Unity-Forum
RegistrierungTeammitgliederMitgliederlisteHäufig gestellte FragenSucheZur Startseite Texte Homepage chat

Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Le café unité » Sind wir anders oder fühlen wir uns nur so? » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag | Druckvorschau | Thema zu Favoriten hinzufügen |
Seiten (2): [1] 2 nächste » Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen Sind wir anders oder fühlen wir uns nur so?  
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Arne Kroger
unregistriert
Sind wir anders oder fühlen wir uns nur so? 17.10.2007 04:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

So, wenig los hier, Zeit mal für etwas Selbstreflexion.

Da hatte ich auch neulich schon mal mit @Dian im Chat drüber geredet, dass eigentlich mal ein Thread dazu nötig wäre.

Die Unity baut zu einem großen Teil darauf auf, dass wir meinen, dass wir ein Weltbild oder irgendetwas hätten, dass uns von anderen abgrenzt, aber ist das wirklich so?

Ich beobachte das nicht so stark, ich denke, die meisten Gedanken, die wir uns hier machen, unterscheiden sich nur in einem Punkte von den meisten Menschen, nämlich, dass wir in der Lage sind, sie vernünftig auszuformulieren und darüber auch reflektieren können.

Gibt es den immer wieder angesprochenen "Lemming" überhaupt oder hält sich nicht jeder für den großen Individualisten heutzutage?
In erster Linie ist der Unterschied zwischen uns und dem Rest doch da zu finden, dass wir eben uns für was besseres halten, hier gibt es einige Studienabbrecher, einige NOCH orientierungslose Studenten, die aber gute Chancen haben, mal ohne Probleme in die kapitalistische Wirtschaftsordnung integriert zu werden und noch ein paar Totalverweigerer, die für ihre Autarkie und Wünschen evtl. auch mal bereit sind, materielle Einbußen in Kauf zu nehmen und nicht auch beruflich gleich jeden Scheiß mitzumachen.

Tatsache ist, wir haben noch ca. 40 Mio Erwerbstätige in der BRD, davon sind 10 % arbeitslos, also ca. 4 Mio und nochmals 7 Mio in Minijobs und ähnlichem untergebracht.
Die 11 Mio. sind sicherlich nicht alle freiwillig dabei, sich nur das absolut Lebensnotwendige nur zu verdienen, aber sind da nicht genügend Personen drunter, die eben gar kein Interesse mehr haben, sich hier im System integrieren zu lassen?

Kurzum:
Ich sehe gar nicht, dass es so viele sein sollten, die sich gegen den Schwachsinn nicht wehren.
Die können sich evtl. eben nicht so ausdrücken wie wir oder sind woanders integriert, aber wieso grenzen wir uns von denen ab?

Von den Typen meiner Generation erreichen wir eh nur kleine Minderheiten, die haben keinen Bock mehr, sich an 'nen PC zu setzen, sondern die sind froh, am besten auch auf der Arbeit damit nix zu tun.
Aber bei den Jüngeren seh' ich wenig, dass die Menschen sich da so unterscheiden sollten.
Die Totalverweigerer werden wenig sein, aber diejenigen, die einfach trotz erheblicher Kritik keinen Bock haben, sich elitär zu fühlen oder sich jeglicher Lust zu verweigern, dürfte nicht so unerheblich sein.

Also, was machen wir dann eigentlich hier noch außer uns gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, wie toll wir doch sind, im Gegensatz zu den anderen?

Würde mich mal interessieren, wieviele Menschen Ihr so in Eurer Umgebung kennt, die durchaus bereit sind, sich gegen die bestehenden Zustände auszusprechen und evtl. dann was zu machen, wenn mal irgendwer die Position des reinen Herumlamentierens und Rumlaberns verlässt?
Also, in meinem Bekanntenkreis würde ich die Zahl bei über 50% einstufen, aber der ist mit Sicherheit nicht repräsentativ, aber an die 100 Leute kenne ich bestimmt, die was an dem System auszusetzen haben und auch aktiv werden würden, wenn nur mal einer die Initiative ergreift.
Ace
unregistriert
17.10.2007 07:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Gibt es den immer wieder angesprochenen "Lemming" überhaupt oder hält sich nicht jeder für den großen Individualisten heutzutage?


Beides zusammen. Es gibt viele Lemminge die sich für Individualisten halten. Allerdings verwechseln sie es mit biologisch individuell denn das ist nahezu jeder, genauso wie jeder seinen eigenen Fingerabdruck hat, aber das macht einen nicht zum Individualisten. Entweder man ist ein Lemming und folgt den anderen wie die Nazis ihrem Führer oder man macht sein eigenes Ding und lebt als Individualist exzentrisch.

Zitat:
Also, was machen wir dann eigentlich hier noch außer uns gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, wie toll wir doch sind, im Gegensatz zu den anderen?


