dian unregistriert
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Pädotainment
24.10.2007 15:32 |
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Neulich kam es wieder in RTL Explosiv, gleich nachdem es auch in Brisant und Taff gelaufen war:
Der Kinderschänder, der seit mehreren Monaten in der Türkei in Haft sitzt, ist ganz traurig darüber, dass man ihn nicht freilassen will...
ähm, halt! Ich meine natürlich: Der unschuldige deutsche Jugendliche, der in der Türkei in Haft sitzt, ist furchtbar traurig.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Im Ausland inhaftierte Deutsche sind vor den deutschen Medien grundsätzlich so lange unschuldig, bis ihre Schuld einwandfrei von einem deutschen Gericht bewiesen wurde. Erst recht, wenn sie auf irgendeinem Foto so unschuldig lächeln und dann auch noch beim THW arbeiten.
Im Ausland inhaftierte Kanadier sind dagegen grundsätzlich schuldig. Die gucken auf den Fotos auch immer viel fieser als die Deutschen, ist mir aufgefallen. Denen sieht man schon von Weitem an, dass sie in Portugal regelmäßig Kinder englischer Eltern entführen und diese dann in ein Bordell nach Thailand bringen.
Shit, jetzt hab ich schon wieder was durcheinander gebracht. Aber das kann schon mal passieren, wenn man sich am frühen Abend vor die Glotze hockt und dort von den freundlich lächelnden Moderatoren eine Kinderschänderstory nach der anderen präsentiert bekommt.
Und langsam regt sich in mir so richtig der Hass gegen dieses allabendliche Pädotainment, das Betroffenheit heuchelt, aber eigentlich nur sabbernd danach giert, den Zuschauern immer neue Abscheulichkeiten zum Abendessen kredenzen zu können.
Ich glaube, der durchschnittliche Konsument von Kinderpornos tickt gar nicht so anders wie der durchschnittliche RTL-Zuschauer... er hat halt nur noch nicht kapiert, dass man sich an reißerischen Berichten über schändliche Kinderschänder und deren wehrlose Opfer doch eigentlich viel besser aufgeilen kann als an den nichtvorhandenen Brüsten einer Fünfjährigen.
Aber gut... es ist, wie es ist.
Der schändliche kanadische Kinderschänder ist jetzt jedenfalls verhaftet worden. In Thailand kehrt wieder Gerechtigkeit ein. Die armen thailändischen Kinder werden nicht länger für ein paar lausige Dollar sexuell missbraucht... sie verhungern jetzt wieder gänzlich unmissbraucht, wie es ihre Kollegen in Äthiopien und Somalia schon seit Generationen tun. Die Menschlichkeit hat mal wieder gesiegt!!
Nee, mal ganz im Ernst:
Ist es unmenschlich, zu sagen: Lieber Sextourismus als gar nix zu Fressen?
Warum macht man Kindersexsklave nicht einfach zu nem offiziellen Beruf in Asien? Dann können die Kinder wenigstens ihre Familien damit ernähren, die katholischen Priester können alle als Missionare nach Thailand auswandern, und, was am wichtigsten ist: Im deutschen Fernsehen kämen dann vielleicht zur Abwechslung mal wieder Nachrichten, die die Leute auch wirklich betreffen, und nicht nur betroffen machen.
Ja, ich weiß... es zwingt mich ja niemand dazu, mir die Scheiße anzuschauen. Ist ja nicht so, dass abends um 18 Uhr nur Pädotainment laufen würde. Es gibt ja auch noch Marienhof.
Aber was mich eben aufregt, ist wie die Leute immer weniger über ihr eigenes Leben nachdenken, sich nen Scheiß darum kümmern, wie es ihren eigenen Kindern geht... weil sie lieber mit irgendwelchen Fremden mitleiden, von denen sie außerhalb von RTL noch nie irgendwas gehört haben, und die sie im ganzen Leben niemals treffen werden. Und viel schlimmer finde ich noch, dass sich die Leute dann auch noch furchtbar was darauf einbilden, weil sie ja mit anderen Menschen mitfühlen können.
Aber FUCK! Was ist denn das für ein Mitgefühl? Vorm Fernseher zu hocken, "Oh, wie furchtbar" zu sagen, und dem eigenen Kind ein Handy zu kaufen, damit es jederzeit per Satellit geortet werden kann...
Ist das Mitgefühl??
Wenn die Heuchler wirklich mit missbrauchten Kindern mit-fühlen wollen, dann sollen sie sich doch für den Anfang erstmal ne Bierflasche in den Arsch schieben!
Aber nein, das ist ja das schöne an der heutigen Mediengesellschaft... man kann bei jeder Katastrophe und jeder Sauerei live dabei sein, ohne dabei körperlichen Schaden zu riskieren... man kann per SMS ein paar Euro spenden, ohne vom Sessel aufzustehen... man kann mit den Fingern auf andere zeigen, ohne dass die es überhaupt mitbekommen.
Wenn die Welt ein Klo wäre, würde ich spätestens jetzt mal ordentlich durchspülen, und dann gründlich mit der WC-Ente nachsetzen, damit auch die Ablagerungen an den Rändern verschwinden.
(Was die WC-Ente mit Kindesmissbrauch zu tun hat? Eigentlich nichts... aber in RTL wurde zwischen zwei Kinderschänderberichten dafür geworben, also gehe ich mal davon aus, dass die sich was dabei gedacht haben. Sind ja schließlich vom Fach, die Säue!)
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Hm, was 'n mit dir los? Seit wann gebrauchst du so intellektuell-ästhetischen Mumpitzwörter wie 'kredenzen'? Wenn das so weiter geht, hält LW hier auch noch bald ganz knorke Maulaffen feil...
Zum Thema:
Ist mir prinzipiell egal. Wenn dich das Glotzophon aufregt, stell's ab, wie ich dir ja schon 'mal geraten hab. Wenn nicht, dann halt nicht, äh... Aber grundsätzlich ist's schon verdammt dämlich, fernzusehen, wenn man DVD-Sammlungen hat . Und Zeug, das ich für Schrott halte, schaue ich z. B. nicht.
