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das übliche
15.11.2007 15:53 |
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Schule in Mainz
Terrorangst an Mainzer Schule
Aus Angst vor einem Amoklauf ist eine Gesamtschule in Mainz vorerst geschlossen worden. In einem Internet-Chatroom wurden zuvor Gewalttaten an der Schule angekündigt.
Die Website der Integrierten Gesamtschule Mainz-Bretzenheim.
Foto: dpa
Wegen Hinweisen auf einen möglichen Amoklauf ist eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Mainz am Donnerstag geschlossen worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden in einem Internet-Chatroom Gewalttaten in der Schule im Stadtteil Bretzenheim angekündigt. Am Mittwochabend habe daher zunächst der Schulleiter die Polizei informiert.
Eine Vielzahl besorgter Eltern hatte sich im Laufe des Abends ebenfalls hilfesuchend an die Polizei gewandt. Mehrere Schüler und deren Eltern wurden noch in der Nacht vernommen.
Der Urheber der möglichen Drohung konnte zunächst nicht ermittelt werden. Polizei und Schulleitung entschieden daher gegen 01.30 Uhr in der Nacht, als Vorsichtsmaßnahme die Schule am Donnerstag geschlossen zu halten. Die IGS in Mainz-Bretzenheim wird von rund 1500 Jungen und Mädchen besucht.
Hintergrund des Vorfalls war möglicherweise der Selbstmord eines Schülers. Wie Polizeisprecher Ralf Schomisch mitteilte, hatte sich der 15-Jährige am vergangenen Sonntag umgebracht, ohne dass dies für Eltern, Freunde oder Mitschüler nachvollziehbar war. Die Tat habe in den vergangenen Tagen unter den Schülern erregte Diskussionen ausgelöst, die auch im Internet geführt worden seien.
Dabei sei der Ton der Diskussion zunehmend aggressiver geworden. "Die Chatteilnehmer haben sich gegenseitig angestachelt", sagte Schomisch. Einzelne Chatter hätten angekündigt, es dem Toten gleichzutun, andere hätten gedroht, das in der Schule "etwas passieren" werde, auch von "Amok" sei die Rede gewesen. Der Polizeisprecher erklärte, für die Sicherheitsbehörden sei in der Kürze der Zeit nicht klar erkennbar gewesen, ob diese Drohungen
einen realen Hintergrund hätten.
"Wir wissen auch nicht, ob wir alle Chatrooms bereits gefunden haben", sagte Schomisch. Aus diesem Grund sei beschlossen worden, die Schule für zunächst einen Tag zu schließen.
auf die schule geh ich, also viel spaß damit, is ja euer lieblingsthema
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Hansi unregistriert
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Was mir noch viel mehr Sorgen macht, ist der Punkt, dass man diesen Chatroom so schnell gefunden hat und wir hier gleich noch ne Brücke zum Vorratsdatenspeicherung/Allgemeine Überwachung-Thread haben. Hast du denn den Jungen gekannt der sich da selbst umgebracht hat @paganjunge?
Ansonsten kann ich jetzt nicht viel zu sagen, weil mir da genauere Hintergrundinfos fehlen (und dir natürlichen nen wunderschönen freien Tag zu wünschen
).
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dian unregistriert
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| Zitat: |
| Eine Vielzahl besorgter Eltern hatte sich im Laufe des Abends ebenfalls hilfesuchend an die Polizei gewandt. |
Irgendwie hab ich den Eindruck, die Welt besteht fast nur noch aus besorgten Eltern, vor Angst schlotternden Schülern und ein paar gewaltbereiten Psychopathen.
Gibt es denn nix mehr dazwischen?
Ich hätte es jedenfalls damals einfach nur irre cool gefunden, wenn an meiner Schule sowas angekündigt worden wäre und ich deshalb schulfrei bekommen hätte.
Wie ist das bei dir?
| Zitat: |
| Hintergrund des Vorfalls war möglicherweise der Selbstmord eines Schülers. Wie Polizeisprecher Ralf Schomisch mitteilte, hatte sich der 15-Jährige am vergangenen Sonntag umgebracht, ohne dass dies für Eltern, Freunde oder Mitschüler nachvollziehbar war |
Natürlich ist sowas für mitten im Leben stehende Lemminge nie nachvollziehbar.
