dian unregistriert
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Nicht vergessen: Die Fallen sollten auch immer einen pädagogischen Nutzen haben, wenn man wirklich im Sinne von Jigsaw handeln möchte.
Natürlich habe ich mir auch schon so meine Gedanken darüber gemacht, was ich an Jigsaws Stelle gerne tun würde.
Ich glaube, am liebsten würde ich in ein Kino gehen, in dem gerade ein Horrofilm wie Saw oder Hostel gezeigt wird... würde mir die größten Störenfriede herauspicken, die ständig herumalbern und andere durch ihr Popcorn-Geraschel belästigen. Irgendwelche jugendlichen Zappelphillips, die einfach nicht stillsitzen oder sich auf eine Sache konzentrieren können... dabei ist das doch so eine wichtige Fähigkeit, die leider immer mehr junge Menschen überhaupt nicht mehr zu beherrschen scheinen.
Um ihnen ein wenig dabei zu helfen, das zu lernen, könnte man die Störenfriede auf einen Stuhl fesseln... in einem Kreis, so dass sie sich ständig im Blickfeld haben.
Wenn nun einer von ihnen sich bewegt oder Geräusche verursacht, bekommt er als Strafe einen Stromstoß verpasst. Der wird natürlich bei jedem Mal stärker, so dass die anderen mitansehen müssen, wie ihr Gegenüber aufgrund seiner eigenen Zappelligkeit gebrutzelt wird.
Wer am längsten durchhält, wird freigelassen und bekommt zur Belohnung einen Kinogutschein für einen Horrorfilm seiner Wahl... und dann mal sehen, ob er etwas daraus gelernt hat.
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BasicX unregistriert
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Das zweite stelle ich mir echt schwierig vor, wenn nicht unmöglich. Du würdest unter Umständen zuviel Blut verlieren, wenn du deine Haut abziehst. Bist du momentan auf dem SAW-Trip? Also wenn man das so liest, möchte man nicht gerade mit dir in einem Raum sein.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von BasicX am 26.07.2010 17:38.
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jigsaw hat meiner erinnerung nach nicht "guten tag" gesagt und es auch nicht gewünscht. er hat seine auserwählten eher mit einem direkten hallo ".." namentlich angesprochen.
das mit dem schummeln ist übrigens doppelt erwähnt, ron.
außerdem fehlt dabei der lern-effekt, den die auserwählten haben sollen, wenn sie sich der herausforderung stellen.
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Animus unregistriert
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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Animus am 10.06.2011 22:41.
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Die Pädagogik die dahinter steckt wird jeder der Saw gesehen hat verstehen. Auch in den weiteren Sawfilmen ging es um die selbe Sache. Es geht darum den Leuten den Wert des Lebens aufzuzeigen. Und dieses trifft imo in jeder Falle zu. Daher ging ich nicht näher drauf ein weil ich dachte, dass es klar wäre. Aber natürlich steckt da noch mehr dahinter. Meine erste Falle mit der roten Wand war speziell für Schläger gedacht die ihre Kampfkunst gegen Unschuldige mißbrauchen. Jeder ihrer einzelnen Schläge richtet sich nun unausweichlich gegen sie.
Meine zweite Falle spricht da eher klassischerweise die Leute an die ihr Leben nicht zu schätzen wissen.
In meinen nächsten Fallen werde ich aber näher an die Pädagogik herangehen.
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Ich kenne die Filme nicht.
Und dann kann man offenbar überhaupt nix mit den Texten anfangen, so wie sie da stehen.
Da wird ein Tonband eingeschaltet, das ist die einzige Handlung. Und dann kommt irgendein surrealer Text. Was das jetzt mit Erziehung oder sonstwas zu tun haben soll, erschließt sich mir zumindest aus dem Text nicht.
Bei Dians etwas ausführlicherem Beispiel bin ich auch ratlos, weil ja irgendwann der Filmvorführer im Kino sich beschweren würde, wenn man anfängt, die Stühle im Kreis aufzubauen.
Irgendwie muss da eine Information für andere vorliegen, die sich aus den Filmen ergibt, aber für jeden anderen, der diesen Film nicht kennt, vollkommen unverständliches Zoich nur ergibt.
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Und was fallen euch für Saw-Fallen ein? Wenn überhaupt.
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Ich muss mir den Film erstmal anschauen, um da was beurteilen zu können.
Ich weiß ja auch nicht, was es schon in den Filmen gab.
Zumal mir die offensichtliche pädagogische Konsequenz, dass man das Leben schätzen lernen soll, ziemlich dümmlich und sinnlos erscheint, wenn das so absolut formuliert wird.
