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komakino



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23.06.2008 13:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Tjo, nur is das n österreichischer Gesetzestext und das die guten da etwas konservativer sind, ist auch nicht wirklich neu?

Kompletter Blödsinn.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
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Xoc

lol

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23.06.2008 02:27 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:

jo, es lebe die unkritische dumpfheit: demokratie ist gerecht, die kirche hat keinen einfluß mehr, die marktwirtschaft sehr liberal und überhaupt werden wir nicht manipuliert und dürfen immer frei unsere meinung äussern. und worauf wir alle setzen sollten: PRÄVENTION!
wenn du irgendwann mal in der öffentlichkeit ein interview geben musst, verwende dieses wort, und die herzen deiner zuhörer sind dir sicher!


Was soll das? Hast du auch etwas anderes zu sagen, als zusammenhangslose Allgemeinplätze?


Zu den zitierten Gesetzen:
Es wäre nett, wenn du selbst dazu sagst, dass es Gesetze aus einem anderen Land sind und es hier kein Verschuldungsprinzip gibt!
Aber selbst diese konservative österreichischen Gesetze bestätigt, was ich sage: Es gibt keinen Paragraphen, der zu Gefühlen zwingt und es gibt keine lebenslange Verpflichtung, sondern man kann sich 1000 Gründe zum Auflösen der Ehe suchen und sei es, das man einfach wegzieht und selbst damit den Grund liefert, wenn eine einvernehmliche Scheidung nicht möglich ist.

Ich bin auch dafür, die Scheidung einfach direkt zu erlauben, du kannst dich ja für eine österreichische Eherechtsreform einsetzen, wenn es dir am Herzen liegt.

MfG
Xoc

"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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Hansi
unregistriert
23.06.2008 20:29 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Kompletter Blödsinn.


Nuja, vllt in Wien und Umgebung nicht, aber mich würde hierzu auch mal @Inas Meinung interessieren Augenzwinkern .

Soulmirror

Kinderschänder mit Lizenz


19.06.2008 15:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
das ist leider sehr schwierig in einer von monogamem, besitzenden und eifersuechtigem denken dominierten welt. daher der "kreuzzug", um die praegung dieser denkweise mal zu lockern. denn sie wird immernoch gefoerdert, auch in walt disney filmen. was ich glaube ist z.b., dass man von natur aus nicht eifersuechtig ist.


wo siehst du denn die schwierigkeit? ich meine klar, z.B. schwule päärchen haben es wohl in jedem x beliebigen mistdorf in D oder sonstwo auf der welt immer noch schwer und da wird sich wohl auch nix in 100 jahren ändern aber das heißt ja nicht, dass heutzutage immer noch schwule z.b. überall um ihr leben fürchten müssen.

nur weil es irgendwo ewig gestrige idioten gibt heißts net, dass es unmöglich wär sonstwie anders zu leben.

ich hab auch noch nie gehört, dass poliamore oder wie auch immer man das nennt lebende menschen irgendwelchen anfeindungen gegenüber standen.


ein bisschen riecht das ganze sowieso für mich nach "wir blasen da einen großen luftballon auf". so als ob es total ungewöhnlich wäre, dass normale freunde (von mir aus auch 2 kerle) einfach mal im arm rumliegen oder man auch schon etwas wie liebe für seine beste freundin empfindet. tiefe zuneigung kann sich ja zu vielem entwickeln und dazu muss man net großartig unter der fahne der polyamoren oder monogamen durchs leben wandeln.

I'm gonna find my way to the sun
If I destroy myself, I can shine on
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sandu mehta
unregistriert
19.06.2008 20:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

moin soulmirror.

erstma zu deinem vorigen beitrag:
Zitat:
ich halte immer noch die mangelnde kommunikation zwischen den leuten für mit das größte problem. es wird einfach net offen über alles geredet und auch nicht über seine wünsche etc. ob das nun mal sexueller natur ist oder einfach die sache, was man sich vom partner wünscht etc.

deswegen halte ich den menschen nicht für grundsätzlich für monogam oder bigam sondern erstmal für dumm in der hinsicht. ich halte das verkrampfen für eine von beiden seiten für ziemlich blöde und tu erstmal das was mir gefällt.


das alles klingt doch schon sehr offenherzig. man koennte fast schon sagen verkappt polyamouroes großes Grinsen
allerdings muss ich dir zustimmen, dass gegenseitiges verstehen und verstehenwollen ein großes problem darstellt in beziehungen. doch ich glaube schon, dass es sich dabei um ein von monogamie zumindest verstaerktes phaenomen handelt:
denn wenn manche gefuehle oder vorstellungen verboten sind, darf man auch nicht alles aeussern. wenn einer z.b. sagt "ich bin etwas verliebt in xyz" und der partner das versteht als "ich lieb dich nicht mehr", ist es klar dass offenheit nichts bringt.
ebenso bringt es wenig, offen miteinander darueber zu reden, dass man gerne mit andern auch zusammen waere, weil das immer bedeuten muesste: man muss die bestehende beziehung also beenden. okay, so umgeht man "fremdgehen", aber es entsteht keine win-win situation. d.h. solange die exklusive beziehung funktionieren soll, sollten bestimmte dinge nicht gesagt werden, weil man doofe konsequenzen daraus ziehen wuerde.