War bei uns damals auch so, als sich ein Mitschüler umgebracht hat...
Da waren sie alle plötzlich ratlos und haben versucht, mit ihren Heile-Welt-Denkmustern etwas zu erklären, was weit außerhalb ihres eigenen Weltbildes liegt.
Recht schnell kam man dann aber kollektiv zu dem Schluss, dass es sich (trotz vorhandenem Abschiedsbrief) eben nicht erklären lässt, und dass der Betroffene wohl "psychische Probleme" gehabt haben muss.
Und so ist das bei tausenden vergleichbaren Fällen..
Ich möchte nicht wissen, wie oft das beschissene Schulsystem oder generell der Druck, den die Erwachsenen ausüben, daran Schuld ist, dass sich Kinder und Jugendliche das Leben nehmen.
Interessiert nur eben niemanden außerhalb der betroffenen Schulklasse... es sei denn, man nimmt noch ein paar andere mit in den Tod.
Dann bekommt man posthum wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit.
Also wie könnte ich angesichts dieser Sachlage über amoklaufende Teenager moralisch entrüstet sein?
Wie könnte es nicht eines meiner Lieblingsthemen sein, wo ich doch möglicherweise selber zu einem dieser Selbstmörder/amoklaufenden Jugendlichen geworden wäre, wenn ein paar entscheidende Dinge in meinem Leben anders gelaufen wären?
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@ hansi
nein,ich hab den nicht gekannt, und warscheinlich auch nichts verpasst.
und generell halt ich leute, die meinen mit amokläufen in schulen die welt zu verbessern, für absolute vollidioten.
ich hab kein bock von so nem arschloch abgeknallt zu werden, nur weil er nicht mit der gesellschaft klarkommt !
ich finds auch erbärmlich sich auf solche weise an irgentwelchen mobbern zu rächen,
das einzige was die damit erreichen is das wir bald wieder ne gestapo oder änliches haben, und jeder cs spieler/böse musik hörer als potentieller amokläufer gilt, da kann ihr abschiedsbrief oder ihr weltbild noch so toll sein, die liefern nur schön weitere gründe so ne scheiße wie zB den bundestrojaner durchzusetzen.
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Leberkrebs unregistriert
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Immerhin SCHON um 1.30 Uhr in der Nacht... Kann ja nicht angehen das wir wegen sowas die Schule einen Tag schliessen. Aber wenns garnicht anders geht, dann schliessen wir durch Druck von Polizei und Eltern die Schule ganze sechseinhalb Stundenvor Beginn für genau 1 Tag.
Der Amokläufer kann sicher nicht noch einen Tag abwarten...
Das ganze ist komplett SCHWACHSINN HOCH DREI!
So jemand solte dann die Mobber gezielt abknallen, wenn schon. Und nicht auf jeden Anwesenden in der Schule ballern!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 15.11.2007 23:05.
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dian unregistriert
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@ paganjunge:
| Zitat: |
| nein,ich hab den nicht gekannt, und warscheinlich auch nichts verpasst. |
Genau wegen so einer Einstellung seiner Mitschüler hat er sich vielleicht umgebracht...
Naja, ist nur ne Vermutung. Kann natürlich auch alles ganz anders sein. Wahrscheinlich war der einfach nur irre im Kopf wie alle Selbstmörder.
| Zitat: |
| das einzige was die damit erreichen is das wir bald wieder ne gestapo oder änliches haben |
Allein schon deshalb, weil die Menschheit so dämlich ist, dass sie wegen ein paar Amokdrohungen in Panik verfällt und ihre Freiheitsrechte bereitwillig einschränken lässt, halte ich sie für verachtenswert.
Vielleicht hängt ihr auch alle zu sehr an eurem Leben. Ich hab das nie so gehabt. Ich habe mich in dieser Welt schon immer fremd gefühlt und werde es auch akzeptieren, wenn irgendwann die Erlösung kommt. Von welcher Seite auch immer. So war das bei mir schon als Schüler.
