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Umfrage: Steht der Kapitalismus vor dem Aus?
Nein. 8 44.44%
Ich hoffe es. 4 22.22%
Ja! 3 16.67%
Mir egal. 3 16.67%
Ich hoffe nicht. 0 0.00%
Insgesamt: 18 Stimmen 100%
 
Zum Ende der Seite springen Börsencrash (und der Anfang vom Ende des Kapitalismus?)  
Autor
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Leberkrebs
unregistriert
27.01.2008 16:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das System Kapitalismus funktioniert nur solange, wie es wächst. Wegen Zinsen und Börsensystem ist der Kapitalismus von EWIGEM WACHSTUM abhängig wie der Junkie vom Stoff.
Noch ernsthafte Fragen, das sowas irgendwann kaputt gehen muss?
Schon alleine weil menschliches Leistungsvermögen bereits jetzt deutlich die Grenzen erreicht. Es gibt kein EWIGES WACHSTUM.
M.F
unregistriert
27.01.2008 18:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Von alleine geht der Kapitalismus trotzdem nicht kaputt.
Klar gibts ab und zu nen Crash und zur Not wird halt ne neue Währung eingeführt.
Der Kapitalismus wird nur abgeschafft, wenn Menschen aktiv diesen abschaffen.
Leberkrebs
unregistriert
28.01.2008 01:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Gemäß Marx, der nachweisbar Recht behält, zerstört das Kapital seine eigenen Grundlagen. Dieser Prozess verläuft langsam, jedoch endgültig.
Was pasiert wenn die Wachstumsgrenze erreicht ist? Es gibt dann keinen neuen Profit mehr. Und deswegen werden dann die Börsen endgültig crashen, weil es dann dort nixmehr abzuzocken gibt. Und nachdem die Börsen kaputt sind, stirbt dann das System, weil es von Börse abhängig ist. Aber wie ich sagte: 10-15 Jahre dauerts, bevor die Sache sich zuspitzt.
Ein weiterer Zeitpunkt für Megakrise ist in 25 Jahren etwa, wenn die Zahl der völig verarmten Sozialrentner explodiert. Einfach weil dann die Rentner aus dem Wirtschaftswunder alle tot sind und die Generation der Hartz-IV Rentner kommt. Zusammen mit den aktuellen Arbeitslosen, gibt das dann bis zu 40% völlig verarmte Bevölkerung. Was dann an Gewalt abgeht... Augen rollen
Die Bonzen kennen dieses Szenario bereits. Deshalb fangen sie jetzt unter dem Deckmantel "Terorbekämpfung" an, sich vorzubereiten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 28.01.2008 01:13.

Arne Kroger
unregistriert
28.01.2008 04:34 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Rentner wählen aber auch dann noch CDUCSUSPDFDPGRÜNE, wenn die beschließen, Rentner nach Soylent Green-Methodik zu beseitigen.
Leberkrebs
unregistriert
28.01.2008 18:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Sehe ich nicht in jedem Fall so. Wenn ich als Arbeitsloser mein ganzes Leben Linkspartei wähle, warum sollte ich als Rentner plötzlich anders wählen?

Wirtschaftswissenschaftler, Marktforscher und Sozialwissenschaftler haben der Regierung längst mit Gutachten erläutert, welches Chaos der Neoliberalismus mittelfristig anrichten wird. Die machen doch jetzt nicht zufällig so verstärkt auf Polizei und Militär und Totalüberwachung. Es ist wieder die alte Illusion der reichen Säcke, man könnte sich mit Einsatz von Staatsgewalt vor dem Pöbel behaupten. Die gleiche Methode die 1789 und 1918 in Russland gefloppt hat. Aber was anderes fällt diesen Schmarotzern nicht ein, denn sonst müssten sie ja auf Teile ihrer Gigant-Profite verzichten um damit das Volk zu beruhigen. Aber das will man nicht, man will lieber WIEDER Gewalt, wie schon jedesmal in dieser Situation.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 28.01.2008 18:17.

M.F
unregistriert
28.01.2008 21:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Bronstein
Gemäß Marx, der nachweisbar Recht behält, zerstört das Kapital seine eigenen Grundlagen. Dieser Prozess verläuft langsam, jedoch endgültig.

Kritiker behauptet ja der Karl wäre im Unrecht gewesen, da seinen Voraussagen bisher nicht eingetroffen sind
Aber gut sehe ich nicht direkt, er war höchstens etwas zu optimistisch.

Man darf aber nicht vergessen, dass sich auch Kapitalisten bewusst sind, dass es eine Wachstumsgrenze gibt und versuchen den Kapitalismus trotzdem am Leben zu erhalten.
Wenn man zu nah an der Grenze ist, gibts halt nen kleinen Crash, dann kann man wieder etwas wachsen und immer so weiter.
Arne Kroger
unregistriert
29.01.2008 04:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich würde das mal noch anders sehen.
Kapitalist ist jeder, der kapitalistisch handeln muss, sprich: im Kapitalismus lebt.

