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Dian könntest du vom Einkommen als Künstler selber überleben?
Ich denke darin liegt das Problem des Künstlerdaseins.
Klar kann man nebenbei vom Staat noch die Sozialhilfe abgreifen aber allzu schön stelle ich mir so ein Leben nicht vor.
Lebt man dann nicht auch von der Arbeitskraft der anderen Menschen?
Wären die anderen Menschen dann nicht sauer wenn man seinen eigenen Beitrag dazu nicht leistet?
Wenn zum Beispiel 10 Menschen eine kleine Insel bewohnen und alle irgend welche Aufgaben erledigen müssen um zu überleben und da einer sich einfach in die Hängematte legt und sagt "Ich mach nix, sollen doch die anderen Schuften" dann wird es glaube ich nicht lange dauern bis derjenige von der Gemeinschaft verstoßen wird und schließlich verhungert oder von der Insel verbannt wird.
Etwas anderes ist es wenn man klug+faul+anspruchslos ist.
Da erledigt man gerade das was notwendig ist auf sehr effiziente weise um zu überleben und liegt dann den Rest des Tages in der Hängematte.
Das finde ich okay.
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dian unregistriert
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Wenn du schon das Beispiel mit der Insel nimmst, dann haben wir hier in der modernen Gesellschaft eine Insel, in der die Inselbewohner, sobald sie etwas kaufen, verkaufen oder geschenkt bekommen, von Piraten (=Staat) überfallen werden. Diese Piraten rauben ihnen ein Teil ihres Besitzes, und wer sich weigert den Piraten etwas abzugeben wird erst bedroht, dann eingesperrt oder notfalls auch erschossen, wenn er sich mit Gewalt zu wehren versucht.
Dann kaufen sich die Piraten von dem geraubten Geld neue Schiffe, neue Waffen und bauen ihre Festungen aus, ab und zu bauen sie mit dem Geld auch Straßen und machen sonstige Dinge, die der Allgemeinheit zu gute kommen... und hin und wieder geben sie sogar den Faulen und Arbeitsunfähigen etwas ab, damit es in ihrem Herrschaftsgebiet zu keinen sozialen Unruhen kommt.
Was ich nicht verstehe: Warum wehren sich die Inselbewohner, die sich alle aus Angst (und NUR deswegen) von den Piraten bestehlen lassen, nicht erstmal gegen die Piraten, bevor sie darüber schimpfen, dass es Faule gibt, die vom Geld leben, das ihnen von den Piraten überlassen wurde?
Das scheint mir ein bisschen ein typischer Fall von Sündenbockmentalität zu sein, wie hier vom Bürgertum Realitäten umgedreht werden, so dass es auf einmal so aussieht, als seien diejenigen, die sich von den Piraten mit Geld ruhigstellen lassen, die wahren Räuber, und die Piraten sind nur friedliche Umverteilungsaktivisten, die keiner Fliege ein Haar krümmen und ja für alle nur das Beste wollen.
Aber irgendwie ist es mir zu dämlich, auf diesem Niveau weiterzudiskutieren, sorry. Ich bin hier nicht angetreten um Dinge zu erklären, die eigentlich für jeden geistig freien Menschen selbstverständlich sein sollten.
| Zitat: |
| Klar kann man nebenbei vom Staat noch die Sozialhilfe abgreifen aber allzu schön stelle ich mir so ein Leben nicht vor. Lebt man dann nicht auch von der Arbeitskraft der anderen Menschen? |
Nochmal für alle Begriffsstutzigen:
Kein Sozialhilfeempfänger oder Asylant lebt von der Arbeitskraft anderer Menschen! Er bekommt ein bisschen Geld, weil der Staat irgendwann gemerkt hat, dass es für den sozialen Frieden besser ist, diejenigen, für die die Gesellschaft keine andere Verwertung gefunden hat, mit einem kleinen Almosen ruhigzustellen, als sie hungern und auf dumme Gedanken (Revolution) kommen zu lassen.
