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Zum Ende der Seite springen Die Eigentumsbestie  
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Die Eigentumsbestie Anarchist 24.09.2012 09:57
 RE: Die Eigentumsbestie Sticky 24.09.2012 13:35
 RE: Die Eigentumsbestie reset 24.09.2012 14:13
 RE: Die Eigentumsbestie deldenker 24.09.2012 15:38
 RE: Die Eigentumsbestie Weinhaus 24.09.2012 12:03
 RE: Die Eigentumsbestie Anarchist 24.09.2012 14:22
 RE: Die Eigentumsbestie Sticky 24.09.2012 14:57
 RE: Die Eigentumsbestie reset 24.09.2012 21:30
 RE: Die Eigentumsbestie Weinhaus 24.09.2012 14:47
 RE: Die Eigentumsbestie Weinhaus 24.09.2012 15:03
 RE: Die Eigentumsbestie Yog-Sothoth 24.09.2012 15:29
 RE: Die Eigentumsbestie Anarchist 24.09.2012 16:01
 RE: Die Eigentumsbestie dian 24.09.2012 15:25
 RE: Die Eigentumsbestie Yog-Sothoth 24.09.2012 17:00
 RE: Die Eigentumsbestie Anarchist 24.09.2012 17:47
 RE: Die Eigentumsbestie Anarchist 24.09.2012 17:12
 RE: Die Eigentumsbestie Yog-Sothoth 24.09.2012 17:42
 RE: Die Eigentumsbestie Xoc 24.09.2012 22:04
 RE: Die Eigentumsbestie reset 24.09.2012 23:17
 RE: Die Eigentumsbestie Shinobi 24.09.2012 23:38
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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Achtung Die Eigentumsbestie 24.09.2012 09:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die Eigentumsbestie oder ein Leben ohne Angst und Gewalt?


Alle Ressourcen sind frei verfügbar, wenn Eigentum nicht mehr besteht!

Wenn Du etwas produzierst, dann kannst Du Deiner Phantasie freien lauf lassen und würdest selbstverständlich die besten Rohstoffe verwenden, die für dieses Produkt erforderlich sind! Aus Nächstenliebe könntest Du auch anderen etwas produzieren. Allerdings ohne Gegenleistung, die Du ja auch nicht benötigst, da Du die Produkte kostenlos produzieren kannst. Du würdest Deine Mitmenschen beschenken und würdest reine Dankbarkeit ernten, die weder von einer Rechnung noch von einem Misstrauen betreffend der Qualität geschmälert würde.

Wenn Du Schneider bist, dann würdest Du für Deine Mitmenschen selbstverständlich maßgeschneidert und nach ihren Wünschen Kleidung fertigen. Keiner kann Dich dann noch zwingen, in einer Fabrik tausendfach die immer gleiche Hose zu nähen, die keinem richtig passt!

Vielleicht liebst Du es, zu sehen, wie Pflanzen wachsen und gedeihen. Du liebst diese Wesen und behandelst sie deshalb angemessen. Niemand kann Dich dann noch über Konkurrenzdruck nötigen, sie unangemessen zu behandeln um sie möglichst billig zu produzieren.

So setzt es sich immer weiter fort...!

Da wir weder Geld mit einer Rakete zur Sonne transportieren, weil wir ihre Strahlung in Elektrizität umwandeln, noch Geld an Apfelbäume hängen, weil wir da Äpfel entnehmen, so kann dies auch frei verfügbar gemacht werden. Rohstoffe im Boden werden auch nicht durch Geld ersetzt...

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Sticky

...on the hunt

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24.09.2012 13:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Anarchist: Die Überschrift liess mich annehmen, dass du Johann Mosts "Die Eigentumsbestie" meinst:

http://www.anarchismus.at/anarchistische...eigentumsbestie


@Weinhaus: Deine Forderung der Steigerung der Produktivität hat erhebliche Nachteile: Es werden Waren produziert, die gar nicht benötigt werden und somit wieder "entsorgt" werrden müssen. Dies hat zur Folge, dass Energie unnötig vergeudet wird für:

a) Rohstoffgewinnung

b) Zwischenproduktion

c) Endproduktion

d) Entsorgung

Die unn ötige Umweltbelastung, die damit einhergeht, gar nicht zu erwähnen. Dein Beispiel mit der Zahnbürste ist hinkend, da hier hygienische Faktoren eine Rolle spielen. Aber gehe mal durch die Strassen, wievielöe Autos NICHT fahren, sondern unnütz auf den Parkstreifen/-plätzen rumstehen. Wieviele Autos sind also unnütz produziert worden, nur damit sich die Menschen als "Besitzer" eines solchen Produkts fühlen können? Nach dem Motto: "Mein Haus, mein Auto, meine Segeljacht, ..." usw. Ich sehe das nicht als ein erstrebenswertes Ziel.