Im Grunde nichts anderes. Zumindest nichts anderes als sonstige Leute sich für ihre Schicht, Gruppe auch gegenseitig loben. Was nicht heißen soll, dass dies schlecht wäre oder man in's Gegenteil umschlagen muss was noch stagnierender wäre. Ich würde sagen es fehlt eine gewisse Perspektive auf die man zuarbeiten kann.
dian
unregistriert
17.10.2007 11:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ich beobachte das nicht so stark, ich denke, die meisten Gedanken, die wir uns hier machen, unterscheiden sich nur in einem Punkte von den meisten Menschen, nämlich, dass wir in der Lage sind, sie vernünftig auszuformulieren und darüber auch reflektieren können.

Dass die Welt aus lauter Klischee-Lemmingen besteht, die alle den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben als ihren Führern hinterherzulaufen und sich manipulieren zu lassen, entspricht natürlich nicht der Realität. Auch der Durchschnittsmensch hat seine individuellen Seiten... auch der Durchschnittsmensch ist mal unzufrieden oder stellt sich Fragen nach dem Sinn des Lebens.
Ich denke, der Haupt-Unterschied zu uns liegt vor allem in der Intensität und Konsequenz dieser Gedanken.
Um mal ein Beispiel zu nennen:
Auch unter den Lemming-Schülern sind viele, die sich über schlechte Noten ärgern, die keine Lust haben, morgens aufzustehen und in die Schule zu gehen, oder die sogar einfach schwänzen und lieber Drogen konsumieren. In gewisser Weise gibt es also durchaus auch bei Lemmingen rebellisches Verhalten.
Doch anders als wir es an seiner Stelle tun würden, denkt der typische unterbelichtete Lemming-Schulschwänzer nicht ernsthaft längere Zeit darüber nach, wo die grundliegenden Fehler im heutigen Schulsystem liegen, welchen Interessen ein solches System überhaupt dient, was man alternativ für ein System installieren könnte, und warum letztlich trotz millionenfacher Unzufriedenheit alles beim alten bleibt und keine große Schülerrevolution ausbricht.
Der durchschnittliche Lemming-Schulschwänzer wird eher darüber nachdenken, was er am Nachmittag mit seinen Kumpels anstellt, was er am nächsten Tag den Lehrern erzählt, oder ob er zu nem Arzt gehen und sich krankschreiben lassen soll.
Das ist eine völlig andere Mentalität als die Mentalität der meisten hier im Forum, würde ich mal sagen.
Auf der einen Seite die Lemminge, die Durchschnittsmenschen, die nur in ihrem eigenen kleinen Denkradius festhängen... in ihrem eigenen Universum, das nur aus ihren eigenen Problemen besteht und dem, was sie mit ihren eigenen Sinnen wahrnehmen können...
und auf der anderen Seite jene Denker (natürlich nicht nur wir), die zumindest aufrichtig versuchen, mit ihrem Denken auf eine höhere Ebene zu gelangen und die Zusammenhänge zu erkennen, die hinter allem stecken... die sich nicht damit zufrieden geben, nur ihre persönlichen Probleme zu betrachten, sondern die diese Probleme in einen größeren gesellschaftlichen Kontext stellen, weil sie gecheckt haben, dass Probleme im allgemeinen nicht nur eine konkrete Ursache haben, sondern aus einem Zusammenspiel sehr vieler verschiedener Faktoren entstehen, die es alle zu berücksichtigen gilt, wenn man wirklich dauerhaft etwas gegen diese Probleme unternehmen möchte.
Ich finde, das ist schon eine fundamental andere Herangehensweise an das Leben. Ob sie immer zwangsläufig die besseren Ergebnisse bringt, steht auf einem völlig anderen Blatt...
Aber ich sehe zwischen uns und den "Lemmingen" jedenfalls gewichtigere Mentalitätsunterschiede als etwa zwischen einem durchschnittlichen Europäer und einem durchschnittlichen Amerikaner, so dass wir meines Erachtens durchaus ein Recht haben, uns anders und fremd zu fühlen in Lemmingland.

Suggs

(Shitkicker)