zweites posting:
Zitat:
wo siehst du denn die schwierigkeit?.

es geht nicht darum, bedroht zu werden, auch nicht einmal unbedingt um anfeindungen. du wirst nur weniger freunde finden, die diese einstellung teilen. aber das ist erstmal nur mein problem.
es gibt auch probleme fuer monogame menschen. fuer dich sicher nicht, solange du ja in einer gluecklichen beziehung lebst. aber fuer alle die, die sich in jemand "vergebenen" verlieben oder die sich verlieben, obwohl sie selbst vergeben sind.


Zitat:
so als ob es total ungewöhnlich wäre, dass normale freunde (von mir aus auch 2 kerle) einfach mal im arm rumliegen oder man auch schon etwas wie liebe für seine beste freundin empfindet.

finde ich schon recht ungewoehnlich. vor allem wenns um intensivere liebe geht. und ich will auch nicht mal mit freunden im arm rumliegen usw. ich will mit freunden machen duerfen was wir wollen und so oft wir es wollen. und klar, ich versuch es auch so zu leben. bin damit aber in meinem unmittelbaren umfeld bisher relativ einsam.

Zitat:
tiefe zuneigung kann sich ja zu vielem entwickeln und dazu muss man net großartig unter der fahne der polyamoren oder monogamen durchs leben wandeln.

jau. ich wollte auch garnicht die fahne der polyamorie schwingen. mir egal wie mans nennt oder ob man es benennt. manchmal hilft ein begriff aber schon, um nicht ewige ausfuehrungen beschreiben zu muessen.

--------------------

moin hansi
Zitat:
Hab ich behauptet ich halte das für jeden und überhaupt für den richtigen Weg? Nein, ich sprach von meinem persönlichen Weg und was ich da für richtig und was für falsch halte, dass lass bitte meine Entscheidung sein, danke.

ich sagte nicht, dass du das behauptet haettest. was ich sagte war allein, dass du es fuer deinen eigenen richtigen weg erachtest. ich lass es auch deine entscheidung sein, kann dir ja nichts aufzwaengen. aber ich kritisiere sie trotzdem, in der hoffnung dass du auch daran interessiert bist, deine wege und ziele zu verbessern.

Zitat:
Und Gefühle für andere Menschen haben kann dir ja keiner verbieten, also kann man dafür auch offen sein und natürlich blockt man sowas dann eher wenn man in ner Beziehung steckt, aber wo liegt jetzt das Problem?

interessanterweise sagst du, man koennte es nicht verbieten, gefuehle zu haben. gleichzeitig sagst du aber doch, dass man gefuehle natuerlicherweise abblocken wuerde. wenn du den widerspruch nicht erkennst, weiss ich auch nicht weiter: abblocken = verbieten. natuerlich verbietest du es dir selbst und nicht jemand anderes, zumindest meinst du das - aber so wie du von einer natuerlichkeit sprichst ist es auch: es wird allgemeinhin vom anderen erwartet, es auch so zu machen. und man macht es vielleicht selbst nur weil man meint es werde von einem so erwartet.

Zitat:
Zitat:
"gefuehle per beschluss und vertrag" lautet die ueberschrift.
Jo, ich kann lesen.

du kannst lesen, okay, aber anscheinend siehst du gewisse zusammenhaenge nicht. es erinnert mich ein wenig an einen trueben traum: du schreibst etwas, ich reagiere darauf. du hast vergessen was du geschrieben hast und antwortest auf meine reaktion ohne den kontext, worum es eigentlich ging.
ich frage dich: meinst du nicht, dass es einem vertrag gleicht, sich ewige liebe zu schwoeren? wie kann man gefuehle ueberhaupt derart fuer spaetere zeiten erzwingen? und meinst du nicht, dass erzwungene liebe ein widerspruch in sich ist?