Die staatliche Ordnung basiert auf Recht und Gesetz.

Ich bin rechtlos, folglich bin ich auch gesetzlos!


Das Anarchistenschwein

http://www.youtube.com/watch?v=0io4mSqdiwY&feature=related
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reset



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24.09.2012 14:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

jedem menschen die möglichkeit zur selbstentfaltung zu geben reicht schon aus um alle nötigen güter zu produzieren
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deldenker

Freund der Nacht

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24.09.2012 15:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

RL-Treffen gab es schon öfter. Da in der Regel jedoch wenig, beziehungsweise immer von denselben Leuten, Resonanz bei Vorschlägen im Forum kam, wurden die Letzten eher im Chat geplant.
Es steht dir aber natürlich frei, einen entsprechenden Thread zu eröffnen Augenzwinkern


Ich denke auch, dass man die Produktion massiv erhöhen muss, wenn man allen Menschen auf der Erde so versorgen will wie uns hier in Westeuropa/Nordamerika. Andererseits fällt ja auch eine Menge Produktion weg, wenn man z.B. keinen militärischen Mist mehr fabriziert (oder nur so viel, dass man sich gegen angreifende Außerirdische verteidigen kann). Oder wenn man den Rohstoff Hanf benutzt.
Ich denke aber nicht, dass jeder Mensch ein Auto braucht, solange es Taxis, Tauschbörsen, (guten) ÖPNV oder Nachbarn/Freunde gibt. Und kein Mensch braucht einen -zweit, -dritt oder einen besonderen Firmenwagen.
Ich hab zwar nichts gegen maßgeschneiderte Hosen, von der Stange hat bisher trotzdem ausgereicht (wär aber besser, wenn ich wüsste, dass für meine Jeans keine Kinderhände bluten müssten).
Ob sich das jetzt aber was nimmt, dafür fehlt mir die Zeit, das zu recherchieren. Ich bin aber sehr gespannt, wie genau du deine 90% Produktionswegfall begründest, Anarchist.

"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Weinhaus




24.09.2012 12:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Lieber Anarchist,

deine Träume finde ich wunderschön und deine Vorstellungen der Welt sehr erstrebenswert. Überfluss und die Freiheit des Menschen, dem nachzugehen, was ihn erfüllt, halte ich für ein sehr ehrenwertes Ziel.
Ich bin mir allerdings sicher, dass wir entweder verschiedene Eigentumsbegriffe haben oder dass du mit der Vorgehensweise der Abschaffung von Eigentum nicht auf dem richtigen Weg bist, die Welt wesentlich zu verbessern. Zur Erläuterung: Eigentum bedeutet für mich, dass einem Menschen die Verfügungsgewalt über einen Gegenstand zugestanden wird, nicht mehr und nicht weniger. Ich bin daher zB unstreitig Eigentümer meiner Zahnbürste, habe alleine die Macht über sie und sehe auch keinen Vorteil darin, wenn dieses Eigentum aufgelöst würde und andere auch über sie verfügen dürften. Eigentum ist im wesentlichen nur dann ein echtes Problem, wenn es sehr ungleich verteilt ist und sich auf Grund, Boden oder Rohstoffe bezieht. Es gibt sehr viele Situationen wo Eigentum Sinn macht, man stelle sich vor, in einer Fabrik wäre eine wichtige Maschine plötzlich über Nacht weg, weil die ein anderer plötzlich brauchen kann für etwas anders. Solche Dinge tragen nicht gerade dazu bei, dass es Überfluss gibt sondern eher, dass es weniger Produktion gibt. Augenzwinkern
Ich bin bei solchen Debatten grundsätzlich eher der Ansicht, man sollte sich über Einkommen statt über Eigentum oder Besitz unterhalten. Dabei muss aber Einkommen nicht "Geld" heißen, mit Einkommen ist alles gemeint, was dem Einzelnen im Leben monatlich oder jährlich oder wie auch immer zum Verbrauch zur Verfügung steht. Der Vorteil ist, dass Einkommen ein besserer Wohlstandsindikator ist als Eigentum. In dem Augenblick wo eine Fabrik nämlich mal produziert und damit Einkommen und Wohlstand schafft, ist es formal egal, wessen Name da nun im Grundbuch steht, das ist dann ziemlich nichtssagend. Wichtig ist nur, dass die Produktionsmittel zusammenbleiben, damit die Produktion läuft.
Wie also schafft man ausreichend Einkommen?
Zitat:
Wenn Du Schneider bist, dann würdest Du für Deine Mitmenschen selbstverständlich maßgeschneidert und nach ihren Wünschen Kleidung fertigen. Keiner kann Dich dann noch zwingen, in einer Fabrik tausendfach die immer gleiche Hose zu nähen, die keinem richtig passt!

