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Original von quaid
du hälst dich hier auf, und hier geht es um besagtes thema. hälst du dich auch in jappy(-ähnlichen) foren auf, und falls nein, möglicherweise weil es dir dort zu oberflächlich zu geht? |
Das mag sein, aber das gleiche Problem habe ich hier auch
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| die demokratie haben wir schon, und sie stellt prinzipiell immer nur einen teil der teilnehmer zufrieden (wobei keine aussage über die größe dieses anteils gemacht wird). |
Richtig. Aber das sehe ich auch in der Gesellschaft. Die besteht ja nicht nur aus typischem Schulhofgelaber. Vielleicht ist hier der Wille etwas mehr, aber auch das Ergebnis?
Aber meine ursprünliche Aussage war auch "Offensichtlich fehlen diese Fähigkeiten in der Gesellschaft genauso wie in der Unity." und ich danke, dabei kann ich bleiben.
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| wenn du von einer einigung sprichst, denke ich zuerst an gegensätzliche interessen. da stimmt wohl jeder zu, dass nicht alle sich stets einig werden können. |
Ja. Und das ist kein grosses Problem. Das grosse Problem ist, dass nicht mal ansatzweise das Potenzial genutzt wird, was da ist.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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| Ich frage mich gerade, ob man, wenn man sich wirklich darauf einlässt, über Demokratie als Möglichkeit für ein Staatswesen zu diskutieren, man nicht automatisch erstmal akzeptiert, dass es ein Staatswesen geben muss. |
Danke Arne, anscheinend wird das von den meisten wohl schon vorrausgesetzt.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 24.12.2009 13:30.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Original von quaid
du hälst dich hier auf, und hier geht es um besagtes thema. hälst du dich auch in jappy(-ähnlichen) foren auf, und falls nein, möglicherweise weil es dir dort zu oberflächlich zu geht? |
Das mag sein, aber das gleiche Problem habe ich hier auch |
das beantwortet die frage nicht, sofern "das mag sein" auf "du hälst dich hier auf" bezogen ist, so wie ich es für wahrscheinlich halte.
wenn du die frage mit nein beantwortest, wäre für mich interessant zu wissen, was dein beweggrund ist, dich hier aufzuhalten. rein aus neugier, versteht sich.
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| Richtig. Aber das sehe ich auch in der Gesellschaft. Die besteht ja nicht nur aus typischem Schulhofgelaber. Vielleicht ist hier der Wille etwas mehr, aber auch das Ergebnis? |
das ergebnis ist wertvoll, finde ich. wir haben uns hier aus teilweise unterschiedlichen gründen versammelt und bleiben vielleicht auch aus unterschiedlichen gründen. gewisse ansichten teilen wir, bei anderen diskutieren wir ewig ohne einen gemeinsamen nenner. der punkt, auf den ich hinaus wollte, ist lediglich der, dass wir hier (nicht anders, als bei manch anderen menschen in der gesellschaft, aber als versammlung gesehen im vergleich zur gesellschaft) von der oberflächlichkeit und kurzsichtigkeit weg wollen. das ergebnis gibt aufschlüsse, aus denen man lernen kann. zum beispiel, dass es nicht reicht, über den tellerrand hinaus blicken zu können, wenn einem trotzdem die kommunikativen fähigkeiten fehlen oder das ego im weg steht.
darüber hinaus hängt es natürlich von der individuellen erwartungshaltung ab. auch hier kann man wieder das thema einigung und gegensätzliche interessen ins spiel bringen.
wenn du sagst: "Offensichtlich fehlen diese Fähigkeiten in der Gesellschaft genauso wie in der Unity." dann füge ich etwas hinzu. damit sage ich nicht, dass du falsch liegst. ich sehe das hier wohl etwas anders.
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| Das grosse Problem ist, dass nicht mal ansatzweise das Potenzial genutzt wird, was da ist. |
das kann man wohl kaum widerlegen, ja.
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wave unregistriert
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| der punkt, auf den ich hinaus wollte, ist lediglich der, dass wir hier (nicht anders, als bei manch anderen menschen in der gesellschaft, aber als versammlung gesehen im vergleich zur gesellschaft) von der oberflächlichkeit und kurzsichtigkeit weg wollen. |
Damit magst du Recht haben @quaid. Das Problem ist damit leider noch nicht gegessen. Denn die Dinge sind nunmal recht komplex, mindestens mal so komplex:
1. Man muss erkennen, dass Dinge falsch laufen in dieser Gesellschaft.
2. a) Man muss im Groben erkennen, WAS falsch läuft.
2. b) Man muss sich darüber im Klaren sein, dass auch die eigene Ansicht immer fehlerbehaftet ist und damit die Erkenntnisse aus 1. und 2.a) falsch sein könnten.
3. Man muss eine genaue Diagnose stellen
4. Man muss das Problem behebe
Nun, bis zu Punkt 1 reicht es bei fast allen Menschen. Bis zum Punkt 2 a) reicht es bei einigen, unter anderem bei den meisten Leuten hier auf der Unity. Darüber hinaus ist leider fast immer mau. Dies liegt unter anderem daran, dass für die Punkte 3. und 4. FACHwissen nötig ist, welchem sich die meisten hier konsequent verweigern, weil Wissen ja spießig und gemeinsam mit 2 b) auch vollkommen unanarchistisch ist.