Zitat:
Öhm, wie soll ich von einem aus der Luft gegriffenem Bsp. jetzt ein konkretes Bsp. machen? Es gibt doch tausende Faktoren, wieso es schlecht laufen kann. Und es sollte auch nicht darum gehen ständig nur gegenseitig voneinander zu nehmen und Wünsche erfüllt zu bekommen, nämlich genau andersrum sollte der Hase laufen, nämlich das man sich gegenseitig immer wieder etwas gibt und gerne gibt.

ist ja schoen und gut. wenns klappt kommts von selbst, aber ansonsten kann man nix machen ausser sich dazu zu zwingen versuchen. aber wie auch immer du es drehst und wendest: du meinst, wenn man sich nicht gegenseitig genug gibt, dann scheitert die beziehung. und da die beziehung exklusiv ist, muss man sich anscheinend ziemlich viel geben, damit man niemals seinen hunger anderswo stillen moechte. was fuer mich bedeutet: man muss immer sich immer gegenseitig den gesamten hunger stillen, damit keiner ausreißt.
einerseits utopisch, andererseits frage ich mich, wieso das ueberhaupt ein ideal sein sollte. was ist so vermeidenswert daran, mehrere personen zu lieben? wieso sollte es besser, schoener, erfuellender sein mit nur einem partner?
Hansi
unregistriert
re: sandu 20.06.2008 00:13 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
okay, so umgeht man "fremdgehen", aber es entsteht keine win-win situation. d.h. solange die exklusive beziehung funktionieren soll, sollten bestimmte dinge nicht gesagt werden, weil man doofe konsequenzen daraus ziehen wuerde.


Love is a game without a winner!

Zitat:
ich sagte nicht, dass du das behauptet haettest. was ich sagte war allein, dass du es fuer deinen eigenen richtigen weg erachtest. ich lass es auch deine entscheidung sein, kann dir ja nichts aufzwaengen. aber ich kritisiere sie trotzdem, in der hoffnung dass du auch daran interessiert bist, deine wege und ziele zu verbessern.


Öhm, ich erzähl dir mal was über meine Wege und Ziele. Die suche und plane ich nämlich nicht, sondern ich finde sie einfach. Das funktioniert tatsächlich. Man muss nur die Augen und Ohren offen halten und manchmal auch den Mund aufmachen, auch wenn das nicht immer einfach fällt. Der Rest ist eine gehörige Portion Zufall und Glück, dass ist wie beim Poker, du musst abwägen ob du was riskierst oder nicht. Sicher, man hat Träume und Wünsche in die Zukunft, was ja auch verdammt gut so ist, aber am Ende kommt es eh immer anders als gedacht. Jo, genauso funktioniert mein Lebensweg.

Zitat:
interessanterweise sagst du, man koennte es nicht verbieten, gefuehle zu haben. gleichzeitig sagst du aber doch, dass man gefuehle natuerlicherweise abblocken wuerde. wenn du den widerspruch nicht erkennst, weiss ich auch nicht weiter: abblocken = verbieten. natuerlich verbietest du es dir selbst und nicht jemand anderes, zumindest meinst du das - aber so wie du von einer natuerlichkeit sprichst ist es auch: es wird allgemeinhin vom anderen erwartet, es auch so zu machen. und man macht es vielleicht selbst nur weil man meint es werde von einem so erwartet.


Nee, da hast du nen kleinen Denkfehler gemacht. Verbote kommen von aussen, abblocken von innen. Ich selbst darf mir nämlich alles verbieten was ich mir verbieten möchte. Und Selbstverbote können nämlich auch Vorteile haben. Denn kommen wir zum Beispiel, wenn ich mir selbst verbiete anderen Frauen als meiner Partnerin hinterher zu schauen, vermeide ich Eifersüchtelein ihrerseits, die sich in böse Streits ausweiten können. Ich selbst bekomme von ihr dann automatisch das selbe zurück, dass ganze nennt sich dann auch kurz Treue, die wiederum für mich mit Romantik zu tun hat. Da ich eine romantische Schwäche habe, kommt mir das also sehr gelegen, so kann man die ganze Medaille nämlich auch mal betrachten. Achso, dass mir hierfür der passende Partner noch fehlt und ihr meint es würde genau an dieser Einstellung liegen, dann ist mir das bewusst, aber trotzdem egal, weil alles andere nur halbherzig und oberflächlich wäre, dann kann man auch gleich alleine bleiben und beginnen an die asexualität zu glauben. Amen!

Zitat:
ich frage dich: meinst du nicht, dass es einem vertrag gleicht, sich ewige liebe zu schwoeren? wie kann man gefuehle ueberhaupt derart fuer spaetere zeiten erzwingen? und meinst du nicht, dass erzwungene liebe ein widerspruch in sich ist?


Natürlich gleicht das einem Vertrag wenn man sich ewige Treue schwört. Und nu? Ist es verboten Verträge abzuschließen? Machen Menschen doch fast täglich. Entscheident bei Verträgen ist doch nur, ob sie fair gehandelt wurden und beide Seiten von einem Vertrag profitieren, wenn das gegeben ist, seh ich da gar kein Problem.

Zitat:
ist ja schoen und gut. wenns klappt kommts von selbst, aber ansonsten kann man nix machen ausser sich dazu zu zwingen versuchen.


Oder sich wieder trennen.

