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Ich hätte da ein Paar Ideen (, die Freiheit verheißen), sowohl mit als auch ohne Geld..
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| Und diese Ideen wären? ;D |
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Meiner ersten Idee folgen wir schon: Wir reden miteinander.
Meine zweite Idee ist, Dich auf gewisse Dinge aufmerksam zu machen. Zum Beispiel beim Thema "Prägungen". Wir alle haben unsere Erfahrungen. Und wir haben unsere Interpretation von Erfahrungen. Und beides prägte uns in der Vergangenheit und beeinflusst uns in der Gegenwart. Aber: Es gibt zu bestimmten Erfahrungen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Und auch das hatten wir schon in diesem Thread.
Ich erinnere Dich an Deine Worte:
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| Ich hab ausnahmsweise mal nicht daran gedacht, die Schuld auf andere zu schieben. Wobei der Gedanke vielleicht gar nicht so abwegig ist. |
Um es ganz klar zu sagen: Ich mag Leute, die hart mit sich ins Gericht gehen. Und Du gehörst zweifellos dazu, denn sonst hättest Du Dich nicht auf den Thread "Wir kotzen uns selber an" eingelassen. Dass Du Dich darauf eingelassen hast, macht Dich in dieser Hinsicht besonders und außergewöhnlich.
Es besteht ein Unterschied zwischen "hart mit sich ins Gericht" gehen und "unfair werden".
Selbst wenn Du andere Menschen weniger scharf kritisierst als Dich, wirst Du beiden Parteien gegenüber ungerecht werden. Dir, weil Du Dich schlechter einschätzen wirst als Du bist und anderen gegenüber, die eventuell besser in Deiner Betrachtung wegkommen als sie es verdient haben. Ein ganz hervorragender Film in diesem Kontext ist "Dogville", den ich Dir hiermit ausdrücklich ans Herz lege.
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| So.. pu.. ich hab es geschafft eine Antwort zu schreiben. Ich war so demotiviert überhaupt was zu tun. |
Wie ich bereits andeutete, besteht ein weiterer Schritt zu mehr Freiheit darin, Prägungen zu hinterfragen und sie gegebenenfalls zu korrigieren.
Du magst Dich schwach und demotiviert fühlen aber Du warst die einzige Person, die eine enorme Kraft für diesen Thread aufgebracht hat. Vielleicht bist Du stärker als Du denkst?
Als letzten Punkt für heute, möchte ich darauf eingehen, dass Du Dich als festgefahren und seit 10 Jahren einen Ausweg suchend empfindest, mit teilweise "im Kreis drehenden Gedanken".
Du darfst mir glauben, dass ich diesen Zustand nur zu gut kenne. Ich komme zu dem Ergebnis, dass dieser Zustand von fähigen Menschen beendet werden könnte, wenn man sie denn gefunden hätte. - Im Ernst: Manchmal hat genau das bei mir geklappt, manchmal nicht. - Hängt von dem Bereich ab, indem sich gerade die Gedanken drehen, und von den Menschen, die man diesbezüglich um Hilfe bittet.
Ich hatte vor ca. 2 Jahren das Problem, dass ich in einem sehr fragwürdigen Zustand war, in dem ich kein Weiterkommen sah. Aber am Ende konnte ich mich doch auf meine Intuition verlassen und schuf mir eine Situation, die mir erlaubte, das Problem zu lösen. Auch hier waren Menschen im Spiel, nur, dass sie mir nicht direkt helfen konnten. - Ich spielte sozusagen über Bande, wählte einen (für mich eher untypischen) Weg der am Ende jedoch funktionierte, auch wenn dieser Weg weitere Probleme nach sich zog.
Du hast mir einmal geschrieben, dass Du schon in sehr frühen Jahren dahinter kamst, wenn Dein Umfeld Dir etwas verklickern wollte, was Dir in sich nicht logisch erschien. - Das war Deine Intuition, die offensichtlich noch intakt ist.
Insofern würde ich mich darüber freuen, würdest Du mir schreiben, inwiefern Dir meine "Ideen" plausibel erscheinen.
Lieben Gruß,
Nemesus
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| Dass Du Dich darauf eingelassen hast, macht Dich in dieser Hinsicht besonders und außergewöhnlich. |
Ich bin auch so besonders und außergewöhnlich.. ihr wisst es alle nur noch nicht...
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Es besteht ein Unterschied zwischen "hart mit sich ins Gericht" gehen und "unfair werden".
