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| Zitat von thepikt: |
Ok, stimmt, andere zur Anarchie zu zwingen, ist ein Widerspruch. Und wie soll das dann funktionieren wenn die anderen nicht mitmachen? Eure Theorien und Träumereien sind wunderbar, aber Lichtjahre von der Praxis entfernt. Ihr geht zb davon aus, daß dann Gewalt und Straftaten nicht passieren, weil dann alle ganz toll aufgeklärt und vernünftig sind... Ähm, geht mal durch ne Fußgängerzone mit offenen Augen...
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Genau das hab ich doch schon etliche male gesagt ^^ mit diesen menschen ist das ganz und gar nicht möglich, und da geb ich dir vollkommen recht. Entweder den menschen muss etwas passieren, oder es muss sich entwickeln. oder eben nicht. Das ist nicht meine sache. Selbst wenn sie nicht global realisierbar sein wird, überhaupt nie (hängt stark von deinem opti- oder pessimismus ab), dann gilt für mich immernoch Gandhi:
"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt."
| Zitat von thepikt: |
| Wie und womit sollen die Leute denn aufgeklärt werden? Wie soll der Zustand der Muster-Anarchie-Gesellschaft erreicht werden? |
Das fällt in den bereich der realisierung nehme ich an. Dafür hat Yog einen eigenen thread aufgemacht.
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Weitere Diskussion zu dem Thema bitte im richtigen Thread. Hier soll(te) es ja schliesslich um "Gewaltmonopole" gehen.
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat: |
| "Recht hat immer jener, der den Griff des Dolches in der Hand haelt." |
Praemisse:
DU glaubst, Deine Mit-menschen fuerchten zu muessen.
Du glaubst, an die Macht einer Institution, eines Souveraens, einer Abstraktion.
Du glaubst, von daher an das "Recht" dieser Autor-itaet - in Deinem Namen - Gewalt zu initiieren.
Damit DU es nicht tun musst. Weil Du nicht kannst. Weil Du nicht willst.
Aber Strafe muss sein - das kennt man ja.
Schlussfolgerung:
Um Deine Rechte und Interessen zu wahren und durch-zu-setzen, ist aus dem simplen Streit-schlichter von einst mittlerweile ein recht ansehnlicher Krieger geworden.
Zwischenfaelle im Verlauf der Entwicklung (Gewalt eskaliert) haben die Notwendigkeit erwiesen, dass dem Gewalt-potential der A-Sozialen nur noch "Herr zu werden" ist, mit einem bestaendigen "Noch-Mehr" an Regeln, an Vorschriften , an Gesetzen, an Gefaengnissen, an Bestrafung, an (wechselseitig bedingter) Auf-ruestung.
Beginnst Du zu erahnen, wohin diese Reise geht? Von daher: Nur keine Sorge. Fuer Deine Sicher-heit und die Deiner Kinder wird ge-sorgt werden. Falls noetig, mit "aller Haerte des Gesetzes". Alles wird doppel-plus-gut.
Trotzdem - die theoretische Zeitspanne zwischen einem Gewaltverbrechen, dessen Opfer man gerade wird, bis zum Eintreffen der Staatsgewalt kann einem mitunter recht lang vorkommen. Lebens-gefaehrlich lang.
Diese Zeitspanne auf ein Optimum minimieren zu wollen, bedeutet in letzter Konsequenz das Einverstaendnis zu einer staatlich-all-umfassenden sprich "totalen" Ueber-wachung und Kontrolle.
| Zitat: |
| Wie verhalten sich Menschen, wenn der Staat sein Gewaltmonopol nicht durchsetzen kann, wenn gewohnte Ordnungen zusammenbrechen und die Moeglichkeit, sich etwas mit Gewalt zu nehmen, eine Option, wenn nicht fuer jedermann, so doch fuer viele wird? |
Menschen, die in ihrem Leben nichts anderes vermittelt bekommen haben als die vermeintliche Konflikt-loesung durch Gewalt- anwendung werden aller Wahrscheinlichkeit nach auf ihre bisherigen Erfahrungs- und Verhaltensmuster zurueckgreifen, weil diese sich - von der Vergangenheit bis heute - als "erfolgreich bewaehrt" haben. Gelernt ist gelernt. Aber zu welchem Preis?
Genau hier liegt der Grund fuer die Entstehung eines Teufels-kreises.
Wie soll es weitergehen? You choose.
| Zitat: |
| "Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die naechstbeste Zeit ist jetzt." |
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Man stelle sich kurz vor, ein Mensch waere in der Lage, voellig frei ueber sich und sein Leben entscheiden zu koennen.
Vor die alleinige Entscheidung gestellt - "Brauche ich Regeln, evtl. sogar Gesetze?" - wuerde sich dieser Mensch frei-willig in seiner Entscheidungsbefugnis beschraenken (lassen)? Ich glaube nicht.
Wuerde dieser Mensch - vorausgesetzt, man gewaehrt ihm die Moeglichkeit dazu - Regeln oder Gesetze erfinden, um sich ueber andere Menschen zu erheben, bzw. um sich Vorteile gegenueber Anderen zu verschaffen? Wahrscheinlich schon.
Waere es im Eigen-Interesse dieses Menschen diesen Zustand moeglichst lange aufrecht zu erhalten und nach Moeglichkeit immer mehr auszuweiten? Hoechst wahrscheinlich.
Wuerde dieser Mensch Gefallen an der Vorstellung finden, seinen "Untertanen" die Ausuebung von Gewalt per Gesetz zu verbieten und sich und seinen Handlangern das alleinige Recht auf Gewaltausuebung zuzugestehen?
Was meinst Du?
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