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Zum Ende der Seite springen Sind manche Menschen mehr Wert als andere?  
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VeggiePower

burr

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16.06.2012 15:01 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

pffr, fetter beitrag, bazinga smile Es kommt aber auch drauf an, was ein Mensch im Lauf seines Lebens als "gut" beigebracht bekommen hat. Wenn du deinem kind einredest, leid ist gut und lustig, der tod gehört dazu, und die ziele sind was weiss ich, die überbevölkerung verhindern, dann wird das kind damit groß. wenn es dann später auf jemanden stösst, der von liebe und mitgefühl predigt, dann ist das ja gegen das ziel, die überbevölkerung zu verhindern, dann wird er ihn als minderwertig einstufen, weil er seinem plan/seinen vorstellungen widerspricht. Und da ist der Knackpunk: Die Mehrheit der gesellschaft findet Gutes gut. klar, fast jeder wurde damit groß, aber es geht auch andersrum. Oder, hat Gott schon wieder mit Steintafeln um sich geworfen, wo drauf steht, was eindeutig GUT und SCHLECHT ist? ^^ Dürfte er wohl schonmal gemacht haben. Jedenfalls waren das auch nur die ansichten der Bibelautoren. uuuuuund, wie bazinga sagt, Egal, welche werte man verfolgt, es kommt immer zu überschneidungen, komplikationen und widersprüchen. Entweder sind alle gleich viel, gleich wenig werd, oder es gibt sowas wie "wert" garnicht, weil man menschenleben nicht in den kapitalismus pressen kann, wo alles seinen in geld umtauschbaren wert hat. Streiten sich tiere, wer mehr wert hat? Oder Bäume? (Blöder vergleich -.-) ...

Pff, also wie gesagt, ausnahmslos gleich viel oder gleich wenig, oder überhaupt nichts wie "menschen in werte unterteilen".


blobb

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reset



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16.06.2012 15:39 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von bazinga:
Daher denke ich auch nicht wie zb. reset, dass manche menschen kranke werte haben, sondern finde wenn überhaupt werte an sich krank, da sie realitätsfern sind.


hä wo hab ich das denn gesagt?
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Xoc

lol

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16.06.2012 16:04 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Hier:
Zitat von reset:
fänd ich mal ganz witzig einige menschen nach ihren eigenen kranken werten zu beurteilen. vielleicht merken sie dann mal was für gefühlslose arschlöcher sie sind...naja eher nich


"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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reset



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16.06.2012 17:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

ach das

hoffe du hast auch meine anderen beiträge danach gelesen
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Lonewolf



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16.06.2012 20:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Langsam fange ich an der marxistischen These zuzustimmen, dass der Anarchismus (bzw was sich so nennt)) oft nichts anderes ist als kleinbürgliche Ideologie.

The Loathsome mask has fallen the man remains
Sceptreless, free, uncircumscribed, but man
Equal, unclassed, tribless and nationless,
Exempt from awe, worship, degree, the king,
Over himself, just, gentle, wise.

Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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reset



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16.06.2012 23:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Lonewolf:
Langsam fange ich an der marxistischen These zuzustimmen, dass der Anarchismus (bzw was sich so nennt)) oft nichts anderes ist als kleinbürgliche Ideologie.


und wieso?
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VeggiePower

burr

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16.06.2012 23:35 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

<Standardkritik, wieso anarchie ja nie funktionieren kann, bitte hier einfügen>

so war das doch gemeint, oder? ^^

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 16.06.2012 23:35.




blobb

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Lonewolf



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17.06.2012 13:55 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich beziehe mich auf jeden "Anarchismus", der sich zum einen auf absolute Gewaltfreiheit (dank der Verkürzung "Gewalt=Herrschaft) beruft sowie primär auf aufklärerische, moralistische und idealistische Positionen setzt. Sowohl (und das gehört schon zu den oeben genannten Punkten dazu) im Grunde einen rein individualistischen Standpunkt einnimmt, also meint, die Gesellschaft von der Veränderung/"Aufklärung" des Individuums her verändern zu können - sprich bürgerlich-liberalen Humanismus praktiziert.
Bestenfalls kommen hier marginale Gegenwelten heraus, und ein bißchenj Reformismus, während die bürgerlich-kapitalistischen Verhältnisse unangetastet bleiben.
Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass nach den Erfahrungen der reaktionären Antworten auf den Kapitalismus (und weder Marx noch Bakunin haben dies so voraussehen können) JEDE soziale bzw revolutionäre Bewegung einen zur Not auch militanten Antifaschismus praktizieren muss, um zu überleben und ihre eigenen Grundlagen verteidigen zu können. Dass das nicht immer friedlich bzw "anti-autoritär" (so wie es manche definieren) ablaufen kann, ist leider ziemlich deutlich geworden.