Das ist zum Beispiel keine sonderlich gute Idee, auf diese Art Kleidung zu produzieren, denn die Produktion wäre VIEL zu gering, um selbst minimalen Ansprüchen noch zu genügen. Da würden die Menschen dann großteils nackt rumlaufen. Eine IMHO bessere Idee wäre: Schlaue Leute bauen eine maschinelle Produktion auf Maß, jeder "Kunde" muss sich nur in einen Nacktscanner stellen, wird laservermessen, kann am Computer seine Farb- und Designwünsche auswählen und in der Vorschau angucken und auf Knopfdruck produziert die Maschine die Kleidung während das Personal in der Hängematte liegt. Klingt gut oder?
Was wir brauchen ist eine Steigerung der Produktivität durch Maschinen. Und das nachhaltig und umweltgerecht. Dann kann sich erst jeder "bedienen".
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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24.09.2012 14:22 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Weinhaus:
deine Träume finde ich...
Bedauerlicher Weise kennt ihr mich nicht. Ich wünschte wir würden uns alle mal real begegnen um uns auszutauschen und kennenzulernen. Dann würdest Du mich sicherlich nicht als Träumer empfinden!

Zitat von Weinhaus:
...verschiedene Eigentumsbegriffe...
Eigentum ist die Herrschaft über Lebensraum, der Wesen die in diesem Lebensraum leben und der Mittel, die dieser Lebensraum beinhaltet oder hervorbringt.
Eigentum bedeutet, das eine Gegenleistung gefordert wird, um leben zu dürfen! Das bringt all jene in Abhängigkeit, die weder eine Gegenleistung erbringen, noch selbst etwas produzieren können. Sei es der Partner, der seine Zeit den Kindern widmet. Seien es die Kinder selbst, die erst die Möglichkeiten entdecken und die dazu ihnen nötig erscheinenden Fähigkeiten erlernen wollen. Seien es alte oder kranke Menschen, die schlicht nicht mehr können.
Wer sollte an der Dir zur Verfügung stehenden Zahnbürste interessiert sein? Im besonderen, wenn jeder unabhängig ist und Zahnbürsten frei verfügbar sind?
Wenn ich nicht tätig sein brauche, um leben zu dürfen. Wieso sollte ich Dir eine Maschine nehmen? Wieso sollte ich bitteschön Arbeit an mich reißen?
Wem willst Du den wie viel geben? Oder wer soll entscheiden wer wie viel Einkommen braucht? Wenn alle das gleiche kriegen, akkumuliert Kapital bei den vitalen und oder sparsamen Menschen. Ihre Macht würde stetig steigen! Sie würden nach und nach Produktionsmittel erwerben, und andere abhängig machen, weil sie mit den eigenen rückständigen Produktionsmitteln nicht annähernd so produktiv sein könnten. Konkurrenz würde bestehen bleiben!

Zitat von Weinhaus:
Zitat von Anarchist:
Wenn Du Schneider bist, dann würdest Du für Deine Mitmenschen selbstverständlich maßgeschneidert und nach ihren Wünschen Kleidung fertigen. Keiner kann Dich dann noch zwingen, in einer Fabrik tausendfach die immer gleiche Hose zu nähen, die keinem richtig passt!

Das ist zum Beispiel keine sonderlich gute Idee, auf diese Art Kleidung zu produzieren, denn die Produktion wäre VIEL zu gering, um selbst minimalen Ansprüchen noch zu genügen. Da würden die Menschen dann großteils nackt rumlaufen. Eine IMHO bessere Idee wäre: Schlaue Leute bauen eine maschinelle Produktion auf Maß, jeder "Kunde" muss sich nur in einen Nacktscanner stellen, wird laservermessen, kann am Computer seine Farb- und Designwünsche auswählen und in der Vorschau angucken und auf Knopfdruck produziert die Maschine die Kleidung während das Personal in der Hängematte liegt. Klingt gut oder?
Bei dem Schneider sehe ich nicht die Behauptung von mir, er würde diese Kleidung von Hand nähen. Tatsächlich habe ich so ziemlich das gleiche wie Du geschrieben, nur das Du etwas hinein interpretiertest.
Keiner will untätig sein! Aber das kannst Du noch nicht wissen.
Zitat von Weinhaus:
Was wir brauchen ist eine Steigerung der Produktivität durch Maschinen. Und das nachhaltig und umweltgerecht. Dann kann sich erst jeder "bedienen".
Steigerung der Produktivität ist in vielerlei Hinsicht nicht erforderlich. Wenn Eigentum abgeschafft wird, dann werden wir auf 90% der heute geleisteten Arbeit verzichten können! Auch würde niemand in Arbeitslosigkeit gehalten, denn dann bietet sich Arbeitskraft kostenlos oder besser freiwillig an.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Anarchist am 24.09.2012 14:47.