Sextourismus nach Thailand könnte ich mir eigentlich überlegen; das Geld hätte ich zur Zeit noch. Aber nachdem ich mit dem asiatischen Kleinwuchs eh nicht so klar komme, meine Libido die letzten Jahre eh rückläufig ist und ich ohnehin nicht weiß, was für Befriedigung ich aus Körperflüssigkeitsaustausch, der von Gebrabbel in gebrochenem Englisch begleitet ist, haben soll.
Nach Thailand sollte ich aber trotzdem 'mal. Ist günstig da. Und es soll tolle Strände geben.
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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Hansi unregistriert
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Tjoa, aus diesem Grund (und ich gebs ja zu, auch aus finanziellem Grund
), hab ich keinen Fernseher mehr, ich brauch aber auch keinen. Wenn ich Mitleid empfinden will, dann denk ich zuerst mal an mich
, dass ist zumindest ehrlicher als eben das Mitleid was du @Dian ganz gut beschrieben hast. Und ich denke das ist jetzt ganz ironiefrei auch ein Knackpunkt. Die Leute sehen sich solche Sendungen in erster Linie an um ihre eigenen Probleme zu verdrängen, so nach dem Motto: Ach anderen gehts doch viel schlechter. Dann spenden sie irgendeiner Hilfsorganisation und fühlen sich frei von Schuld in dem Glauben etwas gutes getan zu haben und die Welt ist wieder in Ordnung für sie. Würde ich täglich Nachrichten gucken, dann wäre ich wohl schon an zu hohem Blutdruck oder nem Herzinfarkt gestorben. Was hab ich mich heute beim kochen aufgeregt als in den Radionachrichten berichtet wurde, dass heute den RAF-Opfern gedacht wurde und danach Oberarschloch Schäuble wieder nur Grütze vom Stapel gelassen hat, dass man an der RAF gesehen hat, dass man Terrorismus bekämpfen kann und das das ein richtiger Schritt war den man nun weiter gehen muss und dann kam das alte Lied das den totalen Überwachungsstaat huldigt
. Nee, auf Dauer Nachrichten konsumieren wäre auf Dauer wirklich ungesund für mich.
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| Zitat: |
| thailändische kids verhungern? |
Ich hatte mal ne Mailbekanntschaft in Thailand und meine relativ sicher sagen zu können, dass Hunger in Thailand zwar nicht der Normalfall ist, trotz enstehender Mittelschicht aber gerade in den Megacitys durchaus vorkommt.
Das informativste Interview zum pöhsen Kanadier war somit für mich auch das, in dem die Mutter eines der Opfer den Tränen recht nahe auf die anscheined über dem Durchschnittsmissbrauchssatz liegenden Entgelder des Herrn sowie sein hohe Zahlungsverlässlichkeit -anscheinend ebenfalls nicht immer gegeben- hinweist und die Interviewerin fragt, wovon sie jetzt die nächsten Monate leben soll.
Ausnhamsweise bin ich mir deshalb heute nicht zu schade festzustellen, dass protestantische Arbeitsethik offenbar zu Kindesmissbrauch führt. Manchmal sind halt wohl auch sehr simple Konstrukte eine brauchbare Annäherung an die 'Wirklichkeit'.
Ach ja, von mir als frischgebackenem fucking Psychostudent erwartet man natürlich, dass ich noch anmerke: Pädophilie ist eine Krankheit, pädophile Akte sind keinesfalls Ergebnis einer 'freien Willensentscheidung' oder Motivabwägung im konventionellen Sinn. Ein einmal erlerntes Partnerwahlprogramm kann nach allem was wir bisher zu wissen glauben keinesfalls verändert werden, höchstens durch radikales Konditionieren ausgebremst (aber noch propagiert nicht mal Brisant die Elektroshocktherapie mit Penissonden).
Beim Täter also "Schuld" zu suchen ist hier noch sehr viel problematischer als ohnehin schon. Wie du @Hansi gegen Leute zu rappen, die 'ihren perversen Neigungen freien Lauf lassen' sollte man also evtl sein lassen, zur Enttabuisierung des Themas trägt es sicher genausowenig bei wie RTL-Berichterstattung und damit auch nicht dazu, dass sich Männer mit pädophilen Neigungen vielleicht bereits in Behandlung begeben, bevor es zu einem Übergriff kommt.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Sicher freut sich RTL sehr darüber, dass die, die ihre Sendungen mögen, sie schauen, weil sie sie mögen und die, die sie nicht mögen sie auch schauen um sich hinterher über das Niveau aufregen zu können.
Ansonsten, ich bin ja dafür Kinderpornos zu legalisieren (das Bildmaterial, nicht die Herstellung), das Copyright drauf abzuschaffen und die Weitergabepflicht an alle Interessierten einzuführen.
Das ruiniert den Markt und macht es völlig unattraktiv sowas anzufertigen.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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@atreju
Wenn du psychologischer Psychotherapeut werden möchtest (in Ö-Land heißt das anders, ich weiß) bringt das Studium in Nord und Süd gleichermaßen wenig (oder doch: wer hier in Trier sein Psychologiediplom macht, kann sich vor Ort für 3000€ statt 15000€ fünf Jahre lang weiterbilden lassen...der Dekan ist da sehr stolz darauf, und auch ich fand es sympathisch, wie er 30 Minuten der 60minütigen Einführungsveranstaltung über "pathologisch geprägte FDP-Gesetze" abgelästert hat). Das kommt für mich in diesem Leben aber sowieso eher nicht in Frage.
Achja, noch was zu dian:
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Aber FUCK! Was ist denn das für ein Mitgefühl? Vorm Fernseher zu hocken, "Oh, wie furchtbar" zu sagen, und dem eigenen Kind ein Handy zu kaufen, damit es jederzeit per Satellit geortet werden kann...
