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DonBaron



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17.11.2009 14:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Shinobi180

Zitat:
Und sage mir: Lieber aufrecht sterben als auf Knien zu leben


Ich würde nicht ständig beteuern wie wichtig Stolz ist. Viel mehr sollte es selbstverständlich sein - wie Atmen. Es muss nicht ständig beteuert werden. Die Chance dass mir mal jemand die Knarre an die Schläfe hält ist gering. So gering dass es sich nicht mal lohnt über so ein Szenario nachzudenken. Das raubt dem Leben doch die Spannung. Ein spontanes: 'Schieß doch.' WENN es mal doch so kommt ist doch viel ehrenhafter als das ständige Durchkauen dieses Aufrecht Sterben-anstatt-Auf Knien leben - Konzepts.

Ständige Wiederholung und Beteuerung dient oft als Balancestütze der eigenen Zweifel. Denk darüber nach. Lebe deinen Stolz, (Sofern es in dieser Gesellschaft möglich ist.) spontan und selbstverständlich aus. Darüber zu sprechen raubt diesem Prozess den Glanz.

Nein, ein Knarre-an-Schläfe Szenario würde mir nicht den Schlaf rauben. Das ist zu simpel. Denk viel eher über die komplexen Erniedriegungen nach die mit einem Leben und Arbeiten in diesem System einhergehen. Du lebst bereits auf den Knien, wie jeder Mensch. Du weißt es nur noch nicht. Dass du noch lebst zeigt dass du eben doch auf Knien zu leben bereit bist. Aber die Hoffnung eines Tages aufrecht zu stehen und ein lebenswertes Leben zu führen sei es in Anarchie oder sonst wie hindert dich daran ehrenvoll zu sterben. Ich versteh das. Wir machen doch alle den selben Prozess durch.

Das spontane, wie Atmen Konzept lässt sich auf alles übertragen das wir gerne sein möchten: Höre auf zu wollen - Fange an zu sein. Aufhören Idolen, Filmstars, Filmfiguren, Animefiguren etc.. nachzueifern sondern anfangen sich selbst zu verwirklichen. Das ist der wahre Sinn, zwar kein substanzieller - dafür aber ein zufriedenstellender. Das gilt nicht speziell für dich sondern für alle Menschen. Auch wenn ich es in diesem Beitrag erwähne.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von DonBaron am 17.11.2009 14:17.



"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
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Yog-Sothoth




17.11.2009 14:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian
Bringe genügend Menschen dazu, auf diese Art zu denken und zu fühlen... und es wird auch im globalen Maßstab funktionieren. Bringe nicht genügend Menschen dazu, so zu denken und zu fühlen... dann wird es auch in tausend Jahren nicht funktionieren... egal, wie toll die Theorien auch ausgearbeitet sein mögen.

Sag ich ja - Anarchie funktioniert auf globaler Ebene nicht. Zunge raus

Ideologien funktionieren (mehr oder weniger) dadurch, dass ihre Anhänger glauben, dass sie für die gleiche Idee kämpfen, aber in Wirklichkeit haben sie teilweise völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, was dann oftmals das Ende des Traums ist. Und da ist auch die Idee des Anarchismus keine Ausnahme (ob als Einstellung oder als Weltmodell).

Und selbst wenn jeder die "richtige" Vorstellung davon hätte, so würde eine kleine organisierte Minderheit ausreichen, alles wieder zu zerstören. Und selbst wenn es in einer Generation klappen sollte, so reichen kleine Veränderungen in der nächsten Generation aus, alles umzuwerfen.
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Arne Reload



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17.11.2009 15:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Quaid:
Zitat:

du kannst nicht die anarchie ausrufen in einer beliebigen menschenmenge, die sich dem dann fügt. unter anderem würden sich auch szenarien wie von dir geschildert ergeben.

Warum nicht? Ich habe manchmal auch hier den Eindruck, manche Menschen stellen sich Anarchie so vor. Da kommt jemand und sagt: "Ab morgen herrscht hier Anarchie. Wer sich noch irgendwas ab dann befehlen lässt, wird erschossen!" oder so.

