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different_and_proud




smile Hello World 06.01.2010 13:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Auf Facebook habe ich eine Pantheisten-Gruppe gesucht und gefunden. Dann hab ich nach Pantheismus geoogelt, landete auf www.pantheismus.de und bin jetzt hier und in einem Forum gelandet wo genau meinem Gechmack entspricht! Zunge raus

Wo soll ich anfangen? Nun, ich bin ein weibliches Wesen, 24 Jahre alt und wohne in der Schweiz smile Man bin gebürtige Katholikin habe jedoch meinen eigenen glauben. Man kann mich aber nicht in irgendeine Schublade reinstecken, aber vor allem der Pantheismus hat es mir angetan, sprich, er wiederspiegelt eigentlich mehr oder weniger meine Einstellung zu Gott und die Welt.

Ich bin offen und gierig auf alles, was wir nicht sehen können. Ich glaube an so viele Dinge, dass ich manchmal selber darüber Schmunzeln muss, aber hey, ich fühl mich gut und vor allem fühle ich mich frei! Es haben mich schon ein paar Freunde gefragt, ob ich nicht aus der Kirche austreten möchte. Nun, eigentlich ja, aber es ist nicht etwas, dass unbedingt sein muss. Meine Mam hat mir den christlichen Glauben nie aufgezwungen und ich habe mich auch nie unwohl gefühlt Teil des Katholizismus zu sein. Ich mag die spirituelle "Schwere" (Atmosphäre, Feeling...schwer zu beschreiben) dieses Glaubens, gehe aber weder in die Kirche (ausser für mich allein im meditativen Sinn), noch lese ich in der Bibel. Die Kirche ist für mich zwar eine schöne, aber gleichzeitig unnötige Institution. "Gott" ist meiner Meinung nach überall und nicht nur in der Kirche. Ich kann diese höhere Kraft immer spüren, egal wo ich bin. Ansonsten bin ich ein hochgradiger Anti-Papstist und schäme mich für die perverse Vergangenheit und noch krankere Gegenwart der Hardliner. Tja...ich könnte noch stundenlang hier weiterschreiben, aber ich will ja schliesslich niemanden langweilen oder zu sehr abschweifen Zunge raus

Ich bin einfach ich und bin leidenschaftlich gerne anders, nicht 0815, open minded, neugierig, total smilie33 und...lieb großes Grinsen

Jedenfalls würde es mich riesig freuen bald eifrig mit euch kommunizieren zu können! smile

Liebe Grüsse und bis bald winke
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deldenker

Freund der Nacht

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06.01.2010 21:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Erstmal herzlich willkommen smile .
Da du ja so auf Kommunikation stehst, gleich meine Frage Augenzwinkern


Zitat:
Ich bin einfach ich und bin leidenschaftlich gerne anders,


Anders als wer?

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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porcupine



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06.01.2010 21:31 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Irgendwie bist du bei den ganzen neuen Threads übersehen worden.

Nur um meinen Standpunkt zu zeigen: Eine pantheistische Weltanschauung halte ich für unnötig, Gott in allem, was das Universum ist zu sehen würde für mich irgendwelche Auswirkungen dieses Gottes auf unser Leben völlig ausschliessen. Ob man sagt Gott ist überall oder Gott ist nirgendwo macht defacto keinen Unterschied.
Spiritualität hingegen hat für mich nicht zwingend etwas mit Religiösität zu tun. Selbst als nicht-gläubiger Mensch kannst du meditieren und dasselbe "mit-der-welt-verbunden-sein" Gefühl bekommen, welches für strenge Buddhisten selbstverständlich ist. Wichtig ist mMg nur deine eigene Einstellung zum Leben.
Das soll natürlich keine Kritik an deiner Weltanschauung sein.

Willkommen von meiner Seite jedenfalls.
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Zelder

Spiegel deines Elends

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07.01.2010 00:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hallo different_and_proud!
Aus welchem Bereich der Schweiz kommst du denn? Ich bin sehr gerne in der Schweiz, bzw. in den Alpen... leider viel zu selten.

Zitat:
Original von porcupine
Nur um meinen Standpunkt zu zeigen: Eine pantheistische Weltanschauung halte ich für unnötig, Gott in allem, was das Universum ist zu sehen würde für mich irgendwelche Auswirkungen dieses Gottes auf unser Leben völlig ausschliessen. Ob man sagt Gott ist überall oder Gott ist nirgendwo macht defacto keinen Unterschied.


