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der perfekte, moderne mensch
22.04.2009 18:52 |
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wie kommt man am besten zurecht in der gesellschaft?
gibt es die perfekte kombination von eigenschaften, oder sind die äußeren faktoren von zu großer bedeutung?
kurzes brainstorming:
-kompetenz
-ehrlichkeit
-treue
-verständnis
-intelligenz
-selbstständigkeit
-zuverlässigkeit
-fleiß / disziplin
-höflichkeit
-neugierde
-kompromissfähigkeit
-vertrauen
-teamfähigkeit
-toleranz
-hilfsbereitschaft
-wissensdurst
zunächst müsste man die kerneigenschaften, die wirklich relevant sind, herausfiltern bzw. hinzufügen. würde man nun hinter jedem wort eine skala von 0 bis 10 haben und daraus resultierend auch einen pool an zu vergebenden punkten, dann müsste man sich gewisse gedanken machen wie z.b.:
-zuviel fleiß kann ggf. freizeit/laune beeinträchtigen
-mit zuviel vertrauen und akzeptanz kann man leichter ausgenutzt werden
ich finde des thema recht interessant, da es auf den ersten blick klar erscheint, aber bei näherer betrachtung meiner meinung nach sehr vielseitig ist.
stellen wir uns das leben als ein programm vor. dann wären wir als individuelle persönlichkeiten per zufallsprinzip nach o.g. schema anzusehen. wir kennen ja sicherlich alle das gefühl, mit bestimmten eigenschaften, die uns ausmachen, schonmal angeeckt zu sein.
nun stelle man sich vor, die anfängliche frage nach dem perfekten muster wäre mit "ja, es gibt die perfekte kombination von eigenschaften" gelöst, dann könnte man messen, wie sehr jede individuelle persönlichkeit von diesem muster abweicht. schwächen wären klar definiert und könnten gezielt bearbeitet werden, wenn man das denn will.
p.s.: wer sich in diesem bezug selbst testen möchte:
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/TEST/ESV/Test.shtml
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nebenfrage: gibt es eigenschaften, die komplett als nachteilig anzusehen sind?
welche eigenschaften sind sehr selten, und entsprechend wertvoll? wertvoll in welchen hinsichten?
die eigenschaften eines menschen spielen eine große rolle, da sie über den lebensweg eines jeden entscheiden.
ich würde kompromissfähigkeit bei genauerer betrachtung als kerneigenschaft aus der obigen liste ausschließen. treue ebenso, da dieser begriff zu vielseitig ist und genau genommen zu speziell wäre.
unternehmenslust könnte man evntl noch hinzufügen..
edit:
nachtrag zu kompetenz:
| Zitat: |
| Soziale Kompetenz, häufig auch Soft Skills genannt, bezeichnet den Komplex all der persönlichen Fähigkeiten und Einstellungen, die dazu beitragen, das eigene Handeln von einer individuellen auf eine gemeinsame Handlungsorientierung hin auszurichten. „Sozial kompetentes“ Verhalten verknüpft die individuellen Handlungsziele von Personen mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe, entweder indem sich jemand in eine Gruppenstruktur auf akzeptierte Weise einordnet oder indem jemand Personen zu einer oder als eine erfolgreiche Gruppe organisiert. |
1:1 zitiert von wikipedia
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sandu mehta unregistriert
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ich frag mich was genau du denn damit herausfinden willst.
ich denke, man kann das ziemlich differenzieren, was es nun bedeuten soll, in "der gesellschaft" zurecht zu kommen und ein möglichst "gutes" leben zu führen. man könnte sich fragen, was all die verschiedenen leute von einem erwarten würden (sicher oft widersprüchliches, je nach ihrer gesellschaftlichen position, beziehung zu dir, u.a.), aber auch, wem man von diesen es überhaupt recht machen will und wie weit man denn in der gesellschaft _integriert_ sein oder lieber an ihrem rand leben möchte, also worin ein "zurechtkommen" eigentlich besteht.
bevor man also die ganzen anforderungen aufzählt und gewichtet, würde ich erstmal vorschlagen, genauer zu sagen, auf wessen anforderungen es ankommen soll (und auf wessen nicht) und welche deine eigenen dabei sind.
und das bedeutet im grunde die zurückweisung der idee eines allgemeingültigen schemas, auch wenn es verlockend klingen mag.
was ich ganz spannend fände wäre nicht eine reine auflistung von anforderungen, sondern die darstellung ihrer widersprüche:
- z.b. wird von einem verlangt, ehrlich zu sein, aber dann doch bloß zu höhergestellten. im gleichen zug soll man dann doch seine kunden betrügen und seine arbeiter oder rohstoffe möglichst "rationalisiert" verwenden, ohne es als ausbeute erscheinen zu lassen.