Wenn an den Stammtischen (und scheinbar nicht nur dort) nun so getan wird, als seien diejenigen, die dieses mickrigen Almosen annehmen, die wahren Übeltäter und Ausbeuter, dann verdreht man komplett Ursache und Wirkung. Und das ist mir echt zu doof, dazu noch mehr zu sagen... wer das nicht kapiert ist in diesem Forum meiner Meinung nach komplett fehl am Platz.
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dian unregistriert
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Sorry, ich war vorhin etwas angepisst, weil ich mich schon die ganzen letzten Tage mit irgendwelchen Halbaffen auf Youtube herumschlagen musste.
@ SnowCommander:
Du hast natürlich Recht, wenn du von einem freiwilligen Zusammenschluss ausgehst... Nehmen wir an, Menschen leben zusammen in einer Kommune und einer von denen weigert sich mitzuarbeiten bei den nötigen Aufgaben, die nunmal so anfallen, dann ist das natürlich ein ziemlich asoziales Verhalten.
Ich betrachte nur eben unsere Gesellschaft nicht als eine solche auf freiwilliger Übereinkunft basierende Kommune, sondern eher als eine Art Straflager, in das jeder hineingeworfen wurde, ob er nun darin leben möchte oder nicht, und wo von den Insassen auch teilweise total unnötige Arbeiten verrichtet werden müssen, die eigentlich gar nicht nötig wären... hauptsache, die Menschen sind alle schön beschäftigt und können sich miteinander messen im Wettstreit um den besten Futtertrog.
In einer solchen Gesellschaft empfinde ich Faulheit keineswegs als asozial, sondern eher als eine gesunde Verweigerungshaltung, und kann daher auch dieses Argument "Arbeitslose leben auf Kosten anderer" einfach nicht mehr hören. (dies nur zur Richtigstellung, damit ich nicht wieder falsch verstanden werde)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 09.06.2014 22:30.
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| Zitat von dian: |
Sorry, ich war vorhin etwas angepisst, weil ich mich schon die ganzen letzten Tage mit irgendwelchen Halbaffen auf Youtube herumschlagen musste. compi_aua |
| Zitat von Daniel Roth: |
p.s.: nix gegen dich, snow. |
Kein Problem, das halte ich schon aus.
Ich finde die Kritiken bei deinem Youtube Video eher positiv.
Ein paar Nörgler gibt es immer und von denen sollte man sich nicht runter ziehen lassen.
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dian unregistriert
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Ja, ich weiß, ich sollte mich davon nicht runterziehen lassen...
aber es ist diese Selbstherrlichkeit der Leute, die mich so aggressiv macht... diese unterschwellige Herrenmenschen-Mentalität, diese absolute Abwesenheit von jeglicher Selbstironie oder Empathie für andere.
So Argumente wie "Ich hab doch nen geilen Job. Wie kannst du es nur wagen zu behaupten, dass Arbeit Scheiße ist?"
Man möchte einfach in den Monitor greifen, den Typen rausziehen und ihn windelweich schlagen. Und dann mal 12 Stunden in die Küche beim Burger King stellen oder sowas, und schauen, wie toll er Arbeit dann noch findet.
Einfach dieses Wissen, dass die meisten Leute nicht weiter denken als bis zu ihrem eigenen Futternapf...
Und das schlimme ist: Die sind mittlerweile alle auch im Internet!!! Früher gab es die nur am Stammtisch oder beim sonntäglichen Kaffeekranz, da konnte man ihnen noch aus dem Weg gehen...
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von dian am 10.06.2014 13:17.
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| Zitat von dian: |
Man möchte einfach in den Monitor greifen, den Typen rausziehen und ihn windelweich schlagen. Und dann mal 12 Stunden in die Küche beim Burger King stellen oder sowas, und schauen, wie toll er Arbeit dann noch findet.
>SCHNITT<
Die sind mittlerweile alle auch im Internet!!! Früher gab es die nur am Stammtisch oder beim sonntäglichen Kaffeekranz, da konnte man ihnen noch aus dem Weg gehen... |
Burger King ist noch viel zu human, ich empfehle mal einen Tag als Arbeiter auf der Baustelle zu verbringen, jetzt im Sommer wo zu Mittag einem gnadenlos die Sonne verbruzzelt, da sollten gewisse Leute mal Ziegel schleppen gehen oder eine Straße asphaltieren.
