Unity-Forum
RegistrierungTeammitgliederMitgliederlisteHäufig gestellte FragenSucheZur Startseite Texte Homepage chat

Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Politik & Gesellschaft » BGE Modell: BIP Teilhabe und Geldsystemregulierung » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag | Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen |
Seiten (4): « vorherige 1 2 [3] 4 nächste » Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen BGE Modell: BIP Teilhabe und Geldsystemregulierung  
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

quaid

their law


24.03.2008 14:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

das sehe ich ganz genauso.
die konzerne sagen, die mitarbeiter sind ihr wichtigstes kapital. sie sollen motiviert sein, damit sie möglichst viel leisten (hier: möglichst viel kohle ranscheffeln).

scheiss kapitalismus
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Arne Kroger
unregistriert
25.03.2008 01:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jau, man merkt, dass hier ein paar tatsächlich schon mal gearbeitet haben.

Denn diese Logik wird niemand offiziell untersuchen, weil weder das Kapital ein Interesse daran hat, zu zeigen, dass deutsche Produkte dadurch Mist werden (weil es den kurzfristigen Gewinn schmälern würde und weiter denken die, wie man an der Krise der Finanzmärkte gerade sieht, sowieso nicht) und auch nicht die Gewerkschaften, die die höchsten Mitgliedsbeiträge von denjenigen bekommen, die zumeist schon auf der niedrigsten Stufe ihrer Inkompetenz stehen nach dem Peters-Prinzip.
Leberkrebs
unregistriert
26.03.2008 00:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Erstaunlicherweise zahlen die Konzerne ja meist noch vergleichsweise hohe Löhne. Am Schlimmsten ist es bei den Handwerkskrautern und Kleinbetrieben unterhalb 10 Angestellten. Da sind die Chefs oft der allerletzte Abzocker-Abschaum.

quaid

their law


26.03.2008 01:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

und was soll der quatsch von wegen..wenn eine firma in jahr x 10mio umsatz gemacht hat, und im folgejahr y wieder 10mio., dann ist das schon ein verlust?

man kann doch nicht erwarten, das die leute immer mehr einkaufen, und somit die gewinne der konzerne immer weiter steigen?
ich meine..wie beschränkt ist das denn. alles wird teurer, die leute sind demotiviert und verdienen nicht mehr sondern genausoviel oder weniger. und dann sollen sie aber immer mehr kaufen? -.-
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Leberkrebs
unregistriert
26.03.2008 03:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

An dieser Wahnvorstellung geht das System ja auch zwingend kaputt.
Die Wirtschaftskrisen werden häufiger und heftiger wie man sieht.
Spästens wenn die meisten Bürger verschuldet sind, wie jetzt in USA offenbar, kracht es schön.
Das wird bei uns auch bald kommen. Rund 20% der Familien sollen schon von Pfändung betroffen sein, Tendenz rasant steigend.

Ich habe nur Angst das die Bonzen vorher das tun, was sie schon zweimal in dieser Lage getan haben: Weltkrieg spielen!
Weil anders kriegen sie , ihrer Meinung nach, keinen Neustart hin.
Feindbilder werden ja zur Zeit wieder massiv geschürt. Vor allem gegen Islamstaaten, weil man denkt das die nur wenige Atomwaffen besitzen.
Aber in zweiter Linie wird auch gegen China und Russland wieder gut Stimmung gemacht.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 26.03.2008 03:30.

Arne Kroger
unregistriert
26.03.2008 03:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, @Bronstein, die großen Konzerne machen das eben so, dass sie massenhaft Stellen abbauen (BMW 8000; Siemens 3000; Henkel; 5000 etc) und glauben, dass die verbleibenden dann für ausreichend Geld genügend schuften.
Mal gucken, wie lange die das noch glauben. Die Rehakliniken sind auch jetzt schon voll von gutverdienenden Menschen im mittleren Management.

