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Zum Ende der Seite springen Elitäres Denken contra Gleichmacherei  
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reset



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10.05.2013 12:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

der hype (positiv und negativ) an amokläufen ist nicht der grund für die tat, sondern die tat selbst. ob menschen beim amoklauf gezielt oder wahllos getötet werden ist egal für die anerkennung oder ablehnung der tat. die tatsache, dass jemand einfach durchdreht und alle gesetze und normen bricht ist der grund für den hype. je nachdem wer wir sind und was wir für ein leben und eine einstellung haben, vergöttern wir die tat oder wie finden sie schrecklich.

ich finde amokläufe nicht positiv aber beeindruckend. es ist ein lauter blutiger knall in dieser monotonen welt.

ändern tun amokläufe nichts. genauso wenig wie sich selbst mit benzin übergießen und anzünden. dann lieber wie marinus van der lubbe das symbol des parlamentarismus anzünden. aber da gibt es bestimmt auch einige, die diese tat dumm fanden.
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dian
unregistriert
10.05.2013 13:33 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Scumdog:
Zitat:
Der Punkt ist, in dem Video ist von deiner pauschalen Menschenverachtung nichts zu spüren, die du hier an den Tag legst - ganz im Gegenteil.
Woher kommt das jetzt also?

Ich sehe zwischen dem Video und meinen Äußerungen in diesem Thread gar nicht so sehr einen Widerspruch.
Klar... auf den ersten Blick scheint es ein weiter Weg zu sein von "wir müssen uns zärtlich umarmen" zu "Ihr könnt von mir aus alle verrecken". Aber das eine ist eben die Theorie, die Lehre davon, wie es funktionieren könnte (wovon ich auch nach wie vor überzeugt bin)... und das andere ist eben Ausdruck der Frustration, die daraus entsteht, weil es so gut wie niemand erkennen will.

Stell dir einen großen, dreckigen Sumpf vor, in dem die ganze Menschheit drin steckt. Ein Leben lang hast du ums überleben gekämpft, und hast dich schließlich aus eigener Kraft ans Ufer gerettet. Niemand hat dir geholfen, aber du hast es trotzdem irgendwie geschafft.
Und nun stehst du da am Rand, siehst, wie die anderen zappeln und leiden, und wie andere untergehen, ohne überhaupt zu begreifen, warum.
Du empfindest Mitleid mit ihnen und streckst ihnen hilfsbereit deine Hand entgegen. Doch so gut wie keiner nimmt von dir Notiz. Und diejenigen, die dich wahrnehmen und deine ausgestreckte Hand sehen, die fangen sogar teilweise noch an dich zu beschimpfen:
"Was willst du eigentlich von uns? Warum sollte ich einem wie dir die Hand reichen?", rufen sie dir zu. Oder Dinge wie: "Das hier ist doch überhaupt kein Sumpf, du Spinner. Du hältst dich wohl für was Besseres!"
"Du willst uns doch nur verarschen."
Selbst, wenn von ihnen nur noch der Kopf aus dem Sumpf heraussschaut, spucken sie dich noch an und rufen "Verpiss dich! Wir brauchen keinen Guru, der uns sagt, wie wir uns zu verhalten haben."

Tja... und dann wird es dir eben eines Tages zu blöd. Du schaust irritiert dabei zu, wie sie ersaufen, und tröstest dich mit dem Gedanken, dass sie es überhaupt nicht anders verdient haben. Und irgendwann lachst du nur noch, wenn du sie untergehen siehst. Und deine Hand, die streckst du nur noch dann einem Menschen entgegen, wenn du davon überzeugt bist, dass er sich deiner Zuwendung auch als würdig erweist.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt bist du in den Augen aller anderen ein elitäres Arschloch geworden. Aber im Grunde warst du das für sie auch vorher schon... von daher kümmert es dich auch nicht weiter. Augenzwinkern

Zitat:
Lehrer dienten als Platzhalter für das System, das ihn gezwungen hat,
Schüler waren Programme, die es zu zerstören galt.
Er schreibt sehr deutlich, daß die Menschen ihm egal waren.