images/avatars/avatar-37.jpg


Text 17.10.2007 14:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ich finde den unterschied zur masse kann man sich nur erlauben wenn man ander ist/handelt und nicht bloß anders denkt. einige hier labern nur aber sonst passiert auch nicht viel anderes. sowas kotzt mich auch bisschen an, möcht ich hier mal zart anspielen.
E-Mail an Suggs senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Hansi
unregistriert
17.10.2007 15:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke der Unterschied zu uns und den "Lemmingen" ist, dass wir hier brutal ehrlich mit allem und jedem, aber auch vorallem mit uns selbst ins Gericht gehen. Wir erkennen Probleme und sprechen sie unverblühmt an ohne irgend ein Blatt vor den Mund zu nehmen und aus Feigheit, Bequemlichkeit oder Angst die Fresse zu halten. Uns ist scheißegal was jemand anderes über uns denken könnte und haben es nicht nötig den ganzen Tag lang rum zu heucheln und zu lügen. Ich wette mit euch, ein Großteil der "Lemminge" tickt innerlich genauso wie wir, hat aber Angst den Individualisten raus zu lassen, aus Angst damit auf Ablehnung zu stoßen. Denn der Mensch ist ja nunmal ein Herdentier und viele würden sich eher einen Arm abhacken als einsam und alleine zu leben, also muss man sich an die akzeptierten Gegebenheiten dieser Welt anpassen. Wir nicht. Wir können mit Einsamkeit leben, wenn wir wissen, dass wir ansonsten nur akzeptiert werden, wenn wir nach fremden Pfeifen tanzen, wir sind auf keine anderen Menschen angewiesen. Klar ist Gesellschaft was nettes, für mich aber bitte nur wenn mir meine Gesellschaft nicht im Weg steht und mir ständig nur reinreden möchte, wie ich was, wo und wann zu tun habe. Ich denke die Ehrlichkeit wie wir an Dinge heran gehen ist hier ein entscheidender Knackpunkt.

Ansonsten:

Zitat:
Würde mich mal interessieren, wieviele Menschen Ihr so in Eurer Umgebung kennt, die durchaus bereit sind, sich gegen die bestehenden Zustände auszusprechen und evtl. dann was zu machen, wenn mal irgendwer die Position des reinen Herumlamentierens und Rumlaberns verlässt?


Ich leb hier im SSK - noch Fragen? Augenzwinkern
Seneca
unregistriert
17.10.2007 18:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich sehe dieses "Problem" an der Sache folgendermaßen:

Meistens ist es in usnerer heutigen Gesellschaft immer noch so, dass diejenigen, die gebildet sind und geistig eben etwas auf dem Kasten haben es im Leben eben meisten leicht haben und deshalb kein Grund zu einem Umsturz besteht.
Diejenigen, denen es jedoch schlecht geht, die sind oft nicht gebildet genug, um sich wirklich Gedanken zu machen und Zusammenhänge zu erkennen.
Das ist leider eine traurige Tatsache, dass Bildung=geistige Möglichkeiten und Misstände=Widerstand MEISTENS eben auf verschiedene Personengruppen verteilt sind.

Um da jetzt mal an mir selbst ein Beispiel zu machen. Ich habe dieses Jahr ein sehr gutes Abitur nebst sehr vielen Preisen dafür abgeräumt. Möglichkeiten der Berufswahl nahezu uneingeschränkt, mir steht alles offen und ich könnte im entsprechenden Wirtschaftsberuf bestimmt einen ganzen Haufen Kohle verdienen und sehr sehr gut leben. Damit will ich jetzt nicht angeben, sondern nur deutlich machen, dass ich von meinem eigentlichen Leben her keinen Grund hätte zu revolutionieren. Wieso auch? Mit ein bisschen Fleiß und Glück gehöre ich zu den großen Gewinnern.
Aber es gab da mal so einen Einschnitt früher. Und zwar habe ich in einer Phase meines Lebens mal nahezu alle Freunde verloren. Und zwar deshalb weil ich damals ein riesen Arschloch war zu gut deutsch. Und dann kamen noch Stress mit Mitschülern und daheim und alles zusammen. Und ab diesem Zeitpunkt habe ich versucht mir eben über mich selbst, die Gesellschaft, Politik, Ethik etc viele Gedanken zu machen. Ich habe mich verändert. Und mit den Gedanken kam eben auch der Zweifel an sehr vielem und der Widerstand im Geiste sag ich mal. So wars bei mir.
Aber mal angenommen es hätte früher dieses Schlüsselerlebnis nicht gegeben? Dann würde ich genauso ohne jeden Zweifel dem nach gehen, was die Gesellschaft für mich vorsieht. Und ich denke genau so geht es den meisten "Gebildeten": Kein Grund zur Revolte und gut is.

