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Umfrage: Die technologische Entwicklung...
geht mir zu langsam 7 29.17%
geht in die falsche Richtung 7 29.17%
geht mir zu schnell 5 20.83%
ist mir scheißegal 4 16.67%
ist genau richtig 1 4.17%
Insgesamt: 24 Stimmen 100%
 
Zum Ende der Seite springen Gegen den Fortschritt  
Autor
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dian
unregistriert
Gegen den Fortschritt 06.04.2008 22:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich habe jetzt schon ein paar mal in anderen Threads beobachtet, dass einige von euch dem wissenschaftlichen Fortschritt (sei es im Bezug auf Atomenergie, Gentechnik oder Medizin) deutlich aufgeschlossener gegenüberstehen als ich.
Grund genug, darüber mal ausführlich in einem eigenen Thread zu diskutieren. (Bin mir sicher, dass das sehr kontrovers werden dürfte...)

Ich persönlich sehe technologische Neuentwicklungen ja eher skeptisch, und ich glaube auch, dass die Wissenschaft heutzutage in den Köpfen der Menschen etwas ganz ähnliches anrichtet, wie es im Mittelalter die Kirche tat.
Wo früher die Priester für das normale Volk, das weder Latein noch Hebräisch konnte, die Worte Gottes übersetzt und nach eigenen Gutdünken ausgelegt haben, sind es heute die Wissenschaftler, die den unwissenden Menschenmassen erzählen, wie unsere Welt aussieht, und in welche Richtung sich die Gesellschaft zukünftig entwickeln soll.
Wer sich den Worten der Wissenschaftler in den Weg stellt und mit Gefühlen oder seinen Ängsten argumentiert, statt mit mathematischen Gleichungen und exakt messbaren Ergebnissen, wird heute vom wissenschaftlichen Establishment genauso lächerlich gemacht, wie man in früheren Zeiten jemanden ausgelacht hätte, der glaubte, dass Menschen eines Tages zum Mond fliegen würden.
Ich verweise nur mal auf die Handy-Funkmasten, die immer häufiger auch gegen den Widerstand der Anwohner in Wohngebieten aufgestellt werden.
(Bei mir ganz in der Nähe steht eine riesige Antenne sogar direkt gegenüber von einem SOS-Kinderdorf.)
"Es ist nicht erwiesen, dass diese Strahlen dem Menschen schaden", heißt es dann immer gebetsmühlenartig von den Verantwortlichen, wenn sich irgendwelche besorgten Bürger darüber beschweren. Nicht selten werden jene, die sich mit dem Thema intensiver befassen und davor warnen, dann als paranoide Spinner dargestellt, die man ja sowieso nicht ernstzunehmen braucht, weil sie nicht "wissenschaftlich" arbeiten.

Das Credo der modernen Zeit lautet:
Was man nicht messen kann, existiert auch nicht.
So lange es keine deutlich erkennbare Steigerung von Krebsfällen in der Nähe eines Funkmastens gibt, erzeugen diese keinen Krebs.
Man sagt nicht: "Wir wissen nicht, ob sie Krebs erzeugen, weil wir noch keine solche Steigerung nachweisen konnten", sondern man sagt: "Sie erzeugen nach dem derzeitigen Kenntnisstand keinen Krebs."
Versteht ihr den Unterschied?
Im Zweifel wird eben nicht auf die Sorgen der Menschen, sondern auf den Profit gesetzt.
Und machen wir uns nichts vor: Es geht doch letztlich beim Fortschritt immer nur um Profit, nicht um das wirkliche Wohl der Menschen.
Das Wohl der Menschen wird immer nur gern als Vorwand dafür genommen, dass man ihnen Geld aus der Tasche ziehen und sie weiter in Abhängigkeit treiben kann.
Erfinder, die sich mühsam in ihrer Garage abrackern, weil sie an eine Idee glauben und diese unbedingt in die Tat umsetzen wollen, hat es natürlich auch schon immer gegeben... und mit solchen Forschern und Tüftlern, die ihre Forschung wirklich in den Dienst der Menschheit stellen, habe ich auch überhaupt kein Problem.
Aber das ist leider längst eine vom Aussterben bedrohte Spezies.
Geforscht wird heutzutage fast nur noch in von der Öffentlichkeit uneinsehbaren Industriekomplexen, im Auftrag von einem Staat oder einem Konzern, der in erster Linie Geld verdienen möchte oder nach Möglichkeiten sucht, seine Macht über die Menschen weiter ausbauen zu können.
Es wird so getan, als ob es keine andere Alternative für die Menschheit gibt, als so schnell wie möglich so viel wie möglich zu erfinden und dann irgendwo ins Weltall zu fliegen, wo wir andere Planeten in Besitz nehmen und noch mehr forschen und erfinden können.
Fortschritt als purer Selbstzweck...
wie ein Rüde, vom Trieb gesteuert, gierig eine Hündin packt, um seine Gene weiterzureichen, so stürzt sich die moderne Menschheit in die Forschung.
Der Drang ist da, also muss er eben auch befriedigt werden.

Aber, um mal einen befreundeten Außerirdischen zu zitieren:
Zitat:
"Man sollte erst gar nicht daran denken, den Weltraum zu erobern, so lange man sich nicht einmal selbst unter Kontrolle hat."

Ganz ähnlich sehe ich das auch.
Ich denke, die Menschheit hat schon viel zu viel Technologie zur Verfügung, als sie von ihrer geistigen Reife her vertragen kann. Noch mehr Technologie zu fordern, und darauf zu hoffen, dass die Menschen schon noch vernünftig werden, wenn wir nur erstmal den Warpantrieb und die Nahrungsmittelreplikatoren aus Star Trek erfunden haben, erscheint mir doch etwas arg optimistisch gedacht, um nicht zu sagen, naiv...
So haben die Menschen beispielsweise gelernt, Öl und Erdgas zu nutzen. Und, ist jetzt jeder gut versorgt, und niemand muss mehr frieren?
Nein. Im Gegenteil. Es wird vor allem viel Geld daran verdient, es ist ein beliebtes Druckmittel geworden, und man schießt sich gegenseitig tot deswegen.
Und, ihr Verteidiger des Fortschritts... glaubt ihr angesichts dieser traurigen Bilanz etwa allen Ernstes noch daran, dass die Erfindung eines Replikators den Hunger auf der Welt besiegen würde??
Ich prophezeie euch: Sie würde es nicht! Denn wenn irgendwelche Forscher heutzutage einen Replikator erfinden würden, könnt ihr euch sicher sein, dass so ein Teil erstmal deutlich mehr kosten würde als eine herkömmliche Kaffeemaschine. Und leisten würden ihn sich sowieso nur diejenigen können, die auch davor schon nicht gerade Hunger gelitten haben.
Replikatoren würden als netter Gag in Event-Restaurants stehen... Mac Donalds oder Coca Cola hätten das Patent darauf, und die Schwarzen in Afrika würden trotzdem verhungern.
DAS ist die Realität auf dieser Welt.
Und daher denke ich, dass wir den Fortschritt jetzt vielleicht erst mal für ein paar Jahrhunderte auf Eis legen sollten, anstatt Photonentorpedos zu erfinden, während viele Menschen noch nicht einmal verantwortungsvoll mit einem Klappmesser umgehen können.
Ich will keine Rückkehr ins Mittelalter, auch keinen Stillstand, was die Suche nach neuen Möglichkeiten der Energieerzeugung angeht...
aber im Zweifelsfall bin ich dann doch lieber für Solaranlagen auf den Dächern als für irgendwelche Fusionsreaktoren. Zumindest, so lange die Menschheit moralisch noch so unreif ist wie zur Zeit. Denn mit Solaranlagen und Windrädern kann man sich wenigstens nicht so leicht in die Luft sprengen, wenn mal wieder jemand Scheiße baut und aus Versehen (oder mit Absicht) den falschen Knopf drückt.