Wer sich im System wohlfühlt... wer sich durch seinen Platz im System definiert... wer die Rechtmäßigkeit dieses Systems nicht in Frage stellt...
der unterstützt das System indirekt, und muss eben auch damit rechnen, ab und zu etwas von dem negativen Karma abzubekommen, das dieses System angesammelt hat. Und dieses Karma bricht dann eben manchmal in Form von Amokläufern, Terroristen oder gewalttätigen frustrierten Jugendlichen über die angepassten Systemlinge herein.
Mein Mitleid hält sich nach wie vor in Grenzen, weil individuelle Gewalt (das Ausrasten mancher Menschen) eben eine konsequente, folgerichtige Reaktion ist auf ein gewalttätiges Zwangssystem. Manche brauchen so eine Erfahrung... manche müssen traumatisiert werden, um aus ihrem Traum vom netten harmlosen HeileWelt-System aufzuwachen. Leider sehen nur die wenigsten diese Zusammenhänge. Aber das ist noch lange kein Grund, deshalb die individuelle Gegengewalt zu verdammen, anstatt die ursprüngliche institutionelle Gewalt (Schule), die diese Reaktion erst hervorgebracht hat.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 10.05.2013 13:36.


WerBinIch

Dorfkind

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10.05.2013 15:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wenn du leidest, um Hilfe flehst und dir keiner hilft, kann ich verstehen, wenn man sich allein fühlt. Vor allem, weil sich die meisten trotzdem als Heilige fühlen, weil sie einem Penner einen Euro zwischen die Füße geworfen haben oder Öko-Strom benutzen. Knarre


Zitat von Scumdog:
"Die Anderen", "Die Masse" - austauschbar, keine Menschen, dumme Lemminge, Ignoranten, Roboter des Systems, Gefängniswärter.


Ach, du meinst, wenn du zum Beispiel einen Bankchef abknallen würdest, würde nicht schon der nächste in den Startlöchern sitzen um diesen Platz einzunehmen? Der würde sich sogar darüber freuen, dass sein Vorgesetzter abkratzt - in der Regel. Fast jeder ist austauschbar und ignorant.
"Die Anderen", "Die Masse"... Nunja, ein gewisser Unterschied wird sich nicht leugnen lassen. Und dass "die Anderen" in der Überzahl sind und deshalb eine "Masse" bilden, ist auch weitestläufig bekannt.
"Lemminge" - Dian hat das in seinen Videos oft schon sehr gut ausgedrückt, wie viele Leute ihren Führern hinterherrennen.
"Roboter des Systems" - Menschen, die nur noch arbeiten, nicht mehr existieren, keine Freizeit, kein gar nichts. Grenzt das nicht schon an Roboter?


Du kannst mich gerne für ein arrogantes, elitäres Arschloch halten, aber wenn ich mir einen dieser "Bullys" anschaue, die ihre Opfer jeden Tag quälen, dann würde ich schon sagen, dass ich besser bin als sie. Warum? Weil ich niemanden tagtäglich fertig mache! Auch den Hass auf "das System" ist verständlich, gerade im Falle ResistantX. Wenn man von der Theorie ausgeht "Arschlöcher gibt es eben immer und überall", man sich damit abfindet, man aber vom Staat gezwungen wird sich tagtäglich mit diesen in einem Raum aufzuhalten und dieser Staat dann nichts gegen deren Grausamkeiten unternimmt, dann ist der Hass darauf durchaus verständlich.

Bei Michael Kohlhaas wollte ich nur auf den ersten Satz anspielen.


Zitat von reset:
ob menschen beim amoklauf gezielt oder wahllos getötet werden ist egal für die anerkennung oder ablehnung der tat.


Jeder Amoklauf ist anders. Ich würde schon sagen, dass es einen Unterschied macht, ob gezielt oder wahllos getötet wird. Bei gezielten Tötungen kann die Tat durchaus als "edel" betrachtet werden, zumindest aus einigen Gesichtspunkten. Eben, wenn in den Beweggründen der Schutz anderer vor dem Täter eine Rolle spielt.

Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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(s)AINT



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10.05.2013 19:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von WerBinIch:
Ich würde schon sagen, dass es einen Unterschied macht, ob gezielt oder wahllos getötet wird. Bei gezielten Tötungen kann die Tat durchaus als "edel" betrachtet werden, zumindest aus einigen Gesichtspunkten. Eben, wenn in den Beweggründen der Schutz anderer vor dem Täter eine Rolle spielt.


Warum ist das "Phaenomen Amok" hier eigentlich derart Thema?
Gestorben wird doch seit Jahr und Tag. Im Prinzip geht es dabei bloss um einen Mann, der glaubt, der Welt etwas sagen zu muessen und der sich einBILDet, der einzige Weg, dies zu vermitteln, sei etwas zu tun, das nicht ignoriert werden koenne. Mit Gewalt. Wie originell.

Sich selbst abzufackeln ist imho ebenso dumm wie Amok mit Selbstjustiz zu verwechseln. Weder das vermeintliche Martyrium noch der Amoklauf sind auch nur im entferntesten dazu geeignet, dem Dasein Gerechtigkeit einzuhauchen.
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Scumdog

Nightwatch

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10.05.2013 19:46 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@dian
Und das ist der Unterschied. Ein gewisses Maß an Arroganz ist in Ordnung, ja sogar zwangsläufig notwendig für jeden Weltverbesserer.
Immerhin weiß er, oder glaubt zu wissen, wie es besser geht. Kritisch wird es, wenn diese gesunde Arroganz in verbitterte Verachtung umschlägt.
Die Menschen im Sumpf können mich bespucken und beschimpfen, so viel sie wollen,
das bin ich mittlerweile gewohnt, so sind sie erzogen worden - ich gebe sie dennoch nicht auf.
Ich bin sogar bereit, ein Stück weit in den Sumpf zurückzuwaten, um diese Menschen zu erreichen. Das ist eine pure Verzweiflungstat, denn man muß
höllisch acht geben, nicht in den Krebseimer zurückgezerrt zu werden.
Ja, das ist anstrengender, als die Menschen zu verdammen und einfach weiter zu machen - man kommt sich dabei beizeiten vor, wie der gute Sisyphos.
Du kennst das.
Aber das ist es mir verdammt noch mal wert, wenn ich es schaffe, auch nur einen davon ans Ufer zu zerren.
Du schrubst einmal, die Menschen würden ihr Potential verschwenden. Das ist gut, daß du ihnen zumindest Potential zugestehst.
Denn in ihnen schlummert das Potential, diese Welt zu verändern. Umso tragischer wird es, wenn einer dieser Menschen sein Potential erkennt, es ans Ufer schafft, um dann seelenruhig dabei zuzusehen, wie die anderen im Brack versinken und sie vielleicht sogar noch herunterzudrücken - so selbstherrlich ob der Tatsache,
es durch einen Zufall selbst ans Ufer geschafft zu haben. Und dann nicht zu bemerken, daß er durch ein untrennbares Band mit den anderen Playmobilmännchen
verbunden ist und daß er ihnen unweigerlich auf den Grund des Sumpfes folgen wird.

Ach, Musik <3 ! Was der Mainstream nicht so alles hervorbringen kann!
Los, die Batikshirts und die Birkenstocks aus dem Schrank geholt, in den Schneidersitzkreis gesetzt und an der Bong gezogen!
Dann Augen zu und lauschen blubber joint knutsch

Zitat:
Ach, du meinst, wenn du zum Beispiel einen Bankchef abknallen würdest, würde nicht schon der nächste in den Startlöchern sitzen um diesen Platz einzunehmen?

Da sitzt auch gleich ein neuer Daddy für seine zwei Kinder in den Startlöchern, für diesen austauschbaren Mann.

Selektive Wahrnehmung.
Realitätstunnel.
Nicht gut.