@quaid:
Natürlich sollen die weiter einkaufen.
Besonders schön fand ich heute, als mir jemand in einem anderem Forum die Seite verlinkte, dass unter dem Artikel, wo es um eine Familie, die mit einem wohl luxuriösen BMW durch die Gegend fuhr und dabei von einem Holzklotz getroffen wurde, direkt stand: "Noch mehr Luxus: Sichern Sie sich unser streng limitiertes Sondermodell Lexus IS 220d Limited."
Nee, danke! Würde selbst gehobenen Mittelklasseautofahrer in einem sich dermaßen verarmenden und herunterkommenden Staate wie der BRD eher Wagen mit Panzerglas empfehlen.
Leberkrebs
unregistriert
26.03.2008 14:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ja, die sparen über Massenentlassung und Ausland ein, das stimmt.
Übrigens hat Nokia sich mit Rumänien schonmal mindestens ein halbes Eigentor geschossen: Nach jüngsten Berichten zufolge, fordern die Rumänen schon 50% mehr Lohn und sind im Generalstreik. großes Grinsen Zunge raus

Bei kleinen Krauter hab ich 3 Jahre insgesamt gearbeitet, bei 2 verschiedenen. Das hat mich für alle zeit von Arbeit kuriert. Der Lohn ein Witz, die Kollegen mobbende Dumpfbacken und die Chefs Dauernörgler und Choleriker. Das geb ich mir garantiert NIEWIEDER, Arbeit kann mir gestohlen bleiben!
Arne Kroger
unregistriert
27.03.2008 03:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Gegen islamische Staaten sollen wir uns in Feindschaft begeben, weil die das Öl haben, das hindert aber SIEMENS nicht daran, mit einer französischen Firma zusammen, Saudi-Arabien erstmal Technologie für einen Kernreaktor zu liefern, damit man dann eben in ein paar Jahren, weil die dann angeblich die Bombe haben, auch da einfallen kann. Überlässt Europa dann evtl. wieder lieber den USA.

Rußland und vor allen Dingen China müssen die Hauptfeinde werden, weil eben China gerade die BRD als Exportweltmeister abhängt, das Spiel kennt man aus der Zeit von Schröder/Fischer. Damals war noch die USA wirtschaftlich besser gestellt als jetzt und ein Hauptkonkurrent.
Das ist altes Handelsdenken, man muss die direkten Konkurrenten im Ausland schlecht machen, um seine eigenen Chancen zu erhöhen. Mich ärgert es auch immer wieder, dass die BRD immer noch ein viel zu positives Image im Ausland hat. Wenn ich demnächst wieder eine Arbeit aufnehme, werde ich Widerspruch dagegen einlegen, im deutschen Sozialversicherungssystem einzuzahlen, sondern will in die Sozialversicherung eines kultivierten Staates wie z.B. der Niederlande einzahlen. Mal gespannt, ob da auch für Arbeitnehmer Freizügigkeit besteht, wenn das mal einer durchkämpft.

Insgesamt sollten sowieso die deutschen Arbeitnehmer wesentlich mehr solidarisch sein und die Gewerkschaften auffordern, in den östlichen EU-Ländern höhere Löhne durchzusetzen, das wäre wesentlich sinnvoller als manche hier gebundene Tarifauseinandersetzung.
Leberkrebs
unregistriert
27.03.2008 12:53 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Gewerkschaften kannst Du sowieso in die Tonne kloppen. Das ist reines Kasperlethater. Das einzige was Betriebsräte können, ist nach Hawai fliegen oder in den Puff gehen. Je nachdem, wieviel Schmiergeld der Chef springen lässt. Und dann Verhandlungstheater nach Drehbuch, wo am Ende die 2% rauskommen, die wegen Inflation sowieso nötig sind.
Arne Kroger
unregistriert
28.03.2008 05:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mit Betriebsräten oder ähnlichem habe ich auch nur negative Erfahrungen gemacht, ist eigentlich nur ein Sprachrohr der Bonzen, das stimmt.
Habe auch noch nie an so einer Wahl teilgenommen, die können mich mal.

Zvään




Back to the roots 30.03.2008 14:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hallo Miteinander,

ich interessiere mich nicht wirklich für Politik und mein Wissen in VWL ist wohl eher beschränkt. Obwohl ich das Thema intuitiv erstmal als Unsinn abstempeln würde, da es absolut unrealistisch klingt, bin ich interessiert.

Also könnt Ihr mir bitte mal funidert darlegen, wie das, sagen wir bei einer Auszahlung von 1000,- Euro netto, aussehen soll? Dazu habe ich ein paar Fragen:

Wieviel Geld verschlingt die Bürokratie des Sozialsystems (Nur Bereich Arbeitslosenversicherung / Verteilung)?