Das ist eben der Unterschied von den doch stark idealistisch durchsetzten Weltanschauungen wie Anarchismus und Kommunismus. Letzterer baut auf den Materialismus auf und sagt, dass die Menschen eben dadurch vernünftiger werden, indem die größtmögliche Anzahl aller mit entsprechenden materiellen Wohlstand ausgestattet sein müssen, um sich weiterzuentwickeln und Werte anzunehmen, die es ihnen ermöglichen, auch solidarisch zu denken. Da hat leider der politische Anarchismus nur sehr beschränkt irgendetwas anzubieten, wie diese Entwicklung von statten gehen soll, dass sich die Menschen so entwickeln, dass sie in einer herrschaftslosen Organisationsform überleben könnten durch solidarisches Handeln z.B.


Shinobi:
Zitat:

Und dem Individualistischen Anarchismus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Individualistischer_Anarchismus

Ich persönlich bevorzuge eher letzteres, da für mich das Individuum mehr zählt, als die Übereinkunft des Kollektivs, die sich oftmals auch wieder auf Zwang und Machtausübung stützen würde. Für den Kollektiven Anarchismus, ist meiner Meinung nach, einfach noch nicht die nötige Vernunft, bei der Bevölkerung vorhanden.


Da verwechselst Du was, Auch hinter dem individualistischen Anarchismus steht ein poltisches Konzept. Lies den Wiki-Artikel mal genau durch. Das ist nix anderes als ein rein libertäres Projekt, was besagt, dass der Staat dem Bürger keine Steuer wegnehmen darf, weil dies seine Freiheit mindern würde. Insofern eher ein neoliberales Konzept, das auch von Westerwelle und Konsorten bestimmt gerne gehört wird. Eine entsolidarisierte Gesellschaft, in der niemand mehr etwas für die Gemeinschaft tut, in der die nicht leistungsfähgien krepieren und zugrunde gehen sollen.
Ich denke mir, was Du sagen willst, ist, dass Du gerne autark und selbstsbestimmt entscheiden möchtetst, was Du machst, das hat aber nix mit Anarchismus so gesehen zu tun.
Der individualistische Anarchismus ist nix anderes als eine Form des Egoismus und des Neoliberalismus.
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Shinobi

Erneuerung

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17.11.2009 16:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Illumatrix

Ja du hast ja recht ich sollte nicht immer wieder sie selbe scheiße zitieren. Wenn es passiert, passiert es nun mal, dieser Spruch soll ja eigentlich nur meinen Worten mehr Stärke und Entschlossenheit verleihen. Für mich ist es jedoch im grunde völlig unrelevant mir immer so einen Spruch vor Augen zu halten. Augen rollen

Zitat:
Denk viel eher über die komplexen Erniedriegungen nach die mit einem Leben und Arbeiten in diesem System einhergehen. Du lebst bereits auf den Knien, wie jeder Mensch. Du weißt es nur noch nicht. Dass du noch lebst zeigt dass du eben doch auf Knien zu leben bereit bist. Aber die Hoffnung eines Tages aufrecht zu stehen und ein lebenswertes Leben zu führen sei es in Anarchie oder sonst wie hindert dich daran ehrenvoll zu sterben.


Gut erkannt und das ist mir auch Bewusst, es ist wohl viel mehr so das ich es nicht akzeptieren möchte, ich mich dagegen wehre und mich dagegen sträube, wie der Rest auf dem Boden Rumzukrabblen, (nicht das ich mich für besser oder elitär halte). Nur um weiter in diesen verkommenen würdelosen scheiß Drecksloch vor mich hinzu vegetieren, reicht die Aussicht auf bloße Existenz und ein behütetes und gesichertes Leben, in einer Gemeinschaft in der ich mich unterordnen und anpassen muss, mir nun mal irgendwie nicht, um mich zu integrieren. Ich stelle mir nun mal immer erst die Sinnfrage und versuche hinter die Fassade zu blicken, was ich dann entdecke ist meistens eher enttäuschend. Wozu Leben wir überhaupt? Doch nicht etwa um wie Tiere, das bloße fortbestehen und vorankommen unserer Art zu sichern? Irgendwie ist mir das zu wenig und ich Glaube das es mehr geben muss, deshalb Lebe ich noch. Das und um Glück zu erfahren, diese Hoffnung hält mich wohl irgendwie am leben, das und der natürliche Selbsterhaltungstrieb der Menschen. Aber auch den kann man umgehen wenn man keinen Sinn mehr im Leben sieht. Den sehe ich jedoch noch, deshalb versuche ich mich auch weiterhin auf den Beinen zu halten. cool

@ arne

Danke für den Hinweis, das war mir nicht bewusst, ich hatte mir darunter schon etwas anderes vorgestellt.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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dian
unregistriert
17.11.2009 17:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Arne:
Zitat:
Der individualistische Anarchismus ist nix anderes als eine Form des Egoismus und des Neoliberalismus.

