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Ähm, es herrscht zwar landläufig die Meinung, dass man für gute Taten in den Himmel kommen würde, aber das ist nicht der Fall, zumindest, wenn man den Kirchen Glauben schenken mag.
Man kommt dafür in den Himmel gläubig zu sein, ob man ein Arschloch oder ein guter Mensch ist, ist egal.
Ich zitiere hier die evangelische Kirche, weil ich mich da besser auskenne:
| Zitat: |
* sola gratia – allein durch die Gnade Gottes – das heißt vollkommen ohne eigenes Verdienst, denn vor Gott sind alle Menschen Sünder.
* sola fide – allein durch den Glauben – das heißt nicht durch das Vollbringen guter Werke, das Himmelreich lässt sich nicht erarbeiten. |
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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| Zitat von Xoc: |
Ähm, es herrscht zwar landläufig die Meinung, dass man für gute Taten in den Himmel kommen würde, aber das ist nicht der Fall, zumindest, wenn man den Kirchen Glauben schenken mag.
Man kommt dafür in den Himmel gläubig zu sein, ob man ein Arschloch oder ein guter Mensch ist, ist egal.
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Ja, aber nur in der evangelischen Kirche.
Das war einer der wichtigsten Gründe, warum Luther die (katholische) Kirche reformieren wollte. Neben Ablasshandel, Heiligenverehrung und der Macht des Papstes (und einigem anderem, was ihm so gestunken hat).
Bei den Katholiken musste man damals auch noch ein "guter Christ" sein, also sich z.B. an die zehn Gebote halten, sich nur einmal im Jahr waschen, keine wissenschaftliche Forschung betreiben, Juden und Homosexuelle hassen und Ketzer töten - was eben so dazugehört. Ob das inzwischen geändert wurde oder heute immer noch so ist, kann ich dir aber auch nicht sagen, aber wenn das die landläufige Meinung ist, kann man vielleicht davon ausgehen.
Ich habe das by the way nur aus meinem "Studium" mittelalterliche Geschichte; kann also gut sein, dass das in der Bibel anders steht.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Da gehen die Meinungen der Kirche aber auch wieder auseinander. Ich denke er, die evangelische Kirche brauchte eben damals Leute, die ohne jeglichen verstand für sie arbeiteten. Und ob das heute immernoch so ist, darüber kann man wieder streiten. Ich hab eben nur ein Beispiel gebraucht, um dieses "Werte" - Prinzip zu verdeutlichen.

es gibt auch vereinzelnt Kirchen, die sich nicht so ganz streng danach richten, was im mittelalter an der tagesordnung war. trotzdem, irgendwie gefällt mir der Atheismus besser, soll aber nicht heissen, dass ich an absolut garnichts glaube. AH, ich schweife wieder ab ^^
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 06.04.2012 14:45.
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Ja stimmt, ich habe nochmal gegooglet, die evangelische Kirche sagte, der Glaube sei hinreichend, wärend er laut der katholischen nur notwendig ist.
Man scheint in er katholischen Kirche seine schlechten Taten durch verschiedene Aktivitäten kompensieren zu können.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Sorry, mein Fehler! Hätte klarstellen sollen dass sich der Punkt Kirche / Religionen auf die Beiträge von Xoc und deldenker bezieht.
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Wenn diese "übernatürliche Person" das "Gute" im Menschen bewertet, dann sind gewisse Menschen natürlich mehr Wert. Nehmen wir als Beispiel einen fanatischen Nazi, der Ausländer und alles andere verkloppt, was ihm fremd is... Dann wird dieser wohl eher schlecht dastehen, da er Hass unter den Menschen gesäht hat. (Mal hochphilosophisch ausgedrückt ^^).
Nehmen wir als Beispiel den qualitativen Utilitarismus, nach diesem wiegt man eine Tat nach der Freude und dem Leid ab, welche diese verursacht. Wendet man dies auf ein Leben an, so könnte man dieses nach dem Leid und der Freude die dieser Mensch verbreitet hat messen
Natürlich bleiben andere Faktoren in diesem Falle ausser acht (zB Leiden vermindern, aber immer noch verursachen / Reue / wieviel man mit anderen Menschen in Kontakt kommt).
