Hm...also ich finde es schon ziehmlich wichtig, dass es Konventionen gibt, die den gemeinsamen Umgang miteinander bestimmen.
Was aber völlig krank ist ist, dass so viel auf Bundesebene beschlossen wird, woran sich jeder "Deutsche" zu halten hat, statt dass man manche Dinge einfach lokal regelt. Dann würde es auch mehr bringen, sich politisch zu betätigen, man kann dahin ziehen wo einem die Gesetzeslage am Besten gefällt, Lobbys haben es zumindest global etwas schwieriger, man kann Modelle lokal ausprobieren und global übernehmen wenn sie gut sind, usw.
Aber statt dessen dürfen wir uns irgendwelchen EU-Verordnungen unterwerfen, wo Lobbys noch viel mehr zu sagen haben.
ich will in einer welt leben, in der ich im wald kacken darf ohne gefilmt zu werden!
wenn ich also meiner tochter nen fahrradhelm aufschwatze, bin ich ein faschist...
damit wäre faschismus ein in meinen augen notwendiger teil meiner zukünftigen erziehung, ui das klingt aber nicht nett - gut dass ich kein gutmensch bin
Wenn man seinem Kind die Gefahren erklärt, mit ihm darüber redet und es bittet (!) den Helm aufzusetzen, sollte das genügen. Das fällt für mich unter Aufklärung ("Wenn du stürzt und den Helm nicht trägst, kannst du dich schlimm am Kopf verletzen, etc....").
Du kannst ein Kind nicht "zwingen" einen Helm zu tragen, auch wenn du es anschreist und die Polizei das kontrolliert. Das Kind fährt um die Ecke und setzt den Helm ab, fertig.
Also, um zum Punkt zurück zu kommen:
Aufklärung: Ja
Zwang: Nein
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Wenn man seinem Kind die Gefahren erklärt, mit ihm darüber redet und es bittet (!) den Helm aufzusetzen, sollte das genügen. Das fällt für mich unter Aufklärung ("Wenn du stürzt und den Helm nicht trägst, kannst du dich schlimm am Kopf verletzen, etc....").
Prinzipielle Zustimmung!
Die Argumentation wird wahrscheinlich nicht so gut funktionieren, da sich das Kind denkt "Ich muss nur aufpassen dass ich nicht stürze, oder dass ich nicht auf den Kopf falle, dann brauche ich auch keinen Helm".
Erklärt man dem Kind aber wer so alles hinter dem Steuer sitzen kann (Stichwort senile Menschen, Berufsverkehr, Müdigkeit, Drogen, Raser), und einen potentiell in einen Unfall mit reinreißen kann, dann macht so ein Helm plötzlich mehr Sinn.
Du kannst ein Kind nicht "zwingen" einen Helm zu tragen, auch wenn du es anschreist und die Polizei das kontrolliert. Das Kind fährt um die Ecke und setzt den Helm ab, fertig.
naja also wenn ich mir angucke wie obrigkeistgläubig die meisten menschen sidn, dann glaube ich haben früher die nach der ecke den helm bestimmt aufgelassen.
wenn man möchte, dass sein kind einen helm trägt dann sollte man vielleicht mit gutem beispiel vorrangehen und selbst son teil tragen. aber genau das machen 99% der eltern ja nicht.
PS: ich trag keinen helm, weil ich keinen bock drauf habe und auch noch nie auf meinen kopf gefallen bin. egal um welche sportart es geht.
Im heutigen Strassenverkehr ist das Tragen eines Helms sehr schnell eine Frage zwischen Leben und Tod. (Vor allem wenn man den Leuten die Selbsteinschätzung überlässt, mit wieviel Alk sie noch AUto fahren können ;-) )
Wenn mein Kind also uneinsichtig oder zu jung dazu ist und den scheiss Helm nicht trägt, fährt es kein Fahrrad, zumindest soweit ich das kontrollieren kann -> Zwang
Es ist natürlich leicht über Verbote und Regeln zu schimpfen, wenn man nur den selbstverantwortlichen Menschen im Kopf hat.
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert oder gibt es hier einen edlen Einzelkämpfer der sich wirklich konsequent vom staat abgenabelt hat, so aus ekel vor der ganzen bürokratie , regeln -> dschungel etc ;-) ?
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert
Da müsste ich jetzt wieder viel zu theoretisch werden, mit "wenn so vieles andere wäre, wie zum Beispiel (X,Y,Z,...), dann..."
Vielleicht hab ich irgendwann die Tage nochmal genug Zeit/Lust dazu das auszuführen.
Allgemein würde ich sagen, wer etwas zu Essen haben will, muss dafür etwas tun, also arbeiten. Allerdings hängt "Arbeit" stark von der Definition ab.
Stichwort Selbstversorger - Arbeit?