Die Aussage 'Gott ist in allem' braucht man ja nur, weil die meisten Menschen ein Bild von einem als Person existenten Gott verinnerlicht haben. Als Pantheist kann man sich einen solchen Gott nicht ernsthaft vorstellen, benutzt diesen Vergleich aber um sich den 'Gottgläubigen' verständlichen zu machen.
Pantheismus hat übrigens nichts mit Religiosität am Hut, der Panentheismus schon eher ^^.
Zwischen 'Gott ist überall' und 'Gott ist nirgendwo' gibt es imo schon einen deutlichen Unterschied. Es hat nicht wirklich was mit Gott zu tun, sondern mit der eigenen Einstellung zum Leben.

Ein Pantheist kennt ähnliche Erfahrungen, die z.B. ein Christ als Gotteserfahrung bezeichnet. Wikipedia hat dafür zwei schöne Beispiele aufgelistet:
- Überwältigende Naturerfahrungen
- Glückliche Schicksalswendungen

Gerade er der erste Punkt lässt sich ja kaum beschreiben, aber ich denke wir kennen das alle. Dieses unglaubliche Gefühl, wenn man die Realität dieses Planeten und sein Leben erkennt und spürt - am Meer, in den Bergen, im Wald, in einer sternenklaren Sommernacht ... usw. Für einen Christ ist dieses erhabene Erlebnis scheinbar ein gefühlter Beweis für den christlichen Gott, einem als eine einzelne Person irgendwo im Nichterklärbaren wohnenden Wesen. Der Pantheist dagegen hat das gleiche Erlebnis, führt es aber auf die Natur und das Erleben des Seins zurück.
Der Christ wiederum empfindet das als vereinfachend, als herabwürdigend. Ich denke für viele ist es auch beängstigend, den Grund unserer Existenz nicht erklären zu können. Und so wird ein Gott kreiert, der diese Lücke füllt. Ein uns sehr ähnliches Wesen, das uns bis ins Herz durchschaut, alles Unerklärbare klärt und auch noch sagt, was zu tun ist... aber ich schweife ab^^
Ein Pantheist braucht einen personellen Gott nicht und sieht trotzdem einen Sinn in allem. Er kann ihn zwar nicht erklären, aber er spürt ihn. Und das ist dann auch der Unterschied zu 'Gott ist nirgendwo'. 'Gott ist nirgendwo' bedeutet dann auch das 'Göttliche ist nirgendwo'. Und damit verschwindet der Sinn in allem, wir sind plötzlich nur noch organisierte Materie, Biomaschinen, die ihrem Trieb zum Arterhalt nachgehen. Ob der Mensch existiert oder nicht, ist im Grunde völlig egal.

Vielleicht kann man sagen, dass 'Gott ist in allem' pantheistisch und 'Gott ist nirgendwo' nihilistisch ist, und beides sind Spielarten des Atheismus.

Zitat:
Original von porcupine
Spiritualität hingegen hat für mich nicht zwingend etwas mit Religiösität zu tun. Selbst als nicht-gläubiger Mensch kannst du meditieren und dasselbe "mit-der-welt-verbunden-sein" Gefühl bekommen, welches für strenge Buddhisten selbstverständlich ist. Wichtig ist mMg nur deine eigene Einstellung zum Leben.
Das soll natürlich keine Kritik an deiner Weltanschauung sein.


Das hört sich für mich ziemlich pantheistisch an Augenzwinkern



"All the people who created traditions, who created countries, who created rules - them fuckers are dead.
Why don't you start your own world while you got the chance?"
Bill Hicks
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llisill



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07.01.2010 01:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Aloha und willkommen,

Christentum, Pantheismus... alles Scharade. Wer, wo, wie Gott sieht oder spürt lässt sich nicht in Schrift bannen. Schon alleine das Wort "Gott" ist eben... nur ein Wort. Ich sehe ihn, sie, es, so oft. Bei jedem Orgasmus, jedem Sonnenstrahl der durchs Dickicht bricht... Dieses in den Rahmen einer Definition zu pressen ist doch genau das, was wir nicht wollen, oder? Unnötige Regeln gibt es schon zu viele.

lg ll

Dosis sola facit venenum - Paracelsus -
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Arne Reload



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07.01.2010 04:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wo Ihr überall Gott seht, finde ich auch schon sehr aufregend!