Insofern auch wir. Solange wir nicht dazu übergehen, uns einfach das zu nehmen, was wir wollen und natürlich auch das zu arbeiten, was wir wollen.

Insofern ist der Übergang zum Kommunismus erst möglich, wenn der Überfluss so groß ist, dass jeder Mensch vernünftig leben könnte. Dazu ist es aber notwendig, dass wir als Brückenköpfe zwischen den völlig verarmten Menschen im Trikont und den Luxusgeschöpfen hier, den letzteren das auch mal wegnehmen, was sie haben, um diese Möglichkeiten zu erzeugen.

Wenn wir uns nicht selber zu Kapitalisten machen wollen, bleibt da leider nur die Möglichkeit der Gewalt.

Lovecraft

Großer Alter


02.02.2008 23:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Bronstein
Das System Kapitalismus funktioniert nur solange, wie es wächst. Wegen Zinsen und Börsensystem ist der Kapitalismus von EWIGEM WACHSTUM abhängig wie der Junkie vom Stoff.
Noch ernsthafte Fragen, das sowas irgendwann kaputt gehen muss?

Sehr guter Punkt, Bronstein, aber ich denke schon, daß das noch etwas ausgearbeitet werden muß. In der Tat gibt es ja die goldene Regel der Akkumulation, die besagt, daß Zinsen langfristig gleich der Rate des Wirtschaftswachstums sein müssen. Die Realzinsen können sinken, und es wird eben mit entsprechender Anstrengung weiterhin ein geringes Wirtschaftswachstum herausgepresst. 10-15 Jahre ist kein Zeitraum; so lange steckte ja bereits Japan in der Krise. Im Zweifel wird inflationiert. Die langfristigen Entwicklungen sieht man dann eher in 50 Jahren.
Probleme sehe ich eher auf dem Arbeitsmarkt.

Kerviel wollte übrigens einen Anspruch auf Bonuszahlungen in Höhe von 600.000 Euro anmelden für 2007; 300.000 Euro hätte er von der SG bekommen geschockt . Im ÖD gibt es zum Vergleich irgendwas 200 Euro. rotes Gesicht Ich mein', das ist eben mal das 20fache von dem, was man anderswo verdient, etwa als Programmierer.

Sollen sie mich doch hassen, wenn sie mich bloß fürchten. (Unveröffentlichtes Abizeitungs-Lebensmotto)
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Arne Kroger
unregistriert
04.02.2008 00:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Im ÖD gibt es meines Wissens überhaupt keine Bonuszahlungen. Wie denn auch?
Seit wann hat ÖD was mit Leistung zu tun. Wir bekommen Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld und werden nach Dienstjahren befördert. Da ist das auch egal, ob man mal eben zwei Jahre krank war oder sich ansonsten den Arsch aufreißt. In der Zeit, wo ich krank gefeiert habe, bin ich eine Stufe höher gekommen, als ich mich doof geschuftet habe, bin ich freigestellt worden.
Leberkrebs
unregistriert
04.02.2008 02:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Bei meiner Voraussage sollte einfliessen, das ich das System bereits spätestens seit 1990 in einer zunehmenden Krise sehe. Also schon 17-18 Jahre. Und dazu addiere ich meine weiteren 10-15 Jahre, da kommt das schon hin. Irgendwann ist einfach kein weiteres Wachstum erpressbar. Wachstum bedeutet doch, das die Menschen immer noch mehr und noch schneller leisten bis sie daran kaputtgehen. Und auch Maschinen können das nötige Wachstum nicht endlos erhöhen. Deswegen haben wir ja zum Großteil die Arbeitslosen, weil das Kapital schon auf Maschinen angewiesen ist. Und dann wird auchnoch das Einkommen der letzten Arbeiter hoch besteuert, wärend Maschineneinsatz praktisch null besteuert wird und sogar noch subventioniert wird.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 04.02.2008 02:11.


Lovecraft

Großer Alter


04.02.2008 22:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Im ÖD gibt es meines Wissens überhaupt keine Bonuszahlungen. Wie denn auch?
Nein, gibt es auch nicht. Ich meinte damit lediglich das erst zusammengefaßte und umbenannte, und dann zusammengestrichene Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Wobei sie in den neueren Tarifverträgen tatsächlich dran sind, solche leistungsorientierten Elemente einzuführen. Wobei das dann eigentlich heißen müßte, daß die Bezahlung steigen müßte, und nicht bloß variabel sein müßte; sinken kann sie ja wohl kaum noch.
Naja, bei den Bankern (Kerviel war wie gesagt einer der kleineren Fische, die großen Händler verdienen angeblich das 10-20fache) hängt der Bonus übrigens ironischerweise auch nur von den Vertragsabschlüssen ab, nicht von deren Qualität - also z.B. nur, wieviele Kredite man verkauft hat, nicht ob diese dann irgendwann später zurückgezahlt werden. Grotesk eigentlich.