Dabei hab ich nicht mal so finstere Rockmusik gehört wie manche vehement lebensbejahenden User hier...
@ Bronstein:
| Zitat: |
| So jemand solte dann die Mobber gezielt abknallen, wenn schon. Und nicht auf jeden Anwesenden in der Schule ballern! |
So sehe ich das ja auch. Aber ich behaupte: Selbst wenn er es tut und die Mobber gezielt abknallt, werden die Medien in ihrer Berichterstattung darüber keinen Unterschied machen.
Wenn du gezielt jene abknallst, die du für die zunehmende Armut in Deutschland verantwortlich machst, bist du für die Öffentlichkeit auch nix anderes als ein durchgeknallter Psycho, der auf Kinder schießt.
Deshalb rege ich mich über den ganzen Fall ja so auf...
weil es die Leute gar nicht interessiert, was für Gründe dahinterstecken und ob der gezielt getötet hat oder nicht.
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Leberkrebs unregistriert
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Es ist vermutlich eine persönliche Entscheidung, ob man gezielt tötet.
Schiesse ich auf feindliche Soldaten, oder schiesse ich auf alles was sich bewegt? Wenn es keinen Unterschied macht, dann macht es zumindest einen Unterschied für mein Gewissen. Es sei denn ich habe kein Gewissen. In dem Fall bin ich aber identisch mit dem Mob da draußen, auch wenns mir nicht passt.
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Arne Kroger unregistriert
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Vor allen Dingen mordet man intelligenterweise so, dass man einen dabei nicht erwischt.
Dazu ist aber was anderes als eine Affekthandlung notwendig, also eine Tat, die Planung verlangt und das auch über die passende Unterwäsche zum Amoklauf hinaus.
Wenn ich jetzt noch Schüler wäre, würde ich sofort auf meiner Penne im Chat einen Amoklauf ankündigen, wenn man dann schulfrei bekommt. (Immer an den Tagen, wo ich irgendein Fach habe, dass ich nicht ab konnte. Bio oder Französisch oder sowas!)
Und ansonsten will ich erst wieder was von Amokläufen lesen, wenn mal ein Elternteil oder ein Lehrer Amok läuft oder noch besser gleich der Schuldirektor.
Oder wieso nicht der Kultusminister? Das wäre doch mal 'ne Schlagzeile.
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Leberkrebs unregistriert
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Würde ich auch machen: In eine Telefonzelle, möglichst weg von meinem Wohnort, und dann einen Amoklauf in meiner Schule ankünden. Einen Tag vor der Klassenarbeit in Mathe oder Latein...
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| Zitat: |
Original von dian
@ paganjunge:
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| nein,ich hab den nicht gekannt, und warscheinlich auch nichts verpasst. |
Genau wegen so einer Einstellung seiner Mitschüler hat er sich vielleicht umgebracht... |
also eine lehrerin aus unserer schule hat gemeint, der hätte sich aus schuldgefühlen umgebracht, weil er mim fahrad jemanden angefahren hat als er besoffen war...kann mir aber nicht vorstellen das das stimmt.
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M.F unregistriert
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| Zitat: |
Original von Bronstein
Würde ich auch machen: In eine Telefonzelle, möglichst weg von meinem Wohnort, und dann einen Amoklauf in meiner Schule ankünden. Einen Tag vor der Klassenarbeit in Mathe oder Latein... |
Die können dich aber an der Stimme zweifelsfrei erkennen...
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Arne Kroger unregistriert
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Ja und, ist doch nicht verboten, wenn man in einem Chat Amoklaufdrohungen gelesen hat, dies der Schule mitzuteilen???
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dian unregistriert
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Heute schon wieder die nächste Schlagzeile:
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Polizei verhindert Amoklauf - Schüler begeht Selbstmord
Das Georg-Büchner-Gymnasium im Kölner Stadtteil Weiden ist nur knapp einer Tragödie entgangen: Die Polizei verhinderte einen Amoklauf, den zwei Schüler geplant hatten. Einer nahm sich daraufhin das Leben, der zweite wurde festgenommen.[...] |
Ich weiß ,es wird langsam langweilig.