Zitat:
aber wie auch immer du es drehst und wendest: du meinst, wenn man sich nicht gegenseitig genug gibt, dann scheitert die beziehung.und da die beziehung exklusiv ist, muss man sich anscheinend ziemlich viel geben, damit man niemals seinen hunger anderswo stillen moechte. was fuer mich bedeutet: man muss immer sich immer gegenseitig den gesamten hunger stillen, damit keiner ausreißt.
einerseits utopisch, andererseits frage ich mich, wieso das ueberhaupt ein ideal sein sollte. was ist so vermeidenswert daran, mehrere personen zu lieben? wieso sollte es besser, schoener, erfuellender sein mit nur einem partner?



Nein, denn schließlich kann man nicht mehr geben als man hat, wenn man das zusätzlich weiß und beachtet, dann gibts auch da gar kein Problem, denn dort lernt man dann die Schwächen des Partners kennen, welche ich persönlich immer fastzinierend und interessant finde, anstatt sie als Schwächen abzutun. Schließlich haben wir alle Schwächen und an denen kann man dann sogar gemeinsam arbeiten.

Gipsy




RE: Hansis Treue-Vorstellung 20.06.2008 11:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Denn kommen wir zum Beispiel, wenn ich mir selbst verbiete anderen Frauen als meiner Partnerin hinterher zu schauen, vermeide ich Eifersüchtelein ihrerseits, die sich in böse Streits ausweiten können. Ich selbst bekomme von ihr dann automatisch das selbe zurück, dass ganze nennt sich dann auch kurz Treue, die wiederum für mich mit Romantik zu tun hat. Da ich eine romantische Schwäche habe, kommt mir das also sehr gelegen, so kann man die ganze Medaille nämlich auch mal betrachten.


Genau mit dieser Denkweise machst Du Dich aber zum Sklaven von anderer Leute Gefühlen, nämlich ihrer Eifersucht. Wenn Du meinst dass es in Deiner Verantwortung liegt, Deine Partnerin nicht eifersüchtig zu machen, dann kannst Du ja versuchen, damit glücklich zu werden. In manchen Fällen funktioniert es (das hat dann aber mehr mit Vertrauen als Treue zu tun), und in manchen Fällen sucht die Eifersucht nach immer mehr Anzeichen und Indizien, und Du musst Dich immer mehr und mehr einschränken, um nur ja keinen falschen Verdacht zu erwecken...

Nein, ich würde mich nicht mehr freiwillig den Ketten der Eifersucht unterwerfen. Ich gehe eine Beziehung nur noch ein, indem ich sage: ich bin ehrlich zu Dir, und Du kannst mir vertrauen oder nicht. Aber ich werde mich nicht Deiner Eifersucht unterwerfen.

Das heißt jetzt nicht, dass ich total rücksichtslos wäre, aber ich will auch nicht wieder in die Situation kommen, wo mein Freund dann sagt: "Warum kannst Du nicht Freundinnen haben wie andere Mädchen auch?" Ja sorry, ich hab halt nur männliche Freunde, mit denen wird geschwatzt und net geredet, und wenn das meinem Freund nicht passt, soll er halt die Konsequenzen ziehen und gehen - aber spätestens wenn er über meine Freunde bestimmen will, zieh ich da einfach eine Grenze.

Ich sehe mich nämlich nicht für anderer Leute Eifersucht verantwortlich - sind schließlich nicht meine Gefühle. Was ich versuchen könnte, wäre so ein bisschen Unterstützung, wenn er darauf besteht oder es ihm dann leichter fällt - aber an seiner Eifersucht muss er arbeiten oder kann von mir aus dran ersticken.

Und noch etwas: Treue ergibt sich von selbst, wenn man dem anderen seine Freiheiten lässt. Und zwar aus Liebe, und nicht aus Eifersucht.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gipsy am 20.06.2008 11:58.

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Arne Kroger
unregistriert
19.06.2008 20:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, wenn ich das jetzt hier richtig verstehe, sind hier nur @Hansi und @Soul von der Diskussion betroffen, weil sie monogame Beziehungen befürworten, inwiefern sie diese auch leben, steht dann auch schon wieder auf einam anderen Blatt, aber ein bisschen öffentliches Leben gegen die Tyrannei der Intimität zu setzen, kann ja allgemein nicht schaden.
Persönlich kann ich die Vorliebe für Monogamie nicht teilen, sehe aber auch in @Hansis oder @Souls Formen der Beziehungsführung nicht gerade das Hauptproblem der heutigen Gesellschaft.

Interessanter empfinde ich gerade die Lebensmodelle, die ich gerade kennenlerne, dass man z.B. eine Freundin haben möchte, mit der aber keinerlei Sexualität ausleben möchte, weil man sie lieb hat und ihr nicht weh tun möchte und deshalb lieber enge Freundschaften zu anderen Menschen schließt undalles in den Arsch fickt, sich bzw. von allen ficken lässt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
zanthia
unregistriert
19.06.2008 20:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Monogamie ist bloß die sittlichere Form der Prostitution.

