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Zum Ende der Seite springen Sind wir anders oder fühlen wir uns nur so?  
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Yog-Sothoth




19.10.2007 00:38 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Doch, wir sind alle hier im Forum angemeldet und kennen ganz viele Insider. Zunge raus
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Arne Kroger
unregistriert
19.10.2007 02:57 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Also, erstmal gut, wenn wir jetzt für Intelligenz einen Extrathread haben, denn irgendwie finde ich Intelligenz eher einen irritierenden Begriff.

Zumindest lässt sich feststellen, dass wir ein Bedürfnis nach Abgrenzung haben, ist ja auch nicht weiter tragisch.

Was ich zumindest feststelle, ist, dass wir aber alle eine gewisse Abneigung dagegen haben, uns was vorschreiben zu lassen. Ist aber auch nicht bei allen Menschen so, insofern muss man dann wohl auch mal die Möglichkeit einbeziehen, dass wir, wenn wir uns schon nix vorschreiben lassen wollen, zu denen gehören könnten, die denjenigen, die gerne was vorgekaut bekommen, den Gefallen tun könnten.

Yog-Sothoth




19.10.2007 03:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Arne Kroger
insofern muss man dann wohl auch mal die Möglichkeit einbeziehen, dass wir, wenn wir uns schon nix vorschreiben lassen wollen, zu denen gehören könnten, die denjenigen, die gerne was vorgekaut bekommen, den Gefallen tun könnten.

...wenn wir nicht gemäß dem kategorischen Imperativ auch dagegen eine Abneigung hätten, so dass wir denen den Vortritt lassen, die da keine Gewissensbisse haben. Heiligt der Zweck hier die Mittel?
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Arne Kroger
unregistriert
19.10.2007 04:09 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Der kategorische Imperativ sagt hier:
Meine Prämisse ist ein Leben nach meinen Vorstellungen führen zu können.

Das ist in dem einen Falle, z.B. ich hoffe, für die meisten, die hier sind:
Ich will ein Leben ohne Vorschriften.

Für andere kann das heißen:
Ich will ein Leben mit Vorschriften.

Einhalten des kategorischen Imperativ als Axiom führt da eben zu keinem Widerspruch.
Seneca
unregistriert
19.10.2007 17:37 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, wobei wir wieder beid er Führungselite und den dummen Massen sind. Genau die Aufteilung, die wir eiegtnlich auch bekämpfen wollen. Aber genau da landen wir wieder, wenn wir uns nichts vorschreiben lassen wollen und andere gerne was vorgekaut bekommen.

Außerdem lasse ich mir persönlich gerne Sachen vorschreiben:
In dem Augenblick, wo jemand anderes mehr Ahnung hat als ich und er derjenige ist, der den Ärger bekommt, wenn was nicht läuft, in dem Augenblick kann der mir gerne Dinge vorschreiben.
Wenn ich aber der Verantwortliche in der Sache bin, dann hab ich das Sagen.
Hansi
unregistriert
19.10.2007 18:49 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Soll heißen du willst dich aus Bequemlichkeit führen lassen!?! Ganz toll, so läuft das nämlich auch sonst in dieser Welt, keiner will mehr mit Konsequenzen leben die er sich selber eingebrockt hat und sie weiterschieben.

Anonymous




19.10.2007 22:40 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Hansi
Denn der Mensch ist ja nunmal ein Herdentier und viele würden sich eher einen Arm abhacken als einsam und alleine zu leben, also muss man sich an die akzeptierten Gegebenheiten dieser Welt anpassen.