Kebap

porno jüngling aus der hölle


06.04.2008 23:32 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich finds lustig und bemerkenswert, dass die Medizin immer mehr dahin kommt, immer mehr Menschen mit immer besseren Medikamenten zu behandeln und auch heilen, während das Militär dahin kommt, immer mehr Menschen immer schneller und effizienter zu töten.

Question Authority ~ Think for Yourself
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zanthia
unregistriert
06.04.2008 23:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

jeder vorteil hat auch einen nachteil...nur kann ich mich nicht prinzipiell gegen den fortschritt aussprechen, da ich ohne ihn gar nicht leben würde...und viele meiner mitmenschen auch nicht.
fortschritt bedeutet ja auch medizinischer fortschritt und selbst wenn die beweggründe oftmals niedere sind und nicht selten etwas erfunden wird, weil es militärische interessen daran gibt oder anderweitig ne stange geld zu verdienen ist, so profitieren doch zuletzt die meisten menschen davon.
den fortschritt auf eis legen würde zwangsläufig auch bedeuten, dass man menschen weniger helfen kann, als man eigentlich gekonnt hätte, wie z.b. in den 80ern durch die entdeckung des helicobacter pylori.
ein idealfall bzgl. des umgangs mit dem fortschritt wäre für mich soetwas, wie es in star trek "der aufstand" gezeigt wird. eine gruppe von menschen verfügt über technische errungenschaften, benutzt sie jedoch nur,wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Xoc

lol

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07.04.2008 00:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

1.
Fortschritt ist unaufhaltbar, ausser wir schaffen es uns und alles andere, was fortschreiten kann auszurotten.
Selbst wenn eine Gruppe sich extrem dem Fortschritt wiedersetzt, wie z.B. die Amish in Amerika, dann machen anderen den Fortschritt und sie werden wahrscheinlich irgendwann vom Fortschritt "überrollt".
Das heisst, wir müssen und damit arrangieren und wenn wir einen Vorteil wollen, mitmachen.

2.
Fortschritt ist immer aus irgendeiner Perspektive schlecht, Fortschritt zerstört immer Altes und erfordert Anpassung.
Frag mal die Dinos, wie die den Fortschritt damals fanden großes Grinsen

3.
Fortschritt ist immer aus irgendeiner Perspektive gut, weil er Dinge effektiver und besser macht.

4.
Die meisten Probleme der Menschheit beruhen nicht darauf, dass wir zu wenig technischen Fortschritt haben oder uns eine Technik fehlt, also wird technischer Fortschritt die meisten Probleme auch nicht lösen, andere Probleme nur durch neue Probleme ersetzen.
Allerdings, was z.B. Wirtschaft und Gesellschaftsmodelle angeht, da könnte Fortschritt schon was bringen, aber das wird ja meistens Leien oder Politikern oder Leuten, die starke Interessenkonflikte haben überlassen. Ausserdem sind das Thema, die nur sehr schwer überhaupt wissenschaftlich zu behandeln sind.

5.
Du und die meisten Menschen haben nahezu keine Ahnung von Wissenschaft oder von Wissenschaftlern. Inbesondere ist das allermeiste, was man in den Medien über Wissenschaft oder Wissenschafler hört nicht wissenschaftlich. Und selbst wenn man Wissenschaftler selbst in den Medien sieht, sind die auch nicht nur Wissenschaftler und wissenschaftlich, sondern haben persönliche Meinungen, Interessen und politische Ansichten und wissenschaftliche Aussagen von denen sind nicht so polulär, die Leute wollen was knackiges, sensationelles hören.
Die allermeisten Menschen sind auch nicht "wissenschaftsgläubig" sondern medien- oder autoritätsgläubig (Ein Titel macht nicht wissenschaftlich).
Und unterscheiden, was wissenschaftlich ist und was nicht können die meisten auch nicht.

6.
Die Paranoia vor vielen Techniken ist unbegründet und in vielen Fällen ist tatsächlich bekannt, dass sie keine nennenswerten Schäden hervorruft.
"Sie erzeugen nach dem derzeitigen Kenntnisstand keinen Krebs."
Ist also völlig korrekt, den es gab Studien und die sind negativ ausgefallen, das ist mehr als nur "nicht wissen".
Das heisst aber nicht, dass man neue Sachen nicht vorher genügend testen sollte, ob sie wirklich ungefährlich sind.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Metafire

Sci-Fi Freak

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07.04.2008 00:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Natürlich hat der Fortschritt seine Tücken. Er hat sie immer gehabt. Die bisher schädlichste Erfindung, die die Menschheit wohl jemals gemacht hat, war die Landwirtschaft. Sie hat uns erst diesen ganzen Schlamassel eingebrockt: Überbevölkerung, Herrschaft über die Massen, Sklaverei, Kriege, Hungersnöte, Seuchen, Religion, um den ganzen negativen Folgen einen positiven Sinn zu geben, Patriarchat, Tierhaltung, usw.

Im Grunde leiden wir immernoch an der landwirtschaftlichen Revolution. Hätte es sie nicht gegeben, würden wir noch als Sammler (und vielleicht auch Jäger) in irgendwelchen Wäldern leben und in unserer Sippe Spaß haben - dieses Leben war gar nicht mal so schlecht. Je nach Sippe vielleicht sogar besser als das Leben in der westlichen industriellen Gesellschaft. Das Elend hat wirklich erst mit der Landwirtschaft wirklich begonnen.

Aber dieser erste Schritt haben eben den wissenschaftlichen Rüstungswettlauf begonnen, der nur von ultrakonservativen Religionen pausiert werden konnte. Aber die Technologie ist nun leider der einzig humane Ausweg aus den Leiden, den die neolithische Revolution erzeugt hat. Der andere besteht darin, mehr als 9/10 der Menschheit auszulöschen und in die verbleibenden Wälder zurückzukehren und so zu leben wie moderne Sammler (und Jäger).