Das sieht man schon an den Gesetzen ,die alleine für die Regelung der Ehe und der Scheidung existieren. Was ich bewusst nicht getrennt habe ist „Ehe“ und „monogame Partnerschaft“.
Ob man sich per Vertrag lebenslänglich an einen anderen verkauft, mit privilegierter Gefühlsgarantie, oder ob man sowas per Abkommen macht, macht das Verkaufen nicht besser.
Was vielleicht auch nicht so ganz rüber kam: ich bin auch nicht für polyamory.
Ich bin für Willens- und Gefühlsfreiheit ohne Stempel.
Sofern ich keine existenziellen Projekte mit jemandem zusammen plane, warum sollte ich meine Gefühle verkaufen? Und wenn ich beschließen sollte, mit jemandem zusammen zu wohnen , reichen doch allein Regelungen , das Wirtschaftliche betreffend. Warum unnötig Regelungen über persönliche Empfindungen treffen , die faktisch gar nicht zuverlässig funktionieren? Und wenn sich doch einige wenige Menschen strikt an ihr Gelübde halten, was ist es wert, zu wissen, mein Partner unterwirft sich zuverlässig diesem Zwang, als demgegenüber ,wenn dies aus freien Stücken so wäre? Wenn zwei Menschen ihr Leben lang sich in jeglicher Hinsicht vollkommen reichen, wozu brauche ich dann überhaupt ein Abkommen?
Arne Kroger
unregistriert
19.06.2008 21:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Siehe oben, evtl. weil man nicht jedem öffentlich erklären will, wie man sein Privatleben handhaben möchte und es daher ganz praktisch ist, sich auf solche sonderbaren gesellschaftlichen Konstrukte einzulassen, um sich nicht durch diese Gesellschaft tyrannisieren zu lassen und Erklärungen abzugeben, mit wem man wann Sex hat und für wen man wann Liebe empfindet.
Geht die Gesellschaft immerhin einen Scheißdreck an, wen ich mag, wer mich mag und wer mich pimpert und wen ich durchbügle.
sandu mehta
unregistriert
19.06.2008 23:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@xoc,

die sache mit der freiwilligkeit ist insofern interessant, dass ja jeder gern von sich behauptet, selbstbestimmt, muendig und aus freien stuecken entscheidungen zu treffen - obwohl es doch oft nicht der fall ist. selbstbestimmung kann ich da jedenfalls nicht erkennen, wo einem ein bestimmtes einschraenkendes ideal aufgepflanzt wird mit der angst, anders keine freunde und liebhaber zu finden und man diesem ideal dann eifrig versucht, nachzukommen.
was "der herr" also noch moechte, hab ich auch bereits gesagt: die propaganda stoppen. ich will auch keine beziehungsformen verbieten oder ein ganz bestimmtes modell vorschreiben, ich faend es nur besser, wenn man vieles anbietet und die freie wahl laesst.

auch in der stadt konnte ich nicht merken, dass es niemanden interessieren wuerde, mit wem man wie zusammen ist. naja, wenns um bloßen sex geht, interessiert es vielleicht wenige. aber wenn man eine beziehung mit jemand anfangen will, moechte derjenige meist schon zumindest fuer diesen zeitraum der ganz einzige schatz sein..

Zitat:
Eifersucht, Konkurenzkämpfe und gegeneinander ausspielen sind verboten? Wo lebt du?

mein fehler: es sollte heissen, dass ihr gegenteil verboten ist - bzw sie geboten sind.


was die evolution angeht: ich glaube nicht an solche gene und weiss nicht was das jetzt soll. quasi natuerliche erklaerungen fuer etwas geben, worin man sich frei entscheiden kann, soll doch eigentlich nur eine scheinbare rechtfertigung dafuer sein, dass sich nicht aendern moechte; um die eigentlichen gruende nicht zugeben zu muessen.

Anonymous




20.06.2008 00:08 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von sandu mehta
worin man sich frei entscheiden kann

Ich dachte du gehst davon aus man kann sich in diesen Dingen aufgrund der Modelle nicht frei entscheiden verwirrt

Ich finde der Einwand der natürlichen Bedürfnisse ist hier schon gerechtfertigt, da sie ja bei der Auswahl des Modells eine Rolle spielen. Selbst wenn man alles gleich lernen würde und niemanden irgendwie drängen würde, so würden diese Einflüsse ja immernoch bestehen und die "freie Entscheidung" für ein Modell beeinflussen.
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Xoc

lol

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20.06.2008 00:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von sandu mehta
selbstbestimmung kann ich da jedenfalls nicht erkennen, wo einem ein bestimmtes einschraenkendes ideal aufgepflanzt wird mit der angst, anders keine freunde und liebhaber zu finden und man diesem ideal dann eifrig versucht, nachzukommen.