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Sticky

...on the hunt

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24.09.2012 14:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Niemand redet von Verzicht! Es geht um Überproduktion!

Die staatliche Ordnung basiert auf Recht und Gesetz.

Ich bin rechtlos, folglich bin ich auch gesetzlos!


Das Anarchistenschwein

http://www.youtube.com/watch?v=0io4mSqdiwY&feature=related
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reset



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24.09.2012 21:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

neben der überproduktion gibt es noch geplante obsoleszenz

http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz...nte_Obsoleszenz

die menschheit arbeitet für dinge die nicht gebraucht werden (gesamtes finanzsystem) und sie arbeitet auch noch zu viel (überproduktion) und sie produziert absichtlich schlecht (geplante obsoleszenz)
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Weinhaus




24.09.2012 14:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Bedauerlicher Weise kennt ihr mich nicht. Ich wünschte wir würden uns alle mal real begegnen um uns auszutauschen und kennenzulernen. Dann würdest Du mich sicherlich nicht als Träumer empfinden!


Das mit dem Träumer war in keinster Weise negativ aufzufassen. Ich wünsche dir, dass du dir deine Träume bewahrst.


Das Problem an eurem Konzept liegt hier:
Zitat:
Wenn Eigentum abgeschafft wird, dann werden wir auf 90% der heute geleisteten Arbeit verzichten können!

Zitat:
jedem menschen die möglichkeit zur selbstentfaltung zu geben reicht schon aus um alle nötigen güter zu produzieren

Zitat:
@Weinhaus: Deine Forderung der Steigerung der Produktivität hat erhebliche Nachteile: Es werden Waren produziert, die gar nicht benötigt werden und somit wieder "entsorgt" werrden müssen. Dies hat zur Folge, dass Energie unnötig vergeudet wird für:


Ich sehe keinerlei Möglichkeit, auf Produktion verzichten zu können. Ganz im Gegenteil: Wir werden sie IMMENS erhöhen müssen, um für alle ausreichenden Wohlstand zu schaffen. Ich schätze mal grob verdoppeln oder verdreifachen. Energie und Rohstoffe sind dabei gar kein Problem. Energie ist unbegrenzt verfügbar und mit hohem Energieaufwand kann man die Umwelt sauber halten und nahezu 100% recyclen. Wenn man es geschickt macht, beeinträchtigt das den Planeten kein bisschen.

Solltet ihr an der Behauptung, man könne auf Produktion verzichten festhalten, so bitte ich euch darum, mit Belegen und Zahlen nachzuweisen, an welcher Stelle das in welchem Umfang möglich sein soll. Das geht nämlich nicht ohne Wohlstandsverlust.
Zu den Autos schonmal: Ein Auto vor dem Haus stehen zu haben und ggf. fahren zu können ist besser als keines zu haben und nicht fahren zu können. Hier kann also nix gespart werden ohne Verlust an Lebensqualität.
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Weinhaus




24.09.2012 15:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Solltet ihr an der Behauptung, man könne auf Produktion verzichten festhalten, so bitte ich euch darum, mit Belegen und Zahlen nachzuweisen, an welcher Stelle das in welchem Umfang möglich sein soll.


Oder um es direkter zu sagen: Diese ominöse Überproduktion existiert nicht.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Weinhaus am 24.09.2012 15:04.

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Yog-Sothoth




24.09.2012 15:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Weinhaus:
Zu den Autos schonmal: Ein Auto vor dem Haus stehen zu haben und ggf. fahren zu können ist besser als keines zu haben und nicht fahren zu können. Hier kann also nix gespart werden ohne Verlust an Lebensqualität.

Natürlich ist es gut ein Auto zu haben, das einem zur Verfügung steht. Aber wenn das Auto hauptsächlich dazu genutzt wird, täglich eine Person im Berufsverkehr hin und her zu transportieren, dann könnten jede Menge Ressourcen durch Alternativen gespart werden. Da die Einsparungen bei vernünftigen Alternativen im Verhältnis zum verlorenen Wohlstand relativ hoch wären, könnte man diese Ressourcen nutzen, um insgesamt mehr Wohlstand zu erzeugen. Unterm Strich also ein Wohlstandsgewinn.

