weder verbote noch waffen haben etwas in einer freien und friedlichen gesellschaft verloren. der wille zum frieden muss von den menschen selbst kommen und nicht von der gewalt die hinter waffen und verboten steht.
so ein friede wird doch meistens sowieso nur in extremzeiten verlangt. Wenn man die Menschen an die Limits des ertragbaren schiebt. Vorher gibt es eben einzelne Vertreter, die nur wenig Gehör bekommen. Und ganz ehrlich, so eine extremzeit haben wir nicht. Bzw kommt das den meisten eben nicht so vor. Auto, Haus, ein anständiger Beruf, vielleicht ein schönes hobby. Und mit ner Portion Alkohol an wochenenden ist dann der "Normalo" glücklich.
Und ganz ehrlich - SOO schlecht geht es "uns" nicht. Wenn wir wollen, können wir durch schulbildung einen guten beruf erlernen, geld verdienen, durchs internet an alle informationen kommen, nach denen es uns gerade beliebt. Im mittelalter wäre man für 99% der forderungen, behauptungen und aussagen hier erhängt worden.
Ich will nicht sagen, dass das, was heute so abgeht, gut ist, aber auf ner Skala von Todesstrafe zu Knast zu weitgehender Gleichgültigkeit sind wir zwar noch weit von einer vollständigen Selbstbestimmung entfernt, weit von einer Anarchie, aber wenigstens können wir hier in nem (öffentlichen) Forum schwatzen ohne das uns jemand erhängen will (/darf).
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und wenn jeder ne waffe hätte, und jeder diesen ekligen druck im nacken hätte, erschossen zu werden, würde man evtl auf die idee kommen, alles abzuschaffen.
Zitat von Tyler Durden:
You have to know, not fear, that some day you are going to die. Until you know that and embrace that, you are useless.
wie im kalten krieg. (So wie ne atombombe kein Friedensinstrument ist, sondern mehr ein weg zum frieden.)Aber genau wie da wird das am ende vermutlich keiner tun. Man nimmt den Leuten einfach die Angst, anstatt die Quelle der Angst zuzudrehen.
Also - selbst wenn der Mob wieder nach einer neuen Herrschaftsform schreit, wird das noch weit, weit weg von dem sein, was sich manche hier wünschen.
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vermutlich hab ichs schon wieder verkackt, @reset.
Zitat von reset:
wer mag darf auch auf meinen vorherigen post zur angeblichen friedenswirkung von waffen antworten
Das hab ich glaube ich erklärt, oder? Waffen selbst sind kein Friedenswerkzeug wie ein... keine ahnung, nen blumenkorb (haha), aber eben ein weg zum frieden. Eventuell. Oder zu ner Massenvernichtung auf die andere Art. Ich selbst würde es nicht drauf ankommen lassen, wenn ich die möglichkeit hätte, jedem menschen eine waffe zu geben, aber ich kann idee der leute nachvollziehen, die das gerne hätten. Ist doch am ende so ähnlich wie bei Fight Club.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 15.10.2013 14:46.
ich will in einer welt leben, in der ich im wald kacken darf ohne gefilmt zu werden!
wenn ich also meiner tochter nen fahrradhelm aufschwatze, bin ich ein faschist...
damit wäre faschismus ein in meinen augen notwendiger teil meiner zukünftigen erziehung, ui das klingt aber nicht nett - gut dass ich kein gutmensch bin
Wenn man seinem Kind die Gefahren erklärt, mit ihm darüber redet und es bittet (!) den Helm aufzusetzen, sollte das genügen. Das fällt für mich unter Aufklärung ("Wenn du stürzt und den Helm nicht trägst, kannst du dich schlimm am Kopf verletzen, etc....").
Du kannst ein Kind nicht "zwingen" einen Helm zu tragen, auch wenn du es anschreist und die Polizei das kontrolliert. Das Kind fährt um die Ecke und setzt den Helm ab, fertig.