Selbst wenn Du andere Menschen weniger scharf kritisierst als Dich, wirst Du beiden Parteien gegenüber ungerecht werden. Dir, weil Du Dich schlechter einschätzen wirst als Du bist und anderen gegenüber, die eventuell besser in Deiner Betrachtung wegkommen als sie es verdient haben. Ein ganz hervorragender Film in diesem Kontext ist "Dogville", den ich Dir hiermit ausdrücklich ans Herz lege. |
Ja, das hast du durchaus Recht. Ich habe mich diesbezüglich in den Jahren wirklich schon gebessert. Ich kritisiere mich immer noch, aber verteile es dafür auch gerechter auf Andere... An irgendeiner Seite muss ich ja mal anfangen.
Den Film werde ich mir bei Zeiten sicher mal anschauen, klappt nur gerade an meinem Laptop nicht. Aber die "Vorschau" war schon mal ganz interessant
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| Insofern würde ich mich darüber freuen, würdest Du mir schreiben, inwiefern Dir meine "Ideen" plausibel erscheinen. |
Ich bin nicht so ganz davon überzeugt, das "Andere" fähige Menschen einen mehr helfen können, als man es vielleicht selber könnte.
Was ich aber auch nicht direkt beurteilen kann, da ich nur die eine Seite kenne... und zwar, das es sinnlos ist, soviel zu reden und andere um Hilfe zu bitten, weil dabei dann doch nur "schwarz &weiß" Scheiße zurück kommt, mit der man nichts anfangen kann..
Und dann behaupten die Menschen, sie würden einen verstehen, sie kennen das selber nur zu genüge etc.. und dann .. .dann kommt das große ABER... und dann nur noch bullshit, der mich an den vorherigen Aussagen stark zweifeln lässt.
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| Ich bin nicht so ganz davon überzeugt, das "Andere" fähige Menschen einen mehr helfen können, als man es vielleicht selber könnte. |
Es mag Dich erstaunen aber ich sehe das ganz ähnlich. Ich schätze, ich habe mich unklar ausgedrückt, was ich unter "Hilfe" verstehe.
Ich denke, dass die sinnvollste Hilfe in guten Anregungen besteht. Insofern kann eine solche Hilfe auch von einem Autoren geleistet werden, der das Thema, was einen gerade beschäftigt, vielleicht vor 100 oder 500 Jahren behandelt hat.
Ein Freund, der davon weiß, könnte einem das Buch empfehlen und vielleicht würde einem das HELFEN, weitere Gedanken zum Thema zu entwickeln.
Mit anderen Worten: Hilfe bedeutet für mich gar nicht, dass Dir jemand anderes die Arbeit abnimmt, es bedeutet für mich in erster Linie, dass Dich jemand inspiriert, damit Du Deine Arbeit (gerne im Sinne der Problemlösung) erledigen kannst, wenn Du ´mal an einem Punkt bist, bei dem sich eine gewisse Ratlosigkeit breit macht, in welche Richtung Du Deine nächsten Schritte lenken könntest, um Deine Ziele zu erreichen.
Im besten Fall würde er mit Dir diskutieren, welche Konsequenzen welche Richtungen haben könnten. Er würde mit Dir abwägen, welcher Weg welche Hindernisse und welche Vorteile hätte.
Vielleicht kennst Du die Serie Dr. House, die, wie Du vielleicht bemerkt hast, eine Hommage an Sherlock Homes ist. (Beide Akteure fangen mit einem H an, die Freunde beider Akteure beginnen mit W, beide wohnen in der Hausnummer 212b, beide haben ihre Drogenexzesse und beide sind in ihrem Bereich Übeltätern auf der Spur.)
Wie auch immer: House hat sein Team, mit denen er keine Kriminalfälle, sondern Krankheitsfälle seiner Patienten diskutiert. Meist ist es House, der auf die Lösung kommt. Er wird von seinem Team "inspiriert", allerdings meistens durch "Nebensächlichkeiten" 2 Leute seines Teams haben miteinander geschlafen und versuchen dies nun vor dem Rest der Gruppe geheim zu halten oder ein Kleidungsstück erinnert House an einen Virus, an den er vorher nicht dachte, usw.
Es gab sogar eine Folge in dem House sein Team abhanden kommt, weshalb er mit dem Haus (oder House?)Meister diskutiert, den er Doctor Proper nennt.
Manche Menschen können inspirieren, die meisten nicht.