The Loathsome mask has fallen the man remains
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Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Yog-Sothoth




17.06.2012 18:02 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Lonewolf:
Ich beziehe mich auf jeden "Anarchismus", der sich zum einen auf absolute Gewaltfreiheit (dank der Verkürzung "Gewalt=Herrschaft) beruft sowie primär auf aufklärerische, moralistische und idealistische Positionen setzt.

Ich denke auch, dass eine Unterscheidung zwischen Herrschaft und Gewalt wichtig ist. M.A.n. beschreibt Herrschaft ein Machtungleichgewicht, während Gewalt ein Mittel ist, die Herrschaftsverhältnisse zu ändern, und sowohl benutzt werden kann, um ein Machtungleichgewicht zu erreichen / erhalten (-> Herrschaft), als auch ein Machtgleichgewicht (-> Anarchie). Folglich steht Gewalt nicht nur nicht im Widerspruch zur Anarchie, sondern kann in bestimmten Situationen auch notwendig sein, um Anarchie zu erreichen / erhalten.
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Yog-Sothoth




17.06.2012 18:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von Bazinga:
Zu der kritischen bemerkung von yog-sothoth, ob nun hitler nicht unschuldig sei, wenn er nach bestem gewissen gehandelt hat: an dieser stellte muss ich einen filmtrailer posten, der genau diese themtaik behandelt, auch wenn ihn viele von euch wohl schon kennen: http://www.youtube.com/watch?v=Pl-2q6AlE_A
also der film sagt: schaden verursachen lässt sich nicht dadurch entschuldigen, dass es unbewusst oder gut gemeint war und ist selbsterklärend darin, warum er das meint und ich find den gedanken dazu ziemlich interessant und cool. Ist zwar ein ganz anderes thema als das mit den werten, aber kam halt auf.

Ich denke der wesentliche Punkt ist, dass es Definitionssache ist, ob "Unschuld" voraussetzt dass man sich bewusst sein muss, ob man sich ethisch korrekt verhalten hat. Wenn ja, dann kann es sein dass man zu recht sagen kann, dass Hitler "unschuldig" war. Wenn nicht, dann ist evtl. auch ein kleines Kind nicht "unschuldig", wenn es von seinem Taschengeld Schokolade kauft, und damit Ausbeutung unterstützt.

Zitat von Bazinga:
@yog-sothoth:
ich sehe da ein problem bei deinem vorschlag von wegen auf freiwilliger basis zusammenleben: die tatsache, dass wir uns diesen planeten teilen, also dass es diesen größeren zusammenhang gibt und man sich nicht so einfach voneinander abgrenzen kann

Ich bin nicht ganz sicher worauf du hinaus willst (habe da mehrere unterschiedliche Vermutungen) - könntest du das näher ausführen?
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VladTepes




17.06.2012 18:41 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Was ist denn , wenn der Krebsforscher außerdem Raucher und Säufer ist? Augen rollen

es gibt keine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt, in der sich alle als gleich wertvoll respektieren, auf ihr Karma achten, usw...
Die Realität kommt aus dem Tierreich, weil der Mensch vom Tier abstammt. Und das bedeutet gnadenlosen Machtkampf, den Artgenossen zu unterwerfen... Das hat auch mit Sexualität und Paarungstrieb sehr viel zu tun.
Ein Weibchen will eben denjenigen Partner, der alle anderen platt macht.
Bei Menschen ist das meistens der, mit dem meisten Geld. Und in Ausnahmesituationen der, der kräftig ist und rücksichtslos kämpfen und töten kann. Kommt alles aus der Urzeit! Augen rollen
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dian
unregistriert
17.06.2012 18:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@ Lonewolf:
Zitat:
Langsam fange ich an der marxistischen These zuzustimmen, dass der Anarchismus (bzw was sich so nennt)) oft nichts anderes ist als kleinbürgliche Ideologie.

