|
|
Du kannst davon ausgehen, dass wenn du den Holocaust um den Faktor 20 runterspielst, dass vor Gericht als Leugnen durchgeht.
Es gibt natürlich unterschiedliche Annahmen über die Opferanzahl, aber die ändern alle nicht die Dimension des Verbrechens:
Gesamtzahlen jüdischer Opfer
|
"Do you believe in free will?" "I have no choice."
|
|
|
|
|
|
dian unregistriert
 |
|
@ Anarquia:
| Zitat: |
| Zurück zum Thema: Warum reagieren viele Leute da so allergisch gegen dieses Thema? Ich glaube ja wie gesagt die offizielle theorie ebenfalls nicht und bin trotzdem Anarchist und einer der letzen, die irgendwas assoziales Reich wiederhaben wollen.. |
Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn jemand den Holocaust leugnet. Von mir aus darf jeder gerne glauben und leugnen, was immer er möchte.
Aber die Frage ist doch: Warum leugnen Menschen üblicherweise den Holocaust?
Weil sie sich wirklich für die Wahrheit interessieren?
Oder nicht doch eher, weil sie einfach an eine Verschwörung glauben wollen und daher völlig einseitig an die Sache herangehen, indem sie alle offiziellen Quellen und die ganze "seriöse" Literatur zu dem Thema von vornherein ablehnen, und andere, nicht mal halb so gut belegte Theorien, sofort völlig unkritisch nachplappern?
Da scheint mir doch bei den allermeisten Leugnern der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein.
Vielleicht wollen sie gar nicht unbedingt alle das Dritte Reich zurückhaben, aber doch zumindest dieses Gefühl, das damals im Dritten Reich in Deutschland weitverbreitet gewesen ist... dieses Gefühl, von finsteren, fremden Mächten von außerhalb in seiner Existenz bedroht zu werden... dieses Gefühl, einen gemeinsamen Feind zu haben, den man nur zu bezwingen braucht, damit es plötzlich allen auf wundersame Weise besser geht.
Es ist die Sehnsucht nach einem einfachen Weltbild, die diese und andere Verschwörungstheorien seit jeher bedienen.
Hier die Guten, und dort die Bösen...
Hier die unschuldigen, manipulierten Opfer... da die finsteren Illuminaten/Juden/Amis/Aliens.
Und mit dieser unbewussten Sehnsucht nach dem simplen Schwarz-Weiß-Denken unserer Vorfahren, das im Gewand von Aufklärung und Freidenkertum daherkommt, habe ich nunmal ein Problem.
Wer den Holocaust leugnet, entzieht sich der schmerzhaften Frage, wie es sein konnte, dass brave, freundliche Familienväter zu eiskalten Mördern wurden... wie es sein konnte, dass jeden Tag Menschen aus ihren Wohnungen abgeholt wurden und auf Nimmerwiedersehen verschwanden, ohne dass es irgendeinen größeren Protest im Land gegeben hätte...
Diese und ähnliche Fragen, die einen eigentlich nur zu der Erkenntnis bringen können, dass kollektiver nationaler Wahn und hierarchisches Denken zu nichts gutem führt, werden durch die Leugnung des Holocausts so ganz nebenbei elegant umschifft.
Man muss diese Fragen nicht mehr beantworten, falls sich das mit dem Holocaust als "gar nicht so schlimm" herausstellen sollte...
und vor einer Gesellschaft, die diese Fragen nicht länger für beantwortungswürdig hält, fürchte ich mich ehrlich gesagt schon ein wenig. Denn wer nichts aus der Geschichte lernt, bzw. die Geschichte einfach als "Erfindung der Siegermächte" abtut, ist dazu verdammt, sie früher oder später zu wiederholen.
|
|
|
|
|
|
|
|
Na ja, wer heutzutage geschichtliche Fakten leugnet verfolgt damit schon eine (möglicherweise) gefährliche Agenda. Wenn die Herren Mullahs im Iran oder generell die Hitler-begeisterte arabische Welt den Holocaust leugnen, dann interessiert natürlich kein Stück was wirklich siebzig Jahren in Deutschland passiert ist, sondern wie man die Juden/Israelis der Gegenwart diskeditiert.