Der Weg der Technologie ist nicht gerade ohne Gefahren, aber es gibt keine realistische Alternative, um dem Leiden der Menschheit beizukommen. Selbst eine extrem konservative Weltreligion könnte den Fortschritt nur für ein paar Tausend Jahre anhalten, aber ihn eben nicht für alle Zeiten beenden.

Daher besteht die einzige Möglichkeit, die wir haben darin, die Technologie so zu entwickeln und einzusetzen, dass sie relativ sicher ist. Würden wir sie nicht einsetzen, würde es jemand anderes machen und dadurch einen großen Vorteil gewinnen. Deswegen müssen auch alle wirklich mächtigen Technologien entwickelt werden. Ob sie dann auch eingesetzt werden, ist eine andere Frage. Bei Atombomben hat nur das Prinzip der Abschreckung ihren späteren Einsatz verhindert.

Zitat:
Ich denke, die Menschheit hat schon viel zu viel Technologie zur Verfügung, als sie von ihrer geistigen Reife her vertragen kann. Noch mehr Technologie zu fordern, und darauf zu hoffen, dass die Menschen schon noch vernünftig werden, wenn wir nur erstmal den Warpantrieb und die Nahrungsmittelreplikatoren aus Star Trek erfunden haben, erscheint mir doch etwas arg optimistisch gedacht, um nicht zu sagen, naiv...

Ja, damit hast du leider recht, aber wir können leider auch nicht hergehen und sagen: Hey, hört mal alle mit dem Forschen auf, wir brauchen mal ein Jahrhundert Bedenkzeit oder so. Vielleicht wäre das etwas, was wir bräuchten, aber sowas ließe sich wohl kaum durchsetzen. Technologie kann die Lebensbedingungen der Menschen verbessern. Bessere Lebensbedingungen können zu geistiger Weiterentwicklung führen. Sie müssen es nicht, aber unter schlechten Lebensbedingungen sind die Voraussetzungen zu geistiger Entwicklung eben auch schlechter.

In Zukunft werden wir uns mit extrem gefährlichen Technologien wie molekularer Nanotechnologie und künstlicher Intelligenz beschäftigen müssen. Zwar haben diese Technologien das Potenzial die Menschheit gründlich auszulöschen, was sie mit Kernwaffen gemeinsam haben, aber dafür versprechen sie auch unglaubliche Vorteile. Es werden wahrscheinlich nicht alle Staaten mitziehen, wenn jemand hergehen will und diese Technologien gänzlich verbieten will. Aber man könnte im Notfall solchen Staaten mit atomarer Vernichtung drohen - falls es sich nicht selber um eine Atommacht handelt. In letzterem Fall könnten extreme Wirtschaftssanktionen reichen, müssen es aber nicht. Vielleicht wäre es wirklich das beste, diese Technologien zu verbieten, bis die Menschheit reif dafür ist, aber es wird schwer sein, das zu erreichen.

Irgendwann werden die Computer so leistungsfähig sein und das Wissen über das menschliche Gehirn so fundiert sein, dass jeder geniale Hobbyprogrammierer seine eigene KI programmieren könnte und spätestens dann haben wir ein Problem. Diese KIs werden irgendwann so leistungsfähig sein, dass wir Menschen nicht mehr werden mithalten können. Daher werden wir unsere Gehirne einscannen lassen müssen und auf leistungsfähige Computer übertragen, damit wir in diesem unfairen Rennen mithalten können. Würde man dieses Rennen verhindern wollen, müsste man den Fortschritt der Prozessortechnologie aufhalten. Und das wird noch schwerer als die molekulare Nanotechnologie und die KI aufzuhalten. Nur wenn das geht, lässt sich die Singularität verhindern. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass das realistisch ist.

Man kann das Fließen von Flüssen nicht aufhalten. Man kann zwar Staudämme bauen, aber etwas Wasser muss man doch durchlassen, sondern staut sich das Wasser so sehr auf, dass der Damm irgendwann bricht und die Auswirkungen davon sind bekanntlich katastrophal.

Im Zweifelsfall lässt sich das Problem aber in etwa so lösen: Man erlaubt die weitere Forschung nur auf dem Mond oder auf den anderen Planeten in unserem Sonnensystem. Vielleicht wäre das eine gute Lösung. Dann kann man erst einmal schauen, ob es nicht irgendwelche katastrophalen Auswirkungen gibt. Wenn doch, ist die Erde zumindest für ne Weile sicher *g*

Persönlich hätte ich gerne einen rasanten Fortschritt, der mich beliebig lange leben lässt, aber ich kann verstehen, wenn die Angst gegenüber derartigen Technologien überwiegt. Immerhin sehe ich ja selber ein, dass der Fortschritt die Existenz der Menschheit schlagartig eliminieren könnte. Momentan weiß ich nicht, was zu tun ist. Wenn sich molekulare Nanotechnologie und künstliche Intelligenz EFFEKTIV verbieten lassen könnten, wäre ich dafür. Vielleicht müsste man dafür alle Menschen am Computer permanent überwachen, aber das wäre eigentlich kein besonders hoher Preis, den man dafür zahlen müsste.

Aber wenn das eben nicht realisierbar ist, müssen wir irgendwie mit diesen Technologien fertigwerden.

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Xoc

lol

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07.04.2008 01:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Metafire
Daher werden wir unsere Gehirne einscannen lassen müssen und auf leistungsfähige Computer übertragen, damit wir in diesem unfairen Rennen mithalten können.


Ich habe mich schon lange Zeit recht ausführlich mit dem Thema eine "echte KI" zu programmieren beschäftigt. Und zumindest bei einer Sache bin ich mir recht sicher: Wenn es klappt, wird es verdammt gefährlich für die Menschen.

Allerdings, dein Lösungsvorschlag auch den Menschen einzuscannen klappt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht.
Erstens ist es zu schwer und zweitens ist das, was da raus kommt entweder nicht genügend besser oder kein Mensch mehr.

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Metafire

Sci-Fi Freak

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Upload 07.04.2008 01:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Sobald das Gehirn eingescannt ist, kann man es behandeln wie Software und optimieren, wenn man denn versteht wie's funktioniert. Und wenn man nicht versteht wie's funktioniert, dann kann man's schnell herausfinden, wenn's nur noch Software ist. Ein Softwaregehirn kann man viel besser untersuchen als die Hardwarevariante davon.

Aber es wird wirklich ein hartes Rennen gegen die KI. Keine Ahnung, wie wir da die Gewinnwahrscheinlichkeit steigern können unglücklich

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Metafire am 07.04.2008 01:18.



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Xoc

lol

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RE: Upload 07.04.2008 01:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Metafire
Sobald das Gehirn eingescannt ist, kann man es behandeln wie Software und optimieren, wenn man denn versteht wie's funktioniert. Und wenn man nicht versteht wie's funktioniert, dann kann man's schnell herausfinden, wenn's nur noch Software ist. Ein Softwaregehirn kann man viel besser untersuchen als die Hardwarevariante davon.