Ich finde deine These, dass der konsequente Rückzug aus der Gesellschaft ins Private mit spießbürgerlicher Anpassung verglichen werden kann, schon etwas arg kurz gegriffen... und es erscheint mir in etwa genauso polemisch, wie wenn ich im Gegenzug behaupten würde, dass jeder Versuch, politische Arbeit zu leisten und Andersdenkende zu bekämpfen, mit Faschismus gleichzusetzen ist.

Das Problem bei den Spießbürger ist nebenbei bemerkt nicht, dass sie sich ins Private zurückziehen, weil sie auf die Gesellschaft scheißen... sondern dass sie sich einerseits in ihrer künstlichen Idylle einzementieren, gleichzeitig aber auch noch glauben, der Gesellschaft gegenüber verantwortlich zu sein und anderen die eigene Meinung aufzwingen zu müssen.
Eine Nachbarin von mir musste neulich ihre Hecke schneiden, weil die 10 Zentimeter auf die Straße rausstand und sich ein anderer Spießernachbar darüber bei der Gemeinde beschwert hat.
Anderen vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Hecke zu wachsen lassen haben... DAS ist für mich kleinkariertes Spießbürgertum.
Anderen dies nicht vorzuschreiben, und jeden selbst entscheiden zu lassen, wie er seine Hecke wachsen lassen möchte, ist Anarchie, und damit meines Erachtens das genaue Gegenteil von Spießertum.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 17.06.2012 18:58.


VladTepes




17.06.2012 19:21 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Kann ich generell zustimmen, wobei das Beispiel "Hecke" hier jetzt wieder konkrete Probleme aufwirft. Zb wenn der Gehsteig unpassierbar wird und irgendwann insbesondere Rollstuhlfahrer und kleine Kinder beim Passieren Probleme haben, weil sie die Straßenseite wechseln müssten. Wann dieser Zustand, der dann eine Beschwerde rechtfertigt, erreicht ist, kann man schwer vom Hörensagen beurteilen. Ok, 10cm dürften es nicht ausmachen, aber wo ist dann die Grenze?
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Yog-Sothoth




17.06.2012 19:26 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von VladTepes:
Die Realität kommt aus dem Tierreich, weil der Mensch vom Tier abstammt. Und das bedeutet gnadenlosen Machtkampf, den Artgenossen zu unterwerfen... Das hat auch mit Sexualität und Paarungstrieb sehr viel zu tun.
Ein Weibchen will eben denjenigen Partner, der alle anderen platt macht.
Bei Menschen ist das meistens der, mit dem meisten Geld. Und in Ausnahmesituationen der, der kräftig ist und rücksichtslos kämpfen und töten kann. Kommt alles aus der Urzeit! Augen rollen

Es mag da vielleicht gewisse Tendenzen geben, aber das hier ist viel zu stark pauschalisiert.
(mal ganz davon abgesehen, dass die Realität bestimmt nicht "aus dem Tierreich kommt", und der Mensch selbst ein Tier ist)
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reset



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17.06.2012 19:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von VladTepes:
Was ist denn , wenn der Krebsforscher außerdem Raucher und Säufer ist? Augen rollen

es gibt keine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt, in der sich alle als gleich wertvoll respektieren, auf ihr Karma achten, usw...
Die Realität kommt aus dem Tierreich, weil der Mensch vom Tier abstammt. Und das bedeutet gnadenlosen Machtkampf, den Artgenossen zu unterwerfen... Das hat auch mit Sexualität und Paarungstrieb sehr viel zu tun.
Ein Weibchen will eben denjenigen Partner, der alle anderen platt macht.
Bei Menschen ist das meistens der, mit dem meisten Geld. Und in Ausnahmesituationen der, der kräftig ist und rücksichtslos kämpfen und töten kann. Kommt alles aus der Urzeit! Augen rollen


also macht die ganze weltverbesserei keinen sinn? na dann können wir ja auch alle übereinander hefallen und in die totale anomie verfallen. was hindert dich daran?

dein kack empathiemepfinden hindert dich daran! rate mal wo das herkommt. rate mal wie das entstanden ist.
das ist auch teil deiner bioloischen identität.

kotzt mich total an sowas.
mir is klar, dass die sexualität und der ursprung des menschen machtkämpfe hervorruft, aber das muss doch nicht das ende der fahnenstange sein.

würdest du wenn ich dir dein lieblingsspielzeug wegnehme und die damit die fresse polieren auch sagen "schon okay das is ja deine natur" ???
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Lonewolf



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17.06.2012 21:42 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat von dian:
@ Lonewolf:
Zitat:
Langsam fange ich an der marxistischen These zuzustimmen, dass der Anarchismus (bzw was sich so nennt)) oft nichts anderes ist als kleinbürgliche Ideologie.