Wieso die rassistisch-nazistische Rechte allerdings hier im Inland Geschichtsklitterung betreiben sollte, verstehe ich nicht ganz. Als überzeugter Rassist/Antisemit sollte man eigentlich eine mehr oder weniger diebische Freude über den recht erfolgreichen Holocaust verspüren, und vielmehr versuchen, ihn zum Erfolg der großartigen arischen Rasse umzudeuten, anstatt die Sache unter den Teppich zu kehren. Wer irgendwie halb akzeptiert hat, dass millionenfacher Völkermord ein Schandfleck auf der deutschen Volksseele darstellen (und ihn deshalb wegleugnen will), ist eigentlich geistig nicht ganz dort angekommen, wo er sein müsste, wenn er uns ins Vierte Reich führen will...
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
|
|
|
|
|
|
|
|
Kann ja aber auch sein, dass Arche´s Boys mittlerweile gepikt haben, dass Völkermord nicht unbedingt populär ist. Hat man ja bei den Amis gesehen. Is doch ne Frechheit, dass die sich immer noch vorhalten müssen, den Indianer fast ausgerottet zuhaben. Tzzzz, diese Wilden.
Und Sympathie hat der gemeine Bildleser ja irgendwie auch eher für den der sich ja nur wehrt, als für den, der grundlos draufhaut. So gesehen, kannst du dem Deutschen ein gewisses Recht ja nicht absprechen, wenn er sich endlich mal wehrt. Sich gegen diesen ganzen Lügenapparat auflehnt und beginnt endlich mal wieder zu fordern statt immer nur zu schlucken. Dann kann man die Fähnchen nach der nächsten EM/WM auch mal n bisl länger am Auto lassen.
|
Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
|
|
|
|
|
|
|
|
Hm, na ja, ich sprach ja auch von der rassistisch-nazistischen Rechten. Also von denen, die offen antisemitisch-rassistisch sind (d.h. in irgendeiner Form an die Überlegenheit der 'arischen Rasse' und an die jüdische Weltverschwörung glauben, und auch der Ansicht sind, dass man sich endlösungstechnisch um die Juden kümmern sollte). Wieso die den Holocaust leugnen sollten, wenn sie doch eigentlich stolz darauf sein müssten, verstehe ich nicht ganz. Wenn die irgendwann das Vierte Reich aufgebaut haben sollten, und sich dann erneut endgültig der Judenfrage zuwenden, würde Holocaust 2.0 doch wenig Sinn machen, wenn Holocaust 1.0 in ihrer Gedankenwelt so schrecklich war, dass sie ihn leugnen mussten.
Dass es im rechten Spekturm durchaus Leute gibt, die den Holocaust für einen Schandfleck der deutschen Geschichte halten (und des deshalb wohl auch toll fänden, wenn es den nicht gegeben hätte), ist mir schon klar. Aber die meinte ich jetzt gar nicht. Bzw. doch schon irgendwie, weil ich eigentlich nicht glaube, dass es engagierte, aktive Holocaust-Leugner gibt, die nicht ihrerseits Rassisten/Antisemiten sind. Jeder der sich in dem Bereich aktiv engagiert muss ideologisch sehr gefestigt bzw. verblendet sein.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
|
|
|
|
|
|
|
|
RE: Der Holocaust - Jeder Zweifler ein Nazi??
27.04.2012 18:33 |
 |
| Zitat von Anarquia: |
Da stellt sich mir doch die Frage: Was macht dieses Thema so besonders um es nicht hinterfragen zu dürfen?
Ich meine..Wenn man 911 hinterfragt ist es in Ordnung. Wenn man Al Quaida hinterfragt ist es in Ordnung. Wenn man Zweifel daran hegt, dass die USA mit ihren Kriegen den Menschen vor Ort helfen wollen, ist das in Ordnung. Wenn man anzweifelt, dass die Schule zum selbstständigen Denken erzieht, ist das in Ordnung. Aber dieses spezielle thema ist Tabu? |
Vor dem Hintergrund der "deutschen Vergangenheit" wurde alles, was auch nur im entferntesten Sinne daran erinnern koennte, mit einem Bannfluch und Totschweigegeluebde versehen bzw. unter gesetzliche Strafe gestellt.
Es handelt sich also um ein klassisches Tabu - dieses bzw. den Sinn hinter diesem Tabu hinterfragen zu wollen, stoesst auf wenig Beifall und Anerkennung - allerdings ist dieses Tabu auf den deutschen Rechtsraum beschraenkt.
