist eher unwahrscheinlich. Vor allen Dingen ist es mehr als unwahrscheinlich, dass jemanden das Arbeiten verboten wird. Je mehr Arbeitslose zur Verfügung stehen, desto besser ist der Lohn zu drücken, weil sich das eben auch letztlich nach Angebot und Nachfage richtet.

Andere Aspekte sind ja schon so, allerdings wird auch vieles von Menschen freiwiillig gemacht.(Z.B. Fernsehen gucken mit viel Werbung)
Und der Text muss schon ganz schön alt sein. Bis 2006 hat Schröder nicht durchgehalten, der schmiß 2005 hin. Und trat auch nicht gegen Koch an, der ist selber ziemlich unten durch.
Koch hätte aber vielen als Feindbild besser gepasst als eine Regierung, bei der eine Frau in einer Führungspositon sitzt und die ansonsten aus den bei Linken beliebten Randgruppen wie Schwule, Behinderte und Ausländern besteht.
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