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Zum Ende der Seite springen Was soll ich machen?  
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Ron



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Was soll ich machen? 21.09.2010 23:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß nicht wie du es aushälst Dian aber ich finde es ist eine Qual. Du denkst und grübelst und kommst zu keinem Ergebnis. Dann kriegst du noch Angstzustände. Ich weiß nicht weiter. Was soll ich machen? Ich will wissen was ich machen soll aber ich weiß es nicht. In meiner Verzweiflung wollte ich sogar ein Nazi werden aber es ist schwachsinn. Kurzzeitig dachte ich hätte ich einen Plan aber diese Ideologie ist nichts für mich. Was soll ich anziehen? Was soll ich denken? Was soll ich sagen und was nicht? Was ist richtig und nach welchen Maßstäben???. Was kommt als nächstes? Ich war so vieles: Kommunist, Nazi, Metalller, Hopper, Pazifist, Militarist etc..
Schreibt mir mal auf was ich wann und wo machen sollte und vor allem WARUM ihr mir das auftragt.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ron am 22.09.2010 00:16.

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Hansi
unregistriert
22.09.2010 01:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Vielleicht solltest du erstmal rausfinden, was DU von DIR willst und erwartest und vllt. solltest du mal nen EIGENEN Weg suchen.

Arne Reload



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22.09.2010 03:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke auch, jedes Handeln sollte ein Ziel haben.
Das sollte man sich suchen, das muss nix sein, was mit irgendwelchen hergebrachten Werten zu tun hat wie Karriere oder Berufswunsch oder so 'n Zoich.
Das kann auch einfach nur "Zufriedenheit" sein.

Aber ob man das überhaupt als Ziel haben will, ist eben die Frage, erstmal das eigene Ziel formulieren.
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Ron



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22.09.2010 08:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wer soll aber dieses ICH sein??? Ich war in so vielen verschiedenen Rollen. Teilweise habe ich sie mir ausgesucht aber größtenteils wurde ich nur reingedrängt. Ich war Außenseiter. Dann der Klassenwechsel wo ich gut integriert war ja sogar richtig beliebt. Aber nach dem nächsten Klassenwechsel wurde ich wieder Außenseiter.
Hansi mit meinem eigenen Weg bin ich auf die Fresse geflogen. Was nützt es mir alternativ zu sein wenns doch sowieso keiner kapiert. Ich mach mich auch nur lächerlich damit. Ich wurde so erzogen dass es mir egal sein soll was andere denken und meinen eigenen Weg gehen. Aber davon hat man nichts und es ist nicht egal was andere denken.

Ich hab keine Ziele. Vielleicht fallen euch ja ein paar Ziele ein. Zufriedenheit, ja wäre nicht schlecht. Vielleicht aber klingt das ein wenig zu hedonistisch. Zufriedenheit macht vieles leichter aber kann auch nicht alles sein. Ich weiß jedenfalls nicht was mich zufrieden macht. Playstationspielen macht nicht mehr so viel Spaß wie früher und mit dem Saufen hab ich auch aufgehört. Irgenwie macht mir nichts mehr Spaß.
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dian
unregistriert
22.09.2010 12:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Erstmal denke ich, du solltest nicht alles so negativ sehen, Ron.
Dass du keine geeignete "Rolle" für dich findest, bzw. dass du mit keiner Ideologie, die du dir überstülpst, so wirklich glücklich wirst, ist doch eigentlich etwas, auf das man auch ein wenig stolz sein könnte.
Wie viele Menschen ordnen sich früher oder später freiwillig in eine bestimmte Schublade ein, nur weil sie dann bequem geistig stagnieren können, ohne sich weitere Gedanken über den Sinn des Lebens oder die Richtigkeit ihrer Feindbilder machen zu müssen...
das ist eben der bequeme Weg, den die Mehrheit geht.
Wenn du nicht dazu in der Lage bist, diesen Weg zu gehen, aus welchen Gründen auch immer, ist das zumindest kein Drama. Im Gegenteil... nur der schwere, steinige Weg ist der interessante Weg, der einen auch wirklich weiterbringt, anstatt einen nur im Kreis auf der Stelle treten zu lassen.