In den USA existieren Menschen, die voellig ungehindert in vollem Wix und Ornat im Stechschritt ihre Fackelzuege abhalten - diese werden von den Zuschauern als die Strammstehfimmel Idioten angesehen, die sie nun einmal sind - auch ohne dass eine antifa dagegen anknueppeln muesste. Verbote setzen einen Bedarf voraus - ist der Bedarf nicht existent, wird das Verbot ueberfluessig.
|
Don't be a lemming - JOIN US!
|
|
|
|
|
|
|
|
Ich finde dass in einer Demokratie Meinungsfreiheit das höchste Gut ist !!!
Meinungsfreiheit bedeutet aber auch, dass JEGLICHE Meinungsäußerung toleriert werden sollte, solange nicht offen zu Gewalt oder Straftaten aufgerufen wird. Egal ob Salafisten den Koran verteilen, Linke die Anarchie fordern, Rechte den Holocaust leugnen, die Wiedereinführung der Todesstrafe diskutiert wird, usw.
|
|
|
|
|
|
|
Eine pure Meinung zu tolerieren, die völlig folgenlos bleibt, ist eine ziemlich anspruchslose Übung. Das Problem ist halt, dass dahinter politische Ansätze stehen die mitunter dann auch zur Tat schreiten.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
|
|
|
|
|
|
|
|
Wenn nicht einmal in der Wissenschaftswelt ergebnisoffen über den Holocaust diskutiert werden darf, dann sind meines Eráchtens die Verteter des vorherschenden Meinungsmonopoles schon rein dadurch in der intellektuellen Defensive -> These: wer keine stichhaltigen Beweise führen kann, muss sich eben mit einem Verbotsgesetz vor Kritikern schützen!
Ein zur Tat schreiten ist nur dann politisch legimitiert, wenn es eine demokratische Mehrheit für eben diese ideologische Sichtweise gibt.
Wenn eine Mehrheit der Bürger zB die Sichtweise der Revisionisten für glaubwürdiger hält, dann können daraus auch konkrete politische Handliungen abgeleitet werden, wenn man das demokratische Prinzip zu Grunde legt.
|
|
|
|
|
|
|
Die Frage, ob der Holocaust stattgefunden hat hat mit einer (subjektiven) "Meinung" sowieso nichts zu tun - das ist eine klar objektive Frage. Man kann natürlich trotzdem argumentieren, dass das im Sinne der Meinungsfreiheit erlaubt sein sollte, da zu dieser auch freie Äußerung i. A. zählt (mit ein paar Einschränkungen).
Ich kann es auch gut nachvollziehen wenn jemand die Frage auf rein sachlicher Ebene diskutieren will, und sich auf die Argumente des Gegenübers einlässt, weil er das selbst nachvollziehen will. Aber wenn jemand einfach behauptet, der Holocaust habe nicht stattgefunden, ohne sich auf eine sachliche Argumentation einzulassen, dann muss er sich auch nicht beschweren wenn er auf entsprechende Gegenreaktionen trifft.
|
|
|
|
|
|
|
"Wenn eine Mehrheit der Bürger zB die Sichtweise der Revisionisten für glaubwürdiger hält, dann können daraus auch konkrete politische Handliungen abgeleitet werden, wenn man das demokratische Prinzip zu Grunde legt. "
Demokratie = Mehrheitsdiktatur? Vielleicht solltest du doch nochmal die Schulbank im Gemeinschaftskundeunterricht drücken
Und bevor ich hier jetzt zum Fürsprecher der bürgerlichen Demokratie werde (was ich nicht bin): Verbote sind mir prinzipiell schnuppe und nicht das Mittel das ich prinzipiell für angemessen halten würde, um Holocaustleugnern zu begegnen.
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
|
|
|
|
|
|
|
|
Hm, na ja, Meinungsfreiheit deckt irgendwo schon auch die Äußerung von Stuss ab, aber, äh, innerhalb der Geschichtswissenschaft wird ganz sicher nicht ergebnisoffen über irgendein historisches Ereignis diskutiert. Da macht man ggf. Quellenkritik, und versucht durchaus Lügen/Überzeichnungen/Verfälschungen von reinen Tatsachenberichten zu unterscheiden (und das ist natürlich vor allem in der Antike und im Mittelalter sehr schwierig, weil man streckenweise nur eine Handvoll schlechter Quellen hat), aber die wissenschaftliche Methode sieht auch in der Geschichtswissenschaft keine Mehrheitsentscheidungen vor. Alles andere wäre ja auch Unsinn. Die Wirklichkeit schert sich letzten Endes doch nicht um irgendwelche Abstimmungen.