Aber es wird wirklich ein hartes Rennen gegen die KI. Keine Ahnung, wie wir da die Gewinnwahrscheinlichkeit steigern können unglücklich


Wir haben bereit den Code für das Gehirn, das menschliche Genom ist schliesslich mittlerweile zumindest grösstenteils bekannt. Geholfen hat das nicht wirklich.
Ausserdem scheinst du den Unterschied zwischen Software haben und Ausführen können sowie Verstehen und optimieren *erheblich* zu unterschätzen.

Aber der eigentliche Punkt ist: Wenn du das Gehirn einscannst und veränderst und optimierst dann ist es mindestens fraglich, ob es noch menschlich ist, denn es ist mindestens möglich es so weit zu verändern, dass es das nicht mehr ist. Es haben relativ kleine Veränderungen gereicht um den Unterschied zwischen (anderen) Affen und dem Menschen auszumachen.
Ausserdem ist es nur logisch und "effizient", dass die KIs sich uns gegenüber dann so verhalten wie wir uns Tieren gegenüber verhalten (egal ob sie from scratch neu geschrieben wurden oder mal ein Mensch die Grundlage war), wobei "hinderliches Mitgefühl" wesentlich schneller wegzuoptimieren wäre.

Btw, der grösste genetische Unterschied zwischen uns und anderen Affen liegt, wenn ich mich richtig erinnere, im Immunsystem, das Gehirn steht erst an zweiter Stelle.

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Arne Kroger
unregistriert
07.04.2008 03:15 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich hab' für "Ist mir scheißegal" gestimmt.

Letztendlich stimmt es schon, dass der Fortschritt (und das mitsamt den Folgen) insofern nicht aufzuhalten ist, als dass wir uns so in der Zeit nur bewegen können, dass sie fortschreitet (evtl. ist das auch mal anders möglich, wird aber doch noch was dauern meiner Einschätzung nach).

Dem absoluten Positivismus von @zanthia, dass man wegen dem medizinischen Fortschritt dankbar sein sollte, kann ich auch nicht folgen. Ich wäre wohl ohne einige Forschungsergebnisse schon mit 36 gestorben, aber evtl. auch nie erkrankt (Zivilisationskrankheiten aufgrund des Fortschrittes).
Na gut, dann eben mit 41. Wäre jetzt aber auch nicht SO schlimm gewesen, meine ich.

Fortschritt ist eben wertneutral, genau wie das Leben eines jeden einzelnen.

lachs0r




07.04.2008 03:58 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Sagen wir mal so: Es gibt "guten" und "bösen" Fortschritt. Der "böse" Fortschritt ist der, mit dem mehr Geld bzw. Macht gewonnen wird. Der "gute" dagegen ist der, der nur gemacht wird, um ein wirkliches Bedürfnis zu befriedigen. Und Geld bzw. Macht gehören IMO nicht zu diesen Bedürfnissen.
Als "guten" Fortschritt würde ich zum Beispiel Freie Software bezeichnen, denn dieser geht noch weit über den Technologischen hinaus.

Zwei interessante Texte dazu (auch wer nichts mit diesem ganzen technischen Wirrwarr/Fortschritt nichts am Hut hat, sollte sich zumindest den ersten mal ansehen und den zweiten überfliegen):

http://www.stephanmaus.de/open-source.htm
http://www.germany.fsfeurope.org/documen...6-03-09.de.html

Ich bin der Meinung, dass es zu wenig "guten" Fortschritt gibt, aber dafür viel zu viel "bösen". Ich glaube zwar nicht, dass ich das ausgerechnet hier noch sagen muss, aber scheißt auf HDTV, scheißt auf Windows, scheißt auf nen neuen Rechner, eine Elektrozahnbürste, ein Hi-Fi-System, ein schnelleres Auto oder was auch immer man heute kaufen "sollte".
Ich meine was soll der scheiß? Echter Fortschritt sieht anders aus.
[ot]Wenn ich hochauflösend Filme gucken will, geh ich ins Kino, denn irgendwelche schlechten Soaps oder die Nachrichten braucht kein Mensch hochauflösend.
Wozu soll ich mir nen Film kaufen? Den guck ich 2-3 mal und dann kenn ich ihn auswendig.
Was will ich mit nem neuen Rechner? Allerhöchstens die neuesten Ego-Shooter spielen, aber daran verliere ich auch langsam die Lust.
Was soll dieser Müll von Windows Vista? Das ist doch nur ein "buntes" Windows 2000/XP, am Kern hat sich da sehr wenig geändert. All das wofür Vista eine Höllenmaschine von Rechner braucht, sprich ein paar bunte Effekte, Wordpad und Solitaire (das ganze nicht mal gleichzeitig), läuft mit beispielsweise Linux auch wesentlich besser auf nem 700MHz Prozessor mit ner Grafikkarte aus dem Jahr 2001 (das habe ich schon getestet).
Die Elektrozahnbürste vermag meine Zähne zwar in kürzerer Zeit effektiver zu pflegen, aber was soll das? Dürfen wir uns jetzt nicht mal ein paar Minuten Zeit lassen um die Zähne zu putzen? Muss das wirklich so schnell erledigt werden?
Ein Hi-Fi-System brauch ich auch nicht, wenn ich Musik hören will, reicht mir eine kleine Stereoanlage für unter 70€ (ganz auf guten Klang verzichten will ich dann doch nicht).
Ein schnelles Auto ist ebenso unnötig. 120 KM/h sind völlig ausreichend und mit heutiger Technologie wesentlich effizienter als höhere Geschwindigkeiten in Puncto Kraftstoffverbrauch und Umweltschutz. Und welche elektronischen Spielereien es hat, ist auch völlig egal, es soll mich von A nach B bringen. Die ganze Elektronik macht das doch bloß fehleranfälliger und teurer. Das soll nicht heißen, dass ich dabei auf die Elektronik verzichten will, die die Sicherheit des Autos erhöht.[/ot]

Edit: Ich habe mir mal erlaubt, den Punkt "geht in die falsche Richtung" hinzuzufügen, konnte dann aber nicht mehr stimmen.
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Xoc

lol

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07.04.2008 11:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jeder findet irgendwelche Arten von Fortschritt gut und andere schlecht, aber das macht den entsprechenden Fortschritt nicht gut oder schlecht, denn du wirst auch die umgekehrten Ansichten finden.

Z.B. gucke ich sehr gerne HD Filme und kenne jemanden, der dich für die Aussage "guter Klang" im Zusammenhang mit ner 70 Euro Anlage auslachen würde. Aber der hört auch den Unterschied zwischen mp3 und lossless.


Und Arne, falls du verstanden hast, was Evolution ist, dann solltest du wissen, dass sich Fortschritt auch im Sinne von effizienter und besser nicht aufhalten lässt.

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lachs0r




07.04.2008 14:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ansichten zum Fortschritt gibt es in der Tat viele verschiedene. Dies ist nur die, von der ich momentan überzeugt bin. Ich will sie ja keinem aufzwingen, auch wenn es oft den Eindruck erweckt, wenn ich diesbezüglich was von mir gebe. Ich selbst habe ja schon so manches als "toll" empfunden, wofür ich mich heute selbst schlagen könnte.