Zitat von Weinhaus:
Oder um es direkter zu sagen: Diese ominöse Überproduktion existiert nicht.

[Sarkasmus]
Natürlich nicht; dass Massen an Lebensmitteln ungenutzt weggeschmissen werden ist weitverbreiteter Aberglaube... Augen rollen
[/Sarkasmus]
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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24.09.2012 16:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Überproduktion und der Massenmord durch Eigentum. Wir produzieren weltweit Nahrung für über 10Milliarden Menschen! Auf der Erde gibt es aber nur knapp 7Milliarden. Warum verhungern so viele Menschen?
Die 90% von denen ich schrieb, beziehen sich jedoch nicht auf Reproduktion. Etwa 10% der Arbeitstätigen ist tatsächlich unmittelbar mit Produktion befasst. 1-2% mit der Produktion von Lebensmittel!
Das heißt, wenn wir auf Eigentum verzichten, dann wird sich jeder produktiv beteiligen. Was heißt, das wir nur 1/10 der Zeit tätig sein bräuchten, für die gleiche Lebensqualität. Aber die Produkte sind alle Schrott! Es gibt keine Qualität, die mit der in einer freien Gesellschaft produzierten Güter vergleichbar wäre.
Aber wir schrieben auch aneinander vorbei. So hast Du mit den Tätigkeiten, die als nicht angenehm empfunden wird, auch mit der Steigerung der Produktivität recht! Letztendlich würden wir uns davon durch Technologie befreien.
Wir würden weniger Aufwand im Bau von Waffen investieren. Die in dem als Deutschland bezeichneten Lebensraum lebenden Menschen, exportieren so viele Waffen, höchster Technologie, so das wir weltweit an 3. oder 4. Stelle stehen. Allgemein sind wir dauernd Nettoexportweltmeister(da ist der Import schon abgezogen).
Wir produzieren also auch eine Menge zerstörerische, destruktive Güter. Jede Menge Überschuss, der nicht vernichtet wird. Aber informiere Dich mal darüber, was alles vernichtet wird!

Wir können ja mal überlegen, welche Aufgaben ohne Eigentum wegfallen. Wenn alles frei verfügbar ist, dann kann und braucht auch der eine dem anderen nichts weg nehmen. Wenn der eine dem anderen etwas beschädigt, dann gibt es keinen Streit. Geld ist sicher überflüssig. Kurz werden wir keine Staatsgewalt, keine Versicherungen keine Banken und Krankenkassen brauchen. Auch bedarf es sicher keiner Horden von Vertretern, Werbefachleute. Kassenpersonal kannst Du Dir sparen! Auch die Firmen, die Strom-, Gas-, oder Wasserzähler bauen. Keine Sicherungsanlagen, Kein Wachschutz, keine Gefängnisse und auch keine Raumfahrt. Wenn über Eigentum Konkurrenzdruck entsteht, kann das dazu führen, das Waren sehr weit transportiert werden...
...diese Aufzählung ist nun nicht zu ende, sie fängt gerade erst an!

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Anarchist am 24.09.2012 16:20.



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dian
unregistriert
24.09.2012 15:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Durch die Industrie wurde den Menschen eingeredet, dass es etwas mit Selbstverwirklichung und Lebensqualität zu tun hat, wenn man im Supermarktregal zwischen 30 verschiedenen Waschmitteln, Tagescremes und Deodorants wählen kann.
Dass man Schuhe und Hosen nicht trägt, bis sie auseinanderfallen, sondern sich alle paar Monate mal was neues kauft, was dazu führt, dass manche Tussen zwanzig oder dreißig Paar Schuhe im Schrank stehen haben. (@ Weinhaus: Allein ein Blick in die Kleiderschränke der durchschnittlichen deutschen Frau sollte mehr als genug Beleg für die vorhandene Überproduktion sein)
Oder dass man, wenn man etwas auf sich hält, kein Auto für 8000 Euro fährt, wenn man genauso gut eins für 30.000 Euro fahren kann.

Also da sehe ich das Problem. Nicht bei der Versorgung der Menschen mit notwendigen und qualitativ hochwertigen Gütern... die wäre ebenso mit einem Bruchteil des heute praktizierten Aufwands machbar.
Das Problem ist die Überbewertung von Besitz. Dass sich Menschen dadurch definieren, was sie besitzen, und dass daher jeder wesentlich mehr haben möchte, als er eigentlich bräuchte.
Und diese Besitzgier ist nunmal eben der Motor, durch den das ganze kapitalistische System mit seinem ständigen Wachstum überhaupt am Laufen gehalten werden kann... weshalb die Diener des Kapitals natürlich auch ständig darauf bedacht sind, neue Bedürfnisse in den Menschen zu wecken.