Allerdings wäre es eine Form wie man so etwas messen könnte.
Für mich persönlich sind von Grund auf alle Menschen gleich, allerdings entscheiden die Taten der jeweiligen Person über meine persönliche Meinung zu diesem. Nehmen wir doch einen unseren oben schon erwähnten braunen Freunde, dann hat dieser eine weit aus niedrigere Stellung, als jetzt zum Beispiel Veritas (zumindest für mich).
Ein Mensch der anderen aus "niedrigen Beweggründen" Leid zufügt ist für mich ein schlechter Mensch. (Niedrige Beweggrüde stimmen nicht mit denen aus unserem Gesetzbuch überein, zumindest nicht bei mir ^^).
Leben und leben lassen ist eine sehr schöne Einstellung, die Frage ist nur: Wenn du jemanden töten könntest und damit diesen davon abhälst 10 "Unschuldige" zu töten, würdest du ihn leben lassen?
Ist jemand der diesen Menschen leben lässt ein besserer oder schlechterer Mensch?
Aber ich schweife wie VeggiePower ab... (du musst mich angesteckt haben ^^)
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat von WerBinIch: |
| Wenn diese "übernatürliche Person" das "Gute" im Menschen bewertet, dann sind gewisse Menschen natürlich mehr Wert. Nehmen wir als Beispiel einen fanatischen Nazi, der Ausländer und alles andere verkloppt, was ihm fremd is... Dann wird dieser wohl eher schlecht dastehen, da er Hass unter den Menschen gesäht hat. (Mal hochphilosophisch ausgedrückt ^^). |
Und woher bitte schön weisst du, dass er nicht von Odin in Walhall reichlich belohnt wird, für den tapferen Kampf für sein Volk?
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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| Zitat von WerBinIch: |
Leben und leben lassen ist eine sehr schöne Einstellung, die Frage ist nur: Wenn du jemanden töten könntest und damit diesen davon abhälst 10 "Unschuldige" zu töten, würdest du ihn leben lassen?
Ist jemand der diesen Menschen leben lässt ein besserer oder schlechterer Mensch? |
Kommt drauf an - vielleicht lohnt es sich ja, den Tod von 10 Menschen hinzunehmen, wenn durch anschließenden Kontakt mit dem Mörder die Chance besteht, die Ursachen besser zu verstehen, die ihn zu der Tat bewogen haben. Falls die Chance groß genug ist, die Ursache zu erkennen und zu beseitigen, und die Ursachenbeseitigung der Gesellschaft genug ungerechtes Leid ersparen würde, dann sollte man ihn vielleicht besser erst mal verschonen.
Edit: Ist natürlich auch die Frage, wie hoch die Lebenserwartung der "unschuldigen" Personen ist, und wie unangenehm der Mord verläuft - den Tod kann man schließlich nicht verhindern, sondern nur verschieben. Außerdem verursachen die "Unschuldigen" vielleicht unbewusst viel Leid, und es ist unwahrscheinlich bis unmöglich, dass man ihnen dies verdeutlichen kann.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Yog-Sothoth am 08.04.2012 16:54.
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@Yog Das würde doch aber nur Sinn machen wenn er vorhatte noch weitere Menschen zutöten, nachdem er mit den 10 Unschuldigen fertig war oder? Ich mein, 10 Unschuldige zu retten ist doch schonmal ne gute Tat für die Gesellschaft, findest du nicht^^
Unschuldig bedeutet in dem Zusamenhang doch sowas wie "Guter Mensch". Macht das ihren Mörder nicht automatisch zu einem "Bösen Menschen"
@WerBinIch Was wäre denn, wenn "unser brauner Freund " neben dem ganzen Grint den er so von sich gibt, eigentlich n ganz netter ist. Also wenn er seinen anderen "braunen Freunden" (wobei ich mir garnich sicher bin ob er n Nazi ist) immer hilft. Oder halt immer für sie da ist, wenn sie ihn brauchen.
Theorie und Praxis sind ja zwei unterschiedliche Sachen....
Eine gute Tat wiegt doch zehn dümme Sätze wieder auf, oder nicht?