Das Problem ist ja wohl vor allem, dass du derzeit keinen Sinn darin siehst, den schwierigen Weg zu gehen, weil du das Gefühl hast, dass dabei zu wenig für dich persönlich rausspringt.
Wenn du mal ein paar Erfolgserlebnisse hättest auf diesem Weg, würdest du sicher manches anders sehen und nicht mehr nur an die Mühe denken, sondern auch an die damit verbundenen positiven Aspekte und Belohnungen.
Wovon spreche ich?
Etwa von tiefen Freundschaften, die man nur auf dem steinigen Weg finden kann, und die den Menschen, die den bequemen Weg gehen, immer verwehrt bleiben werden. Oder von einem gewissen Abstand zu sich selbst und einer damit verbundenen Souveränität und innerem Frieden, den andere, die sich ständig von allem bedroht fühlen und glauben, sich überall einmischen zu müssen, weil das das Schubladendenken nunmal so mit sich bringt, niemals finden können.

Nun ist das mit Freundschaften und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen ja so eine Sache... je verkrampfter man danach sucht, um so weniger findet man sie üblicherweise. Daher muss die erste Priorität sein, mit sich selbst klarzukommen... sich selbst anzunehmen... in der Einsamkeit Zufriedenheit zu finden, auch wenn die Einsamkeit noch hundert Jahre dauern sollte.
Jeder Mensch wird von so vielen Illusionen, Gier und Ängsten beherrscht... ich denke, je mehr man diese aufarbeitet und ihre Irrelevanz erkennt, desto mehr kann man zu seinem eigentlichen Wesenskern vordringen.

Zitat:
Wer soll aber dieses ICH sein??? Ich war in so vielen verschiedenen Rollen.

Eben, das ist das Problem, das ich bei dir sehe.
Was sind Rollen? Letztlich sind es doch nur bestimmte Verhaltens- und Denkmuster, die wir annehmen, um uns von anderen Mitmenschen abzugrenzen oder uns mit ihnen zu solidarisieren.
Es geht also immer um die ANDEREN.
Wie wirke ich auf die anderen? Was denken die anderen von mir? Wie kann ich sie beeindrucken? Wie kann ich machen, dass sie mich in Ruhe lassen?
Immer stehen die anderen im Mittelpunkt deines Denkens... du versuchst dich durch sie, durch ihre Augen betrachtet, zu definieren. Und so lange das noch so ist, kannst du im Grunde gar nicht dieses ICH finden, das du suchst, weil sich ein ICH nicht durch den Platz definiert, den es im sozialen Gefüge einnimmt.
Keine Ahnung, vielleicht hast du noch nicht genug Abstand zu den anderen Menschen... willst ihnen immer noch etwas beweisen, oder willst sonst irgendwas von ihnen...
Versuche das alles loszulassen.

Zitat:
Playstationspielen macht nicht mehr so viel Spaß wie früher und mit dem Saufen hab ich auch aufgehört. Irgenwie macht mir nichts mehr Spaß.

Irgendwann war ich in einer Phase, da hat mir auch nichts mehr Spaß gemacht. Ich musste immer das Neueste haben, und das wurde dann auch verdammt schnell wieder langweilig. Hab mir Neo Geo, 3DO und andere exotische Konsolen gekauft, weil ich geglaubt habe, dass ich immer mehr und immer exklusiveres Zeug brauche, um wenigstens noch ein bisschen Spaß zu empfinden.
Heute hingegen kann ich sogar wieder mit irgendwelchen alten 8 bit-Spielen Spaß haben wie etwa Alex Kidd oder Mega Man, die ich vor einigen Jahren nicht mal eines Blickes gewürdigt hätte.
Was ich damit sagen will: Der Spaß an bestimmten Sachen kann verlorengehen, er kann aber auch wiederkommen, wenn sich die Einstellung ändert, die man zum Leben hat.

Keine Ahnung, ob dir das irgendwie weiterhilft... aber mehr als allgemeine Ratschläge wird dir hier vermutlich auch keiner geben können... keiner von uns ist du. Nur du bist du, und dementsprechend kannst auch nur du zu dir selbst finden, und nicht wir. Augenzwinkern

Yog-Sothoth




RE: Was soll ich machen? 22.09.2010 16:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Ron
Ich war so vieles: Kommunist, Nazi, Metalller, Hopper, Pazifist, Militarist etc..

Nimm dir einfach das heraus, was dir an den unterschiedlichen Rollen gefällt, und kombiniere es. Eine Einstellung muss keinen Namen haben, kreiere einfach deine eigene Rollenkomposition. Du kannst ja z.B. prinzipiell für ein friedliches Miteinander sein, aber musst dir trotzdem nicht alles gefallen lassen, usw. usf.