Naja, ne JVC UX-L40R hat IMO schon einen recht guten Klang (rauscht nur ein kleines bisschen), die Leistung ist für mein Zimmer eigentlich optimal. Aber da will ich jetzt nicht drüber streiten, ich hab hier ohnehin nur Onboard AC '97 Sound, und den Unterschied zwischen MP3 und lossless höre ich auch sehr wohl, auch bei 224kbit/s. Deshalb benutze ich auch lieber Vorbis, weils einfach unter den verlustbehafteten Formaten am ehesten Transparenz erreicht, ab 192 kbit/s IIRC. Zum Musik hören benutze ich auch lieber meinen MP3-Player (ein Cowon D2, da wollt ich mir mal was gönnen), denn der klingt wirklich super. Da merke ich schon nen deutlichen Unterschied, wenn ich den an die Stereoanlage anschließe und das mit AC '97 vergleiche.

HD-Filme okay, aber ich meinte HDTV (das ist was anderes, denn TV steht für TeleVision, wie du sicher weißt Xoc). So viele Sender wie heutzutage auf den Transpondern liegen, musste Premiere auch schon die Bitrate der HD-Programme verringern, und das merkt man deutlich.

Soviel zum Fortschritt bei der Unterhaltungselektronik.

Edit: Zu Premiere sag ich übrigens nur: Google nach Opticum 4000C.
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dian
unregistriert
07.04.2008 15:05 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ zanthia:
Zitat:
fortschritt bedeutet ja auch medizinischer fortschritt und selbst wenn die beweggründe oftmals niedere sind und nicht selten etwas erfunden wird, weil es militärische interessen daran gibt oder anderweitig ne stange geld zu verdienen ist, so profitieren doch zuletzt die meisten menschen davon.

Auch den medizinischen Fortschritt würde ich nicht ganz so unkritisch sehen.
Natürlich hast du Recht... man kann heute viele Krankheiten, die früher tödlich verlaufen wären, problemlos heilen. Andererseits kamen aber auch jede Menge neuer Krankheiten dazu, die es ohne den technologischen Fortschritt überhaupt nicht gegeben hätte.
Ich denke, Amalgam, Silikon und anderes krebserregendes Zeug ist da nur die bekannt gewordene Spitze des Eisbergs.
Mich würde mal eine wirklich unabhängige Statistik interessieren, wie viele Menschen durch die Produkte der Pharamindustrie gerettet wurden, und wie viele dadurch erst richtig krankgeworden sind. Und dann würde mich mal interessieren, wie das heute aussehen würde, wenn man, anstatt Jahrzehnte lang Unmengen von Geldern in die Entwicklungslabore der Pharmaindustrie zu blasen, diese Gelder dafür verwendet hätte, die traditionelle Medizin, Kräuterheilkunde, Akupunktur etc. richtig zu erforschen.
Ich glaube, dass eben selbst die Medizin heutzutage nicht mehr dem Menschen dient, sondern vor allem denjenigen, die daran verdienen.
Um nur mal ein Beispiel von vielen zu nennen:
Mein Vater hatte schon lange Probleme mit dem Herzen. Er bekam dann immer mehr Medikamente verschrieben, die wiederum Asthma auslösten und andere Nebenwirkungen hatten, gegen die er den wieder andere Medikamente nehmen musste.
Am Ende musste er sich jeden Tag einen Berg von Pillen und Tabletten reinstopfen, der Körper wurde von dem ganzen Giftzeug langsam kaputt gemacht, bis er schließlich ins Koma fiel und starb.
Ich denke, wenn er einfach radikal sein Leben verändert hätte, mehr Natur, weniger Stress, und keinerlei Medikamente, dann würde er möglicherweise heute noch leben. Jedenfalls hätte er die letzten Monate seines Lebens dann noch genießen können und wäre nicht als Laborratte der Pharmaindustrie geendet.
(Ironie des Schicksals ist übrigens, dass mein Vater sogar jahrelang für die Pharmaindustrie gearbeitet hat...)
Naja, jedenfalls ist das einer der Gründe, warum ich von den Heilsversprechen der modernen Medizin nicht so wirklich begeistert bin.
Dann kommt noch dazu, dass ich finde, dass es besser ist, in Würde ein wenig früher abzutreten, als hundert Jahre zu werden, und davon die letzten zwanzig als würdeloses, sabberndes Stück Fleisch zu verbringen.
Dieses Schicksal winkt immer mehr Menschen, die früher einfach gestorben wären... und ja, ich muss sagen, dass das richtig war, dass die damals gestorben sind, weil so etwas in meinen Augen kein Leben mehr ist, sondern nur ein würdeloses Dahinsiechen.
Aber die gewinnsüchtige Pharmaindustrie auf der einen und die Kirche mit ihrer verlogenen, lebensbejahenden Leidens-Philosophie auf der anderen Seite bilden da eine ganz unheilvolle Allianz... und ich will nicht wissen, wenn die Entwicklung so weiterverläuft, wo das eines Tages noch enden wird.
Ich denke, das werden noch Zustände werden, die jeden Horrorfilm harmlos erscheinen lassen.
Naja, ehrlich gesagt, finde ich so eine Sterbestation im Krankenhaus, mit ihren röchelnden, sabbernden, intravinös ernährten Insassen, heute schon schockierender, als es die Fantasie der meisten Serienkiller jemals sein könnte.

@ Metafire:
Zitat:
Bessere Lebensbedingungen können zu geistiger Weiterentwicklung führen. Sie müssen es nicht, aber unter schlechten Lebensbedingungen sind die Voraussetzungen zu geistiger Entwicklung eben auch schlechter.