Wann wurdest Du das letzte Mal inspiriert, Eev?
Würde es Dir gefallen, öfter inspiriert zu werden?
Nemi-Gruß
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dian unregistriert
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@ nemesus:
Wie du ja selbst zugibst, kann man auch unbeabsichtigt inspiriert werden. Ich gehe noch weiter und behaupte, man kann sogar theoretisch vom Anblick eines Scheißhaufens inspiriert werden... so wie dich das Unity-Forum ja scheinbar auch schon das eine oder andere Mal dazu inspiriert hat, gewisse Dinge anders zu machen als hier.
Menschen sind eben sehr verschieden und reagieren auf völlig unterschiedliche Impulse... und ich sehe ein bisschen die Gefahr, dass du die Erfahrungen, die du selbst gemacht hast, etwas zu sehr verallgemeinerst. Ich fand beispielsweise "Fight Club" inspirierender als "Dogville", und Harry Potter hat mir mehr gegeben als Oscar Wilde. (Ok, ich geb zu, ich habe Oscar Wilde überhaupt keine Chance gelassen... aber egal, ist ja auch nur ein Beispiel)
Also was ich sagen will: Inspiration ist vielseitig und ich glaube kaum, dass es einen Menschen auf dieser Welt gibt, der sich nicht inspirieren lässt. Die Frage ist höchstens, wie bewusst man das wahrnimmt und darüber reflektiert.
Ich glaube, Benway hat sich von vielen Dingen inspirieren lassen, und er hat dies auch bewusst getan... es hat ihm letztlich auch nicht geholfen, weil das Gefühl der Sinnlosigkeit letztlich tiefer ging als alle Inspiration.
Aber was tut man gegen die Sinnlosigkeit?
Mir fällt da eigentlich nur ein, entweder etwas aufzubauen, das einem sinnvoll erscheint, und kreativ tätig zu sein... oder halt den Sinn in einem oder mehreren anderen Menschen zu suchen, also in Freundschaft oder Liebe, was dann wiederum schnell ungesund werden kann, wenn man sich nicht den richtigen Menschen verschreibt, sondern den falschen.
Ok, manche flüchten sich auch in Wahnvorstellungen und glauben an einen Gott, dem sie dienen wollen... manche von denen sind zumindest oberflächlich zufrieden mit ihrem Leben, hab ich gehört...
Dein höheres Ziel, das dir Kraft gibt, ist die Polyamory-Insel in der Südsee. Aber ist das eine Perspektive für alle Suchenden? Oder meinst du nicht auch, dass die Wahrscheinlichkeit, nicht aneinander vorbeizureden, größer wäre, wenn wir nach einem gemeinsamen Nenner suchen würden, der etwas weniger speziell ist?
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| Ich schätze, ich habe mich unklar ausgedrückt, was ich unter "Hilfe" verstehe. |
Nein, hast du nicht... Aber ich. Ich verstehe unter Hilfe auch nicht, das jemand meine Probleme löst. Manchmal würde sogar einfach "zuhören" einem die Chance geben selbst zu reden um selbst beim Reden auf neue Erkenntnisse zu stoßen... Es gibt vielerlei Arten der Hilfe und ich bezog mich allgemein darauf. Ich habe auch schon Hilfe im Leben erfahren, aber das ist sehr sehr lange her.
Ich würde nicht behaupten, das es nur an meinem Umfeld liegt,
vielleicht auch an mir selbst, da ich Hilfe eher schon ablehne, da zuviel Mist dabei ist, den man sich weder anhören noch antun will.
Ich glaube das letzte Mal inspirierte mich der Film über Konfuzius...,
das ist noch gar nicht so lange her... Ich habe bemerkt, das meine Faszination sich in die Richtung der Vergangenheit richtet.
Die Geschichte geistreicher Menschen hat einen Zauber, der mich irgendwie berührt..
Doch ich lebe im hier und jetzt und ich könnte nicht abstreiten, das mir geistreiche Menschen im Umfeld, die einen auch inspirieren fast schon lieber wären..
Man kann sein Leben nicht mit der Vergangenheit teilen...
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Ja. Geistvolle Menschen haben einen Zauber. Doch den kann nicht jeder sehen. Dabei muss der Zauber nicht immer in der Lebensgeschichte liegen. Maqrquis De Sade hatte ein wundervolles Sprachgefühl. Er schrieb nicht, was er lebte, sondern war lange in einem Kerker. Oder denke nur an Roger Bacon, der Mann, der über 500 Jahre vor der Geburt Jules Vernes schrieb, die Menschheit wäre irgendwann fähig, wie die Vögel zu fliegen oder wie Fische zu tauchen. Auch er wurde unter Arrest gestellt.