Aber irgendwie bekomme ich es mit der Angst zu tun, wenn ich lesen muss, wie der Selbstmord eines 17jährigen durch alle Medien hinweg als Erfolg für die menschliche Zivilisation gefeiert wird.
"Juhuu, er hat sich umgebracht! Er ist tot! Wir sind vor einer schlimmen Tragödie bewahrt worden!"
*kotz*
Und in der Türkei sitzt ein gleichaltriger möglicher Vergewaltiger in Haft, und die ganze Nation sorgt sich liebevoll um dessen Seelenzustand, weil er ja so traurig und unschuldig aussieht.
Vielleicht sollte ein Boulevardmagazin mal einen mit traurigen Geigenklängen untermalten Bericht über einen 17jährigen bringen, der von seinen Eltern ständig nur herumkommandiert, von seinen Freunden verarscht und von seinen Lehrern und Mitschülern psychisch unter Druck gesetzt wird... der hier in Deutschland lebt, aber genauso leidet, wie andere in einer türkischen Gefängniszelle, weil er von niemandem geliebt wird und keine Zukunftschancen für sich sieht.
Aber für so jemanden gibt es leider keine Geigenklänge. Der ist ja schließlich selbst schuld, dass er so ein negatives Weltbild hat, anstatt mit anzupacken und auf den wirtschaftlichen Aufschwung zu vertrauen.
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Das uuu~nglaublich große Waffenarsenal der mutmaßlichen Amokläufer
Ich war mir zwar sicher, dass jedes Jahr mindestens zwei Shool Shootings geschahen, aber in letzter Zeit häuft sich das wirklich sehr. Wobei ich nicht weiß, welche Vorstellung mich mehr gruselt- dass es komplett normal wird, dass ständig jemand seine Waffen mit in die Schule nimmt und so eine Nachricht nur noch ein müdes Gähnen hervorruft, oder dass es plötzlich, ohne irgendeine Änderung , gar keine Amokläufe mehr gibt, weil man schon beim geringsten Verdacht in Gewahrsam genommen wird.
Der Achtzehnjährige ist anscheinend schon wieder frei, ja, ja, aber jemandem so Panik einjagen, dass er sich vor einen Zug wirft.
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Arne Kroger unregistriert
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Aus dem wdr-Artikel, den @Leynneh gepostet hat, muss man sich das hier mal auf der Zunge zergehen lassen:
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Dass der 18-Jährige sich ungerecht behandelt fühlte, trifft die Lehrer besonders. "Haben wir etwas falsch gemacht?", fragte sich die Schulleiterin. Am wichtigsten aber sei es, möglichst schnell wieder zum Alltag zurückzukehren. "Wir sind alle sehr geschockt", sagte ein Lehrer. |
Na, wenn wir eventuell Fehler gemacht haben, dann ist es ja das Wichtigste, sofort zum Alltag zurückzukehren und bloß nichts zu ändern und die Fehler immer weiter zu machen.
Sind die Lehrer heutzutage wirklich so schreiend dumm geworden??? Ich mein', dass ist ja heute die Generation, mit der ich die Schule besucht habe, die heute Pauker sind. Okay, das, was damals Lehrer noch werden wollte, war der letzte Abschaum, das stimmt. Aber so widersprüchliches Zoichs hätten nicht mal die Pauker von sich gegeben, die noch aus der Nazizeit ihre Lehrbefugnis hatten.
Interessanterweise war das einer der wenigen Fälle, von denen ich auch in den NL-Nachrichten mal was gehört habe. Ich schätze, weil Köln ja doch relativ dicht bei NL liegt und die sowieso jeden Handtaschenraub in ihrem Land melden, was die Nachrichten immer sehr amüsant macht.
Aber auch die haben deutlich darauf hingewiesen, was die für Waffen hatten. Demnächst wird noch jemand festgenommen, weil er zu Karneval eine Wasserpistole und ein Gummimesser mit zur Schule gebracht hat, weil er als Cowboy oder Indianer verkleidet ist.