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sicherlich ist es komplex.
selbst mit der motivation, von der oberflächlichkeit und kurzsichtigkeit weg zu wollen, ist man meiner ansicht nach schon einen schritt weiter als andere. diesen punkt würde ich bei den unterschieden zwischen diesem forum und der gemeinen gesellschaft hinzufügen.
weg von traditionen, die der vorväter wegen beibehalten werden, obwohl deren nutzen fragwürdig geworden ist. weg von der kurzlebigkeit der problemerfassenden gedanken aufgrund von hypnotisierenden medienhypes u.ä.
p.s.: ist es nicht ein teil der anarchie, dass wissen allen zuteil wird (also auch jenen, die sich überteuerte, wissen bereitstellende medien nicht leisten können) ? falls dem tatsächlich so ist, kann ich nicht nachvollziehen, wieso wissen unanarchistisch sein sollte.
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Das hier finde ich ganz gut zusammengefasst.
1. Suche nach der Wahrheit.
2. Bewusstsein der Wahrheit.
3. Wahrnehmen der Wahrheit.
4. Verstehen der Wahrheit.
5. Erfahren der Wahrheit.
6. Meistern der Wahrheit.
7. Vergessen der Wahrheit.
8. Vergessen des Übermitlers der Wahrheit.
9. Rückkehr zur eigenen Ursprünglichkeit, wo die Wahrheit ihre Wurzeln hat.
10. Die Ruhe des Nichts.
Ich denke die Wenigsten hier sind bereits über Punkt drei hinaus gekommen.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Shinobi am 26.12.2009 21:33.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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| Als Anarchist meinst du aber deine eigene Sicht sei richtig |
das trifft nicht nur auf anarchie zu, wenn überhaupt. oder welche vergleichbare form stellt sich dermaßen in selbstkritik?
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In Sachen Philosophie kann ich mich nur auf kritischen Rationalismus stützen.
Wie wave es schön ausgedrückt hat, muss man seine eigenen Fehler einsehen können. Kein fanatischer Anhänger irgendeiner Richtigung tut das. Und keine Richtung ist prinzipiell richtig.
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mh, anarchie ist aber (zumindest nicht zwangsläufig) fanatisch
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Eastwood unregistriert
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Original von quaid
wenn du die frage mit nein beantwortest, wäre für mich interessant zu wissen, was dein beweggrund ist, dich hier aufzuhalten. rein aus neugier, versteht sich.
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Tradition. Ich kenne die Leute hier eben mehr oder weniger.
Und ich bin auch in anderen Foren, auch in welchen mit niedrigerem Niveau, aber eben interessanten Themen. Aber ich will da eigentlich gar nicht so viel drüber reden, dass ist eh off topic.
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| darüber hinaus hängt es natürlich von der individuellen erwartungshaltung ab. auch hier kann man wieder das thema einigung und gegensätzliche interessen ins spiel bringen. |
Ich glaube, man kann andersrum besser ausdrücken, was ich meine:
Die Fähigkeit, Irrtümer zu vermeiden. Diese Fähigkeit ist massiv unterentwickelt. Das dafür hilfreiche Wissen und Denkwerkzeuge werden viel zu wenig verbreitet oder andersrum: Den Menschen ist die Notwendigkeit und die Vorteile, sie sich anzueignen, zu wenig bewusst.
Und, um das nochmal mit dem Thema Demokratie zu verbinden:
Ich denke, dass der demokratische Gedanke nur schwer damit kompatible ist, bzw es zu grossen Problemen kommt, wenn sich grosse Menge von Menschen oft irren.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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du scheinst von dem, was du sagst, sehr überzeugt zu sein. was tust du, um die verbreitung des wissens zu unterstützen bzw. das nötige bewusstsein zu erwecken?
wie würdest du einer demokratie, die gefahr läuft, sich in ihrer mehrheitlichen entscheidung ebenso mehrheitlich zu irren, entgegen wirken bzw. diese sogar aufhalten?
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| was tust du, um die verbreitung des wissens zu unterstützen bzw. das nötige bewusstsein zu erwecken |
Z.B. hier gerade posten, gucken wie verschiedene Leute auf verschiedene Ideen und Formulierungen reagieren, Nachdenken, Versuchen die Techniken und das Wissen selbst anzuwenden.
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| wie würdest du einer demokratie, die gefahr läuft, sich in ihrer mehrheitlichen entscheidung ebenso mehrheitlich zu irren, entgegen wirken bzw. diese sogar aufhalten |
Bei konkreten Entscheidungen kann man fast nur über das Thema selbst diskutieren (wieviel das bringt hängt davon ab, wie gut die Leute darin sind, sich nicht zu irren). Eine Metadiskussion, wie man allgemein vermindern kann, dass man sich irrt, ist dann kaum möglich, weil es fast immer als Angriff auf ihre Position empfunden wird und damit automatisch abgelehnt wird.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Xoc am 31.12.2009 21:17.
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"Do you believe in free will?" "I have no choice."
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..sich nicht zu irren oder auch ihren irrtum einzusehen, amirite?
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