Ich denke eher, du verwechselst da etwas.
Der Neoliberalismus als solcher lehnt weder den Staat noch dessen Organe ab... greift sogar dankbar auf den Staat zurück, wenn es darum geht, Eigentum der Bonzen vor unzufriedenen Mitmenschen zu schützen, oder neue Betätigungsfelder für die Wirtschaft zu erschließen.
Nur soll sich der Staat gefälligst aus Fragen der wirtschaftlichen Selbstbestimmung raushalten.
So gesehen propagiert der Neoliberalismus eine Gesellschaftsordnung, in der der Staat den Interessen des Kapitals dient. Typisches FDP-Weltbild eben.

Der Individualanarchismus hingegen lehnt Beeinflussung des Individuums durch den Staat generell ab.
Natürlich gibt es da eine Schnittmenge mit den Neoliberalen, nämlich vor allem im Bezug auf Steuer und Abgaben. Natürlich gibt es eine Schnittmenge zum Egoismus... vor allem im Bezug darauf, dass niemand dazu gezwungen werden kann, anderen zu helfen oder sich mit dem Kollektiv solidarisch zu zeigen.
Aber deshalb kann man diese Dinge noch lange nicht gleichsetzen.
Individualanarchismus ist nicht gleichbedeutend mit unsozialem oder unmoralischem Verhalten. Viel eher geht der individualanarchistische Ansatz davon aus, dass es im Grunde nichts Unsozialeres gibt, als Menschen im Namen des "großen Ganzen" in ihrer Freiheit zu beschneiden.

Ich denke, es sind einfach unterschiedliche Schwerpunkte, die da gesetzt werden... den einen geht es mehr um ihre persönliche Freiheit und weniger um die Moral... anderen ist es wichtiger, dass die Gesellschaft insgesamt (und für alle gleichermaßen) funktioniert.
Die individualistischen Anarchisten beharren wohl auch eher darauf, Eigentum zu besitzen, während es in radikalen kollektivistischen Kreisen strenggenommen gar kein Eigentum mehr gibt.
Nun heißt Anarchie aber immer noch "Herrschaftslosigkeit", und nicht etwa "Eigentumslosigkeit"... weshalb mir manche kollektivistischen Ansätze dann doch etwas zu marxistisch gedacht sind. Teilweise gibt es da ja echt keinen erkennbaren Unterschied mehr zum Kommunismus.

Shinobi

Erneuerung

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17.11.2009 17:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also lag meine Einschätzung vom Individualanarchismus doch richtig, ich muss mich echt mal mehr mit dem Zeug auseinandersetzen. Was Gesellschaftsmodelle, Systeme und Ideologien betrifft bin ich nicht sehr bewandert. Deshalb versuche ich mich auch immer so gut es geht aus solchen Diskussionen rauszuhalten, jedoch eine Meinung zu gewissen Themen kann ich mir trotzdem ganz gut bilden. cool

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 17.11.2009 17:26.



Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


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DonBaron



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17.11.2009 17:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Shinobi180

Zitat:
Aber auch den kann man umgehen wenn man keinen Sinn mehr im Leben sieht. Den sehe ich jedoch noch, deshalb versuche ich mich auch weiterhin auf den Beinen zu halten. cool


"Sinn" ist ein Term der von der Menschheit erfunden wurde und womöglich auch in dessen Bedeutung mit der wahren Realität gar nichts zu tun hat. Und der extrem überbewertet wird. Sinn spielt doch wohl nur in unserer begrenzten Wahrnehmung durch unsere stark begrenzte Lebenszeit eine Rolle. Im kosmischen Maßstab dürften die Dinge wohl alle etwas komplizierter laufen.