Nunja, ist dieses Forum denn was anderes als die Überwindung einer Einsamkeit? Hier in dem Thread wurde bisher sehr viel wert darauf gelegt "Zusammenhalt" zu begründen, was vor allem an dem häufigen Gebrauch des Worts "wir" deutlich wird. Ich habe die Frage schon mal aufgeworfen aber jetzt nochmal konkreter:

Punker-Clique im Punkerlook
HipHop-Clique im Adidasoutfit


Die Frage ist: Wenn die Punks wirklich mehr auf Individualität bedacht sind, wenn sie kritischer sind und wenn sie wirklich total anders sind als die HipHop-Clique, wieso dann diese Vereinheitlichung äußerer Merkmale? Weil alle damit ihre Einzigartigkeit betonen wollen? Dann doch eher als Erklärung, dass beide Gruppen teilweise unterschiedliche Wege gehen. Aber um das Problem der Einsamkeit zu lösen gehen sie den Weg der Konformität. Damit will ich jetzt hier keine Diskussion anstossen ob Punks besser als HipHopper sind.

Und ja Kebap, ich bin mir im Klaren, dass ich mich hier Schubladen bediene um etwas zu verdeutlichen...

Genau wie in dem Beispiel, gibt es auch bei der Unity eine Betonung einheitlicher Merkmale (nein nicht die Kleidung), z.b. die Betonung darauf, dass alle "sich nichts sagen lassen" und gegen die Gesellschaft sind. Oder auch die Lemming-Metapher, welche ja den Unitymitgliedern eindeutig einen "Nichtmitläufercharakter" zuschreibt.



Zitat:
von Arne
Würde mich mal interessieren, wieviele Menschen Ihr so in Eurer Umgebung kennt, die durchaus bereit sind, sich gegen die bestehenden Zustände auszusprechen und evtl. dann was zu machen, wenn mal irgendwer die Position des reinen Herumlamentierens und Rumlaberns verlässt?
Also, in meinem Bekanntenkreis würde ich die Zahl bei über 50% einstufen, aber der ist mit Sicherheit nicht repräsentativ, aber an die 100 Leute kenne ich bestimmt, die was an dem System auszusetzen haben und auch aktiv werden würden, wenn nur mal einer die Initiative ergreift.

Schwer zu sagen. Doch im Prinzip bringt deine Frage auch keinen Erkenntnisgewinn. Denn wenn ich wüsste wer alles bereit wäre auf die Straße zu gehen, wenn "mal einer die Initiative ergreift" (sprich wenn einer sie anführt), dann wüsste ich nur, wer alles in einer anderen Gruppe den Weg der Konformität gehen will. Ich wüsste dann aber nicht, wer wirklich die Schnauze voll hat von all diesen Gruppenbildungen und den Gruppenregeln, denen man sich unterwerfen soll.


Zitat:
von Seneca
In dem Augenblick, wo jemand anderes mehr Ahnung hat als ich und er derjenige ist, der den Ärger bekommt, wenn was nicht läuft, in dem Augenblick kann der mir gerne Dinge vorschreiben.

Fett markierter Teil des Satzes: Zustimmung.

Ist im Prinzip das Beispiel mit der Ampel: Wenn ich die Verkehrslage nicht einschätzen kann, dann bediene ich mich dem System "Ampel" und lasse mich davon über die Straße führen. Sollte was falsch laufen, z.b. die Ampel nicht richtig funktionieren, so liegt die Verantwortung rechtlich natürlich bei jemand anderem, doch dieser Punkt beeinflusst meine Entscheidung nicht, da es mir, falls ich überfahren werde nichts bringt, dass jemand anderes die Verantwortung inne hatte.


Bei Menschen ist das schwieriger, denn wie hier auch schon Anklang gibt es ja Bewertungssysteme, um die "Ahnung" eines Menschen festzustellen. Wenn man nun davon ausgeht, dass all dies funktioniert, so gäbe es keinen Grund besorgt zu sein, da ja (bis auf einige Ausnahmen durch Vetternwirtschaft usw.) die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer häufig von Universäten kommen. Die haben also eine Bescheinigung, dass sie "Ahnung" haben. Falls also genügend Menschen nun davon ausgehen, dass diese Bescheinigungen nützlich sind, so ist es nicht verwunderlich, dass sich alle in die Obhut dieser Führer begeben. Hm, jetzt bin ich in ner Sackgasse gelandet.


