Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für Politik interessieren sind mir eigentlich immer suspekt.
Ich bin dir suspekt?
Das einzige, was mir als unfreiwilliger Teil dieser Gruppe suspekt erscheint, ist, das sich laut Shell 41% meiner Altersgenossen für Politik interessieren würden.
@dian @Shinobi:
Meine persönliche Lösung wäre, dass Israelis und Palästinenser einfach aufhören sollen, sich ständig wegen der unterschiedlichen Bezeichnung ihres imaginären "Gott"es die Köpfe einzuschlagen. Nieder mit Kultur, Religion, Staaten und Völkerdenken! Das sind alles nur künstliche Konstrukte zur Machtsicherung. Wenn die Menschen sich (dort) nicht mehr als Juden, Araber, Muslime, Israelis oder sonst was ansehen würden, wäre das Problem sofort vom Tisch. Nur will das natürlich keiner, schließlich ist so ziemlich jeder auf das von mir kritisierte Denken konditioniert.
Ich betrachte es zwar als "bemitleidenswert", dass Israel die Palästinenser diskriminiert und ab und an mal abschlachtet. Und die Situation ist für die Opfer ja tatsächlich aussichtslos. Jeder Selbstmordanschlag, jede Messerattacke und ähnliches fördert die Feindschaft, durch die die Gewalt erst entsteht. Wenn die beiden Völker aber weiterhin auf ihre schwachsinnige Religion (gegenüber den Juden darf ich das ja nicht sagen, sonst bin ich gleich ein Antisemit, ne?), Grenzen und Kultur beharren, wird der Konflikt niemals beendet werden.
Das ideologische und einseitige Denken der Linken finde ich da ebenfalls ~suspekt~
dian unregistriert
14.10.2015 23:23
Ich sehe das eigentlich auch so wie @Abfallverwertung.
Ich sehe da in den Nachrichten nur lauter Verrückte, die sich gegenseitig Gewalt antun und alle glauben, im Recht zu sein.
Sympathisieren tue ich eher mit denjenigen auf beiden Seiten, die von diesem Wahnsinn die Schnauze voll haben und sich daran nicht beteiligen. Für diese Menschen sollte man einen sicheren Staat schaffen, und von mir aus alle anderen sich gegenseitig totschießen lassen.
Natürlich hat @Dreambot auch nicht ganz unrecht damit, was die historische Verantwortung angeht. Nur fürchte ich, das alles war damals nicht wirklich sinnvoll zu Ende gedacht. Auch die Einrichtung des Staates Israel war ja letztlich mehr so eine Notlösung, nachdem immer mehr Juden sich auf den Weg dorthin machten. Und die Briten haben dann eben mehr oder weniger zugesehen und die machen lassen.
Aber letztlich hätte ich es besser gefunden, man hätte ihnen einen Teil Deutschlands oder Polens gegeben, anstatt diesem ganzen religiösen Aspekt einen so großen Stellenwert beizumessen und ihnen ihr "Heiliges Land" zurückzugeben, in dem die meisten von ihnen seit Jahrhunderten nicht mehr gewesen waren, und wozu sie eigentlich keinerlei realen Bezug mehr hatten.
Auf diese Weise hat man den religiösen Fundamentalismus auf Seiten der Juden ja regelrecht angestachelt. Und wenn ich mir diese Ultra-Orthodoxen anschaue, die genauso gegen Homosexualität und Gleichberechtigung sind wie irgendwelche Taliban, dann finde ich zumindest an dieser Gruppe nichts, was ich für besonders schützenswert halten würde.
Fazit: Die Religion hat das alles vermasselt, und wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass eine friedliche Koexistenz nicht möglich ist. Nicht, so lange dieser religiöse Wahn dort mehrheitsfähig ist oder unter Artenschutz steht.
Eigentlich genau der passende Track zu dieser Diskussion.
Für die Aliens könnte auch jene Menschen gelten, die keinen Bock auf Religiösen Fanatismus, Nationalismus und Gruppenzugehörigkeiten haben.
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
@dian: Ich denke mal, die geografische Lage eines jüdischen Staates wäre ziemlich unerheblich, die Einheimischen würden sich überall provoziert fühlen.
@Shinobi: Guter Song. Da es um Musik geht, nominiere ich dieses Lied.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Abfallverwertung am 15.10.2015 15:51.
Der Song kam mir sofort ins Gedächtnis, als ich heute in einer Straßenbahn jemand erkannt habe (zumindest glaube ich das). Man hat mich das gefreut und verwundert zugleich. Ich dachte eigentlich, dass ich diese Person nie wieder sehen würde. Und vielleicht war sie es ja auch gar nicht, aber der Gedanke gefällt mir.
@Abfallverwertung
Zitat:
Ich bin dir suspekt?
Ich habe das nicht negativ gemeint. Viele Dinge sind mir suspekt. Ich bin mir manchmal selbst suspekt.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sarius am 19.10.2015 22:35.
Ich habe das nicht negativ gemeint. Viele Dinge sind mir suspekt. Ich bin mir manchmal selbst suspekt.
Ach so, geht mir ähnlich. Ich kann und will zum Beispiel so etwas wie Vertrauen nicht aufbauen... Und auch in meinem Fall gilt das sogar für mich selbst.
