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wer will schon alt werden?
17.11.2008 16:40 |
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in einem song von samy deluxe (weck mich auf) fragt er u.a.:
wer will schon alt werden?
das fiel mir spontan ein, und ich fragte mich, warum man das tatsächlich wollen würde.
hierbei müssten man wohl erstmal differenzieren. ich meine das gebrechliche alt-werden, dass einem probleme bereitet im alltag. die augen werden schwächer, die haut runzelig..
allein das gefühl, auf andere angewiesen zu sein würde mich stören. und auf garkeinen fall möchte ich als krüppel in irgendeinem heim oder krankenhaus enden, wo ich rund um die uhr versorgt werde und praktisch nix mehr alleine machen kann.
das macht man doch nicht, weil das leben so schön ist und soviel zu bieten hat. der einzige grund müsste ja dann sein, dass man den bekannten und verwandten "erhalten" bleibt. ein sehr uneigennütziger gedanke, wenn ihr mich fragt..
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Hansi unregistriert
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Alt werden ist so eine Sache. Zum einen ist es toll, weil man die Welt durch ganz andere Augen sieht, als wie da wo man noch jünger war. Man macht neue Erfahrungen und sammelt neue Kenntnisse. Auf der anderen Seite werden die Dinge immer weniger, die neu und interessant für einen sind, ich glaube irgendwann ist das Kontingent der Dinge die man noch nicht gemacht hat relativ weit ausgeschöpft. Und der Körper wird natürlich älter und beschwert sich des öfteren. Ich meine auch, je älter man wird, um so mehr Perspektiven muss man sich suchen um nicht verrückt zu werden. Ich kann mich auch nicht entscheiden was ich nun besser finde. Im jungen Alter darauf schauen, was einen noch alles erwarten könnte oder im Alter auf sein Leben zurück schauen. Das kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie die jeweiligen Altersstufen verlaufen sind.
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nemesus unregistriert
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Ich schliesse mich dem Ansatz von quaid an.
Es gilt vieles zu unterscheiden:
Zunächst einmal besteht ein Unterschied zwischen Weisheit und einfach nur alt sein.
Als nächstes besteht ein Unterschied zwischen lange leben und am Altern leiden.
Ich betrachte das Altern (geistigiger und körperlicher Verfall) als Krankheit, befürworte aber Entwicklung, die in Richtung geistige Reife geht.
Ich hoffe darauf, dass der Mensch es irgendwann geschafft haben wird, ab dem Erreichen des Erwachsenseins die Alterungserscheinungen auszuschalten oder, noch besser, die Zeitpunkte selbst zu bestimmen.
Die Idee, dass ein Menschenleben nur erfüllt sein kann, wenn man alle Phasen des menschlichen Lebens auch durchlebt, findet sich bereits in der Antike, z.B. in Homers Odysseus. Der Held lehnt die Unsterblichkeit ab, um das Altern erleben zu können. Ich hätte mich anders entschieden, da ich die mentale Reifung nicht mit dem körperlichen Verfall verknüpfe.
Im Song >>Forever Young<< von Alphaville (80er Jahre) ist ziemlich gut beschrieben, was ich meine. Der Sänger hat es leider nicht geschafft. - Dadurch dass er über Jahrzenhte hinweg immer das selbe Lieb trillert, sieht er ganz schön alt aus.
N.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von nemesus am 19.11.2008 06:58.
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