Als Student der Wissenschafts- und Technikgeschichte war ich einst darum bemüht, diese Schönheit herauszuarbeiten. So kann ich sagen, dass Newton einst versuchte, die Lichtgeschwindigkeit zu bestimmen. Dazu teilten sich er und seine Freunde auf und beschritten Nachts, mit Uhr und Laternen bewaffnet, die Hügel zweier in der Nähe befindlicher Berge. Ein Team sollte beginnen, eine Laterne zu schwenken, während das andere Team zurückschwenken sollte, sofern sie das Schwenken auf dem anderen Berg wahrnahmen. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass dieser Versuch bei der extrem hohen Lichtgeschwindigkeit, von der wir heute wissen, erfolglos bleiben musste. - Auch wenn die Berge mehrere Kilometer voneinander entfernt waren. Newton selbst kam nie hinter das Geheimnis der Lichtgeschwindigkeit. Aber nur zwei Jahre nach Newtons Tod erblickte Ole Rømer das "Licht der Welt". Er sollte Jahre später die erste Annäherung an die Lichtgeschwindigkeit messen, und zwar indem er die Juptiter-Monde beobachtete, die Newton einst entdeckt hatte.
Es ist leicht, in der Geschichte diese Menschen zu finden, da die Zeit alles Mittelmäßige herausradiert. Aber es wäre ein Fehler, die Zeit als Freund anzusehen, denn auf der anderen Seite läuft sie uns davon, während wir versuchen, die Menschen der Gegenwart zu finden, bei denen wir diesen Zauber wahrnehmen.
Ich muss ein Glückspilz sein, denn ich habe den ein oder anderen Menschen dieser Kategorie kennengelernt. Oder doch nicht?
Die Zeit meinte es nicht gut mit ihnen. Entweder sie beendeten ihr Leben oder sie lebten als Schatten ihrer selbst weiter. Und das Geistvolle, was sie einst so atemberaubend leuchtend machte, ist längst vom Sog der Normalität ausgeblasen worden.
Ich sehe drei Möglichkeiten, um dieser Situation zu entrinnen:
1) Nach diesen Menschen zu suchen, mit allen Möglichkeiten, die die Technik bietet.
2) Ein Umfeld zu schaffen, indem der Sog des Gewöhnlichen weniger stark ist.
3) Das Feuer des Außergewöhnlichen in uns zu entfachen, um nicht übersehen zu werden, von den Menschen, die es wert sind.
Alle drei von mir genannten Punkte sind (wie sollte es anders sein) äußerst schwer zu erreichen. Genau deshalb wäre es sinnvoll, dass die Menschen, die diese Sehnsucht verspüren, sich gegenseitig darin unterstützen, mehr von diesen Menschen um sich zu haben.
Nachdem, was ich von Dir bisher in diesem Thread gelesen habe, könnten wir uns gegenseitig zuhören, und auf diese Weise vielleicht bessere Strategien entwickeln.
Was denkst Du?
Nemesus
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Kleine Korrektur
21.05.2014 00:20 |
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Ich habe eben noch einmal kurz meinen Text überflogen, wobei mir auffiel, dass ich einen riesigen Fehler begangen habe: Statt Newton meinte ich natürlich Galileo Galilei, der 1641 starb. Ich habe keine Ahnung, was mich zu diesem Fehltritt veranlassen konnte, tippe aber auf eine Nachwirkung von dians inspirierendem Post. - Harry Potter war einfach zuviel für mich.
N.
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Ist schon ok, Galileo hatte auch mal gute Gründe für Depressionen.
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Ich glaube, Benway hat sich von vielen Dingen inspirieren lassen, und er hat dies auch bewusst getan... es hat ihm letztlich auch nicht geholfen, weil das Gefühl der Sinnlosigkeit letztlich tiefer ging als alle Inspiration.
Aber was tut man gegen die Sinnlosigkeit? |
Die Antwort auf diese Frage wüsste ich auch nur all zu gerne.. denn ich scheine der tiefen Sinnlosigkeit ebenso verfallen zu sein.
Trotzdem weigere ich mich im Moment zumindest wieder alles hin zu werfen. Wobei das auch nicht ganz stimmt.