Will sagen, wenn jemand sein lebenlang nur dünnsinn redet, kann er doch trotzdem n guter Mensch sein, oder übersehe ich da (wie so oft^^) ein Detail?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Veritas am 08.04.2012 17:04.
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Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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| Zitat von Veritas: |
| Das würde doch aber nur Sinn machen wenn er vorhatte noch weitere Menschen zutöten, nachdem er mit den 10 Unschuldigen fertig war oder? |
Verstehe gerade nicht, wie du das meinst, und worauf genau du dich da genau beziehst. Kannst du das noch mal näher ausführen?
| Zitat von Veritas: |
| Ich mein, 10 Unschuldige zu retten ist doch schonmal ne gute Tat für die Gesellschaft, findest du nicht^^ |
Prinzipiell schon, wenn nicht jemand wie ich so unwahrscheinliche Fälle konstruiert, in denen das Gegenteil besser wäre.
| Zitat von Veritas: |
| Unschuldig bedeutet in dem Zusamenhang doch sowas wie "Guter Mensch". Macht das ihren Mörder nicht automatisch zu einem "Bösen Menschen" |
Nein! Man kann auch unbewusst Leid verursachen, dann ist man denke ich prinzipiell unschuldig, aber wer diesen umbringt ist nicht unbedingt schlecht. Vielleicht war Hitler z.B. tatsächlich nicht klar, dass er etwas schlechtes getan hat, und er hat nach bestem Gewissen gehandelt - macht ihn das nicht auch in gewisser Hinsicht zu einem "Unschuldigen", auch wenn seine Tötung der Welt evtl. viel Leid erspart hätte?
(wir nehmen mal naiv an Hitlers Tod hätte automatisch den Holocaust verhindert)
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@Xoc ich sagte wir nehmen an, dass dieses übernatürliche Wesen das Gute im Menschen belohnt
Willenlos Leute plätten ist (meiner Meinung nach) nicht gut
@Veritas: Jap, dir ist was entgangen
Ich meinte nicht, dass er nur Schwachsinn redet, soll er sich doch den Mund fusselig reden, kann ich gut mit leben
Aber wenn er willenlos Leute verkloppt ist dies eine "böse Tat" Macht ihn das gleich zum "bösen Menschen"? Je nach Definition, "wer frei von Schuld ist wirft den ersten Stein", wenn man gute und böse Taten (zu faul für die vielen Anführungszeichen^^) abwiegt, dann stellt sich das erst am Ende des Lebens heraus.
Vielleicht findet man ja etwas im Internet über den qualitativen Utilitarismus
Könnte dich vielleicht interessieren
Ausserdem bräuchte man endlich mal eine gute Definition ^^ Ist jemand automatisch böse, wenn er aus Egoismus rücksichtslos eine böse Tat vollbringt und keine Reue zeigt?Ich glaube man bräuchte Beispiele um das genauer zu diskutieren, aber bitte verzeiht, ich hatte die letzte Zeit wenig Schlaf ^^
@Yog-Sothoth Zu dem Edit gebe ich dir vollkommen recht ^^ Vielleicht leiden diese Unschuldigen auch unter Krebs und der Tod würde ihnen eine Erlösung bringen ^^
Bei deinem Beispiel mit Hitler muss ich dir widersprechen, Dummheit schützt nicht. Wenn ich vorhätte so viele Menschen leiden zu lassen und zu töten, dann darfst du mich gerne um die Ecke bringen, auch wenn ich strohdumm bin ^^
Erstmal müssen wir uns klarmachen worum es genau geht: Abwesendheit von Leid für die Mehrheit? Rücksichtnahme auf den Einzelnen? Bei dem Ersten müsste man unseren Prol mit der scheiss Frisur killen, bei Letzterem dürfte man es nicht. Ist die Definition für jeden anwendbar? Oder hat nicht jeder eine eigene?
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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@Yog Also wenn der Mörder nach den 10 Unschuldigen, nicht vorhat sich weitere Opfer zu suchen. Dann wäre es doch irgendwie witzlos seine Bewegründe heraus zufinden.
