dian unregistriert
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Stadt oder Land?
13.02.2014 17:26 |
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Ich bilde mir ein, dass doch überdurchschnittlich viele Unity-User aus eher ländlichen Regionen stammen. (Das merk ich auch, wenn ich Bücher verschicke... die gehen auch meistens in irgendwelche Käffer)
Und ich frage mich gerade, ob das einfach daran liegt, dass generell mehr Menschen in ländlichen Regionen leben... oder hat das was mit den speziellen Eigenheiten des Landlebens zu tun, etwa weil man da als Heranwachsender mit besonders viel Engstirnigkeit und Dummheit konfrontiert wird, oder weil man schlicht und ergreifend weniger Beschäftigungsmöglichkeiten hat als in der Stadt?
Naja, ihr könnt ja mal abstimmen und schreiben, wie ihr das so seht. Denkt ihr, das Landleben ist für Menschen, die etwas reifer sind als der Durschnitt, besonders hart, und daher neigen die auch eher dazu, sich nach Kontakt zu Gleichgesinnten zu sehnen? Oder ist der typische Städter einfach zu sehr abgelenkt von anderen Faktoren? Oder ist alles ganz anders?
Ich persönlich komme ja auch aus einer eher ländlichen Gegend, wobei aber auch Stuttgart nicht so weit weg ist, also irgendwie hab ich schon beides kennengelernt... würde aber sagen, dass mir das Landleben doch mehr behagt als die Stadt, einfach aufgrund meines Ruhebedürfnisses. Tag und Nacht Autolärm und Gestank könnte ich nicht ertragen. Die Engstirnigkeit der Dorfbevölkerung nehme ich dafür gern in Kauf... wobei ich den Eindruck habe, dass die engstirnigen Alten alle wegsterben... stattdessen ziehen irgendwelche Hippster-Familien mit ihren Kindern hierher, und alle möglichen Ausländer, die sich aus dem Ghetto hochgeschlafen haben... weiß auch nicht, was da besser ist.
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Ist beides scheiße. Ich will lieber auf dem Mars leben, wenn man da atmen könnte und es auch Wasser gäbe. Auf der Erde am liebsten im Wald, nur die Tiere als Nachbarn; sanft dahin fließende Bäche, stille Bäume, deren Äste sich im Wind wiegen. Überall, wo Menschen sind, gibt es nur Stress. Jetzt habe ich Kopfschmerzen.
Die Arbeit ist etwas Unnatürliches. Die Faulheit allein ist göttlich.
Anatole France
16.04.1844 - 12.10.1924
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"This doesn´t happen to fucking synthesizers." (Midge Ure beim Konzert in Augsburg am 16.10.05 nachdem ihm eine Gitarrensaite gerissen ist).
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Dortmund, Ruhrgebiet. Alle Asis auf einem Haufen. Mars haben will.
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wischhafen. dummes scheißkaff an der elbe.
haufenweise vollidioten, eine drecks schule und absolutes brachland wenn man nach intelligenten lebensformen sucht. hier wird wirklich das klischee des konservativen mittelalterdorfes erfüllt.
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600 einwohner sind hier am start - der meiste teil davon wird das in 2 jahren schon nichtmehr sein, wenn ihr versteht. und obwohl ich als kleines kind immer in die große stadt wollte, finde ichs hier am ende doch gemütlich. kein verkehrslärm, kein großsstädtlicher menschenbetrieb auf den straßen, keine sirenen die nacht durch oder sonstwas. ausserdem riecht es draussen nicht nach stadt, sondern nach land (nein, nicht gülle), vorallem wenn es mal regnet. Hier gibt es nichtmal einen Bäcker oder sonsteine Einrichtung wo man irgendwas nennenswertes tun kann, aber man hat seine ruhe, und das schätze ich soooo sehr
die einwohner hier sind auch meistens so leute, die man auf den wahlplakaten der CSU wiederfindet. aber niemand hier ist wirklich aktiv oder nervt einen damit. außer mein nachbar, der ist alkoholiker und kann einen mit seinen ansichten schon ganz schön auf die eier gehen.