Also, um zum Punkt zurück zu kommen:
Aufklärung: Ja
Zwang: Nein
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Wenn man seinem Kind die Gefahren erklärt, mit ihm darüber redet und es bittet (!) den Helm aufzusetzen, sollte das genügen. Das fällt für mich unter Aufklärung ("Wenn du stürzt und den Helm nicht trägst, kannst du dich schlimm am Kopf verletzen, etc....").
Prinzipielle Zustimmung!
Die Argumentation wird wahrscheinlich nicht so gut funktionieren, da sich das Kind denkt "Ich muss nur aufpassen dass ich nicht stürze, oder dass ich nicht auf den Kopf falle, dann brauche ich auch keinen Helm".
Erklärt man dem Kind aber wer so alles hinter dem Steuer sitzen kann (Stichwort senile Menschen, Berufsverkehr, Müdigkeit, Drogen, Raser), und einen potentiell in einen Unfall mit reinreißen kann, dann macht so ein Helm plötzlich mehr Sinn.
Du kannst ein Kind nicht "zwingen" einen Helm zu tragen, auch wenn du es anschreist und die Polizei das kontrolliert. Das Kind fährt um die Ecke und setzt den Helm ab, fertig.
naja also wenn ich mir angucke wie obrigkeistgläubig die meisten menschen sidn, dann glaube ich haben früher die nach der ecke den helm bestimmt aufgelassen.
wenn man möchte, dass sein kind einen helm trägt dann sollte man vielleicht mit gutem beispiel vorrangehen und selbst son teil tragen. aber genau das machen 99% der eltern ja nicht.
PS: ich trag keinen helm, weil ich keinen bock drauf habe und auch noch nie auf meinen kopf gefallen bin. egal um welche sportart es geht.
Im heutigen Strassenverkehr ist das Tragen eines Helms sehr schnell eine Frage zwischen Leben und Tod. (Vor allem wenn man den Leuten die Selbsteinschätzung überlässt, mit wieviel Alk sie noch AUto fahren können ;-) )
Wenn mein Kind also uneinsichtig oder zu jung dazu ist und den scheiss Helm nicht trägt, fährt es kein Fahrrad, zumindest soweit ich das kontrollieren kann -> Zwang
Es ist natürlich leicht über Verbote und Regeln zu schimpfen, wenn man nur den selbstverantwortlichen Menschen im Kopf hat.
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert oder gibt es hier einen edlen Einzelkämpfer der sich wirklich konsequent vom staat abgenabelt hat, so aus ekel vor der ganzen bürokratie , regeln -> dschungel etc ;-) ?
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert
Da müsste ich jetzt wieder viel zu theoretisch werden, mit "wenn so vieles andere wäre, wie zum Beispiel (X,Y,Z,...), dann..."
Vielleicht hab ich irgendwann die Tage nochmal genug Zeit/Lust dazu das auszuführen.
Allgemein würde ich sagen, wer etwas zu Essen haben will, muss dafür etwas tun, also arbeiten. Allerdings hängt "Arbeit" stark von der Definition ab.
Stichwort Selbstversorger - Arbeit?
Wenn ich dem Bäcker an der Ecke helfen würde seine Brötchen zu backen, im Tante-Emma-Laden in der nächsten Straße den Verkäufer spielen würde, etc. fände ich eine Entlohnung für gerecht/sinnvoll, egal ob in Form von Essen oder anderen Gütern oder Dienstleistungen. Ich hätte auch kein Problem diesen Arbeiten nachzugehen, wenn ich darauf angewiesen wäre. Will heißen: Ich hab (fast) nichts mehr zu Essen, also biete ich an Arbeit zu leisten, um dafür Essen zu bekommen. Habe ich (mehr als) genug Essen, besteht keine weitere Notwendigkeit diese Arbeit fortzuführen.
Das nur mal so im Gegensatz zu "unserem Grau-in-Grau-Alltag".
Natürlich gibt es Menschen, die keine körperliche Arbeit erbringen können. Diese sind dann auf Mitgefühl/Hilfe angewiesen. Sollten/können sie trotzdem "arbeiten"? z.B. Geschichten vorlesen, aus ihrem Leben erzählen, ein "offenes Ohr haben"...?