Aber braucht man wirklich 3D-Fernsehen, um ein erfülltes Leben zu haben?
Das ist doch der Punkt, wo man erstmal ansetzen müsste...
Ich denke schon, dass die Menschen mehr verzichten müssen. Aber eben nicht auf Dinge, die sie wirklich brauchen, sondern auf Begehrlichkeiten, die ihnen nur von außen eingepflanzt wurden.
Nicht das Eigentum an sich ist die Bestie, sondern dieser Wahn der Menschen, unnötiges Eigentum anzuhäufen und anderen vorzuführen, weil sie glauben, nur so ein wertvolles Leben zu führen.

Yog-Sothoth




24.09.2012 17:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Um noch mal auf den Beitrag Bezug zu nehmen, aus dem dieser Thread hervorgegangen ist:

Zitat von Anarchist:
Zitat von Yog-Sothoth:
Ich denke Eigentum ist in vieler Hinsicht problematisch, aber nicht zwangsweise schlecht. Wenn jemand ein Produkt ohne die Verwendung wertvoller Ressourcen herstellt, dann soll er auch frei darüber verfügen können, wenn er das will.
Ohne Eigentum hätte ja auch kein anderer Anspruch auf Deine Produkte. Wieso solltest Du dann nicht frei darüber verfügen können? Oder willst Du aufgrund der Bedürfnisse anderer Herrschaft mit diesen Produkten ausüben?

Du kannst nicht gleichzeitig annehmen, dass jemand frei über etwas verfügen kann, und dass es kein Eigentum gibt - zumindest nicht nach meiner Definition von Eigentum. Und ich unterdrücke niemanden dadurch, wenn ich ihm durch einen Tauschhandel etwas anbiete, was es ohne mich nicht gäbe.
Lebewesen mit einem eigenen Bewusstsein sehe ich als Ausnahmefall; wer ein Kind in die Welt setzt sollte dieses nicht als sein Eigentum ansehen, aber die Pflicht übernehmen dem Kind zur Selbstständigkeit zu verhelfen, und bis dahin nach Möglichkeit in dessen Sinne zu handeln.

Zitat von Anarchist:
Zitat von Yog-Sothoth:
Und seine Gedanken oder persönliche Daten sollte man auch als sein Eigentum betrachten dürfen. Oder hat man deiner Meinung nach generell die Pflicht, diese mit anderen zu teilen?
Was meinst Du mit persönlichen Daten? Das jeder der Hans heißt, an den Eigentümer des Namens Hans eine Gebühr zur Verwendung zahlt? Das jeder, der am gleichen Tag wie Du Geburtstag hat, dafür gebühren zu verrichten hat? Oder meist Du Ideen, die Du anderen in egoistischer Weise vorenthalten willst?

Ich meinte einfach, dass man selbst entscheiden können sollte, wem man Informationen zur Verfügung stellt, solange es keine anderweitigen speziellen Verpflichtungen (ethisch oder durch Absprachen bedingt) gibt. Daten an andere weitergeben heißt m.M.n. automatisch, dieses Eigentum mit ihnen zu teilen, so dass auch sie frei darüber verfügen können. Ich finde es legitim, eine direkte Gegenleistung dafür zu fordern, jemandem Informationen zur Verfügung zu stellen, aber der Empfänger soll danach frei über die Informationen verfügen können. Absprachen auf Vertrauensbasis, wie mit den Informationen umgegangen werden sollte finde ich als Bedingung für die Weitergabe in Ordnung.


...das wären jetzt ein paar Aspekte von Eigentum, die ich niemandem absprechen möchte. Für problematisch halte ich Eigentum von begrenzten Ressourcen (darunter auch Grundstücke, Produktionsstätten), und regelrecht bescheuert finde ich Patente oder Strafen gegen "Raubkopierer", was m.M.n. mit Eigentum im eigentlichen Sinne recht wenig zu tun hat.
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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24.09.2012 17:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Bei Eigentum wird eine fortschrittliche Idee im verborgenen bleiben. Du würdest die Arbeit an Dich reißen und Deine Konkurrenz übervorteilen! Du profitierst, und alle anderen Firmen entlassen ihre Mitarbeiter.
Nur musst Du dann auch die ganze Arbeit machen und wärst alleine nur fähig, an der Idee weiterzuarbeiten, sie zu verbessern!
Ohne Eigentum, würde es für Dich Sinn machen, wenn Du von Deiner Idee erzählst. Weil so die Arbeit andere mit Dir teilen und die Idee würde auf ein breiteres Spektrum getestet! Diese Idee würde sich immer weiter entwickeln und es würde keinen Unterschied mehr machen, ob Du nun die Idee hattest, oder wer sonst.
Aber was ist eine Idee. Habe ich eine eigene Idee oder ist dies eher eine Komposition, etwas das durch mich, meinem Leben, meine Entwicklung transparent wird? Ist an der Idee, die immer doch auf etwas aufbaut, wie ein Gedicht auf die Sprache, die ich erlernte. Auf die Bücher die ich lass. Sind es nicht auch meine Mitmenschen, die mich dazu inspirieren? Oder die Landschaft?