Ist das Mitgefühl?? |
Hab vor kurzem gelesen, dass Versuchspersonen stärkere Gefühlsregungen zeigen, wenn sie sehen wie Jemandem auf dem Bildschirm Elektroschocks versetzt werden als wenn sie den (vermeintlich) Geschockten selbst vor sich haben. Dass in der RL-Situation signifikant weniger Spiegelneuronen feuern wird vom Versuchsleiter tatäschlich damit zu begründen versucht, dass wir etwa durch RTL-Reportagen darauf konditioniert sind, bei schlimmen Szenen am Bildschrim Mitleid zu empfinden und es uns da deshalb besonders leicht fällt.
Eigentlich schade, dass Erich Fromm doch Recht hatte.
| Zitat: |
Ansonsten, ich bin ja dafür Kinderpornos zu legalisieren (das Bildmaterial, nicht die Herstellung), das Copyright drauf abzuschaffen und die Weitergabepflicht an alle Interessierten einzuführen.
Das ruiniert den Markt und macht es völlig unattraktiv sowas anzufertigen. |
Falls das Ernst gemeint sein sollte: der Konsum von Pornographie trägt nachweislich zur Verfestigung des Partnerwahlprogramms beim Konsumenten bei. Soll heißen: Männer, denen man Pornos vorführt, zeigen sich unmittelbar danach erregter beim Anblick von Frauen als Männer, die zuvor keinen Porno gesehen haben - was Wunder. Gilt umgekehrt ebenfalls für Schwulenpornos, auch für Schwulenpornos, die heterosexuellen Männern vorgeführt wurden. Und klar, das ist nur ein Indiz und kein Kausalitätsbeweis.
Aber ist der wirklich nötig? Schwule Pornos in der Pubertät tragen zur Verfestigung der Homosexualität bei, heterosexuelle Pornos gehören zur "normalen" Entwicklung. Ganz normale Konditionierung. Wer seinen Orgasmus bei Videos mit asiatischen Frauen hat, der steht nach ein paar Jahren mehr auf asiatische Frauen als zuvor, weil Orgasmus und asiatische Frau ganz selbstverständlich miteinander verknüpft werden. Bei Orgasmen und Kindern gilt das Selbe. Und Fixierung auf das Sexualobjekt Kind führt zu Übergriffen - obwohl das natürlich auch noch nicht kausal erwiesen ist. Ich will jedenfalls keine Prognose abgeben, wie viele Übergriffe auf Kinder wir in fünf Jahren stündlich haben könnten, wenn Kinderpornos jedem Heranwachsenden offenstehen, dessen Sexualität sich gerade in der Determinierungsphase befindet.
Psychologische Probleme mit so einer platten positivistischen Nachfrage/Angebot-Theorie anzugehen kann ja jetzt echt nur zur Katastrophe führen.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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dian unregistriert
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@ Atreju:
Guter Link!
Genau so sehe ich das nämlich auch...
Die übertriebene Berichterstattung hilft durch ihre emotionale Art in keinster Weise dabei, den wahren Ursachen des Problems zu Leibe zu rücken.
Sachliche, informierte Distanz wäre viel eher angebracht. Aber Pädophilie ist ja nunmal ein Thema, auf dass es einem Großteil der Bevölkerung unmöglich ist, sachlich zu reagieren. Da kann man in der Öffentlichkeit ja eher noch sachlich über den Holocaust oder Kannibalismus diskutieren, als über den richtigen Umgang mit Pädophilen.
Allein das sollte einem schon mal zu denken geben...
@ Benway:
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| Psychologische Probleme mit so einer platten positivistischen Nachfrage/Angebot-Theorie anzugehen kann ja jetzt echt nur zur Katastrophe führen |
Was ist los? Du klingst heute ungewohnt humanistisch...
Ich hoffe, dir ist dein Psychologie-Studium nicht jetzt schon zu Kopf gestiegen.
Aber zurück zum Thema: Die Frage, wie in einer aufgeklärten, utopischen Gesellschaft mit Pädophilie (die es wohl immer geben wird) umgegangen werden sollte, ist gar nicht so einfach zu beantworten.
"Kinderporno für alle" ist vermutlich nicht die richtige Lösung.
Aber Kriminalisierung derjenigen, die den Drang danach verspüren, nützt auf Dauer nunmal auch niemandem.
Meine Ansichten dazu sind eigentlich relativ klar:
Jeder Sex, der auf gegenseitigem Einvernehmen basiert, sollte erlaubt sein. Wenn ein 8jähriger sich sein Taschengeld dadurch aufbessern möchte, dass er dem netten Onkel auf dem Spielplatz einen bläst, dann soll er doch machen! Wenn sich eine 10jährige freiwillig für einen Fotografen entblösen will, warum nicht?
Dann machen die eben mal ne interessante Erfahrung für ihr weiteres Leben... werden das höchstwahrscheinlich auch nie wieder machen... (oder vielleicht doch, wer weiß. Die Geschmäcker sind ja schließlich verschieden.)
Jedenfalls fände ich das alles eigentlich ziemlich unproblematisch. Problematisch wird es doch erst, wenn ein Kind durch Druck oder Gewalt zu etwas gebracht wird, was es eigentlich nicht will.
Aber auf ein Kind Druck auszuüben, ist ja leider in unserer Gesellschaft nicht strafbar, bzw., es wird sogar als gängige Erziehungsmethode betrachtet.
Also ich finde die Mutter, die ihrem Kind Hausarrest erteilt, weil es ne schlechte Mathenote geschrieben hat, jedenfalls deutlich verabscheuungswürdiger als so manchen Exhibitionisten, der sich am Spielplatz an Kindern aufgeilt, ohne diesen dabei irgendein Haar zu krümmen.