In der Natur gibt es keinen Sinn sondern nur eine Reihe Variablen die alle ineinandergreifen und nur als gebündeltes Ganzes existieren (können).

Vielleicht ist es mit dem Sinn ebenso wie mit Gott? Nur die Schwachen klammern sich daran. In Wahrheit ist es doch alles viel abstrakter und komplizierter und lässt sich mit dem Termus "Sinn" gar nicht beschreiben.

Wahrscheinlich wird es noch viele Millionen Jahre dauern bis wir das Universum begreifen können. Bis Dahin haben wir nur den Sinn den wir uns aussuchen können. Und das sollte genug sein.

Welchen Sinn hast du dir ausgesucht?

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von DonBaron am 17.11.2009 17:34.



"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
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Shinobi

Erneuerung

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17.11.2009 18:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Welchen Sinn hast du dir ausgesucht?


Glücklich zu sein es gibt für mich nichts sinnvolleres, außer vielleicht Spaß zu haben, aber nicht in Form von Lust wie etwa durch Alkohol, Sex oder Drogen, sondern dadurch sich am Leben selbst zu erfreuen. Leider fällt mir das zur Zeit noch ziemlich schwer, ob das an der Gesellschaft und deren Mechanismen, oder an mir selbst liegt ist da die Frage. Wobei ich die antwort darauf eigentlich schon kenne.

Außerdem gibt es ja nicht nur den Sinn des Lebens sondern auch den sinn von Dingen, Handlungen oder Tätigkeiten, die ich auch weiterhin hinterfrage ich denke bevor man etwas Tut sollte man sich erstmal Fragen wozu überhaupt, ob das nun wirklich nötig ist. Den wenn man etwas tut, dann sollte man es meiner Meinung nach richtig machen und davon überzeugt sein. Und nicht nur alles halbherzig hinnehmen und Akzeptieren.

Und was hast du zu deinem Sinn gemacht? Auch wenn du es mir gegenüber schon erwähnt hast, die anderen dürfte das sicherlich auch interessieren. ^^

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


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dian
unregistriert
17.11.2009 18:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Shinobi:
Zitat:
Also lag meine Einschätzung vom Individualanarchismus doch richtig, ich muss mich echt mal mehr mit dem Zeug auseinandersetzen.

Ich denke, es bleibt immer Interpretationssache.
Was Individualanarchismus ist oder nicht ist, sollte man nicht daran festmachen, wie irgendwelche Leute irgendwann mal diesen Begriff definiert haben... sonst dürfte sich auch keiner mehr "Christ" nennen, weil auch die Meinungen darüber, was nun einen echten Christen ausmacht, meilenweit auseinandergehen.
Begriffe werden immer erst durch die Absicht, mit der sie benutzt werden, mit Leben erfüllt.
Es gab Zeiten, da war "geil" mal ein unanständiges Wort, heute bezeichnet es einfach etwas sehr positives... und irgendwann wird der Begriff nur noch altmodisch sein oder ganz aussterben. Oder jemand entdeckt ihn in ferner Zukunft wieder, und benutzt ihn für irgendwas ganz anderes.

So gesehen ist auch das, was ich oben geschrieben habe, meine Interpretation des Begriffes "Individualanarchismus", die sich eben ein wenig von Arnes Interpretation unterscheidet. Augenzwinkern

Shinobi

Erneuerung

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17.11.2009 18:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ dian

Letztlich sind es nur Begriffe, und irgendwer hat das mal für sich festgelegt, was nicht heißt das wir uns danach zu halten haben und alles übernehmen müssen, jeder interpretiert für sich etwas anders und das ist auch gut so. Ich finde man kann Begriffe nur verwenden, um jemanden damit zu versuchen etwas begreiflich zu machen, mehr aber auch nicht. Es ist zwecklos sich selbst durch Begriffe zu definieren, dazu sind begriffe gar nicht in der Lage, da sie jeder anders auffasst. großes Grinsen

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


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dian
unregistriert
17.11.2009 18:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Nicht zuletzt deshalb heißt unsere Seite ja auch nicht "anarchie.de", sondern "theunity.de".
Anarchismus ist nur eine Bezeichnung, die ich seit einigen Jahren gerne mal als Synonym für meine Weltanschauung verwende, weil das meinen Ansichten noch am nächsten kommt... aber das bedeutet ja nicht, dass ich mich nun vom Anarchismus vereinnahmen lasse. Es ist eher so, dass ich das Wort für mich vereinnahmt habe, weil ich finde, dass es für das, was mir im Kopf rumspukt, ganz gut passt.
Dass nicht jeder das selbe darunter versteht, ist schade, aber wohl leider nicht zu ändern.