- genausogut könnte man es aber auch anwenden auf romantische liebesanforderungen, wo es einerseits darum geht, dem anderen zu versichern, ihn gerade deshalb zu lieben, weil er er ist, d.h. als etwas einzigartiges, und zugleich aber muss man sich mühe machen, einander zu gefallen, d.h. also einander eben nicht zu lieben weil man einzigartig ist, sondern weil man bestimmte eigenschaften hat, die genausogut auch jeder andere haben könnte..
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@sandu mehta:
da sind wir uns wohl einig, dass es sich um ein recht komplexes thema handelt. ich gebe dir recht bei den von dir angesprochenen punkten.
legen wir beispielshalber mal fest, dass wir das rundum-wohlfühl-paket wollen. es soll sowohl in der arbeit als auch im privatleben alles prima klappen. die partnerin/der partner soll passen, die arbeitsstelle ebenso. der freundeskreis ist entsprechend.
sollten wir zu dem punkt kommen, dass es tatsächlich keinen sinn macht, das thema zu verallgemeinern, dann können wir immernoch speziell werden.
ich hab mir mal den spaß gemacht, und folgende kerneigenschaften festgelegt. sie ergeben mit jeweils 10 punkten insgesamt 140 punkte, von denen man die hälfte vergeben darf.
1) kompetenz: 2/10
da wir von einer person ausgehen, ist mir das unterordnen in einer gruppe erstmal nicht so wichtig.
2) ehrlichkeit: 3/10
mit ehrlichkeit kann man punkten, da bekannter maßen viele leute lügen. allerdings haben viele leute auch gute gründe, zu lügen. darüber hinaus kann lügen über die eigenen vorteile hinaus auch positive wirkungen haben.
3) verständnis: 5/10
wenn ich ein unternehmen leite und ein mitarbeiter krank ist, kommt man sicherlich nicht weit, wenn man blind vertraut. genauso schlecht kann es allerdings sein, stets zu mistrauen. daher ein mittelwert.
4) intelligenz: 9/10
an einer definition haben wir uns hier schonmal versucht. hier sehe ich kaum nachteile, da es letztendlich auf andere eigenschaften ankommt, wie man die intelligenz einsetzt.
5) selbstständigkeit: 7/10
das gegenteil von abhängigkeit. zuviel selbstständigkeit jedoch kann auch abgrenzung bedeuten. daher 7 punkte.
6) zuverlässigkeit: 6/10
eine ziemlich wichtige eigenschaft, da sie von vielen wertgeschätzt, im umkehrschluss aber auch verhasst wird. von der wertigkeit her allerdings keine top3 eigenschaft, finde ich.
7) disziplin: 5/10
nach einem harten arbeitstag lieber aufhören und ausruhen, oder die anliegende arbeit noch fertig machen? oder anders formuliert: soll die arbeit leiden, oder die familie? gute frage..erstmal der mittelwert.
8) höflichkeit: 6/10
der mensch ist ein rudeltier, und als solches ist höflichkeit oder zumindest das entgegenbringen von einem grundmaß an respekt durchaus wichtig, finde ich.
9) neugierde: 4/10
dinge hinterfragen kann durchaus vorteilhaft sein. warum ist dieses angebot so günstig, wie ist das möglich?
in gewissen lebenslagen jedoch belässt man die dinge lieber.
10) kompromissfähigkeit: 3/10
hier geht es darum, mit anderen in bestimmten situationen zurecht zu kommen. allerdings sollte man seine eigenen ziele nicht aus den augen verlieren. daher der untere mittelwert.
11) vertrauen: 4/10
vertrauen ist gut, kontrolle ist besser?!
hier verhält es sich meiner meinung nach wie mit der ehrlichkeit: vertrauen kann durchaus hoch gewertschätzt werden; kann jedoch auch extrem nachteilig sein.
12) toleranz: 4/10
wie sehr sollte man die schwächen eines teammitgliedes tolerieren? oder die schlechten tischmanieren des gegenüber? akzeptanz ist sicherlich gern gesehen, jedoch sollte man sich auch nicht zu sehr verbiegen - hier ist eher taktgefühl gefragt.