Wo würde das durchschnittliche Einkommen nach diesem Mindesteinkommen für alle liegen?

Gibt es Uhtersuchungen über psychologische Aspekte, also was würden die Menschen mit diesem Grundeinkommen tun?

In diesem Zusammenhang:

Was würden die "Bonzen" tun, die bei der Existenz dieses Systems weniger Einkommen hätten, da ja hier die Rede von einer höheren Besteuerung ist?

Wieviele Bürger würden gar nicht mehr arbeiten gehen und nur noch
konsumieren?

Bei unserer derzeitigen Gesellschaftsbildung: Was würden Menschen tun, wenn sie nicht mehr arbeiten gehen müssten?

Wie viele Bürger würden sich in anderen Ländern ansiedeln?

Für eine fundierte Darlstellung und/oder Begründung, warum einige Punkte vielleicht keine Rolle spielen, wäre ich dankbar.

Zvään
E-Mail an Zvään senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Leberkrebs
unregistriert
30.03.2008 19:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Scheinbar hast Du nicht viel von diesem Thread gelesen. Da steht nämlich schon einiges drinn. Aber vielleicht hast DU ja eine schlüssige Erklärung für mich, was es mir bringt für 100€ netto mehr, den ganzen monat malochen zu gehen. Und von diesen 100€ darf ich dann obendrein noch den Weg zur Arbeit und Verpflegung außer Haus zahlen, weil ich besonders in den Wintermonaten Mittags WARM essen möchte. Unterm Strich ändert sich dann an meinem Lebensstandard nichts positives, im Gegenteil: Ich darf Drecksarbeit machen. Nenn mir mal nen Grund der mich dazu motivieren soll? Leistungskürzung? Ok, wenn ich Hunger hab, verliert dann eben ne Oma die Handtasche, Pech... Angst vorm Knast? Warum? Ist nicht anders da, als mein ganzes Leben?
So, jetzt motivier mich, Kapitalist!

Metafire

Sci-Fi Freak

images/avatars/avatar-177.png


RE: Back to the roots 30.03.2008 21:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Zvään
Wieviel Geld verschlingt die Bürokratie des Sozialsystems (Nur Bereich Arbeitslosenversicherung / Verteilung)?

Nicht viel. Ein paar Millarden vielleicht. Selbst wenn es 20 Mrd. € wären, wäre das noch nicht wirklich viel im Vergleich zum Gesamthaushalt.

Zitat:
Original von Zvään
Wo würde das durchschnittliche Einkommen nach diesem Mindesteinkommen für alle liegen?

Ein paar Euro über dem heutigen Durchschnittseinkommen, da eben der Verwaltungsaufwand wegfällt, wenn das Grundeinkommen bedingungslos ist. Das Grundeinkommen ist ja im Wesentlichen nur eine Umverteilungsmaschine. Welche Auswirkungen ein BGE auf die Gesamtwirtschaft hätte, würde vor allem von dessen Finanzierungsform abhängen.

Zitat:
Original von Zvään
Gibt es Uhtersuchungen über psychologische Aspekte, also was würden die Menschen mit diesem Grundeinkommen tun?

Mangels Experimenten zur Einführung eines bedinungslosen Grundeinkommens gibt es meines Wissens auch keine Studien darüber, was die Leute mit dem Geld anfangen würden. Ich schätze aber mal, dass es nicht wesentlich anders verwendet würde als die heutigen Einkunftsformen auch.

Zitat:
Original von Zvään
Was würden die "Bonzen" tun, die bei der Existenz dieses Systems weniger Einkommen hätten, da ja hier die Rede von einer höheren Besteuerung ist?

Entweder abhauen, Steuerhinterziehung begehen oder sich freuen, dass die kommunistische Revolution durch ihre halbe Einführung entgültig abgewendet wurde.

Zitat:
Original von Zvään
Wieviele Bürger würden gar nicht mehr arbeiten gehen und nur noch
konsumieren?

Vermutlich weniger als heute. Die meisten würden sich endlich mal nach einer wirklich sinnvollen Beschäftigung umsehen.

Zitat:
Original von Zvään
Bei unserer derzeitigen Gesellschaftsbildung: Was würden Menschen tun, wenn sie nicht mehr arbeiten gehen müssten?