Rest folgt. Zeitmangel. Telegrammstil.

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WerBinIch

Dorfkind

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11.05.2013 00:24 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von (s)AINT:
Warum ist das "Phaenomen Amok" hier eigentlich derart Thema? Gestorben wird doch seit Jahr und Tag. Im Prinzip geht es dabei bloss um einen Mann, der glaubt, der Welt etwas sagen zu muessen und der sich einBILDet, der einzige Weg, dies zu vermitteln, sei etwas zu tun, das nicht ignoriert werden koenne. Mit Gewalt. Wie originell.


Stimmt, gestorben wird schon immer. Die Frage: Ist es besser, wenn ein paar Idioten früher abtreten, bevor sie noch mehr "Schaden" anrichten können?


Zitat von Scumdog:
Da sitzt auch gleich ein neuer Daddy für seine zwei Kinder in den Startlöchern, für diesen austauschbaren Mann.


Das ist der Unterschied zwischen wahllos und gezielt töten. Manche Kinder wären ohne ihre (leiblichen) Eltern besser dran (gewesen).

Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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Scumdog

Nightwatch

images/avatars/avatar-919.png


11.05.2013 06:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Okay, Fortsetzung:

@dian:

Zitat:
Wer sich im System wohlfühlt... wer sich durch seinen Platz im System definiert... wer die Rechtmäßigkeit dieses Systems nicht in Frage stellt...

Wenn du z.B. Lehrer mit dem System gleichsetzt, Mitschüler als Roboter wahrnimmst, dann bist du derjenige, der diese Menschen durch ihren Platz im System definiert, darauf reduziert.
Das tut "das System" auch gerne, die Menschen auf ihre Berufe, auf die ihnen zugewiesenen Plätze zu reduzieren.
Natürlich stellen nur wenige die Rechtmäßigkeit dieses Systems in Frage, dazu sind sie in einem lebenslangen Prozeß indoktriniert worden.
Denn das System will, daß sie fest verankert sind, wie in Zahnrad in einer Maschine, wie ein Rindvieh in seiner Herde, wie ein Hamster... oh.
Du weisst das alles, deshalb komme ich mir doof vor, es dir nocheinmal zu erzählen.
Letztenendes bist du aber der Illusion erlegen, daß diese Menschen, die dir scheinbar alle nicht zuhören wollen tatsächlich nur dummes Herdenvieh sind.
Das ist immer von Vorteil, den vermeintlichen "Gegner" zu entmenschlichen. Dann hat man auch keine Gewissensbisse, eine solche Drohne auszuknipsen.*

Zitat:
Mein Mitleid hält sich nach wie vor in Grenzen, weil individuelle Gewalt (das Ausrasten mancher Menschen) eben eine konsequente, folgerichtige Reaktion ist auf ein gewalttätiges Zwangssystem.

Nein, genau das ist verschwendetes Potential. Wenn man seinen Haß, seinen Frust auf das System an seinen anonymen Avataren entlädt.
Es hat keinen Sinn, weil das System aus solchen SchreckensSzenarien meist noch gestärkt hervorgeht, es profitiert regelrecht davon.
Es führt dazu, daß die Kontrollmechanismen noch verstärkt werden können, meist unter Jubel des BILDungsbürgertums.
Angst bedeutet Kontrolle.
Wir befinden uns bereits in einem Orwell'schen Überwachungszenario, auch dank solch blindem Aktionismus,
sogar noch um ein Vielfaches schärfer, als selbiger sich das hätte ausmalen können.
Das aber nur am Rande, wichtig sind nach wie vor die Menschen, die dir nicht leid tun.
Eigentlich sind es auch gar nicht die Menschen, die dir am Arsch vorbeigehen, du siehst die Menschen nämlich überhaupt nicht.
Wer sagt dir, daß du, wenn du z.B. im Jobcenter ein willkürliches Blutbad anrichtest, nicht auch Menschen wie Inge Hannemann dabei erwischst?
Ich kenne auch viele Lehrer, die das System selbst kritisieren und genau dieses System nutzen, um Bildung, wirkliche Bildung zu vermitteln.
Gerade Lehrer sind oft Menschen, die wirklich helfen wollen und selbst unter dem System leiden.
Wie viele werden vielleicht über den Haufen geballert, die abseits ihrer Systembeschäftigung auf ihre Weise etwas gutes tun für die Welt?
Wenn es so jemanden erwischt - und die Chancen dafür stehen nicht schlecht -
ist das dann akzeptabler Kollateralschaden?
Nein, Amok zu laufen ist ein Weg des Terrormanagements, der ausschließlich destruktiv ist und keinerlei positive Auswirkungen hat.