Der 18jährige ist btw in die Psychiatrie eingewiesen worden. Gute, alte Stalintechnik, der hat das auch mit allen so gemacht, die er nicht an die Wand direkt stellen lassen konnte.
Ach so, @Dian:
Was erwartest Du denn?
| Zitat: |
Aber irgendwie bekomme ich es mit der Angst zu tun, wenn ich lesen muss, wie der Selbstmord eines 17jährigen durch alle Medien hinweg als Erfolg für die menschliche Zivilisation gefeiert wird.
"Juhuu, er hat sich umgebracht! Er ist tot! Wir sind vor einer schlimmen Tragödie bewahrt worden!"
*kotz*
Und in der Türkei sitzt ein gleichaltriger möglicher Vergewaltiger in Haft, und die ganze Nation sorgt sich liebevoll um dessen Seelenzustand, weil er ja so traurig und unschuldig aussieht.
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Das ist Deutschland. Was den Fall des Vergewaltigers, dieses Marco, anbelangt, gibt es außer in Deutschland keinerlei Verständnis für das Verhalten der deutschen Öffentlichkeit. Nur, das ist eben Deutschland.
Denn, was ein Niederländer für asozial hält, dass tut ein Deutscher, der sich stark fühlt, immerzu.
So bleibt auch dieser Marco ein Nationalheld. Ein Mensch wie Ich und Du???
Zu dem Fall hört man dann nämlich leider nix von den großen Propagandisten gegen Kindesmißbrauch hier. Wäre ja auch mal 'ne praktische Äußerung, die über theoretische Schwätzerei hinausgehen würde.
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In die Psychiatrie? Der arme Junge. Hoffentlich kann er sich sehr gut verstellen oder seine Familie nimmt einen guten Anwalt und man lässt ihn auch so bald wie nur irgend möglich wieder raus, bzw, da er anscheinend freiwillig dort ist, er lässt sich nichts einreden. Andererseits ist das so aber ein potentieller Arbeitsloser weniger...
| Zitat: |
Original von Arne
Na, wenn wir eventuell Fehler gemacht haben, dann ist es ja das Wichtigste, sofort zum Alltag zurückzukehren und bloß nichts zu ändern und die Fehler immer weiter zu machen. |
Ja, das ist mir auch sauer aufgestoßen. "Huch, wir haben einen Fehler gemacht? Egal, machen wir einfach weiter. Kann ja nur ein paar Menschenleben kosten..."
Ich kann ja verstehen, dass sie a) aus Angst vor Nachahmungstätern keine Shool Shootings mehr aufbauschen wollen (auch wenn es nichts bringt und wer sich für sowas interessiert, findet's eh raus) und b) denken, dass es am besten für die anderen Schüler ist, keine Stunde zu verpassen, weil der Lehrplan so eng ist, außerdem liegt es wahrscheinlich an c) Abstumpfung (Amoklauf? Das schockt doch keinen mehr, das ist normal!).
Aber dann sollen sie wenigstens nicht "Warum?" heulen, immerhin zeigen sie mit so einer Einstellung, dass es ihnen eigentlich egal ist. Anpassungsfähig sind die Menschen halt, irgendwann kommen dann die reichen Kinder zur ihrer Sicherheit auf eine Privatschule...
Wenn schon jetzt zum Emsdetten-Jahrestag so viel Rummel um geplante?/nicht geplante/schon wieder abgesagte Amokläufe gemacht wird, mal sehen, wie das dann am 20. April aussieht. Auch wenn sich die jungen Schützen etwas Anderes ausdenken sollten, immerhin interessiert VTech jetzt schon niemanden mehr (geschweige denn dass man nach Lösungen sucht, um sowas in Zukunft zu vermeiden)...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Leynneh am 20.11.2007 16:46.
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Arne Kroger unregistriert
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Vermeiden lässt sich das nicht, @Leynneh, dafür müssten die eingestehen, dass das hiesige Schulsystem einfach Scheiße ist und das wäre dann doch zu peinlich.