Künstler oder Philosophen werden oder eigene Unternehmen gründen. Oder aus Mangel an Phantasie einfach weiterarbeiten.

Zitat:
Original von Zvään
Wie viele Bürger würden sich in anderen Ländern ansiedeln?

Wer außer den Spitzenverdienern würde ein Land verlassen in dem der Staat für seinen Lebensunetrhalt aufkommt (solange es eben nur in diesem einen Staat ein BGE gibt)?

Zitat:
Original von Zvään
Für eine fundierte Darlstellung und/oder Begründung, warum einige Punkte vielleicht keine Rolle spielen, wäre ich dankbar.

Ich auch Augen rollen

Umgang mit Menschen verdirbt den Charakter.
E-Mail an Metafire senden Fügen Sie Metafire in Ihre Kontaktliste ein
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Zvään




30.03.2008 22:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Bronstein:
Hu, schon nach dem zweiten Beitrag nen Spitznamen. Danke. Wirklich clever mit ner Gegenfrage zu antworten.

Also sofern man davon ausgeht, dass Arbeit partout keinen Spaß macht, spricht nicht viel dafür. Wobei die Nettoauszahlung bei der ein oder anderen Arbeit ja doch die Differenz von 100,- Euro überschreitet.

Die Idee mit dem Knast hatte ich übrigens auch schon.. bist ja nicht der einzige Unzufriedene. Aber das ist nicht der Punkt, meine Fragen waren ernsthaft gemeint.

@Metafire:
Danke. Mag ja sein, dass ich zu blöd bin, oder Ihr die grundlegenden Fragen alle schon in anderen Threads geklärt habt. Aber außer dem Grundgedanken, dass vorhandenes, erwirtschaftetes Geld zum großen Teil leistungsunabhängig verteilt werden soll, (und einigen Finanzierungsmodellen,die ich hier zugegebenermaßen auf die Schnelle nicht ganz nachvollziehen kann) vermisse ich schon den Aspekt, was so ein BGE für Konsequenzen nach sich zieht.

Also ganz überspitzt: Wenn jeder 1.100 Euro erhält, und es jedem reicht, dann geht ja keiner mehr arbeiten. Schließen alle Grundmodelle ein, dass die Kohle im Land bleiben muss? Sonst würde hinzukommen, dass sich ein Teil absetzt, weil es sich mit dem BGE in anderen Ländern ja viel besser leben lässt.

Wenn man diesen Aspekt nicht berücksichtigt, so gleicht das doch der sich in den Schwanz beißenden Katze...

?

Der Kapitalist

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zvään am 30.03.2008 23:10.

E-Mail an Zvään senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Leberkrebs
unregistriert
30.03.2008 23:48 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Aha, tolle Theorie das bei Grundeinkommen (Bürgergeld) angeblich keiner mehr arbeiten geht. Eigentlich so das typische Geblubber der CDU zu diesem Thema.
Und ich sage: Für Hungerlöhne und Verarschung geht auch keiner mehr arbeiten, auf die Dauer. So, und jetzt?

Ob Arbeit Spass macht, ist für mich übrigens erst mal sekundär.
Mir werden durchschnittlich 8€ BRUTTO angeboten, als gelernter Handwerker, entspricht knapp 5€ NETTO bei derzeitigem Steuer-Abzock-System. Damit komm ich im Monat also auf 800€. Mit Hartz-IV habe ich 620€ plus Krankenversicherung. Also bleiben vielleicht 100€ übrig, die ich mit Arbeit dazu verdiene. Bei rund 20 Arbeitstagen im Monat, sind das nicht ganz 5 € pro Tag. Dafür 8 reguläre Stunden, plus unbezahlte Sklavenüberstunden, malochen. Bin ich bescheuert??? Augen rollen
Mit Zuverdienst beim 1€ Job hätte ich ja schon mehr (160€) , und das bei 30 Stunden pro Woche, statt 40 Stunden...

10€ BRUTTO die Stunde, das ist für mich allerhöchste zähneknirschende Schmerzgrenze bei Vollzeitarbeit. Ein Arbeitgeber der das ANGEBLICH nicht bezahlen kann, soll seinen Dreck selber machen. Oder den Senfladen dicht machen!

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Leberkrebs am 31.03.2008 00:05.