@WBI:
Zitat:
Manche Kinder wären ohne ihre (leiblichen) Eltern besser dran (gewesen).

Und das masst du dir an, beurteilen zu können? Für jeden individuellen Einzelfall?
Geht der ambitionierte Amokschütze erstmal den Nachwuchs seiner potentiellen Ziele abklappern, um nachzufragen, wie's denn so steht, bevor er Mami und Papi mitsamt des Nachwuchses über den Haufen ballert?
Zitat:
Auch den Hass auf "das System" ist verständlich,

In der Tat, das ist er. Mehr dazu steht weiter oben.
Zitat:
Eben, wenn in den Beweggründen der Schutz anderer vor dem Täter eine Rolle spielt.

Lass uns mal "Selbstjustiz" ganz klar von "Amok" unterscheiden.
Selbstjustiz ist auf konkrete Personen gerichtet, Amok richtet sich gegen ein Gedankenkonstrukt.
Ganz andere Baustelle.

*Ich bin wirklich kein Fan von diesem Typen, aber manchmal ist zwischen dem ganzen Geschwurbel doch auch mal ein Korn zu finden.
Auch innerhalb dieses Beitrages heisst es: Augen auf im Straßenverkehr, immer schön auf die rechte Seite achten, Verschwörungstheorien kreuzen!

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Scumdog am 11.05.2013 06:46.



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(s)AINT



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11.05.2013 12:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Scumdog:
Ich bin sogar bereit, ein Stück weit in den Sumpf zurückzuwaten, um diese Menschen zu erreichen.
Aber das ist es mir verdammt noch mal wert, wenn ich es schaffe, auch nur einen davon ans Ufer zu zerren.


Zitat von dian:
Und deine Hand, die streckst du nur noch dann einem Menschen entgegen, wenn du davon überzeugt bist, dass er sich deiner Zuwendung auch als würdig erweist.


Wenn eine Gesellschaft im Treibsand versinkt, welche der beiden aufgezeigten Alternativen ist die vernuenftigere Verhaltensweise? Denjenigen nur die Hand zur Hilfe zu reichen, die diese auch annehmen wollen oder in den Sumpf zurueckzuwaten, um moeglichst viele zu retten (ob diese es nun wollen oder nicht). Es soll schon vorgekommen sein, dass Ertrinkende sich derart fest an ihren Rettungsschwimmer geklammert haben, sodass schliesslich beide nicht mehr zu retten waren.

Universelle Menschenliebe bis zur Selbst-aufopferung ist imho mitunter auch eine Form von selektiver Wahrnehmung.
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Nautilu$

F.T.S.

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11.05.2013 13:12 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Solange es nicht in blinden Hass umschlägt und es einem nicht den wahren Feind verblendet, ist dieses Art elitäres Denken völlig OK. 95% Menschenmüll sind natürlich übertrieben, aber das weißt Du selbst. Chauvinismus ist für mich 'ne ganz normale Sache, "Alle Menschen sind gleich" ist was für geblendete Spinner. Jeder bekommt seinen Platz auf der Skala, die Missratenen - wie sie Friedrich Nietzsche einst nannte - landen dabei nicht ganz unten, sondern Politiker, Cops (ACAB), Soldaten, div. Massenmedien und alle weiteren Arschlöcher, die dieses System in einem weutaus größeren Ausmaß aufrecht erhalten, als abgehobene Bonzen, sich wie HIV vermehrende, strohdoofe Unterschichtler, BILD-Leser, Saufasis usw. Du weißt, wen Ich alles so meine.