Und wenn dich deine Klassenkameraden nicht so akzeptieren, wie du bist, solltest du einfach Stärke zeigen, statt den Kampf um das Erlangen einer individuellen Persönlichkeit wieder aufzugeben - deine Klasse bleibt ja nicht ewig bestehen, und danach hättest du wieder das selbe Problem, dass dich andere nicht akzeptieren, oder wegen deiner Angepasstheit einfach uninteressant finden. Augenzwinkern
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Ron



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22.09.2010 23:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Wenn du nicht dazu in der Lage bist, diesen Weg zu gehen, aus welchen Gründen auch immer, ist das zumindest kein Drama. Im Gegenteil... nur der schwere, steinige Weg ist der interessante Weg, der einen auch wirklich weiterbringt, anstatt einen nur im Kreis auf der Stelle treten zu lassen.


Inwiefern bringt der eigene Weg einen weiter? Mich hat meine eigene Art kaum weitergebracht. Sicher ich hab ein eigenes Weltbild aber zu welchem Preis? Und selbst wenn soll ich mein Weltbild jetzt auch anderen aufzwingen wie es andere mir ihres aufzwingen wollen?

Zitat:
Das Problem ist ja wohl vor allem, dass du derzeit keinen Sinn darin siehst, den schwierigen Weg zu gehen, weil du das Gefühl hast, dass dabei zu wenig für dich persönlich rausspringt.


Genau so siehts aus.

Zitat:
Versuche das alles loszulassen.


Wie sieht das konkret aus?

Zitat:
Keine Ahnung, ob dir das irgendwie weiterhilft... aber mehr als allgemeine Ratschläge wird dir hier vermutlich auch keiner geben können... keiner von uns ist du. Nur du bist du, und dementsprechend kannst auch nur du zu dir selbst finden, und nicht wir.


Doch es hat mir ganz gut geholfen und ich geb dir recht in dem was du sagst. Aber ich weiß immer noch nicht konkret was ich machen soll.

Zitat:
Nimm dir einfach das heraus, was dir an den unterschiedlichen Rollen gefällt, und kombiniere es. Eine Einstellung muss keinen Namen haben, kreiere einfach deine eigene Rollenkomposition. Du kannst ja z.B. prinzipiell für ein friedliches Miteinander sein, aber musst dir trotzdem nicht alles gefallen lassen, usw. usf. Und wenn dich deine Klassenkameraden nicht so akzeptieren, wie du bist, solltest du einfach Stärke zeigen, statt den Kampf um das Erlangen einer individuellen Persönlichkeit wieder aufzugeben - deine Klasse bleibt ja nicht ewig bestehen, und danach hättest du wieder das selbe Problem, dass dich andere nicht akzeptieren, oder wegen deiner Angepasstheit einfach uninteressant finden. Augenzwinkern


Ich werds versuchen.
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Hansi
unregistriert
23.09.2010 00:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Hansi mit meinem eigenen Weg bin ich auf die Fresse geflogen. Was nützt es mir alternativ zu sein wenns doch sowieso keiner kapiert. Ich mach mich auch nur lächerlich damit. Ich wurde so erzogen dass es mir egal sein soll was andere denken und meinen eigenen Weg gehen. Aber davon hat man nichts und es ist nicht egal was andere denken.


Ja und? Auf die Fresse fliegen gehört ja wohl dazu, aber was tut man wenn man auf die Fresse gefallen ist? Liegen bleiben und rumheulen das man auf die Fresse geflogen ist? Ich sage ganz eindeutig NEIN! Mund abputzen, aufstehen, weiterlaufen, wieder auf die Fresse fallen, wieder aufstehen und sich freuen, dass man immer wieder aufstehen kann, Erfahrungen sammeln, daraus was lernen, sich freuen, dass man etwas gelernt hat, es besser machen, dann mal nicht auf die Fresse fliegen und ne Hürde nehmen, einen Level höher wieder ein paar mal auf die Schnauze fliegen usw. usw. usf. etc. pp.

Das Leben ist kein Wunschkonzert, alles was du versuchen kannst ist, für dich und für alle Anderen das beste aus jedem Tag zu machen und dich nicht unterkriegen zu lassen. Und ja, dass Leben ist manchmal einfach nur brutal hart, unfair und Scheiße, aber was bleibt dir anderes übrig als wieder aufstehen und weitermachen? Aufgeben ist auch keine Lösung und auf der Stelle treten und in Selbstmitleid baden auch nicht.