und auch wenn die meisten richtig was gegen solche käffer haben und dann doch lieber in die stadt gehen wollen - ich finds hier schöner. ich bin nicht in die gegend oder das dorf an sich irgendwie verliebt, aber etwasw naturumgebener ist mir in jedem maße lieber als (groß)stadt(raum). und wenn ich dafür die parolen von ein paar predigern ertragen muss, ist es mir das wert ^^
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Geht mir ähnlich wie VeggiePower. Wobei das so ne Sache mit den Gerüchten und dem ganzen Scheiß ist. Das was Kate als positiv dargestellt hat sehe ich eher negativ, wenn es heißt "du bist doch der Sohn von..." und auch dieses zwingend freundliche zu drn Nachbarn geht mir auf die Nüsse. Wobei ich zustimmen muss, dass der persönliche Kontakt zu anderen Mietern zB schon recht nett ist ^^ vor allem wenn man sich gegenseitig sympathisch ist.
Ich finde die Natur hier klasse und oft laufen einem Katzen über den Weg oder jemand geht mit seinem Hund gassi. Ich bin ja so tierlieb und mir zaubert das immer ein Lächeln auf mein Gesicht
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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Ich ziehe ländliche Gegenden vor, weil ich gerne Natur in der Nähe habe.
Menschen sind überall gleich, aber als Jugendlicher ohne Auto lebt es sich in einem Dorf imho eher schlechter weil man einfach eine viel geringere Auswahl bei allem hat.
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Wohne zurzeit in der Stadt, finde aber ebenfalls in ländlicher Gegend zu wohnen besser, da dort die Leute normal mit einem reden können und in einer stadt, da sagt man nur "hallo!" oder " wie komme ich von a nach b?". Vor allem das ständige Begrüssen nervt mich einfach, ich würde sagen, da wo man den andere nicht begrüssen muss, herrscht wirkliche vertraunsvolle / gesellschaftliche Beziehung. Hatte zweimal in ländlicher Gegend gewohnt.
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Ich komme auch aus nem kleinen gemütlichen Dorf, wobei ich außer bei meinen Eltern nur in Städten gewohnt habe (2x).
Land hat klar den Vorteil dass man seine Ruhe hat, und wenn man bei Lebensmitteln Bedenken hat geht man einfach zum Bauern / Metzger (falls man Fleisch isst), dann weiß man wo sie herkommen.
Ich denke auch das Landleben animiert zu Eigenständigkeit, Autodidaktik und Kreativität, da man nicht das Konsumangebot wie in der Stadt hat.
...wobei es der Kreativität sicher auch ganz gut tut, wenn man in der Stadt viele Inspirationsquellen aufgrund der bunten Mischung hat.
Falls ich aber mal wieder in eine ländliche Gegend ziehe, dann nur zusammen mit Leuten, die meine sozialen und intellektuellen Bedürfnisse befriedigen, und am besten mit guten ÖPNV-Anbindungen zur nächsten Großstadt.
Oder ich hol doch noch meinen Führerschein nach, dann sind meine Ansprüche etwas niedriger. ^^
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| Zitat: |
| Oder weil man schlicht und ergreifend weniger Beschäftigungsmöglichkeiten hat als in der Stadt? |
Nunja, ich würde sagen, wer das so sehen würde, der hat eindeutig, schlicht und ergreifend vergessen bzw. nie gelernt, sich auch ohne großes Blink Blink Trubel Zeugs mal mit sich selbst und der Natur zu beschäftigen.
Ich bin in einem Dorf groß geworden und ich habe Rotz und Wasser geheult als Kind, als wir dann in die Stadt zogen, weil ich damit nichts anfangen konnte.. War nicht meine Welt, ist bis heute nicht meine Welt und wird auch nie meine Welt sein.