Wenn einer eine Idee hat, hat er sie überhaupt alleine? Oder gibt es Tausende, die so etwas vergleichbares dachten, aber nur ein kleiner Anteil derer es versuchte, aber aufgrund fehlender Mittel nicht umzusetzen konnte. Ein weiterer Teil wird vielleicht die Mittel aber nicht den nötigen Ehrgeiz haben, es tatsächlich auch praktisch umzusetzen. Andere sind einfach nicht pragmatisch und gleichwohl einsam, so das sie keinen haben, der ihnen hilft.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Anarchist am 24.09.2012 17:57.



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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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24.09.2012 17:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ohne Eigentum, erhältst Du ja auch keinen Lohn! Wenn Du tätig wirst, dann nur weil Du wirklich etwas für andere machen willst. Für andere da sein möchtest!
Da dies dann aber jeder macht, weil er in einer Gesellschaft lebt, wo alles frei verfügbar ist, erfährst Du überall Nächstenliebe statt einer Rechnung.

Ein Mensch würde stets alles nutzen können. Jugendliche, Kinder brauchen kein Taschengeld und Eltern erleben ihre Kinder nicht als finanzielle Last. Keine Ängste, Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können, keine prekäre Arbeit, keinen Druck vom Chef, der an die Kinder weitergereicht wird!
Du steigst in den Bus und fährst auf ein Konzert oder ins Kino oder Theater, ohne überlegen zu müssen, ob Du es Dir überhaupt leisten kannst. Das Kino wird dabei aber nicht überfüllt sein, da Kunst und die Umsetzung nicht durch Eigentum beschränkt wird. Brotlose Kunst war dann mal...

Wir wollen immer mehr, weil wir liebevolle Wesen sind. Weil wir uns verlieben und geliebt werden wollen! Eigentum macht jedwedes Vertrauen kaputt. So Du bei Deinem Arzt nicht wissen kannst, ob er es besonders gut mit Dir meint oder ob er nur seine Jacht abbezahlt. Es gibt dann auch keinen unterschied zwischen Kassen- und Privatpatient, so das sich niemand mehr als Mensch zweiter Klasse fühlt.
Wenn alle Bedürfnisse über Nächstenliebe erfüllt werden, dann Leiden die Menschen sicher nicht unter einen Mangel an Liebe und sind daher auch liebenswert. Auch Eifersucht resultiert aus diesem Unvermögen! Der eine würde nicht mehr so sehr klammern, da er einen Verlust besser verschmerzen könnte; und der andere kann durch die finanzielle Unabhängigkeit, der sinnvollen Trennung nachgehen.

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Yog-Sothoth




24.09.2012 17:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Versteh mich nicht falsch; ich würde auch gerne in einer Gesellschaft leben, in der es üblich ist sich bedingungslos zu unterstützen, und in der viele Ressourcen sinnvoll gemeinsam genutzt werden.

Nichtsdestoweniger bin ich aber auch froh, wenn ich meinen Rückzugsort habe den ich nicht mit anderen teilen muss, wenn ich weiß dass bestimmte Dinge jederzeit für mich verfügbar sind, und wenn ich darüber bestimmen kann wer Sachen von mir, die mir viel wert sind nicht mitbenutzen darf, weil ich weiß dass die entsprechenden Personen nicht sorgsam damit umgehen.
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Xoc

lol

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24.09.2012 22:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

1. Geplante Obsoleszenz ist keineswegs per se schlecht.
Erstens ist es immer die Entscheidung des Kunden, ob er günstigere, weniger haltbare Produkte bevorzugt oder langlebigere, teurere. Was der Kunde nicht kauft, wird sehr schnell nicht mehr produziert werden. Andersrum wird das, was genügend Kunden wünschen auch relativ schnell von jemandem produziert werden - Unternehmen suchen immer nach Marktlücken und sind gerne bereit diese zu füllen.
Zweitens macht es wenig Sinn z.B. eine Festplatte (oder andere Produkte, die veralten) teuer und aufwendig für einen 50 jährigen Betrieb zu bauen, wenn sie nach 5 Jahren schon wieder veraltet ist und der Kunde sie eh eine Neue kaufen möchte. Das wäre reine Ressourcenverschwendung.