Ein sehr lästiger Teufelskreislauf....
Ich denke das es recht hoffnungslos erscheint, auch nur eines der drei Punkte jemals im Ansatz zu erreichen, aber vielleicht ist es nicht sinnlos, es zu versuchen...
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ree: Eev
21.05.2014 17:59 |
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| Ich denke das es recht hoffnungslos erscheint, auch nur eines der drei Punkte jemals im Ansatz zu erreichen, aber vielleicht ist es nicht sinnlos, es zu versuchen... |
Das war die Antwort, die ich erhofft hatte.
Nemesus
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dian unregistriert
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Ich glaube ja, dass die Sache mit dem Sinn etwas komplizierter ist, als es die nemesus-Formel (Inspiration + noch mehr Inspiration = Lösung all unserer Probleme) vermuten lässt.
Ich persönlich empfinde mein Dasein temporär als reichlich sinnlos. Aber bislang habe ich immer rechtzeitig die Kurve gekriegt. Wenn das Gefühl der Sinnlosigkeit zu groß zu werden schien, fand ich immer irgendeine Illusion, die mir Hoffnung gab. Im Teenie-Alter waren das mehr so Illusionen wie "Wenn ich meine Videospiel-Sammlung vervollständigt habe, ist mein Leben perfekt" oder "Wenn ich erstmal ne geile Freundin habe, wird alles besser werden".
Zwischenzeitlich war es dann mehr die Illusion, etwas bedeutsames zu schaffen... ein Kunstwerk, das die Gesellschaft erschüttern und alles verändern wird.
Für nemi ist es der Traum von seiner Insel, von dem wir natürlich alle wissen, dass er sich nie erfüllen wird... aber es ist ja trotzdem irgendwie süß, wenn er davon erzählt.
Ein höheres Ziel zu haben, das einem Kraft gibt und das einen antreibt, ist sicher ein gutes Mittel gegen die Sinnlosigkeit.
Aktuell weiß ich nicht so richtig, ob ich noch höhere Ziele habe...
Ich weiß nur, dass ich gestern bei der Schwabenluzzi im Studio war, um an einem neuen Song zu arbeiten... und das hat mal wieder richtig Spaß gemacht. Macht es Sinn? Wird es überhaupt Erfolg haben?
Vermutlich nicht. Aber es hat mir in dem Moment gut getan... wie es mir überhaupt gut tut, die Rolle zu spielen, die ich mir selbst auf den Leib geschrieben habe... eben "Dian The Saint" zu sein und nicht nur ein austauschbarer Lemming unter Millionen. Auch wenn es im schlimmsten Fall alles nur in meinem Kopf stattfindet. Es ist eine Überlebensstrategie, die bislang ganz gut funktioniert hat. Und so lange nemesus nichts vorzuweisen hat, was erkennbar besser funktioniert, werde ich wohl noch ein wenig dabei bleiben (müssen).
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ich finde, wenn etwas Spaß macht, macht es mehr Sinn, weil es einem ein Gefühl schenkt.
Vielleicht wäre meine gefühlte Sinnlosigkeit deutlich weniger, wenn ich auch noch Spaß am/im Leben hätte.
Wenn es mir Spaß machen würde, eine gute Geschichte/Buch zu lesen oder selbst zu schreiben. Wenn es mir Spaß machen würde Bilder zu gestalten oder sonst etwas kreatives zu machen, dann würde vielleicht alles wieder besser aussehen, wie früher.. nicht perfekt und ausgeglichen, aber besser...
Da bleibt aber das Problem, das ich das "aus welchen Grund auch immer" kaum noch kann...
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Eev,
Du bist der erste User in der Unity seit 5 Jahren, von dem ich denke, dass er das Zeug hat, das Plateau als das zu erfassen und zu nutzen, was es ist. Und (hoffentlich) nicht ganz unerheblich: Es wäre mir ein Vergnügen, dort mit Dir weiterzureden.
Deine erste Aufgabe, sofern Du meine Einladung annimmst, besteht darin, herauszufinden ob es Dir dort ein wenig Spaß macht.
Was die zweite Aufgabe ist, hat noch niemand herausgefunden. - Es lebe Oscar Wilde!
Das Plateau hat nur ausgewählte User, die sich kontinuierlich darin üben, einander zuzuhören. (Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg.) Einige davon wirst Du bereits aus der Unity zu kennen glauben, doch ich bin sicher, dass Du dort andere Facetten von ihnen mitbekommen wirst als die, die Du hier bereits gesehen hast oder noch sehen wirst.