Ich finde deine These, dass der konsequente Rückzug aus der Gesellschaft ins Private mit spießbürgerlicher Anpassung verglichen werden kann, schon etwas arg kurz gegriffen... und es erscheint mir in etwa genauso polemisch, wie wenn ich im Gegenzug behaupten würde, dass jeder Versuch, politische Arbeit zu leisten und Andersdenkende zu bekämpfen, mit Faschismus gleichzusetzen ist.

Das Problem bei den Spießbürger ist nebenbei bemerkt nicht, dass sie sich ins Private zurückziehen, weil sie auf die Gesellschaft scheißen... sondern dass sie sich einerseits in ihrer künstlichen Idylle einzementieren, gleichzeitig aber auch noch glauben, der Gesellschaft gegenüber verantwortlich zu sein und anderen die eigene Meinung aufzwingen zu müssen.
Eine Nachbarin von mir musste neulich ihre Hecke schneiden, weil die 10 Zentimeter auf die Straße rausstand und sich ein anderer Spießernachbar darüber bei der Gemeinde beschwert hat.
Anderen vorschreiben zu wollen, wie sie ihre Hecke zu wachsen lassen haben... DAS ist für mich kleinkariertes Spießbürgertum.
Anderen dies nicht vorzuschreiben, und jeden selbst entscheiden zu lassen, wie er seine Hecke wachsen lassen möchte, ist Anarchie, und damit meines Erachtens das genaue Gegenteil von Spießertum.



Ich habe eigentlich nicht von spießbürgerlicher Anpassung gesprochen, sondern von (klein-) bürgerlicher Ideologie. Und die schließt "Leben und leben lassen" auch nicht aus, im Gegenteil.
Ein konsequenter (?) Rückzug ins Private wäre vielleicht Subsistenzwirtschaft, die so weit wie möglich tatsächlich ohne die Gesellschaft dort draußen auskommt.
Ich denke was du meinst ist eher "Rückzug in die Innerlichkeit", in die ästhetische (Künstler-) Existenz. Das mag auf ideeller Ebene nonkonform, erhaben oder sonstwas sein, bleibt aber halt trotzdem im Grunde bürgerlicher Individualismus (trotz aller eventuellen Verachtung für die bürgerliche Gesellschaft).
Sollen wir das wirklich Anarchsmus nennen? Ich verbinde damit immer noch den Kampf gegen Herrschaft und Ausbeutung, und den wird man durch elitären (?) Rückzug wohl schwerlich führen können.

The Loathsome mask has fallen the man remains
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Percy Bysshe Shelley


Indessen ist das gerade wieder der Vorzug der neuen Richtung, dass wir nicht dogmatisch die Welt antizipieren, sondern erst aus der Kritik der alten Welt die neue finden wollen. Karl Marx
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Veritas



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17.06.2012 22:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

@Bazinga
Mein " Schwarz Weiß Denken" brauchst du nicht schade finden. Ich komm wirklich gut damit klar. Ich sehe auch keinen Wiederspruch in Bezug auf den Braunen.
Nur weil ich denke das jemand ne politische Einstellung hat die ich nicht teilen kann macht das noch lange keinen schlechten oder wertlosen Menschen aus ihm. Das hatte ich im ersten Post aber bereits erwähnt.

Ich für meinen Teil habe das Leben als weitaus weniger komplex kennen gelernt als es von den meisten empfunden wird. Und auch die meisten Menschen sind glücklicherweise weniger komplex oder kompliziert als sies selber gerne hätten oder vorspielen.
Allerdings muss ich sagen, dass muss auch jeder für sich selbst entscheiden. Wenn du das alles lieber in verschiedenen Graustufen siehst, viel Spaß. Meine Erfahrung ist das man am Ende doch bei Schwarz oder Weiß landet.