Dann hätten wir vielleicht 1 Mörder, für den wir eventuell Verständniss aufbringen, aber 10 Menschen die nicht nur unschuldig sondern auch sinnlos gestorben sind. Quasi, unschuldige Sinnlose^^
Selbst wenn er vorhätte noch weiter Opfer zu töten. Dann rettet man vielleicht die nachfolgenden Opfer aber die 10 Unschuldigen wären ja immer noch tot.
Tötest du den Mörder gleich, hast du nur 1 toten Mörder.
Zugegeben, die Idee mit Hitler wäre mir so nicht eingefallen. Unter dem Gesichtspunkt betrachtet bekommt der Mörder natürlich volle Rückendeckung.
@WerBinIch Oh mein Fehler! Ich dachte du meinst mit " oben erwähnter brauner Freund " den Troll aus dem "Holocaust Thread" TTA. Ich war der Meinung, das der hier schonmal erwähnt wurde, also in diesem Thread. Und das du dich halt auf den beziehst. Der erste Teil deines Posts is mir irgendwie entfallen. (Schande über mich^^)
So gesehen hast du natürlich Recht.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Veritas am 09.04.2012 01:59.
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| Zitat von WerBinIch: |
@Yog-Sothoth Zu dem Edit gebe ich dir vollkommen recht ^^ Vielleicht leiden diese Unschuldigen auch unter Krebs und der Tod würde ihnen eine Erlösung bringen ^^
Bei deinem Beispiel mit Hitler muss ich dir widersprechen, Dummheit schützt nicht. Wenn ich vorhätte so viele Menschen leiden zu lassen und zu töten, dann darfst du mich gerne um die Ecke bringen, auch wenn ich strohdumm bin ^^ |
Ich denke du hast recht, wenn jemand Leid verursacht sollte man ihn nicht als "unschuldig" bezeichnen, selbst wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Oder vielleicht doch? Bin mir da nicht 100% sicher, ist aber auch irgendwie eine Definitionsfrage...
Ansonsten: Ist jemand unschuldig, der sich noch nichts "zu schulden kommen" gelassen hat, aber der eine Gewalttat plant? Ich glaube die Attentäter von 9/11 haben sich vor der Tat recht unauffällig verhalten (keine Garantie hier!), waren die bis vor der Tat unschuldig, obwohl sie darauf hingearbeitet haben?
| Zitat von WerBinIch: |
| Erstmal müssen wir uns klarmachen worum es genau geht: Abwesendheit von Leid für die Mehrheit? Rücksichtnahme auf den Einzelnen? Bei dem Ersten müsste man unseren Prol mit der scheiss Frisur killen, bei Letzterem dürfte man es nicht. Ist die Definition für jeden anwendbar? Oder hat nicht jeder eine eigene? |
Ich denke das Problem würde sich von alleine lösen, wenn das Zusammenleben stärker auf freiwilliger Basis stattfinden würde; wenn jemand eine Last für viele Menschen darstellt, dann kann er mit Menschen zusammenleben, für die er keine Belastung darstellt, oder die ihn so akzeptieren wie er ist, oder er ändert sich.
| Zitat von Veritas: |
| @Yog Also wenn der Mörder nach den 10 Unschuldigen, nicht vorhat sich weitere Opfer zu suchen. Dann wäre es doch irgendwie witzlos seine Bewegründe heraus zufinden. |
Naja, es kann ja sein dass die Ursachen für seine Tat tiefer in der Gesellschaft verwurzelt sind, und diese Ursachen auch noch weiteres Leid hervorbringen, wenn man sie nicht erkennt und beseitigt.
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| Zitat von Yog-Sothoth: |
Ansonsten: Ist jemand unschuldig, der sich noch nichts "zu schulden kommen" gelassen hat, aber der eine Gewalttat plant? Ich glaube die Attentäter von 9/11 haben sich vor der Tat recht unauffällig verhalten (keine Garantie hier!), waren die bis vor der Tat unschuldig, obwohl sie darauf hingearbeitet haben? |
Ne, find ich nicht. In dem Moment wo sie es geplant haben und wirklich drauf hingearbeitet haben, sind sie schuldig. Ab dem Moment sind die Stunden ihrer Opfer ja eigentlich schon gezählt.