Natürlich kann man vorübergehend der Meinung sein, dass der Holocaust nicht stattgefunden hat (z.B. dann, wenn man nicht genau weiß, was zur Hölle das Wort eigentlich bedeuten soll), aber wenn man sich das erklärt und entsprechend recherchiert, dann wird einem das schon sehr schnell durchsichtig.
Dass natürlich eine Mehrheit der geistig gesunden, gebildeten Menschen dieser Hemisphäre der Ansicht ist, dass der Holocaust stattgefunden hat, liegt an dem Umstand, dass die Masse an Beweisen dafür für den gesunden Geist eingängig und nachvollziehbar ist. Wer sich dagegen sperrt bewegt sich ungefähr auf der Ebene der schrägen Vögel, die die Existenz von Napoleon leugnen oder Pol Pot für ein kambodschanisches Reisgericht halten.
Bestimmten Stussäußerungen unter Strafe zu stellen macht in der Tat wenig Sinn. Genausowenig allerdings die vollkommene ideologische Durchdringung von (Geschichts-)Wissenschaft durch die herrschende politische Elite. In einem solchen Fall finden natürlich wirklich extreme Umdeutungen von historischen Ereignissen statt, wie man u.a. in der ehemaligen Sowjetunion (als Eisenstein-Fan weiß ich, wovon ich rede) oder in Nordkorea gut beobachten kann.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
|
|
|
|
|
|
|
|
Dass das leugnen einer Tatsache unter Strafe steht ist wohl das größte Ass im Ärmel. Gut, man hat mir auch schon erklärt, dass man ja keine Rückstände von Zyklon B in den Gaskammern fand. (Was auch immer das ist) und allein von der Technik her, wäre man damals nicht in der Lage gewessen eine Gaskammer herzustellen bzw. sie zu benutzen. ( WTF?) Naja, Whatever...
Zu Schulzeiten war ich mal in Dachau. Man muss schon ziemlich blind (oder war es blöd?) sein um nicht zu merken, dass sich dort was abspielte. Zugegeben, die Gaskammer selbst hab ich nicht besichtigt. Meine innere Grenze der Sensationsgier war dann doch erreicht. Aber es erscheint mir schon ziemlich fragwürdig, dass die "Siegermächte" solche Lager aus dem Erdboden stampften um uns Deutsche als Verbrecher hinzustellen. Ich mein, reicht es nicht wenn man 2 Weltkriege angezettelt hat? Für mein empfinden ist das Verbrechen genug.
Faszinierend finde ich auch eher den wachsenden Anteil von Befürwortern dieser Theorie. Schon irgendwie interessant zu betrachten wie eine "Meinung" wächst. Hauptsache es wird oft genug erzählt.... Dann muss es einfach wahr sein.
|
Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
|
|
|
|
|
|
|
|
In Dachau war ich seinerzeit auch. Und natürlich auch in den beiden dort vorhandenen Gaskammern (die allerdings tatsächlich nicht in Betrieb waren - die Krematorien schon). Was natürlich nichts über den 'Betrieb' in Auschwitz, Bergen-Belsen oder Treblinka aussagt....
Aber KZ-technisch sind wir ja immer noch im Zeitalter der Augenzeugen. Die Behauptung, dass die Siegermächte die Dinger aus dem Boden gestampft haben, ist jetzt ungefähr so haltbar wie die Behauptung dass Angela Merkels Vater nie gelebt hat.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
|
|
|
|
|
|
|
|
Mann, meine Andeutung war natürlich so zu verstehen, dass ich davon ausgehe, dass in den Vernichtungslagern schon auch vernichtet wurde. Nur weil in Dachau keine Gaskammervernichtung lief, sagt das nicht darüber aus, dass dem in den anderen Lagern nicht auch so war!
