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MMVVII

Virus


Informationen bekommen... 04.08.2010 21:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das was uns über die Medien vorgesetzt wird, muss nicht immer das sein, was der Wahrheit entspricht. Es ist vorab gefiltert worden und wird ggf. nur einseitig dagestellt.

Mit was kann man sich jetzt aber noch guten Herzens informieren? Zu sagen das alles nur Mist ist, kann ja auch keine richtige Lösung sein.

Ich lese gerne den Spiegel, da ich die Berichte recht "objektiv" dagestellt finde.

Natürlich muss man immer selber auch hinterfragen was man da im einzelnen vorgesetzt bekommt.

Ich denke das meiste geht als Wahrheit noch irgendwie durch, weil aufgrund der Reizüberflutung keiner von weit oben es für nötig hält es groß zu zensieren oder zu verbieten.

Weil mit Brot und Spielen sind die Leute ja eh ruhiggestellt. Was kann da den einzelnen noch wirklich empören?

Aber was denkt ihr?

Ich halte da Thema jedenfalls für ein ganz schwieriges... verwirrt
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Arne Reload



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05.08.2010 00:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, den Spiegel-Artikel, der länger als fünf Zeilen ist und nicht durchtränkt ist von Propaganda, den möchte ich aber mal sehen.

Evtl. sind deren Wissenschaftsseiten annehmbar, die kenne ich nicht so, aber z.B. bei Politik ist das alles mehr als tendenziös.

Und SPON ist eher schon Richtung BILD-Qualität.
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dian
unregistriert
05.08.2010 11:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Interessantes Thema.
Ich denke mal, dass ein Großteil der Meldungen, die heute in "seriösen" Zeitungen abgedruckt werden, schon ihren wahren Kern haben.
Dinge zu erfinden und Lügen zu erzählen ist häufig auch gar nicht nötig. Allein durch die Auswahl, über welche Themen man berichtet und in welchem Ausmaß, lässt sich die öffentliche Meinung schon prima steuern.
Nehmen wir mal als Beispiel straffällig gewordene Polizisten.
Es kommt immer mal wieder vor, dass ein eifersüchtiger Polizist seine Freundin abknallt... das wird auch nicht totgeschwiegen, sondern durchaus kurz berichtet.
Aber damit endet die Berichterstattung dann auch. Bei einem Amoklauf an einer Schule hingegen wird noch Wochen nach der Tat über mögliche Ursachen diskutiert, Politiker fordern Verbote von Spielen und Waffen im Privatbesitz... man zieht alle möglichen Statistiken zu Rate und haut sie dem Zuschauer/Leser um die Ohren, etc.
Dass man, auch wenn zum zwanzigsten mal ein Bulle seine Frau oder Kinder erschießt, mal groß öffentlich darüber diskutieren würde, in wie fern der Polizeidienst eine Anziehungskraft auf gewalttätige Psychopathen ausübt (und wie groß deren Anteil dort ist), ist hingegen wohl eher unwahrscheinlich. Augen rollen

Das "Schöne" an unserem System ist ja auch, dass eine echte Zensur gar nicht wirklich notwendig scheint. Egal, wie oft man den Menschen von unfähigen, korrupten Führungskräften oder Politikern berichtet... sie werden diese Politiker trotzdem immer wiederwählen, weil sie sich sagen "die anderen sind ja auch nicht besser, und der Herr X ist mir wenigstens sympathisch".
Ich denke ja ohnehin, der Mensch wird üblicherweise noch im Elternhaus bzw. in der Schule gebrochen, spätestens beim Eintritt ins Berufsleben. Danach ist's eigentlich gar nicht mehr so wichtig, was man ihm an Informationen vorsetzt, denn wenn er erstmal gebrochen ist, wird aus ihm höchstwahrscheinlich kein Revolutionär mehr, selbst wenn man ihm mal die schonungslose Wahrheit berichten würde.

Also werden Informationen überbewertet?
Ein gewisser Grad an Allgemeinbildung und politischem Verständnis ist natürlich von Vorteil, um nicht jeden Mist glauben zu müssen.
Doch dienen Informationen in der heutigen Infotainment-Gesellschaft wirklich noch der Erkenntnis, oder sind sie nicht eher (selbst wenn sie wahr und unzensiert sein sollten) häufig nur ein Ablenkungsmanöver? Die Taube auf dem Dach, damit der Mensch nicht bemerkt, wie ihm der Spatz gerade die Körner aus der Hand frisst?
Da macht sich die Mutter in Oberammergau Sorgen um ihren Nachwuchs, weil sie im Fernsehen gesehen hat, dass in Buxtehude ein Kinderschänder umgeht... denkt Tag und Nacht darüber nach, was für schreckliche Dinge theoretisch ihren Kindern passieren könnten, während sie weiterhin ihrem Job bei LIDL nachgeht, wo sie gemobbt und schlecht bezahlt wird und eigentlich total unzufrieden ist... aber das ist ja alles nicht so wichtig, weil der Kinderschänder in Buxtehude oder die Ölpest in den USA ja das viel dringendere Problem ist.