Also, mich würden erstmal zwei Sachen interessieren:
Welche Kantone gibt es denn in der deutschsprachigen Schweiz (weil Du ziemlich perfekt Deutsch kannst, schätze ich mal, dass Du daher kommst), die katholisch sind? Ich dachte immer, die wären alle reformiert und nur die italienisch- oder franzözischsprachigen hätten auch katholische Bürger (bzw. eben mehrheitlich)?
(Aber okay, Du kannst natürlich auch zu der Minderheit da gehören. Warum nicht?)

Aber sagt mir mal, wie Ihr Gott spürt?
Das würde mich mal interessieren, wie Ihr das beschreibt.

Und, porcupine:
Buddhisten bezeichnest Du als "nicht-gläubig"?
Wieso?
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llisill



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07.01.2010 10:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ob man es nun Gott, den großen Zusammenhang, Glück, positive Energie oder sonstwie nennt. Ich erlebe oft Momente in denen einfach nur alles richtig zu sein scheint, in denen der Kampf sich plötzlich lohnt und der bisherige steinige Weg dir plötzlich klar macht, dass er notwendig war um eben diesen Punkt zu erreichen. Ob man das nun Religion, dem Schicksal oder einfach nur sich selbst zuschreibt bleibt ja im Auge des Betrachters, ich nenne es eben Göttlichkeit. Sträube mich eben gegen ein Verstehen, da wissenschaftliche Definitionen sowieso an ihre Grenzen stoßen wohin man sieht...

Dosis sola facit venenum - Paracelsus -
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MAUS

Too old to die young

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07.01.2010 12:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hallo different_and_proud, auch Dir ein herzliches Willkommen im Forum, *g* hört sich so an, als würdest Du meinen Mangel an Glauben locker ausgleichen können, jedenfalls schön, mal wieder ein neues weibliches Wesen anzutreffen, wir sind hier nämlich recht rar, und ein wenig mehr Ausgleich gegenüber der "Männerdominanz" in diesem Forum, kann ja eigentlich nicht schaden großes Grinsen also laß Dich nicht davon abschrecken, wenn vereinzelte User immer mal wieder "die Frau als solche" für die "Wurzel allen Übels" halten, die meisten haben "Gott sei Dank" mehr als dumme Rollenklischees im Kopf...

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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dian
unregistriert
07.01.2010 13:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

smilie22 auch von mir!
Ich finde dafür, dass so viele Leute das Unity-Forum über den Pantheismus-Link finden, wird hier erstaunlich wenig über Pantheismus diskutiert...
Also tut euch keinen Zwang an, dazu auch mal nen eigenen Thread aufzumachen! Ich habe ohnehin das Gefühl, dass die spirituellen Themen hier etwas zu kurz kommen in letzter Zeit.
Dabei halte ich diese Fragen nach dem Sinn und nach dem, was diese Welt zusammenhält, für mindestens ebenso wichtig wie die Fragen, was sich konkret an der Gesellschaft oder im zwischenmenschlichen Miteinander verbessern ließe.

Ich persönlich glaube an bestimmte schicksalhafte Zusammenhänge und daran, dass wir alle Figuren in einem größeren Spiel sind, dessen Sinn sich uns derzeit nicht so ganz erschließt.
Aber ob Gott nun in allem ist, oder irgendwo weit entfernt auf einer Wolke hockt, oder ob es ihn überhaupt nicht gibt, ist mir momentan relativ egal.
Wenn es ihn gibt, glaube ich ohnehin nicht, dass er sich all zu sehr mit uns und unserer Entwicklung beschäftigt. Als Gott hat man vermutlich ganz andere Interessen, als den Nachtgebeten irgendwelcher unbedeutender Menschen zu lauschen.
Also ich zumindest hätte andere Interessen, wenn ich der Schöpfer eines riesigen Universums mit Milliarden von Sonnensystemen wäre.
Von daher denke ich eher, ja, es gibt da draußen "höhere" Wesen, seien es nun Engel oder Aliens, Dämonen oder Götter... aber keiner von denen ist allmächtig, und keinem gegenüber sind wir zu etwas verpflichtet. Auch dem Universum nicht, denn das Universum ist gnadenlos und ohne Gefühle uns gegenüber.
Ich denke, die Menschen nehmen sich viel zu wichtig, wenn sie religionsübergreifend immer wieder glauben, dass sich der Schöpfer eines so riesigen Universums für sie interessieren würde.
Interessiert ihr euch für die Gefühle der Mikroben in eurer Unterwäsche?