Mangelhaft ausgebildete Lehrer, Schüler, die nur nach dem Gehalt der Eltern selektiert werden uswusf. Das würde zu viel über den Haufen werfen, wofür unser Bildungssystem seit Kaisers Zeiten steht.
@Rattengewitter:
Was mich bei der Auflistung in Deinem vorletzten Link schon wieder nervt, ist, dass die da einfach auch Taten mit bei aufzählen, die eben wirklich ganz gezielt nur die Schul-/Internatsleiter oder die mobbenden Lehrer mit aufzählen mit denen, die eben wahllos rumballern.
Wenn das für die alle das gleiche ist, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass irgendwann man keiner mehr dazwischen differenziert.
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MAUS
Too old to die young

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19.11.2007 19:12
Computer-Auswertungen entlasten Amoklauf-Verdächtigen
Für die Presse hat die Geschichte vom verhinderten Schulmassaker in Köln Aufmacher-Potenzial: Zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren, die ihre Lehrer und Mitschüler am Georg-Büchner-Gymnasium nach dem Vorbild US-amerikanischer Amokläufe kaltblütig niedermetzeln wollten. Ein neues Columbine, ein neues Erfurt, ein neues Emsdetten. Wieder sensibilisiert für das Thema war die Öffentlichkeit spätestens seit dem 7. November, als ein 18-jähriger Abiturient das Gymnasium einer finnischen Kleinstadt durchstreifte, 69 Kugeln abfeuerte und dabei acht Menschen tötete.
Nachdem es zunächst hieß, die mit Softair-Waffen und Armbrüsten geplante Kölner Tat habe nach der entdeckten Vorankündigung im Internet nur durch schnelles Handeln von Schulleitung und Polizei verhindert werden können, stellt sich inzwischen heraus, dass zumindest der ältere der beiden Schüler die Pläne für einen Amoklauf bereits vor vier Wochen aufgegeben hat. Dies hätten Computerdateien und Chat-Protokolle auf den sichergestellten Computern der Jugendlichen belegt, erklärte der Kölner Oberstaatsanwalt Alf Willwacher am heutigen Montag.
Ein Sprecher des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Community-Portals SchülerVZ bestätigte unterdessen, dass der jüngere der beiden Schüler Bilder "eines Massakers in den USA" auf SchülerVZ veröffentlicht habe. Der Jugendliche, der sich nach ersten Vernehmungen vor eine Straßenbahn geworfen hatte und dabei tödliche Verletzungen erlitt, soll fünf Fotos des Massakers an der Columbine-Highschool (1999) platziert haben, die dann von Mitschülern entdeckt wurden. "Wir haben einen Anruf von der Polizei bekommen und das Profil des Jungen umgehend gesperrt" sagte der Sprecher der dpa.
Gegenüber der Schulleitung und der Polizei soll der Jugendliche ausgesagt haben, mit den von ihm ins Internet gestellten Bilder habe er lediglich auf die Problematik von Amokläufen aufmerksam machen wollen. Bei SchülerVZ durchforsten Unternehmensangaben zufolge 50 Mitarbeiter das Netzwerk regelmäßig nach problematischen, zum Beispiel anstößigen oder rechtswidrigen Beiträgen. "Die Nutzer machen auch gegenseitig auf sich aufmerksam", erklärte der SchülerVZ-Sprecher. Die Anlässe reichten dabei von harmlosen Zankereien bis zu ernsthaften Hinweisen etwa auf deutlich rechtsorientierte Gruppen.
Der Bundesvorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft (DPOLG), Rainer Wendt, sagte der Tageszeitung Die Welt, dass nahezu alle Attentate dieser Art im Internet angekündigt würden. "Leider müssen wir damit rechnen, dass Amok-Taten an Schulen und Universitäten immer wieder Nachahmer finden werden." Schule und Polizei müssten deshalb Warnsignalen große Aufmerksamkeit schenken. Eine Strafe muss der 18-Jährige im Übrigen nicht befürchten: Die Staatsanwaltschaft bewertet die Aufgabe des Plans inzwischen als "strafbefreienden Rücktritt". (pmz/c't)
Originalseite mit weiterführenden Links:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/99244
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HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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