Klar, die Verantwortlichen in der Gesellschaft sagen halt dann, dass ein 8jähriger ja noch gar nicht wissen kann, was er wirklich will, und dass man ihm daher so eine schlimme Erfahrung wie den Pimmel eines 70jährigen anzufassen, auf keinen Fall zumuten kann. Doch warum denn nicht? Ein ejakulierender Pimmel an sich ist doch nichts Schlimmes. Erst die ganzen gesellschaftlichen Tabus sind es doch oft, die einem Missbrauchsopfer des Gefühl geben, aufs schlimmste beschmutzt worden zu sein.
Paviane begehen keinen Selbstmord, wenn sie von irgendeinem alten geilen Gorilla vergewaltigt worden sind. Die reiben sich nur den Arsch und passen beim nächsten Mal besser auf.
Diese ganze Traumatisierung, die entsteht, kommt nicht zuletzt erst durch den Umgang der Gesellschaft mit diesem Thema zu stande.
(das soll jetzt natürlich in keinster Weise Vergewaltigungen rechtfertigen. Ich sage nur: Man kann mit einer Vergewaltigung theoretisch auf sehr viele verschiedene Arten umgehen.)
Wenn aber Babys oder Kleinkinder, die noch nicht wissen, wie ihnen geschieht, zur sexuellen Befriedigung benutzt und dabei höchstwahrscheinlich auch noch verletzt werden, hört auch bei einem so toleranten Knaben wie mir der Spaß auf. Da bin dann selbst ich geneigt, einen Mann, der auf Babys steht, ohne Reue "pervers" zu nennen und ihm das Dasein eines Eunuchen oder Mönchs nahezulegen.
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| Männer, denen man Pornos vorführt, zeigen sich unmittelbar danach erregter beim Anblick von Frauen als Männer, die zuvor keinen Porno gesehen haben - was Wunder. Gilt umgekehrt ebenfalls für Schwulenpornos, auch für Schwulenpornos, die heterosexuellen Männern vorgeführt wurden. |
Ich bin mir sicher, Arne wird diese Steilvorlage von dir nicht ungenutzt lassen und uns heute Nacht mit der einen oder anderen Anekdote aus seinem Sexualleben beglücken...
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| Was ist los? Du klingst heute ungewohnt humanistisch... |
Gegen Positivismen xocscher Prägung hab ich mich denk ich schon immer ausgesprochen. Menschen sind nun mal keine Hedonisten oder Reiz-Reaktions-Maschinen...weshalb ich mich auch nicht trauen würde zu sagen, ob dein sexueller Anarchismus nicht auch sehr häufig in sexueller Gewlat enden könnte.
Naja, ich denke auf Enttabuisierung von Pädophilie wird man sich hier im Forum schon einigen können. Wenn erst mal nicht mehr jeder Pädophile das Monster aus den RTL-News ist, dann kann man sich die Frau Mutter vielleicht auch öfter damit auseinandersetzen, dass der Onkel die fünfjährige Tochter seltsam ansieht und verdrängt nicht auch noch die eindeutigsten Zeichen, wie das heute erschreckend oft geschieht. Und der Onkel kann sich entscheiden, Hilfe anzunehmen ohne gleich vom kompletten sozialen Umfeld geächtet zu werden.
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| Ich bin mir sicher, Arne wird diese Steilvorlage von dir nicht ungenutzt lassen und uns heute Nacht mit der einen oder anderen Anekdote aus seinem Sexualleben beglücken... |
Also, wenn DAS jetzt was hilft, dann fress ich einen kleinen süßen Panda.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Arne Kroger unregistriert
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Tja, aus meinem berüchtigten Sexualleben kann ich nur zwei Sachen beitragen:
Meinen Erfahrungen nach haben Asiaten, auch Thailänder in der Regel relativ kleine Schwänze, wie das dann bei thailändischen Kindern aussieht, möchte ich gar nicht wissen. (Das Anlegen bestimmter autistischer ISO-Normen im Kopf für Schwanzgrößen könnte also hilfreich sein, evtl. neue Therapieformen zu entwickeln. K.A. Ich bin kein Kind, steh' nicht auf Kinder und wurde auch in meiner Kindheit nie meines Wissens sexuell missbraucht, weil entweder meine Umwelt einfach nur aus Versagern im Bett bestand oder ich schon eigentlich mit 6 Jahren ein dermaßen vorlautes Kind war, dass sich jeder Pädo hätte denken können, dass er kurz nach dem Übergriff in der ganzen Stadt Details über seine Schwanzgröße und andere körperliche Fehler hätte abfragen können bei meinem Mitteilungs- und Darstellungsbedürfnis.)
Nächste Sache, die ich aus meinem reichhaltigen Sexual- und Partnerschaftsleben eben weiß, ist, dass die Prämisse, dass sexuelle Handlungen für Kinder immer nachteilig sind, auch nicht unbedingt zutreffend ist. Ich zumindest kenne Männer, die das in ihrer Jugend erlebt haben, deren Schilderung mich anfangs auch etwas noch schockierte, aber denen das runterlief wie Wasser die Beine eben. Das waren sexuell selbstbewusste und auch ansonsten Menschen, die zumindest keinen größeren Dachschaden hatten wie die meisten anderen (und schon gar nicht wie ich).
Allerdings war das in einem Fall auch ein relativ unbedeutender Missbrauch von einem Nachbarsjungen wohl und in den beiden anderen Fällen waren es wohl zwar Männer aus der näheren Verwandtschaft, die aber auch keine großen Auswirkungen auf die Menschen hatten.
Evtl. sollte man vorab mal die hier immer gemachte Prämisse in Zweifel ziehen, dass Sex mit Kindern diesen immer schadet, denn dies dient nur letztendlich dazu, dass dann jemanden, der sexuelle Handlungen in seiner Kindheit erlebt hat, immer weiter zu einem Opfer gemacht wird, dass ja irgendwie psychisch krank sein muss etc. (Klar, @Benway, was sollen Psychologen auch sonst machen außer Menschen zu diagnostizieren, dass sie psychisch einen an der Erbse haben wegen diesem oder jenem Erlebnis. Wäre ökonomisch nicht so sinnvoll für diese Berufsgruppe, anzuerkennen, dass es auch Formen gibt, die u.U. überhaupt keine Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung nach sich ziehen, die man später mal behandeln könnte.