Zitat:
Ich mag die spirituelle "Schwere" (Atmosphäre, Feeling...schwer zu beschreiben) dieses Glaubens

Ich denke, der Ausdruck "Schwere" trifft es schon ganz gut.
Ich halte das Christentum für eine furchtbar depressive, masochistische Trauerreligion. Sünde, Schuld, unten die armen, sündebefleckten Menschen, oben der liebe Gott in seiner Herrlichkeit...
Zugegeben, irgendwie hat das schon wieder einen gewissen kranken Charme.
Aber mir ist das immer fremd gewesen. Schon als Kind, wenn ich bei Einschulung oder so mal in der Kirche war, fand ich es dort eher unheimlich. Mir war das immer fremd... das affige Verhalten der Kirchgänger, die verkrampfte Predigt des Pfarrers, die ganzen unausgesprochenen Verhaltensregeln der Erwachsenen, die Lieder, die keine vernünftige Bassline und keinen Beat haben...
das ist alles für mich schon immer Inbegriff von etwas gewesen, von dem ich nie ein Teil sein wollte... Inbegriff dessen, dass ich hier auf einem Planeten gelandet bin, auf dem völlig andere Gesetze und völlig andere Traditionen herrschen als da, wo ich herkomme.

porcupine



images/avatars/avatar-608.jpg


07.01.2010 14:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Arne Reload
Und, porcupine:
Buddhisten bezeichnest Du als "nicht-gläubig"?
Wieso?


Fass mich bitte nicht falsch auf, ich meinte: Als nicht-gläubiger Mensch könnte man dasselbe Gefühl erreichen, das eben für gläubige Menschen selbstverständlich sei. (Eben zum Beispiel Buddhisten) Ich meinte nicht Buddhisten seien nicht-gläubig. Sorry für die ungenaue Ausdrucksweise.

Zitat:
Original von Zelder
'Gott ist nirgendwo' bedeutet dann auch das 'Göttliche ist nirgendwo'. Und damit verschwindet der Sinn in allem, wir sind plötzlich nur noch organisierte Materie, Biomaschinen, die ihrem Trieb zum Arterhalt nachgehen. Ob der Mensch existiert oder nicht, ist im Grunde völlig egal.


Nun, das wir jetzt da sind liegt ja an diesem Arterhalt, und am Nachgehen der Triebe unserer Vormenschen. Aber jetzt nun sind wir halt hier, wieso sollte es uns stören, dass wir eben aus denselben Teilchen bestehen wie unsere Umwelt? Alles was ich sehe ist, das du dem einen einen anderen Namen gibst und dann glaubst es wäre auch etwas anderes. Natur ist Natur, wir sind teil von ihr, ob wir da jetzt Gott oder Universum dazusagen, was ändert es? Oder willst du mir sagen, deine Lebenseinstellung sei eine andere nur weil du ein anderes Wort verwendest?



Zitat:
Original von Zelder
Das hört sich für mich ziemlich pantheistisch an Augenzwinkern


Moi, dann bin ich halt n' Pantheist, dafür dass ich meine, dass menschliche Gefühle nicht sinnlos sind. Ich dachte nicht, dass ichs nötig hätte für meine Lebenseinstellung einen Namen zu bekommen (;
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Hansi
unregistriert
08.01.2010 02:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Sei gegrüßt, über die Schweiz bin ich heute schonmal geflogen...

Xoc

lol

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08.01.2010 15:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Zelder 'Gott ist nirgendwo' bedeutet dann auch das 'Göttliche ist nirgendwo'.


Hm, dann kann auch Weihnachten nur weihnachtlich sein, wenn es den Weihnachtsmann gibt? Sehe ich nicht so.

Zitat:
Und damit verschwindet der Sinn in allem, wir sind plötzlich nur noch organisierte Materie, Biomaschinen, die ihrem Trieb zum Arterhalt nachgehen. Ob der Mensch existiert oder nicht, ist im Grunde völlig egal.