Arne Kroger
unregistriert
31.03.2008 02:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Zvään:
Ja, da hat @Bronstein Recht, da haste wirklich vieles nicht gelesen oder nicht verstanden.

Fangen wir mal so an:
Hier geht es nur noch begrenzt um bedingungsloses Grundeinkommen.
Die Idee hatte @Metafire eingebracht, wurde jedoch schnell überzeugt, dass das zur Zeit nicht finanzierbar ist. Maximal kämen dabei 400 € raus, und das wäre schon nicht finanzierbar und läge noch 250 € unter dem durchschnittlichen NuttenfickerIV-Satz.
Hinzu kam noch die Kritik von mir, dass Herr Ackermann bei 21 Mio € Jahreseinkommen nicht mehr unbedingt 400 € jeden Monat bekommen sollte. Darauf kann der imo ohne größere Verluste verzichten, wie eigentlich jeder, der arbeiten geht und VERNÜNFTIG entlohnt wird.
Daher kamen wir dann auf ein Mindesteinkommen. Also, ein Einkommen, was gezahlt wird, wenn sich die Person in irgendeiner Art und Weise der Gesellschaft als nützlich erweist. Das kann auch sein, dass das in der Form ist, dass er uns einfach verschont mit seiner Arbeitskraft, wenn dabei nur Blödsinn rauskommt.

So, dann zu den einzelnen Fragen, die aber eben unter dem Gesichtspunkt des MINDESTEINKOMMENS, aber eben keines BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMENS, zum Teil entbehrlich sind.

Der Bundeshaushalt der Bundesagentur für Arbeit verschlingt zur Zeit 1,5 Mrd. € an festen Personalkosten, also an Kosten für die Mitarbeiter der Bundesagentur. Die verwalten aber nur ca. 10 % der Arbeitslosen, die restlichen 90% sind Bordellvater IV. D.h., wenn 1,5 Mrd an Personalkosten schon 10% ausmachen, werden so 15 - 20 Mrd. schon stimmen. Eben reine Personalkosten für Menschen, bei denen, wenn sie streiken, es niemand bemerken würde, wo jetzt der Unterschied ist, ob sie es als Streik bezeichnen, ihren Kaffee zu kochen und zu schlürfen und ihre Gummibäume zu polieren und sich mit ihren Kollegen zu unterhalten oder als Arbeit.

Spielt aber keinerlei Rolle, was das Mindesteinkommen anbelangt. Die werden alle mehr haben als 1100 €, die Beamten wird man sowieso nur los, wenn man sie erheblich mehr stresst und sie dann evtl. von sich aus den Dienst quittieren und die Angestellten kann man sicherlich in Bereichen einsetzen, wo sie gesellschaftlich sinnvolle Arbeit leisten können, außerdem muss ja auch ein Mindesteinkommen verteilt werden, und auch dafür wird Personal gebraucht, auch, wenn bei der Abschaffung von Bargeld und der reinen Einführung von Buchgeld Computer das meiste der Arbeit erledigen können.

Die zweite Frage verstehe ich auch nicht, wenn ich @Metafires Antwort lese!!! verwirrt Das Volkseinkommen pro Person, habe ich schon erklärt, liegt bei ca 1800 € pro Bundesbürger (egal, ob arbeitend, arbeitslos, gerade erst geboren, zur Schule gehend etc.) Eine vierköpfige Familie, die also nicht 7200€ brutto hat, ist unter dem Durchschnitt.
Und das Mindesteinkommen verändert das nicht. Unter Volkseinkommen versteht man den Bruttoproduktionswert der produzierten Waren und Dienstleistungen aus den drei Sektoren (minus ein paar Einkommen von Ausländern im Inland plus den Vorleistungen natürlich vor der Produktveredelung und sowas). Der Wert verändert sich doch nicht, wenn Du etwas mehr den unteren Einkommensschichten gibst und es den oberen etwas kürzt??? verwirrt

Zur Frage, welche psychologische Auswirkungen das haben wird für diejenigen, die dann mehr bekommen:
Es gibt Untersuchungen, dass z.B. Krimineller Betriebsratbestecher IV- Empfänger, würde man deren Einkommen aufstocken auf eben so 1100 €, eben den Konsumstau, den sie bislang hatten, aufheben könnten und die Binnenwirtschaft infolgedessen ein riesiges Umsatzplus hätte und es einen erheblichen Aufschwung nach den Kriterien des Keynesianismus geben würde, wenn das Geld innerhalb der Nation ausgegeben würde und nicht auf Liechtensteiner Konten lagern würde.