)
Es gibt bestimmte Untersuchungen, die nachweisen, dass dieser sexuelle Kontakt dann als schädlich angenommen werden kann (jetzt mal abgesehen von den evtl. Eingriffen in die körperliche Integrität des Kindes, die ja auch Verletzungen hervorrufen kann, die mit Sicherheit als nachteilig zu bezeichnen sind für das Kind, wie aber auch jedwede körperliche brutale Züchtigung, aber unter Umständen auch ein Zahnarztbesuch sein kann), wenn er unter Zwang ausgeübt wird und wenn der Pädo aus dem engeren Familienkreis kommt. Ebenfalls kann häufiges Wiederholen nachteilig sein und besonders persönlichkeitsverändernd kann es sein, wenn das Kind oder der Heranwachsende nicht darüber mit anderen sprechen kann, weil ihm irgendwas angedroht wird.
Bei Menschen, die positiv konditioniert zu den Handlungen verleitet wurden, sind wohl weniger häufig Entwicklungsschäden beobachtet worden als bei denen, die über Drohungen dazu gebracht worden. Also positiv Konditionieren heißt da eben, dass Belohnungen ausgegeben werden, wenn eine bestimmte Handlung erfolgt. (Ich z.B. kann mich gut daran erinnern, dass einer der glücklichsten Momente meiner Kindheit es war, als ich von einem alten Bundesbahnbeamten ein Kursbuch geschenkt bekam, der Mann hätte dann. wenn er gewollt hätte, alles mit mir machen dürfen, so glücklich hat mich das gemacht. Aber irgendwie sind wohl Kinder, die sich über Kursbücher mehr freuen als über Comichefte nicht so die geeignete Zielgruppe für Pädos, s.o. )
'Ne grundsätzlich verneinende Haltung nützt also maximal den Gruppen, die wirtschaftlich von der Theorie abhängig sind, dass sexuelle Handlungen mit Kindern diese grundsätzlich schädigen. Eine wirklich ernsthafte Untersuchung ist afaik aufgrund der Tabuisierungspropaganda noch nicht erfolgt, weil eben kaum ein Kind, dass mal Sex mit einem Erwachsenen hatte und darunter nicht leidet, zu einem Therapeuten läuft und erzählt, wie glücklich doch sein Leben ist.
Es gibt sogar Theorien mittlerweile in der Pädagogik, dass bindungsunfähige Jungen in der Frühpubertät einen Vorteil daraus ziehen können, wenn sie zu diesem Zeitpunkt irgendeinen alten Pädo haben, der sie als Lover vollwertig annimmt.
Zu den von @Dian angesprochenen Fällen oben kann ich wenig sagen, da ich ja sogar noch meistens auf deutsches Radio verzichte und in den NL-Medien jede nicht überzeugende Leistung von Oranje oder der Raub einer Oma-Handtasche in Apeldoorn oder wasweißich höhere Priorität besitzt als die Verurteilung von deutschen Pädos in türkischen Gefängnissen. Der kanadische Fall war mal 'ne kurze Meldung wert, kann ich mich erinnern, ist aber auch nur einmal kurz erwähnt worden. (In NL ist die Grenze btw bei 12 Jahren, ab 12 Jahren wird ein Fall nur noch dann verfolgt, wenn das Opfer dies wünscht.)
Ich habe bei der jetzigen Bundesregierung, wenn ich die sonderbaren Gegensätze sehen, die ja irgendwann mal zu Wiedersprüchen führen müssen, sowieso den Eindruck, dass das Propagandaministerium nicht so gut arbeitet wie noch unter rotgrün.
Zu dem Vorschlag von @Dian, das Überleben thailändischer Kiddies jetzt von den Bedürfnissen der gutbetuchten Menschen in den Industrieländern abhängig zu machen, kann ich eigentlich nur sagen, dass dies nicht meiner Vorstellung von einer vernünftigen Einkommensverteilung entspricht. Imo wäre es besser, wenn z.B. sich Deutsche aus Thailand ganz fernhalten würden (und natürlich auch aus allen anderen Ländern), weil Tourismus an den Arsch (!) der Welt imo eine Sache ist, die völlig entbehrlich ist. Schadet Umwelt und bringt nur kapitalistische Ideen in Winkel der Welt, die auch ohne den glücklich werden.
Zu der von @Xoc vorgebrachten These und die von @Benway durch die Feedback-Theorie gescholtene These, dass die Verbreitung kinderpornografischen Materials eine Reduzierung der Hemmschwelle für potentielle Täter bringen könnte, ist zu sagen, dass dies auch etwas grob verfälschend ist.
Richtig ist, dass Nacktheit allgemein bei sexuell wahrnehmenden Menschen den Reiz für sexuelle Handlungen spürbar erhöht. Am positivsten würde es sich auswirken, wenn nur die Photos von verurteilten Tätern beim Akt dargestellt würden, da dabei auch gleich klar ist, dass die Handlung unangenehme Konsequenzen gehabt hätte.
Sinn würde das nur dann machen, wenn neben allen kinderpornographschen Seiten auch alle anderen pornografischen Seiten oder Filme zur Verfügung stehen würde, also eine allgemeine Aufhebung der sog. Altersschutzgrenzen für Pornographie vorhanden wäre, weil es nun nach der Theorie wirklich nicht erklärbar ist, warum sich pubertierende Jugendliche nicht einen normalen Sexfilm anschauen sollten, die eben zwei Partner zeigt, die einvernehmlich Sexualität ausüben mit viel Spaß dabei.