Wenn ich dem Bäcker an der Ecke helfen würde seine Brötchen zu backen, im Tante-Emma-Laden in der nächsten Straße den Verkäufer spielen würde, etc. fände ich eine Entlohnung für gerecht/sinnvoll, egal ob in Form von Essen oder anderen Gütern oder Dienstleistungen. Ich hätte auch kein Problem diesen Arbeiten nachzugehen, wenn ich darauf angewiesen wäre. Will heißen: Ich hab (fast) nichts mehr zu Essen, also biete ich an Arbeit zu leisten, um dafür Essen zu bekommen. Habe ich (mehr als) genug Essen, besteht keine weitere Notwendigkeit diese Arbeit fortzuführen.
Das nur mal so im Gegensatz zu "unserem Grau-in-Grau-Alltag".
Natürlich gibt es Menschen, die keine körperliche Arbeit erbringen können. Diese sind dann auf Mitgefühl/Hilfe angewiesen. Sollten/können sie trotzdem "arbeiten"? z.B. Geschichten vorlesen, aus ihrem Leben erzählen, ein "offenes Ohr haben"...?
Wie gesagt, das wird jetzt zu theoretisch und weicht vom Thema zu stark ab, vll mach ich demnächst einen neuen Thread auf, vll auch nicht.
Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
Über das Verbot, Menschen die keinen Bock auf Arbeit haben in Deutschland verhungern zu lassen hat sich hier noch keiner beschwert oder gibt es hier einen edlen Einzelkämpfer der sich wirklich konsequent vom staat abgenabelt hat, so aus ekel vor der ganzen bürokratie , regeln -> dschungel etc ;-) ?
Selbst wenn ich das jetzt wollte... Mich in irgendeinen wald zurückziehen oder in den Dschungel abhauen. Wie soll ich das anstellen? Irgendwie muss ich über die Grenzen kommen, und nach Afrika laufen will ich nicht. Also müsste ich zwangsweise irgendwie genug Geld ranschaffen und bis dahin durchkommen. Aber das wäre ja nichtmal das problem. Ein wenig arbeit für 50 jahre "dschungel"-luxus wären ja absolut drinne.
Aber es gibt da noch andere Probleme als nur das Geld, um da hinzukommen. Welcher Hektar wald in DE ist "unüberwacht"? Da marschiert dauernd irgendwer oder irgendwas durch, und wenn man merkt, dass du verschwunden bist, kann man dich leicht wieder finden und irgendwo einsperren (verrückter waldmensch, sozial nicht tragbar usw, keine ahnung, aber irgendwas wird man dir schon diagnostizieren wenn du sagst "ich gebe alles auf und lebe fortan im wald")... ausserdem wird das stückchen wald wieder irgendwem gehören, und es macht sich eben nicht gut wenn auf dem feuerholz oder tannenbaum steht "kann spuren von urin von waldmenschen enthalten".
und in anderen gegenden hättest du weitaus andere gefahren, die da noch mit sich kommen. Die Artenvielfalt im Dschungel, Irgendwie müsstest du wissen, wass du essen kannst und was nicht, und dazu brauchst du zugang zu wissen, und dafür braucht wieder irgendwer geld, und dafür musst du wieder arbeiten. (stimmt doch, oder?)
Ausserdem will hier glaube ich niemand "nicht selbst dafür verantwortlich sein". Abgabe von Verantwortung kann man der Religion überlassen. Vielmehr kann man dabei helfen bzw die arbeit nicht nur von einer unterbezahlten minderheit erledigen lassen. Dafür muss man sich aber die hände schmutzig machen, was natürlich nicht jedem gefällt.
Spoiler:
Zitat von Gellert - Das Kutschenpferd:
Ein Kutschpferd sah den Gaul den Pflug im Acker ziehn,
Und wieherte mit Stolz auf ihn.
»Wenn«, sprach es, und fing an, die Schenkel schön zu heben,
»Wenn kannst du dir ein solches Ansehn geben?
Und wenn bewundert dich die Welt?«
»Schweig«, rief der Gaul, »und laß mich ruhig pflügen,
Denn baute nicht mein Fleiß das Feld,
Wo würdest du den Haber kriegen,
Der deiner Schenkel Stolz erhält?«
Die ihr die Niedern so verachtet,
Vornehme Müßiggänger, wißt,
Daß selbst der Stolz, mit dem ihr sie betrachtet,
Daß euer Vorzug selbst, aus dem ihr sie verachtet,
Auf ihren Fleiß gegründet ist.
Ist der, der sich und euch durch seine Hand ernährt,
Nichts Bessers als Verachtung wert?
Gesetzt, du hättest beßre Sitten:
So ist der Vorzug doch nicht dein.
Denn stammtest du aus ihren Hütten:
So hättest du auch ihre Sitten.
