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(unmenschliche) Arbeitswelt
22.08.2010 20:38 |
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Die Arbeitswelt ist ja mittlerweile starken Veränderungen unterworfen. Und zwar keinen guten wenn man ehrlich ist.
Die Menschen spüren mehr als deutlich das sie gaaaaanz weit unten stehen.
Immer weniger Lohn, unbezahlte Überstunden, Hire and Fire wies den Bossen in den Kopf kommt. Wer da oben sitzt, kann sich quasi wie Gott aufspielen. Sowas bringt ja bekanntlich nur das schlechteste im Menschen hervor.
Die Geburtenraten gehen immer weiter zurück und Die Quote der Singels geht nur noch nach oben.
Weil wer kann unter solchen Umständen noch so leben wies mal im Bilderbuch angedacht war...
Die Menschen sind doch mittlerweile völlig weichgekocht und überfordert.
http://www.youtube.com/watch?v=6SFZBzSAj34
Generation Praktikum finde ich persönlich auch eine absolute Unverschämtheit. Arbeit, wo der der Arbeiten will/muss noch Geld am besten mitbringt.
Das ist pervers, völlig verdreht.
Und die meisten machen es auch noch mit, lassen sich wie Scheiße behandeln.
Neuster Streich, die Diskussion ob nicht auch 4 Wochen Urlaub anstatt 6 Wochen ausreichen...
Wann kommt eigendlich die gute alte Sklavenarbeit wieder zurück...oder ist sie bereits wieder da
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die sache mit 4wochen urlaub ist ein vorschlag von irgendwelchen wirtschaftsweisen, die das einmalig für das jahr 2010 vorgeschlagen haben, um die wirtschaft anzukurbeln, auf freiwilliger basis.
gesetzliche bestimmungen werden nicht tangiert, also darum geht es in den diskussionen nicht.
was die arbeitsbedingungen angeht, gibt es ja bereits im thread "was kunden wollen" einen vorschlag, die firmen (und somit auch die löhne) ein wenig zu kontrollieren.
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RE: (unmenschliche) Arbeitswelt
23.08.2010 06:04 |
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Solche Vorschläge kommen aber dennoch, auch wenn sie erstmal verworfen werden. Die werden gemacht, damit sie öffentlich diskutiert werden und es findet sich immer der ein oder andere Idiot, der dem was psoitives abgewinnen kann.
Dann verschwinden die Debatten wieder genau so schnell wie sie gekommen sind in der Schublade, um irrgendwann, und dann ernsthaft wieder aufzutauchen.
Das mit dem geringeren Urlaub taucht wieder auf. Wir im Öffentlichen Dienst haben schon lange immer weniger freie Tage bekommen bei jedem Tarifabschluß. Ich glaube, beim letzten wurde auch noch der halbe freie Tag an Heilligabend und Sylvester gestrichen.
| Zitat: |
Original von MMVVII
Die Geburtenraten gehen immer weiter zurück und Die Quote der Singels geht nur noch nach oben.
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Das erstere halte ich aber für gar nicht schlecht, sondern angesichts der doch sehr schnell wachsenden Erdbevölkerung für doch extrem gut.
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| Und die meisten machen es auch noch mit, lassen sich wie Scheiße behandeln. |
Ich habe ein Praktikum für meine Schule machen müssen sonst hätte ich nicht zur Abschlussprüfung antreten können ....
mfg
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Btw:
Ich habe heute einen Job, in dem ich überhaupt keinen Urlaub habe und finde den viel schöner als meinen alten Job, als mir 6 Wochen Urlaub zustanden.
Evtl. sollte man auch mal überlegen, ob das Problem die Arbeitsbedingungen sind oder ob das Problem nicht auch darin liegt, dass man sich völlig entfremdete Arbeit sucht, bei der man viel Urlaub braucht.
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Evtl. sollte man auch mal überlegen, ob das Problem die Arbeitsbedingungen sind oder ob das Problem nicht auch darin liegt, dass man sich völlig entfremdete Arbeit sucht, bei der man viel Urlaub braucht. |
Hängt irgendwie zusammen. Und bzgl. Arbeit suchen, ich denke die wenigstens haben heute die große (Aus)Wahl sich einen Job suchen zu können wo sie voll aufgehen (Künstler z.B...)