Wie hast Du es noch gleich formuliert?
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| ...vielleicht ist es nicht sinnlos, es zu versuchen... |
Ich denke, in Anbetracht der Tatsache, dass Dein einziges Risiko darin besteht, eine Minute für Deine Registrierung zu verwenden, solltest Du den ersten Schritt in diese Richtung wagen.
Nach diesem Post werde ich Dir eine Unity-PN schreiben, die Dich genauer instruieren wird.
Enttäusche Dich nicht.
Nemesus,
Gründer des Plateau
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| Enttäusche Mich nicht. |
Ich hab das mal eben verbessert, so wie es wirklich gemeint war.
Nur leider wird Eev dich früher oder später enttäuschen müssen lieber Nemesus, wie wohl so ziemlich alle anderen Menschen, die du zuvor bereits in das Plateau eingeladen hast und die deinen Anforderungen nicht gerecht werden konnten. Da du viel mehr in sie hineinprojiziert hast, als da eigentlich war, dabei hätten sie niemanden gebraucht der zu hohe Erwartungen in sie setzt und so falsche Hoffnungen in ihnen weckt, die dann wiederum zu neuen Enttäuschungen führen. Sondern jemand der sie so nimmt wie sie sind und nicht versucht sie nach seinem Ideal vom perfekten Menschen zu Formen.
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Ich lehne die Grundübereinkunft des Gemeinwesens ab, insbesondere die Überbewertung von Besitz.
“All authority of any kind, especially in the field of thought and understanding, is the most destructive, evil thing. Leaders destroy the followers and followers destroy the leaders. You have to be your own teacher and your own disciple. You have to question everything that man has accepted as valuable, as necessary.”
„Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
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Ich brauche Niemanden, der mich formt und ich brauche Niemanden, der mich zu etwas besseren machen will. Da habe ich meinen ganz eigenen Willen zu.
Ich habe mein eigenes Leben und ich hebe meine eigenen Erwartungen und Ziele... Und es ist mir wichtig, mich selbst nicht zu enttäuschen und nicht danach zu leben um andere nicht zu enttäuschen.... Wo kämen wir da bloß hin.... *kopfschüttel*
Und alleine ich entscheide, wie viel und was ich in meinem Leben lasse...
Und ich war damals schon im Plateau, was Nemesus Aufgrund der verstrichenen Zeit und durch meinen neuen Nicknamen nicht wissen konnte.
In diesem Sinne....
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Gut für andere Menschen, sind Menschen die gleich alle Menschen in einem Topf werfen auch nicht !
Ich bin auch kreativ, schreibe, habe mal Musik gemacht, schreibe eigentlich wie immer mit allen gleich und halte mich für nichts besseres.
Und ich wage es auch zu bezweifeln das alle im Plateau sich für was besseres halten.
Und nur weil du findest, das Nemi so ist und das sein Plateau ist, musst du ja nicht alle User mit in deinen Dreck ziehen.
Auf jemanden runter zu spucken, ist genauso scheiße, wie jemanden von unten ins Gesicht zu spucken!
Nur mal so am Rande erwähnt...
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Iiiihhhh, überall Spucke hier :S
Was is denn hier plötzlich am abgehen? da is man mal kurz weg und schon kommt man nicht mehr hinterher.
| Zitat von Eev: |
Ich brauche Niemanden, der mich formt und ich brauche Niemanden, der mich zu etwas besseren machen will. Da habe ich meinen ganz eigenen Willen zu. Ich habe mein eigenes Leben und ich hebe meine eigenen Erwartungen und Ziele... Und es ist mir wichtig, mich selbst nicht zu enttäuschen und nicht danach zu leben um andere nicht zu enttäuschen.... Wo kämen wir da bloß hin.... *kopfschüttel* Und alleine ich entscheide, wie viel und was ich in meinem Leben lasse... Und ich war damals schon im Plateau, was Nemesus Aufgrund der verstrichenen Zeit und durch meinen neuen Nicknamen nicht wissen konnte. In diesem Sinne....
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Na wenigstens das ist gleich geblieben
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Wie soll man sich selbst finden, wenn dir die Gesellschaft vorschreibt, wer du zu sein hast?
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| Na wenigstens das ist gleich geblieben gut |
Und was soll nicht gleich geblieben sein, oder ist der Satz einfach ungünstig gewählt?
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