Eigentlich eine Sauerei wie wenig Lohn solche Leute bekommen für die Strapazen die sie jeden Tag auf sich nehmen um ein Haus oder eine Straße zu errichten.
Was das Internet betrifft so bemerke ich das es vor 10 Jahren noch nerdiger (was für ein Wort
)war was auch an den technischen Hürden lag die man bewältigen musste um überhaupt ins Netz zu kommen.
Heute kann mit dem Smartphone oder Tablet jeder ohne großartige Computerkenntnisse ins Netz kommen was sich nun auch an den Inhalten allgemein und auch in den Kommentaren in den sozialen Netzwerken bemerkbar zu machen scheint.
Wenn es recht ist würde ich gerne einen Extrathread zum Thema Arbeit erstellen, alle einverstanden?
Ja? Nee? Wurscht....da gehts lang: Arbeit macht Frei! (oder doch nicht?)
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dian unregistriert
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Eigentlich wollte ich ja kein Video zu irgendwelchen aktuellen Themen machen... aber irgendwie reichts mir jetzt doch langsam mit diesem ganzen Pegida-Gequatsche überall in den Medien. Und jetzt fangen auch noch irgendwelche Politiker und Pfaffen an, zu fordern, dass wir mehr Rücksicht auf die religiösen Gefühle unserer Mitmenschen nehmen sollten.
Zeit, mal ein paar Dinge klarzustellen, und daher auch Zeit für ein neues Video:
https://www.youtube.com/watch?v=0oSv5l7v-zE
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dian unregistriert
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Ja, nemi, ich denke da sind wir zur Abwechslung mal wieder auf der selben Wellenlänge.
Das "Je suis dian" ist in erster Linie eine Message an alle, die mich für was auch immer vereinnahmen wollen, oder die besser als ich selbst zu wissen glauben, was ich ihrer Meinung nach zu dem Thema zu sagen habe.
Ein "Je suis charlie" wäre mir in Anbetracht dessen, wer schon alles mit dieser Floskel rumgelaufen ist, ziemlich deplatziert erschienen. Und ich bin mir sicher, dass Charlie das genauso sieht.
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Das ist eines der Videos, für die ich dir Respekt zolle.
Herrlich.
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[IRONIE]
Ich bin gegen Islamisierung!...Was, das ist politisch unkorrekt? Dann bin ich eben gegen Christianisierung...Ach Mist, dafür ist es schon zu spät...Wie wärs gegen Juden?...Nein, das hatten wir schon mal, war auch nicht gut...Gegen Buddhisten!...Nein, das lohnt sich hier nicht...
So helft mir doch, ich weiß gar nicht wogegen ich sein soll ohne Vorbeter. In Deutschland gibt es doch sonst keine Missstände...Nein, die paar Aufreger über korrupte Politiker und schlechte Arbeitsbedingungen zählen nicht, das sind doch bloß oberflächlichliche Kleinigkeiten...Ja, eben!....Was für tieferliegende Probleme?
[/IRONIE]
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dian unregistriert
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re: Schuschismus
30.01.2015 13:42 |
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Wahlweise kannst Du Dir auch selbst irgendwelche Forderungen ausdenken, je nach Geschmack ernsthaft oder weniger ernsthaft.
Zu meinen ernsthaften Forderungen würden gehören:
Abschaffung des Paragraphen 166, Abschaffung des Paragraphen 173 und Lockerung weiterer Pargraphen, die im Zusammenhang mit den Begriffen "Schutzalter" und "Schutzbefohlenen" stehen, Besteuerung der Ehe und religiöser Zugehörogkeit, Stuerliche Entlastung von Singles, Abschaffung des Monogamiezwangs bei Ehen, sowie Integration des aktuellen Wissenstandes der Wissenschaft hinsichtliches der Themen "Erziehung" und "Schule".