13) hilfsbereitschaft:4/10
"was geht mich schon die oma an, der gerade ihr beutel runtergefallen ist?" hier geht es sicherlich um das gute gewissen. ausserdem sieht man sich im leben immer zwei mal, wie es so schön heißt. allerdings ist dieses auch nicht unbedingt eines der top3 eigenschaften, finde ich - allein schon weil die hilfsbereitschaft nicht immer im entsprechenden maße zu schätzen gewusst wird.
14) wissensdurst: 8/10
"wissen ist macht!" zweifelsohne kann man mit wissen einiges anfangen. dinge hinterfragen, anstatt sie einfach zu akzeptieren. darüber hinaus selbstständiger zu sein..durchaus wichtig.
70pkt vergeben
140 pkt insgesamt
soweit zu meinem vorschlag. zugegeben, da stecken eher flüchtige überlegungen drin. aber es soll auch erstmal nur als grundgerüst dienen, um überlegungen anzustellen, inwiefern man mit derartigen fixwerten zurecht kommen könnte, ohne näher auf die diversen umstände einzugehen.
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@sandu mehta:
in bezug auf die von dir angesprochene darstellung von widersprüchen - bei ehrlichkeit ist es ein klarer fall. wie du schon sagtest, gibt es situationen, wo moralische wertvorstellungen, die eben noch (z.b. dem chef gegenüber) sehr wichtig waren, plötzlich (z.b. dem kunden gegenüber) über board geworfen werden sollen.
aber was ist mit anderen eigenschaften? kompetenz, verständnis, intelligenz, selbstständigkeit, zuverlässigkeit etc.
momentan fällt mir da leider kein widerspruch zu ein. vielleicht kann man mir da mal auf die sprünge helfen.
was man zur intelligenz sagen könnte:
blondinenwitze leben von der typischen blondine, die gegenstand dieser verallgemeinerung und vorverurteilung ist. in den witzen wird die blondine eher runtergemacht. aber als partnerin wird sie gern hergezeigt, wenn nicht sogar gelobt für die kurzsichtigkeit, da dies ja spielraum bietet für so manch böse intention.
geht man von der anderen seite heran, so könnte man feststellen, dass ein hohes maß an intelligenz eher zum gesellschaftlichen ausschluss führen kann, da der durchschschnittsmensch den fachlich vorgetragenen thesen schwer hinterher kommt und sich ungern deswegen schlecht fühlen möchte. daher die vorverurteilung des strebers. auch hier können vorteile entstehen - im berufsleben beispielsweise.
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dian unregistriert
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@ quaid:
| Zitat: |
| legen wir beispielshalber mal fest, dass wir das rundum-wohlfühl-paket wollen. es soll sowohl in der arbeit als auch im privatleben alles prima klappen. die partnerin/der partner soll passen, die arbeitsstelle ebenso. der freundeskreis ist entsprechend. |
Ist das nicht ein bisschen zu optimistisch gedacht?
Wenn wir von einer idealen Gesellschaft reden, ok, dann könnte das schon möglich sein.
In der heutigen modernen Gesellschaft ist es aber meines Erachtens eher so, dass sich diese Dinge nur selten miteinander vereinbaren lassen.
Der Erfolg im Beruf schließt oftmals ein gutfunktionierendes Privatleben aus, weil einfach die Zeit nicht ausreicht, um beides unter einen Hut zu bringen.
Ganz davon abgesehen, dass die meisten Menschen, die ich privat schätze, in der Regel keinen Erfolg im Beruf haben, weil sich das, was ich an Menschen schätze, oft gar nicht mit einer erfolgreichen Karriere vereinbaren lässt (außer, man wird Rockstar oder sowas)
Ich denke, der perfekte Mensch in der heutigen Gesellschaft ist in etwa so wie die meisten unserer Politiker und Pominenten. Aalglatt, diszipliniert, unmoralisch, und im Zweifelsfall nie um eine gute Ausrede verlegen.
Wenn du so drauf bist, dürftest du am besten durchs Leben kommen. Ob man mit solchen Eigenschaften aber auch das perfekte private Glück findet, sei mal dahingestellt...
Jedenfalls will ich mit Menschen, die für die heutige Gesellschaft den perfekten Eigenschaften-Mix aufbringen, lieber nichts zu tun haben.
