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Zum Ende der Seite springen Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren...  
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 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Arne Kroger 26.10.2007 06:45
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Hansi 26.10.2007 12:59
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Arne Kroger 03.11.2007 05:50
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Leberkrebs 15.11.2007 22:11
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Hansi 16.11.2007 00:20
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Leberkrebs 16.11.2007 00:18
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Arne Kroger 16.11.2007 03:06
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Leberkrebs 16.11.2007 03:10
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Arne Kroger 16.11.2007 04:52
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... Hansi 16.11.2007 17:54
 RE: Streiks sind auch nicht mehr das, was sie mal waren... MAUS 19.11.2007 11:51

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Arne Kroger
unregistriert
26.10.2007 06:45 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ja, stimmt.

Gestern ist ja die BRD endlich zusammengebrochen.
Mio von Hungertoten in der BRD, tausende, die verzweifelt von Hochhäusern sprangen oder sich vor Dampfwalzen warfen. Ausgebrannte AKWs, geplünderte ALDI-Läden, fehlendes Privatfernsehen, keine BILD, kurzum der Zusammenbruch der Zivilisation, wie wir sie bis dahin gekannt haben, geschah.

Und ich hab' davon mal wieder nix mitbekommen. böse
Hansi
unregistriert
26.10.2007 12:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich leider auch nich traurig .
Arne Kroger
unregistriert
03.11.2007 05:50 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zumal ich mir auch sicher wäre, es würde, sofern ein paar Ärzte und Pfleger u.ä. arbeiten, die BRD nicht besonders in Bedrouille käme, wenn ein Generalstreik ausgerufen würde.

Letztendlich bricht die BRD auch nicht an jedem Sonntag zusammen, wenn nur 50% der Züge fahren, die an einem Werktag fahren.
Leberkrebs
unregistriert
15.11.2007 22:11 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, wenn außer Pflegern und Ärzten keiner arbeitet, dann werden die ganzen Bonzen recht schnell durchdrehen. Jeden Streiktag verlieren sie dann MILLIARDEN an Profit in ganz Deutschland. Und etwas anderes als Geld, trifft diese Horde von Dagoberts doch eh nicht. Von daher würde ein Generalstreik schon viel bringen.
Hansi
unregistriert
16.11.2007 00:20 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja @quaid wenn die Wirtschaft dadurch Einbußen macht, how cares? Werden die gleich auch noch gepiesackt. Und egal ob durch Streik oder "sonstige Gründe", Konzerne werden immer einen Grund finden warum es ihnen gerade dreckig geht um Personalabzubauen und damit Kosten zu sparen.
Leberkrebs
unregistriert
16.11.2007 00:18 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

So läuft das doch in ganz Deutschland: Was auch kommt, die obere Etage lebt weiter ihren Luxus. Wenn gekürzt werden muss, dann sind immer die Kleinen drann. Das geht doch seit Ewigkeiten so!
Und dann setzen sie OBEN noch einen drauf und beschimpfen das kleine Volk als Faulenzer und Schmarotzer! Und reden von "Gürtel enger schnallen"... DIE schnallen nichtsmehr, oder wollen es nicht schnallen.
DA hilft dann wohl tatsächlich nur Blut! Jetzt kommen diese Bonzenschweine und wollen den Bahnstreik mit horrenden Schadensersatzklagen aufbrechen, nachdem das letzte Gericht ihnen nicht zu Willen war... PFUI! Die Lokführer sollten die Büros der Schlipsträger stürmen und das Pack blutig zusammenschlagen, daß würde schneller wirken! Aber gut, ist ja dann ne Straftat, kann verstehn das die Lokführer schlauer vorgehen!
Arne Kroger
unregistriert
16.11.2007 03:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Verglichen mit meiner Jugend kostet heute schon ein Ticket über 100% mehr.

Woran liegt das?
An den Bezügen von Mehdorn???
Kann ja wohl nur sein, denn der Service ist immer weiter abgebaut worden und die Pünktlichkeit auch. Ganz zu schweigen davon, dass dieser Idiot es nicht hinbekommt, auch nur eine einzige Bahn mal loszuschicken, in der man auch 'n Sitzplatz findet, wenn man 2.Klasse fährt.

Der Bund (über den Aufsichtsrat, die Bundestagsabgeordneten und die Regierungsmitglieder haben ja dann auch 288% mehr bekommen) unterstützt Mehdorn ja.
Kann mal einer nachgucken, wer da vom Bund drinsitzt?
Leberkrebs
unregistriert
16.11.2007 03:10 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Alltag in der S-Bahn: Es stinkt penetrant nach Kippen und Knobi. Die zweite Klasse ist so gequetscht voll, das man fast unfreiwillig mit anderen Fahrgästen kopuliert! In der ersten Klasse sitzt dagegen in 2 Wagen ein einsamer Zeitungsleser-Opa! Aber WEHE man geht da rein, selbst wenn man dort auf dem Gang stehen bleibt...
Arne Kroger
unregistriert
16.11.2007 04:52 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Ich hatte mal 'n Bundesbahner-Rucksack, damit haben die einen nie in der ersten Klasse kontrolliert.