Ebenso fordere ich das bedingungslose Grundeinkommen und die Kopplung des Wahrechtes mit dem IQ, bei Senkung des Alters und Ausdehnung der Wahlberechtigten, Abschaffung des Beamtentums und die Bildung eines Expertenteams innerhalb der "Politik", sowie die Lockerung bei der aktiven Sterbehilfe. Legalisierung von Hasch und LSD, Aufhebung des Giftschranks.
Ganz wichtig: Lebenslanger und kostenloser Zugang an Unis! Dummheit blockieren, Intelligenz, Wissen und Kreativität staatlich fördern.
Das sind so Dinge, die mir spontan eingefallen sind. Vermutlich würde mir wesentlich mehr einfallen, wenn ich ernstlich darüber nachdenken würde.
Die Rentner in die Wüste zu schicken, wäre dann vielleicht nicht so ernsthaft bei mir. - Obwohl ich das sehr hübsch finden würde. Alternativ oder zusätzlich: Dummheit besteuern!
Nemi-Gruß
Danke für die Aufmerksamkeit,
N.
Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Nemesus am 30.01.2015 13:55.
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Einige meiner Forderungen:
-Die Ehe gehört ganz abgeschafft, niemand benötigt einen amtlichen Stempel unter seiner Liebeserklärung
-Uneingeschränkte Gewalt über eigenes Leben und Tod
-Abschaffung sämtlicher Kleidungsvorschriften, egal in welchem Zusammenhang.
-Abschaffung sämtlicher Verhaltensregeln, die nur auf Prüderie, Aberglauben und Traditionen beruhen.
-das lebenslange Recht auf ein eigenes Zuhause
-Abschaffung von Staatsangehörigkeiten
-unbegrenzte Größe von Sandburgen am Strand
-"kein Bock" ist eine ausreichende Begründung
-Freizeit ist heilig und unantastbar
-Eine größere Wertschätzung von Kunst und Qualität bei gleichzeitigem Abbau von massenhaftem, unreflektiertem Konsum billiger Drecksprodukte
Der IQ ist eine eher ungeeignete Methode, um die Weisheit bei politischen Entscheidungen zu beurteilen.
Auch die Leute in Westpoint haben einen hohen IQ, aber wenn sowas mehr Wahlrecht bekommt, gute Nacht.
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re: Schu...
30.01.2015 20:47 |
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Der IQ ist sicher nicht das beste Maß aber mit Sicherheit besser als gar kein Maß. Bei alten Menschen könnten auch aktuelle Wissensstände abgefragt werden. - Immerhin besteht die Gefahr, dass sie an Demenz oder Alzheimer leiden, oder irgendwann in den 1980ern hängen geblieben sind.
N.
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Ich finde einige Menschen sind nicht besser als irgendwelche religiösen Menschen, die fordern, das man keine Abbilder ihrer religiösen Personen machen soll.....(Wobei ich mag Satire nicht und halte nichts von den Kack Verlag Charlie)
Aber vermutlich merken einige von euch das auch nicht mehr, das sie nicht viel besser sind.
Z.B. kann es doch einem selber einfach SCHEISS EGAL sein, wenn zwei Menschen beschließen eine Ehe zu schließen... Kann man ja blöd finden, man hat deswegen ja kein Schaden.
Es kann einem SCHEISS EGAL sein, ob jemand an den Weihnachtsmann, Osterhasen, Nikolaus, oder an einem Gott glaubt und irgendwelche Feste feiert. Es kann einem scheiß egal sein, was alles in den Medien läuft... es gibt auf jeder Fernbediehnung und in jedem Browserfenster ein ROTEN KNOPF !
Freiheit hört da auf, wo man die eines anderen Begrenzt.
Und nur weil man etwas nicht mag, muss man nicht immer gleich dafür sein, das es Abgeschafft wird, wenn doch eh keine Menschen dadurch zu Schaden kommen.
Und Gemessen an ca. 7 Mrd. Menschen ist die Meinung einer Person ziemlich Flohscheiße!! Ein Person kann nicht bestimmen und den ganzen anderen Menschen das aufzwingen, was er für gut findet.
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