Den perfekten Menschen in einer idealen, zukünftigen Gesellschaft stelle ich mir hingegen ganz anders vor.
Definitiv nicht so wie heute, und definitiv auch nicht so wie die makellosen, immer gutgelaunten Arbeitsameisen aus Star Trek.
Es wäre im übrigen ein ziemlich widersprüchlicher Charakter. Unbefangen wie ein Kind, aber mit der Weisheit und Erfahrung eines alten Mannes.
Liebevoll und zärtlich, aber doch mit der mentalen Stärke und Unbeugsamkeit eines Kriegers.
Voller Traurigkeit, weil er die gnadenlose Natur des Lebens erkannt hat, und doch keiner, der ständig Trübsal bläst und in Depressionen versinkt.
Individuell und einzigartig, aber kein Selbstdarsteller, sondern jemand, der lieber im Hintergrund bleibt.
Ähm, nein, vergesst das besser wieder. Ich glaube, das war jetzt eher eine Beschreibung meines Traumpartners als die eines perfekten Menschen.
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mh, widersprüche hatte sandu mehta ja schon angesprochen.
| Zitat: |
Unbefangen wie ein Kind, aber mit der Weisheit und Erfahrung eines alten Mannes.
Liebevoll und zärtlich, aber doch mit der mentalen Stärke und Unbeugsamkeit eines Kriegers.
Voller Traurigkeit, weil er die gnadenlose Natur des Lebens erkannt hat, und doch keiner, der ständig Trübsal bläst und in Depressionen versinkt.
Individuell und einzigartig, aber kein Selbstdarsteller, sondern jemand, der lieber im Hintergrund bleibt. |
ich denke, das sollten wir lieber nicht vergessen, da es auch so sinn macht. viele menschen wissen es zu schätzen, wenn man sich der gnadenlosen natur des lebens bewusst ist, ohne die ganze zeit am jammern zu sein.
die ausgangsfrage nach dem perfekten, modernen menschen muss ja trotzdem nicht ausser acht fallen.
gerade wegen der skrupellosigkeit schaffen politiker beispielsweise ein erfolgreiches berufsleben. für ein ebenso lebenswertes privatleben jedoch müsste die partnerin dieses politikers jedoch entweder genauso drauf sein oder sehr viel ignoranz mit in die beziehung bringen.
um mal weiter auf die widersprüche einzugehen:
bisher haben wir die ehrlichkeit, wobei die erwartungen sehr unterschiedlich sein können. dabei verhält es sich ähnlich wie bei dem vertrauen. ein mindestmaß wird oft vorausgesetzt, jedoch kann man auch schnell aufs kreuz gelegt werden.
ausserdem haben wir die intelligenz, bei der die extreme ebenfalls gesellschaftlich schwerwiegende folgen haben können.
fällt jemandem noch ein weiteres beispiel ein?
edit:
damit man mich nicht falsch versteht..ich habe das thema nicht sehr weit bedacht. mir kam ein gedanke in den sinn, und ich habe ihn ausformuliert.
ich könnte verstehen, wenn jemand fragt, warum man überhaupt danach fragen sollte, oder ob es etwas bringen würde.
wenn ich jedoch meinen gedanken selbst bis zuende denke, laufe ich erstens gefahr, wichtige punkte ausser acht zu lassen, auf die andere möglicherweise gekommen wären (über die man auch weiter diskutieren könnte), und zweitens hätte ich dann nur mit mir selbst geredet, was irgendwie langweilig wäre
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Hansi unregistriert
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Und wieder malst du etwas schwarz-weiß mein lieber @quaid. Imo wird es den "perfekten" Menschen nie geben und es hat ihn natürlich erst recht nie gegeben, der Mensch ist nicht dazu ausgelegt um "perfekt" zu sein. Jede Eigenschaft die du hier aufzählst hat zwei Kehrseiten der Medaille. Nehmen wir Intelligenz als Beispiel. Ist es nun idealer Hochintelligent zu sein und an der Dummheit der Mitmenschen zu Grunde zu gehen, die fröhlich und dämlich auf den Abgrund zu schlittern oder ist es idealer dumm wie Stroh zu sein, sich über nix nen Kopf zu machen und ein rundum glückliches Leben zu führen? Ich weiß es nicht, beide Varianten haben ihre Sonnen- und Schattenseiten. Dieses Spiel kann man mit jeder menschlichen Eigenschaft führen, nur wozu?