Anderes Beispiel.
Die Amokläufer von Columbine, oder auch der Amokläufer aus Winnenden.
Vor dem Plan, dass sie Amok laufen, waren sie ganz klare Opfer. Ich bezweifel einfach stark, dass jemand soetwas aus reinem Spass an der Freude tut. Aber ab dem Moment, wo sie ernsthaft den Entschluss gefasst haben dies auch wirklich durch zuführen, sind sie vom Opfer zum Täter geworden.
| Zitat von Yog-Sothoth: |
| Naja, es kann ja sein dass die Ursachen für seine Tat tiefer in der Gesellschaft verwurzelt sind, und diese Ursachen auch noch weiteres Leid hervorbringen, wenn man sie nicht erkennt und beseitigt. |
Hmm, glaubst du wirklich das Psychologen und was man nach so einer Tat noch so zur verfügung hat, nicht ausreichen um den Täter zubegreifen? Mal abgesehen von dem Stuss über Videospiele und so. Meist sind es doch Menschen dennen irgendwas schreckliches passiert ist. In ihrer Kindheit oder sonstwann. Oder welche, die unterdrückt und gepeinigt wurden. Glaubst du, dass der Täter so wichtig ist für die Aufklärung?
Wenn wir Hitler nehmen... Glaubst du, das nächste 1000 jährige Reich, liese sich eher verhindern, wenn man ihn geschnappt hätte um nochmal mit ihm zu sprechen, bevor man ihn steinigt, vierteilt und dann den Maden zum frass vorwirft^^?
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Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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@Veritas Nein nein der unterhält mich per PN noch auf YouTube, habe jeden Tag etwas zu lachen
Du kannst aber auch gerne das Beispiel mit TTA weiter ausführen, schaden kanns ja eigentlich nicht ^^
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat von Yog-Sothoth: |
| Zitat von VeggiePower: |
| Wenn es so eine Person im Himmel geben würde, die am Ende des Lebens unabhängig seiner Vergangenheit nur die Guten Taten mit den schlechten Taten (hierzu könnte man auch wieder diskutieren, was gut und was schlecht, oder was "neutral" ist) abwiegt, dann gibt es aus der sicht der allmächtigen person natürlich menschen die mehr wert sind. |
Kalliopata meinte, dass dieser jemand im Himmel einen nicht kennt, und die Vergangenheit nicht berücksichtigt, von daher spielen die guten und schlechten Taten einer Person keine direkte Rolle, da diese Teil der Vergangenheit sind (indirekt schon, da sie die Person sicher geprägt haben).
Wenn jemand also zu Lebzeiten ein Arschloch war, das aber kurz vor seinem Tod ehrliche Reue zeigt und ein guter Mensch wird, dann würde die Person im Himmel diesem Jemand also einen hohen Wert zuweisen.
(so habe ich das zumindest verstanden)
Ich denke auch Kalliopata geht es eher um diese einfache Situation, als um konkrete Sichtweisen von Kirchen oder Religionen, ich kann mich da aber auch täuschen.
(edit: der letzte Punkt bezieht sich auf die Beiträge von Xoc und deldenker) |
-> Ja, genau so meinte ich es. Danke, du hast es perfekt ausgedrückt. ^^
Ich glaube, es hat sich jtzt schon herausgefiltert, dass es zwei Sichtweisen auf den Wert eines Menschen gibt.
Da wäre einmal der eines Menschen. Das würde sich zum Beispiel in folgender "Rettungssituation zeigen":
Man kann nur ein Boot von zweien retten: IN dem einen sind 30 Unbekannte und in dem anderen zwei Freunde. Die zwei Freunde sind für diesen menschen wertvoller, aber die zehn Menschen besitzen auch einen Wert, der jedoch in dessen Augen nicht so hoch ist.
Und genau da kommen wir zum anderen Punkt: Und zwar kann man sich hier fragen, wenn in dem einen Bott 10 Menschen wären und in dem anderen auch 10 Menschen. Kann das eine Bott dann wertvoller sein, weil manche eben mehr Wert besitzen?