Bei Leuten, die anders aufgewachsen sind, sieht das auch anders aus: Ich kenne viele ehemalige Hauptschüler, die nach der 100ten Bwerbung immernoch keine Lehrstelle hatten und über alles schimpfen im Staate Deutschland. Problem: Die haben wiederum nicht das Bildungsniveau, um ernsthaft etwas zu reißen.
Hansi
unregistriert
17.10.2007 18:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mh willst du Intelligenz wirklich an Zeugnissen fest machen? sceptic
dian
unregistriert
17.10.2007 18:30 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Tja, die alte Leier eben...
die Gutsituierten sind in das System integriert und sehen gar keinen großen Grund zum kritisch nachdenken, und die weniger gutsituierten sind ganz mit ihrem Überlebenskampf beschäftigt.
Wie Seneca sagt bedarf es zum Ausbrechen aus dieser Mühle eben erstmal ein einschneidendes Schlüsselerlebnis, bzw. ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die den Menschen dazu bringen, TIEFER über seine Existenz nachzudenken als er dies bislang zu tun pflegte.
Bei mir war es beispielsweise so, dass ich schon als Kind deutlich anders getickt habe als die meisten meiner Altersgenossen. Dass ich allerdings damals mehr Abstand zu meinem Leben gehabt hätte als sie zu ihrem, kann ich eigentlich nicht unbedingt behaupten. Mein Leben war eben anders, aber nicht wegen meiner politischen Überzeugung oder meiner Weitsicht. (aber wer hat schon echte politische Überzeugungen in dem Alter??)
Ich hatte einfach nur andere Bedürfnisse, andere Vorstellungen von Spaß, andere Voraussetzungen...
Keine Ahnung, ob ich den nötigen Abstand zu mir selbst jemals entwickelt hätte, wenn ich beispielsweise einer dieser Schönlinge gewesen wäre, denen sich die Mädels schon in der fünften Klasse an den Hals werfen, und die jeder in seiner Clique haben will. Dann wäre jedenfalls deutlich weniger Zeit zum Nachdenken gewesen. Oder wenn ich zu Hause nur Stress gehabt hätte und gleich nach der Schule eine Lehre hätte anfangen müssen, um finanziell irgendwie über die Runden zu kommen... hätte ich dann die Zeit gefunden, um so sehr alles zu hinterfragen? Oder hätte ich nicht eher aus Frust über meine Lebenssituation irgendwann extreme Scheiße gebaut und wäre im Knast geendet wie so viele, ohne jemals die größeren Zusammenhänge zu verstehen?

Also ich sag mal so:
Die Menschen werden mit unterschiedlichen Begabungen geboren... aber die Einteilung in Lemminge und Nicht-Lemminge, in jene, die einfach nur ihr Leben leben und jene, die irgendwann dazu übergegangen sind, die Dinge konsequent zu hinterfragen, weil sie nach einer objektiveren Wahrheit streben, vollzieht sich erst irgendwann im Lauf des Erwachsenwerdens. Nahezu jeder Nicht-Lemming war irgendwann mal ein echter Lemming... aber ich glaube, die wenigsten, die einmal wirklich die Übersicht eines Nicht-Lemmings erreicht haben (also nicht nur Mitläufer in irgendeiner alternativen bzw. rebellischen Bewegung gewesen sind), werden noch einmal dauerhaft in den Lemming-Trott zurückfallen. Wer einmal gecheckt hat, wie viel Ärger und Stress man sich spart, wenn man mit einem gewissen Abstand auf sein Leben schaut, will das in der Regel nicht mehr missen.

komakino



images/avatars/avatar-728.png


17.10.2007 21:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Das mit dem Schlüsselerlebnis ist denke ich garnichtmal so verkehrt, hätte ich nicht schon als kleineres Kind Sachen gesehen, die man in dem Alter eigentlich nicht sehen sollte (vorallem prügelnde Bullen), weiß ich nicht ob ich heute so drauf wäre. Hätte ich nicht alle möglichen Freunde gehabt, vom Bonzen mit Familienhaus bis zum 1 Zimmer/Küche - Mieter, ich glaub nicht das ich heute so nen weiten Horizont hätte..
Das ist aber auch der Grund, warum ich mich keinesfalls in irgend einer Form elitär fühl oder fühlen will, wenn ich sag ich bin anti-autoritär, dann bedeutet das nämlich, im gegensatz zu anderen, nicht nur das ich's nicht mag wenn sich jemand über mich "erhebt", sondern auch das ich es nicht abkann mich selbst über andere zu stellen.
Mit Bildung hat das genau so wenig zu tun, ich kenn genug alte Mitschüler mit nur ausgezeichneten Erfolgen (also nur 1er), die machen dieses Jahr wohl die Matura (also Abi), und die erinnern mich heute noch an mich vor 4 Jahren. (wo ich ja selbst noch ziemlich auf deren "trip" war)
Ich denke den Leuten fehlt es auch Zeit zum nachdenken. Nehmen wir meine Mutter, die Frau war nun 10 Jahre arbeitslos (ich kannte sie eigentlich nur so), und jetzt geht sie mal wieder, da der Staat sie zwingt, teilzeit arbeiten. Die kommt nach Hause, ich leg ihr irgend ne Reportage (oder sowas in der Art war das) auf den Tisch, sagt sie plötzlich "üh, heute nicht, ich bin zu müde zum nachdenken, ich will fernsehen". Wtf? Und wenn ich mich nun an meine Schulzeit zurückerinnere, da hatte ich - soweit ich während dem Unterricht mal irgendwie viel mitgemacht hab - auch keine Lust gehabt über irgend was nachzudenken, da hatte ich nur den Kopf voll mit Scheiß Wissen das ich in mich hineinstopfen muss, ansonsten dachte icht vielleicht noch an irgendwelche Anschaffungen, die ich vor hab zu kaufen.. und meine richtige Entwicklung, also das was ich nun heute bin, entstand dann eigentlich auch erst in dem gut einem Jahr in dem ich nur zuhause war. Ich denke, der Ausstieg aus manchen Denkmustern, ist für viele garnicht möglich da sie weder Zeit noch lust hätten, aber scheinbar habens hier so manche geschafft, und das unterscheidet "uns" nun von den anderen. (was aber wie gesagt kein Grund ist sich elitär zu fühlen)