Nemesus hat dir also das Polyamorieideal eingepflanzt, nun hast du Angst, dass dich die Plateauleute nicht mehr mögen, wenn du nicht seine Ideen vertrittst?

Zitat:
ich will auch keine beziehungsformen verbieten oder ein ganz bestimmtes modell vorschreiben,


Gut! Das macht dich zu einem besseren Menschen als Nemesus großes Grinsen

Zitat:
ich faend es nur besser, wenn man vieles anbietet und die freie wahl laesst.


Polyamorie muss man "anbieten"? Im Laden oder wie? Das verstehe ich nicht. Entweder man lebt es oder nicht, wieso muss das jemand anbieten?
Die freie Wahl hast du, oder wer schränkt dich ein? Disney Filme?
Oder erwarstest du, dass der, in den du dich verliebst deine Ideale annimmt? (Was lustig wäre im Bezug auf angeblich nicht besitzergreifendens Verhalten)

Zitat:
aber wenn man eine beziehung mit jemand anfangen will, moechte derjenige meist schon zumindest fuer diesen zeitraum der ganz einzige schatz sein..


Natürlich, deinen Partner interesssiert ist. Was auch sonst. Aber der darf doch wohl monogame Beziehungen bevorzugen, oder nicht?

Zitat:

Zitat:
Eifersucht, Konkurenzkämpfe und gegeneinander ausspielen sind verboten? Wo lebt du?

mein fehler: es sollte heissen, dass ihr gegenteil verboten ist - bzw sie geboten sind.


Auch dann lebst du in einer andere Welt als ich, wenn Eifersucht, gegeneinander ausspielen und Konkurenzkämpfe in einer Ehe geboten sind.

Zitat:
was die evolution angeht: ich glaube nicht an solche gene und weiss nicht was das jetzt soll. quasi natuerliche erklaerungen fuer etwas geben, worin man sich frei entscheiden kann, soll doch eigentlich nur eine scheinbare rechtfertigung dafuer sein, dass sich nicht aendern moechte; um die eigentlichen gruende nicht zugeben zu muessen.


Der Mensch ist nun mal nicht "frei" von seiner Art, wie er ist, das ist Quatsch. Wir schweben nicht als geistige Wesen im Äther ohne Bezug zur Welt (neija, du vielleicht...), wir haben einen Körper, eine Geschichte, einen Ursprung.

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Hansi
unregistriert
re: gipsy und Xoc 20.06.2008 00:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
genauso wie die albernen mitleidsbekundungen. was, wenn ein gehörnter ehemann eigentlich die vorstellung scharf findet, dass seine frau mit einem anderen ins bett geht? auch wenn das in deiner welt nicht logisch klingen mag, in der welt der "normalen" menschen ist sowas durchaus üblich...


Öhm, dass hat dann hier für mich mit Geschmackssache zu tun. Wenn es sonen Ehemann gibt, dann soll er sich ne Frau suchen die das auch gut findet, dann können die beiden das den lieben langen Tag machen, wär mir völlig egal, aber ich glaube ehrlichgesagt nicht, dass das ein weit verbreiteter unterdrückter Wunsch ist, und wenn doch ist es zumindest nicht meiner. Jeder wie ihr möchte, jeder wie er nicht möchte.

Zitat:
Für dich immer, Schatz großes Grinsen


Oha, hier eröffnen sich ja ganz neue Wege, ihr könnt ja ausprobieren ob der ganze Quark den wir hier schreiben wirklich funktioniert großes Grinsen Augenzwinkern .

komakino



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20.06.2008 04:17 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich brauch keine 2 Partner. Mir reicht einer. Wenn mein Partner das bedürfnis nach 'nem 2. hat, dann würd ich lediglich gern wissen warum. Wenn das mit mir wirklich nicht möglich ist (vA im sexuellen Bereich), ists für mich absolut kein Problem dass er "fremd" geht. Ansonsten haut das mit mir eher nich hin, wenn er ne richtige 2. Beziehung führen will, schlichtweg weil mir selbst das zuviel Aufwand wäre (also dass ich ebenso wen 2. oder mehr hätte), und mir demnach doch was fehlen würde, müsste ich ihn "teilen", den Verlust quasi nicht hinnehmen wollen würde.

& was wenn der andere Partner meines Partners stinkt wie Sau, & ich den nich riechen kann? Wär auch übel.
Letztendlich bin ich niemand der sinkende Schiffe noch mit allen Mitteln versucht vorm Kentern zu bewahren, somit erspar ich mir das mit mehreren Partnern, & tendiere eher zum schnelleren Wechsel, sprich zur Konsequenz wenn was einfach nicht passt. Ich heul dabei dann auch eher weniger.
So person a) zum ficken, person b) zum liebhaben, person c) zum liebhaben mit musik a) .. nee, da such ich lieber ne ewigkeit bis jemand alles vereint, als.. ja, so ein mordsaufwand. :0

Im übrigen find ichs nicht schlimm sich gegenseitig besitzen zu wollen. Ein Partner ist für mich ne Art andere Welt in die ich einsteige, eine Welt die eben alles vereint. & Diese Welt nimmt mich dann völlig ein. & das ist schlichtweg schön.