Auf die Sache mit dem Opfer kann ich grad nich viel zusagen. Mir fehlt grad einfach die Zeit um den Thread nochmal durchzugehen. Entschuldige bitte. Vielleicht ein anderes mal.

Dunkel, die andere Seite ist....... Schnauze Yoda! Iss deinen Toast!
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Ya2k



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20.09.2012 22:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Manche Menschen mag man mehr als andere, das hängt doch nur davon ab was man selbst als wertvoll,richtig, angenehm etc. empfindet.
Geschmackssache, vom Auge des Betrachters abhängig.
Gut es gibt gewisse Dinge, die sehen die meisten Menschen ähnlich aber wer soll das entscheiden was nun entgültig wertvoll ist und was nicht? So allgemeingültig halt. Da müßte man einen Gott haben oder etwas ähnliches über dem Menschen stehendes, so nach dem Motto der Schöpfer entscheidet was seine Kreation taugt. Glaub ich aber nicht dran dass es sowas gibt.
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ichbinich

Lebe dein Leben

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20.09.2012 23:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich persönlich finde, dass jeder Mensch gleich wert ist. Egal ob er nur daheim rumsitzt oder ob er ein Krebsmittel erfindet. Man weiß ja nicht, ob der Gammler einer der Menschen ist, der anderen hilft wenn es ihnen schlecht geht. Und solche Menschen könnte man mal öfter gebrauchen. Aber die Person, die das Krebsmittel entdeckt, macht sich meiner Meinung nach bewundernswerter, da sie etwas erfunden hat, das der Menschheit helfen könnte.
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Anarchist

anarchistische Gemeinschaft

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21.09.2012 04:00 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Wenn ich denn Menschen als das sehe, was er eigentlich ist, dann ist dieser unverhohlene Stumpf, der sich fälschlich für den Erfinder eines Medikaments gegen Krebs hält, ein perverser Massenmörder.

Allein dadurch, das er sich für seine Fähigkeiten prostituiert und so all jene zu Tode quält, die durch seine Tätigkeit innerhalb nicht bestehender Vollbeschäftigung, sich rechtmäßig zu profilieren meint.
Jeder der arbeitet oder tauscht, ist ein perverser Massenmörder. Gäbe es einen Himmel nach christlicher Vorstellung, so hätte dieser mindestens seit 10.000 Jahren kaum Zuwachs erlebt!
Die einzig Aufrechten sind jene, die sich der Arbeit verweigern und die Stromrechnung nicht zahlen. Konstruktiv ist es, wenn Du dir das nimmst, was Du tatsächlich brauchst, um leben zu können. Nicht allein, weil Du damit bestätigst, das jeder erst einmal das Recht hat zu leben; nicht nur all jene, die sich dem Bestehenden unterwerfen. Auch, weil Du das Eigentum, diese Bestie ablehnst, die die Menschen krank macht! Krebs ist kreatives Resultat der falschen, der anmaßenden Lebensweise des derzeitigen Menschen in der westlichen Welt.
Ähnlich der angeblichen Heuschreckenplage. Auch diese ist kreatives Resultat der widrigen Anbauweise in Monokulturen. Der Erfinder gleicht dabei jenem, der sogenannte Schädlingsbekämpfungsmittel meint zu erfinden, um diese wunderbaren Wesen auszurotten! Der erst einmal dafür sorgt, das wir krebserregende Stoffe im Organismus haben.


Wenn sich nun der eine oder andere vor den Kopf gestoßen fühlt, so liegt dies auch an der reduzierten Form der Verständigung. Ich schreibe etwas, ohne Euren derzeitigen Zustand erkennen zu können! Wenn Du beispielsweise gerade traurig bist, so hätte ich mit diesen Inhalten vielleicht gar nicht erst angefangen. (Wenn ich Dich also sehen, riechen, hören und vielleicht fühlen könnte.)
Würde ich Dich zudem kennen oder zumindest sehen, so hätte ich anhand der Reaktionen auch erkennen können, wo ich Dich bei welchem Thema abholen kann. Auch entgeht Dir, ob ich es vielleicht mitfühlend und mit Humor erleichtert, transportierte, oder gehässig und voller Zorn.
smile

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Anarchist am 21.09.2012 04:55.



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