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
|
|
|
|
|
|
|
|
@ deldenker
Ja, ich hatte schon so eine Vermutung. Obs ne Verschwörung ist weiß ich ehrlich gesagt garnich... Vor 1 oder 2 Jahren war ich mal mit Freunden auf sonem Osterfeuer in irgendnem Kaff. Mir war langweilig und an dem Tisch neben mir diskutierten ein paar Jungs eifrig darüber, was denn nun wäre wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte und vorallem, wie man das hätte anstellen können. Irgendwie fand ich es witzig in das Gespräch mit einzusteigen. Naja, einer sabbelte mich dann darauf voll, dass man halt besagtes Gas nicht gefunden hätte usw. Ob das Gerede von son paar Dorfnazis für ne Verschwörung reicht? Ich wills mal nicht hoffen. Ich hatte den Eindruck , dass deren Horizont am Ortsschild endet.
|
Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
|
|
|
|
|
|
|
|
Dann melde ich mich auch mal wieder zu Wort. (Habe das hier alles ein bissel aus den augen verloren).
@Dian:
Ich denke du verallgemeinerst das zu sehr.
| Zitat: |
| aber doch zumindest dieses Gefühl, das damals im Dritten Reich in Deutschland weitverbreitet gewesen ist... dieses Gefühl, von finsteren, fremden Mächten von außerhalb in seiner Existenz bedroht zu werden... dieses Gefühl, einen gemeinsamen Feind zu haben, den man nur zu bezwingen braucht, damit es plötzlich allen auf wundersame Weise besser geht. |
Ich denke es gibt auch einige die schlichtweg Interresse daran haben Geschichte selbst nochmals aufzuarbeiten. Ich selbst finde, dass an dem Spruch von Karl Marx (wenn ich mich nicht irre) "Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der herrschenden" 'ne Menge dran ist. Somit kann ich es verstehen wenn manche alles nochmal selber aufarbeiten wollen, ohne direkt die passenden politischen Gesinnungen zu haben. Wenn ich mich mit den alten Grieschen beschäftige heißt das ja auch nicht zwingend, dass ich deren Götter anbete, nur als Beispiel.
Zudem gibt's das Gefühl ja auch heute, siehe "die bösen Moslems und Terroristen". Und dann ja noch die ganzen rechtsradikalen Juden, die die Welt regieren et cetera et cetera. Auch heute kann man sich mit Feindbildern zur Genüge berieseln lassen, dazu muss man dasd 3. Reich nicht zurückhaben wollen.
| Zitat: |
Es ist die Sehnsucht nach einem einfachen Weltbild, die diese und andere Verschwörungstheorien seit jeher bedienen.Hier die Guten, und dort die Bösen...
|
Da mag durchaus 'was dran sein, aber mal als Gengefrage: Wenn ich die aktuelle Geschichtsschreibung mit den Deutschen als den Bösen und den alleinigen Verursacher der beiden Weltkriege habe...Wofür müsste ich das dann aufarbeiten? Nur um mir ein anderes, simples Weltbild zu schaffen? Das jetzige ist da doch ohnehin schon fast nicht mehr "zu toppen". Zudem begibt man sich in Unsicherheiten, da man sein bisheriges Wetlbild selbst erschüttert bzw erschüttern lässt, das hat meiner Meinung nach auch nicht viel mit dem wusch nach dem einfachen zu tun, eher von Schuldabweisungen. Man will den ruf der Personengruppe, mit der maqn sich idendifiziert, reinwaschen. Aber das wird wohl nur ein Faktor von vielen, oder zumindest mehreren, sein.
QUOTE]Wer den Holocaust leugnet, entzieht sich der schmerzhaften Frage, wie es sein konnte, dass brave, freundliche Familienväter zu eiskalten Mördern wurden... wie es sein konnte, dass jeden Tag Menschen aus ihren Wohnungen abgeholt wurden und auf Nimmerwiedersehen verschwanden, ohne dass es irgendeinen größeren Protest im Land gegeben hätte...[/QUOTE]
Man entzieht sich ihr nicht allgemein, legilich in Bezug auf den Holocaust. Nur als Beispiel: Die Frage wie man als (um dein Beispiel aufzugreifen) normaler Familienvater Einwohner besetzer Länder misshandeln, vergewaltigen, etc kann und sogar regelrechte Freunde daran verspüren kann "den Feind" (oder besser: das Feinbild) auszuschießen, sei es an Land, in der Luft oder im Wasser, bleibt dennoch offen. Und solche Fragen betreffen die damalige, wie heutige Geschichte.