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dian
unregistriert
20.06.2008 12:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Atreju:
Zitat:
Im übrigen find ichs nicht schlimm sich gegenseitig besitzen zu wollen. Ein Partner ist für mich ne Art andere Welt in die ich einsteige, eine Welt die eben alles vereint. & Diese Welt nimmt mich dann völlig ein. & das ist schlichtweg schön.

Zumindest, so lange es auf Gegenseitigkeit beruht.
In der Realität ist es aber leider fast immer so, dass ein Partner den anderen ein bisschen mehr besitzen möchte als der ihn...
der große Knatsch ist somit eigentlich in 95 Prozent aller Beziehungen schon von Anfang an vorprogrammiert. Und du darfst nicht vergessen, was wegen diesen vorprogrammierten Streitereien alles geschehen kann. Menschen können aus enttäuschter Liebe Selbstmord begehen, oder gar andere töten. Sie können sich deswegen materiell und psychisch ruinieren, Alkoholiker werden, etc...
Alles nur, weil sie glauben, das Recht zu haben, einen anderen Menschen besitzen und damit kontrollieren zu können.
Deshalb ist es mir eigentlich schon ein Anliegen, mit diesem noch aus der Steinzeit stammenden Besitz-Denken ein bisschen aufzuräumen, und den Leuten klarzumachen, dass wahre Liebe eben NICHT bedeutet, einen anderen Menschen besitzen zu wollen, sondern ihn frei zu lassen und sich daran zu erfreuen, wenn er aus freien Stücken trotzdem jedes Mal wieder zu einem zurückkehrt.

Hört auf mich, oder ihr werdet in eurem späteren Liebesleben noch viel Unglück erfahren! Das kann ich euch jetzt schon garantieren.
Und das müsste ja eigentlich nicht sein.
Ich jedenfalls hab in früheren Zeiten schon viel zu viel Gedanken daran verschwendet, irgendwelche Menschen zu "erobern" und an mich zu ketten. Letztlich war alles für'n Arsch, weil sich Liebe weder erzwingen noch besitzen lässt.
Dieses ganze Steinzeit-Eroberungs-, Balz- und Revierverteidigungsdenken ist völlig kontraproduktiv und kostet nur unnötige Lebenskraft... denn selbst, wenn einem mal eine "Eroberung" geglückt ist, wird man hinterher nur in ständiger Angst leben, das alles bei der nächstbesten Gelegenheit wieder zu verlieren.

Also ich sehe den wichtigsten Ansatzpunkt darin, die Menschen darüber aufzuklären, wie egoistisch das meiste von dem ist, was sie in ihrem Alltag unter "Liebe" verstehen.
Ob nun monogam oder polyamourös, spielt da für mich erstmal keine Rolle.
Auch in polyamourösen Netzwerken kann es schließlich zu schädlichen Abhängigkeiten und Eifersucht kommen.
Ich meine, ihr dürft ja nicht davon ausgehen, dass jeder, der an einer solchen Verbindung teilnimmt, automatisch ein aufgeklärter, psychisch stabiler Freigeist ist.
Das muss ja auch für die "normalen" Leute funktionieren... und ich bin mir noch nicht so sicher, ob irgendwelche triebgesteuerten Proleten, die sich in einer monogamen Beziehung gegenseitig hintergehen und aufeinander einschlagen, aber trotzdem nicht voneinander lassen können, in polyamourösen Beziehungen wirklich besser aufgehoben wären... oder ob sie da nicht nur noch viel mehr Schaden anrichten könnten als dort, wo ihr psychischer Einflussbereich auf eine einzelne Person beschränkt ist.

Das nur mal, @ Zanthia und Sandu, zur Erklärung, warum ich nicht glaube, dass Polyamorie der heilige Gral ist, der alle Probleme der Menschheit löst.
Ich meine, dass jeder Mensch das Recht haben muss, selbst zu entscheiden, wen und wie viele er lieben möchte, stellt hier ja wirklich niemand in Frage.
Auch das Recht, für die polyamouröse Idee zu werben, wird euch sicher keiner der User hier verwehren wollen.
Bedenklich wird es halt da, wo ihr Leute davon überzeugen wollt, dass sie diese Art von Beziehungen leben MÜSSEN, um wirklich frei und glücklich sein zu können.
Also wenn daraus ein Dogma wird und Andersdenkenden bekehrt werden sollen wie von einer Religion, dann kann ich schon nachvollziehen, wenn sich dagegen auch der eine oder andere Widerstand regt.
(und wenn sich hier im Unity-Forum schon Widerstand regt, könnt ihr getrost davon ausgehen, dass die ganzen christlich-konservativ geprägten Lemminge in der Welt da draußen noch weitaus unverständiger darauf reagieren werden...)
sandu mehta
unregistriert
20.06.2008 13:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

hallo? es geht mir nicht um beziehungskonstellationen - das ist nur die oberflaeche und frei variierbar. es geht mir um den freien umgang mit menschen und damit mit den jeweiligen beziehungsformen. bei beiden begriffen: monogamie und polyamorie geht es mir darum. das habe ich aber auch schon gesagt.