Als ich Kind war, trafen sich die Kinder ohne Handy und Internet nachmittags auf dem Sportplatz, es war immer jemand da, den man zum spielen fand... Ob nun zum Fußball oder Auf den Bäumen klettern oder sonst was anstellen. Die Nachbarskinder waren nicht weit und wenn alles nichts half, hat man sich mit sich selbst beschäftigt.
Die Natur bietet genug Möglichkeiten.... es ist der größte Spielplatz für Kinder... und es kann auch immer wieder Neues für Erwachsene bereit halten, doch sind wir selber noch dazu in der Lage? Haben wir sowas nicht schon längst verloren?
irgendwie traurig....
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| Zitat von Eev: |
Ich bin in einem Dorf groß geworden und ich habe Rotz und Wasser geheult als Kind, als wir dann in die Stadt zogen, weil ich damit nichts anfangen konnte.. War nicht meine Welt, ist bis heute nicht meine Welt und wird auch nie meine Welt sein.
Als ich Kind war, trafen sich die Kinder ohne Handy und Internet nachmittags auf dem Sportplatz, es war immer jemand da, den man zum spielen fand... Ob nun zum Fußball oder Auf den Bäumen klettern oder sonst was anstellen. Die Nachbarskinder waren nicht weit und wenn alles nichts half, hat man sich mit sich selbst beschäftigt.
Die Natur bietet genug Möglichkeiten.... es ist der größte Spielplatz für Kinder... und es kann auch immer wieder Neues für Erwachsene bereit halten, doch sind wir selber noch dazu in der Lage? Haben wir sowas nicht schon längst verloren?
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das problem ist da nur, das irgendwann so ein magischer zeitpunkt kommt, wo keiner der früheren freunde mehr auf den spielplatz, auf den bolzplatz oder zum klettern rauskommt. plötzlich macht das keiner mehr. man sitzt vor dem pc, man geht mit freunden party machen, man tut einfach "erwachsene" dinge und nichtmehr dieses "kindische gespiele". und selbst wenn man das von sich aus nicht macht, wenn irgendwann keiner mehr da ist ziehen die meisten automatisch mit. doof.
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Geboren in ner westdeutschen Millionenstadt.
Aufgewachsen dort..
Paar Jahre zwischendrin aufm Dorf, mittlerweile wieder in der Großstadt.
Geht mir irgendwie am Arsch vorbei, wo ich lebe.
Wenn du am Arsch bist, bist du am arsch, wenn du glücklich bist, bist du glücklich.
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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Und wenn alle von der Brücke springen, springen wir einfach hinterher.......
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Springt mir jemand vor?
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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Na immer doch Schatzi
<3
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Zitat von WerBinIch: |
Na immer doch Schatzi
<3 |
*_*
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Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
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Ich komme vom Dorf (Gott sei´s vergolten, haben wir eine gute ÖPNV-Anbindung), habe keinen Schimmer, wo "mein" Metzger sein Fleisch her hat (vermutlich nicht von Weideviechern, sowas gibts hier kaum) und dass ich zu meinen Nachbarn zwingend nett sein muss, geschweige denn deren Nachnamen kennen muss, ist mir neu. Hier ist eher Stellungskrieg.
Außerdem wohne ich an einer Bundesstraße, also habe ich hier weder Dorfromantik, noch -ruhe.
Für ein paar Jahre würde ich schon gerne mit Gleichgesinnten in einer WG in der City wohnen, bis morgens um fünf meine Nachbarn mit Musik beschallen, mit dem Fahrrad rumgurken, weil es fürs Auto eh keinen Parkplatz gibt, und meine Nachbarn alle paar Wochen mal auf dem Flur treffen, um Drogen zu verchecken
Aber wenn ich dann älter und ruhiger geworden bin, also mit Mitte 30
, ziehe ich wieder ein beschauliches Dorfleben mit ruhigem Stellungskrieg vor.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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