Amokläufe sind fast nie welche, sondern meist geplante Morde. Spontan wüsste Ich jetzt nicht, das davon einer jemals gerechtfertigt war, stecke allerdings auch nicht in der Haut solcher Leute. Schüler abknallen (bei Lehrern sieht's tw. anders aus, aber nicht alle sind schlecht und nutzen ihre Machtposition aus) und/oder genauso Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, ist genauso dreckig wie die Kriege der westlichen Welt. Indiskutabel.

Ballert jemand hingegen Angie, Rolli-Wolfgäng, Baracke oder Puhteen ab, ist das 'ne ganz andere Sache - und zwar 'ne gerechte. Boston war scheiße (wenn es wirklich so wahr), hätte es gezielt US-Politiker getroffen, wäre es gut gewesen. Obama, Clinton, Rice - Menschen wie Du und Ich? Haha, lies die Bibel, Bitch!

Macht euch doch nix vor, mit Demos, Petitionen und striktem Pazifismus wird sich hier NIENIENIE etwas ändern, nicht ansatzweise. Dazu ist die Politik zu komplex, das Volk zu festgefahren. Der Zug ist abgelaufen, was aber nicht heißen soll, das man resignieren muss, jeder Aufrichtige, der sein Wissen, seine korrekten Ansichten weiterleitet, tut schon etwas gutes. Der eine mehr, der andere weniger. Der Rest soll weiter jeden Tag Handys kaufen, saufen, Bordsteinbitchez bängen und Unterschchts-Talkshows gucken. Augenzwinkern
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Veritas



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11.05.2013 15:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Nautilu$:
.... Der Rest soll weiter jeden Tag Handys kaufen, saufen, Bordsteinbitchez bängen und Unterschchts-Talkshows gucken. Augenzwinkern


Du sagst das so, als wäre das was schlimmes.^^


Edit

Amokläufe bringen nichts gutes! In keiner Art und Weise. Weder für den Schützen, die Opfer( wobei das ja auch der Plan is^^) noch für die Hinterbliebenen oder Angehörigen. Von vorne bis hinten kompletter Bullshit!

Ich würde Amokläufer ( und ganz besonders solche, die sich an ihrer Schule austoben) eher als Feiglinge betrachten. Und besonders clever find ich das auch nicht gerade.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Veritas am 11.05.2013 16:07.



Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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WerBinIch

Dorfkind

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11.05.2013 18:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Scumdog das hättest du mir vorher sagen müssen Zunge raus
Wenn du Selbstjustiz und Amokläufe so strikt von einander distanzierst, stimme ich dir sogar weitestgehend zu. "Kollateralschäden" sind scheiße und unerwünscht. Ich will hier ganz sicherlich nicht sagen, dass alle Menschen da draussen totale Idioten sind. Vielleicht driften unsere Definitionen etwas stark auseinander.

Wobei auch "school shootings" teilweise durchaus eher etwas von Selbstjustiz, als von Amokläufen haben. Amoklauf ist nicht gleich Amoklauf. Selbstjustiz ist nicht gleich Selbstjustiz, Opfer ist nicht gleich Opfer und Täter nicht gleich Täter.

Um hier weiter zu diskutieren wäre es eventuell förderlich sich auf eine gemeinsame Definition festzulegen, eine spezielle Tat oder was auch immer.

Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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(s)AINT



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16.05.2013 13:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Nautilu$:
Macht euch doch nix vor, mit Demos, Petitionen und striktem Pazifismus wird sich hier NIENIENIE etwas ändern, nicht ansatzweise.

Freiheit beinhaltet Verantwortung. Der Massen-mensch scheut beides.
Manche brauchen das Wort "un-gezwungen" nur zu hoeren, und schon werden sie total verklemmt.

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