Und dass erotisches Material mit bestimmten Personengruppen wirklich Lust auf Sexualität mit den Personengruppen machen soll, wie @Benway behauptet, ist afaik auch nicht bewiesen, dann wären ja Therapien für Sexualstraftäter sehr einfach.
(Aber ich biete gerne an, dass jeder mir mal vor dem nächsten Unitytreffen pornografische Aufnahmen von sich zuschicken darf, wenn ich dann tatsächlich doch noch Lust auf so halbgare Jüngelkes wie Euch bekomme, nehme ich das gerne zurück.
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@Benway
Dann stellt man es eben nur Erwachsenen zur Verfügung, wenn du Sorgen um die Entwicklung von Heranwachsenden hast. Da hättest du eigentlich auch selbst drauf kommen können.
Oder machst du dir auch um erwachsene Sorgen?
Dann hätten ja die Christen damit Recht, dass sexuelle Neigungen, also insbesondere Schwule, kurierbar sind. Man müsste sie nur vor heterosexuelle Pornos setzen.
Wäre mir neu, dass das Stand der Wissenschaft ist.
Zumindest für Menschen mit Internetzugang stehen Pornos jeder Art und jedes Fetisch (ausser Kinder) in riesigen Mengen kostenlos zu Verfügung, ich habe deswegen meine Zweifel, dass sich die Menschen ausgerechnet bevorzugt Kinderpornos raussuchen und sich auf diese konditionieren statt das zu bevorzugen, auf das sie eh schon stehen.
Ausserdem bin ich mir ziemlich sicher, dass die einfache Verfügbarkeit von Möglichkeiten einen Orgasmus zu bekommen die Anzahl der Übergriffe senkt. Wozu der Aufwand und sich strafbar machen, wenn man den Orgasmus auch legal bekommen kann?
Deine Panikmache mit stündlichen Übergriffen halte ich deswegen für völlig daneben.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Ina
gemeine europäische Kellerratte

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Nein, die rein körperlichen Auswirkungen von Vergewaltigungen oder "sanfteren" Formen des Missbrauchs sind nicht so wild: ein paar blaue Flecken, ein paar Kratzer und malträtierte Eingeweide, aber fiesere Schmerzen gibts bloß ein paar Minuten lang. Vergleichbar mit ner Schulhofschlägerei kombiniert mit Darmgrippe. Wenns terminlich blöd läuft, kann man ggf. noch Schwangerschaftspanik schieben, doch dagegen gibts ne Operation, die objektiv betrachtet nicht schlimmer ist, als den Blinddarm raus zu kriegen.
Der Scheiß ist nur, dass bei menschlichen Wesen (im Gegensatz zu Schimpansen) Sexualität ne psychische Komponente hat. Und das da die böse, verklemmte Gesellschaft so eine große Rolle spielt, bezweifle ich. Werd mir allerdings weitere Erläuterungen sparen, weil es Leuten wie dem Großen @Arne, die höchstens am Rande wissen, wovon ich spreche, eh nur wie eines dieser hypochondrischen Probleme erscheinen wird, die sich von selber erledigen, wenn man ihnen nicht nachläuft, und die anderen keine Erklärung benötigen.
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| Dann stellt man es eben nur Erwachsenen zur Verfügung |
Die Altersgrenze wäre unglaublich problematisch, die psychische Entwicklung korreliert nur
lose mit dem Geburtsdatum. Es gibt auch Vierzigjährige, die in der Sexualentwicklung auf dem
Stand eines Fünfzehnjährigen und sehr empfänglich für Partnerwahlprägungen sind. Letztlich
kann niemand sagen, bei wie vielen Menschen durch frei zugängliche Kinderpornos eine
pädophile Fixierung entstehen bzw eine latente pädophile Fixierung verfestigt werden könnte.
Und IMO sollte das auch niemand wissen bzw ausprobieren wollen.
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| Oder machst du dir auch um erwachsene Sorgen? |
Auch um Menschen mit etabliertem Partnerwahlprogramm, ob nun jenseits der Achtzehn oder nicht, würde ich mir bei frei zugänglichen Kinderpornos Sorgen machen, ja. Auch wenn es der Organisation Wüstenstrom bisher nicht gelungen ist, Schwule reihenweise zu heilen - es ist umgekehrt ein relativ anerkannter Fakt, dass sexuelle Prägungen durch Pornographiekonsum
verstärkt werden bzw. in Ausnahmefällen auch "entstehen" können.
Man führt dass dann logischerweise auf ein latent vorhandenes Aktionspotential bzw eine latent vorhandene Fixierung zurück. Sehr viele Fetischisten geben an, ihrem Fetisch zufällig in pornographischen Videos begegnet zu sein (aber halt Arne, warum sollen sich "normale" Jugendliche überhaupt böse Fetischvideos oder Kleinkindpornos reinziehen? -Weil sie frei zugänglich und die Jugendlichen gelangweilt und offen für Neues sind etwa? Beunruhigender Gedanke). Die Grenzen zwischen Partnerwahlprogramm und Fetischismus sind fließend. Auch wenn entsprechende Studien zur Entstehung von sexuellen Prägungen also nicht durchgeführt wurden, schon allein weil sie nicht durchgeführt werden durfen, hätte ich auch hier Angst vor vermehrten Übergriffen. Hoffentlich fällt das nicht schon wieder unter Panikmache.
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| Ausserdem bin ich mir ziemlich sicher, dass die einfache Verfügbarkeit von Möglichkeiten einen Orgasmus zu bekommen die Anzahl der Übergriffe senkt. Wozu der Aufwand und sich strafbar machen, wenn man den Orgasmus auch legal bekommen kann? |
Das Bedürfnis nach real ausgeübter Sexualität scheinen dann doch die meisten Menschen zu haben. Wenn der Druck stark genug geworden ist, sprengt er dann durchaus auch mal soziale Grenzen - siehe Homosexualität im vorletzten Jahrhundert oder Pädosexualität in diesem. Aber stimmt, es ist noch nicht mal erwiesen, dass Pädophile öfter Übergriffe auf Kinder begehen als Nicht-Pädophile (und kann es auch gar nicht werden). Meinetwegen ist es also schon ideologisch, wenn man Pädophile auch vor dem ersten Übergriff am Liebsten zum Psychiater schicken würde.