Was Suggs ansprach, das große Reden aber nichts tun, damit hat er ausnahmslos recht. Allerdings sind mir diese Leute dann immer noch weit angenehmer als der großteil der Menschen, da es mit denen zumindest möglich ist sich ganz gut zu unterhalten.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
E-Mail an komakino senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
monster
unregistriert
17.10.2007 23:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wie das nun kommt das man ein sogenannter "Nicht-Lemming" ist, das würde ich nicht unbedingt nur mit Schlüsselerlebnissen zu erklären versuchen. Sicherlich ist das in vielen Fällen so, aber bei mir und sicherlich auch einigen anderen Leuten kam das eher durch irgendwas anderes. Ich war schon ein ungemein ruhiges und nachdenkliches Kind, hab mich dann aber schon in der Grundschule mit Lehrern angelegt, wenn mir was nich gepasst hat an denen. Richtig angefangen hat das dann aufm Gymnasium, da war das ja richtig schlimm mit den Ansichten von Lehrern und Schülern, da hab ich dann zum ersten Mal angefangen richtig "aufzumucken", aber ob sich das als Schlüsselerlebnis bezeichnen lässt, weiß ich nicht.

Und ob wir so anders sind als alle anderen, ist doch eine völlig beschissene Frage: Als ob wir hier eine im Einklang lebende Gemeinschaft mit gleichgeschalteten Ansichten und so weiter wären. Wir sind doch hier schon unterschiedlicher als viele anderen Leute unter sich in ihren Gruppen, daran kann man das z.B. meiner Meinung nach erkennen. Wir unterscheiden uns ja eigentlich in Allem außer der Triebfeder für unseren Hass sehr stark, und von daher ist die Frage schonmal überflüssig, denke ich.
Hansi
unregistriert
17.10.2007 23:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja @Cass3l... ähh... @monster, hier ist ja der Knackpunkt. Wir unterscheiden uns so krass von allen anderen Menschen, dass das die einzige Eigenschaft ist, die wir gemeinsam haben und ich denke diese Tatsache macht die Unity zu einer spannenden Sache, eben weil hier nicht ein und dem selben Kult oder Trend hinterher laufen, sondern jeder sein Ding durchzieht.
Seneca
unregistriert
18.10.2007 01:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Um die Frage von @hansi bezüglich Bildung, Intelligenz und Zeugnissen mal zu klären:

Klar kann man nicht sagen, dass derjenige, der ein 2,0 Zeugnis hat weniger intelligent ist, als jemand mit einem 1,5 Zeugnis. Aber ich würde es eher anders herum sagen.
Wenn man Intelligenz einfach mal ganz simpel als "Fähigkeit sich Dinge selbst anzueigenen und komplizierte Zusammenhänge zu verstehen" definiert, dann lassen nicht die Zeugnisse auf die Intelligenz schließen, sondern andersherum. Jemand der nicht in der Lage ist, logische Zusammenhänge zu verstehen, der wird kein Abitur mit 2,0 machen. Schafft er nicht. Und so etwas kann man nicht leugnen. Viele meiner Freunde sind nicht deshalb weniger intelligent weil sie auf der Hauptschule waren, sodnern sie waren auf der Hauptschule, weil sie von vorneherin eben nicht die schnellsten waren im Kopf. Sorum läuft der Hase. Und auf der Hauptschule erfährt man nichts von Politik, Geschichte, etc, sondern man lernt wie man Essen im Kochtopf nicht anbrennen lässt. Augen rollen
Das ist von mir jetzt nicht böse gemeint, sondern einfach eine Tatsache.
Und solche Leute, die eben von vorneherein nicht so fit waren und dann auch keine entsprechende Bildung mitbekommen haben, die schaffen es nicht bis kaum sich eine eigene Meinung zu bilden und gegen die Misstände etwas zu unternehmen, ganz einfach weil es an Wissen und geistiger Kapazität fehlt.