Shinobi

Erneuerung

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17.11.2009 19:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ dian

Zitat:
Anarchismus ist nur eine Bezeichnung, die ich seit einigen Jahren gerne mal als Synonym für meine Weltanschauung verwende, weil das meinen Ansichten noch am nächsten kommt...


Geht mir genauso erst durch den Kontakt zu deinen Videos und Büchern und natürlich diesem Forum, bin ich auf Anarchismus gekommen. Vorher konnte ich überhaupt nichts mit diesem Begriff anfangen, für mich war das völlig Klischee behaftet ein synonym für Chaos, Zerstörung und Schwarz gekleidete Steinewerfer, um so interessanter finde ich es das sich unser Verständnis vom Anarchismus doch eigendlich so ähnelt. Ich war zwar früher schon genauso drauf mit der gleichen Einstellung, nur hatte ich dafür keinen Begriff parat. In aller erster Linie sind wir jedoch keine Anarchisten, sondern Menschen und vermutlich viel zu komplex um es in einen Begriff zu packen. Augenzwinkern

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 17.11.2009 19:07.



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DonBaron



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17.11.2009 19:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Shinobi180

Zitat:
Und was hast du zu deinem Sinn gemacht? Auch wenn du es mir gegenüber schon erwähnt hast, die anderen dürfte das sicherlich auch interessieren. ^^

Ich bin überzeugter Nihilist mit solipsistischen Einflüssen - Mit Leib und Seele. Mich nach einem Sinn im Leben zu fragen ist als würdest du einen Eunuchen nach Sex fragen. So etwas wie ein Sinn gibt es nicht in meiner Welt und das ist auch gut so. Ein Sinn der mich in Ketten legt ist das letzte das ich möchte. Ich will grenzenlos frei sein, und das kann ich wohl nur im Geiste sein. Ich betrachte mein Leben als das Leben eines Beobachters. Der einzige Grund warum ich hier bin ist die Geschichte der Menschen mitzuverfolgen und daraus zu lernen und mich zu amüsieren. Das Leben ist für mich nichts als eine Oper - ein Theaterstück. Und ich genieße diese Vorstellung vom ganzem Herzen. Es ist wie ein Traum. Es ist wie ein Blick in den Himmel einer kristallklaren Vollmondnacht.

Und bis zu jenem Moment an dem der Vorhang sich schließt und alle Schauspieler meine Bühne verlassen und ich mein Leben aushauche werde ich den Blick von dieser überwältigenden Sicht nicht abwenden, egal wieviele Wolken auch die Sicht trüben.

Ich will keinen Sinn.

Ich will die Realität begreifen.
Ich will wissen warum überhaupt etwas existiert.
Ich will die Kraft begreifen die alle Atome und Moleküle zusammenhält.
Ich will die Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft zertrümmern.

Am liebsten würde ich die ganze Realität in alle Bestandteile zerschlagen und jedes einzelne von Grund auf analysieren. Meine Neugier ist grenzenlos, denn ich bin besessen von der Realität. Leider lebe ich nicht so lange.

Aber all diese Fragen sind nicht der Mittelpunkt meines Lebens. Ich bin hier um zu beobachten... und zu genießen die Fragen die mich so faszinieren in dieser Welt.

Der Sinn meines Lebens ist es diesen Traum zu träumen.