Desweiteren seh ich das mit dem "was Andere über mich denken" ein bisschen anders. Doch, ich finde schon, dass das so ziemlich die unwichtigste Sache der Welt ist und völlig scheißegal. Du musst nicht von jedem Menschen geliebt und bewundert werden, oft ist es sogar richtig witzig, wenn man die schockierten Gesichter der Menschen sieht, bei denen man nicht ins Weltbild passt. Wichtig ist dabei eigentlich nur, dass du dich ständig nach bestem Wissen und Gewissen korrekt verhältst und mit den Konsequenzen deiner Handlungen klar kommen kannst und dich gut dabei fühlst. Ich glaube, dir fehlt einfach ne ordentliche Portion Selbstvertrauen und ne Denke nach dem Motto: Hey, ich bin ok so wie ich bin. Einfach leben und leben lassen und wer dir in dein Leben reinreden will, scheiß auf diesen Menschen, es gibt andere Menschen die dich mögen, so wie du bist.

Arne Reload



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23.09.2010 05:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Es ist aber schon fair, zu sagen, dass je mehr Du von den vorgegebenen Rollen oder ich nenne es lieber Klischees wegkommst, Du mehr erklären werden musst, warum Du so bist und nicht so wie es die Rolle eigentlich vorschreibt.

Evtl. hast Du ja Lust am provozieren. könnte ich mir bei Dir gut vorstellen, dass Dich das zufrieden und glücklich macht.
Wenn man eben nicht so ist, wie es andere erwarten, provoziert das immer.
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wave
unregistriert
23.09.2010 15:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Desweiteren seh ich das mit dem "was Andere über mich denken" ein bisschen anders. Doch, ich finde schon, dass das so ziemlich die unwichtigste Sache der Welt ist und völlig scheißegal.


Schonmal überlegt, dass andere auch Recht haben können? Es ist daher NIE scheißegal, was die denken. Wenn deren Gedanken nach gründlicher Reflexion immer noch daneben erscheinen, muss man sie ja nicht übernehmen.

Sehr viel allgemeines haben andere ja schon erwähnt. Ich hab da eig nur einen konkreten Tipp auf Lager: Lerne mit Menschen unterschiedlichster Art in jeder Weise umzugehen. Dann hast du nämlich das Handwerkszeug dazu, deine Ziele zu erreichen, wenn du mal welche findest. Geh hinaus in irgendeine Kneipe, laber dort irgendwelche Leute, sprich mit Freunden über dein Leben, geh irgendwo hin und versuche mal superhöflich und nett zu sein. Beobachte die Menschen um dich herum, schaue, wie sie sich verhalten, versuche auf sie einzugehen usw.... Man weiß nie für was man sowas mal noch brauchen kann.
Hansi
unregistriert
23.09.2010 21:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Schonmal überlegt, dass andere auch Recht haben können? Es ist daher NIE scheißegal, was die denken. Wenn deren Gedanken nach gründlicher Reflexion immer noch daneben erscheinen, muss man sie ja nicht übernehmen.


Diese Aussage galt eigentlich den Menschen, die eh nur die Nase rümpfen wenn sie mich wahrnehmen und deren meine Aussagen und Vorstellungen ebenfalls scheißegal sind. Sprich, Leute bei denen es sich nicht wirklich lohnt, dass man irgendwas mit Ihnen zu tun hat.

Harley Quinn




23.09.2010 22:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiß nicht, wer du bist, was du machst und wie deine derzeitige Situation aussieht. Aber selbst wenn ich das wüsste, könnte ich dir nicht sagen, was dich glücklich macht.
Ich glaube allerdings, es geht mir ähnlich wie dir. Gerade deshalb sollte man meinen, ich sei unfähig, dir hilfreiche Tips zu geben und vielleicht stimmt das sogar. Vielleicht ist es aber auch etwas wert, zu wissen, dass du nicht ganz alleine da stehst mit diesen Gedanken und Gefühlen.
Ich kann nicht einmal eine Vermutung anstellen, wie dein Alltag aussieht, deshalb halte ich mich aus dieser Materie raus und sage dir einfach, mach doch mal das komplette Gegeteil von dem, was du jetzt gerade machst.
Bist du isoliert, gehe unter Menschen (es ist sehr leicht, die Menschen abzulehnen, wenn man ihnen gar nicht begegnet), hälst du es Zuhause nicht mehr aus, geh einfach los und schau, wo du ankommst bzw. ob du irgendwo ankommst.