Ich sehe es jedenfalls so, dass dieses anders sein, garnicht so ausgeprägt ist. Manchmal bekomme ich hier nämlich den Eindruck, dass jeder auf der Unity quasi ein Außerirdischer wäre und mit Menschen garnichts mehr am Hut hätte. Manche reden auch so, als wäre die Mitgliedschaft in der Unity ein Blankoschein, mit dem man nachweisen kann, dass man ein ganz toller Revoluzzer ist, doch damit kann ich nichts anfangen, da ich persönlich z.b. noch voll dabei bin bei der "normalen" Gesellschaft, mich aber trotzdem hier in einigen Gedanken wiederfinde.
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Arne Kroger
unregistriert
20.10.2007 00:47 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Letzten Absatz kann ich voll unterstreichen und ich hab' manchmal sogar den Eindruck, dass hier auch genügend rassistische Mainstreamkacke verbraten werden darf, wenn sie nur im Untergewand daherkommt.


Im Absatz vorher bist Du deshalb in eine Sackgasse geraten, weil die Prämisse nicht stimmt.
Die meisten Köpfe der politischen Führer zumindest in der BRD kommen aus der allerletzten Gosse und haben sich auf Plätze hochgearbeitet, wo sie nix zu suchen haben als kleine miese Aufsteiger. Müntefering ist irgendein Bauernsohn, Fischers Vater war Metzger und Schröders Mama 'ne Putzfrau, Merkels Vater war zwar Pfarrer, aber das war in der DDR weniger angesehen als Putzfrau hier.
Insofern haben die alle einen sozialen Minderwertigkeitskomplex, den die ausleben.
Die zweite falsche Prämisse war, dass Korruption der Ausnahmefall wäre. Die BRD gehört zu den korrupttesten Länder laut einer OECD-Studie.
Insbesondere, was die Verflechtungen Politik und Wirtschaft anbelangt.
Das sieht man daran, dass Schröder heute mit Gazprom über EON kungelt, Schilys Firma die fälschungssicheren Ausweise herstellen lässt und Clement bei RWE ist uswusf, die müssen nur immer warten, bis sie abgetreten sind. Dann werden die fürstlich belohnt.
Und es ist sehr leicht, solche Typen, die meinen, sie hätten was erreicht, weil sie von ganz unten kommen, zu korrumpieren.
Die meinen nämlich wirklich, dass es deren Verdienst wäre und kommen nicht auf die Idee, dass die nur deshalb da sind, weil man eben diese kleinen, machtgeilen Aufsteiger braucht, weil sie leichter zu bestechen sind.
Seneca
unregistriert
20.10.2007 02:06 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Ist im Prinzip das Beispiel mit der Ampel: Wenn ich die Verkehrslage nicht einschätzen kann, dann bediene ich mich dem System "Ampel" und lasse mich davon über die Straße führen. Sollte was falsch laufen, z.b. die Ampel nicht richtig funktionieren, so liegt die Verantwortung rechtlich natürlich bei jemand anderem, doch dieser Punkt beeinflusst meine Entscheidung nicht, da es mir, falls ich überfahren werde nichts bringt, dass jemand anderes die Verantwortung inne hatte.


Genau so sehe ich das auch. Ich hinterfrage duchaus alles. Aber in dem Augenblick wo mir selbst keine Zweifel kommen und ich zu dem Ergenbis komme, dass es mir selbst egal ist, in dem Augenblick kann ich ja ruhig auf den hören der sein Geschäft versteht.
So sehe ich bei meinem Zivildienst zum Beispiel keinen Grund den LKW nicht so zu beladen, wie es der Fahrer will. Denn er muss ja wissen wie die Ladung sicher sitzt und wie er am wenigsten Ärger bekommt. Und deshalb lad ich die Paletten und Boxen auch genauso drauf wie er es will. Wenn es dann schiefgeht merkt er es bei der Fahrt selbst als erstes und gut is.