um es mal deutlicher zu machen:
hier kommt es mir teilweise vor wie in debatten um religionsfreiheit. da behaupten viele, religionsfreiheit sollte gewahrt werden, wer religionen verbietet wuerde freiheiten einschraenken.
doch das sinnvolle gegenargument geht eigentlich in eine ganz andere richtung: manche religioesen praktiken naemlich schraenken andere freiheiten ein, weshalb sie nicht geduldet werden koennen.
keine toleranz der intoleranz!

ich moechte alle beziehungsformen tolerieren, solange sie aber selbst nicht freiheiten anderer einschraenken. und das sehe ich beim besitzdenken. es geht dabei nicht nur darum, dass ich meine wuensche frei ausleben kann, oder dass ihr es koennt, sondern dass man auch dafuer sorgt, dass man auf den rest der menschen ruecksicht nimmt, die davon direkt oder indirekt betroffen sind.



andererseits habe ich gesehen, dass ich hier teilweise schon recht systematisch missverstanden werde - ob ihr es nun absichtlich macht oder ob wir zu verschiedene sprachen sprechen - und ich weiss deshalb nicht inwieweit es mir noch sinnvoll erscheinen wird, weiter auf die immer wiederkehrenden sophismen einzugehen.
dian
unregistriert
20.06.2008 13:43 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
hier kommt es mir teilweise vor wie in debatten um religionsfreiheit. da behaupten viele, religionsfreiheit sollte gewahrt werden, wer religionen verbietet wuerde freiheiten einschraenken.
doch das sinnvolle gegenargument geht eigentlich in eine ganz andere richtung: manche religioesen praktiken naemlich schraenken andere freiheiten ein, weshalb sie nicht geduldet werden koennen.
keine toleranz der intoleranz!

Das ist sicherlich richtig.
Die Frage ist eben nur, in wie weit es Bürger C in seiner Freiheit einschränkt, wenn Bürger A und Bürger B aus freien Stücken heiraten und sich gesetzlich aneinander binden..
Ist doch erstmal nur ne Sache zwischen A und B, wenn die das so wollen.
Und genauso, wie ich es einem Moslem nicht verbieten würde, fünfmal am Tag zu beten, auch wenn ich es für schwachsinnig halte, würde ich auch nicht auf die Idee kommen, irgendjemandem seine Monogamie auszutreiben.

Was anderes ist es, wenn der Moslem seine Kinder schlägt, damit die es ihm gleichtun und auch fünfmal am Tag beten. Dann sollte man eingreifen.
Genau, wie wenn Eltern ihre Kinder dazu zwingen, monogam zu leben.
Aber das ist doch so gut wie nirgendwo der Fall (außer in ein paar religiös verblendeten Familien)
Klar, die Eltern leben ihren Kindern die monogame Lebensweise natürlich vor und inspirieren sie dadurch... aber den freien Willen hat ja wohl jeder trotzdem, sich für die eine oder andere Lebensweise zu entscheiden.
Gibt ja auch genug Eltern, die ihrem Kind eine heterosexuelle Beziehung vorleben... und dann wird das Kind trotzdem schwul.
Also ich sehe nicht, wo das Problem ist, und weshalb ihr euch da so reinsteigert, sobald irgendjemand euren Ansichten zu diesem Thema zu widersprechen wagt.

komakino



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20.06.2008 14:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich kann dazu nicht viel sagen Dian. Wenn mein Partner mich nicht mehr will, akzeptier ich das eigentlich immer & heul nicht rum. Ich lebe auch nicht in ständiger Angst dass es passieren könnte.. meistens merkt mans doch eh schon im vorhinein, wenn was nich passt. Und dann ises ja nichmal so übel. Vermutlich hab ich auch einfach doch eher intelligentere Partner, die da ca ähnlich denken wie ich, insofern komm ich auch ganz gut mit Monogamie zurecht.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
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Gipsy




20.06.2008 14:36 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zwischen einem echten Widerspruch und einer unreflektierten Wiederholung von Ansichten, die man mit der Muttermilch aufgesogen hat, besteht aber ein kleiner Unterschied. Und bei letzterem darf man sich doch mit einem verzweifelten "Denk nach, denk endlich mal nach" aufregen, oder?
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