@Veritas: Ich find den Musiker auch richtig klasse, zumal ich den in meiner Kindheit oft gehört habe und somit positive Erinnerungen mit den Liedern verbinde. Ich finde schlichtweg den Humor und auch die Wortspiele richtig gut. Und er singt dazu noch in meinem Dialekt^^
Hier ist noch eines von ihm:
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Anarquia am 20.02.2012 18:40.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gedankenverbrecher am 21.02.2012 11:02.
„Ich will ja gar nichts anderes, als daß die Welt so eingerichtet wird, daß die Menschen nicht ihre überflüssigen Anhängsel sind, sondern daß in Gottes Namen die Dinge um der Menschen Willen da sind und nicht die Menschen um der Dinge Willen, die sie noch dazu selbst gemacht haben.“
- Theodor W. Adorno
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Nachdem ich das Lied neulich bei dian zum ersten Mal seit langem mal wieder gehört habe, läuft es zur Zeit wieder rauf und runter. Interessant fand ich die Stellungnahme von Peter Heppner zu den kontroversen Zeilen
"who fights this holy civil war?
a million men in uniform
Wo ist der Führer der mich führt,
ich warte immer noch"
nachdem er in erster Linie eine Kritik an der Kirche und ihrem Führungsanspruch (bzw ihrer Rolle im 3.Reich) üben wollte. Irgendwie klingt das für mich eher danach, als ob er problematischen Diskussionen aus dem Weg gehen wollte - die gesamte Ästhetik des Clips strahlt für mich abseits des subtilen Textes eine Art faschistischer Aura aus. Nicht falsch verstehen, hier geht es nicht um politische Zuschreibungen hinsichtlich Wolfsheim- für mich hat das Lied eigentlich immer etwas von der Fin-de-Siecle-Kunst des 19. Jahrhunderts gehabt, sprich dem Ausdruck existentieller Verlorenheit, Endzeitstimmung und Sinnsuche, die u.a. in die faschistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts mündete.
Interpretiere ich da zu viel rein?
The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.
Percy Bysshe Shelley
Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
dian unregistriert
22.02.2012 19:40
Möglicherweise interpretierst du da tatsächlich etwas zu viel hinein... auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Aussage des Songs bis heute nicht so ganz verstehe.
Aber was ich weiß, ist, wie gerne Künstler (vor allem im Bereich Synthpop, EBM und Industrial) mit faschistischer Symbolik kokketieren.
Das ging ja eigentlich schon Anfang der 80er mit DAF und ihrem "Mussolini" los... setzte sich dann später fort über Front242 und Nitzer Ebb, bis hin zu Rammstein, Funkervogt und And One.
Da wirst du genügend Beispiele von Bands finden, die erst mit solchen Dingen provozieren und sich dann hinterher nicht genügend davon distanzieren... aber wohl größtenteils eher deshalb, weil ihnen Politik wirklich am Arsch vorbeigeht, und nicht so sehr aus tieferen ideologischen Überzeugungen heraus.
Also das ist zumindest meine Beobachtung, dass gerade im Bereich der elektronischen Musik viele Künstler weder links noch rechts sein wollen, sondern eher so eine Scheißegal-Einstellung gegenüber politischen Überzeugungen haben und sich lieber in ihre Klangwelten flüchten.
In wie weit das tatsächlich ihrer Meinung entspricht, weiß ich natürlich nicht. Bei manchen Bands, etwa bei And One, habe ich durchaus den Eindruck, dass sie nur deshalb kein klares Statement abgeben, um keinen ihrer (wenigen) Fans durch ein klares Bekenntnis zu "rechts" oder "links" zu vergraulen.
Nebenbei bemerkt:
Der selbe Text hört sich auf Englisch, was ja auch im Lied vorkommt, gleich viel unpolitischer an.
"Where is the leader, who leads me, I'm still waiting"
"Leader" klingt halt gleich viel unverfänglicher als "Führer"... auch wenn es natürlich das selbe meint.
Ein wunderbares Beispiel für den "kleinen" Unterschied, den die Verwendung einer bestimmten Sprache machen kann, sieht man übrigens hier:
Wenn Queen im Original "one race" singen, klingt das eher nach multikulti und Aufhebung der Rassengrenzen.
In der Interpretation von Laibach denkt man dagegen bei "eine Rasse" gleich an die Sehnsucht nach dem Endsieg.
Und alles nur, weil Laibach gerne mit Fascho-Symbolik provozieren, einen härteren Sound haben und auf deutsch singen. Ist aber eigentlich exakt der gleiche Text.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 22.02.2012 19:48.
Rammstein hat doch extra ein Lied geschrieben, um mit dem Vorurteil aufzuräumen, sie wären rechts: Rammstein - Links234
"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gedankenverbrecher am 23.02.2012 16:04.
„Ich will ja gar nichts anderes, als daß die Welt so eingerichtet wird, daß die Menschen nicht ihre überflüssigen Anhängsel sind, sondern daß in Gottes Namen die Dinge um der Menschen Willen da sind und nicht die Menschen um der Dinge Willen, die sie noch dazu selbst gemacht haben.“
- Theodor W. Adorno
Vorallem GammaRay hat viel mit Ideen und anarchistischem Träumen zu tun. Bei Slipknot kann man Dampf ablassen, und bei Disturbed finde ich das Musikvideo sehr gut.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 28.02.2012 23:15.
Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
@selle
joa samsas traum, weena morloch - kurz alexander kaschke ist schon ein faszinierender künstler, den ich (haha mein ego
) schon gepostet hatte...aber is natürlich dein gutes recht die lieder so oft zu posten wie du willst, außer irgendwer jammert wegen spam rum, was meiner meinung nach in einem anarchistischen forum nicht vorkömmen dürfte
soo und jetzt, damit ihr nich meckert noch ein lied von WIZO (einem lichtblick in der punkszene):