Zitat:
Ich sehe es jedenfalls so, dass dieses anders sein, garnicht so ausgeprägt ist. Manchmal bekomme ich hier nämlich den Eindruck, dass jeder auf der Unity quasi ein Außerirdischer wäre und mit Menschen garnichts mehr am Hut hätte. Manche reden auch so, als wäre die Mitgliedschaft in der Unity ein Blankoschein, mit dem man nachweisen kann, dass man ein ganz toller Revoluzzer ist, doch damit kann ich nichts anfangen, da ich persönlich z.b. noch voll dabei bin bei der "normalen" Gesellschaft, mich aber trotzdem hier in einigen Gedanken wiederfinde.


Herzlichen Glühstrumpf, du hast damit einen meiner Gedanken sehr gut ausformuliert.

komakino



images/avatars/avatar-728.png


20.10.2007 04:28 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Revoluzzer?! Also mal ehrlich, wie viele aus der Unity tun den wirklich irgend etwas, als das sie sich als Revoluzzer bezeichnen könnten?

Dieses überdimensionale "wir" Gefühl wird doch gottseidank in keinster weiße extrem ausgesprochen, weils eben doch nicht exestiert. Und du hast es doch gut auf den Punkt gebracht Tzak. Du bist in deinem Verhalten den anderen Unityanern nicht ähnlich, und? Benimmt sich Hansi wie Soulmirror? Oder Arne wie Suggs? Letztendlich sinds einfach manche Weltansichten oder Gedanken die n paar Menschen hier verbindet, mehr nicht. (so wie bei dir)
Mir kommts beim lesen deiner Zeilen oft so vor, als fändest du "wir" also sogut wie alle auser dir, wären alle gleich, aber du als einziger wärst anders, ich glaube da täuscht du dich, wir unterscheiden uns gottseidank alle grob voneinander.

"And manifest the daydream
Like those who fell before
And glorify our small attempts
And hate ourselves no more

Blow words between these sucker's teeth
And bind these panicked hands
Lose your heart like a clumsy bell
Please be well"

-Horses in the Sky
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Seneca
unregistriert
20.10.2007 13:59 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, dieses "wir" Gefühl ist ja auch immer das, was oft hier kritisiert wird. Wobei ich schon denke, dass wir alle hier gewisse Gemeinsamkeiten haben. Natürlich ist keiner wie der andere und wir unterscheiden uns auch grob. Aber ich denke wir sind schon zum Großteil eigentlich so ähnlich, dass wir uns im Falle des totalen Zusammensturzes des Systems zu kleinen Grüppchen zusammenrotten KÖNNTEN und damit etwas erreichen. Bzw zumindest mehr erreichen als andere.
Arne Kroger
unregistriert
21.10.2007 00:44 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Naja, ich würd' es ja lieber sehen, dass wir uns jetzt bald schon zu kleinen Grüppchen zusammenrotten, um das System erstmal zum Zusammenbruch zu bringen,

Auch wieder ein Unterschied. Zunge raus

Anonymous




21.10.2007 22:23 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von atreju
Letztendlich sinds einfach manche Weltansichten oder Gedanken die n paar Menschen hier verbindet, mehr nicht. (so wie bei dir)
Mir kommts beim lesen deiner Zeilen oft so vor, als fändest du "wir" also sogut wie alle auser dir, wären alle gleich, aber du als einziger wärst anders, ich glaube da täuscht du dich, wir unterscheiden uns gottseidank alle grob voneinander.

Glaub du hast das ganz gut rausgelesen und etwas entdeckt, was ich ziemlich gerne mache, nämlich mich abzusondern bzw. auf eine Gegenposition zu stellen. Denke du hast Recht, hier gibt es schon viele unterschiedliche Menschen, doch ich meine eben schon ein paar Gruppen erkennen zu können.
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Arne Kroger
unregistriert
22.10.2007 04:03 Diesen Beitrag einem Moderator melden Zum Anfang der Seite springen

Die gibt es ohne Zweifel.

Und wir sollten nichts unversucht lassen, die Unterschiede herauszustellen. großes Grinsen
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