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Was passiert mit Oroboros?
15.02.2015 14:18 |
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Nehmen wir mal an, das Arschloch ist ganz am Ende der Schwanzspitze. Wenn die Schlange sich selbst verschlingt, kommt das Ende nie dort an. Wenn sie sich verdaut, wird die unfertige Scheiße aus dem bereits verdauten Stück herausfallen in die Schlange hinein. Wenn sie sich nicht verdaut, dreht sie sich immer weiter ineinander. Die Schwanzspitze wird irgendwann im Inneren des bereits verschlungenen Schlangenabschnitts das Maul erneut passieren. Dann haben wir 3 Lagen Schlange. Theoretisch könnte man das solange machen, bis man unendlich viele Lagen Schlange hat.
Was ist, wenn wir statt einer Schlange einen Menschen nehmen, bei dem sich das Darmausgang etwa auf der Hälfte der Gesamtlänge befindet? Sobald die beine so weit verschlungen sind, dass der Arsch den Mund erreicht, werden die Füße schon wieder ausgekackt. Da gibt es sicher eine Formel das zu berechnen, aber ich habs nicht so mit Mathe.
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Kennst du The Human Centipede? Ich habe den nie gesehen, aber der könnte dich aufgrund ähnlicher Thematik vielleicht interessieren.
Es gibt wohl auch noch einen zweiten Teil.
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Mann euch muss langweilig sein.
Wie kommt man auf solche Gedanken?
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Wenn wir von einer dieser Schlangen mit extrem dehnbarem Verdauungsweg und bei entsprechender Nahrungsmenge auch sehr langer Verdauungsdauer ausgehen, die ihre Beute im Ganzen verschlingen (Mir fällt die Taxonomie einfach nicht mehr ein, irgendeine Gruppe von Schlangenarten eben. Und wir gehen aber immer noch davon aus, das Arschloch wäre tatsächlich am Schwanzende.), könnten wir vielleicht sagen, dass die Schlange sich schnell genug verschlingen kann, um den Innenradius des Rings, den sie dann bildet, zu minimieren, bevor ihre Eigenverdauung relevant einsetzt; dann hätte die Schlange vielleicht die Form eines geschuppten Donuts mit einem echten Kopf als Verzierung.
Mit Menschen kann ich mir das nur schlechter vorstellen, da unser Darm - denke ich - deutlich empfindlicher gegenüber einer solch drastischen Formveränderung ist, die diese Aktion notwendig machen würde.
"The Human Centipede": mal abgesehen davon, dass es mich, naja, ekelt, frage ich mich, ob man so etwas als dauerhafte und eigenständig nahrungsaufnehmende Lebensform möglich machen könnte - in Bezug auf die Ernährung der hinteren Teilmenschen.
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Zitat von Eastman: |
Mann euch muss langweilig sein.
Wie kommt man auf solche Gedanken? |
Hallo Eastman, das gleiche habe ich mich auch gefragt und ergoogelte diesen link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ouroboros
Das erklärt nicht alles aber es ist ein Anfang.
Wem der Thread zu fäkal angehaucht ist, dem empfehle ich als Alternative dieses kleine Spielchen
:
http://oroboros.funfacegames.com/
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Wenn Würgereflex und Darmperistaltik in entgegengesetzte Richtungen drücken, klemmt das fest. Um das Fäkale gings mir gar nicht. Vielmehr um Wissenschaft ohne Ahnung. Ringförmige schwarze Löcher oder so. Wenn der Innenradius auf 0 sinkt, muss das außen umso schneller dehnen, bis die Lichtgeschwindigkeit was beobachtan lässt.
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Interessanter Gedanke.
Einerseits bleibt ein Kreis, dessen Umfang sich nur kontinuierlich verkleinert, immernoch ein Kreis. Andererseits erinnert mich diese Tendenz (lim(u->0)) an die 0,9-Periode, von der man ja auch ausgehen kann, dass sie ebenfalls den gleichen Wert wie 1 darstellt.
Gibt übrigens ein recht nettes Lied von Knorkator, das ähnliche Thematik anspricht:
Zitat: |
Nur mal angenommen, ich könnte meinen Körper dermaßen verbiegen, dass mein Kopf bis in den Anus hinein passen würde.
Ja, dann wär' mein Gedanke der:
Warum nicht auch meine Arme mit hinein um dann weiter uu kriechen in meinem Leib empor?
Ja ich weiss es geht leider in Wirklichkeit nicht ganz so weit.
Aber lassen wir einmal die biologischen Argumente. Mich intressiert, wenn ich bis in meinen Kopf kriechen könnte, käme ich dann aus meinem Mund heraus? Wo befände sich dieser eigentlich?
Oder wenn ich in meinem Schädel bin, hinter den Augen stehe und hinaus geschaut durch die Linsenhaut, sag mir was ich dann sähe. Schau ich aus mir raus? Schau ich in mich rein? Liegt die ganze Welt nur in mir zum Schein?
Existiere ich? Oder bin ich tot?
Bin ich Teil der Welt oder bin ich Gott? |
Finde das Lied leider nur bei Spotify. Aber ich denke, wer sucht (Knorkator - Nur Mal Angemommen), der findet auch.
The only way you can survive is to spread to another area. There is another organism on this planet that follows the same pattern. A virus. Human beings are a disease, a cancer of this planet, you are a plague, and we .. we are the cure.
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Zitat von Eastman: |
Mann euch muss langweilig sein.
Wie kommt man auf solche Gedanken?
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Ich finde es sehr schön, dass man sich noch über diese kleinen Fragen unterhalten kann und bin dankbar dafür, dass mich dieser Thread zum Lächeln bringt.
Ich weiß - jetzt gehe ich off-topic, aber auch diese Sachen sind ein kleiner Trost für mich, geben mir das Gefühl, zu Hause zu sein - unter Leuten, die ganz von selbst auf solche Gedanken kommen und denen es daneben, dass ihnen natürlich auch verflucht langweilig ist, auch Spaß macht, darüber nachzudenken.
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@xashiko:
Genau, man muss doch auch mal einfach herumspinnen dürfen.
So ein Lebewesen mit Verdauungstrakt ist ja im Grunde ein Ring (homöomorph nennt sich das, wenn ich es richtig verstanden habe). Und wenn der in sich rotiert, wie eine rollende Wurst, deren Enden verbunden sind, während er sich selbst verschlungen hat (das ist eine zweite Ringeigenschaft in anderer Richtung), dann bewegen sich die aufeinanderliegenden Oberflächen entgegengesetzt, würden also aneinander reiben. Bei ausreichend schneller Rotation entsteht ein Luftpolster, wie bei einem Festplattenlesekopf, so wird die Verdauung verhindert.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schuschinus am 07.03.2015 12:27.
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