"Most people are so ungrateful to be alive, but not you, not any more... "
„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.“
"Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden. "
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dian
unregistriert
17.11.2009 19:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Illumatrix:
Teilweise kann ich das sogar ganz gut nachvollziehen, was du schreibst.
Ich sehe mich auch eher als Beobachter... nur dass ich das, was ich beobachte, zuweilen als dermaßen schwachsinnig und falsch empfinde, dass ich mich schon manchmal frage, ob ich das wirklich beobachten will.
Ich meine, es gibt in der Unendlichkeit da draußen sicher noch weitaus coolere Dinge, die man beobachten könnte... intergalaktische Kriege, klingonische Sexorgien oder sowas...
Warum beobachte ich gerade diesen zurückgebliebenen Planeten hier mit diesen langweiligen, manipulierten Menschen?
Wenn 2012 der große Knall kommt, könnte ich ja noch nachvollziehen, dass ich das unbedingt miterleben wollte. Aber wenn nicht?
Bin ich dann hier, um mich bis an mein Lebensende an dem öden Leben der Menschen zu erfreuen? Um daraus zu lernen? Oder um mein Wissen dazu einzusetzen, den Menschen etwas beizubringen?
Und spätestens bei dieser Überlegung kommt dann wieder die Sinnfrage ins Spiel... jedenfalls bei mir...
wave
unregistriert
17.11.2009 19:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke, ihr liegt mit eurer Ansicht zum Individualanarchismus gründlich daneben. Um es aufzuzeigen beginnen wir mal mit der "Rangfolge" der Unfreiheiten:

1. Persönliche Unfreiheiten durch mangelnde Bildung, mangelndes Denken, mangelnde Fähigkeiten: Das ist DER PUNKT schlechthin, welcher den Menschen in seinem Leben einschränkt. Kein Staat ist so restriktiv wie der eigene Kopf. Da gehe ich aber nun nicht näher darauf ein, da das ein systemunabhängiges Phänomen ist.
2. Unfreiheiten durch andere Personen oder Vereinigungen: Wenn ihr essen wollt, müsst ihr den Preis bezahlen, den der Bäcker fürs Brot festsetzt. Ihr könnt es nicht zu dem Preis haben, welchen ihr gut findet. Diese Art der Einschränkung wird immens unterschätzt.
3. Einschränkung durch den Staat und seinen Organen direkt: Kein unwesentlicher Punkt, aber der unbedeutendste.

Interessant ist, dass zwischen 2. und 3. ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Je mehr der Staat einschränkt, desto mehr werden prinzipiell auch diejenigen Personen und Vereinigungen eingeschränkt, welche euch nach 2. einschränken.

Zu gut deutsch: Wenn du sagst @dian, dass das Kapital den Staat braucht und davon profitiert, dann sage ich, dass du falsch liegst, denn genau das Gegenteil ist der Fall: Der Staat wie wir ihn jetzt haben verhindert im MOMENT noch das schlimmste (was nicht heißt, dass er gut ist). Im Moment gibt es Arbeitszeitgesetze, Gesetze gegen Wucher, Verbraucherschutzgesetze etc etc.
Nun sagt ihr: Aber der Staat, seine Gesetze, die Bullen etc. zwingen einen ja dazu, dem Kapital keinen Schaden zuzufügen. Ja, das ist richtig, aber es spielt keine Rolle, ob nun ein Gericht euch dazu zwingt, eure Brötchen zu bezahlen oder ob der Bäcker euch in einem staatenlosen Gebilde einfach verhungern lässt, wenn ihr nicht tut, was er will. Ganz im Gegenteil: Der Bäcker könnte euch zwingen, seine Scheiße zu fressen, wenn es keine Gesetze gäbe. Im Moment landet ihr höchstens vor Gericht und werdet zum Brötchenbezahlen verurteilt.
Daher: Das Kapital hat die Macht, das ist richtig. Aber der Staat ist da nur Beiwerk, der alles einigermaßen in schriftlich fixierte Paragrafen lenkt. Der "isolierte" Staat an sich, d.h. Bullen, Soldaten, Politiker haben praktisch keinerlei Macht, wenn da nicht ein Kapital wäre, welches euch wesentlich stärker einschränkt und euch im Zweifelsfall verhungern lassen könnte.

Und jetzt der Witz: Die FDP predigt, dass der Staat sich aus der Wirtschaft raushalten soll. Und NICHTS ANDERES würde passieren, wenn wir das Staatsgebilde einfach von heute auf morgen abschaffen würden. Die Wirtschaft kracht nicht zusammen, denn nahezu jeder würde vor einem Pharmakonzern auf die Knie fallen, wenn der das Medikament hat, welches man dringend braucht. Das Kapital hat die Druckmittel weiterhin. Nur gibt es dann keine Gesetze mehr, an die es sich halten müsste.