Es ist eine sehr genaue Abwägung wert, ob ich ohne größere Stücke meiner Haut weiterleben will oder eben nicht. Mir scheint eher, dass derjenige, der meint, jemand anderen etwas beibringen zu wollen, sehr wenig über den Sinn des Lebens nachgedacht hat und der was lernen müsste.
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Animus unregistriert
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Animus am 10.06.2011 22:42.
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dian unregistriert
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@ Arne:
Also zumindest "Saw 1" ist, wenn man jetzt nicht gerade dänisches Intellektuellen-Kino erwartet, für einen Horrorfilm schon sehr clever und originell.
Als ich den damals auf dem Fantasy Filmfest gesehen habe, hätte ich auch nie gedacht, dass das mal so ein großes Mainstream-Erfolg werden würde, der noch unzählige Fortsetzungen nach sich zieht.
Ich fand die Story damals abgeschlossen und dachte mir schon, als ich hörte, dass die "Saw 2" machen, dass das eigentlich total unnötig ist.
Mittlerweile kommt dann demnächst Teil 7 in die Kinos, und natürlich kam keiner der Fortsetzungen ganz an die klaustrophobische Atmosphäre und Originalität des Erstlings heran... trotzdem fand ich auch keinen Teil bisher völlig schlecht, weil die Macher sich doch bei jedem neuen Film irgendwie darum bemühen, dass der Zuschauer zumindest ein bisschen sein Hirn anstrengen muss, um die Handlung und die immer komplexer werdenden Verstrickungen der Charaktere nachvollziehen zu können.
Da wird dann auch mal mit verschiedenen Zeitebenen gespielt, und auf einmal findet man sich in der Fortsetzung (von der man eigentlich vermutet hatte, dass sie zeitlich nach ihrem direkten Vorgänger spielen würde), mitten in eben diesem Vorgänger wieder, nur eben diesmal aus einer anderen Perspektive betrachtet.
So gesehen sind auch die Fortsetzungen, zumindest für Horrorfilm-Fortsetzungs-Verhältnisse, noch durchaus gelungen.
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Saw 1 und 2 waren gut, die anderen Teile sind nur billige Kopien des ersten Films und kommen nicht im Ansatz daran an. Den Hirnschmalz, den ich brauche, um den Handlungen von Teil 3 und 4 zu folgen, benötige ich in etwa, wenn ich ein Kinder-Sudoku mit vier Zahlen ausfüllen will.
Teil Vier habe ich während einer Klassenfahrt gesehen und obwohl es auch an der lockeren Stimmung, der Tageszeit (irgendwann Nachts) und anderen Faktoren liegen kann, bin ich zeitweise vor Langeweile fast eingeschlafen und hab mich erst wieder für kurze Zeit mal auf den Film konzentriert, als der eine Typ mit zwei Eisblöcken erschlagen wurde. Wenn ich mich recht erinnere, war das die einzige Stelle, die mich irgendwie berührt hatte; ich empfand sie spontan als clever.
Die Teile 5 bis 7 werde ich mir höchstens für Geld mal antun, ansonsten kann ich meine Zeit auch wesentlich angenehmer verschwenden.
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"Einige Menschen in diesem Land sind sehr reich, aber die meisten von euch sind sehr, sehr arm. Und wisst ihr wieso? Weil ihr alle faule Säcke seid! Euer Land braucht Geld. Aber ihr könnt leider nicht genug Geld beschaffen. Also sag ich euch, was wir tun müssen: Wir werden die Krankenhäuser zumachen und den Leuten Arbeit geben und mehr Raketen herstellen!!"
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Also, ich habe dann mal heute abend Saw 1 gesehen.
Ich war mir nicht sicher, ob ich diese Filme in der richtigen Reihenfolge gesehen habe, aber ich habe nachgeguckt, Saw 1 ist 2004 erschienen.
Die Atmosphäre, die mir sofort auffiel, war, dass die vergleichbar bzw fast identisch war mit Cube. Der ist von 97, also 7 Jahre älter. Ich habe den aber auch nur gesehen, weil ich mal mit Manuel einen Film sehen wollte und es hier in der Wald- und Wiesenvideothek auf dem Dorf nix anderes gab.
Und Cube fand ich bis zu dem Zeitpunkt, als die dann anfingen, sich gegenseitig abzumurksen eigentlich ganz nett, aber die völlig unnötige gegenseitige Zerfleischung ging mir dann auf den Sack, daher habe ich nie eine Fortsetzung geschaut und insofern konnte ich auch mit Saw, das von der Machart eben am Anfang doch sehr daran erinnerte, erstmal wenig anfangen.
Was da jetzt die angeblichen "pädagogischen" Effekte sein sollten, ist mir völlig unklar geblieben. Ich habe daraus gelernt, dass offenbar bösartige raumfordernde Prozesse im Gehirn einen Hass auf Drogenkonsumenten, Ehebrecher, Privatdetektive und Suizidgefährdete bzw. Menschen, die mit ihrem Suizidversuch auf sich aufmerksam machen wollen, bedingen.