| Zitat: |
| Diese und ähnliche Fragen, die einen eigentlich nur zu der Erkenntnis bringen können, dass kollektiver nationaler Wahn und hierarchisches Denken zu nichts gutem führt, werden durch die Leugnung des Holocausts so ganz nebenbei elegant umschifft. |
Man macht es sich, wie gesagt, in Bezug auf den holocaust simpler. Beispielsweise der zweite Weltkrieg als Produkt übersteigertem Nationalismus und Patriotismus bleibt weiterhin als Beweislast erhalten. Und den wird man (zumindest momentan noch) nicht problemlos leugnen können.
| Zitat: |
| Denn wer nichts aus der Geschichte lernt, bzw. die Geschichte einfach als "Erfindung der Siegermächte" abtut, ist dazu verdammt, sie früher oder später zu wiederholen. |
Das denke ich auch nicht so ganz. Als Beispiel: Ich könnte den Holocaust strikt leugnen. Aber bin ich dann dazu verdammt ihn selber nochmal mit anzuzetteln oder ähnlisches zu tun? Ich denke nicht, oder auf jeden Fall nicht zwingend. Ich denke eher wenn man gesunden Menschenverstand und gut gefestigte moralische Grundsätze hat kann einem Geschichtsschreibung regelrecht am Arsch vorbeigehen. Wenn ich strikt gegen Massenmorde bin werde ich nie einen begehen und wenn ich sie befürworte werde ich eine Gelegenheit dazu nutzen, ihn durchzuführen. In beiden Fällen hat es aber keine große Bedeutung ob das Personengruppe XY nun schonmal gemacht hat oder eben nicht. Es dieht allenfalls dazu Prinzipien abzuschauen um es möglichst effizient (nach)machen zu können.
@Onkel:
| Zitat: |
| Wenn die Herren Mullahs im Iran oder generell die Hitler-begeisterte arabische Welt den Holocaust leugnen, dann interessiert natürlich kein Stück was wirklich siebzig Jahren in Deutschland passiert ist, sondern wie man die Juden/Israelis der Gegenwart diskeditiert. |
Das meine ich ja. Wenn man etwas bestimtmes (nicht) tun will kann einem Geschichte doch am allerwertesten vorbeigehen. Sowohl die offizielle als auch die inoffizielle Geschichtsschreibung sollte man meiner Meinung nach nicht zu erst nehmen. also was bestimmte Gebiete angeht versteht sich. Man kann trotzdem daraus lernen, zum Beispiel welches wirtschaftssystem das beste ist. Deswegen braucht man ja, wie oben gesagt, gut gefestigste(!!) Morale Grundsätze UND gesunden Menschenverstand. Und natürlich keine Scheu letzteren einzusetzen. Wenn man dann noch frei von Fanatismus und somit offen für andere Meinungen ist, ist schonmal der Grundstein für eine gute bzw bessere Welt gelegt. Aber ich schweife ein bisschen ab.
| Zitat: |
| Wieso die rassistisch-nazistische Rechte allerdings hier im Inland Geschichtsklitterung betreiben sollte, verstehe ich nicht ganz. Als überzeugter Rassist/Antisemit sollte man eigentlich eine mehr oder weniger diebische Freude über den recht erfolgreichen Holocaust verspüren, und vielmehr versuchen, ihn zum Erfolg der großartigen arischen Rasse umzudeuten, anstatt die Sache unter den Teppich zu kehren |
Das kann möglicherweise daran liegen, dass du alles Geschichtsreviosionisten bestimmte Meinungen unterstellst. (Zumindest lese ich das so heraus, ich kann mich natürlich irren). Ich kenne auch Leute die schlichtweg die Wahrheit suchen, ohne irgendetwas damaliges nachstellen zu wollen, nur weil das System ein bisschen weniger beschissen war als dieses und jenes andere. Sprich manche haben schlichtweg Interessen und Ungläubigkeit und wollen wissen, was wirklich geschah, ohne von vornherein irgendjemanden als den Bösen und einen als den Guten hinzustellen.
Irgendwas wollte ich noch schreiben, habe aber den Faden verloren..Von daher mach ich hier mal 'nen Schnitt.
|
|
|
|
|
|