Naja, was die Reicheren machen würde, ist eine gute Frage. Schweden hatte lange Zeit eine der höchsten Steuern der Erde. Damals gründete jemand ein Möbelhaus mit dem Namen IKEA, der gehört heute zu den reichsten Menschen der Welt. Ist mir aber auch egal, was die machen. Wenn es denen hier nicht passt, sollen die abhauen. Verändert nix an dem Volkseinkommen.

Zur Frage, ob weniger Menschen arbeiten würden:
Ob mehr Menschen uns ihre schlampige Arbeit ersparen, weiß ich nicht, auch, wenn ich es hoffen würde. KA. In Staaten, die einen sehr hohen Sozialhilfesatz haben wie Island (1300 €) oder Dänemark [ca.1200€) ist die Arbeitslosenquote wesentlich geringer als in Deutschland oder Polen, die eben einen sehr miesen Sozialsatz zahlen. ( Arbeitslosenquoten: Island: 1,1%, Dänemark 3,0%, Deutschland 7,5% ohne Eineurojobber, Polen 1cool . Und das Wirtschaftswachstum ist eben in diesen Staaten erheblich höher als wie in der BRD oder Polen. Also, was Du da am Ende zusammenfaselst, dass dann niemand mehr arbeiten geht, musst Du wirklich mal angesichts dieser Zahlen erläutern. Steht aber alles schon im Thread, wäre nett, den auch wirklich mal zu lesen, bevor man mit Schreiben beginnt.


Was Menschen tun werden, wenn sie nicht mehr arbeiten gehen müssten?
KA. Wird wohl jeder für sich selbst entscheiden. Sehe ich ähnlich wie @Metafire, nix anderes als jetzt, denke ich. Oder habe ich irgendwas verpasst in den letzten Tagen? Hat Herr Ackermann, als er seinen Gehaltsscheck von 21 Mio bei der Deutschen Bank bekam, gesagt: "Was? 21 Mio. Geil, dann brauche ich ja nie mehr arbeiten zu gehen?" und hat den Aktionären auf den Kopf geschissen??? verwirrt

Und es werden sich genau so viele Bürger wie jetzt in anderen Ländern ansiedeln. Wer arbeiten will und gutes Einkommen beziehen will, kann ja auch jetzt schon in die Niederlande oder nach Dänemark oder am besten gleich nach Norwegen gehen. Macht ja auch keiner.
Wozu das Geld dann im Lande bleiben muss, ist mir auch nicht so ganz klar?
Sollen die Menschen nicht mehr im Ausland Urlaub machen dürfen? Sollen wir den Export einstellen? Das würde die Wirtschaft wie eine der BRD total ruinieren, wenn wir sowas machen würden!?!?

Okay, jetzt lies mal den Thread gründlich, und dann erkläre mir mal die Fragen, die mir eingefallen sind, angesichts Deiner Fragen.

Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


RE: Back to the roots 31.03.2008 12:15 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Metafire
Ein paar Euro über dem heutigen Durchschnittseinkommen, da eben der Verwaltungsaufwand wegfällt, wenn das Grundeinkommen bedingungslos ist. Das Grundeinkommen ist ja im Wesentlichen nur eine Umverteilungsmaschine. Welche Auswirkungen ein BGE auf die Gesamtwirtschaft hätte, würde vor allem von dessen Finanzierungsform abhängen.


Das Geld für die Verwaltung landet doch auch irgendwo als Einkommen, also eher genauso hoch wie das heutige Durchschnittseinkommen oder niedriger, falls das BGE dafür sorgt, dass weniger Leute arbeiten gehen, weil die finanzielle Belastung der Arbeitenden zu stark ist.


Zum Mindesteinkommen:
Wenn das zu hoch ist gehen zu viele Leute nicht mehr arbeiten (winke Bronstein) und die verbleibenden werden zu stark belastet, so dass noch weniger arbeiten gehen und das System schlussendlich zusammenbricht.