Manche nennen sich heute voller Stolz "Infokrieger"... und meinen damit, dass sie andere, bessere Informationen über das Geschehen in der Welt haben als die breite Masse... und dass diese besseren Informationen über Verschwörungen im Weißen Haus, dem Vatikan oder sonstwo letztlich die Menschheit befreien werden.
Ich möchte nicht wissen, wie viele Infokrieger sich nicht mal vom Einfluss ihrer dominanten Eltern oder ihres Chefs befreien können... aber klar, wenn ich erstmal "Zeitgeist" gesehen habe und darüber bescheid weiß, wie das internationale Bankensystem funktioniert, ist das ja alles auch völlig nebensächlich. Wen interessieren schon die kleinen Ungerechtigkeiten des Alltags, wenn es um die Rettung des gesamten Planeten geht?
Ok, genug gespottet. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass uns alle Information der Welt nichts nützt, wenn wir sie als Opiat oder Ersatzreligion konsumieren... und nicht selten lenken uns die ganzen spektakulären Informationen nur ab vor dem ganz normalen Drama, das sich jeden Tag direkt vor unserer Nase abspielt.

Ich persönlich "informiere" mich daher eher nebenbei, mal in der Glotze, mal im Internet, mal in der Zeitung, und natürlich auch durch die zwanzigtausend Chemtrail-Videos, die mir meine lieben Freunde auf Youtube jeden Tag zusenden. großes Grinsen
Es ist im Grunde scheißegal... Nachrichten, das ist das, was irgendwo draußen in der Welt passiert und uns von dem ablenken soll, was wir täglich um uns herum erleben.

MMVVII

Virus


05.08.2010 15:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von dian
Ok, genug gespottet. Ich will damit eigentlich nur sagen, dass uns alle Information der Welt nichts nützt, wenn wir sie als Opiat oder Ersatzreligion konsumieren... und nicht selten lenken uns die ganzen spektakulären Informationen nur ab vor dem ganz normalen Drama, das sich jeden Tag direkt vor unserer Nase abspielt.


Ja, den Schuh würde ich mir selber sogar teilweise anziehen.
Ich muss doch zugeben (warum sich selbst belügen..?) das mich der Spiegel doch jede Woche erneut köstlichst unterhält.
Weil die ganze negative Scheiße darin ist genau das was ich ja auch erwarte. Meine Erwartungshaltung wird so zu sagen befriedigt.
Jetzt gerade (oder besser gestern auf der Arbeit in der Pause) den Spiegelartikel zur Love Parade gelesen und ich wusste schon vorher was eigendlich kommen muss. Versagen auf allen Ebenen (keiner ist Zuständig wenn die Scheiße durch den Ventilator geflogen ist, wärs ein Erfolg gewesen, dann wären komischer weise alle oberzuständig).
Und oh Wunder, über 4 Seiten oder so eine Abfolge von menschlicher Inkompetenz und menschlichem Versagen.
Da muss ich dann großes Grinsen machen.

Ein Arbeitskollege von mir meinte einmal, früher hat er auch mal den Spiegel gelesen, aber dann hat er aufgehört, damit er nicht aus dem Fenster springen muss. smilie26

P.S. Das ganz normale Drama hab ich allerdings auch noch jeden Tag vor meiner Nase, kom mir bisweilen vor wie im Kindergarten, aber alle sind doch erwachsen. geschockt
Aber man stumpft ab, weil wenn man das noch an sich ran lässt, muss man ja irgendwann ausrasten. Automatischer Schutzmechanismus denke ich mal...

@Arne
Du gehst ziemlich hart mit dem Spiegel und SPON ins Gericht. SPON nutze ich (welch Überraschung) auch ganz gerne mal.

Was genau geht dir da auf die Eier? Einige gute Bsp.?
Ich meine, ich bin ja immer bereit meinen Blickwinkel auf Dinge zu erweitern. Meine Einstellung ist z.Z. noch eher positiv gegenüber dem Spiegel, muss ja aber nicht so bleiben, bei entsprechender Fakten und Sachlage. Ich will ja nicht als lernresistent in Verruf geraten. smile

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von MMVVII am 05.08.2010 15:38.

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Arne Reload



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05.08.2010 21:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke zunächst einmal gilt für Spiegel wie für alle anderen Massenmedien eben, dass man zunächst einmal ausfiltern muss, was für einen selbst wichtig ist wie Dian ja auch irgendwie sagt.
Da bietet eben der Spiegel genau wie alle anderen Medien zumeist Infos, die nicht unbedingt wichtig für einen selbst sind.