Zitat:
Was Individualanarchismus ist oder nicht ist, sollte man nicht daran festmachen, wie irgendwelche Leute irgendwann mal diesen Begriff definiert haben... sonst dürfte sich auch keiner mehr "Christ" nennen, weil auch die Meinungen darüber, was nun einen echten Christen ausmacht, meilenweit auseinandergehen.


Ich denke, man sollte Begriffe sinnvoll verwenden. Wenn man über Kommunismus redet und dabei von "Diktatur" im Sinne von Marx spricht, dann sollte man auch dabei bleiben. Wenn man sich dabei irgend einen bürgerlichen Diktaturbegriff raussucht, dann kommt raus, was raus kam: Scheiße.

DonBaron



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17.11.2009 19:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@dian

Zitat:
Ich sehe mich auch eher als Beobachter... nur dass ich das, was ich beobachte, zuweilen als dermaßen schwachsinnig und falsch empfinde, dass ich mich schon manchmal frage, ob ich das wirklich beobachten will.

Du solltest das Leben in dieser abstrusen, falschen Welt aus einem weiteren Winkel betrachten. Stell dir vor irgendwo anders in einer perfekten Welt beklagt sich jemand genau wie du weil die Welt so friedlich und geregelt ist. Unsere hingegen ist so dermaßen morsch, verkommen und verbraucht dass es fast was faszinierendes hat.
Unsere Welt ist wie ein Unfallopfer. Schrecklich, hässlich.. aber man kann trotzdem nicht wegsehen.
Zitat:
Warum beobachte ich gerade diesen zurückgebliebenen Planeten hier mit diesen langweiligen, manipulierten Menschen?

Die Leute die diese tragische Entwicklung nicht verhindert haben, haben Schuld. Jetzt müssen wir eben die Scheisse auslöffeln die unsere Vorfahren verbockt haben. Ist doch auch eine Erfahrung für sich.
Zitat:
Bin ich dann hier, um mich bis an mein Lebensende an dem öden Leben der Menschen zu erfreuen? Um daraus zu lernen? Oder um mein Wissen dazu einzusetzen, den Menschen etwas beizubringen?

Seltsam, in deinen Fragen kommt ständig das Wort Mensch drin vor. Machst du dein Seelenheil nicht zu sehr abhängig von anderen Menschen? Diese Welt ist voller faszinierender Dinge, auch außerhalb der Menschen. Es hängt alles von dir ab. Du beziehst nur soviel Interessantes und Tiefgründiges aus deinem Leben wie du es selbst zulässt. Andere Menschen haben damit nichts zu tun.

P.S. Sieh es doch mal positiv. Du gehörst NICHT zu diesen langweiligen, verblendeten, verblödeten Menschen. Darauf kannst du stolz sein. Nun musst du das nur noch weiter ausbauen und weitere Menschen entblöden. Der zerstörerische Weg den die Menschheit bereits eingeschlagen hat wird sich schon korrigieren.
Früher oder später...

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dian
unregistriert
17.11.2009 22:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ wave:
Zitat:
Zu gut deutsch: Wenn du sagst @dian, dass das Kapital den Staat braucht und davon profitiert, dann sage ich, dass du falsch liegst, denn genau das Gegenteil ist der Fall: Der Staat wie wir ihn jetzt haben verhindert im MOMENT noch das schlimmste (was nicht heißt, dass er gut ist). Im Moment gibt es Arbeitszeitgesetze, Gesetze gegen Wucher, Verbraucherschutzgesetze etc etc.

Der Staat und das Kapital bilden eine Symbiose, die du nicht so einfach getrennt voneinander betrachten kannst.
Jeder Ausbeuter, der mit dem Leid der Menschen (sei es nun Hunger oder die medizinische Versorgung) Profit macht, kann dies nur so lange tun, so lange er genügend Handlanger hat, die die Leidenden mit Gewalt daran hindern, ihn einfach totzuschlagen.
Ok, er kann sich ein paar Söldner engagieren. Aber auf Dauer wird das nicht ausreichen, um den Zorn der Massen am Ausbruch zu hindern. Also braucht er noch mehr Soldaten, die bereit sind, für ihn zu kämpfen... mehr, als er eigentlich bezahlen könnte.
Dafür gibt er dem Volk eine Ideologie. Eine höhere Ordnung, die denen, die sich an diese Ordnung halten, Gewinn verspricht.
Und so kämpfen auf einmal auch jene für den Ausbeuter, die er eigentlich gar nicht direkt bezahlt... einfach, weil sie von ihren Eltern und Lehrern vermittelt bekommen haben, dass die gesellschaftliche Ordnung (in der es nunmal auch Ausbeuter gibt) um jeden Preis aufrechterhalten werden muss, da sonst alle dem Untergang geweiht sind.