Wir hatten auch mal bessere Sozialhilfe und niedrigere Arbeitslosigkeit, dummer Weise ist dann die Arbeitslosigkeit gestiegen und das Sozialsystem wurde zu teuer.

Island hat übrigens wesentlich höhere Preise und höhere Löhne, dazu muss man die Sozialhilfe auch in Relation setzen.
Ach ja, Island gibt deutlich weniger für Sozialleistungen aus als der EU Durchschnitt.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Leberkrebs
unregistriert
31.03.2008 12:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zum Mindesteinkommen, wenn das zu NIEDRIG ist, gehen auch viele Leute nichtmehr arbeiten. Weil sie keinen Bock auf Verarschung haben.
Hat einfach mal Deine Fresse Xoc, wenn Du wieder NULL Ahnung hast. Oder werd ein Paar mit nemesus, der wollte schon mit Usern hier gemeinsame Höhepunkte haben. großes Grinsen
Arne Kroger
unregistriert
RE: Back to the roots 01.04.2008 02:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc

Zum Mindesteinkommen:
Wenn das zu hoch ist gehen zu viele Leute nicht mehr arbeiten (winke Bronstein) und die verbleibenden werden zu stark belastet, so dass noch weniger arbeiten gehen und das System schlussendlich zusammenbricht.


Weshalb ja auch in Dänemark mit 1250 € umgerechnet Mindesteinkommen die Arbeitslosenquote bei 3% ist im Gegensatz zu den 7,5 % (ohne 1 €-Jobber und sonstige aus der Statistik rausgemogelte) in der BRD bei knapp 650 €???
Und bekanntlicherweise hat ja auch Dänemark nur ein wesentlich höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland und auch die Niederlande mit ihren 1200 € und den 3,1. Und selbstverständlich auch ein höheres Bruttosozialprodukt als die BRD pro Kopf.

Wie kommt das denn, @Xoc? Oder ist ein höheres BSP schon der Zusammenbruch des Systems????

Zitat:

Wir hatten auch mal bessere Sozialhilfe und niedrigere Arbeitslosigkeit, dummer Weise ist dann die Arbeitslosigkeit gestiegen und das Sozialsystem wurde zu teuer.


Was heißt zu teuer? Für wen zu teuer? Zu teuer, als dass man dann gleichzeitig sie Spitzensteuersätze um 10 % senken konnte oder wie meinst Du das. In Dänemark und den Niederlande wurde das nämlich nicht zu teuer. Die haben auch höhere Spitzensteuersätze.


Zitat:

Island hat übrigens wesentlich höhere Preise und höhere Löhne, dazu muss man die Sozialhilfe auch in Relation setzen.
Ach ja, Island gibt deutlich weniger für Sozialleistungen aus als der EU Durchschnitt.


Quelle? Naja, bei 1,1% Arbeitslosigkeit ist das auch kein Wunder.
Zu den höheren Preisen mal kurz was aus dem Index. Ich habe Island nicht gefunden, weil nicht in der EU, aber Dänemark, die ja auch nur knapp in dem Mindesteinkommen unter Island liegen. Da steht für das erste Quartal 08 folgendes:
Dänemark 105,1
Deutschland 105,5

Ist also alles unbewiesener Quatsch, den Du da erzählst, @Xoc.

Erkläre also mal, wieso Dänemarks Wirtschaft gerade zusammenbricht bei einem höheren Wachstum und höheren BSP als wie die deutsche Wirtschaft, wieso Dänemark bei einem geringeren Preisindex angeblich höhere Preise hat und das bei einem fast doppelt so hohen Mindesteinkommen wie in der BRD!!!

Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


01.04.2008 09:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich habe meine Quellen, die kriegst du aber erst, wenn du deinen "unbewiesenen Quatsch" mal mit Quellen untermauerst. Inbesondere, dass es sich tatsächlich um ein Mindesteinkommen dieser höhe handelt, also jeder mindestens dieses Geld bekommt und nicht um einen Mindestlohn, es also nur jeder kriegt, der arbeitet.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Seiten (4): « vorherige 1 2 [3] 4 nächste » Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Politik & Gesellschaft » BGE Modell: BIP Teilhabe und Geldsystemregulierung

Schnellantwort
Benutzername:
Überschrift:  
Optionen:




Antworten:

Powered by Burning Board 2.2.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH | Impressum