Und was du bist, und mehr, das würden sie auch sein,
Wenn sie wie du erzogen wären.
Dich kann die Welt sehr leicht, ihn aber nicht entbehren.
Oder man schätzt die Leute, die die drecksarbeit machen, mal etwas mehr. Man respektiert sie und gibt ihnen meinetwegen mehr Geld. das wäre doch ein Anfang, oder? Aber so funktioniert der Kapitalismus irgendwo nicht. Oder Menschen.
Zitat von adam smith:
Es ist nicht die Wohltätigkeit des Metzgers, des Brauers oder des Bäckers, die uns unser Abendessen erwarten lässt, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von VeggiePower am 16.10.2013 21:59.
Oder man schätzt die Leute, die die drecksarbeit machen, mal etwas mehr. Man respektiert sie und gibt ihnen meinetwegen mehr Geld. das wäre doch ein Anfang, oder? Aber so funktioniert der Kapitalismus irgendwo nicht. Oder Menschen.
Ich denke am Besten stellt man jedem Menschen halbwegs frei, mit welcher Arbeit dieser sich in die Gesellschaft nach eigenen Fähigkeiten mit einbringt (solange er sich auch tatsächlich einbringt), und gewährleistet ihm dafür eine vernünftige Grundsicherung.
(wenn alle produktiv sind wird auch tatsächlich was produziert, das muss dann nur noch aufgeteilt werden)
Für die Jobs die dann keiner machen will muss die Gesellschaft eben (wie du ja vorschlägst) zusammenschmeißen, um denjenigen die sich darum kümmern eine angemessene Gegenleistung zu bieten; was auch funktionieren würde wenn niemand dazu gezwungen werden könnte für irgendwelche Zeitarbeitsfirmen etc. zu schuften.
Aber das kann man ja auch schon teilweise in unserer Gesellschaftsform realisieren, wenn man sich dafür engagiert:
Einfach Netzwerke bilden; ein Teil der Personen schafft Geld für die Gemeinschaft ran, der andere Teil schaut wie er sich sinnvoll einbringen kann, und wenn wer sich für unangenehme Arbeiten aufopfert kriegt er dafür eine besondere Unterstützung von den anderen.
Das Problem ist vermutlich, die Leute zu finden die sich für solche Projekte begeistern können, und gleichzeitig bereit sind für sich und andere Geld ranzuschaffen.
Aber das kann man ja auch schon teilweise in unserer Gesellschaftsform realisieren, wenn man sich dafür engagiert:
Einfach Netzwerke bilden; ein Teil der Personen schafft Geld für die Gemeinschaft ran, der andere Teil schaut wie er sich sinnvoll einbringen kann, und wenn wer sich für unangenehme Arbeiten aufopfert kriegt er dafür eine besondere Unterstützung von den anderen.
Das Problem ist vermutlich, die Leute zu finden die sich für solche Projekte begeistern können, und gleichzeitig bereit sind für sich und andere Geld ranzuschaffen.
dann würde der staat wahrscheinlich irgendeine art spendensteuer verlangen.
oder der staat würde sagen das sei schwarzarbeit.
Hmmm das im Fernsehen auf allen Sendern
Ich glaube die meisten hier verstehen meine Anspielung
Gutes Video aber Dian waren diese knallroten Augen Zufall ?
Tu was du willst aber denke an die Folgen
dian unregistriert
23.10.2013 15:40
Damit die Maske auch mal wieder Verwendung findet:
Willst du mir etwa unterstellen, dass ich meine Videos in bekifftem Zustand produziere???
Es liegt natürlich am Licht! Schlechte Webcam in Verbindung mit schwacher Lampe, und dann noch an allen möglichen Einstellungen rumgespielt, damit die Maske möglichst cool rüberkommt. (An die Augen habe ich dabei echt als allerletztes gedacht.)
Komm mal runter war nur ne Frage sah halt ein wenig danach aus
Hast aber auch nicht so gewirkt aber es gibt Leute die das ganz gut verbergen können...
Und unterstellen will ich dir überhaupt nichts...
Haha, habe mich das für nen kurzen Moment auch gefragt, aber beim Anblick der Wand und Decke im Hintergrund leuchtet einem ein, dass es an Belichtung und / oder Videoeffekt liegt.
Denken ist schwer, darum urteilen die Meisten.
dian unregistriert
13.11.2013 23:46
Bin jetzt auch beim Facebookjuden.
(Was macht man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben...)
Als kleines Leckerli hab ich mal ein paar alte Fotos von mir hochgeladen, die vermutlich auch hier noch nicht jeder gesehen hat. Schaut's euch halt mal an, und verlinkt mich, liked mich oder macht mir nen Heiratsantrag oder wie sich das da nennt.