Wenn jemand natürlich in der Grundschule schon fit ist und selbstständig und sich Gedanken macht, und dann ind er 7ten die Schule schmeißt, dann mag das was anderes seiin. Ich will also nicht abstreiten, dass es viele gibt, die sich der Bildung und dem Leistungsdruck bewusst verweigern und trotzdem sehr intelligente Köpfe sind. Aber reine Erfahrungwerte von mir selbst sehen das leider anders Augen rollen
Hansi
unregistriert
18.10.2007 01:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Mh naja, in der Grundschule hat ich immer nur Einsen und Zweien und bin damit nicht aufs Gymnasium gegangen weil mir das damals schon zu elitär war und ich mich weigerte und lieber auf ne Gesamtschule wollte. Da hat ich dann letztlich am Ende nen Notendurchschnitt von 3,3 nach der 10. Klasse und das ohne je etwas für die Schule getan zu haben (ok, ausser für Mathe, weil da drakonische Strafen verhängt und auch durchgeführt wurden wenn man keine Hausaufgaben hatte, die hab ich aber meistens auch kurz vor der Unterrichtsstunde lieblos auf dem Schulklo aufs Papier geschmiert). Und bin ich nun geistig blöde? @Arne, @Soul und sonstige Konsorten: Klappe halten Zunge raus

komakino



images/avatars/avatar-728.png


18.10.2007 02:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Natürlich machen die Schlüsselerlebnisse einem nicht direkt zu etwas, vielmehr helfen sie dir dich zu finden, und letztendlich liegts dann eh an dir ob du dir selbst eingestehst das du schon sehr anders bist, oder doch angst vor den Konsequenzen hast und dich den "Lemmingen" anschließt.

Und @Senece, klar gibts auf Gyms mehr intelligente Leute (zumindest ist das in Ö noch so), aber einen Menschen macht meiner Meinung nach nicht seine Intelligenz aus, sondern sein Charakter. Und der kann bei Intelligenten arg scheiße und bei dummen Menschen arg toll sein. Klar kann man sich wie gesagt mit intelligenteren besser unterhalten, dafür kann man von den "dummen" verdammt viel lernen. Aber mir ist echt jeder ehrliche, aufrichtige, ungebildete "assi" lieber als irgend n beschissener pseudo-intellektueller Gymnasiast, wovons ja unter den Gymnasiasten erfahrungsgemäs genug gibt.

Jedenfalls wär ich nach Senecas Theorie der absolute Vollidiot da ich DREI(!) mal die 3. klasse Gym besucht hab, und sie nicht einmal "schaffte". ^^ Und beim ersten mal hab ich mich sogar angestrengt..! Augenzwinkern

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
E-Mail an komakino senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Arne Kroger
unregistriert
18.10.2007 05:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, wenn ich in der Grundschule schon etwas Intelligenz gehabt hätte, dann hätte ich sofort auf jede Frage der Paukerin nur "Gaddagaddaprötsch" oder so geantwortet, wäre heute ein gut versorgter Bewohner in einer Einrichtung für geistig Behinderte, müsste nicht arbeiten, machte ab und an Sachen, die man nicht von mir erwartet und -zig Erzieher und Pädagogen wären ganz begeistert, welche autistischen Züge ich doch hätte, dass ich trotz meiner geistigen Behinderung so viel könnte.
Leider würde meine geistige Behinderung immer wieder dann ausbrechen und mit heftigsten Aggressionsschüben verbunden sein, sobald ich auch nur das geringste selbstständig machen müsste.
Die Intelligenz haben wir hier aber alle nicht gehabt. nene

Aber, @Seneca:
Jemand, der wirklich intelligent ist, der weiß doch auch, wie Geschichte und wirtschaftliche Prozesse ablaufen und lässt sich nicht durch so einen Scheiß wie Preise oder gute Noten oder dem Geschwätz, was einem alles offen steht, beeindrucken und müsste auch wissen, dass egal, was der macht, bis er zu Ende studiert hat, ihm noch 5, höchstens 10 Jahre vergönnt sind, dann ist Indien mittlerweile in die EU aufgenommen und da gibt es genügend hochbegabte Menschen, die seinen Job dann für 1/3 von seinem Gehalt machen und der darf dann mit den mittlerweile auf 85 € gekürzten ALG 5 monatlich nach PuffDaddy 23 seine Miete und sein Leben bestreiten.

So, und das versteh' ich eben nicht, wieso da nach wie vor, eine Abgrenzung gezogen wird. Es sind doch auch fast alle Akademiker zu den gleichen Konditionen abgestuft worden wie die einfachen Malocher.
Und dennoch denkt hier noch immer jeder zweite Hirni, ja, wohl evtl. selbst in der Unity, dass man auf Solidarisierungen verzichten kann, schwafelt unverständliches Zeugs, das keiner verstehen kann, der nicht mal irgendwann ein Hauptseminar Philo besucht hat und verhindert damit die Möglichkeiten der Solidarisierungen.

So, nochmal:
Das Kapital wird eh auf Eure Intelligenz scheißen, die wird solange sie Profit bringt, ausgebeutet, aber wozu haben wir die denn, wenn wir uns nicht verständlich machen können, denen, die in der selben Lage sind wie wir?
Mag sein, dass es noch Unterschiede geben wird, aber ich denke eher, dass, selbst, wenn wir etwas mehr reflektieren können, es rein sozial keinen Grund gibt, uns irgendwie elitär zu fühlen.
Meine Vorstellung geht eher dahin, nicht weiter Abgrenzungen zu suchen, sondern irgendwie mal zu schauen, welche Ähnlichkeiten da sind und ob wir unseren Vorsprung, den wir haben, was Intellekt anbelangt (sollte es den tatsächlich geben), dann mal ausnutzen, um damit auch weitere Menschen anzusprechen.