Die Mehrheit muss doch wohl oder übel in Jobs sich knechten lassen, wo es
a) wenig Lohn
b) wenig Urlaub
c) gratis scheiß Arbeitsbedingungen gibt
Macht unterm Strich unmenschliche Arbeitsverhältnisse für viele.
P.S. Was macht deinen Job so gut..? Lass uns doch nicht dumm sterben.
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Hansi unregistriert
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| Zitat: |
Hängt irgendwie zusammen. Und bzgl. Arbeit suchen, ich denke die wenigstens haben heute die große (Aus)Wahl sich einen Job suchen zu können wo sie voll aufgehen (Künstler z.B...)
Die Mehrheit muss doch wohl oder übel in Jobs sich knechten lassen, wo es
a) wenig Lohn
b) wenig Urlaub
c) gratis scheiß Arbeitsbedingungen gibt |
Als ob Künstler nicht geknechtet werden. Erst recht, wenn du als Künstler noch sehr unbekannt bist, machst du fließbandproduktionen zu miesesten Bedingungen.
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Mein Job ist eigentlich hier ausreichend bekannt, MMVVII. Ich mache eigentlich nix anderes als den ganzen Tag zu leben.
Ich lebe mit einem verhaltensauffälligen Jungen zusammen, der eben sich nicht in die Normen einpressen lässt, die diese Gesellschaft für lebenswert hält und meine Aufgabe ist es offiziell zumindest, ihn irgendwie reintegrierbar in die Gesellschaft zu machen. (Ist aber sowieso unmöglich, insofern haben wir da doch wesentlich mehr Möglichkeiten.)
Ansonsten ist das selbstorganisiert. Wir können als Arbeitnehemr alle dem Verein beitreten, der auch unser Arbeitgeber ist. Bezahlt wird das durch die Aufträge, die wir von den Jugendämtern bekommen.
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| Zitat: |
Original von Arne Reload
meine Aufgabe ist es offiziell zumindest, ihn irgendwie reintegrierbar in die Gesellschaft zu machen. (Ist aber sowieso unmöglich, insofern haben wir da doch wesentlich mehr Möglichkeiten.)
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Sehr schön, das gefällt mir, nutzt deine Spielräume voll aus. System ausgetrixt.
Natürlich ist die Anzahl solcher eher sonst wohl ehrenamtlicher Tätigkeiten als J O B wohl überschaubar.
Nicht falsch verstehen, aber es findet ja keine Wertschöpfung statt, so das sich diese Art von Tätigkeit selber tragen könnte. Sie wird ja von der Gemeintschaft getragen, aus eher sozialen Gründen.
@Hansi
Ich spielte natürlich auf die Künster an die es geschaft haben, nicht die vielen 1000 unglücklichen die auf einen erfolgreichen kommen.
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| Zitat: |
Original von MMVVII
| Zitat: |
Original von Arne Reload
meine Aufgabe ist es offiziell zumindest, ihn irgendwie reintegrierbar in die Gesellschaft zu machen. (Ist aber sowieso unmöglich, insofern haben wir da doch wesentlich mehr Möglichkeiten.)
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Sehr schön, das gefällt mir, nutzt deine Spielräume voll aus. System ausgetrixt.
Natürlich ist die Anzahl solcher eher sonst wohl ehrenamtlicher Tätigkeiten als J O B wohl überschaubar.
Nicht falsch verstehen, aber es findet ja keine Wertschöpfung statt, so das sich diese Art von Tätigkeit selber tragen könnte. Sie wird ja von der Gemeintschaft getragen, aus eher sozialen Gründen.
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Naja, ist eben die Frage, wie weit man Profit definieren will. Die Anzahl von weiterlebenden Managern, die sich z.B. "ehrenamtlich" um solche Menschen ansonsten auf S-Bahn-Stationen "kümmern" wollen, wird dadurch erhöht, dass wir eben diese Arbeit machen.
I.d.R. geht aber der Schritt dahin, einfach zu hoffen mit repressiven Maßnahmen sowas in den Griff zu bekommen. In Deutschland spielt auch noch eine Rolle, dass ein all zu hoher Kriminalitätsstand sich negativ auf das Image auswirken könnte der BRD und damit evtl. Exportchancen der deutschen Bourgeoisie vermindern würde.
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