Evtl. sollte sich Eva Hermann mal darauf untersuchen lassen, wenn irgendwas daran wahr sein sollte. Btw sind mir keine langsam fortschreitenden bösartigen Hirntumore bekannt, normalerweise gehen die schnell und kurz vorbei, da hat man wenig Zeit noch solche Aktionen zu planen. Und schon gar nicht so perfekt. Intelligenzverlust ist nunmal bei Hirntumoren meist unvermeidbar.
Nun ja, die Umsetzung von Sachen, die völlig unrealistisch sind, dann mit Stilmitteln wie hier, die das alles eher erscheinen lassen, als könnte das realistisch sein, ist irgendwie nicht so mein Ding.
Das ist immer so krampfhaft, da irgendwas erklären zu wollen, was eben nicht erklärbar ist wie die o.g. medizinischen Ungereimtheiten. (Das Durchsägen von btw mehreren Unterschenkelknochen dauert auch ungefähr so lange, als wenn man eine dicke Eisenkette durchsägt, wenn man keine Osteoporose hat. Die Beinknochen des Menschen sind normalerweise auf mehr Belastung ausgelegt als irgendwelche Metallteile. Mein künstliches Hüftgelnk z.B. hält niemals so lange wie ein normaler menschlicher Knochen afaik.)
Und wie gesagt, wer da jetzt irgendwelchen pädagogischen Nutzen draus gezogen haben soll, ist mir unklar. Wenn der Typ seinen Hirntumor bis zum Ende durchleben will, wird der wahrscheinlich noch lernen, dass er alle bislang getöteten beneiden wird um deren kurzen Tod.
Spannend war irgendwie auch nix, außer dass ich dadurch endlich mal den Antichristen zu Ende laden konnte und ich darauf gespannt wartete, ob das noch klappte, während das Zeug lief.
(Der allerdings hatte dann schon in den ersten fünf Minuten derartig auf mich gewirkt, dass ich den ausmachte und später mal reinziehe, wenn ich den mehr genießen kann. In Zeitlupe aus dem Fenster krabbelnde und zu Tode stürzende Kleinkinder im Szenenschnitt, während die Eltern (hardcoremäßig fast verfilmt) Sex miteinander haben, beides untermalt von einer wunderschönen Händelarie waren dann nach dem Mainstreamzoich von Saw doch etwas zu viele Tabubrüche auf einmal, um schnell von US-Kino auf Dänemark umzuschalten.)
Aber mir fallen bestimmt ein paar pädagogisch reizvolle Sawfallen noch ein.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Arne Reload am 01.08.2010 06:37.
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Das Tonbandgerät wird abgespielt: "Guten morgen. Ich möchte mit ihnen ein Spiel spielen. Der Stuhl an dem sie gefesselt sind ist fest montiert. Nur ihre rechte Hand ist frei. Ihre andere Hand ist an der Lehne festgebunden. Dazu ist da noch ein Zahlenschloss. Sollten sie die richtige Kombination aus Nummern eingeben werden sich ihre Fesseln lösen. Mit ihrer rechten Hand können sie noch grade so zur Wand greifen. An dieser Wand ist eine Lampe angebracht die blaues Licht ausstrahlt. Sie können noch gerade so bis zum Lichtkegel greifen. Innerhalb des Kegels wird die Zahl angezeigt die auf ihren Fingernägeln aufgemalt ist. Die richtige Zahlenkombi ist auf den Fingernägeln ihrer linken befestigten Hand aufgemalt. Sie können sie nicht mit bloßem Auge sehen. Aber sobald sie ihren Fingernagel herausgezogen haben und ihn gegen das blaue
Licht halten werden sie die Zahl sehen. Die Zange liegt bereits auf ihren Schoß. Da ihre Fignernägel zu kurz waren habe ich sie mit Sekundenkleber und einer Nagelverlängerung verlängert. Nochmal alles kurz zusammengefasst: Nehmen sie die Zange und ziehen sie sich ihre Fingernägel heraus und halten sie die Nägel gegen das blaue Licht um die richtige Zahl zu kennen die sie dann im Zahlenschloss eingeben können."
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Und was soll der pädagogische Effekt sein?
Dass man sich keinen Nagelpilz zuziehen sollte und möglichst nicht Motorrad oder irgendwas fahren sollte, wo man auch im Sommer Handschuhe bei trägt?
Btw kann man Fingernägel nicht ziehen, die kann man nur rausheben, vom Rand her. Da nützt 'ne Zange überhaupt nix, das kann man mit ganz einfachen Sachen wie einem Löffel oder so machen. Ist aber fast unmögich, wenn man die Hand nicht sehen kann.
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