Wenn es Schlüsselerlebisse in der Kindheit waren, weshalb wir uns anders entwickelt haben, dann können wir die natürlich nicht wiederholen (Bei mir hatte das was damit zu tun, denke ich, dass meine preußisch-calvinistischen Kaufmannseltern ausgerechnet mir schon als Kind so 'n Sozialromantiker wie Erich Kästner vorgelesen haben, K.A., warum und dass eben in der Zeit, wo man den kategorischen Imperative als für sich relevant akzeptiert, 'ne Menge sozialer Prozesse in der BRD abliefen).

Meine Frage, die daraus erstmal resultiert, wäre:
Wollen wir eigentlich anders sein oder wollen wir auch mal danach suchen, wo die Gemeinsamkeiten sind und wo es eben nach wie vor Abgrenzungen gibt und geben sollte?

Yog-Sothoth




18.10.2007 06:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich denke was uns definiert ist das Streben nach möglichst widerspruchsfreien Weltbildern. Das soll nicht unbedingt heißen dass wir Meister darin sind Widersprüche zu erkennen, sondern dass wir bereit sind und sogar ein starkes Bedürfnis haben diese aufzuklären, wenn wir darauf stoßen.

Außerdem scheint da noch dieser Dickschädel zu sein der sich dagegen wehrt irgendwas zu tun was von einem verlangt wird, was man eigentlich gar nicht will - also dieses passiv-rebellische, um mal Bezug auf Suggs' Beitrag zu nehmen. großes Grinsen

Zitat:
Original von atreju
Jedenfalls wär ich nach Senecas Theorie der absolute Vollidiot da ich DREI(!) mal die 3. klasse Gym besucht hab, und sie nicht einmal "schaffte". ^^ Und beim ersten mal hab ich mich sogar angestrengt..! Augenzwinkern

Indirekt, ja. Aber nicht deswegen, sondern weil du es so begründest, was annehmen lässt dass du die in seiner Theorie beschriebenen logischen Zusammenhänge nicht verstanden hast, siehe:
Zitat:
Klar kann man nicht sagen, dass derjenige, der ein 2,0 Zeugnis hat weniger intelligent ist, als jemand mit einem 1,5 Zeugnis. Aber ich würde es eher anders herum sagen. Wenn man Intelligenz einfach mal ganz simpel als "Fähigkeit sich Dinge selbst anzueigenen und komplizierte Zusammenhänge zu verstehen" definiert, dann lassen nicht die Zeugnisse auf die Intelligenz schließen, sondern andersherum. Jemand der nicht in der Lage ist, logische Zusammenhänge zu verstehen, der wird kein Abitur mit 2,0 machen.

Oder im Klartext: "Wer nicht intelligent ist, erbringt keine hervorragenden schulischen Leistungen.", was aber nicht impliziert, dass jemand der keine hervorragenden schulischen Leistungen erbringt nicht intelligent ist. Augenzwinkern

...andererseits denke ich, dass du (wie viele hier) ein gutes intuitives Verständnis von logischen Zusammenhängen hast, weswegen ich dich nun doch nicht als dumm abstempeln würde. Augenzwinkern

Außerdem ist die 7. Klasse ein Spezialfall, da ist man (und der Rest der Klasse) in der Pubertät und hat oft andere Sorgen als die Schule.
E-Mail an Yog-Sothoth senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
dian
unregistriert
18.10.2007 11:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Oder im Klartext: "Wer nicht intelligent ist, erbringt keine hervorragenden schulischen Leistungen."