Kommt drauf an, was du unter "schlechteren Lebensbedingungen" verstehst.
Natürlich, wer ständig ums nackte Überleben kämpfen muss, kommt tendenziell weniger zum Nachdenken als jemand, der alles im Überfluss hat und sein geistiges Potential auch für andere Dinge als für die alltägliche Nahrungssuche einsetzen kann.
Andererseits kann technologische Entwicklung aber ebenso gut dazu führen, dass die Menschen immer weiter verblöden.
Hat beispielsweise die Erfindung von Handys und SMS wirklich dazu geführt, dass die Menschen einander nähergekommen sind und sie sich besser verstehen als früher?
Oder ist nicht eher der gegenteilige Effekt eingetreten? Werden die Kids nicht immer dümmer und zappeliger, weil sie sich ohne Sinn und Zweck ständig gegenseitig Kurzmitteilungen schicken.. und das nur, weil es ihnen die Technik nunmal ermöglicht?
Wenn ein durchschnittlicher Jugendlicher heute am Tag zwanzig oder dreißig SMS verschickt... was haben deren Altersgenosse in den 60er oder 80er-Jahren, die noch keine Handys hatten, stattdessen mit ihrer Zeit angefangen?
Nun, sie wussten sich jedenfalls zu beschäftigen, notfalls auch ohne jegliche Technologie...
das können viele Jugendliche heutzutage ja gar nicht mehr.
Technik kann einen Mensch eben nicht nur klüger machen, sondern ebenso gut verblöden und in die totale Abhängigkeit treiben.
Ein gesundes Maß an Technik, das den Menschen manche lästige, stupide Tätigkeit abnimmt, ist sicherlich zu begrüßen. Dagegen sag ich ja auch garnix. Aber vieles, was heute erfunden wird, dient einfach nur dazu, die Menschen in Schimpansen zu verwandeln, die nur noch irgendwelche Knöpfe drücken und nicht mehr ihr Gehirn einschalten müssen. Ich sag nur: Navigationsgeräte.
Die scheiß Dinger sind mittlerweile in jeden zweiten Auto.. und bald wird es wahrscheinlich gar keine Autos mehr ohne geben.
Die Menschen werden in nicht all zu ferner Zukunft auch zu Fuß immer mit einem Navigationsgerät unterwegs sein. Irgendwann werden sie sich dann ohne so ein Gerät in der Welt überhaupt nicht mehr zurecht finden. Fähigkeiten, die für einen Menschen im Mittelalter selbstverständlich waren, werden völlig verkümmern. Dann braucht es nur noch einen Stromausfall, und alle müssen verhungern, weil sie ohne Navi nicht mal mehr den Weg zur nächsten Bäckerei finden. Und das alles nur, weil irgendwer mal dachte, dass die 5 Minuten, die man braucht, um eine konventionelle Landkarte aufzufalten, zu lesen und wieder zusammenzufalten, zu viel sind, und dass alle Landkarten daher dringend durch ein technologisches Hilfsmittel ersetzt werden müssen.
(ok, das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt formuliert, aber die drohende Verblödung der Menschen durch Technik ist definitiv ein Problem, das man nicht unterschätzen sollte...)

Zitat:
Zwar haben diese Technologien das Potenzial die Menschheit gründlich auszulöschen, was sie mit Kernwaffen gemeinsam haben, aber dafür versprechen sie auch unglaubliche Vorteile. Es werden wahrscheinlich nicht alle Staaten mitziehen, wenn jemand hergehen will und diese Technologien gänzlich verbieten will.

Ein Verbot bringt auch nichts... selbst dann nicht, wenn alle Staaten mitziehen.
Es müssen vielmehr die derzeitigen Strukturen zerschlagen werden, die es überhaupt erst ermöglichen, dass irgendwelche Forscher an Sachen basteln, die so teuer sind, dass man von diesen Geldern in der dritten Welt ein gesamtes Land ernähren könnte.
Das Geld bringen die Forscher, die an Fusionsreaktoren und sonstigem basteln, ja in der Regel nicht selber auf. Vielmehr wird es von Konzernen oder dem Staat zur Verfügung gestellt... und die haben es wiederum von den einzelnen Bürgern, weil die zu blöd sind, um zu kapieren, dass ihnen allen durch Steuern und überteuerte Konsumprodukte das Geld aus der Tasche gezogen wird.
Das heißt, in dem Moment, wo die Menschen kapieren, dass Kapitalismus und hierarchische Strukturen in erster Linie ihrer eigenen Aufrechterhaltung, und nicht der gesamten Menschheit dienen, wird auch der pervertierte Forschungsdrang gestoppt werden. Dann könnten irgendwelche Bonzen nicht mehr nach Belieben forschen und entwickeln lassen, sondern einzig das wirkliche Bedürfnis der Menschen würde noch darüber entscheiden, ob ein aufwändiges Forschungsprojekt überhaupt finanziert wird oder nicht.
Das wäre Forschung, die wirklich im Dienste der Menschheit forscht.
Aber davon sind wir heutzutage wohl so weit entfernt wie noch nie zuvor in der Geschichte.
zanthia
unregistriert
07.04.2008 18:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@dian
Zitat:
Mich würde mal eine wirklich unabhängige Statistik interessieren, wie viele Menschen durch die Produkte der Pharamindustrie gerettet wurden, und wie viele dadurch erst richtig krankgeworden sind. Und dann würde mich mal interessieren, wie das heute aussehen würde, wenn man, anstatt Jahrzehnte lang Unmengen von Geldern in die Entwicklungslabore der Pharmaindustrie zu blasen, diese Gelder dafür verwendet hätte, die traditionelle Medizin, Kräuterheilkunde, Akupunktur etc. richtig zu erforschen.

ich bezweifel, dass es solch eine statistik gibt....und wenn dem so wäre, dass mehr menschen durch die pharmaindustrie erkranken oder sterben, als geheilt werden, dann würde diese information mit sicherheit geheimgehalten werden. und mit sicherheit wäre es von vorteil alternative heilkunde jenseits der pharmakonzerne besser zu erforschen. nur dies widerspricht ja nicht dem prinzipiellen vorteil durch forschung.tatsächlich ist die lebenserwartung gestiegen und das eben auch aufgrund medizinischer kenntnisse.
keinem deiner argumente möchte ich widersprechen und ich bewerte "den fortschritt"(was man alles darunter fassen möchte) auch keinesfalls durchweg als "segen" für die menschheit. nur die formulierung "gegen den fortschritt" führt schnell zu ignoranz und totaler ablehnung.
ganz allgemein bedeutet fortschritt ja auch, die handlungsoptionen zu erweitern und dem, meiner ansicht nach menschlichen bedürfnis, kausalzusammenhänge erkennen zu wollen ,gerecht zu werden. missbrauch und profitgier mit fortschritt in einem atemzug zu nennen , hängt dem wort "fortschritt" eine negative konnotation an, die ich für ungerechtfertigt halte.

Metafire

Sci-Fi Freak

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Evolution 07.04.2008 18:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Wir haben bereit den Code für das Gehirn, das menschliche Genom ist schliesslich mittlerweile zumindest grösstenteils bekannt. Geholfen hat das nicht wirklich.
Ausserdem scheinst du den Unterschied zwischen Software haben und Ausführen können sowie Verstehen und optimieren *erheblich* zu unterschätzen.

Aber der eigentliche Punkt ist: Wenn du das Gehirn einscannst und veränderst und optimierst dann ist es mindestens fraglich, ob es noch menschlich ist, denn es ist mindestens möglich es so weit zu verändern, dass es das nicht mehr ist. Es haben relativ kleine Veränderungen gereicht um den Unterschied zwischen (anderen) Affen und dem Menschen auszumachen.
Ausserdem ist es nur logisch und "effizient", dass die KIs sich uns gegenüber dann so verhalten wie wir uns Tieren gegenüber verhalten (egal ob sie from scratch neu geschrieben wurden oder mal ein Mensch die Grundlage war), wobei "hinderliches Mitgefühl" wesentlich schneller wegzuoptimieren wäre.