Ach ja, und nachdem mit dian und Arne jetzt schon zwei auf den "ist doch nicht so schlimm"-Zug aufgesprungen sind, muss ich doch noch anmerken, dass ich sexuelle übergriffe für eher schlimm halte. Soll heißen Menschen, die in der Kindheit Opfer sexueller Übergriffe wurden entwickeln weitaus öfter schwerste Psychosen, (ernstzunehmendes) SVV und Suizidabsichten als Menschen ohne Missbrauchsgeschichte. Dass das allein an der pöhsen Gesellschaft liegt, kann man zwar behaupten, aber mehr auch nicht. Ich stelle also fest, dass ich Verharmlosung von (Kindes)Missbrauch durch erwachsene, nie missbrauchte Männer, für gequirlte Scheiße halte, dass ich diese Ansicht aber auch nicht großartig begründen kann.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Es gibt auch Leute die darauf stehen wenn Frauen misshandelt, geschlagen, etc werden, solche Videos sind reichlichst frei verfügbar und ich habe noch niemanden schreien gehört, dass deswegen mehr Frauen misshandelt werden und mehr Menschen Sadisten werden.
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| Letztlich kann niemand sagen, bei wie vielen Menschen durch frei zugängliche Kinderpornos eine pädophile Fixierung entstehen bzw eine latente pädophile Fixierung verfestigt werden könnte. Und IMO sollte das auch niemand wissen bzw ausprobieren wollen. |
Und es kann letztlich niemand sagen, wieviele Kinder misshandelt werden und Erwachsene in die Illegalität abrutschen, weil Kinderpornos nicht frei verfügbar sind.
Damit deine Aussage zu nem Argument wird musst du bereits voraussetzen, dass die Chancen höher sind, dass es mehr werden, statt weniger oder gleichviele. Und da sind wir uns offensichtlich nicht einig.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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| Es gibt auch Leute die darauf stehen wenn Frauen misshandelt, geschlagen, etc werden, solche Videos sind reichlichst frei verfügbar und ich habe noch niemanden schreien gehört, dass deswegen mehr Frauen misshandelt werden und mehr Menschen Sadisten werden |
Das kann jetzt echt nur an überlangen Internetzzeiten liegen. Zum Zusammenhang von sexueller Gewalt in der Pornographie und Gewalttaten im RL gibt es massig Studien, massig Dokus und Diskussionsrunden auf den dritten Programmen, sogar massig abgefuckte Bürgerinitiativen. Vorläufiges wissenschaftliches Ergebnis ist, dass rezipierte Gewalt gegen Frauen in Videos die Hemmschwelle, selbst sexuelle Gewalt anzuwenden, leicht senkt sowie stark zu einer verharmlosenden Beurteilung sexueller Gewalt beiträgt. Dass es solche Videos im Netz gibt ist eher traurig. In Videotheken und Pornoheftchen wird es Darbietungen sexueller Gewalt oder kinderpornos so schnell aber nicht zu sehen geben, dafür sorgt die Politik dann schon noch.
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| Und es kann letztlich niemand sagen, wieviele Kinder misshandelt werden und Erwachsene in die Illegalität abrutschen, weil Kinderpornos nicht frei verfügbar sind. |
Die Legalisierung von Pornographie 1973 hat jedenfalls mal nicht zu einer Abnahme sexueller Handlungen geführt... Aber diese nun wirklich vollendet dämliche Diskussion mal beiseite: ein Abrutschen der armen Männer mit pädophilen Anlagen in die Kriminalität lässt sich am Wirksamsten durch Enttabuisierung des Phänomens und nicht durch Entkriminalisierung von Kinderpornos verhindern. Wenn Pädophilie als gesellschaftlich akzeptiertes Krankheitsbild anerkannt wird und sich die Mehrzahl der Menschen mit pädophilen Neigungen bereits freiwillig in Behandlung begibt, dann kann man auch über eine kontrollierte Verbreitung von Kinderpornographie durch Psychiater reden - je nach Fall, je nachdem, ob Studien (die z.Zt. aufgrund der Tabuisierung des Themas nicht durchgeführt werden können) ergeben, dass der Konsum von Pornographie bei Menschen mit gefestigter pädophiler Neigung Übergriffe verhindern helfen kann. Menschen, deren Partnerwahlprogramm sich in der Entwicklung befindet -das ist schon heute klar- dürfen Kinderpornographie keinesfalls ausgesetzt werden, wenn chronifizierte Pädosexualität verhindert werden soll. Und ganz allein deshalb verbietet sich eine Entkriminialisierung von Kinderpornographie, durch die kinderpornographisches Material an Jugendliche durchsickern würde wie heute normale Pornos aus der Videothek.
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| Damit deine Aussage zu nem Argument wird musst du bereits voraussetzen, dass die Chancen höher sind, dass es mehr werden, statt weniger oder gleichviele. Und da sind wir uns offensichtlich nicht einig. |
Ich weiße nur immer wieder darauf hin, dass der Nachweis von Kausalitäten kaum möglich sein wird, da Nachweis und Voraussetzung tautologisch zusammenhängen. Selbes problem wie bei Intelligenztests (aber die akzeptierst du ja seltsamerweise). Also: man kann behaupten, dass der Konsum von Kinderpornographie keinesfalls eine pädophile Prägung entstehen lassen kann und/oder das verfestigte Pädophilie nicht zu Kindesmisshandlungen führt. Aber mehr als behaupten lässt sich das auch nicht.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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Hm, wenn ich den Thread noch 'n paar überfliege, könnte der Gedanke glatt 'mal Form annehmen, sich bei Gelegenheit 'mal 'nen Porno anzuschauen. Über das Sexploitation-Filmchen 'The Lord of the G-Strings' ist der olle Onkel ja noch nicht rausgekommen. Und sogar den hab ich - zwar im Bett -, aber drei Tage nach meiner Semikastratio mit dem Tolkienklüngel geschaut, und war während der Sexszenen durch tolkienspezifische Debatten abgelenkt. Leider erinnere ich mich nicht mehr an konkrete Details. Aber der Leistenschnitt hat nicht mehr wirklich weh getan, wenn ich das geistig richtig fasse...