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sandu mehta unregistriert
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@hansi
das ist natürlich ein berechtigter einwand, allerdings doch wieder ZU relativiert. in anbetracht bestimmter umstände kann man schon angeben, welche eigenschaften idealer sind, und welche sich weniger eignen.
wenn du z.b. in einem milieu lebst, in dem die menschen "strebertum" verachten, wirst du dir dort mit einer zu offensichtlich ausgelebten intelligenz sicher keine freunde machen. wenn dir allerdings solche freunde z.b. egal sind, oder wenn du auch zugang zu einem anderen milieu hast, in dem das sogar gern gesehn wird, wird es dich auch glücklich machen können.
natürlich kann man hier aber auch noch weiter differenzieren: was ist intelligenz z.b.? es gibt verschiedene anwendungsbereiche für intelligenz; jemand kann intelligent autos tunen, oder reparieren, dafür aber keine ahnung von programmierung am pc haben, wieder jemand kann intelligent leute verarschen. daran sieht man auch, dass es nicht um intelligenz (oder andere charaktereigenschaften) "an sich" geht, sondern um die konkreteren arten in konkreteren umständen.
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ein intelligenter mensch kann sich dumm stellen. andersrum wird es schon schwieriger.
was die definition von intelligenz angeht, lehne ich mich an xoc's definition:
| Zitat: |
die intuitive, allgemeine Fähigkeit Probleme zu lösen, die unabhängig von spezifischem Wissen ist.
Natürlich lässt sich genaus für jede Teilgebiet von Problemen eine spezifische Intelligenz definieren. |
aus diesem thread: Intelligenz - was ist das? an.
dabei muss man natürlich eingestehen, dass es viele formen der intelligenz gibt und diese sich in unterschiedlichen situationen unterschiedlich auswirken.
ich hoffe, man kann es ganz simpel so auslegen, dass in meiner allgemeinen fassung der punktevergabe intelligenz stets als jene ausgelegt wird, die im lebensweg benötigt wird.
aber selbst wenn mein schema tatsächlich viel zu allgemein gehalten ist, könnten wir doch auf jeden fall eine gewichtung festlegen, oder?
wenn es z.b. darum geht, möglichst gut durch's leben zu kommen, dann sind eigenschaften, die sich von der person auf andere beziehen, nicht so wichtig wie eigenschaften, die nur die eigene person meinen, denke ich.
intelligenz kann sich auf beides beziehen, während disziplin als selbstbezogene eigenschaft gerade im berufsleben wichtig sein kann.
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Hansi unregistriert
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| Zitat: |
| ein intelligenter mensch kann sich dumm stellen. andersrum wird es schon schwieriger. |
Das kommt auf das "Publikum" an vor dem sich der Dumme intelligent gibt.
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na schön - wenn wir also zu dem entschluss kommen, dass man sich absolut nicht allgemein halten kann bei dem thema, denn werden wir eben speziell
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Kann man auch damit beantworten, indem man sagt: "Perfekt" ist der Mensch, der sich anpassen kann. Jetzt und in Zukunft.
Das wäre noch ein Kriterium, dem zumindest die darwinistische Wissenschaft zustimmen könnte, also etwas ein wenig objektives.
Letztendlich hat man dieses "rundum-Wohlfühl-Paket" so weit, dass man sagt, der perfekte Mensch bin natürlich "ICH" oder man sollte mal psychiotherapeutische Hilfe in Amspruch nehmen, weil er mit seinem Dasein nicht zufrieden ist.
Ich kann doch nur sagen, was für mich persönlich perfekt ist, und das bin erstmal ich und dann wohl die Menschen in meiner Umgebung, sonst hätte ich sie nicht ausgesucht.
Mit Eigenschaften zu arbeiten, wie jemand sein müsste, um jetzt oder in Zukunft "perfekt" zu sein, ist mir ein bisschen zu faschistoid schon wieder, weil sich das anhört als wollten wir da irgendwas kreieren.
Das ist so ziemlich das Gegenteil von Perfektion, wenn in meiner Umgebung alle Menschen gleich wären bzw. die gleichen Eigenschaften haben.
Wäre also maximal eine Frage für jemanden, der nur sich selbst und einen zweiten Menschen ertragen kann, wie DER perfekte Mensch aussehen müsste. Je vielfältiger, desto besser. (Gilt imo auch für einen selbst.)
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