Btw, der grösste genetische Unterschied zwischen uns und anderen Affen liegt, wenn ich mich richtig erinnere, im Immunsystem, das Gehirn steht erst an zweiter Stelle.

Es ist mit Supercomputern jetzt schon möglich eine kortikale praktisch 100% realistisch zu simulieren: Hirn aus der Fabrik. In 20 Jahren kann man das wahrscheinlich schon mit dem ganzen Gehirn machen. Und wenn man's dann richtig versteht, kann man die Effizienz der Simulation erhöhen und das Gehirn wie eine Maschine optimieren. Dass für den Optimierungsprozess wiederum Jahrzehnte der Forschung notwendig sind, ist eher belanglos. Was dabei herauskommt, ist wohl irgendeine Form von Übermensch. Es ist natürlich nicht sicher, ob dieser dann noch menschenfreundlich blieben wird, aber die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich für höher, als wenn sich eine "rein künstliche" Seed KI, die niemals ein Leben als Mensch geführt hat, sich zur Hyperintelligenz entwickelt und das Schicksal des Planeten unter Kontrolle hat.

Die Aussichten sind so oder so relativ düster, denn das Ende der "klassischen" Menschheit ist sehr nahe. Es kann alles mögliche passieren: Wir landen in Utopia, alles Leben (ob künstlich oder biologisch) wird vollständig vernichtet, biologische Organismen werden auseinandergenommen und zu etwas "besserem" umfunktioniert oder einfach nur so zum Spaß gequält. Dass die Geschichte einen positiven Ausgang haben wird, kann niemand garantieren. Selbst die intelligentesten Versuche unsere Nachfolger freundlich werden zu lassen, können scheitern.

Aber sehen wir uns doch mal an, was das eigentlich für ein Prozess ist: Xoc hat Recht, es handelt sich hier im Evolution und die kann man bekanntlich nicht aufhalten. Sie kann höchstens ne kleine Pause machen oder für ne Weile abstürzen, wenn mal auf einen Schlaf 90% aller Lebewesen aussterben. Das was üblicherweise als Evolution bezeichnet wird, ist lediglich die erste Stufe davon:

Evolution 1.0: Biologische Evolution. An der Spitze, was die Verwendung der Technologie betrifft, steht der Homo Sapiens Sapiens, oder wie ich ihn lieber nenne: Der Homo Homo Homo.

Evolutiuon 2.0: Memetische Evolution. Die menschliche Technologie und Gesellschaftsordnung basiert auf Memen. Wir haben mit einfachen Werkzeugen angefangen und es wurden im Laufe der Zeit immer kompliziertere Werkzeuge entwiceklt. Die Gesellschaftsordnung hat sich diesem Prozess entweder angepasst oder ihn ausgebremst. Unnötig zu sagen, dass Gesellschaften, die nicht so effektiv darin waren, ihre technoligischen Meme weiterzuentwickeln im Laufe der Zeit das Nachsehen hatten (bis auf jene Gesellschaften, die einfach die Meme ihrer Konkurrenten übernommen haben, etwa das christliche Abendland vom islamischen Morgenland im Mittelalter). Inzwischen ist die Memetische Evolution in der Menschheit so schnell, dass die biologische Evolution dagegen vernachlässigbar ist.

Evolution 2.5: Beschleunigte memetische Evolution. Interessanterweise erfolgt die technologische Entwicklung immer schneller. Die Evolution beschleunigt sich. Sie wird eine völlig neue Ebene erreichen, wenn sich digitale Geister ihre Geistessofteware selber weiterentwickeln. Wer sich zu langsam entwickelt, verliert im Endeffekt Macht über das Schicksal. Es spielt aber im Kern keine Rolle, ob die "Gewinner" optimierte Menschengeister oder Super-KIs sind. Das einzige, was wichtig ist, ist welche Werte die führende Gruppe vertritt und wie sie sich gegenüber ihren Nachzüglern verhält. Aus dieser Perspektive macht die heutige Menschheit keine gute Figur. Statt unseren tierischen Verwandten zu helfen, verskalven wir sie und verzehren ihr Fleisch. Aus dieser Sicht hat die Menschheit seit ihrer Entstehung überhaupt keinen nennenswerten Fortschritt gemacht, außer im Ausmaß der Quälerei. Wenn die Menschheit ihr Verhältnis zu den nichtmenschlichen Tieren nicht verdammt schnell verdammt gründlich ändert, kann sie nicht erwarten, irgendwie besser behandelt zu werden.

Worauf läuft die Evolution hinaus?

Evolution 3.0: Ultimative memetische Evolution. Die technologische Entwicklung ist abgeschlossen. Der ganze Kosmos wird kolonisiert. Verbleibt die Frage, was unsere Nachfahren mit dem Kosmos anfangen wollen. Der Streit um diese Frage stellt die letzte Stufe der Evolution dar.

Evolution ist die Macht, die unseren Kosmos formt. Ihr kann man sich nicht entziehen. Über "guten" und "schlechten" Fortschritt zu debattieren, ist aus dieser Sicht eher müßig. Es hat sich eben das System durchgesetzt, das die größte technologische Fortschrittsrate produziert. Dass dieses System nicht gerade sehr "human" ist, ist leider eine Nebenwirkung davon. Zumindest ist das schnellste System beim derzeitigen technologischen Stand jetzt nicht besonders angenehm. Man kann nur hoffen, dass es auf einem höheren technologischen Stand ein humaneres System ist, das am effizientesten ist.

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Xoc

lol

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07.04.2008 19:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

10 000 Nervenzellen simulieren sie.
Fehlen nur noch die restlichen 100 Milliarden.
Und das in einer Zeit, in der die Computer nur noch langsamer schneller werden. Zwischen 2005 und 2007 war der 10 Ghz Prozessor prognostiziert, wir sind gerade mal knapp bei 5.
Selbst wenn man fertig ist, verstanden hat man dadurch immer noch nichts.

Es gibt wahrscheinlich wesentlich effektivere Wege eine KI zu erschaffen.

Zitat:

Der ganze Kosmos wird kolonisiert.


Es ist bereits zweifelhaft, ob wir überhaupt das Sonnensystem verlassen werden.
Der Raum da oben ist unvorstellbar grosss, leer, lebensfeindlich und die Physik setzt uns recht enge Grenzen, was technisch möglich ist.
Vor allem:
Wieso sollten wir Leute da irgendwo hinschicken? Das ist extrem aufwendig, langweilig und wir haben nichts davon, im Gegenteil es würde hier eine erhebliche Menge Lebensraum mindestens temporär vernichten.
Nachrichten werden viele Jahre brauchen, bis sie uns von Kolonien erreichen, Handel oder Besuche sind undenkbar.
Was wesentlich Interessanteres als die anderen unbelebten Planeten unserer Sonnensystems werden wir auch nicht in unserer Gegend der Galaxie finden.

Das wir noch nie etwas von Aliens gehört haben spricht dafür, dass selbst wenn es sie gibt, sie sich nicht sonderlich ausbreiten, genau wie wir es wohl auch nicht werden.