Vertrauen ist natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Ich habe praktisch täglich (liegt vor allem in meinem direkten Umfeld) sehr schlechte Erfahrungen damit und bin stark durch Misstrauen geprägt. Außerdem ist es aus meiner Sicht eine menschliche Eigenschaft, die von zeitlich begrenzten positiven Emotionen abgesehen nur Probleme schafft. Ohne Vertrauen könnte es kaum Autoritäten oder gar Religionen geben.
Vertrauen ist natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Ich habe praktisch täglich (liegt vor allem in meinem direkten Umfeld) sehr schlechte Erfahrungen damit und bin stark durch Misstrauen geprägt. Außerdem ist es aus meiner Sicht eine menschliche Eigenschaft, die von zeitlich begrenzten positiven Emotionen abgesehen nur Probleme schafft. Ohne Vertrauen könnte es kaum Autoritäten oder gar Religionen geben.
In meinem Leben haben zuviele schlechte Erfahrungen zu zuviel Misstrauen geführt, welches mir noch mehr negative Erfahrungen eingebracht hat.
Positive Erfahrungen und das Vertrauen darauf, dass sie, wenn auch zeitlich begrenzt, immer wieder möglich sind, haben zu mehr positiven Erfahrungen geführt. Und da das Leben begrenzt ist will ich möglichst viel davon, denn einen besonderen Sinn sehe ich nicht im Leben, vor allem nicht im Leid. Ich glaube dass das ohne Vertrauen nicht möglich ist.
Hast du denn andere Quellen für positive Emotionen als Vertrauen?
Worüber freust du dich z .B., wobei dir dein Misstrauen nicht im Weg steht.?
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 20.10.2015 20:49.
Ich sehe Emotionen im Allgemeinen sehr kritisch. Desweiteren betrachte ich das Leben als sinnlos. Ein "freiwilliges" Leiden will ich mir trotzdem ersparen, nur bin ich der Ansicht, das Vertrauen mir durch Enttäuschung eher noch mehr Leid zufügen würde.
Im Grunde ist aber mein ganzes Leben von Misstrauen geprägt.
Richtig, alles ist vergänglich. An dem Punkt denke ich aber auch, dass ich manchmal etwas überreagiere. Ich denke oft viel zu langfristig, zum Beispiel spiele ich oft Spiele (drei Wortwiederholungen in einem Satz...), in denen ich mir selbst eine Mission aufbaue. Sagen wir mal, ich möchte bei einer verfügbaren Zeitspanne von 2000 Jahren ein Ziel erreichen und dann trotzdem noch lange weiterspielen. Ich plane da sehr viel und dann vergeht mir nach 200 Jahren doch die Lust.
Emotionen sehe ich vor allem wegen ihrer negativen Folgen als gefährlich an, sie sind Grund für so ziemlich jedes Leid auf der Erde. Sie sind für mich neben der ausgeprägten Sprache die einzige Besonderheit des Menschen gegenüber anderen Tieren. Ich verlange nicht, das Emotionen verschwinden sollen, allerdings sollte die Menschheit etwas kritischer gegenüber sich selbst werden...
Zurück zum Thema:
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Abfallverwertung am 21.10.2015 10:35.
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Emotionen sehe ich vor allem wegen ihrer negativen Folgen als gefährlich an, sie sind Grund für so ziemlich jedes Leid auf der Erde. Sie sind für mich neben der ausgeprägten Sprache die einzige Besonderheit des Menschen gegenüber anderen Tieren.
Ein ängstliches oder wütendes Tier(Emotion/Instinkt), reagiert eher direkt auf sein Umfeld und plant selten weit voraus. Ein Mensch dagegen, kann gut abstrahieren und theoretisch sehr viel besser Ideen erdenken, die langfristig sein Umfeld verbessern können. Er kann z.b. auch lernen Distanz zu seinen Gefühlen ausüben wenn es nötig ist und umgekehrt seinen Verstand gebrauchen wenn seine Emotionen gefährlich sind.
Wenn das nicht funktioniert, kann das viele gute Gründe haben. Aber zu glauben, dass es nur an mangelnder Selbstreflexion liegt, halte ich für falsch. Ich verdächtige da eher einseitige Selbstkritik, mit der man auch nicht viel weiter kommt als jemand der überhauptnichts reflektiert.
Man sollte schöne Emotionen nicht unterschätzen, das ist doch Bullshit.
Das wollte ich nurnoch gesagt haben.
Oh ein Musikvideo über Krieg und Vernichtung? Well thats great !
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ya2k am 21.10.2015 20:07.
Viele Menschen reagieren allerdings sehr instinktiv auf Ereignisse und hinterfragen ihre Emotionen nicht. Ein Hundewelpe gafft in die Kamera? Oh, was für ein niedliches Stück Biomasse! Menschen sind eben kulturell zu bestimmten Reaktionen konditioniert, in denen sie nach künstlichen Instinkten urteilen. Dadurch wird man praktisch vom eigenen Gehirn belogen.
Wie gesagt, ich beurteile nicht die Emotionen an sich als ein Problem, sondern eher, dass sie unhinterfragt zu Handlungen führen.