Ich sehe das genau andersrum, das Universum ist voller Wunder, wenn man nun behauptet, dass Gott die irgendwie magisch einfach so macht, dann ist das Blasphemie an den Leistungen der Natur. Denn die Natur macht das ausschliesslich mit natürlichen Mitteln, alles geht mit rechten Dingen zu und das ist wirklich ein beachtliche Leistung, die einen in Staunen versetzen kann.
Mit einem "Zauberstab" könnte ich das alles auch ganz leicht erschaffen. Aber ohne? Da fängt die Kunst an.

Und Sinn, ich weiss nicht, wieso Menschen immer einen objektiven Sinn suchen. Gibts eh nicht. Sinnvoll ist etwas, wenn jemand es als sinnvoll empfindet. Das ist völlig unabhängig davon, ob er eine hochkomplexe, geniale biologische Maschine ist oder ein haufen Fleisch mit einer Seele.
Was hätte man von einem objektiven Sinn, wenn man ihn selbst nicht als sinnvoll empfindet? Das wäre höchstens Zwang.

Ausserdem finde ich es etwas problematisch zu argumentieren, dass es Gott geben muss, weil man sich wünscht, dass es ihn gibt.
Dinge sind leider nicht einfach wahr, weil man sich wünscht, sie wären es großes Grinsen

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Xoc am 08.01.2010 16:00.



"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Arne Reload



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09.01.2010 09:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, wenn Du so etwas wenig perfektes wie Leben oder gar Menschen mit einem Zauberstab erschaffst, würde ich sagen, dass Du das zaubern besser an den Nagel hängen solltest.

Ich kann nicht unebdingt sagen, dass "Leben" z.B. eine Sache ist, die vor Perfektion nur so glänzen würde. Es hat den Nachteil vergänglich zu sein und es ist schon eine ziemlich blöde Sache, dann noch Geschöpfe wie Menschen entstehen zu lassen, die sich ihre Endlichkeit nicht vorstellen können.
Für mich ist das alles nicht so perfektionistisch, ich persönlich würde da eher was anderes draus machen, wenn es einen Gott geben würde und ich dieser zufällig wäre.
Und mir fallen auch so einige Sachen ein, die man an dieser "genialen bilogischen Maschine" Mensch noch optimieren könnte.

Also, ich kann weder von einem naturalistischen und schon gar nicht von einem theologischen Aspekt aus sagen, dass ich nunmehr vor Begeisterung nicht mehr könnte, was das alles anbelangt.
So hört sich das wirklich so an, als müssen jeder Naturalist genau wie jeder Glüubige erstmal alles supergut finden, was es gibt.
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Xoc

lol

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09.01.2010 13:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich kann nicht unebdingt sagen, dass "Leben" z.B. eine Sache ist, die vor Perfektion nur so glänzen würde. Es hat den Nachteil vergänglich zu sein und es ist schon eine ziemlich blöde Sache, dann noch Geschöpfe wie Menschen entstehen zu lassen, die sich ihre Endlichkeit nicht vorstellen können.


Erstes ist es für Leben ein grosser Vorteil vergänglich zu sein, zweitens besteht das Universum nur zu einem sehr kleinen Teil aus Leben und drittens ist davon auch nur ein kleiner Teil Menschen.

Zitat:
Für mich ist das alles nicht so perfektionistisch, ich persönlich würde da eher was anderes draus machen, wenn es einen Gott geben würde und ich dieser zufällig wäre.


Klar, wenn du nicht so dämlichen Beschränkungen unterworfen wärst, wie dass es tatsächlich funktionieren muss, könntest du lauter tolle Sachen machen, wie z.B. auch Kommunismus großes Grinsen

Zitat:
Und mir fallen auch so einige Sachen ein, die man an dieser "genialen bilogischen Maschine" Mensch noch optimieren könnte.


Tu dir keinen Zwang an, optimier es.

Zitat:
Also, ich kann weder von einem naturalistischen und schon gar nicht von einem theologischen Aspekt aus sagen, dass ich nunmehr vor Begeisterung nicht mehr könnte, was das alles anbelangt.


Anscheinend besteht das Universum in deiner Wahrnehmung hauptsächlich aus dem menschlichen Alltag. Das man mit so einem Tunnelblick nicht all zu viel Begeisterndes finden kann, ist nicht weiter verwunderlich.