Worauf das Ganze wirklich hinausläuft?
Die Lichter im Universum gehen wieder aus und es wird kalt, dunkel, leer und tot. Aber bis dahin ist noch sehr viel Zeit.

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Metafire

Sci-Fi Freak

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07.04.2008 21:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Xoc
Und das in einer Zeit, in der die Computer nur noch langsamer schneller werden. Zwischen 2005 und 2007 war der 10 Ghz Prozessor prognostiziert, wir sind gerade mal knapp bei 5.

Das liegt vermutlich daran, dass ein Wandel in Richtung Multicoretechnologie stattgefunden hat.

Zitat:
Original von Xoc
Es gibt wahrscheinlich wesentlich effektivere Wege eine KI zu erschaffen.

Könnte sein, aber gerade deswegen wird es schwer das Rennen gegen die KI zu gewinnen.

Zitat:
Original von Xoc
Zitat:

Der ganze Kosmos wird kolonisiert.


Es ist bereits zweifelhaft, ob wir überhaupt das Sonnensystem verlassen werden.
Der Raum da oben ist unvorstellbar grosss, leer, lebensfeindlich und die Physik setzt uns recht enge Grenzen, was technisch möglich ist.

Ja, verdammte Lichtgeschwindigkeit. Ohne diese Geschwindigkeitsbegrenzung könnten wir uns noch viel schneller weiterverbreiten ^^ Selbst wenn wir keine Möglichkeiten finden werden, Nanobots durch das Universum zu beamen, könnten wir Saatschiffe benutzen, um sie in andere Sternensysteme zu befördern. Mit nem Photonenantrieb ginge das wohl relativ flott.

Zitat:
Original von Xoc
Vor allem:
Wieso sollten wir Leute da irgendwo hinschicken? Das ist extrem aufwendig, langweilig und wir haben nichts davon, im Gegenteil es würde hier eine erhebliche Menge Lebensraum mindestens temporär vernichten.
Nachrichten werden viele Jahre brauchen, bis sie uns von Kolonien erreichen, Handel oder Besuche sind undenkbar.
Was wesentlich Interessanteres als die anderen unbelebten Planeten unserer Sonnensystems werden wir auch nicht in unserer Gegend der Galaxie finden.

Warum sollten wir für immer im Sonnensystem bleiben? Das macht doch keinen Sinn. Handel wird in einem interstellarem Kommunismus nicht notwendig sein. Informationen werden kostenfrei herumgebeamt. Besuche sind leicht möglich, indem man seine Geistesdaten rüberbeamt. Etwas Interessantes werden wir wahrscheinlich wirklich nicht finden, aber wenn wir erst einmal da sind, können wir ja was interessantes basteln *G*

Zitat:
Original von Xoc
Das wir noch nie etwas von Aliens gehört haben spricht dafür, dass selbst wenn es sie gibt, sie sich nicht sonderlich ausbreiten, genau wie wir es wohl auch nicht werden.

Dass wir noch nie von Aliens gehört haben, spricht dafür, dass es in unserer Ecke des Universum keine anderen intelligenten Lebensformen als die auf unserem Planeten gibt.

Zitat:
Original von Xoc
Worauf das Ganze wirklich hinausläuft?
Die Lichter im Universum gehen wieder aus und es wird kalt, dunkel, leer und tot. Aber bis dahin ist noch sehr viel Zeit.

Sollte sich das Leben auf diesem Planeten bald selber auslöschen, dann könnte das schon eintreffen. Andernfalls wäre das sehr unwahrscheinlich.

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Xoc

lol

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07.04.2008 22:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Metafire
Das liegt vermutlich daran, dass ein Wandel in Richtung Multicoretechnologie stattgefunden hat.


Was daran liegt, dass es anderes kaum mehr zu optimieren ist. Multicoretechnologie hätte man schon viel früher einsetzen können, wenn man wollte.

Zitat:
Ja, verdammte Lichtgeschwindigkeit. Ohne diese Geschwindigkeitsbegrenzung könnten wir uns noch viel schneller weiterverbreiten ^^ Selbst wenn wir keine Möglichkeiten finden werden, Nanobots durch das Universum zu beamen, könnten wir Saatschiffe benutzen, um sie in andere Sternensysteme zu befördern. Mit nem Photonenantrieb ginge das wohl relativ flott.


Nur haben wir auch da absolut nichts von, ausser riesigen Aufwand.

Zitat:

Warum sollten wir für immer im Sonnensystem bleiben? Das macht doch keinen Sinn.


Wenn Handeln keinen Sinn macht, dann macht Nichthandeln Sinn. Der Fall liegt hier vor.

Zitat:

Handel wird in einem interstellarem Kommunismus nicht notwendig sein. Informationen werden kostenfrei herumgebeamt. Besuche sind leicht möglich, indem man seine Geistesdaten rüberbeamt. Etwas Interessantes werden wir wahrscheinlich wirklich nicht finden, aber wenn wir erst einmal da sind, können wir ja was interessantes basteln *G*


Ja, übertrag mal ein paar Terrabyte oder mehr etliche Lichtjahre weit, dann sprechen wir uns wieder mit dem "leicht möglich" und "kostenfrei".

Ausserdem braucht es auch dann noch viele Jahre Zeit.

Zitat:

Dass wir noch nie von Aliens gehört haben, spricht dafür, dass es in unserer Ecke des Universum keine anderen intelligenten Lebensformen als die auf unserem Planeten gibt.


Intelligentes Leben auf nur einem Planeten ist nicht gerade einfach zu finden, also spricht es nicht dafür, sondern nur dafür, dass die Planetenbesiedlungsdichte sehr gering ist.

Zitat:

Zitat:
Original von Xoc
Worauf das Ganze wirklich hinausläuft?
Die Lichter im Universum gehen wieder aus und es wird kalt, dunkel, leer und tot. Aber bis dahin ist noch sehr viel Zeit.

Sollte sich das Leben auf diesem Planeten bald selber auslöschen, dann könnte das schon eintreffen. Andernfalls wäre das sehr unwahrscheinlich.


Nein, es ist sogar zwangsläufig. Oder glaubst du Sterne leuchten ewig und Wasserstoff verbraucht sich nicht?

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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komakino



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07.04.2008 22:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich finde nicht dass der Fortschritt etwas schlechtes, oder aufzuhalten ist. Schlecht ist höchstens was viele Menschen damit anstellen. Wie mit Drogen ist dies aber kein Grund ihn / es mir vorzuenthalten.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
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Leberkrebs
unregistriert
07.04.2008 22:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Der einzige wirkliche Unterschied zwischen Affen und Menschen:
Affen rauchen nicht!
Alkohol nehmen Affen sogar. Es wurde beobachtet das Schimpansen bei Gelegenheit gern gärende Früchte essen, die bereits Alkohol erzeugt haben. Sie streiten sogar bisweilen darum und ziehen diese Früchte einem normalen Futter vor.
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