'Indem das parlamentarische Prinzip der Majoritätsbestimmung die Autorität der Person ablehnt und an deren Stelle die Zahl des jeweiligen Haufens setzt, sündigt es wider den aristokratischen Grundgedanken der Natur, wobei allerdings deren Anschauung vom Adel in keinerlei Weise etwa in der heutigen Dekadenz unserer oberen Zehntausend verkörpert zu sein braucht.'
Keine Ahnung was zur Hölle das bedeuten sollte oder worauf ich mich da bezogen habe... Na ja, egal.
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Original von Benway
Das kann jetzt echt nur an überlangen Internetzzeiten liegen. Zum Zusammenhang von sexueller Gewalt in der Pornographie und Gewalttaten im RL gibt es massig Studien, massig Dokus und Diskussionsrunden auf den dritten Programmen, sogar massig abgefuckte Bürgerinitiativen. |
Ich sehe gar nicht fern. Aber Antikinderpornographieblabla erreicht mich trotzdem regelmässig, im Gegensatz zu Diskussionen über das Verbieten von sonstiger grenzwertiger Pornographie.
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Original von Benway
Vorläufiges wissenschaftliches Ergebnis ist, dass rezipierte Gewalt gegen Frauen in Videos die Hemmschwelle, selbst sexuelle Gewalt anzuwenden, leicht senkt sowie stark zu einer verharmlosenden Beurteilung sexueller Gewalt beiträgt.
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Und was sagst du zu "Killerspielen", Gewalt in Filmen, Tagesschau, etc? Auch verbieten, weil es Hemmschwellen sekt und zur Verharmlosung beiträgt?
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Original von Benway
Dass es solche Videos im Netz gibt ist eher traurig. In Videotheken und Pornoheftchen wird es Darbietungen sexueller Gewalt oder kinderpornos so schnell aber nicht zu sehen geben, dafür sorgt die Politik dann schon noch.
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Na hoffentlich wird wenigstens das Netz frei bleiben. Mir gefällt es sehr gut, dass ich mir alles anschauen kann, egal was Poltiker davon halten.
Und einen Porno aus der Videothek habe ich mir eh noch nie ausgeliehen.
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| Und ganz allein deshalb verbietet sich eine Entkriminialisierung von Kinderpornographie, durch die kinderpornographisches Material an Jugendliche durchsickern würde wie heute normale Pornos aus der Videothek. |
Wobei es auch noch eine interessante Frage ist, ob es für Kinder tatsächlich schädlich ist auf Gleichaltrige, statt auf Ältere zu stehen, ich habe da nämlich auch mindestens gewisse Zweifel dran...
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Also: man kann behaupten, dass der Konsum von Kinderpornographie keinesfalls eine pädophile Prägung entstehen lassen kann und/oder das verfestigte Pädophilie nicht zu Kindesmisshandlungen führt. Aber mehr als behaupten lässt sich das auch nicht. |
Selbst wenn es ab und zu dazu führt ist trotzdem noch die Frage offen, ob es mehr Probleme schafft als verhindert. Denn den Markt und damit das kommerzielle Interesse soetwas herzustellen zerstört es auf jeden Fall.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Gibt offensichtlich nicht mehr viel zu sagen, nur noch mal zusammenfassend: der Zusammenhang zwischen der Pornographie die einer bestimmten critical phase während (üblicherweise vom 15. bis zum 25. Lebensjahr) konsumiert wird und der Verfestigung des Partnerwahlprogramms ist ordentlich belegt (anders als etwa der Zusammenhang zwischen Aggressionspotential und Egoshootern).
Wer glaubt, dass Menschen mit verfestigter Pädosexualität gehäuft Übergriffe auf Kinder begehen und Übergriffe auf Kinder verurteilt, dem muss daran gelegen sein, dass Jugendliche ihrer persönlichen critical phase während nicht an Kinderpornographie gelangen. Kinderpornographie zu legalisieren (und das Copyright aufzuheben, aber das wird nichts ändern, so schnell treten bei einem aus reiner Information bestehenden Gut, von dem schon zigtausende Stunden produziert wurden, keine "Lieferengpässe" auf. Außerdem braucht man keinen Markt für Kinderpornos mehr, wenn sie frei getauscht werden dürfen) würde sie auf einen Status mit konventioneller Pornographie heben. Und dann ist davon auszugehen, dass weit mehr im Partnerwahlprogramm beeinflussbare Menschen mit Kinderpornographie konfrontiert werden als bisher. Unter den beiden genannten Prämissen (die außerhalb dieses Forums glücklicherweise verbreiter sind als hier drinnen - ich empfehle pauschal Allen, die in diesem Thread gepostet haben, sich mal mit einer im Kindesalter missbrauchten Person zu unterhalten) ist von einer Legalisierung von Kinderpornographie also nicht viel zu halten.
Man kann sich selbst natürlich für den überlegenen Hedonisten/Anarchisten/whatever halten, dieses System lediglich als seinen persönlichen Spielplatz betrachten und jede Einschränkung der Informations- und Verbreitungsfreiheit folgerichtig verdammen. Aber es kann doch nicht so schwer sein, wenigstens für andere Menschen psychologische Prozesse anzuerkennen, die nicht der freien Willkür unterworfen sind.
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...aber CARCASS haben nach der Heartwork auch nur noch Scheiße rausgebracht!!
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