Ein Ziel ist vielleicht sogar erstmal sekundär, es sei denn, du hast einen Traum, den du dir verwirklichen möchtest, ne Sehnsucht oder vielleicht Fernweh. Lässt sich alles einrichten, denn bevor du aufgibst hast du so ziemlich alle Freiheiten, die ein gewöhnlicher Mensch haben kann. Du wirst deine Lieben ohnehin verletzen oder enttäuschen und das Gewohnte verlieren. Ist es dann nicht irrelevant, ob das passiert, weil du versuchst, dich selbst zu retten oder wegen etwaiger Selbstmordgedanken? Ist es.
Dazu geht mir gerade ein Zitat aus Fight Club durch den Kopf, welches meine Gedanken hierzu besser ausdrückt als ich es kann: "And then something happened. I let go. Lost in oblivion. Dark, silent and complete. I found freedom. Losing all hope was freedom."

Ach, und komm mal von dem Gedanken weg, du müsstest dich in irgendeine Subkultur drücken, in/an der du bisher weder Freunde noch Interesse hast. Diesen Gruppierungen wird zu viel Wert beigemessen, denn sie funktionieren auch nur mit Schubladendenken und Rastern, in die man passen muss. Objektiv betrachtet nicht zwingend ein Muss, oftmals aber schon, wenn man sich dort wohlfühlen will. Tu einfach irgendwas, das gravierend genug auf dich wirkt, um den ganzen Dreck so unwichtig erscheinen zu lassen wie er ist.

Kann Hansi in seinem Beitrag übrigens nur zustimmen. Dazu muss ich lediglich anmerken, dass es manchmal schier unmöglich ist, wieder aufzustehen. Vielleicht kann dir aber wer dabei helfen. Auch das weiß ich ja nicht.
Am Ende bleibt es jedoch bei dir, ob du mit dem Gewissen gehen wirst, alles in deiner Macht stehende getan zu haben, um zurecht zu kommen oder mit dem Zweifel, es sei eigentlich noch zu früh, um zu verschwinden.
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Ron



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24.09.2010 16:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Schonmal überlegt, dass andere auch Recht haben können? Es ist daher NIE scheißegal, was die denken. Wenn deren Gedanken nach gründlicher Reflexion immer noch daneben erscheinen, muss man sie ja nicht übernehmen


In der Tat. Ich sag nur Andorra-Effekt und Selbsterfüllende Prophezeiung. Die anderen können einen in eine Rolle drängen. Und nicht jeder kann damit umgehen und aus diesen Rollen ausbrechen.

Zitat:
Bist du isoliert, gehe unter Menschen (es ist sehr leicht, die Menschen abzulehnen, wenn man ihnen gar nicht begegnet), hälst du es Zuhause nicht mehr aus, geh einfach los und schau, wo du ankommst bzw. ob du irgendwo ankommst.


Ich schätze mir bleibt auch nichts anderes übrig. Momentan bin ich sehr zurückgezogen. Habe aber in Planung das zu ändern. Man hat ja nicht immer Bock auf Gesellschaft und manchmal braucht man auch die Einsamkeit. Als isoliert würde ich mich aber nicht bezeichnen. Ich habe hier immerhin noch ein paar Freunde in der Nähe.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ron am 24.09.2010 16:43.

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Arne Reload



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25.09.2010 03:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Ron
Zitat:
Schonmal überlegt, dass andere auch Recht haben können? Es ist daher NIE scheißegal, was die denken. Wenn deren Gedanken nach gründlicher Reflexion immer noch daneben erscheinen, muss man sie ja nicht übernehmen


In der Tat. Ich sag nur Andorra-Effekt und Selbsterfüllende Prophezeiung. Die anderen können einen in eine Rolle drängen. Und nicht jeder kann damit umgehen und aus diesen Rollen ausbrechen.


Ich würde einfach des öfteren mal einhalten und ab und an reflektieren, ob das, was man gerade macht, das ist, was man wirklich machen möchte oder wieder nur der Rollenrwartung, also wegen anderer gemacht wird.
Wenn man feststellt, man weiß selber noch genau, was man selber will, dann ist das schon von Vorteil Und evtl. kann man dabei auch feststellen, was einem an den Rollen, die man vorgibt, auch selber Spaß macht. Das kann man ja dann adaptieren für die eigene Persönlichkeit.
Eigentlich entwickelt sich Persönlichkeit auch häufig erst so.
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