@Bronstein: Eine sehr gewagte These. Ich denke, sowas zieht sich, falls es sich überhaupt bewahrheitet, leicht ein paar Jahrzehnte länger hin als gedacht ... Augenzwinkern
Es wäre aber eine Überlegung, die Sozialabgaben von Unternehmen nicht aus Basis der Lohnsumme zu berechnen, sondern auf Basis anderer Ertragskennzahlen. Die Linkspartei fordert(e) so etwas.

Sollen sie mich doch hassen, wenn sie mich bloß fürchten. (Unveröffentlichtes Abizeitungs-Lebensmotto)
E-Mail an Lovecraft senden
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Leberkrebs
unregistriert
05.02.2008 02:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Man sieht doch an den Auswirkungen von USA schon, wie hochempfindlich das System gegen Schwankungen geworden ist. Dazu noch der steigende Ölpreis / versiegende Ölvorkommen. Und ohne Export würde die Wirtschaft in Deutschland schon völlig zusammenbrechen, weil der Binnenmarkt mittlerweile halb tot ist. 50% der Bevölkerung können dank Lohndumping wirklich nurnoch das nötigste bezahlen. Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Kleidung, eventuell noch ein Auto. Dann ist Ende. Luxusartikel werden hauptsächlich exportiert. Aber auch das stösst wegen USA-Krise jetzt an die Grenze.
Hansi
unregistriert
05.02.2008 04:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
50% der Bevölkerung können dank Lohndumping wirklich nurnoch das nötigste bezahlen. Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Kleidung, eventuell noch ein Auto. Dann ist Ende. Luxusartikel werden hauptsächlich exportiert.


Die Frage ist eher, wozu die Leute sowas wie Luxusartikel brauchen. Ich mein klar, son paar kleine Extras (z. B. für mich ne gute Stereo-Anlage, Internetzugang etc.) sind ja auch noch ok, aber warum muss es mehr sein? Damit will ich nicht entschuldigen das Alg2 natürlich trotzdem unter aller Sau ist, weil es ja nicht mal immer für die Existenzbedürfnisse reicht und noch dazu mit Sklavenhalterischen Maßnahmen meist verbunden ist. Ich würd gern mal von dir wissen @Bronstein, wieviel Geld du gerne pro Monat zur Verfügung hättest, um sagen zu können, dass du ein zufriedenes Leben führst (also jetzt zumindest auf finanzieller Ebene).

Xoc

lol

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RE: Börsencrash (und der Anfang vom Ende des Kapitalismus?) 05.02.2008 17:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hm.
Deine Antwortmöglichkeiten sind dämlich.
Man sieht weder, ob die, die es hoffen oder nicht, dass er zusammen bricht, glauben, dass er zusammenbricht noch ob die, die es glauben oder nicht, es hoffen.

Beides ist also überhaupt nicht aussagekräftig.

Wenn du schon 2 verschiedene Fragen stellen willst, hängt entweder 2 Umfragen an, falls das technisch geht oder erlaub alle Antwortkombinationen.


edit:
Extra für Hansi nochmal fehlende 2 Kommas eingefügt, falls ihm das das Verständnis erleichtert.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
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Hansi
unregistriert
05.02.2008 18:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Man sieht weder, ob die, die es hoffen oder nicht, dass er zusammen bricht glauben, dass er zusammenbricht noch ob die, die es glauben oder nicht es hoffen.


geschockt Was zur Hölle?!? Kann das jemand übersetzen?

Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


05.02.2008 18:14 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Gerne, z.B. in Englisch:
One sees neither whether those, which hope it or not the fact that he breaks together believes that he breaks down still whether those, which believe it or does not hope.

Oder Französisch:
On ne voit ni si ceux qui espèrent lui ou pas qu'il casse ensemble croit qu'il décompose encore si ceux que lui croit pas qu'il n'espère pas.

(jeweils laut Babelfish)

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi
unregistriert
05.02.2008 18:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

smilie6 killself
Arne Kroger
unregistriert
06.02.2008 00:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, die Antwort hast Du ja im Chat bekommen, @Hansi.

Und Luxusartikel ist die Bezeichnung, für alle Waren und Dienstleistungen, die nicht lebensnotwendig sind in der Volkswirtschaft. Z.B. Wohnungsauflösungen. Das braucht man nicht unbedingt zum Überleben, das SSK ist also ein Anbieter von Luxusartikel, wenn Du so willst.
Hansi
unregistriert
06.02.2008 00:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Na irgendwer muss den alten Krempel ja raus räumen, damit anderer rein passt, was ist daran jetzt Luxus?
Arne Kroger
unregistriert
06.02.2008 01:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Weil es eben nicht überlebenswichtig ist. Man kann sich auch eine andere Bleibe suchen und diese verkommen lassen.

Ich sage ja, dass das die volkswirtschaftliche Definition ist. Alles, was über Essen, Wärme und Atmen hinausgeht, ist Luxus und mehr steht der arbeitenden bzw. der nicht kapitalbesitzenden Bevölkerung nach Auffassung der hier Herrschenden eben nicht zu.
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