Ich denke, dass Staaten aus keinem anderen Grund entstanden sind, als um den Besitz der Mächtigen zu sichern und zu vermehren.
Das Märchen, dass sich Menschen einst friedlich zusammengetan haben und einen Staat gründeten, weil der böse Bäcker ihnen sonst kein Brot gebacken hätte, kannst du meinetwegen jemandem erzählen, der naiv genug ist, um das zu glauben. Aber nicht mir. Augenzwinkern
wave
unregistriert
18.11.2009 00:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Jeder Ausbeuter, der mit dem Leid der Menschen (sei es nun Hunger oder die medizinische Versorgung) Profit macht, kann dies nur so lange tun, so lange er genügend Handlanger hat, die die Leidenden mit Gewalt daran hindern, ihn einfach totzuschlagen.


Die Handlanger des Staates reichen bei weitem nicht, um die Menschen daran zu hindern, das Kapital zu entmachten. Genau andersherum wird ein Schuh draus: Die Menschen haben Schiss, dass ihnen der Bäcker kein Brot mehr backt, wenn er tot ist.


Zitat:
Ich denke, dass Staaten aus keinem anderen Grund entstanden sind, als um den Besitz der Mächtigen zu sichern und zu vermehren.
Das Märchen, dass sich Menschen einst friedlich zusammengetan haben und einen Staat gründeten, weil der böse Bäcker ihnen sonst kein Brot gebacken hätte, kannst du meinetwegen jemandem erzählen, der naiv genug ist, um das zu glauben. Aber nicht mir.


1. Hast du meinen Beitrag nicht richtig gelesen, sonst würde dir auffallen, dass deine Unterstellung, ich hätte behauptet, die Menschen hätten einen Staat gegründet oder womöglich noch friedlich, Unsinn ist.
2. Deine Aussage, der heutige Staat (Im Sinne der verfassungsgemäßen Ordnung!) diene dem Kapital und sei mit ihm verflochten ist substanzlos. Oder wie erklärst du dir es, dass gerade jene Wirtschaftsvertreter WENIGER Staat haben wollen? Die würden am liebsten alles staatliche abschaffen, um dann noch mehr Profit machen zu können. Würde im Individualanarchismus gut funktionieren.
Aus genau diesem Grund wird die Grundordnung vom Kapital auch unterwandert zB durch Beeinflussung von Lobbyisten, gerade, weil man diesen Staat so NICHT will.

Shinobi

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18.11.2009 00:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Genau andersherum wird ein Schuh draus: Die Menschen haben Schiss, dass ihnen der Bäcker kein Brot mehr backt, wenn er tot ist.


Dann Frage ich mich jedoch warum sie ihr Brot nicht einfach selbst Backen, ich meine irgendwer wird sich schon finden, der als neuer Bäcker fungiert.

Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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wave
unregistriert
18.11.2009 00:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Dann Frage ich mich jedoch warum sie ihr Brot nicht einfach selbst Backen


Das ist eine durchaus berechtigte Frage. Zum einen muss man das Handwerk beherrschen, man muss Brot backen können. Zum anderen hat @Dian ja neben dem ausbeuterischen Bäcker ja auch schon den reichen Supermarktbesitzer umgebracht, weil das ohne Staat ja einfach ist, den Großgrundbauern auch, der das Mehl liefert. Dann wird das schon komplizierter. Augen rollen

Versteht das nicht falsch: Ich halte unser Staatssystem auch nicht für gut. Wenn wir es aber vom einen auf den anderen Tag abschaffen würden, würden genau die Leute davon profitieren unter denen die Menschen jetzt schon leiden.
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