Zu Spiegel selbst kann ich eben nur sagen, dass man das am besten dann feststellen kann, wenn Artikel direkt eine Information vermitteln wollen, die einen selbst betrifft.
Dazu habe ich konkret kein Beispiel. Wir hatten hier irgendwo mal einen SPON-Artikel, den Xoc gepostet hatte, den finde ich im Moment nicht.
Aber eigentlich sollte z.B. die Geschichte bekannt sein, wie SPON z.B. in Punkte Lafontaine sich größte Mühe gab, seinen Wunsch, nicht mehr den Fraktionsvorsitz im Bundestag zu übernehmen, mit völlig haltlosen Sex- und Tratschgeschichten versuchte zu erklären, während die Hintergründe bei einer Krebserkrankung seinerseits lagen.
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/...sahra-%E2%80%A6
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Libre




06.08.2010 12:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Finde muss jeder selber wissen was er glaubt oder glauben möchte, es gibt keine Medien die objektiv sind. Aber wir sollten schon froh sein das wir nicht im Iran Leben.

http://www.welt.de/satire/article8838647...Faelschung.html

Aber wer weiss schon was da wirklich stimmt.

Und zum Spiegel fällt mir dieses liedchen ein:
http://www.youtube.com/watch?v=xhMJ3wvYip4
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MMVVII

Virus


06.08.2010 15:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Libre
Und zum Spiegel fällt mir dieses liedchen ein:
http://www.youtube.com/watch?v=xhMJ3wvYip4


naja, also da ist einiges aber arg an den Haaren herbeigezogen worden, z.B. die Russland/Georgien Geschichte damals war schon sehr offen berichtet worden im Spiegel...aber egal.

Zudem muss man denke ich auch sehen das die Artikel immer auch noch von Menschen geschrieben werden. Und nicht von Maschinen.

Wer sucht der findet überall Dreck, nur frage ich mich bisweilen wie man das gewichten sollte.
Wenn man den Anspruch hat das jede Story gleich von x-Seiten her beleuchtet sein muss, damit keine Einseitigkeit aufkommen kann, da scheitert so ein Anspruch denke ich mal an der Machbarkeit. Dann müsste ja jeder Artikel gleich über das doppelt der Seitenanzahl gehen. Und bei zu viel auf einmal, kann die auch schnell zur Verwirrung führen.
Entscheidet man sich nun für einige Schwerpunkte, dann ist natürlich gleich die Angriffsfläche da. Weil wo ist noch der und der ganz wichtige Punkt... Zunge raus
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Animus
unregistriert
06.08.2010 15:25 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Animus am 10.06.2011 22:40.


Arne Reload



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07.08.2010 02:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, es gibt ja kein Menschenrecht, dass man alle Informationen, die man haben möchte, ausschließlich aus einem Medium erfahren kann.
Ist zwar etwas teurer und vor allem viel zeitaufwendiger, sich die Informationen, die man benötigt, sich aus verschiedenen Quellen zu beschaffen.

Aber wie gesagt, dass lohnt sich auch einfach nur, wenn man wirklich ein Interesse an der Nachricht, an dem Thema hat. Bei Sachen, die mich nicht interessieren, lese ich das evtl., würde mir da aber soweit irgendwie möglich, keinerlei Meinung bilden.
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Libre




07.08.2010 04:56 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich weiss nicht direkt, ob das direkt hier reingehört, aber möglich wäre es ...

Zitat:
"Das Vier-Seiten-Modell (auch Kommunikationsquadrat oder Vier-Ohren-Modell) ist ein Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Nach diesem Modell enthält jede Nachricht vier Botschaften. Die vier Seiten einer Nachricht sind die Sache, die Selbstkundgabe, die Beziehung und der Appell.."


" * Die Sach-Ebene beinhaltet die reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
* In der Selbstoffenbarung vermittelt der Sprecher - bewusst oder unbewusst - etwas über sein Selbstverständnis, seine Motive, Werte, Emotionen etc.
* Auf der Beziehungs-Ebene wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
* Der Appell beinhaltet einen Wunsch oder eine Handlungsaufforderung."


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell
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MMVVII

Virus


07.08.2010 08:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Libre
Ich weiss nicht direkt, ob das direkt hier reingehört, aber möglich wäre es ...

Zitat:
"Das Vier-Seiten-Modell (auch Kommunikationsquadrat oder Vier-Ohren-Modell) ist ein Kommunikationsmodell von Friedemann Schulz von Thun. Nach diesem Modell enthält jede Nachricht vier Botschaften. Die vier Seiten einer Nachricht sind die Sache, die Selbstkundgabe, die Beziehung und der Appell.."


" * Die Sach-Ebene beinhaltet die reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
* In der Selbstoffenbarung vermittelt der Sprecher - bewusst oder unbewusst - etwas über sein Selbstverständnis, seine Motive, Werte, Emotionen etc.
* Auf der Beziehungs-Ebene wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
* Der Appell beinhaltet einen Wunsch oder eine Handlungsaufforderung."


Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell


Sehr beliebt in der freien Wirtschaft, wenn man als Fortbildungsmaßnahme seine lieben Mitarbeiter auf ein Kommunikationstraining schickt. Damit sie dannach nicht mehr so sehr aneinander vorbeireden. smilie26

Ich bin sowieso der Meinung, das 80% aller Probleme überhaupt auf Kommunikationsprobleme zurückgehen.
Der eine drückt sich nicht richtig aus, der andere versteht es noch falsch, usw...am Ende laufen dann alle nur noch mit einem hochroten Kopf rum, nur noch stotternd, vor Ärger kaum noch in der Lage richtig zu Sprechen. großes Grinsen
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