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derSkeptiker



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Welt erwacht 23.06.2009 19:19 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Dem Aufruf folgend, will auch ich mich einmal wieder zu Wort melden. Die Zeiten sind chaotisch in den letzten Wochen... ich hoffe, bald wieder freie Minuten zu finden, etwas aktiver zu sein... nun zu meinem lyrischen Beitrag:

Welt erwacht
Es raucht auf bitterkalten Wassern
Grün in Grau
Reifbedeckte Gräser
Ein großes Rotgelb schiebt sich
Violett
Nach Oben
In die Himmel
Die so Freiheit sind
Wie wirs nie werden
Tiefschwarze Wellen resignieren
Nehmen Farbe an…

Welt erwacht
Am Horizont wächst Liebe
Und ich bin wie gelähmt

Es kam ein Morgen
Das mich ängstlich macht
Schierlingsbecher Fühlen
Trinke ich?
Trinke ich nicht?

Holt den Henker!
Den Delinquenten langweilt das Sein!
Blast die Zweifel weg
Und tötet die Moral!
Trinkt das Blut der Dekrete
Ihr Berserker der Vernunft!
Das Leben
Hat doch so viel mehr!
Zerschmettert die Sphinxaugen!
Argus ist ein Lügner!

Ich trinke!
…und erwache neu…

Den Blick gen Orkus
Den Fährmann erschlagen
Den Kahn an Land gezogen

Und die Fäule,
Die noch eben an mir kaute
Schimmelt nun die Bohlen
Und des Fährmanns Fluch zerfällt
Die Unterwelt implodiert
Welt erwacht!
Und am Horizont
Wächst Liebe…

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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quaid

their law


23.06.2009 21:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

puh, den anspruch bin ich garnicht mehr gewohnt. liegt zweifelsohne daran, dass es schon bissle her ist, dass hier ein lyrisches werk gepostet wurde Augenzwinkern
ich musste mich erstmal an die bildliche vorstellung gewöhnen.

die bildliche sprache finde ich gut gelungen. die unterschiedliche satzlänge unterstützt den leser bei der bildgebung. ausserdem mag ich die tendenziell melancholische wirkung auf die stimmung, die beim lesen entsteht.

Zitat:
Es kam ein Morgen
Das mich ängstlich macht
Schierlingsbecher Fühlen
Trinke ich?
Trinke ich nicht?

beziehst du dich auf den morgen, wenn du von angst redest? wenn ja, müsste es nicht "der" im sinne von "welcher" heißen, oder fällt das unter künstlerische freiheit?
schierlingsbecher musste ich erstmal googlen - geschickt verpackt!

irgendwie könnte ich mir gut vorstellen, wie jemand - des lebens leicht überdrüssig - angetrunkener weise dieses werk vor trägt, dabei geschickt die lautstärke variiert und passiv gegen das vorurteil ankämpft, man bräuchte einem betrunkenen ja eh nicht zuhören, wobei dieser durchaus tiefsinnig spricht.
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derSkeptiker



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23.06.2009 23:16 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hallo quaid...

Danke zunächst für das Lob.

Der Bezug in dem Satz "es kam ein Morgen" liegt nicht auf morgen im Sinne vom nächsten Tag, sondern ist in diesem Fall Synonym für "Zukunft".

Was das Vortragen angeht, so steht dem nicht viel im Weg, Lesungen mache ich einige und immer gern. In letzter Zeit war ich des Öfteren mit GerryX (http://www.gerryx.com/) unterwegs... da wird selten nüchtern gelesen cool ...
Wenn du also einmal Lyrik aus dem Abgrund in etwas anderer darbieterischer Form (also normale stumpfe Lesungen) sehen und hören willst, schreib mich an, dann reden wir über eine Location in deiner Nähe, ich mit GerryX und dem Culex Verlag und vielleicht sind wir schon bald in deiner Nähe, das kulturell interessierte Publikum heimzusuchen.

"Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten"
von Götz Alzmann abgewandeltes Zitat eines Tucholski- Spruches
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