2. Eigentumslosigkeit kann dann eine gute Idee sein, wenn reichlich Überfluss herrscht. Ein Beispiel dafür ist Software und Open Source. Hier ist Eigentumslosigkeit keine Utopie, sondern bereits ganz praktisch umgesetzt, weil es nützlich und erfolgreich ist. Ein noch trivialeres Beispiel ist Luft, die gibt es im Überfluss und sie gehört auch niemandem.
Die meisten materiellen Dinge dagegen sind knapp (auch wenn das dank der hohen Effizienz und der immer gefüllten Schaufenster im Kapitalismus kaum auffällt - aber man vergleiche das mit dem Ostblock und dem damals dort herrschenden chronischen Mangel). Hier funktioniert es nicht, dass sich jeder einfach nimmt, was er braucht, da die Menschen mehr nehmen würden, als vorhanden ist und weniger produzieren würden, als gebraucht wird. Die Folgen wären grosser Mangel und viele unnötige Konflikte über den Besitz von Dingen. Hier kann gerne jeder selbst seine Experimente starten und sein Eigentum aufgeben oder mit einer Gemeinschaft teilen und gucken, wie gut es in welchem Fall funktioniert.

3. Eigentum ist älter als der Mensch. Bereits Tiere kennen den exklusiven Anspruch auf knappe Ressourcen in Form z.B. ihres Reviers, was sie als Eigentum betrachten und gegen Rivalen verteidigen. Auch hier hat sich Eigentum durchgesetzt, weil Land knapp ist und ein definierter Anspruch darauf vor vielen unnötigen Konflikten schützt und damit ein friedlicheres Nebeneinander ermöglicht. Es ist die erfolgreichere Strategie.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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24.09.2012 23:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Xoc:
1. Geplante Obsoleszenz ist keineswegs per se schlecht.
Erstens ist es immer die Entscheidung des Kunden, ob er günstigere, weniger haltbare Produkte bevorzugt oder langlebigere, teurere. Was der Kunde nicht kauft, wird sehr schnell nicht mehr produziert werden. Andersrum wird das, was genügend Kunden wünschen auch relativ schnell von jemandem produziert werden - Unternehmen suchen immer nach Marktlücken und sind gerne bereit diese zu füllen.
Zweitens macht es wenig Sinn z.B. eine Festplatte (oder andere Produkte, die veralten) teuer und aufwendig für einen 50 jährigen Betrieb zu bauen, wenn sie nach 5 Jahren schon wieder veraltet ist und der Kunde sie eh eine Neue kaufen möchte. Das wäre reine Ressourcenverschwendung.



was anderes habe ich von dir nicht erwartet.

dass konzerne medien nutzen um die verbraucher total zu täuschen,
dass teure produkte nicht automatisch länger halten,
dass menschen allein durch ihre finanzielle und soziale lage gar nicht die möglichkeiten haben wirklich "gute" produkte zu kaufen,
dass es den konzernen NUR um profit geht,

das alles lässt du vollkommen aussen vor.
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Shinobi

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24.09.2012 23:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Xoc Über Punkt 1. und 2. lässt sich ja noch streiten, aber das künstliche und damit absichtlich erzeugte Alterung von Produkten gut und sinnvoll sein soll, kann ja wohl nicht dein Ernst sein! Knarre

Auch das Argument, dass der Kunde entscheide ob er sich für langlebigere und dafür teurere Produkte oder kurzlebige Billigware entscheidet, ist insofern wieder problematisch, da sich nicht jeder die teureren Produkte auch leisten kann, wo wir wieder beim Thema Einkommen/Eigentum wären. Außerdem gibt es keine Gewährleistung dafür, dass diese Produkte nicht auch nach Ablauf der Garantie künstlich altern und kaputt gehen. Ich halte es auch darüber hinaus noch für gehörigen Unsinn zu behaupten, dass das ganze Ressourcen einsparen würde, ich frage mich stattdessen warum alle paar Jahre eine neue Festplatte auf den Markt kommen muss, wenn man genauso gut Festplatten für mehrere Jahrzehnte herstellen kann, würde einem dadurch wirklich etwas an Lebensqualität verloren gehen? Man darf nicht vergessen Unternehmen und Konzerne sind nicht in erster Linie an der Umwelt, den Ressourcen oder dem Wohlergehen der Menschen interessiert, sondern daran wie sie auch in den kommenden Jahren noch genug Umsatz erziehen können und dazu müssen sie bei den Menschen eben auch immer wieder Bedürfnisse wecken, die so vorher gar nicht vorhanden waren.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 24.09.2012 23:39.



Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.


“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”


„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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