Ich glaube man muss doch sagen, das die Taten eine sehr wichtige Rolle spielen im Leben. Aber wenn man behauptet, dass jemand anderes mehr wert ist als ein anderer, die man beide NICHT kennt, ist man dann gleich idealistisch? Irgendwelche Religionen werden mir das bestimmt vorwerfen. Aber ich finde, es ist auch unfair zu sagen, dass ein Mensche, der sein ganzes Leben lang nur gute Taten tut laut Religionen genauso viel wert ist, wie jemand, der sein ganzes Leben kang nur an sich denkt!
Oder ist damit gemeint, dass man von Natur aus so viel wert ist wie jeder andere und man dann selber einen Weg einschlagen kann?
Danke noch einmal für die Antworten. ^^
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In einer entgültigen Welt bewerte ich die Menschen nach ihrem Handeln.
Gutes zu tun ist toll, es wär aber schon zahlreichen Menschen geholfen, gewisse Dinge einfach mal nicht zu tun.
Allein jemand, der seine Mitmenschen in Ruhe lässt und ihnen nicht schadet, ist bereits gewissermaßen wertvoll. Angelehnt an Kants Kategorischem Imperativ.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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@Yog Ist jemand schuldig wenn er eine Gewalttat plant? Ich sage nein, erst wenn er sie ausführt. Was wäre, wenn die Attentäter vom 11. September ihre Pläne wieder verworfen hätten... "und sie lebten glücklich..." ^^ "Die Gedanken sind frei...." Jeder soll denken und planen, was er will, wenn er es nicht ausführt ist das jedem seine Sache. Hast du dir nicht schonmal gewünscht einen anderen Menschen zu verletzen oder gar zu töten? Bestimmt. Hast du es getan? Nehmen wir mal eine Situation in der du dich dagegen entschieden hast. Bist du dann schuldig?Vielleicht, auf jedenfall hast du aber nichts Unrechtes getan.
[Quote=Yog-Sothoth]Ich denke das Problem würde sich von alleine lösen, wenn das Zusammenleben stärker auf freiwilliger Basis stattfinden würde; wenn jemand eine Last für viele Menschen darstellt, dann kann er mit Menschen zusammenleben, für die er keine Belastung darstellt, oder die ihn so akzeptieren wie er ist, oder er ändert sich.
[/Qoute]
Kommt drauf an, wenn ein gewaltbereiter Nazi einen Ausländer sieht könnte er theoretisch auch weggehen. Tut er das? Wie wir wissen nicht immer... Wenn sich die Menschen von der Gewalt distanzieren und mehr kommunizieren, dann wäre das möglich.
@nick_cave Nur der gute Wille ist gut... Was hälst du dann von Yog's Beispiel, wenn Hitler nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätte?
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat von WerBinIch: |
@nick_cave Nur der gute Wille ist gut... Was hälst du dann von Yog's Beispiel, wenn Hitler nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätte? |
Nicht guter Wille, sondern gutes Handeln.
Das ist nämlich das einzig Bemessbare.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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"Seine Exzellenz, der Botschafter von Terra, wünscht Sie sofort zu sprechen"
"Ach tut er das?" Der andere beäugte ihn grübelnd und bohrte weiter in den Zähnen. "Und wieso ist er exzellent?"
"Er ist eine bedeutende Persönlichkeit" sagte Bidworthy ...
" So, so, eine bedeutende Persönlichkeit" wiederholte der Bauer. Mit zusammengekniffenen Augen den Hoizont betrachtend, schien er über einen ihm völlig fremden Begriff nachzudenken. Dann fragte er "Was geschieht mit eurer Welt, wenn diese Persönlichkeit stirbt?"
"Nichts" mußte Bidworthy zugeben.
"Sie dreht sich weiter?"
"Ja."
"Immer um die Sonne?"
"Natürlich."
"Nun", entschied der Bauer nüchtern, "wenn seine Existenz oder Nicht-Existenz so wenig Unterschied macht, kann er garnicht so bedeutend sei" Damit fing der Motor wieder an zu tuckern, und der Pflug rollte weiter ....
aus " Planet des Ungehorsams", ISBN 3-88220-215-7, Eric Frank Russell, sehr empfehlenswert
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