Wie gesagt, das wird jetzt zu theoretisch und weicht vom Thema zu stark ab, vll mach ich demnächst einen neuen Thread auf, vll auch nicht.
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert oder gibt es hier einen edlen Einzelkämpfer der sich wirklich konsequent vom staat abgenabelt hat, so aus ekel vor der ganzen bürokratie , regeln -> dschungel etc ;-) ?
Selbst wenn ich das jetzt wollte... Mich in irgendeinen wald zurückziehen oder in den Dschungel abhauen. Wie soll ich das anstellen? Irgendwie muss ich über die Grenzen kommen, und nach Afrika laufen will ich nicht. Also müsste ich zwangsweise irgendwie genug Geld ranschaffen und bis dahin durchkommen. Aber das wäre ja nichtmal das problem. Ein wenig arbeit für 50 jahre "dschungel"-luxus wären ja absolut drinne.
Aber es gibt da noch andere Probleme als nur das Geld, um da hinzukommen. Welcher Hektar wald in DE ist "unüberwacht"? Da marschiert dauernd irgendwer oder irgendwas durch, und wenn man merkt, dass du verschwunden bist, kann man dich leicht wieder finden und irgendwo einsperren (verrückter waldmensch, sozial nicht tragbar usw, keine ahnung, aber irgendwas wird man dir schon diagnostizieren wenn du sagst "ich gebe alles auf und lebe fortan im wald")... ausserdem wird das stückchen wald wieder irgendwem gehören, und es macht sich eben nicht gut wenn auf dem feuerholz oder tannenbaum steht "kann spuren von urin von waldmenschen enthalten".
und in anderen gegenden hättest du weitaus andere gefahren, die da noch mit sich kommen. Die Artenvielfalt im Dschungel, Irgendwie müsstest du wissen, wass du essen kannst und was nicht, und dazu brauchst du zugang zu wissen, und dafür braucht wieder irgendwer geld, und dafür musst du wieder arbeiten. (stimmt doch, oder?)
Ausserdem will hier glaube ich niemand "nicht selbst dafür verantwortlich sein". Abgabe von Verantwortung kann man der Religion überlassen. Vielmehr kann man dabei helfen bzw die arbeit nicht nur von einer unterbezahlten minderheit erledigen lassen. Dafür muss man sich aber die hände schmutzig machen, was natürlich nicht jedem gefällt.
Spoiler:
Zitat von Gellert - Das Kutschenpferd:
Ein Kutschpferd sah den Gaul den Pflug im Acker ziehn,
Und wieherte mit Stolz auf ihn.
»Wenn«, sprach es, und fing an, die Schenkel schön zu heben,
»Wenn kannst du dir ein solches Ansehn geben?
Und wenn bewundert dich die Welt?«
»Schweig«, rief der Gaul, »und laß mich ruhig pflügen,
Denn baute nicht mein Fleiß das Feld,
Wo würdest du den Haber kriegen,
Der deiner Schenkel Stolz erhält?«
Die ihr die Niedern so verachtet,
Vornehme Müßiggänger, wißt,
Daß selbst der Stolz, mit dem ihr sie betrachtet,
Daß euer Vorzug selbst, aus dem ihr sie verachtet,
Auf ihren Fleiß gegründet ist.
Ist der, der sich und euch durch seine Hand ernährt,
Nichts Bessers als Verachtung wert?
Gesetzt, du hättest beßre Sitten:
So ist der Vorzug doch nicht dein.
Denn stammtest du aus ihren Hütten:
So hättest du auch ihre Sitten.
Und was du bist, und mehr, das würden sie auch sein,
Wenn sie wie du erzogen wären.
Dich kann die Welt sehr leicht, ihn aber nicht entbehren.
Oder man schätzt die Leute, die die drecksarbeit machen, mal etwas mehr. Man respektiert sie und gibt ihnen meinetwegen mehr Geld. das wäre doch ein Anfang, oder? Aber so funktioniert der Kapitalismus irgendwo nicht. Oder Menschen.
Zitat von adam smith:
Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 16.10.2013 21:59.