Aber selbst, wenn man mit Behinderten unterwegs ist, machen die deutschen Kontrolleure Theater. Kann mich noch an den Spaß erinnern, als wir mal aus den NL zurückkamen und ich dort, noch in NL, in Arnhem, den Schaffner fragte, ob er uns Behindertenplätze zuweisen konnte. Hat der sofort in der 1.Klasse gemacht, denn da war genug frei.
Sein deutscher Kollege hat dann dämlich geguckt, als ich dem sagte, dass die Plätze uns vom Betriebspersonal zugewiesen wurden. Hat sich dann aber auch nicht mehr getraut, uns daraus zu schmeißen.

Das Problem ist bei den Kontis. Die bekommen Fangprämie. Das sind auch nur ganz miese arme Schweine, die eigentlich nur was verdienen, wenn sie 'n paar Schwarzfahrer erwischen. Ist aber kein Grund, die nicht zu verabscheuen. Denn so knapp kann kein Geld sein, dass man sich so zum Arsch macht.
Hansi
unregistriert
16.11.2007 17:54 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Jo so wie dir mit den Kontrolleuren gehts mir mit REWE-Detektiven Augenzwinkern . Wobei schwarz KVB fahr ich ja auch Augenzwinkern .

MAUS

Too old to die young

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19.11.2007 11:51 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Lokales
In diesem Streik geht es um mehr
„Kämpfen wie die Lokführer"
Von Hans-Dieter Hey


Eine Konzernspitze muss sich nur lange genug stur stellen und verhandlungsfähige Angebote verweigern. Ein daraus folgender Streik ist dann der Gewerkschaft anzulasten. Solche Überlegungen stellt man offenbar an, wenn man Michael Glos heißt und in Deutschland Wirtschaftsminister ist. Der „Welt am Sonntag" teilte er an diesem Freitag mit, dass es sich im Fall des Streiks der Lokomotivführer wohl „um einen überdehnten Vertretungsanspruch einer Einzelgewerkschaft" handele. Von einem überdehnten Starrsinn von Bahnchef Hartmut Mehdorn sprach er nicht.

Hoher Einsatz unter hoher Verantwortung

Glos' Äußerung trifft bei den streikenden Lokomotivführern auf völliges Unverständnis. Nach Angaben ihrer Gewerkschaft GDL sind sie oftmals bis zu 55 Stunden in der Woche im Dienst, bei hoher Verantwortung und permanentem Schicht- und Wechseldienst. Seit der Bahnreform 1994 soll es beim Fahrpersonal einen Reallohnverlust von zehn Prozent gegeben haben. Bernd Rose, Lokführer im Fernverkehr, gegenüber der NRhZ: „Wir haben Schichten von bis zu vierzehn Stunden, an den Wochenenden sind wir unterwegs, oft kein Weihnachten und kein Sylvester, bei uns gibt es keine Brückentage, und das alles für 1.500 Euro netto." 28 bis 30 verschiedene Lokomotivtypen kann Rose inzwischen fahren und muss in eigener Verantwortung sicherstellen, dass ihr technischer Zustand den Sicherheitsvorschriften entspricht und er alle Fahrgäste heil ans Ziel bringt.

Kein Wunder also, dass die Streikbereitschaft für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen hoch ist. Jetzt scheint der Streik gar in eine neue Phase einzutreten: Sogar unbefristete Streiks sind denkbar geworden. Bisher hat Hartmut Mehdorn nämlich – so die GDL – lediglich die Bezahlung der Überstunden, eine Einmalzahlung und das „alte Tarifkorsett" der übrigen Bahngewerkschaften angeboten – aus Sicht der GDL also keine neue Situation. Aus diesem Grund hat sie der Bahn am Freitag noch einmal ein Ultimatum bis Montag gestellt. Es wird gemunkelt, dass hinter den Kulissen um einer baldigen Lösung willen die Drähte heiß laufen. Doch bis jetzt sieht alles nach weiteren Streiks aus.