Zitat:
So hört sich das wirklich so an, als müssen jeder Naturalist genau wie jeder Glüubige erstmal alles supergut finden, was es gibt.


Du musst gar nichts gut finden, wenn du nicht möchtest.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Arne Reload



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10.01.2010 14:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, ich habe das menschliche Leben hier nicht gerade als perfektionistisch gepriesen, sondern das kam von anderen.

Dass das überhaupt funzt, lockt mir maximal das Prädikat ""beieindruckend" hervor, mehr aber auch nicht.
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Zelder

Spiegel deines Elends

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15.01.2010 04:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Zitat:
Zelder 'Gott ist nirgendwo' bedeutet dann auch das 'Göttliche ist nirgendwo'.


Hm, dann kann auch Weihnachten nur weihnachtlich sein, wenn es den Weihnachtsmann gibt? Sehe ich nicht so.

Hey, da sind wir ja einer Meinung. Was möchtest du mir sagen?

Zitat:

Zitat:
Und damit verschwindet der Sinn in allem, wir sind plötzlich nur noch organisierte Materie, Biomaschinen, die ihrem Trieb zum Arterhalt nachgehen. Ob der Mensch existiert oder nicht, ist im Grunde völlig egal.


Ich sehe das genau andersrum, das Universum ist voller Wunder, wenn man nun behauptet, dass Gott die irgendwie magisch einfach so macht, dann ist das Blasphemie an den Leistungen der Natur. Denn die Natur macht das ausschliesslich mit natürlichen Mitteln, alles geht mit rechten Dingen zu und das ist wirklich ein beachtliche Leistung, die einen in Staunen versetzen kann.
Mit einem "Zauberstab" könnte ich das alles auch ganz leicht erschaffen. Aber ohne? Da fängt die Kunst an.

Du siehst es völlig andersherum und doch genau so wie ich es beschrieben habe. Ich verstehe nicht, wie du mich so missverstehen kannst. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt erst antworte...
Der von dir zitierte Abschnitt ist ja kein Hinweis, dass ich einen Schöpfergott präferiere o.ä..

Bezeichnest du dich als Pantheist, Xoc?

Zitat:

Ausserdem finde ich es etwas problematisch zu argumentieren, dass es Gott geben muss, weil man sich wünscht, dass es ihn gibt.
Dinge sind leider nicht einfach wahr, weil man sich wünscht, sie wären es großes Grinsen

Falls das jetzt auf mich anspielen soll, dann bring doch bitte eine Stelle von mir, die dich zu dieser Aussage nötigen ließ. Ich fände es nämlich problematisch, wenn du mir irgendwelche Sachen unterstellst, die ich nie behauptet habe ...



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Bill Hicks
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Xoc

lol

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16.01.2010 14:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Zelder
Hey, da sind wir ja einer Meinung. Was möchtest du mir sagen?


Dass es keinen Grund gibt anzunehmen oder zu sagen, der Weihnachtsmann sei überall und in allem oder sowas.

Zitat:
Du siehst es völlig andersherum und doch genau so wie ich es beschrieben habe. Ich verstehe nicht, wie du mich so missverstehen kannst. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt erst antworte...
Der von dir zitierte Abschnitt ist ja kein Hinweis, dass ich einen Schöpfergott präferiere o.ä..


Habe ich dich so sehr missverstanden? Ich bin mir nicht ganz sicher, teilweise sieht es so aus, als wüsstest du, dass "Gott ist in allem" nur ein linguistischer Trick ist, teilweise sieht es wieder so aus, als würdest dem irgendeine Realität zukommen lassen wollen.

Zitat:

Bezeichnest du dich als Pantheist, Xoc?


Nein.

Zitat:
Falls das jetzt auf mich anspielen soll, dann bring doch bitte eine Stelle von mir, die dich zu dieser Aussage nötigen ließ. Ich fände es nämlich problematisch, wenn du mir irgendwelche Sachen unterstellst, die ich nie behauptet habe ...


Dieses Aussagen der Form "wenn es keinen Gott gibt, dann ist ja alles sinnlos".
Das ist die gleiche Kategorie wie das christliche Argument "Wenn es keinen Gott gibt, dann könnte man ja auch einfach morden/vergewaltigen/etc"

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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porcupine



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16.01.2010 16:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ist die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem allem nicht eh schon veraltet? Augen rollen
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