Also meine Erfahrung ist da eher, dass man zum Auswendiglernen von Formeln, Vokabeln, Grammatikregeln oder irgendwelcher fachspezifischer Daten nicht unbedingt intelligent sein muss.
Nichts gegen Benway, Seneca und die anderen 1er-Abiturienten hier im Forum... Fakt ist aber: Die 1er-Abiturienten, die ich aus meiner eigenen Schulzeit kannte, waren total anders als ihr. Die waren wirklich Streber wie sie im Buche stehen, Arschkriecher, Schleimscheißer, die noch dazu in einem realen Umfeld völlig lebensuntüchtig gewesen wären, weil sie so unfähig waren, dass sie sich nicht mal Spaghetti oder nen Tee hätten kochen könnten.
Intelligenz ist für mich mehr als auswendiglernen. Intelligent zu sein bedeutet auch, zu merken, dass man in den Augen der Mitschüler trotz seiner guten Noten nur ein erbärmlicher Wurm ist.
Aber das haben die nicht mal geschnallt... oder es war ihnen egal, weil sie schon darauf geschielt haben, möglichst schnell erwachsen zu werden und ihre Wertschätzung vom System zu bekommen. Aber wer dem System so unkritisch seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, der ist in meinen Augen im Schnitt sogar weniger intelligent als der durchschnittliche Hauptschul-Abbrecher, der zumindest erkannt hat, dass er von den Erwachsenen eh nur verarscht wird, und der daher lieber gleich Hartz4-Empfänger wird, ohne den umständlichen Umweg über Ausbildung oder Studium zu nehmen.
Ich finde, man sollte, wenn man über Intelligenz redet, nicht den Fehler begehen, das zu glauben, was uns die autoritären Stützpfeiler der Gesellschaft seit Jahrhunderten über Intelligenz eintrichtern wollen... nämlich, dass Intelligenz auch nur im Entferntesten was mit schulischen Leistungen zu tun hätte.
Mein Hund kann auch auf Kommando "Sitz" und "Platz" machen. (naja, jedenfalls manchmal) Aber die Katze, die sich bei sowas verweigert und lieber abhaut, halte ich im Zweifelsfall dann doch für intelligenter... auch wenn sich das bei Katzen nicht so leicht nachprüfen lässt, weil sie eben mehr eigenen Willen haben.

und @ Arne:
Zitat:
Wollen wir eigentlich anders sein oder wollen wir auch mal danach suchen, wo die Gemeinsamkeiten sind und wo es eben nach wie vor Abgrenzungen gibt und geben sollte?

Also ich will nicht unbedingt ANDERS sein. Ich will so sein, wie ich eben bin, und will auf keinen Fall jemals wieder ( in einem anderen Leben oder so) in diese lemminghaften Denkmuster zurückfallen.
Würden alle "Lemminge" von heute auf morgen damit aufhören, Lemminge zu sein, und damit anfangen, umfassender und weitsichtiger zu denken, dann hätte ich damit nicht im Geringsten ein Problem. Ich wüde dann jedenfalls nicht sagen: "Scheiße, jetzt sind die auch wie ich. Jetzt muss ich mir was Neues suchen, um mich wieder von denen abzuheben."
Darum geht es wirklich nicht.
Der Wunsch nach Abgrenzung resultiert bei mir lediglich aus den vorhandenen, schwerwiegenden Unterschieden... und nicht umgekehrt.
Seneca
unregistriert
18.10.2007 16:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
ntelligenz ist für mich mehr als auswendiglernen. Intelligent zu sein bedeutet auch, zu merken, dass man in den Augen der Mitschüler trotz seiner guten Noten nur ein erbärmlicher Wurm ist.


Das stimmt schon @dian. Der Auswendiglern- und Schleimfaktor kommt natürlich immer noch dazu und deswegen kann man ja auch nicht jeder Teilnote eine bestimmte Intelligenzstufe zuordnen. Aber man kann zum Beispiel durchaus sagen, dass derjenige, der in Geschichte oder Politik Zusammenhänge selbstständig erkennt und verarbeitet und zu analysieren ind er Lage ist, dass der auch über eine gewisse Intelligenz verfügen muss.
In in dem Augenblick wo er eine solche besitzt, in dem Augenblick kann er auch leichter ausbrechen, gemeinsam mit Freunden eine politische Splittergruppe gründen und eine Revolution anzetteln.
Demjenigen, der nicht mal weiß wie man Politik schreibt, dem wird das denke ich schwerer fallen, weil er eben keine Ahnung vom Geschäft hat.

Ich habe das auch hier in einigen Diskussionen festgestellt, gerade wenn @arne und @waldganger gegen @hansi diskutiert haben. Da waren die beiden Altkommunisten meienr Meinung nach meistens ziemlich überlegen von der Argumentation her, aber nicht deshalb weil ihre Meinung besser oder wichtiger war, sondern weil sie im Laufe ihres Lebens bei diversen Gelegenheiten eben ein beachtliches Wissen angesammelt haben und somit mit der Sache eher umzugehen wussten. Augen rollen
Und solches Wissen kann man durchaus sich in der Schule aneignen, mir persönlich hat das teilweise sehr viel Spaß gemacht in manchen Fächern.

Yog-Sothoth




18.10.2007 21:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Intelligenz, hm ... hab' mal 'nen Thread dazu aufgemacht...
E-Mail an Yog-Sothoth senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen

Xoc

lol

images/avatars/avatar-508.jpg


19.10.2007 00:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wir haben hier nichts gemeinsam, was uns alle von anderen Menschen abgrenzt. Wahrscheinlich hat jeder irgendwas, aber das haben wir nicht gemeinsam.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
E-Mail an Xoc senden
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen
Seiten (2): [1] 2 nächste » Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Unity-Forum » :: Diskussionen :: » Le café unité » Sind wir anders oder fühlen wir uns nur so?

Schnellantwort
Benutzername:
Überschrift:  
Optionen:




Antworten:

Powered by Burning Board 2.2.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH | Impressum