Keine normale Tarifauseinandersetzung

Um den Lokführern weiter Mut zu machen, fand am Freitagabend vor dem Dom in Köln eine Solidaritätskundgebung statt. Claus Ludwig, Mitglied der Partei Die Linke und Mitglied des Kölner Stadtrats, sprach auf der Kundgebung: „Während die Bahn-AG Millionenbeträge für Zeitungsanzeigen ausgibt, um die Kolleginnen und Kollegen zu verleumden, haben sich die Bahnvorstände in den letzten Jahren die Taschen gefüllt. Sie haben ihre Bezüge verdreifacht". Und weiter: „In diesem Streik geht es längst nicht mehr um eine normale Tarifauseinandersetzung. Es geht darum, dass der Bahnvorstand, die Bundesregierung und Vertreter des Kapitals die Kolleginnen und Kollegen in eine Niederlage treiben wollen, um den Lohnabhängigen im ganzen Land zu zeigen: Es lohnt sich nicht zu kämpfen ... Aber es lohnt sich zu kämpfen, sich nicht alles gefallen zu lassen, nicht ewig beim Lohndumping mitzumachen und sich gegeneinander ausspielen zu lassen. Sondern aufzustehen und zu sagen: Jetzt ist Schluss! … Leider stehen die anderen Gewerkschaften wie ver.di, die IG-Metall oder die Transnet nicht hinter eurem Streik. Sie wollen nicht verstehen, dass es eine Auseinandersetzung ist, die alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen betrifft."

Das Solidaritätskomitee der Jugend der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Köln sprach dem Lokführerstreik seine volle Unterstützung aus: "Wir stehen voll hinter eurem Kampf und hinter euren Forderungen. Ich bin davon überzeugt, dass ganz viele Kolleginnen und Kollegen auf euren Streik schauen. Auch die Umfragen der Medienberichterstattung geben dieser Vermutung Recht. Über drei Viertel der Kunden zeigen Verständnis für euren Arbeitskampf!"

So weit und nicht weiter

Die Kölner Montagsdemonstranten hatten Bernd Weber aufs Podium geschickt, um den Streikenden der GDL ihre Solidarität auszudrücken. „Wir demonstrieren seit drei Jahren gegen Hartz IV hier auf der Domplatte“, sagte er. „Hartz IV ist ein Teil dieser ganzen Lohndumping-Politik. Deshalb ist es wichtig, dass ihr mit eurem Streik ein Signal setzt, dass es mit dieser Politik nicht weitergehen kann. Damit, dass Leute mit Hartz IV und Ein-Euro-Jobs drangsaliert werden, damit, dass Leute allen möglichen Willkürmaßnahmen ausgesetzt werden, soll Druck auf die Noch-Beschäftigten ausgeübt werden, für jeden noch so minimalen Lohn jede Drecksarbeit auszuüben. Da muss man eben sagen: So weit und nicht weiter."

Georg Kümmel, Mitglied der SAV und der Linkspartei: „Ich will euch sagen, dass euer Streik was ganz besonderes ist. Er wird nicht nur in Deutschland, sondern auch international wahrgenommen. In den Unterschriften von CNN wird laufend über die Neuigkeiten im Streik berichtet ... Gerade streiken auch in Frankreich die Kolleginnen und Kollegen für ihre Rechte und gegen eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Wir hatten in der Vergangenheit immer das Problem, dass gesagt wurde: ‚Schaut mal nach Frankreich, da kann man streiken. Ja, in Frankreich, aber in Deutschland passiert das nie. Und ihr beweist jetzt, dass man sich auch in Deutschland nicht mehr alles gefallen lässt und es schafft, dieses Land lahm zu legen. Ich bin überzeugt, dass ihr mit eurem Streik auch Erfolg haben werdet. Wir hatten ein Transparent mit der Aufschrift: ‚Kämpfen wie in Frankreich'. Das haben wir immer noch. Aber auf dem nächsten Transparent wird stehen: 'Kämpfen wie die Lokführer'.

… dass wir auch noch kämpfen können …

Auch der Kölner Schriftsteller Erasmus Schöfer erklärte sich solidarisch: „Ich will euch sagen, dass mir euer Streik sehr imponiert und ich sehr froh darüber bin. Heute Morgen im WDR, wo jeder anrufen kann und der Moderator keinen Einfluss hat, war nur ein einziger, der Bedenken gegen den Streik hatte. Alle anderen haben sehr wohl verstanden, warum die GDL jetzt streikt."

Und er machte Mut mit dem Märchen vom Eisernen Heinrich: „Als der Prinz mit seinem Kutscher unterwegs war, hörte er ein großes Krachen und sagte 'Heinrich, Heinrich, der Wagen bricht'. ‚Nein' – sagte dieser – ‚das ist nur der eiserne Reifen, der von meiner Brust gesprungen ist, dass jetzt alles gut wird.’ – Ich will euch sagen: Er hatte drei eiserne Reifen. Bis jetzt ist einer gesprungen, weil ihr nicht klein beigebt und zeigt, dass wir auch noch kämpfen können gegen das Kapital. Es gibt noch zwei Reifen. Wenn ihr durchhaltet, werden auch die noch springen." (HDH)

Online-Flyer Nr. 121 vom 18.11.2007
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11753

HOFFNUNG IST DER IRRSINNIGE GLAUBE AN DAS UNMÖGLICHE
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