Oder man schätzt die Leute, die die drecksarbeit machen, mal etwas mehr. Man respektiert sie und gibt ihnen meinetwegen mehr Geld. das wäre doch ein Anfang, oder? Aber so funktioniert der Kapitalismus irgendwo nicht. Oder Menschen.
Ich denke am Besten stellt man jedem Menschen halbwegs frei, mit welcher Arbeit dieser sich in die Gesellschaft nach eigenen Fähigkeiten mit einbringt (solange er sich auch tatsächlich einbringt), und gewährleistet ihm dafür eine vernünftige Grundsicherung.
(wenn alle produktiv sind wird auch tatsächlich was produziert, das muss dann nur noch aufgeteilt werden)
Für die Jobs die dann keiner machen will muss die Gesellschaft eben (wie du ja vorschlägst) zusammenschmeißen, um denjenigen die sich darum kümmern eine angemessene Gegenleistung zu bieten; was auch funktionieren würde wenn niemand dazu gezwungen werden könnte für irgendwelche Zeitarbeitsfirmen etc. zu schuften.
Aber das kann man ja auch schon teilweise in unserer Gesellschaftsform realisieren, wenn man sich dafür engagiert:
Einfach Netzwerke bilden; ein Teil der Personen schafft Geld für die Gemeinschaft ran, der andere Teil schaut wie er sich sinnvoll einbringen kann, und wenn wer sich für unangenehme Arbeiten aufopfert kriegt er dafür eine besondere Unterstützung von den anderen.
Das Problem ist vermutlich, die Leute zu finden die sich für solche Projekte begeistern können, und gleichzeitig bereit sind für sich und andere Geld ranzuschaffen.
Aber das kann man ja auch schon teilweise in unserer Gesellschaftsform realisieren, wenn man sich dafür engagiert:
Einfach Netzwerke bilden; ein Teil der Personen schafft Geld für die Gemeinschaft ran, der andere Teil schaut wie er sich sinnvoll einbringen kann, und wenn wer sich für unangenehme Arbeiten aufopfert kriegt er dafür eine besondere Unterstützung von den anderen.
Das Problem ist vermutlich, die Leute zu finden die sich für solche Projekte begeistern können, und gleichzeitig bereit sind für sich und andere Geld ranzuschaffen.
dann würde der staat wahrscheinlich irgendeine art spendensteuer verlangen.
oder der staat würde sagen das sei schwarzarbeit.
dian unregistriert
23.10.2013 15:40
Damit die Maske auch mal wieder Verwendung findet:
Hmmm das im Fernsehen auf allen Sendern
Ich glaube die meisten hier verstehen meine Anspielung
Gutes Video aber Dian waren diese knallroten Augen Zufall ?
Tu was du willst aber denke an die Folgen
dian unregistriert
24.10.2013 12:47
Willst du mir etwa unterstellen, dass ich meine Videos in bekifftem Zustand produziere???
Es liegt natürlich am Licht! Schlechte Webcam in Verbindung mit schwacher Lampe, und dann noch an allen möglichen Einstellungen rumgespielt, damit die Maske möglichst cool rüberkommt. (An die Augen habe ich dabei echt als allerletztes gedacht.)
Komm mal runter war nur ne Frage sah halt ein wenig danach aus
Hast aber auch nicht so gewirkt aber es gibt Leute die das ganz gut verbergen können...
Und unterstellen will ich dir überhaupt nichts...
Haha, habe mich das für nen kurzen Moment auch gefragt, aber beim Anblick der Wand und Decke im Hintergrund leuchtet einem ein, dass es an Belichtung und / oder Videoeffekt liegt.
Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
dian unregistriert
13.11.2013 23:46
Bin jetzt auch beim Facebookjuden.
(Was macht man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben...)
Als kleines Leckerli hab ich mal ein paar alte Fotos von mir hochgeladen, die vermutlich auch hier noch nicht jeder gesehen hat. Schaut's euch halt mal an, und verlinkt mich, liked mich oder macht mir nen Heiratsantrag oder wie sich das da nennt.